AeroVironment veröffentlicht heute nach Börsenschluss seine Quartalszahlen für das dritte Geschäftsquartal 2026. Die Erwartungen sind hoch – und die jüngste Kurshistorie zeigt, wie hoch das Risiko ist, wenn die Zahlen enttäuschen.
Hohe Messlatte, schwache Ergebnishistorie
Analysten rechnen für das abgelaufene Quartal mit einem Umsatz von 473 Millionen US-Dollar – ein Plus von über 180 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Beim Gewinn je Aktie liegt die Konsensprognose bei 68 Cent, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahresquartal. Der Anstieg erklärt sich maßgeblich durch die Übernahme von BlueHalo zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres sowie die anhaltend hohe Nachfrage nach Switchblade-Drohnen in globalen Konfliktzonen.
Die Ergebnishistorie trübt das Bild jedoch ein. In drei der vergangenen vier Quartale verfehlte AeroVironment die Gewinnerwartungen, mit einer durchschnittlichen negativen Überraschung von rund 23 Prozent. Im jüngsten Quartal lag der EPS-Fehlbetrag bei 37 Cent – woraufhin die Aktie am Folgetag um fast 13 Prozent einbrach.
Starke Aufträge, offene Fragen beim SCAR-Programm
Auf der positiven Seite stehen beachtliche Vertragsgewinne: Die US-Armee beauftragte AeroVironment mit einer Lieferorder über 186 Millionen US-Dollar für weiterentwickelte Loitering-Munitionssysteme, eingebettet in einen Rahmenvertrag über 990 Millionen Dollar. Hinzu kommt ein separater Auftrag über 97,4 Millionen Dollar zur Entwicklung einer neuen Hardware-in-the-Loop-Testumgebung für die Raketenabwehr. Zur Bewältigung der wachsenden Nachfrage investiert das Unternehmen mehr als 30 Millionen Dollar in den Ausbau seiner Fertigungskapazitäten in Albuquerque.
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Belastet wird die Stimmung hingegen durch Unsicherheiten rund um das SCAR-Programm der US Space Force. Nachdem das Pentagon das Programm für phased-array-Antennen für Wettbewerb geöffnet hatte, verlor die Aktie über 17 Prozent. AeroVironment befindet sich derzeit in Nachverhandlungen über eine Vertragsänderung; der Kontrakt ist vorübergehend pausiert. Das trifft direkt das margenstarke BlueHalo-Segment, das für die langfristige Profitabilität des Unternehmens zentral ist.
Wachstum auf Kosten der Margen
Das Unternehmen befindet sich erkennbar in einer Investitionsphase. Die EBIT-Marge liegt bei minus 5,4 Prozent, die Nettomarge bei minus 5,1 Prozent. Das dreijährige Umsatzwachstum von fast 46 Prozent zeigt jedoch die Wachstumsdynamik. Die Verschuldung ist mit einer Debt-to-Equity-Ratio von 0,19 konservativ. Zusätzlich steht ein Führungswechsel an: CFO Kevin McDonnell tritt zum 31. Juli 2026 in den Ruhestand; die Suche nach einem Nachfolger läuft.
Die Aktie notiert trotz des starken Zwölf-Monats-Anstiegs derzeit rund 45 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 354,30 Euro – ein Spiegelbild der zuletzt aufgelaufenen Belastungen. Das heutige Zahlenwerk dürfte entscheidend dafür sein, ob die Erholung Fahrt aufnehmen kann oder ob weitere Abwärtsrisiken überwiegen. Am 18. März folgt ein Auftritt beim J.P.-Morgan-Investor-Forum, der weiteren Aufschluss über die strategische Richtung geben sollte.
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