Rolls-Royce Aktie: Fernüberwachung aus Italien?

Der Konzern setzt sein Rückkaufprogramm über 2,3 Milliarden Pfund fort und erweitert die digitale Fernüberwachung für mtu-Systeme.

Redaktion Stock-World ·
Modernes Überwachungszentrum mit digitaler Infrastruktur und industrieller Hochtechnologie in atmosphärischer Beleuchtung. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Mehr als 133 Millionen Aktien erworben
  • Eingezogene Anteile sollen vernichtet werden
  • Erstes Fernüberwachungszentrum außerhalb Berlins eröffnet
  • Methan-Antriebe noch in früher Machbarkeitsprüfung

Rolls-Royce setzt sein umfangreiches Rückkaufprogramm fort und stärkt parallel dazu das margenstarke Servicegeschäft. Am Mittwoch meldete der britische Triebwerks- und Technologiekonzern den fortlaufenden Erwerb eigener Stammaktien, die eingezogen werden sollen. Das Vorhaben ist Teil des bereits angelaufenen Programms mit einem Gesamtvolumen von 2,3 Milliarden Pfund.

Seit dem Start dieser Kapitalmaßnahme hat Rolls-Royce bereits mehr als 133 Millionen eigene Anteile erworben. Mit der geplanten Vernichtung der eingezogenen Papiere verringert sich die Gesamtzahl der umlaufenden Aktien, was den verbleibenden Unternehmenswert je Anteil rechnerisch verdichtet. Der Schritt unterstreicht die Priorität des Managements, überschüssige Mittel an die Anteilseigner zurückzuführen.

Neue Überwachungskapazitäten in Italien

Neben den Kapitalmaßnahmen treibt die Konzerntochter Rolls-Royce Power Systems den Ausbau ihrer digitalen Dienstleistungen voran. Am Mittwoch eröffnete der Bereich im italienischen Arcola ein neues Zentrum zur Fernüberwachung von mtu-Systemen im Marine-, Yacht- und Energieerzeugungssektor. Es handelt sich um den ersten Standort dieser Art außerhalb von Berlin.

Kunden wie die Fährgesellschaft Liberty Lines und die Werft Overmarine greifen bereits auf diese Fernüberwachung zurück, um die Verfügbarkeit ihrer Antriebe zu sichern.

Auf technischer Seite blickt der Konzern zugleich auf langfristige Antriebskonzepte. Alan Newby, Leiter des Bereichs Forschung und Technologie, stellte am Dienstag auf dem ICAS-Kongress Untersuchungen zu alternativen Treibstoffen vor. Das Unternehmen prüft derzeit unter anderem den Einsatz von Methan. Diese Arbeiten befinden sich nach Unternehmensangaben jedoch noch in einem frühen Machbarkeitsstadium.

Gemischte Signale vor den Zahlen

An den Märkten sorgte die Bewertung des Papiers zuletzt für Diskussionen. Medienberichten zufolge verwiesen Marktbeobachter auf ein anspruchsvolles Kursniveau und diskutierten, ob die Flugstunden der Großtriebwerke am unteren Ende der unternehmenseigenen Erwartungen liegen könnten.

Demgegenüber äußerte sich Mark Fielding von der Investmentbank RBC Capital Markets positiv: Der Analyst behielt vor den anstehenden Quartalszahlen seine Einstufung mit „Outperform“ sowie das Kursziel von 1.600 Pence bei. Die Dynamik bei den Erlösen im Industriesektor könnte sich laut RBC im dritten Quartal fortsetzen.

Am Freitag schloss das Papier im europäischen Handel bei 16,38 Euro. Trotz kurzfristiger Schwankungen weist die Aktie seit Jahresanfang ein Plus von 24 Prozent auf, notiert jedoch elf Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 18,47 Euro. Ob die eingeleiteten Investitionen und Aktienrückkäufe den Kurs wieder an die bisherigen Jahreshöchststände heranführen können, wird maßgeblich von den anstehenden Quartalsergebnissen abhängen.

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Rolls-Royce Aktie

16,39 EUR

+ 0,09 EUR +0,53 %
KGV 38,27
KUV 6,86
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 0,80 %
Marktkapitalisierung 113,32 Mrd. GBP
Ø Kursziel 17,22 GBP
ISIN: GB00B63H8491 WKN: A1H81L

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