Barrick Mining Aktie: Marktbedingungen unverändert

Barrick Mining meldet Rekordgewinne und erhöht die Dividende massiv, sieht sich jedoch einem Rechtsstreit mit Partner Newmont und steigenden Produktionskosten gegenüber.

Kurz zusammengefasst:
  • Rekordgewinn und Cashflow im Jahr 2025
  • Massive Dividendensteigerung um 140 Prozent
  • Rechtsstreit mit Partner Newmont belastet IPO-Pläne
  • Goldproduktion sinkt, Kosten steigen deutlich

Barrick Mining hat 2025 das stärkste Jahr seiner Geschichte hingelegt — und steht trotzdem vor einer unruhigen Zukunft. Rekordgewinne, eine massive Dividendenerhöhung und ein goldenes Preisumfeld treffen auf einen Rechtsstreit mit dem Joint-Venture-Partner Newmont, eine neu zertifizierte Sammelklage und steigende Produktionskosten.

Zahlen, die für sich sprechen

Das vierte Quartal 2025 war außergewöhnlich. Der operative Cashflow erreichte 2,73 Milliarden US-Dollar, der freie Cashflow 1,62 Milliarden — jeweils Rekordwerte. Der Nettogewinn für das Gesamtjahr kletterte auf 4,99 Milliarden Dollar, mehr als doppelt so viel wie die 2,14 Milliarden im Vorjahr. Treiber war vor allem der Goldpreis: Im vierten Quartal erzielte Barrick im Schnitt 4.177 Dollar je Unze — ein Plus von rund 57 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Barrick Mining

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Die Aktie spiegelt diese Entwicklung wider. In den vergangenen sechs Monaten legte sie rund 61 Prozent zu und übertraf damit sowohl den breiteren Goldminensektor (+53 %) als auch den S&P 500 (+6,1 %) deutlich.

Auf die starken Zahlen reagierte Barrick mit einer tiefgreifenden Überarbeitung der Ausschüttungspolitik. Die Quartalsdividende wurde auf 0,42 Dollar je Aktie angehoben — ein Anstieg von 140 Prozent gegenüber dem dritten Quartal. Künftig sollen 50 Prozent des freien Cashflows an Aktionäre fließen. Hinzu kamen Aktienrückkäufe im Volumen von 1,5 Milliarden Dollar im Jahr 2025.

Streit mit Newmont belastet IPO-Pläne

Mitten in dieser Erfolgsphase hat Barrick einen strategisch bedeutsamen Plan angekündigt: Ein Börsengang der nordamerikanischen Assets — darunter die Beteiligung an Nevada Gold Mines und das vollständig eigene Fourmile-Projekt — soll noch 2026 erfolgen. Barrick würde dabei eine Minderheitsbeteiligung abgeben und 90 Prozent behalten, mit dem Ziel, die Bewertungsprämie reiner nordamerikanischer Goldproduzenten zu nutzen.

Joint-Venture-Partner Newmont stellt sich quer. Das Unternehmen hat gegenüber der US-Börsenaufsicht SEC eine Vertragsverletzung geltend gemacht und behauptet, Barrick habe Ressourcen aus Nevada Gold Mines abgezogen, um das eigene Fourmile-Projekt voranzutreiben — ein Verstoß gegen den 2019 geschlossenen Joint-Venture-Vertrag. Newmont hält 38,5 Prozent an Nevada Gold Mines und besitzt ein vertragliches Vorkaufsrecht.

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Die Tragweite ist erheblich. RBC-Analyst Josh Wolfson schätzt, dass Nevada Gold Mines rund 60 Prozent von Barricks Marktwert ausmacht. Barrick hat nach Vertragsklausel 30 Tage Zeit, den Streit beizulegen oder Korrekturmaßnahmen einzuleiten.

Kosten steigen, Produktion sinkt

Neben dem Rechtsstreit gibt es operative Herausforderungen. Die Goldproduktion fiel im vierten Quartal um rund 19 Prozent auf 871.000 Unzen — unter anderem wegen der Produktionsunterbrechung in der Loulo-Gounkoto-Mine. Für das Gesamtjahr 2025 lag der Rückgang bei 17 Prozent.

Die Stückkosten zogen entsprechend an. Die All-in Sustaining Costs (AISC) stiegen im Jahresvergleich um rund 9 Prozent auf 1.581 Dollar je Unze. Für 2026 erwartet Barrick AISC zwischen 1.760 und 1.950 Dollar — bei einer Goldpreisannahme von 4.500 Dollar je Unze, die aktuell noch Spielraum lässt.

Zusätzlich wurde am 4. März 2026 eine Sammelklage wegen angeblicher Fehlinformationen rund um das Pascua-Lama-Minenprojekt in den Anden vom Ontario Superior Court of Justice zertifiziert. Die Klage richtet sich gegen Barrick sowie einzelne Führungskräfte und Direktoren.

Wachstum trotz Gegenwind

Auf der Wachstumsseite zeigt Barrick Substanz. Das Fourmile-Projekt in Nevada hat seine ausgewiesenen Goldressourcen zum zweiten Mal in Folge verdoppelt — auf 2,6 Millionen Unzen angezeigte und 13 Millionen Unzen vermutete Ressourcen. Das Bohrbudget steigt 2026 auf 150 bis 160 Millionen Dollar. Das Kupferprojekt Lumwana in Sambia liegt leicht vor dem Zeitplan.

Analysten erwarten für 2026 ein Gewinnwachstum von knapp 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ob der geplante Börsengang der nordamerikanischen Assets wie geplant stattfinden kann, hängt maßgeblich davon ab, wie der Streit mit Newmont ausgeht — und das dürfte der entscheidende Kurstreiber der kommenden Monate sein.

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