STRATEC legt vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2.


06.03.09 09:33
Meldung
 
Birkenfeld (aktiencheck.de AG) - Die STRATEC Biomedical Systems AG (ISIN DE0007289001 / WKN 728900 ) gibt im Hinblick auf § 15 WpHG die vorläufigen ungeprüften Konzernzahlen gemäß IFRS (International Financial Reporting Standards) für das Geschäftsjahr 2008 des STRATEC-Konzerns bekannt.


Kennzahlen (TEUR) 2008 2007 Veränderung
Umsatzerlöse 60.971 67.527 - 9,7%
Gesamtleistung 67.646 69.679 - 2,9%
EBITDA 13.510 16.586 - 18,5%
EBIT 11.225 14.316 - 21,6%
EBT * 9.387 * 14.517 - 35,3%
Konzernergebnis * 6.131 * 9.991 - 38,6%
Ergebnis je Aktie (EUR) * 0,54 * 0,88 - 38,6%

* Beinhaltet einen nicht operativen Einmaleffekt durch Bewertungsanpassung in Höhe von etwa 2,1 Mio. Euro. Bereinigt liegt das "Ergebnis je Aktie" bei 0,72 Euro, das "Konzernergebnis" bei 8,2 Mio. Euro und das "EBT" (Ergebnis vor Steuern) bei 11,5 Mio. Euro.

Unter Hinzurechnung der Zeitarbeiter, hatte der STRATEC-Konzern am 31. Dezember 2008 284 Beschäftigte (Vorjahr: 270).

Der Berechnung der Kennzahl "Ergebnis je Aktie" für das Geschäftsjahr 2008 liegt eine zeitlich gewichtete Aktienanzahl in Höhe von 11.387.716 zu Grunde.

Informationen und Erläuterungen des Emittenten zu dieser Mitteilung:

Die STRATEC Biomedical Systems AG hat ihre Planzahlen für das Geschäftsjahr 2008 von 60,0 Mio. Euro im Umsatz sowie im geplanten Ergebnis - bereinigt um einen nicht operativen Einmaleffekt durch die notwendig gewordene Anpassung der Bewertung der CyBio-Beteiligung in Höhe von etwa 2,1 Mio. Euro - von 11,5 Mio. Euro erreicht.

Für die Jahre 2009 und 2010 sind vier Markteinführungen neuer Analysensysteme durch STRATEC-Kunden geplant, die je nach Region und Zulassungsanforderung zu verschiedenen Zeitpunkten stattfinden werden. Diese Systeme befinden sich in weit fortgeschrittenen, arbeitsintensiven Entwicklungsstadien. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden und um die Planungen weiterer Kunden für einen möglichen Markteintritt in den Bereich der Molekulardiagnostik umfassend zu begleiten, wurde die Anzahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2008 innerhalb des STRATEC-Konzerns weiter erhöht.

Die Umsatzverminderung von rund 9,7% ist auf das Ausbleiben der Systemabrufe eines Großkunden zurückzuführen, der nur begrenzt durch andere Kundenaufträge ausgeglichen werden konnte. Hierbei ist zu bemerken, dass aufgrund des Umsatzwachstums der anderen Kunden, die Abhängigkeit von einzelnen Kunden weiter abnimmt und mögliche Umsatzschwankungen bei einzelnen Systemen, eine insgesamt geringere Auswirkung auf die Gesamtzahlen von STRATEC erwarten lässt.

Aufgrund der hohen Eigenkapitalquote von rund 71%, des hohen Liquiditätsbestandes und der nettoschuldenfreien Bilanz, ist STRATEC ideal positioniert, um den erwarteten Wachstumsschub in den kommenden zwei Jahren zu gewährleisten und mögliche externe Wachstumsmöglichkeiten wahrzunehmen.

Die aktuelle Finanz- und Wirtschaftkrise zeigt bei STRATEC im Auftragseingang und in den, durch die Partner gegebenen Vorschaurechnungen keine negativen Auswirkungen.

Vielmehr wird die Geschäftsentwicklung von STRATEC durch Mikrozyklen geprägt. Diese zeigen sich auf der einen Seite durch die relative Performance einzelner Partner und Kunden sowie auf der anderen Seite durch den Markteintritt neuer Analysensysteme bzw. dem Vermarktungsbeginn unserer Produkte durch unsere Kunden. Letzteres wird sich durch den Vermarktungsbeginn weiterer Produkte innerhalb der nächsten zwei Jahre auf STRATEC deutlich positiv auswirken.

Ungeachtet dessen wächst das weltweite Aufkommen an Blutspenden sowie an Blutproben, die zur Vorbereitung von Operationen dienen, und an Tests zur Erkennung von Krankheitserregern. Hierdurch wächst auch stetig die Nachfrage nach wirtschaftlichen Auswertungsmöglichkeiten dieser Proben und somit die Nachfrage nach vollautomatisierten Analysensystemen.

Eine aktualisierte Guidance für das Jahr 2009 wird voraussichtlich mit Bekanntgabe der endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2008 veröffentlicht. Wir erwarten in den nächsten zwei Jahren einen deutlichen Wachstumsschub, der sich unseres Erachtens bis dahin näher quantifizieren lässt.

Erläuterungen zum Sachverhalt der Anpassung der Bewertung der CyBio-Beteiligung:

STRATEC hielt zum 31. Dezember 2008 eine Beteiligung in Höhe von 13,42% an der CyBio AG. Zusammen mit der Entsendung eines Aufsichtsratsmitglieds legte eine Gesamtwürdigung der Umstände das Bestehen eines maßgeblichen Einflusses zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2008 gemäß IAS 28.2 i.V.m. IAS 28.7 nahe.

Ein von der Analytik Jena AG am 20. Februar 2009 veröffentlichtes freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot an die Aktionäre der CyBio AG zum Erwerb ihrer Aktien an der CyBio AG und die infolge dessen am 23. Februar 2009 erlangte Kontrolle der Analytik Jena AG über die CyBio AG, widerlegt diese Vermutung und wird bei Aufstellung des STRATEC-Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2008 (werterhellend) in die Gesamtwürdigung einbezogen. Durch diese nicht-operativ wirksame Anpassung verminderte sich das Finanzergebnis im Geschäftsjahr 2008 um etwa 2,1 Mio. Euro.

Aufgrund der Verneinung der These eines maßgeblichen Einflusses wurde keine Umstellung der Bewertung der CyBio-Beteiligung im Konzernabschluss der STRATEC auf die Equity-Methode (fortgeführte Anschaffungskosten) vorgenommen.

Die Bewertung der Anteile an der CyBio AG erfolgt stattdessen entsprechend der Bewertungskategorie nach IAS 39 als "zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswert" (Available for Sale) mit dem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag. Aufgrund der Börsennotierung der CyBio AG entspricht der Zeitwert (Fair Value) dem Kurswert zum 31. Dezember 2008.

Im Zuge dessen ist der Wertunterschied nun insoweit gemäß IAS 39.68 erfolgswirksam zu erfassen, als durch den im Geschäftsjahr 2008 wesentlich und nachhaltig unterhalb der Anschaffungskosten gesunkenen Kurs eine nachhaltige Wertminderung unterstellt wird.

Über STRATEC

Die STRATEC Biomedical Systems AG (http://www.stratec-biomedical.de) projektiert, entwickelt und produziert vollautomatische Analysensysteme für Partner aus der klinischen Diagnostik und Biotechnologie. Diese Partner vermarkten die Systeme weltweit als Systemlösungen, in der Regel gemeinsam mit ihren Reagenzien, an Laboratorien, Blutbanken und Forschungseinrichtungen. Das Unternehmen entwickelt seine Produkte mit eigenen patentgeschützten Technologien. Die Aktien der Gesellschaft werden im Marktsegment Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt.

Die STRATEC-Gruppe besteht aus der börsennotierten Muttergesellschaft STRATEC Biomedical Systems AG sowie Tochter- und deren Tochtergesellschaften in Deutschland, USA, Großbritannien, Schweiz und Rumänien.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

STRATEC Biomedical Systems AG
André Loy,
Investor Relations
Gewerbestr. 37
75217 Birkenfeld
Deutschland
Telefon: +49 7082 7916-190
Telefax: +49 7082 7916-999
E-Mail: ir@stratec-biomedical.de (Ad hoc vom 05.03.2009) (06.03.2009/ac/n/nw)


 

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