Daldrup, Soehne Aktie: Die Geothermie-Wette geht auf?
Höhere operative Erträge und ein Auftragsbestand von rund 132 Millionen Euro prägen Daldrups Halbjahresbilanz.

Kurz zusammengefasst
- Gesamtleistung erreicht 32,3 Millionen Euro
- EBIT steigt auf 3,43 Millionen Euro
- Auftragsbestand beträgt rund 132 Millionen Euro
- Aktie legt am Freitag 1,7 Prozent zu
Ein deutlicher Zuwachs bei der Gesamtleistung prägt die Zwischenbilanz von Daldrup & Söhne. Die Gesamtleistung kletterte im Vorjahresvergleich um 56 Prozent auf 32,3 Millionen Euro.
Auch beim operativen Ertrag verzeichnete das Unternehmen Zuwächse. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg um 29,3 Prozent auf 3,43 Millionen Euro.
Damit setzt sich der geschäftliche Aufwärtstrend des Spezialisten für Bohrtechnik fort. Die Nachfrage nach Tiefenbohrungen, insbesondere zur Erschließung erneuerbarer Energien, sorgt für eine kontinuierliche Auslastung der Bohrgeräte.
Solider Auftragsbestand stützt das Projektgeschäft
Für die kommenden Monate verfügt der Konzern über ein gut gefülltes Auftragsbuch. Der Auftragsbestand belief sich zum Halbjahr auf rund 132 Millionen Euro. Operativ schreiten die bestehenden Vorhaben planmäßig voran. In Aschheim setzte AFK Geothermie am 14. September mit Daldrup & Söhne als Bohrpartner die Standrohre für die zweite Tiefengeothermiebohrung. Nach Angaben von AFK Geothermie begann damit die eigentliche Bohrarbeit vor Ort.
Tiefengeothermieprojekte dieser Größenordnung binden Bohrkapazitäten über längere Zeiträume und gewährleisten eine solide Grundauslastung. Für die Gesellschaft kommt es auf eine präzise Umsetzung an, um den Zeitplan der kommunalen Partner einzuhalten.
Prognosekorridor und Kursentwicklung
Als Rahmen für das Gesamtjahr dienen unverändert die Unternehmensziele. Vor über einem Monat bestätigte das Management die Prognose für 2026. Angestrebt wird eine Gesamtleistung von rund 58 Millionen Euro sowie eine EBIT-Marge in der Spanne von 11,5 bis 13,5 Prozent.
Am Kapitalmarkt stießen die Halbjahresdaten auf Zuspruch. Am Freitag stieg die Aktie um 1,7 Prozent auf einen Schlusskurs von 23,50 Euro. Binnen zwölf Monaten summiert sich das Kursplus damit auf 50 Prozent.
Mit dem Zuwachs bei Leistung und Ertrag untermauert das Unternehmen seine geschäftliche Dynamik. Entscheidend für den weiteren Geschäftsverlauf bleibt die termingerechte Realisierung der Großprojekte im zweiten Halbjahr.
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