ServiceNow Aktie: KI-Service-Desk Flow startet
Der neue KI-Service-Desk startet schrittweise; die ServiceNow-Aktie verlor am Freitag 2,1 Prozent auf 120 Euro.

Kurz zusammengefasst
- Flow bearbeitet Support direkt per Chat
- Einrichtung laut ServiceNow binnen eines Tages
- EMEA-Ausweitung bis Jahresende vorgesehen
- Deutsche Bank und Cantor Fitzgerald erhöhten Kursziele
ServiceNow erweitert sein Portfolio für künstliche Intelligenz um ein neues Softwareprodukt. Mit dem Angebot Flow bringt der US-Konzern einen eigenständigen KI-Service-Desk auf den Markt, der sich nach Unternehmensangaben innerhalb eines Tages ohne aufwendige Implementierung oder zusätzliche Infrastruktur einrichten lässt. Trotz der Produktvorstellung gab der Aktienkurs am heutigen Freitag nach: Das Papier verzeichnete ein Minus von 2,1 Prozent auf 120,00 Euro.
Neuer Chat-Assistent für den Kundensupport
Das System wickelt Support-Anfragen direkt über gängige Chat-Kanäle ab und nutzt ein verbrauchsbasiertes Preismodell. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Einstiegshürden für Kunden zu verringern. ServiceNow adressiert mit dem Produkt sowohl langjährige Bestandskunden als auch neue Zielgruppen, die eine schnell einsatzbereite Lösung für interne Service- und IT-Anfragen suchen.
Schrittweiser Rollout in Nordamerika und EMEA
Die Markteinführung erfolgt in mehreren Stufen. Wie das Fachmagazin CIO berichtete, steht die Anwendung zunächst bestehenden ServiceNow-Kunden in Nordamerika zur Verfügung. Eine Ausweitung auf den gesamten nordamerikanischen Markt sowie auf die EMEA-Region ist bis zum Jahresende geplant.
Branchenbeobachter verweisen auf den Vorteil einer unkomplizierten Integration, betonen aber zugleich die betrieblichen Abwägungen, die Unternehmen bei der Anpassung bestehender Support-Strukturen treffen müssen.
Parallel zum Start der neuen Software meldeten Partnerunternehmen Fortschritte bei der Nutzung bestehender Systeme. So gab der Partner INRY bekannt, die Lösung ServiceNow EmployeeWorks intern in Betrieb genommen zu haben, um ein älteres Portal abzulösen.
Positive Signale von Analysehäusern
Im Vorfeld der Produktpremiere hatten sich mehrere Marktbeobachter zuversichtlich zur Aktie geäußert. Am 21. September hob die Deutsche Bank ihr Kursziel auf $155 an und bestätigte die Einstufung mit „Buy“. Zeitgleich setzte Analyst Thomas Blakey von Cantor Fitzgerald seine Zielmarke auf $174 bei einer unveränderten Einstufung als „Overweight“.
Beide Häuser signalisierten damit weiteres Potenzial für den Titel. Für die weitere Entwicklung des Softwareanbieters bleibt der zügige Ausbau der KI-Werkzeuge und deren Akzeptanz bei Unternehmenskunden ein zentraler Faktor.
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