Apple kämpft dieser Tage an zwei Fronten: Ein wichtiges neues Produkt verzögert sich erneut, weil die KI-Software noch nicht bereit ist – und steigende Speicherpreise drücken auf die Margen. Wie gravierend sind diese Belastungen wirklich?
Smart-Home-Display verschoben – wegen Siri
Das seit Langem erwartete Smart-Home-Display von Apple kommt später als geplant. Intern unter dem Codenamen J490 bekannt, wurde das Gerät ursprünglich für Frühjahr 2025 angesetzt, dann auf Anfang 2026 verschoben – und steht nun für September 2026 im Kalender. Der Grund: Die Hardware ist seit Monaten fertig. Apple wartet jedoch auf eine grundlegend überarbeitete Version von Siri, die das Herzstück des Geräts bilden soll.
Das Display kommt mit einem 7-Zoll-Bildschirm, USB-C-Anschluss und Aluminiumgehäuse. Sein zentrales Feature ist eine Gesichtserkennung, die Nutzer identifiziert und ihnen personalisierte Inhalte wie Kalender, Erinnerungen oder Musikvorlieben anzeigt. Ohne eine leistungsfähige KI-Schicht würde dieses Versprechen nicht aufgehen. Der September-Termin orientiert sich dabei am geplanten Launch des iPhone 18 Pro – und dem zeitgleich erwarteten Siri-Relaunch.
Steigende Speicherpreise als Gegenwind
Parallel dazu hat Citigroup auf ein strukturelles Kostenproblem hingewiesen, das die gesamte Smartphone-Branche trifft: DRAM-Preise sollen im zweiten Quartal 2026 um 50 Prozent steigen und sich in der zweiten Jahreshälfte sogar verdoppeln. Für Apple bedeutet das konkret: Speicherkomponenten machen rund 9 Prozent der iPhone-Fertigungskosten aus und bis zu 15 Prozent bei iPad und Mac.
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Citi rechnet dadurch mit einem Bruttomargen-Gegenwind von 140 Basispunkten im Geschäftsjahr 2026. Die Gewinnschätzungen wurden leicht gesenkt – um 6 Cent je Aktie für 2026 und 4 Cent für 2027. Das Kursziel von 315 Dollar und die Kaufempfehlung blieben unverändert. Citi-Analysten sehen Apple dabei sogar im Vorteil gegenüber kleineren Wettbewerbern: Größere Einkaufsvolumina verschaffen dem Konzern bessere Konditionen bei Lieferanten – was Marktanteile verschieben könnte.
Starke Produktwoche als Rückenwind
Der Kontext ist dabei wichtig: Erst vergangene Woche präsentierte Apple sieben neue Produkte in drei Tagen – darunter das iPhone 17e, das MacBook Neo ab 599 Dollar als günstigstes Apple-Laptop aller Zeiten sowie neue iPad- und MacBook-Modelle. Im ersten Quartal 2026 erzielte das Unternehmen damit erstmals seit Längerem wieder zweistelliges Umsatzwachstum.
Die Aktie notiert aktuell rund neun Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs von 246,20 Euro, hat sich seit dem April-Tief bei 157,98 Euro aber deutlich erholt. Die entscheidende Bewährungsprobe kommt am 29. April 2026 mit den Quartalszahlen – und spätestens im September, wenn Apple zeigen muss, ob der Siri-Relaunch tatsächlich gelingt.
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