Commerzbank Aktie: 1,10 Euro Dividende, 69 Prozent Plus
Commerzbank-Aktionäre stimmen für verdoppelte Dividende und lehnen UniCredit-Angebot ab. Barclays sieht Kurspotenzial.

Kurz zusammengefasst
- Dividende auf 1,10 Euro je Aktie verdoppelt
- Aktienrückkäufe von bis zu zehn Prozent
- UniCredit-Angebot kaum angenommen
- Barclays rät zum Kauf der Aktie
Die Commerzbank hat auf ihrer Hauptversammlung am 20. Mai 2026 gleich zwei Botschaften gesendet: Kapital fließt reichlich an die Aktionäre — und das ganz ohne UniCredit.
Dividende fast verdoppelt, Rückkäufe ausgeweitet
Die Aktionäre stimmten einer Dividende von 1,10 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 zu. Das ist ein Sprung von 69 Prozent gegenüber den 0,65 Euro des Vorjahres. Ausgezahlt wird am 26. Mai 2026.
Damit nicht genug: Der Vorstand erhielt die Ermächtigung, weitere Aktienrückkäufe von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals durchzuführen. In der Summe gibt die Commerzbank für 2025 rund 2,7 Milliarden Euro an ihre Aktionäre zurück — exakt 100 Prozent des Nettoergebnisses vor Restrukturierungsaufwendungen und nach AT1-Kuponzahlungen. Für die kommenden Jahre plant die Bank, den Dividendenanteil auf mindestens 50 Prozent zu steigern.
UniCredit-Angebot läuft ins Leere
Parallel zum Aktionärsfest läuft das Übernahmeangebot der UniCredit weiter — allerdings ohne erkennbare Wirkung. Bis zum ersten Stichtag am 19. Mai 2026 wurden gerade einmal 0,02 Prozent der Commerzbank-Aktien angedient. Das Management wies das Angebot als „vage“ und mit erheblichen Umsetzungsrisiken behaftet zurück. Die breite Zustimmung der Aktionäre zur „Momentum 2030″-Strategie lässt sich kaum anders lesen als ein Votum für den eigenständigen Kurs.
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Das operative Fundament liefert dafür Rückenwind. Die Bank erhöhte ihr Gewinnziel für 2026 auf mindestens 3,4 Milliarden Euro, gestützt auf ein starkes erstes Quartal.
Aktie nahe Jahreshoch, Barclays sieht mehr Potenzial
Die Commerzbank-Aktie notiert aktuell bei 36,16 Euro und liegt damit rund vier Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 37,75 Euro. Auf Jahressicht steht ein Plus von 36 Prozent. Barclays stufte die Aktie am 21. Mai mit „Overweight“ ein und setzt das Kursziel auf 42,00 Euro — das entspräche einem weiteren Aufwärtspotenzial von rund 16 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs.
Der RSI von 80,6 signalisiert allerdings eine technisch überkaufte Lage. Ob das Gewinnziel von 3,4 Milliarden Euro für 2026 tatsächlich erreicht wird, entscheidet maßgeblich darüber, ob die Bewertung auf diesem Niveau trägt.
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