Ein Chart in TradingView zu öffnen ist relativ einfach. Schwieriger wird es, wenn es von der Analyse direkt zu einer Order kommen soll, denn nicht jeder Broker lässt sich mit der Plattform verbinden. Bei manchen Anbietern bleibt TradingView eine reine Charting Software. Dieser Beitrag zeigt Dir fünf Anbieter, die sich mit TradingView verbinden lassen und worauf Du bei Konto, Kosten und Verfügbarkeit achten solltest.




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1. ActivTradesMit wenigen Schritten lässt sich ein ActivTrades Konto mit TradingView verbinden. Das Trading Panel bietet eine direkte Anbindung, so kannst Du Orders direkt aus dem Chart ausführen. Als Voraussetzung nennt der Anbieter ein ActivTrader-Konto, das Du über die Webseite eröffnen kannst.
Der konkrete Unterschied liegt in der Kontoart, denn die Verbindung läuft über das ActivTrader-Konto und damit über die hauseigene Plattform des Anbieters. Ein reines MetaTrader-Konto nennt die Webseite dafür nicht. Diese Anbindung läuft laut Anbieter aktuell in einer Betaphase. Nutze deshalb zum Testen erstmal ein Demokonto.



TradingView ist bei IG eine von mehreren Möglichkeiten. Auf der deutschen Webseite nennt der Anbieter außerdem ProRealTime, MetaTrader 4, L2 Dealer, die IG App und die hauseigene Online-Plattform. Der große Unterschied liegt darin, dass Du je nach Vorliebe frei zwischen den Plattformen wählen kannst. Für die Verbindung benötigst Du ein IG Konto und ein kostenloses TradingView-Profil.
Ist das erledigt, meldest Du Dich über das Broker-Profil bei TradingView an und kannst dort CFDs auf Forex, Rohstoffe, Indizes, Kryptowährungen und Aktien direkt aus dem Chart handeln. Gebühren beim IG Konto entstehen dadurch laut Anbieter nicht.
3. Capital.comDie Marktbreite macht den Unterschied bei Capital.com. Laut Anbieter stehen über 5.500 CFD-Märkte auf Aktien, Indizes, Forex und Rohstoffe bereit, die Du nach dem Login im Trading Panel direkt aus dem Chart handeln kannst. Stop-Loss und Take-Profit kannst Du dabei samt Order direkt einstellen.
Bei den Kosten wirbt der Anbieter mit transparenten Spreads und verweist für konkrete Zahlen auf eine eigene Gebührenwebseite. Die verfügbare Anbindung variiert je nach Land. Das breit gefächerte Angebot an CFDs und die leichte Anbindung bilden ein solides Gesamtpaket.



4. TickmillKostenseitig fällt Tickmill durch das Trader Raw Konto auf, das für die TradingView-Anbindung vorgesehen ist. Laut Anbieter starten die Spreads bei Forex und Rohstoffen ab 0,0 Pips, dafür wird aber eine Kommission pro Lot berechnet.
Das ist der Unterschied zu einem reinen Spreadmodell im Vergleich zu anderen Anbietern. Bei Tickmill stehen Dir über 100 CFDs auf Forex, Indizes, Rohstoffe und Kryptowährungen zum Handel verfügbar. Eröffne Dir zuerst ein Demokonto, um die Anbindung vorab Risikofrei testen zu können.



5. WH SelfinvestBei WH Selfinvest gehören Futures zum Kern der Anbindung, das unterscheidet sie von reinen CFD-Angeboten. Laut Anbieter kannst Du Futures, CFD-Forex und Multi-Market Konten mit TradingView verbinden. Handeln kannst Du unter anderem Akten, Optionen, ETFs und Futures bis hin zu Krypto-Futures.
Der Login funktioniert für alle Plattformen des Anbieters gleich. Zu den Kosten nennt er eine kostenlose Version mit unbegrenzten Charts sowie einen Rabatt auf bezahlte Pläne für CFD-Forex Konten. Ein weiterer Kostenpunkt sind die CME-Daten für die Futures Kurse, diese müssen separat hinzugebucht werden.



Orderanbindung: Prüfe, ob sich Orders wirklich aus dem Trading Panel senden lassen oder nur Kurse angezeigt werden. Das ist die wichtigste Grundlage jeder Auswahl.
Kontoart: Nicht jeder Kontotyp ist verbindbar. Kläre vorab, welches Konto die Anbindung unterstützt.
Regulierung: Achte darauf, welche Gesellschaft Dein Konto führt und für welches Land die Anbindung gilt.
Kosten: Vergleiche Spread, Kommission und Finanzierungskosten sowie mögliche Gebühren für TradingView-Pläne. Rechne alle Posten zusammen.
Märkte: Nicht jedes Instrument im Chart ist über die Verbindung handelbar. Die Marktliste des Brokers ist maßgeblich.
Orderarten: Teste, ob Stop-Loss, Take-Profit und Limit-Orders im Panel funktionieren. Fehlen einzelne Ordertypen, leidet dein Risikomanagement.
Demokonto: Eine Testumgebung zeigt Dir Ausführung und Bedienung ohne Echtgeld und hilft beim Vergleich mehrerer Anbieter.
Mobile Nutzung: Prüfe, ob die Verbindung auch in der App stabil läuft und Positionen korrekt anzeigt.
Ein Broker kann in TradingView als Datenquelle angezeigt werden, ohne dass eine Orderanbindung besteht. Du musst Dich zuerst im Trading Panel anmelden, um Trades einzugehen. Ohne Anmeldung wird keine Order beim Broker ankommen.
Solltest Du also nur die Charts über TradingView analysieren, reicht ein einfaches TradingView Konto, dazu brauchst Du kein Konto bei einem Broker. Möchtest Du jedoch über TradingView handeln, ist ein Brokerkonto essenziell.
Demo und Live lassen sich im Trading Panel leicht verwechseln. Nach dem Login solltest Du daher zuerst nachsehen, welches Konto aktiv ist. Die Verbindung entsteht, wenn Du den Broker ausgewählt und Dich mit Deinen Kontodaten angemeldet hast.
Danach hängen Orderart, Kontowahl und Positionsgröße vom Angebot des Brokers ab. Zum Test kannst Du eine sehr kleine Order absetzen und dein Stop-Loss und Take-Profit einstellen. Grenzen entstehen, wenn einzelne Ordertypen im Panel nicht unterstützt werden.
Ein Alarm meldet nur, dass der Kurs an der Stelle angekommen ist, wo Du den Alarm gesetzt hast. Orders werden dabei nicht umgesetzt. Der Alarm erlischt danach und Du musst einen neuen setzen.
Diese laufen nur auf Servern von TradingView und nicht beim Broker selbst. Bei schnellen Kursschwankungen bist Du sehr wahrscheinlich zu langsam, um auf die Benachrichtigung zu reagieren. Stop-Orders schützen deine offenen Positionen verlässlicher als einfache Alarme.
Vergleiche Charts und Orderpreis, bevor Du eine Stop-Marke setzt. Die Kurse stammen nämlich aus einem Datenfeed. Ist der Broker verbunden, zeigt TradingView dessen Preise samt Spreads an. Börsendaten liefern dagegen mitunter andere Werte, sodass Hoch, Tief oder Schlusskurs leicht abweichen können.
Verzögerungen gibt es bei kostenlosen Börsendaten, wie zum Beispiel bei Futures-Kursen, wo man für die Live-Daten eine Gebühr bezahlen muss. Außerhalb der Börsenzeiten fallen die Unterschiede oft deutlich größer aus, das betrifft vor allem Stopp-Marken die Du anhand des Chartbildes festlegst.
Unterwegs brauchst Du Stop-Loss und Take-Profit am dringendsten. Teste deshalb vorab, ob Dein Login funktioniert und überprüfe, ob Du Stop-Loss und Take-Profit einstellen kannst. Offene Positionen sollten ebenfalls auf der App sichtbar sein.
Die Verbindung läuft nicht immer identisch wie am Desktop, deshalb vergewissere Dich, dass alles reibungslos funktioniert und sorge immer für eine stabile Internetverbindung. Einen einfachen Test kannst Du im Demokonto des jeweiligen Brokers durchführen, ohne eigenes Risiko.
Welcher Anbieter passt, hängt stark von Deinem Profil ab. Wer vor allem CFDs aus dem Chart handelt, achtet auf Kontoart und Kosten. Wer Futures oder mehrere Plattformen kombinieren möchte, schaut auf die Auswahl an Märkten und Ergänzungen.
Ein pauschaler Testsieger lässt sich nicht festlegen. Ein Demokonto hilft Dir, die Anbindung und die restlichen Features genauer unter die Lupe zu nehmen. Gewinne sind beim Handel, egal bei welchem Anbieter, nie garantiert.