Coca-Cola liefert zum Jahresende ordentliche Gewinnzahlen – doch beim Umsatz bleibt ein kleiner Wermutstropfen. Dazu kommt ein Ausblick für 2026, der eher auf „kontrolliertes Tempo“ als auf neue Dynamik setzt. Genau diese Mischung aus Stabilität und Zurückhaltung erklärt, warum Anleger nach den Zahlen nicht nur applaudiert haben.
Gewinne besser als erwartet, Umsatz darunter
Der Getränkekonzern meldete für das vierte Quartal 2025 ein bereinigtes Ergebnis je Aktie, das über den Analystenerwartungen lag. Auf der Umsatzseite fiel das Bild gemischter aus: Der Nettoumsatz stieg zwar um 2% auf 11,8 Mrd. US-Dollar, blieb damit aber unter den Marktschätzungen.
Aussagekräftig ist auch der Blick auf das operative Wachstum ohne Währungseffekte und Übernahmen: Der organische Umsatz legte um 5% zu. Das zeigt, dass Coca-Cola im Kerngeschäft weiter wächst – nur eben nicht ganz in dem Tempo, das der Markt beim gemeldeten Umsatz eingepreist hatte.
Nachfrage wächst – mit Licht und Schatten
Ein wichtiger Indikator für die Nachfrage, das globale Absatzvolumen (Unit Case Volume), stieg im Quartal um 1%. Rückenwind kam laut Unternehmen unter anderem aus Märkten wie den USA, Japan und Brasilien. Zudem hob Coca-Cola die anhaltende Stärke von Coca-Cola Zero Sugar hervor, die erneut kräftig zulegte.
Belastend wirkte dagegen eine größere Wertminderung (Impairment) im Zusammenhang mit der Marke BODYARMOR. Solche Sondereffekte ändern zwar nicht zwingend die kurzfristige Nachfrage, sie können aber das Gesamtbild der Profitabilität und die Erwartungen an einzelne Wachstumstreiber dämpfen.
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Ausblick 2026: Wachstum ja – aber moderater
Für 2026 stellt das Management ein organisches Umsatzwachstum von 4% bis 5% in Aussicht. Der vergleichbare Gewinn je Aktie soll um 7% bis 8% steigen. Das ist weiterhin ein solides Zielkorridor-Profil – wirkt im Kontext des Vorjahres aber wie ein bewusst konservativer Ton.
Warum reagierte die Aktie nach der Veröffentlichung trotzdem schwächer? Weil der Markt nach einem Gewinn-Plus oft auch ein stärkeres Umsatzsignal und einen ambitionierteren Ausblick sehen will – und Coca-Cola hier eher auf Verlässlichkeit als auf Überraschungen setzte.
- Q4-Nettoumsatz: 11,8 Mrd. USD (+2% ggü. Vorjahr)
- Q4 organischer Umsatz: +5%
- Q4 vergleichbares EPS: 0,58 USD (+6%)
- Q4 Absatzvolumen: +1%
- Prognose 2026 organischer Umsatz: +4% bis +5%
- Prognose 2026 vergleichbares EPS: +7% bis +8%
Beim Kurs spiegelt sich dieses „gut, aber nicht euphorisch“-Bild: Auf 30 Tage steht die Aktie zwar klar im Plus (+8,22%), am Markt dominierte nach dem Bericht jedoch zunächst Zurückhaltung. Entscheidend wird nun, ob Coca-Cola das organische Wachstum 2026 stabil halten kann, ohne dass Sonderfaktoren wie die BODYARMOR-Wertminderung erneut die Wahrnehmung der Ergebnisqualität überlagern.
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