Koenig & Bauer vorläufige Ergebnisse für das Geschäftsj.


05.02.10 10:16
Meldung
 
Würzburg (aktiencheck.de AG) - Die Koenig & Bauer AG (KBA) (ISIN DE0007193500 / WKN 719350 ) veröffentlicht vorläufige Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2009.
Die Marktsituation für die exportorientierten deutschen Druckmaschinenbauer bleibt weiterhin angespannt. 2009 litt die globale Nachfrage unter dem Konjunktur- und Werbeeinbruch und blieb um gut 40% unter dem Niveau des Jahres 2007. Als einer der internationalen Top-Lieferanten war auch KBA von der Investitionszurückhaltung der Druckbranche betroffen.

Trotz des im Segment Rollen- und Sondermaschinen wieder etwas besseren vierten Quartals unterschritt der Auftragseingang im Konzern im Geschäftsjahr 2009 mit knapp 890 Mio. Euro den Vorjahreswert (1.241,5 Mio. Euro) um 29%. Der Konzernumsatz lag aufgrund der unerwartet großen Investitionszurückhaltung bei Rotationsanlagen mit etwa 1,06 Mrd. Euro um 31% unter dem Vorjahr 2008 (1,53 Mrd. Euro).

Trotz des marktbedingten Umsatzrückgangs ist es KBA gelungen, nach dem Verlust des Vorjahres (EBT 2008: -87,1 Mio. Euro) schon im Geschäftsjahr 2009 wieder ein ausgeglichenes Konzernergebnis nach Zinsen und vor Steuern (EBT) zu erreichen. Nach Steuern wird aus heutiger Sicht sogar ein kleiner Jahresüberschuss erwartet. Nach Quartalsverlusten im ersten Halbjahr 2009 hatte sich der gelungene Turnaround bereits im dritten Quartal angedeutet. Über der ursprünglichen Planung liegende Einsparungen bei den Sach- und Personalkosten von über 100 Mio. Euro trugen dazu bei. Alle erwarteten Belastungen aus den noch anstehenden Restrukturierungsmaßnahmen wurden im Jahresabschluss 2009 berücksichtigt und ausreichend Vorsorge für sonstige Risiken getroffen.

Die Beschäftigtenzahl in der KBA-Gruppe ging im Laufe des Jahres 2009 durch die Neudimensionierung der Bogenstandorte von ca. 8.000 auf unter 7.000 Mitarbeiter zurück und wird sich im Laufe des Jahres 2010 weiter auf ca. 6.300 Mitarbeiter verringern. Diese angesichts der Marktperspektiven notwendige Verkleinerung führt neben vielen anderen Maßnahmen zu einer nachhaltigen Senkung der Kostenbasis und Auslastungsschwellen.

Den kostenintensiven Restrukturierungsprozess bewältigt KBA aus eigenen Mitteln, ohne staatliche Hilfen oder neue Schulden. Die Eigenkapitalquote des Druckmaschinenherstellers liegt mit gut 34% deutlich über Branchendurchschnitt, die Nettofinanzposition ist weiterhin positiv. Verfügbare Kreditlinien mussten bisher nicht in Anspruch genommen werden.

Die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2009 und einen ersten Ausblick auf 2010 veröffentlicht KBA am 26. März 2010. (Ad hoc vom 05.02.2010) (05.02.2010/ac/n/nw)


 

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