Carl Zeiss Meditec Aktie: ProfitUp kostet 150 Millionen Euro
Carl Zeiss Meditec streicht 1.000 Stellen und startet ein milliardenschweres Sparprogramm nach schwachem ersten Halbjahr.

Kurz zusammengefasst
- Stellenabbau von 1.000 Jobs
- Milliardenschweres Sparprogramm „ProfitUp“
- Forschung wird in günstigere Länder verlagert
- Umsatz im ersten Halbjahr gesunken
Carl Zeiss Meditec reagiert auf ein schwaches erstes Halbjahr. Der Medizintechnikkonzern legt ein milliardenschweres Sparprogramm auf und baut massiv Stellen ab. Die Aktie notiert bei 26 Euro, gut 56 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
Das Programm heißt „ProfitUp“. Geplant ist der Abbau von bis zu 1.000 Stellen weltweit – über drei Jahre verteilt. Ziel: die operative Marge nachhaltig verbessern.
Neben den Entlassungen verlagert das Unternehmen Teile der Forschung in günstigere Länder. Bis 2028/29 soll der Jahresgewinn um mehr als 200 Millionen Euro steigen.
Umstellung kostet 150 Millionen Euro
Für die Rechnung dieser Restrukturierung kalkuliert das Management mit bis zu 150 Millionen Euro Einmalaufwand bis 2029. Das Geld fließt unter anderem in die Lieferketten und eine Bereinigung des Produktportfolios. Der Fokus liegt künftig auf margenstarken Geschäften in Augenheilkunde und Mikrochirurgie.
Der Hintergrund ist ernüchternd. Im ersten Halbjahr 2025/26 fiel der Umsatz auf 991 Millionen Euro, 5,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Das bereinigte EBITA stürzte von 112,6 auf 60,5 Millionen Euro ab, die Marge sackte auf 6,1 Prozent.
Das Ergebnis je Aktie schrumpfte von 0,70 auf 0,17 Euro. Hauptgründe: ein schwacher chinesischer Yuan und Investitionszurückhaltung in Amerika. Auch regulatorische Unsicherheiten bei Intraokularlinsen belasteten das Geschäft.
Prognose bleibt verhalten
Für das Gesamtjahr 2025/26 erwartet der Vorstand einen Umsatz zwischen 2,15 und 2,20 Milliarden Euro. Die bereinigte EBITA-Marge soll bei 8 bis 10 Prozent landen – inklusive Sondereffekten im mittleren zweistelligen Millionenbereich.
Analysten beobachten skeptisch, wie schnell die Maßnahmen wirken. Mittelfristig peilt der Konzern eine Marge von über 15 Prozent an. Kurzfristig drücken die Restrukturierungskosten und geopolitische Risiken.
Besonders der Umbau in China und der Ausbau günstigerer Standorte gelten als Schlüssel für die künftige Wettbewerbsfähigkeit. Ob die Kosten bis 2028/29 wirklich um 200 Millionen Euro sinken, muss sich zeigen.
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