DAX: Vierfacher Zinstermin am Donnerstag
Drei Zinsentscheide und das Ifo-Barometer könnten dem DAX neue Impulse geben. Im Fokus steht die Erwartungskomponente des deutschen Konjunkturindex.

Kurz zusammengefasst
- Drei Notenbanken beraten über Leitzinsen
- Ifo-Index zuletzt viermal gestiegen
- Erwartungskomponente als wichtigstes Signal
- DAX baut laufende Korrektur aus
Der DAX steckt in einer Korrekturphase, nachdem die jüngste Rally ins Stocken geraten ist. Die kommende Woche liefert gleich mehrere Termine, die der Index als Richtungssignal lesen dürfte — allen voran ein Donnerstag, an dem sich Notenbanken und Konjunkturdaten ballen.
Drei Notenbanken an einem Vormittag
Nachdem die Fed vergangenen Mittwoch erstmals seit Juli 2023 die Zinsen angehoben hat und die EZB sechs Tage zuvor zum zweiten Mal nachzog, sind am Donnerstag ab 09:30 Uhr gleich drei weitere Notenbanken an der Reihe. Die Schweizerische Nationalbank dürfte ihren Leitzins bei null Prozent belassen — die Straffung von Fed und EZB nimmt ihr den Druck, gegen einen zu starken Franken vorzugehen.
Die Riksbank liegt bei 1,75 Prozent, die Norges Bank bei 4,25 Prozent und hält eine weitere Anhebung für möglich. Für den DAX ist das zunächst vor allem ein Währungsthema, das über den Euro-Wechselkurs auf exportlastige Indexschwergewichte durchschlagen kann.
Direkt im Anschluss, um 10:30 Uhr, folgt mit dem Ifo-Geschäftsklima der eigentliche Wochentermin für deutsche Anleger. Der Index ist zuvor viermal in Folge gestiegen, zuletzt auf 88,8 Punkte, Volkswirte erwarten für die kommende Umfrage 89,0 Punkte.
Entscheidend wird dabei weniger der Gesamtwert als die Erwartungskomponente: Hält sie ihr Niveau, dürfte das als Bestätigung für die Exporthoffnungen gewertet werden. Fällt sie zurück, wäre der jüngste Anstieg im August wohl nur ein Strohfeuer gewesen.
Charttechnik zeigt Korrektur
Auf der Chartseite hat der DAX seine Aufwärtsbewegung zuletzt unterbrochen und eine Korrektur ausgebaut, ähnlich wie der Dow Jones. Nach dem kräftigen Anstieg der vergangenen Monate wirkt eine Verschnaufpause wenig überraschend — die Frage ist eher, wie tief sie ausfällt und ob die Notenbank-Termine der Woche als Katalysator für eine Fortsetzung oder für eine Stabilisierung wirken.
Eingerahmt wird die Woche zusätzlich vom Kapitalmarkttag von Novo Nordisk am Montag und den Zahlen von Costco am Donnerstagabend — beides Termine mit Signalwirkung für die globale Risikostimmung, auch wenn sie den DAX nur indirekt berühren.
Der Donnerstag bündelt damit binnen weniger Stunden die wichtigsten Impulse der Woche: drei Zinsentscheide und das Ifo-Barometer. Bleibt die Erwartungskomponente stabil, hat der DAX gute Chancen, seine Korrektur hinter sich zu lassen. Rutscht sie ab, dürfte der Index die laufende Schwächephase eher noch ausweiten.
DAX: Kaufen oder verkaufen?! Neue DAX-Analyse vom 20. September liefert die Antwort:
Die neusten DAX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DAX-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
DAX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...