Sony reagiert auf den zunehmenden Druck in seinen wichtigsten Unterhaltungssparten. Sowohl im Kinogeschäft als auch im Gaming-Bereich setzt der Konzern auf eine tiefgreifende Neuausrichtung, um sinkenden Margen und kreativen Sackgassen entgegenzuwirken. Doch kann die Konzentration auf die bestehende Nutzerbasis und ein Neustart bekannter Marken das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen?
Neuanfang für Spider-Man
Sony Pictures Entertainment zieht die Reißleine im eigenen Superhelden-Franchise. Wie CEO Tom Rothman bestätigte, steht das filmische Universum rund um Spider-Man vor einem umfassenden „Reboot“. Hintergrund dieser Entscheidung ist die jüngste Performance an den Kinokassen: Mehrere Spin-off-Projekte konnten die kommerziellen Erwartungen des Studios zuletzt nicht erfüllen.
Das Ziel der Neuausrichtung ist ein kreativer Neustart mit neuem Personal und frischen Charakteren. Damit reagiert Sony auf die veränderten Dynamiken im Kinosektor und versucht, den Wert einer seiner wichtigsten Marken durch eine Korrektur der inhaltlichen Linie langfristig zu sichern.
Kurswechsel in der Gaming-Sparte
Parallel dazu steht die PlayStation-Sparte vor wirtschaftlichen Herausforderungen. Signifikante Preissteigerungen bei Halbleitern und DRAM-Speichern belasten die Produktion der PlayStation 5 massiv. Da Sony eine weitere Erhöhung des Verkaufspreises für die Konsole vermeiden will, verschiebt das Management seinen strategischen Fokus.
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Anstatt auf Margen aus dem Hardware-Verkauf zu setzen, konzentriert sich das Unternehmen verstärkt auf die Monetarisierung der bestehenden Nutzerbasis. Mit über 92 Millionen PS5-Besitzern und rund 132 Millionen monatlich aktiven Nutzern im PlayStation Network soll das Wachstum künftig primär durch Softwareverkäufe und digitale Dienste vorangetrieben werden.
Fokus auf digitale Margen
Dass dieser Weg Potenzial bietet, zeigen aktuelle Absatzzahlen. Der Titel „Ghost of Yōtei“ verkaufte sich im jüngsten Quartal 3,3 Millionen Mal und trug dazu bei, die Gewinne im Segment trotz rückläufiger Hardware-Umsätze zu stabilisieren. Ein entscheidender Faktor ist hierbei der Trend zum Digitalvertrieb: Inzwischen werden rund 76 % aller Software-Transaktionen rein digital abgewickelt, was Sony deutlich höhere Margen ermöglicht.
Trotz dieser operativen Anpassungen bleibt die Lage am Kapitalmarkt angespannt. Die Aktie markierte heute bei 18,05 Euro ein neues 52-Wochen-Tief und weitete damit die Verluste der vergangenen zwölf Monate auf rund 25 % aus. Die erfolgreiche Umsetzung der neuen Digital-Strategie und die Akzeptanz des angekündigten Film-Reboots werden maßgeblich darüber entscheiden, ob das Papier in den kommenden Monaten einen Boden finden kann.
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