Societe Generale Aktie: Deutsche Bank bekräftigt Kaufempfehlung
Die Deutsche Bank bekräftigt ihre Kaufempfehlung; Societe Generale profitiert zudem von Halbjahresgewinn und laufendem Aktienrückkauf.

Kurz zusammengefasst
- Deutsche Bank hebt Kursziel auf 89 Euro
- Aktie gewinnt im Pariser Handel 3,4 Prozent
- Halbjahresüberschuss beträgt 3,5 Milliarden Euro
- Rückkauf eigener Aktien läuft weiter
Die Aktie der Societe Generale setzt sich am heutigen Freitag an die Spitze der europäischen Branchenwerte. Wesentlichen Auftrieb liefert eine Neubewertung durch die Deutsche Bank, die ihre Kaufempfehlung für das französische Geldhaus bekräftigt und das Kursziel auf 89 Euro heraufgesetzt hat. Im Pariser Handel klettert der Titel daraufhin um 3,4 Prozent auf 72,69 Euro.
Zusätzliche Unterstützung erhält das Papier durch eine spürbare Erleichterung an den europäischen Finanzmärkten. Die Hoffnung auf eine diplomatische Entspannung im Nahost-Konflikt und nachgebende Rohölpreise brachten am letzten Handelstag der Woche wieder Risikobereitschaft zurück. Vor allem Banktitel profitierten europaweit von dieser Stimmungsaufhellung.
Vertrauen in den mittelfristigen Strategieplan
Inhaltlich stützt sich der Optimismus der Deutschen Bank auf die strategischen Ankündigungen des Managements vom vergangenen Montag. Analyst Sharath Kumar bescheinigte dem Institut nach der Investorenkonferenz einen glaubwürdigen Kurs.
Zwar bleibe das makroökonomische Umfeld in Frankreich herausfordernd, der vorgestellte Fahrplan sei jedoch realistisch ausgearbeitet. Die Bank baue dabei maßgeblich auf operative Verbesserungen, die sie aus eigener Kraft umsetzen könne.
Die Zielmarken bis zum Ende des Jahrzehnts sehen eine spürbare Steigerung der Profitabilität vor. Das Institut peilt eine Eigenkapitalrendite von bis zu 14 Prozent an. Gleichzeitig soll die Aufwand-Ertrags-Relation unter die Schwelle von 55 Prozent sinken. Aus Sicht der Deutschen Bank sind diese Vorgaben geeignet, um den bisherigen Bewertungs- und Renditeabstand zu den führenden europäischen Wettbewerbern nachhaltig zu verringern.
Weil die Analysten mehr Zutrauen in die Ertragskraft fassen, passten sie ihre Gewinnerwartungen an. Sie rechnen damit, dass sich das geplante Umsatzwachstum und die Kostendisziplin schrittweise in höheren Überschüssen niederschlagen.
Zurückhaltende Stimmen und operative Basis
Nicht alle Marktteilnehmer teilen diese Zuversicht im gleichen Umfang. Nach der Vorstellung des Strategieplans reagierten andere Analysehäuser zurückhaltender und passten ihre Kursziele nach unten an.
Während Häuser wie KBW trotz einer leichten Zielsenkung grundsätzlich positiv für das Papier gestimmt bleiben, mahnen vorsichtigere Stimmen wie Alphavalue zum Positionsabbau und verweisen auf die anhaltenden Unsicherheiten im französischen Bankensektor.
Operativen Halt verleihen derweil die bereits vorgelegten Geschäftszahlen für das erste Halbjahr, in dem das Institut einen Nettogewinn von 3,5 Milliarden Euro verbuchte. Parallel dazu läuft das im August angekündigte Rückkaufprogramm für eigene Anteilsscheine kontinuierlich weiter. Mit dem heutigen Kurssprung distanziert sich das Papier wieder von seinen jüngsten Zwischentiefs und notiert 1,1 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt.
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