Ams Osram: Infineon-Deal für Q2 2026 bestätigt
Der Verkauf des Sensorgeschäfts an Infineon bringt 570 Millionen Euro und soll die hohe Verschuldung des Konzerns senken.

Kurz zusammengefasst
- Aktie erreicht neues 52-Wochen-Hoch
- Sensorgeschäft für 570 Millionen verkauft
- Neues Sparprogramm „Simplify“ gestartet
- Schuldenlast von rund einer Milliarde Euro
Bei Ams Osram honoriert die Börse den harten Sanierungskurs. Die Aktie markierte am Freitag bei 18,40 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs damit mehr als verdoppelt. Ein zentraler Treiber für diese Rally ist der geplante Spartenverkauf an Infineon.
Frisches Geld für den Schuldenabbau
Das Technologieunternehmen veräußert sein nicht-optisches Sensorgeschäft für 570 Millionen Euro. Käufer ist der deutsche Chiphersteller Infineon. Das Management erwartet den Abschluss der Transaktion für Mitte 2026. Die Behörden müssen allerdings noch zustimmen.
Das Ziel dieser Schrumpfkur ist klar. Ams Osram will seine hohe Schuldenlast drücken. Ende März lag die Nettoverschuldung bei rund einer Milliarde Euro. Zusammen mit dem bereits abgeschlossenen Verkauf des Lampengeschäfts fließen dem Unternehmen voraussichtlich 670 Millionen Euro zu.
Sparen als Daueraufgabe
Parallel dazu dreht der Vorstand an der Kostenschraube. Das bisherige Sparprogramm brachte bereits Einsparungen von 237 Millionen Euro. Nun legt das Management mit der Initiative „Simplify“ nach. Bis 2028 sollen die jährlichen Kosten um weitere 200 Millionen Euro sinken.
Diese Einschnitte sind bitter nötig. Das operative Geschäft verbrennt weiterhin Geld. Für das laufende Jahr rechnet Ams Osram zwar mit einem freien Cashflow von über 300 Millionen Euro. Dieser Wert ist jedoch nur dank der Verkaufserlöse positiv. Ohne diese Sondereffekte fiele die Kennzahl deutlich negativ aus.
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Hohe Kosten belasten das Geschäft
Im Tagesgeschäft kämpft der Konzern mit Gegenwind. Die Margen in der Opto-Halbleiter-Sparte sind zuletzt gesunken. Ein teurer Goldpreis und ungünstige Währungseffekte belasten das Ergebnis. Hinzu kommt eine schwache Nachfrage in China. Wegen des harten Wettbewerbs kann Ams Osram die gestiegenen Kosten kaum an Kunden weitergeben.
Auch die Finanzierungskosten drücken auf den Gewinn. Besonders die bis 2029 laufenden Anleihen sind teuer. Der Konzern plant daher eine schrittweise Optimierung seiner Kapitalstruktur. Bis zum Jahr 2030 will Ams Osram wieder verlässlich wachsen und eine operative Marge von mindestens 25 Prozent erreichen.
Ein weiterer Mittelzufluss könnte durch den Verkauf der Fabrik Kulim-2 gelingen. Zwar gibt es laut Management bereits Interessenten für die Anlage. Ein schneller Vertragsabschluss zeichnet sich jedoch nicht ab. Die entscheidende Bewährungsprobe folgt im Jahr 2027. Dann will Ams Osram aus eigener Kraft einen positiven Cashflow erwirtschaften – ganz ohne den Verkauf von Unternehmensteilen.
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