Bloom Energy hat sich binnen weniger Monate von einem Nischenanbieter zu einem der heißesten Titel im Energiesektor entwickelt. Der Auslöser: ein 2,65 Milliarden Dollar schweres Geschäft mit American Electric Power (AEP) und die strategische Positionierung im boomenden Markt für Rechenzentren. Die Aktie notiert auf Rekordhoch – und die nächsten Katalysatoren stehen bereits bevor.
Der AEP-Deal als Wendepunkt
Am 8. Januar 2026 löste eine AEP-Tochter einen Großteil ihrer Option zur Abnahme von Bloom-Brennstoffzellen ein. Das Volumen: rund 2,65 Milliarden Dollar für Festoxid-Brennstoffzellen, die über einen Zeitraum von 20 Jahren geliefert werden sollen. Der Kunde gehört zur Investment-Grade-Kategorie – ein wichtiges Signal für die Finanzierbarkeit und Planungssicherheit.
Hintergrund ist ein bereits im November 2024 geschlossener Rahmenvertrag über zunächst 100 MW Leistung mit einer Option auf weitere 900 MW. Die Anlagen sollen ein Kraftwerk in Wyoming beliefern, das wiederum ein großes Rechenzentrum versorgt. Analysten von Evercore ISI bezeichneten den Deal als bedeutenden Meilenstein – die vereinbarten Mengen übertreffen die ursprünglichen Mindestabnahmen deutlich.
Jefferies reagierte am 27. Januar mit einer Kurszielanhebung auf 92 Dollar und erhöhte die Umsatzprognose für 2026 auf 2,9 Milliarden Dollar.
Rechenzentren: Der Markt verschiebt sich
Am 20. Januar veröffentlichte Bloom Energy seinen „2026 Data Center Power Report“, eine Umfrage unter 152 Entscheidungsträgern der Branche. Die Ergebnisse zeigen, wie stark sich die Branche wandelt:
- Texas im Fokus: Bis 2028 soll der Bundesstaat fast 30 Prozent des US-Marktes für Rechenzentren auf sich vereinen.
- Gigawatt-Dimensionen: Ein Drittel der neuen Rechenzentren wird bis 2035 voraussichtlich über 1 Gigawatt Leistung verfügen.
- Netzunabhängigkeit: Bereits 2030 könnten 33 Prozent der Rechenzentren vollständig vom Stromnetz abgekoppelt sein.
- Versorgungslücke: Netzbetreiber liefern im Schnitt 1,5 bis 2 Jahre später als von den Betreibern erwartet.
Diese Diskrepanz zwischen Nachfrage und Netzkapazität spielt Bloom Energy in die Karten. Onsite-Lösungen mit Brennstoffzellen bieten eine Alternative zur klassischen Netzanbindung.
Brookfield als strategischer Partner
Im Oktober 2025 hatte Bloom Energy eine Partnerschaft mit dem Infrastruktur-Investor Brookfield geschlossen. Brookfield stellt bis zu 5 Milliarden Dollar bereit, um Bloom-Brennstoffzellen in seinem globalen Netzwerk von KI-Rechenzentren zu installieren. Die Vereinbarung positioniert Bloom als bevorzugten Anbieter für Vor-Ort-Stromerzeugung innerhalb des Brookfield-Portfolios.
Zahlen am 5. Februar
Am 5. Februar 2026 legt Bloom Energy die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 vor. Im dritten Quartal hatte das Unternehmen einen Umsatz von 519 Millionen Dollar erzielt – ein Plus von 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Marktkapitalisierung liegt mittlerweile bei rund 33 Milliarden Dollar, die Aktie markierte zuletzt ein 52-Wochen-Hoch bei 155,87 Dollar.
Mit dem AEP-Deal, der Brookfield-Partnerschaft und der zunehmenden Netzunabhängigkeit von Rechenzentren hat sich Bloom Energy eine starke Ausgangsposition erarbeitet. Die anstehenden Quartalszahlen werden zeigen, wie sich der wachsende Auftragsbestand in konkreten Umsätzen niederschlägt.
Bloom Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bloom Energy-Analyse vom 28. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Bloom Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bloom Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Bloom Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
