Analytik Jena mit Konzernzahlen zum Geschäftsjahr 2012/2013 - Operatives Geschäft unter Erwartungen


19.12.13 09:02
Meldung
 
Jena (www.aktiencheck.de) - Die Analytik Jena AG (ISIN DE0005213508 / WKN 521350 ) (Marktsegment: Prime Standard, Börsenkürzel: AJA) schloss das Geschäftsjahr 2012/2013 mit Konzernumsatzerlösen in Höhe von 97,7 Mio.
EUR (Vorjahr: 94,0 Mio. EUR) und damit einer Umsatzsteigerung um 4,0% ab, so das Unternehmen in der aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Darin enthalten sind erstmals die ab April 2013 konsolidierten Umsätze der UVP-Gruppe sowie in geringem Umfang auch die der ETG Entwicklungs- und Technologie-Gesellschaft mbH Ilmenau. Beeinflusst wurde die Umsatzentwicklung des Konzerns in der Berichtsperiode weitestgehend durch das enttäuschende operative Geschäft in Japan.

"Mit dem Einstieg der Endress+Hauser Gruppe sowie der bisher größten Akquisition in der Geschichte unseres Unternehmens blicken wir auf ein sehr ereignisreiches Geschäftsjahr zurück, das allerdings auch mit einer Vielzahl an Herausforderungen verbunden war", sagte Klaus Berka, Vorstandsvorsitzender der Analytik Jena AG. "Insgesamt verzeichneten wir in der Berichtsperiode ein enttäuschendes operatives Geschäft."

Umsatzentwicklung und Segmente

Das Stammgeschäft Analytical Instrumentation war von den Umsatzrückgängen in Japan am stärksten betroffen, wodurch der Geschäftsbereich seine gewohnten Wachstumsraten erstmals nicht realisieren konnte. Analytik Jena erlöste hier 57,8 Mio. EUR (Vorjahr: 60,0 Mio. EUR) und damit 3,7% weniger als im Vorjahr. Bereinigt um Japan generierte der Bereich allerdings erneut eine solide Steigerung der Umsatzerlöse von 5,1%. Der Geschäftsbereich Life Science erwirtschaftete in der Berichtsperiode eine Umsatzsteigerung von 22,4% und profitierte deutlich von der erstmaligen Konsolidierung der UVP. Sehr positiv zur Umsatzentwicklung trug auch das Instrumenten- und Kit-Geschäft des Stammhauses Jena bei. Der Bereich erzielte insgesamt Konzernerlöse in Höhe von 34,5 Mio. EUR (Vorjahr: 28,2 Mio. EUR) und hatte dabei auch schwächere Umsätze bei der Tochter Biometra und in Japan zu kompensieren. Erfreulich entwickelte sich im vergangenen Geschäftsjahr die CyBio AG, die im Berichtszeitraum zwei Großaufträge gewinnen konnte und insbesondere durch die neuen Produkte im Instrumentengeschäft nach langer Stagnation erstmals wieder Zuwächse aufwies. Der Bereich Optics verzeichnete in der Berichtsperiode einen Umsatzrückgang um 6,4% und erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 5,5 Mio. EUR (Vorjahr: 5,8 Mio. EUR).

Die Exportquote der Analytik Jena stieg um 1,5 Prozentpunkte auf 74,6% (Vorjahr: 73,1%). Asien als traditionell größter Absatzmarkt trug mit anhaltend starken Umsätzen von 39,1 Mio. EUR (Vorjahr: 39,2 Mio. EUR) bei. Bereinigt um Japan liegt das Umsatzwachstum in Asien bei 16,5% und damit auf einem vergleichbaren Niveau der letzten Jahre. In Europa (ohne Deutschland) konnte die Gesellschaft ihre Konzernumsatzerlöse um 7,0% auf 21,5 Mio. EUR (Vorjahr: 20,1 Mio. EUR) steigern, nachdem sie im vergangenen Jahr hier noch Umsatzverluste hinnehmen musste.

Ergebnis- und Ertragslage

Die Ertrags- und Ergebnisentwicklung lag deutlich unter den Erwartungen der Gesellschaft. Der Konzern schloss das Geschäftsjahr mit einem Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern (EBITDA) in Höhe von 6,8 Mio. EUR (Vorjahr: 10,2 Mio. EUR) bei einer EBITDA-Marge von 6,9% (Vorjahr: 10,8%) ab, was einem Minus um 33,3% im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr entspricht. Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich zum Ende der Berichtsperiode auf 2,1 Mio. EUR (Vorjahr: 6,1 Mio. EUR) bei einer EBIT-Marge von 2,2% im Vergleich zu 6,5% im Vorjahr. Belastet wurde das Betriebsergebnis insbesondere durch eine Ausweitung der Verluste in Japan in beiden Kernbereichen. Rückläufige Umsätze in Analytical Instrumentation, die nahezu komplett auf Umsatzrückgänge beim Vertrieb der im vergangenen Geschäftsjahr neu ins Portfolio integrierten XRF-Produkte der japanischen Minderheitsbeteiligung Techno X zurückzuführen sind, konnten nicht kompensiert werden. Aber auch in Life Science stagnierten die Umsätze. Zusätzlich hatte Analytik Jena zum 30. September 2013 Wertberichtigungen auf Bestände von in Summe mehr als 0,9 Mio. EUR zu buchen sowie Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen und Abfindungsregelungen in Höhe von ca. 1,0 Mio. EUR zu bilden. Zusätzlich mussten Abschreibungen im Rahmen der Kaufpreisallokation der UVP, LLC in Höhe von ca. 0,6 Mio. EUR berücksichtigt werden. Insgesamt belaufen sich die Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen für die seit 2009 durchgeführten Akquisitionen auf 1,0 Mio. EUR im abgeschlossenen Geschäftsjahr.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von -2,2 Mio. EUR (Vorjahr: 5,0 Mio. EUR) war im Wesentlichen belastet durch das negative Beteiligungsergebnis der im abgelaufenen Geschäftsjahr noch als 49,0%-ige Minderheitsbeteiligung at equity im Finanzergebnis konsolidierten AJZ Engineering in Höhe von -1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR) sowie von der für die Gesellschaft ungünstigen Währungsentwicklung. Die Analytik Jena verbuchte nach Abschluss des Geschäftsjahres einen Konzernjahresfehlbetrag von -3,1 Mio. EUR (Vorjahr Konzernjahresüberschuss: 3,5 Mio. EUR). Unter Einbeziehung der direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisse erzielte der Konzern ein Gesamtergebnis in Höhe von -2,9 Mio. EUR (Vorjahr: 3,4 Mio. EUR). Das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis betragen jeweils -0,56 EUR je Aktie (Vorjahr: 0,59 EUR).

"Insgesamt haben wir unsere Umsatz- und Ergebnisziele deutlich verfehlt. Vor diesem Hintergrund haben wir sehr zügig die Konsequenzen aus dieser Entwicklung gezogen und die notwendigen Maßnahmen zur Konsolidierung und Restrukturierung des Konzerns insbesondere mit Blick auf Japan in die Wege geleitet", so Berka weiter.

Personal

Zum 30. September 2013 beschäftigte der Konzern insgesamt 983 Mitarbeiter, davon 45 Auszubildende (Vorjahr: 827 Mitarbeiter, davon 45 Auszubildende) und damit 18,9% mehr als zum vorangegangenen Bilanzstichtag. Der Personalzuwachs resultiert im Wesentlichen aus der Akquisition der US-amerikanischen UVP, LLC und ihrer Tochtergesellschaft in Großbritannien, der Erweiterung des internationalen Vertriebsnetzwerks mit der Gründung der Tochtergesellschaften in Frankreich und Thailand sowie der Integration der Ilmenauer Tochtergesellschaft ETG im Zuge der Aufstockung von Anteilen auf 80,0%.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2013/2014 erwartet die Analytik Jena eine Steigerung des Konzernumsatzes sowie eine positive Ergebnisentwicklung im Instrumentengeschäft im Vergleich zu diesem Geschäftsjahr. Im Zuge der Erstkonsolidierung der Projektgesellschaft AJZ Engineering werden sich der Konzernumsatz und das Konzernergebnis in den nächsten beiden Geschäftsjahren signifikant ausweiten. (19.12.2013/ac/n/nw)


 

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