Nvidia Aktie: Kawasaki-Partnerschaft für Robotik
Nvidia übertrifft mit Rekordumsatz von 81,6 Milliarden Dollar die Erwartungen und startet eine Robotik-Offensive mit Kawasaki.

Kurz zusammengefasst
- Umsatzrekord von 81,6 Milliarden Dollar
- Robotik-Zentrum mit Kawasaki gegründet
- Analysten erhöhen Kursziele deutlich
- Aktie trotz guter Nachrichten schwach
Starke Quartalszahlen, eine milliardenschwere Partnerschaft im Robotik-Sektor – und dennoch ein verhaltener Kurs. Bei Nvidia klaffen Realität und Marktreaktion derzeit auseinander.
Am Donnerstag schloss die Aktie bei 188,92 Euro, gut 17 Prozent über dem Jahresanfang. Seit dem 52-Wochen-Hoch von 201,05 Euro Mitte Mai fehlen jedoch sechs Prozent. Der RSI von 40,5 signalisiert Abkühlung.
Kawasaki-Deal öffnet neues Geschäftsfeld
Nvidia und Kawasaki Heavy Industries errichten ein gemeinsames Entwicklungszentrum im Silicon Valley. Der Fokus: Robotik mit physischer künstlicher Intelligenz. Erste Anwendungsfelder sind Medizin- und Mobilitätsroboter – darunter Assistenzsysteme für Pflegekräfte und Kawasakis vierteiliger Mobilitätsroboter Corleo.
Für Corleo setzt Kawasaki auf Nvidias Simulations-Technologie. Künstliche Intelligenz soll Steuerung und Umgebungserkennung verbessern. Neben Nvidia sind Analog Devices, Microsoft und Fujitsu an dem Zentrum beteiligt. Kawasaki plant, innerhalb weniger Jahre Dutzende lokale KI-Ingenieure einzustellen.
Rekordquartal übertrifft Erwartungen
Die Robotics-Partnerschaft folgt auf Nvidias überraschend starke Geschäftszahlen für das erste Fiskalquartal 2027. Der Umsatz stieg auf Rekordniveau von 81,6 Milliarden Dollar – 85 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Datenzentrum-Geschäft legte um 92 Prozent auf 75,2 Milliarden Dollar zu und trägt damit 92 Prozent zum Gesamtumsatz bei.
Der Gewinn pro Aktie lag mit 1,87 Dollar über der Analystenschätzung von 1,78 Dollar. Der operative Cashflow erreichte 50,3 Milliarden Dollar.
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Für das zweite Quartal stellt Nvidia einen Umsatz von rund 91 Milliarden Dollar in Aussicht – deutlich über den Markterwartungen. Die Bruttomarge liegt bei etwa 75 Prozent.
Analysten erhöhen Kursziele massiv
Die Kombination aus Quartalsrekord und Robotics-Expansion löste eine Welle von Kurszielanhebungen aus. Baird setzte das Kursziel von 300 auf 500 Dollar hoch und bleibt bei „Outperform“. Die Begründung: Nvidia gewinne bei Inferencing und Hyperscalern Marktanteile. Die Übernahmerate der nächsten Chip-Generation Vera Rubin könnte die des Vorgängers Blackwell übertreffen.
Auch andere Häuser zogen nach: KeyBanc hob auf 310 Dollar, Needham auf 270 Dollar, Barclays bekräftigt „Overweight“ mit 275 Dollar, Melius stieg auf 400 Dollar.
Kurs reagiert verhalten
Trotz der positiven Nachrichten gab die Aktie am Freitag im frühen Handel nach. Anleger sorgen sich offenbar um Lieferengpässe und geopolitische Spannungen. Es ist bereits das vierte Mal in Folge, dass Nvidia nach starken Quartalszahlen Kursverluste verzeichnet – ein Zeichen dafür, dass die Erwartungen der Börse mittlerweile extrem hoch liegen.
Bis zum Jahresende rechnet Nvidia mit Investitionen von über einer Billion Dollar in KI-Infrastruktur. Bis 2030 soll das Volumen auf drei bis vier Billionen Dollar jährlich steigen. Getrieben wird das Wachstum durch die zunehmende Verbreitung sogenannter agentischer KI.
Ob die Aktie den Sprung über das 52-Wochen-Hoch schafft, hängt maßgeblich davon ab, ob Nvidia die Lieferketten stabilisieren kann und die geopolitischen Risiken – insbesondere im Chinageschäft – beherrschbar bleiben.
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