Nvidia Aktie: Zweistelliges Kurspotenzial laut Piper Sandler
Piper Sandler bewertet Nvidia mit 300 Dollar Kursziel. Huawei plant neue KI-Prozessoren, während das Software-Ökosystem Nvidia stützt.

Kurz zusammengefasst
- Piper Sandler setzt 300-Dollar-Kursziel
- Rund 80 Prozent KI-Marktanteil
- Huawei kündigt Prozessoren für 2027 an
- Bridgewater hält Nvidia-Beteiligung
Während Jensen Huang auf Schloss Dumfries eine Verdopplung der Chipverkäufe verkündet, rechnet die Wall Street schon in konkreten Kurszielen. Piper Sandler eröffnete Anfang September die Coverage für den Chipsektor und vergab gleich fünf Kaufvoten – Nvidia inklusive.
Marktführer mit Aufwärtspotenzial
Analyst David O’Connor sieht in Nvidia den unangefochtenen Platzhirsch bei KI-Rechenleistung, mit einem Marktanteil von rund 80 Prozent. Sein Kursziel von 300 US-Dollar liegt gut 36 Prozent über dem Schlusskurs vom 17. September. Bemerkenswert: Trotz der hohen Bewertung zählt die Aktie für O’Connor gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2028-Schätzungen – etwa das 14-Fache – noch zu den günstigeren Werten der Branche.
Damit reiht sich Nvidia in eine Gruppe von fünf Chipwerten ein, die Piper Sandler als zentrale Nutznießer der KI-Infrastruktur-Welle einstuft:
- Nvidia: Kursziel 300 Dollar, rund 36 Prozent Potenzial
- Broadcom: Kursziel 460 Dollar, rund 32,5 Prozent Potenzial, Nachfrage übersteigt Angebot um das Doppelte
- AMD: Kursziel 600 Dollar, rund 10 Prozent Potenzial
- Marvell Technology: Kursziel 270 Dollar, rund 12 Prozent Potenzial
- Arm Holdings: Kursziel 320 Dollar, rund 21 Prozent Potenzial
Huawei baut Druck von der anderen Seite auf
Während die Wall Street optimistisch auf Nvidia blickt, wächst die Konkurrenz aus China. Huawei kündigte zwei neue KI-Prozessoren für 2027 an und setzt dabei auf große Verbundsysteme, um die durch US-Exportkontrollen begrenzte Chip-Leistung zu kompensieren. Nvidia hält dagegen einen wichtigen Trumpf: sein etabliertes Software-Ökosystem, das Kunden an die eigene Hardware bindet.
Auch bei institutionellen Anlegern bleibt Nvidia gefragt. Der Hedgefonds Bridgewater Associates weist in seiner jüngsten Meldung an die US-Börsenaufsicht neben Positionen in Broadcom und Amazon auch eine Beteiligung an Nvidia aus – in einem Umfeld, in dem der Vermögensverwalter seinen eigenen KI-Rechenaufwand um das 200-Fache gesteigert hat.
Huangs Ankündigung einer Verdopplung der Chipverkäufe für das kommende Geschäftsjahr liefert dabei den fundamentalen Unterbau für die optimistischen Kursziele der Analysten. Ob sich diese Wachstumsdynamik in den kommenden Quartalszahlen niederschlägt, dürfte zeigen, ob die 300-Dollar-Marke tatsächlich in Reichweite liegt.
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