BBVA Aktie: Deutsche Bank hält das Polster für knapp

BBVA hat knapp ein Viertel der zweiten Rückkauftranche genutzt; zusätzliche große Programme hält Deutsche Bank wegen des Kapitalpolsters für begrenzt.

Redaktion Stock-World ·
BBVA-Filiale mit blauer Schrift über dem Eingang in belebter Stadtstraße (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • 239,7 Millionen Euro bereits eingesetzt
  • Zweite Tranche startete am 14. Oktober
  • CET1-Quote lag bei 12,21 Prozent
  • Neunmonatsgewinn stieg um 13,6 Prozent

BBVA hat knapp ein Viertel der zweiten Tranche ihres Aktienrückkaufs umgesetzt. Wie die Bank gestern der spanischen Wertpapieraufsicht CNMV mitteilte, sind 23,97% des auf 1.000 Millionen Euro begrenzten Volumens ausgeschöpft. Damit setzt BBVA ihre Kapitalrückgabe fort. Für weitere große Rückkäufe sieht Deutsche Bank allerdings nur begrenzten Spielraum.

Rückkauf mit festgelegtem Zeitfenster

Bis Montag summierten sich die Käufe der laufenden Tranche auf 239.686.338,51 Euro. Das Programm startete am 14. Oktober. Die erworbenen Aktien sollen durch eine Kapitalherabsetzung eingezogen werden.

Die Käufe organisiert JPMorgan. BBVA kann das Programm aussetzen oder vorzeitig beenden. Der bisherige Fortschritt ist deshalb nicht mit einer bereits vollständig vollzogenen Kapitalrückgabe gleichzusetzen.

Als Abschlussfenster nennt die Bank den Zeitraum vom 7. Januar bis zum 4. Februar 2027. Pro Handelstag dürfen die Käufe höchstens 25% des durchschnittlichen Handelsvolumens am jeweiligen Markt ausmachen.

Die laufende Tranche folgt auf einen bereits abgeschlossenen ersten Teil des außerordentlichen Rückkaufprogramms. Für Anleger ist damit zunächst die Umsetzung der beschlossenen Käufe entscheidend – nicht die Aussicht auf ein zusätzliches Programm.

Kapitalquote begrenzt weitere Möglichkeiten

Deutsche Bank verweist auf die Belastung der Kapitalausstattung. Die harte Kernkapitalquote CET1 lag zum Ende des dritten Quartals 2026 bei 12,21%. Damit verfehlte sie den Konsens um 13 Basispunkte.

Nach Einschätzung des Analysehauses ist das Kapitalpolster für weitere große Rückkäufe knapp. Diese Aussage betrifft mögliche zusätzliche Programme und stellt nicht die Durchführung der bereits laufenden Tranche infrage.

Der im Quartal berücksichtigte Rückkauf belastete die Kapitalquote laut Deutsche Bank um 49 Basispunkte. Ohne diesen Effekt wäre sie nach Berechnung der Analysten dennoch um 20 Basispunkte gesunken.

Damit erklärt der Rückkauf den Kapitalrückgang nicht allein. Auch das Wachstum der risikogewichteten Aktiva beanspruchte Kapital. Zugleich bezeichnet Deutsche Bank den Quartalsgewinn als weitgehend erwartungsgemäß und die mittelfristigen Perspektiven als nahezu unverändert.

Ausschüttungspläne treffen auf Gewinnwachstum

BBVA plant, zwischen 2025 und 2028 insgesamt 36.000 Millionen Euro an die Aktionäre auszuschütten. Dividenden und Rückkäufe sind dabei die vorgesehenen Instrumente.

Die laufenden Käufe sind somit Teil einer längerfristigen Ausschüttungsstrategie. Deren weiterer Umfang muss jedoch mit der Kapitalausstattung vereinbar bleiben. Genau hier liegt der Vorbehalt von Deutsche Bank.

Operativ steht der Kapitalrückgabe ein höherer Gewinn gegenüber: In den ersten neun Monaten 2026 erzielte BBVA einen zurechenbaren Gewinn von 9.066 Millionen Euro. Das entsprach einem Zuwachs von 13,6% gegenüber dem Vorjahr.

Für Anleger ergibt sich daraus eine klare Unterscheidung: Der beschlossene Rückkauf schreitet voran. Ob BBVA darüber hinaus erneut große Programme auflegen kann, hängt nach Einschätzung von Deutsche Bank vom verfügbaren Kapitalspielraum ab.

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BBVA Aktie

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