Amazon Aktie: Analysten sehen 46% Potenzial
Zwei Großbanken bekräftigen Kaufempfehlungen für Amazon mit Kursziel von 300 US-Dollar. Die Partnerschaft mit OpenAI und starkes Werbegeschäft treiben die optimistischen Prognosen an.

Kurz zusammengefasst
- Kursziel von 300 US-Dollar bei zwei Großbanken
- OpenAI-Deal stärkt AWS-Auftragsbestand erheblich
- Wachstum im margenstarken Werbegeschäft erwartet
- Hohe Investitionsausgaben und Schulden als Risikofaktoren
Zwei Großbanken, ein Kursziel, eine klare Botschaft: TD Cowen und Barclays bekräftigten am Montag unabhängig voneinander ihre Kaufempfehlungen für Amazon mit einem Kursziel von jeweils 300 US-Dollar. Gemessen am aktuellen Kurs entspricht das einem Aufwärtspotenzial von rund 46 Prozent.
OpenAI-Deal verändert die AWS-Perspektive
Den stärksten Impuls für die bullishe Haltung von Barclays liefert die jüngst angekündigte Partnerschaft mit OpenAI. Durch die Vereinbarung steigt das Gesamtvolumen der AWS-Ausgaben von OpenAI auf 138 Milliarden Dollar über sieben bis acht Jahre. Barclays erwartet, dass sich das im Auftragsbestand niederschlägt, der im nächsten Quartal die Marke von 350 Milliarden Dollar überschreiten dürfte.
Hinzu kommt Anthropic: Die jährlich wiederkehrenden Umsätze des KI-Unternehmens wachsen, getrieben durch die Produkte Claude Code und Cowork. Im ersten Quartal 2026 stieg dieser Wert innerhalb weniger Wochen um 35 Prozent. Barclays hob seine AWS-Umsatzschätzung für 2027 um fünf Prozent an und rechnet für das dritte Quartal 2026 mit einem AWS-Wachstum von 34 Prozent.
Werbung und Margen als zweite Säule
TD Cowen sieht die Wachstumsstory nicht allein im Cloud-Geschäft. Die Bank hebt hervor, dass das margenstarke Werbegeschäft und AWS weiter zulegen, während im E-Commerce sinkende Logistikkosten die Profitabilität stützen. Für das Werbegeschäft erwartet TD Cowen 2026 ein Wachstum im hohen Zehnprozentbereich — befeuert durch Sponsored Products, die Demand-Side-Plattform und Prime Video Ads. Das prognostizierte operative Ergebnis für 2026 liegt bei rund 104 Milliarden Dollar.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Amazon?
CEO Andy Jassy gab zuletzt einen langfristigen Orientierungspunkt aus: Amazon habe „Sicht auf 600 Milliarden Dollar Umsatz im Jahr 2036″, was einem jährlichen Wachstum von rund elf Prozent entspräche. Barclays hält dieses Ziel angesichts der KI-Dynamik sogar für konservativ.
Hohe Schulden trüben das Bild
Die Euphorie der Analysten trifft auf eine Aktie, die seit ihrem 52-Wochen-Hoch deutlich nachgegeben hat. Drohnenangriffe in Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten, die AWS-Infrastruktur betrafen, drückten den Kurs zeitweise auf ein 2026-Tief. Belastend wirken auch die Investitionsausgaben: 131 Milliarden Dollar Capex im Jahr 2025 überraschten viele Investoren. Zusätzlich hat Amazon allein in der zweiten Hälfte 2025 und Anfang 2026 rund 69 Milliarden Dollar Schulden aufgenommen — in einem Umfeld, in dem der Markt Tech-Konzerne bei Kapitalausgaben besonders kritisch beobachtet.
Ob die massiven Investitionen die erwarteten Erträge bringen, wird sich am 23. April zeigen: Dann legt Amazon seine Quartalszahlen vor, und Anleger werden genau prüfen, ob das AWS-Wachstum die Analystenprognosen bestätigt.
Amazon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Amazon-Analyse vom 24. März liefert die Antwort:
Die neusten Amazon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Amazon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Amazon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...