Volkswagen Aktie: Konzern rechnet in China nur noch mit Null
Wertberichtigungen drücken das Neunmonatsergebnis auf 71 Millionen Euro; den Jahresausblick für Umsatz und Marge hält Volkswagen aufrecht.

Kurz zusammengefasst
- China-Gemeinschaftsunternehmen mit 113 Millionen Euro Minus
- China-Wertberichtigungen von rund einer Milliarde Euro
- Konzernprognose für 2026 unverändert bestätigt
- Tarifgespräche starten im November in Emden
Volkswagen rechnet heute für das China-Geschäft 2026 vor Abschreibungen nur noch mit einem Ergebnis um die Gewinnschwelle. Das anteilige operative Ergebnis der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen betrug in den ersten neun Monaten minus 113 Mio. Euro.
Abschreibungen belasten die Bilanz
Für China weist Volkswagen im Neunmonatszeitraum Wertberichtigungen von rund 1 Mrd. Euro aus. Die gesamten Sondereffekte des Konzerns beliefen sich auf 8,7 Mrd. Euro. Den größten genannten Posten bildete eine Firmenwertabschreibung bei Porsche von 6,4 Mrd. Euro.
Vor Sondereffekten erzielte Volkswagen in den ersten neun Monaten ein operatives Ergebnis von 8,8 Mrd. Euro. Nach diesen Belastungen blieben 71 Mio. Euro übrig. Der Netto-Cashflow im Automobilgeschäft betrug im selben Zeitraum 4,4 Mrd. Euro.
Den Konzernausblick bestätigte Volkswagen heute: Für 2026 erwartet das Unternehmen rund 315 Mrd. Euro Umsatz. Die operative Umsatzrendite soll bis zu 1 % erreichen. Die Gewinnprognose war laut dpa-AFX bereits Mitte September gesenkt worden.
Elektroauto-Rentabilität und Arbeitskosten im Blick
Finanzchef Arno Antlitz sagte heute laut Reuters, Volkswagen erwarte bis etwa 2030 mit Elektroautos so viel zu verdienen wie mit Verbrennern.
Bei der künftigen Fahrzeugtechnik setzt der Konzern auf eine am Montag vereinbarte strategische Halbleiterpartnerschaft mit NXP Semiconductors. Dessen Mikrocontroller sollen die geplante softwaredefinierte Fahrzeugarchitektur unterstützen. Das erste Fahrzeug mit dieser Architektur ist für 2027 geplant.
Bei den Arbeitskosten strebt Volkswagen eine Senkung an. Dazu vereinbarten das Unternehmen und die IG Metall am 23. Oktober den Start von Tarifverhandlungen. Die Gespräche sollen am 24.11.2026 in Emden beginnen und am 15.12.2026 in Zwickau fortgesetzt werden.
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