Nach einer euphorischen Rally sorgt die Realität an den Märkten für Ernüchterung bei IREN-Anlegern. Der Rechenzentrumsbetreiber, der kürzlich durch einen gigantischen Microsoft-Deal für Furore sorgte, muss deutliche Kursverluste hinnehmen. Markiert dieser Rücksetzer lediglich eine gesunde Atempause oder deutet er auf tiefere strukturelle Bedenken hin?
Gewinnmitnahmen belasten den Kurs
Die IREN-Aktie notiert aktuell bei rund 54 US-Dollar und verzeichnet damit einen Tagesverlust von über 6 Prozent. Dieser Rückgang folgt auf eine Phase extremen Wachstums: Allein im vergangenen Monat legte der Titel um mehr als 35 Prozent zu, auf Jahressicht steht sogar ein Plus von über 350 Prozent zu Buche.
Der aktuelle Kurs liegt mittlerweile rund 30 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 76,87 US-Dollar. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass Anleger nach dem parabolischen Anstieg Gewinne realisieren und die Bewertung neu kalkulieren. Trotz der Korrektur bleibt die Marktkapitalisierung mit etwa 17,8 Milliarden US-Dollar beachtlich.
Milliarden-Deal als fundamentaler Treiber
Ursache für den vorangegangenen Optimismus war ein transformativer Fünfjahresvertrag mit Microsoft. Das Abkommen über 9,7 Milliarden US-Dollar positioniert IREN als zentralen Infrastrukturpartner für KI-Anwendungen über die Microsoft Azure Cloud.
Dieser strategische Schwenk weg vom reinen Bitcoin-Mining hin zu KI-Workloads führte zu einer Neubewertung durch Analysten. So stufte HC Wainwright die Aktie erst am 13. Januar auf „Buy“ hoch und hob das Kursziel von 56 auf 80 US-Dollar an. Auch Bernstein führt den Titel als Top-Favoriten im Bereich KI-Infrastruktur.
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Bewertung und Risikofaktoren
Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 34 bewegt sich IREN in einem spannenden Bereich. Die Bewertung liegt zwar leicht über dem Durchschnitt der US-Softwarebranche (30,9x), aber signifikant unter der Vergleichsgruppe der KI-Infrastruktur- und Mining-Unternehmen, die durchschnittlich mit dem 70-fachen Gewinn bewertet werden.
Dennoch dämpfen spezifische Risiken die Kauflaune:
* Klumpenrisiko: Die starke Abhängigkeit vom Microsoft-Großauftrag erfordert eine fehlerfreie operative Umsetzung.
* Verwässerung: Eine Wandelanleihe über 2,3 Milliarden US-Dollar im Dezember 2025 zur Wachstumsfinanzierung drückt auf den Gewinn pro Aktie.
* Volatilität: Mit einem Beta-Faktor von 4,27 schwankt die Aktie mehr als viermal so stark wie der Gesamtmarkt.
Der nächste entscheidende Termin für Investoren ist der 11. Februar 2026. Die anstehenden Quartalszahlen werden zeigen, wie effizient das Unternehmen die Expansion auf eine Kapazität von 2 Gigawatt vorantreibt und ob die Integration des Microsoft-Auftrags finanziell bereits Früchte trägt.
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