Nvidia Aktie: Verwaltungsrat genehmigt 150-Milliarden-Rückkauf
Nvidia veröffentlichte Forschungszusagen und erweiterte den Rückkaufrahmen; mögliche KI-Beteiligungen sind weiterhin unbestätigt.

Kurz zusammengefasst
- Eine Milliarde Dollar Forschungszusagen über fünf Jahre
- Verwaltungsrat genehmigte 150 Milliarden Dollar zusätzliche Rückkäufe
- Rückkaufrahmen steigt auf 235 Milliarden Dollar
- Gespräche über Reflection AI bleiben ergebnisoffen
Nvidia verbindet angekündigte Forschungszusagen und zusätzliche Rückkaufspielräume mit möglichen Beteiligungen an KI-Unternehmen. Für Anleger zählt dabei vor allem der unterschiedliche Verbindlichkeitsgrad: Die Forschungsförderung wurde am Donnerstag angekündigt. Die gestern berichteten Gespräche über Reflection AI befinden sich dagegen in einem frühen Stadium und könnten noch scheitern. Eine Übernahme ist nicht bestätigt.
Zusagen und Ermächtigungen sind keine Übernahmen
Nvidia kündigte am Donnerstag Zusagen im Wert von 1 Milliarde $ über fünf Jahre an. Sie sollen Forschung und Entwicklung in den USA unterstützen. Zu den genannten Bereichen gehören Quantencomputing, Gesundheitsversorgung und Energiesicherheit. Auch Hochschulforschungseinrichtungen und Cloud-Dienstleister zählen zum vorgesehenen Umfeld der Förderung.
Damit unterscheidet sich diese Initiative von den Beteiligungsberichten: Nvidia hat die Forschungszusagen selbst veröffentlicht. Daraus folgt allerdings keine Bestätigung der separat diskutierten Investitionen oder Übernahmen.
Eine weitere Kapitalmaßnahme betrifft die eigenen Aktien. Am 28. September genehmigte der Verwaltungsrat zusätzliche Aktienrückkäufe über 150 Milliarden $. Der verbleibende genehmigte Betrag stieg dadurch auf 235 Milliarden $.
Für die Einordnung ist die Begrifflichkeit wichtig: Eine Rückkaufgenehmigung beschreibt den zulässigen Rahmen. Sie ist nicht gleichbedeutend mit bereits ausgeführten Käufen. Forschungszusagen und Rückkaufermächtigung stehen somit für unterschiedliche Formen der Kapitalverwendung.
Beteiligungspläne bleiben unter Vorbehalt
Medienberichten zufolge plant Nvidia außerdem eine Investition in d-Matrix. Der am Donnerstag veröffentlichte Bericht beschreibt das Unternehmen als Entwickler von Chips für KI-Inferenz. Eine vollzogene Beteiligung lässt sich daraus nicht ableiten.
Bei Reflection AI reicht die berichtete Bandbreite von einer Vertiefung der bestehenden Investition bis zu einer Übernahme. Als mögliche Struktur wurde auch eine Übernahme zur Gewinnung des Teams genannt.
Reuters berichtete gestern über diese frühen Gespräche, konnte den zugrunde liegenden Bericht aber nicht unabhängig bestätigen. Beide Unternehmen äußerten sich zunächst nicht dazu. Die Verhandlungen könnten noch scheitern. Für Anleger bleibt Reflection AI deshalb eine mögliche Transaktion und keine abgeschlossene Erweiterung.
Kapitalpläne treffen auf vorsichtigere KI-Bewertung
Parallel rückten Umsatzangaben von OpenAI die Bewertung KI-bezogener Aktien in den Fokus. Reuters berichtete am Donnerstag, Anleger hätten diese Titel nach entsprechenden Medienberichten neu bewertet. Nvidia gehörte zu den Aktien, die daraufhin nachgaben. Unterschiedliche Methoden der Umsatzverbuchung erklärten dem Bericht zufolge einen Teil der Abweichung.
Die Kapitalpläne beantworten diese Umsatzfragen nicht. Umgekehrt bestätigt die Marktreaktion keine der diskutierten Transaktionen. Entscheidend bleibt deshalb die Trennung zwischen veröffentlichten Unternehmenszusagen, genehmigten Rückkaufrahmen und noch offenen Beteiligungsplänen. Gerade bei den Übernahmegesprächen wäre eine positive Bestätigung ein anderer Informationsstand als die bisherige Berichterstattung.
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