Oracle: 16 Milliarden für Datencenter in Michigan
Oracle integriert KI in geheime Militärnetze und baut Cloud-Infrastruktur massiv aus. Trotz hoher Investitionen treiben volle Auftragsbücher den Aktienkurs.

Kurz zusammengefasst
- KI-Integration in Militärnetzwerke
- Milliarden-Finanzierung für Rechenzentren
- Cloud-Umsatz steigt um 84 Prozent
- Auftragsbestand von 553 Milliarden Dollar
Oracle wird zu einer tragenden Säule der nationalen Sicherheit der USA. Das US-Verteidigungsministerium hat den Softwarekonzern als Technologiepartner ausgewählt. Oracle soll künstliche Intelligenz in streng geheime Militärnetzwerke integrieren. Das Ziel: eine KI-gestützte Truppe für Einsatzplanung und Logistik. Anleger honorieren diesen strategischen Schritt. Die Aktie kletterte am Dienstag um 2,66 Prozent auf 158,20 Euro. Auf Wochensicht steht sogar ein Plus von gut elf Prozent.
Milliarden für neue Rechenzentren
Parallel zu den Regierungsaufträgen baut Oracle seine physische Infrastruktur massiv aus. Das Unternehmen sicherte sich kürzlich ein Finanzierungspaket über rund 16 Milliarden US-Dollar. Damit entsteht in Michigan ein gigantisches Rechenzentrum. Diese Anlage soll extrem rechenintensive Cloud-Anwendungen stemmen. Davon profitieren auch Großkunden wie OpenAI.
Um den enormen Strombedarf zu decken, geht Oracle neue Wege. In New Mexico setzt der Konzern auf Brennstoffzellen von Bloom Energy. Diese Technologie soll die Cloud-Infrastruktur zuverlässig und nachhaltig mit Energie versorgen.
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Wachstum frisst Cashflow
Das Cloud-Geschäft wächst rasant. Die Oracle Cloud Infrastructure verzeichnete zuletzt ein Leistungsplus von 84 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Kehrseite: Der globale Ausbau der Rechenzentren verschlingt Unsummen. Analysten verweisen auf den negativen freien Cashflow und steigende Schulden.
Trotzdem bleibt der Markt optimistisch. Der Grund liegt in den vollen Auftragsbüchern. Oracle meldete zuletzt offene Leistungsverpflichtungen in Höhe von 553 Milliarden US-Dollar. Dieser gewaltige Puffer sichert die langfristige Nachfrage nach den KI-Diensten des Konzerns ab.
An der Börse kämpft sich Oracle aktuell aus einem tiefen Tal. Mit knapp 158 Euro notiert das Papier deutlich über dem jüngsten Februar-Tief. Der 50-Tage-Durchschnitt wurde bereits klar nach oben durchbrochen. Bis zum Rekordhoch von gut 280 Euro aus dem vergangenen September fehlt allerdings noch viel. Für eine vollständige Erholung muss Oracle nun beweisen, dass die teuren Infrastrukturprojekte die erhofften Gewinne abwerfen.
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