Unilever Aktie: Hochstimmung herrscht!

Berenberg stuft die Unilever-Aktie trotz höherem Kursziel auf 'Hold' herab, da die erfolgreiche Transformation nun vollständig im Kurs eingepreist sei. Die Bewertung liegt auf Rekordniveau.

Kurz zusammengefasst:
  • Kursziel von Berenberg auf 5.840 Pence angehoben
  • Rating von 'Buy' auf 'Hold' herabgestuft
  • Bewertung deutlich über historischem Durchschnitt
  • Starke Quartalszahlen mit über 4% Umsatzwachstum

Die Privatbank Berenberg hat gestern Abend eine bemerkenswerte Kurswende vollzogen: Die Analysten hoben ihr Kursziel für Unilever von 5.600 auf 5.840 Pence an – gleichzeitig stuften sie die Aktie jedoch von „Buy“ auf „Hold“ ab. Die Begründung: Der mehrjährige Umbau des Konsumgüterriesen sei abgeschlossen, und die beeindruckende Performance der vergangenen Monate habe die Transformation nun vollständig eingepreist.

Bewertung auf Rekordhoch

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Unilever wird aktuell mit einem 12-Monats-KGV von 19,6 gehandelt – 17 Prozent über dem Fünf-Jahres-Durchschnitt. Auch im Vergleich zu globalen Konkurrenten wie Nestlé, Procter & Gamble, L’Oréal oder Colgate liegt die Bewertung deutlich höher als historisch üblich. Analyst Fulvio Cazzol sieht die Erfolgsgeschichte der vergangenen Jahre damit angemessen im Kurs reflektiert.

Unilever

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Die Quartalszahlen für das vierte Quartal 2025, die am 12. Februar veröffentlicht wurden, untermauern die positive Entwicklung: Das zugrunde liegende Umsatzwachstum erreichte 4,1 Prozent – mehr als die von Analysten erwarteten 3,9 Prozent. Besonders stark performten die Bereiche Personal Care mit 5,1 Prozent und Home Care mit 4,7 Prozent Wachstum.

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Starke Marge, aber wenig Luft nach oben

Ein Höhepunkt: Die Bruttomarge kletterte 2025 auf 46,9 Prozent – der höchste Wert seit 2008. Auch die Investitionen in Marketing wurden auf 16,1 Prozent vom Umsatz hochgefahren, ein Level, das in den vergangenen 20 Jahren nicht erreicht wurde. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 3,08 Euro und übertraf die Konsensschätzung von 3,05 Euro leicht.

Berenberg prognostiziert für 2026 einen Gewinn je Aktie von 3,15 Euro und erwartet, dass Unilever auch künftig schneller wachsen wird als Nestlé und P&G. Allerdings mahnen die Analysten zur Vorsicht: Von dem 800 Millionen Euro schweren Produktivitätsprogramm sind nur noch 130 Millionen Euro nicht realisiert – der Wachstumsvorsprung gegenüber Konkurrenten dürfte damit schrumpfen.

Während Berenberg auf die Bremse tritt, hält Barclays an ihrer optimistischeren Einschätzung fest. Die britische Bank bestätigte ihr „Overweight“-Rating mit einem Kursziel von 6.000 Pence. Analyst Warren Ackerman verweist dabei auf die gestern verkündete fünfjährige Partnerschaft mit Google Cloud, die durch agentenbasierte Künstliche Intelligenz die Kundengewinnung und Markentreue revolutionieren könnte. Die Transformation mag abgeschlossen sein – doch bei der digitalen Zukunft scheiden sich offenbar noch die Geister.

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