Almonty Aktie: 80 Prozent globale Wolframproduktion angepeilt
Almonty treibt die Sangdong-Mine voran und positioniert sich als Schlüssellieferant für westliche Rüstungsindustrien. Analysten heben Gewinnprognosen an.

Kurz zusammengefasst
- Sangdong-Mine offiziell in Betrieb
- Umsatz steigt um 221 Prozent
- Analysten erhöhen Gewinnschätzung
- Aktie konsolidiert nach Rally
Almonty Industries rückt in eine Rolle, die weit über klassischen Bergbau hinausgeht. Wolfram wird für westliche Rüstungs- und Industrieketten zum Engpassmetall, und genau dort positioniert sich das Unternehmen mit seiner Mine in Südkorea. Die Aktie hat nach dem starken Lauf zuletzt nachgegeben, die strategische Story bleibt aber intakt.
Wolfram wird zum Sicherheitsthema
Lewis Black, Chairman und CEO von Almonty, nutzte diese Woche zwei große Branchenauftritte, um die Bedeutung des Unternehmens in der westlichen Wolframversorgung herauszustellen. Auf der Metall-, Bergbau- und Stahlkonferenz von BofA Securities in Miami sprach er in einer speziellen Wolfram-Runde über Lieferketten für Industrie und Verteidigung.
Direkt danach folgte ein Auftritt beim Forum für kritische Mineralien. Dort stellte Black den Mangel an Fachkräften und operativer Erfahrung in den Mittelpunkt. Die Botschaft war klar: Wer kritische Rohstoffe aus westlichen Quellen will, braucht nicht nur Lagerstätten, sondern Teams, Anlagen und Zeit.
Der politische Druck nimmt zu. Ab dem 1. Januar 2027 dürfen bestimmte US-Verteidigungsanwendungen faktisch kein Wolfram mehr nutzen, das aus China, Russland, Nordkorea oder Iran stammt. Die USA verfügen seit 2015 über keine kommerzielle Wolframminenproduktion mehr; Almontys Sangdong-Mine soll bei voller Kapazität mehr als 80 Prozent der globalen nicht-chinesischen Wolframproduktion liefern.
Analysten ziehen Schätzungen an
Die strategischen Auftritte treffen auf operative Fortschritte. Diamond Equity hob seine Gewinnschätzung je Aktie für das zweite Quartal auf 0,14 US-Dollar an, nach zuvor 0,12 US-Dollar. Das ist kein großer Sprung, aber ein Signal: Der Übergang vom Entwickler zum Produzenten wird stärker in den Modellen berücksichtigt.
Der Kern liegt in Sangdong. Die Mine in Südkorea wurde im März offiziell in Betrieb genommen und gilt als wichtigster Hebel für Umsatz, Marge und Wahrnehmung am Markt.
Im ersten Quartal erzielte Almonty einen Umsatz von 25,4 Millionen US-Dollar, ein Plus von 221 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Neben der Inbetriebnahme von Sangdong stützen hohe Preise für Ammoniumparawolframat die Ertragsaussichten. Für das Gesamtjahr liegt die aktuelle Gewinnschätzung bei 0,59 US-Dollar je Aktie.
Aktie kühlt nach Rally ab
Der Markt verarbeitet diese Entwicklung nicht geradlinig. Die Aktie schloss am Donnerstag bei 25,12 kanadischen Dollar; über 30 Tage steht ein Minus von 12,90 Prozent, seit Jahresanfang aber ein Plus von 108,81 Prozent. Das wirkt eher wie eine Konsolidierung nach einem extremen Anstieg als wie eine klare Abkehr von der Investmentstory.
Finanziell hat Almonty mehr Spielraum als früher. Zum 15. Mai 2026 verfügte das Unternehmen über rund 259,9 Millionen US-Dollar an Barmitteln und ein Working Capital von 169,5 Millionen US-Dollar. Diese Liquidität soll helfen, die nächste Ausbaustufe in Sangdong voranzutreiben und das Gentung-Wolframprojekt in den USA weiterzuentwickeln.
Bis zur US-Beschaffungsfrist Anfang 2027 muss Almonty zeigen, dass aus strategischer Bedeutung verlässliche Produktion wird. Gelingt der Hochlauf in Sangdong wie geplant, dürfte das Unternehmen nicht nur vom Wolframpreis abhängen, sondern von einer strukturellen Neuordnung westlicher Lieferketten profitieren.
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