Microsoft Aktie: Roth-Einstieg nach Ausverkauf?
Roth Capital rät zum Kauf, während Microsofts Quartalsumsatz und Gewinn je Aktie die Analystenschätzungen übertrafen.

Kurz zusammengefasst
- Roth Capital nimmt Microsoft positiv auf
- Aktie verliert am Freitag 0,3 Prozent
- Azure-Umsatz wächst um 48 Prozent
- Freier Cashflow liegt 27 Prozent niedriger
Roth Capital hat gestern die Bewertung von Microsoft mit einer Kaufempfehlung aufgenommen. Medienberichten zufolge empfiehlt das Analysehaus damit den Einstieg nach einem branchenweiten Ausverkauf bei Technologie- und KI-Aktien, der auch Microsoft erfasst hatte.
Politische Risiken belasten den Sektor
Am Donnerstag gerieten KI-Werte erneut unter Druck. Medienberichte nannten politischen und gesellschaftlichen Widerstand gegen den Ausbau von Rechenzentren, Sorgen über Finanzierungskosten sowie bereits bestehende Zweifel an hohen Bewertungen im KI-Sektor als Belastungen.
Zu den Befürchtungen zählte, dass Wahlgewinne der Demokraten strengere Prüfungen oder Verzögerungen beim Rechenzentrumsbau nach sich ziehen könnten. Die Berichterstattung ordnete den Rückgang ausdrücklich als Branchenbewegung ein, nicht als Microsoft-spezifischen Rückschlag. Am Freitag sank die Microsoft-Aktie um 0,3% auf 476,30 €.
Bei seinen Kapazitätsvereinbarungen verzichtet Microsoft zugleich auf eine mögliche Erweiterung: Laut Reuters wird der Konzern eine Option nicht ausüben, mit der sich sein bestehendes Abkommen mit Nscale für Rechenkapazität in Texas mehr als verdoppelt hätte. Die Entscheidung fiel bereits mehrere Monate zuvor; der bestehende Vertrag bleibt davon unberührt.
Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen
Microsoft hatte am 28. Oktober für das erste Geschäftsquartal 2027 einen Umsatz von 92,3 Milliarden $ gemeldet. Der operative Gewinn erreichte 45,9 Milliarden $. Der verwässerte Gewinn je Aktie nach GAAP lag bei 4,92 $.
Der Umsatz von Microsoft Cloud betrug 63,9 Milliarden $, während der Azure-Umsatz um 48% zunahm. Umsatz und Gewinn je Aktie übertrafen Medienberichten zufolge die Analystenerwartungen.
Der freie Cashflow belief sich auf 18,63 Milliarden $ und lag damit etwa 27% unter dem Vorjahreswert. Analysten hatten allerdings nur 7,99 Milliarden $ erwartet.
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