Microsoft steht vor einer entscheidenden Woche: Kurz vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen am 28. Januar wächst die Nervosität der Anleger. Neben gesenkten Kurszielen mehrerer Analystenhäuser belasten ein Rechtsstreit mit Elon Musk und Sorgen um die massiven Ausgaben für KI-Infrastruktur die Stimmung. Während der Gesamtmarkt relativ stabil bleibt, gerät die Aktie des Tech-Riesen zunehmend unter Druck.
Analysten senken die Erwartungen
Die Aktie verzeichnete zuletzt eine spürbare Schwäche und liegt seit Jahresbeginn rund 5,5 Prozent im Minus. Auslöser für den jüngsten Verkaufsdruck waren unter anderem Anpassungen durch Analysten. So senkte Rothschild & Co das Kursziel deutlich von 500 auf 450 US-Dollar, behielt aber die Einstufung „Neutral“ bei. Auch Citi und Mizuho korrigierten ihre Ziele nach unten, wenngleich sie an ihren Kaufempfehlungen festhielten.
Trotz dieser kurzfristigen Skepsis bleibt das fundamentale Bild an der Wall Street positiv: 97 Prozent der Analysten raten weiterhin zum Kauf der Aktie, was die höchste Zustimmung unter allen S&P-500-Werten darstellt. Das durchschnittliche Kursziel von 624 US-Dollar suggeriert weiterhin erhebliches Aufwärtspotenzial vom aktuellen Niveau bei 446,96 US-Dollar.
Wie gefährlich ist die Musk-Klage?
Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist der juristische Konflikt mit Elon Musk. Der Tesla-CEO fordert Schadenersatz in einer Spanne von 79 bis 134 Milliarden US-Dollar und wirft Microsoft vor, ihn bezüglich der ursprünglichen Mission von OpenAI getäuscht zu haben. Der Prozessauftakt wird für April 2026 erwartet.
Analysten ordnen das finanzielle Risiko jedoch als beherrschbar ein. Das maximale Verlustrisiko für Microsoft wird auf rund 25 Milliarden US-Dollar geschätzt. Angesichts einer Liquiditätsposition von 102 Milliarden US-Dollar wäre dies zwar schmerzhaft, aber keinesfalls existenzbedrohend. Zudem weisen Rechtsexperten darauf hin, dass die Beweislage für eine direkte Beteiligung Microsofts an den vorgeworfenen Handlungen bislang dünn ist.
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Fokus auf Kosten und Azure-Wachstum
Der wichtigste Impuls für den weiteren Kursverlauf dürfte jedoch vom kommenden Quartalsbericht ausgehen. Investoren achten besonders auf das Verhältnis zwischen den enormen Investitionen und den tatsächlichen Erträgen. Im vorangegangenen Quartal gab Microsoft fast 35 Milliarden US-Dollar für Investitionen aus, wobei rund die Hälfte in den Ausbau von Rechenzentren floss. CEO Satya Nadella plant, die Kapazitäten für KI-Infrastruktur weiter massiv auszubauen.
Die Erwartungen für den 28. Januar sind klar definiert:
* Der Markt rechnet mit einem Umsatz von 80,16 Milliarden US-Dollar (plus 15,1 Prozent).
* Der Gewinn je Aktie soll bei 3,86 US-Dollar liegen.
* Für die wichtige Cloud-Sparte Azure wird ein Wachstum von rund 37 Prozent prognostiziert.
Entscheidend wird sein, ob Microsoft die Bedenken zerstreuen kann, dass die hohen Ausgaben die Margen zu lange belasten, bevor sie signifikante Gewinne abwerfen. Der kommende Dienstag wird zeigen, ob das Unternehmen trotz Kapazitätsengpässen die hohe Nachfrage im KI-Sektor effizient bedienen kann.
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