Beta Systems realisiert in H1 2010 positive Effekte aus .


30.07.10 09:05
Meldung
 
Berlin (aktiencheck.de AG) - Die Beta Systems Software AG (ISIN DE0005224406 / WKN 522440 ) hat im ersten Halbjahr 2010 ein Ergebnis (nach Steuern) in Höhe von EUR 2,2 Mio.
erzielt. Wesentlicher Effekt war der aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs ECM erzielte Veräußerungsgewinn in Höhe von EUR 4,9 Mio. (vor Steuern), der das aufgrund saisonaler Schwankungen negative Ergebnis aus dem fortgeführten Geschäft in Höhe von EUR -1,4 Mio. (nach Steuern) mehr als kompensierte.

Sondereffekte aus der Veräußerung des Geschäftsbereichs ECM Q1-Q2/2010
- Veräußerung von Nettovermögen in Höhe von EUR 10,9 Mio.
- Veräußerungsgewinn in Höhe von EUR 4,9 Mio. (vor Steuern)
- Sonstige Erträge in Höhe von EUR 0,6 Mio.

Durch die Veräußerung wurden Vermögenswerte in Höhe von EUR 21,0 Mio. (Stand per 31.05.2010) verkauft, die dem Segment ECM zuzuordnen waren. Dem gegenüber standen Schulden in Verbindung mit diesen Vermögenswerten in Höhe von EUR 10,1 Mio. (Stand per 31.05.2010). Im Zuge der Realisierung aller nicht vom Eintritt bestimmter Bedingungen abhängiger Kaufpreiskomponenten fiel im ersten Halbjahr ein Veräußerungsgewinn (vor Steuern) in Höhe von EUR 4,9 Mio. an. Gleichzeitig wurden im Rahmen der übergangsweisen Erbringung von administrativen Services (u.a. Buchhaltung, Berichtswesen, Personalverwaltung, IT-Dienstleistungen) für die veräußerte Beta Systems ECM Solutions GmbH sonstige Erträge in Höhe von EUR 0,6 Mio. erzielt.

Operative Entwicklung in den fortgeführten Geschäftsbereichen Q1-Q2/2010 (DCI/IdM) - Verhaltener Geschäftsverlauf mit Verzögerungen bei wichtigen Großprojekten im fortgeführten Infrastruktursoftware-Geschäft (nach Großaufträgen im Vorjahreszeitraum) - Signifikante Kosteneinsparungen von über EUR 2,0 Mio. bei Betriebsaufwendungen - Steigerung des betrieblichen Cashflow um EUR 1,4 Mio. auf EUR 7,9 Mio. (Q1-Q2/2009: EUR 6,5 Mio.) - Betriebsergebnis (EBIT) sinkt auf EUR -1,8 Mio. (Q1-Q2/2009: EUR -0,3 Mio.)

Die außerordentlich gute vertriebliche Leistung des Vorjahres im fortgeführten Infrastruktursoftware-Geschäft (Geschäftsbereiche DCI/IdM) konnte in der ersten Jahreshälfte 2010 aufgrund der Zurückhaltung einiger Kunden bzw. verzögerten Entscheidungen bei Großprojekten noch nicht im gleichen Maße wiederholt werden. Der Umsatz ging demzufolge auf EUR 20,7 Mio. zurück (Q1-Q2 2009: EUR 25,1 Mio.).

Das Betriebsergebnis (EBIT) sank trotz signifikanter Kosteneinsparungen von über EUR 2,0 Mio. bei den Betriebsaufwendungen mit EUR -1,8 Mio. unter das Vorjahresniveau (EUR -0,3 Mio.). Gleichzeitig konnte jedoch der betriebliche Cashflow als wichtige Kennziffer erneut um EUR 1,4 Mio. auf EUR 7,9 Mio. gesteigert werden, so dass die Finanzposition des Unternehmens durch Absenkung der kurzfristigen Kredite um EUR 9,3 Mio. im Vergleich zum Jahresende 2009 deutlich verbessert werden konnte.

Ausblick Q3-Q4/2010 - Vorstand passt Prognose für fortgeführtes Geschäft an

Die zu Jahresbeginn getätigten Aussagen zum Ausblick hinsichtlich Umsatz und Ergebnis werden - ohne Berücksichtigung von Einmaleffekten - für das Geschäft auf fortgeführter Basis neu getroffen. Somit rechnet das Management zum jetzigen Zeitpunkt in den Geschäftsbereichen DCI und IdM mit einem Umsatzniveau von ca. EUR 50 Mio. (2009: rund EUR 52 Mio.) und einer im Rahmen der Kostensenkungen verbesserten EBIT-Marge im mittleren einstelligen Prozent-Bereich (2009: rund 4%).

Viele Großkunden hinterfragen momentan ihre größeren IT-Investitionen weiterhin kritisch und beauftragen erfahrungsgemäß Großprojekte erst am Jahresende. Demzufolge wird im Infrastrukturgeschäft erst im vierten Quartal mit signifikanten Vertragsabschlüssen gerechnet. Dies führt zu einer Verschiebung des unterjährigen Break-Even-Zeitpunkts und die Abhängigkeit des Konzernergebnisses von diesen Lizenzumsätzen am Jahresende nimmt zu.

Zusätzliches positives Ergebnispotenzial besteht in der zweiten Jahreshälfte 2010 durch an den Eintritt bestimmter Bedingungen geknüpfter zusätzlicher Kaufpreiskomponenten für ECM in Höhe von bis zu EUR 2,0 Mio.

Gleichzeitig rechnet der Vorstand für den Umbau des Unternehmens und die Neupositionierung nach erster Analysefür die zweite Jahreshälfte 2010 mit Einmalaufwendungen in einer Größenordnung bis zu EUR 5,0 Mio. (Ad hoc vom 29.07.2010) (30.07.2010/ac/n/nw)


 

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