Plug Power Aktie: 275 Millionen Dollar aus Stream-Deal
Plug Power stärkt Liquidität durch Projekte und Verkäufe, erhöht Umsatzprognose auf 15-16 Prozent und peilt positives EBITDA im vierten Quartal an.

Kurz zusammengefasst
- Australien-Wasserstoffprojekt mit Orica
- Liquiditätsplus von über 275 Millionen Dollar
- Umsatzprognose auf 15-16 Prozent angehoben
- Positives EBITDA für Q4 angepeilt
Plug Power hat vor rund sechs Wochen die finale Investitionsentscheidung für den Hunter Valley Hydrogen Hub in Newcastle, New South Wales, bekanntgegeben. Das 50-Megawatt-Projekt soll künftig etwa 4.700 Tonnen erneuerbaren Wasserstoff pro Jahr produzieren und wird mit GenEco-PEM-Elektrolyseuren des Unternehmens ausgestattet. Kunde des Projekts ist Orica, nach eigenen Angaben ein globaler Anbieter von Lösungen für Bergbau und Infrastruktur.
Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der Plug Power seine Liquiditätsposition sichtbar stärkt. Im Zuge zweier Transaktionen mit Stream US Data Centers – darunter der Verkauf des Texas-Projekts in Graham – beziffert das Unternehmen das Liquiditätsplus auf mehr als 275 Millionen Dollar.
Diese Summe speist sich aus dem Verkaufserlös, freigegebenem gebundenem Kapital und gesunkenen Wartungskosten. Zusätzlich hält Plug Power nach eigenen Angaben zum Ende des zweiten Quartals 162 Millionen Dollar an frei verfügbaren Zahlungsmitteln. Beide Seiten prüfen zudem weitere Möglichkeiten, Produkte von Plug Power im Rechenzentrumsgeschäft einzusetzen.
Ausblick auf das vierte Quartal
Für das laufende Geschäftsjahr hat das Management die Umsatzwachstumsprognose auf eine Spanne von 15 bis 16 Prozent angehoben, nachdem zuvor 13 bis 15 Prozent in Aussicht gestellt worden waren.
Begründet wird die Anhebung mit dem historisch auf das zweite Halbjahr konzentrierten Geschäftsverlauf und einem robusten Auftragsbestand. Als Etappenziel nennt das Unternehmen ein positives bereinigtes EBITDA im vierten Quartal 2026 – ein Meilenstein, der die laufende Sanierung des Geschäftsmodells markieren würde.
Der nächste Termin für Anleger steht bereits fest: Am 9. November wird Plug Power die Zahlen zum dritten Quartal vorlegen. Analysten rechnen bislang mit einem Verlust je Aktie von 0,07 Dollar.
Kursreaktion bleibt verhalten
An der Börse zeigt sich das Papier von den jüngsten strategischen Fortschritten bislang wenig beeindruckt. Am Freitag schloss die Aktie bei 1,99 Euro, ein Plus von 0,2 Prozent zum Vortag.
Auf Sicht von sieben Tagen steht ein Zuwachs von 8,7 Prozent zu Buche, gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 4,04 Euro vom 6. Oktober fehlt dem Titel allerdings noch die Hälfte des Werts. Zum 52-Wochen-Tief von 1,20 Euro, das Anfang September markiert wurde, beträgt der Abstand hingegen 66 Prozent nach oben.
Die Kombination aus operativer Fortschrittsmeldung, gestärkter Liquidität und angehobener Guidance liefert Anlegern damit greifbare Argumente für eine mittelfristige Stabilisierung. Ob sich daraus eine nachhaltige Kurserholung ableitet, dürfte maßgeblich davon abhängen, ob das für das vierte Quartal angepeilte positive EBITDA tatsächlich erreicht wird.
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