Tesla Aktie: Nvidia greift an

Nvidia stellt auf der CES 2026 eine offene Plattform für autonomes Fahren vor und konkurriert direkt mit Tesla. Gleichzeitig belasten rückläufige Auslieferungen den E-Auto-Pionier.

Kurz zusammengefasst:
  • Nvidia präsentiert Open-Source-Konkurrenz zu Tesla FSD
  • Tesla-Aktie verliert deutlich nach CES-Ankündigung
  • Auslieferungen im vierten Quartal um 16 Prozent gesunken
  • Quartalsbericht Ende Januar mit großer Bedeutung

Tesla verlor am Dienstag deutlich an Wert und schloss 4,14 Prozent schwächer bei 432,96 Dollar. Der Grund: Auf der CES 2026 präsentierte Chip-Riese Nvidia eine Open-Source-Plattform für autonomes Fahren – und greift damit direkt Teslas Kerngeschäft der Zukunft an. Der Name des Systems: „Alpamayo“. Während Tesla auf eine proprietäre Lösung setzt, bietet Nvidia nun Autobauern eine fertige Alternative an.

Nvidia öffnet das FSD-Rennen

Nvidia-Chef Jensen Huang stellte „Alpamayo“ als Komplettlösung für klassische Autohersteller vor. Mercedes-Benz plant bereits die Integration für 2026. Das Problem für Tesla: Der E-Auto-Pionier rechtfertigt seine Bewertung von über 1,4 Billionen Dollar vor allem mit dem Versprechen eines künftigen Robotaxi-Monopols. Ein P/E-Verhältnis von über 280 lässt sich nur durch dominante Marktstellung bei autonomer Fahrtechnologie erklären.

Tesla

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Elon Musk reagierte spät am Dienstag auf X. Er verliere „keinen Schlaf“ über Nvidias Ankündigung, schrieb der Tesla-CEO. Traditionelle Hersteller lägen „5 bis 6 Jahre“ zurück bei der notwendigen Hardware-Integration. Die Investoren überzeugte das Argument nicht – zu groß ist die Sorge, dass die technologische Führung schneller erodiert als erwartet.

Schwache Auslieferungen belasten zusätzlich

Die Nervosität am Markt wird durch aktuelle Zahlen verstärkt. Im vierten Quartal 2025 lieferte Tesla 418.227 Fahrzeuge aus – ein Minus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für Gesamtjahr 2025 bedeutet das rund 1,64 Millionen Einheiten, ein Rückgang von 8 bis 9 Prozent. Es ist das zweite Jahr in Folge mit sinkenden Volumina.

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Die Analystengemeinde zeigt sich gespalten:

  • President Capital senkte das Kursziel von 529 auf 517 Dollar (Rating: Buy)
  • New Street Research erhöhte auf 600 Dollar und verwies auf Teslas „12-Jahres-Vorsprung“ bei Autonomie-Daten
  • Insider-Verkauf: Director James Murdoch veräußerte am 2. Januar 60.000 Aktien im Wert von 26,7 Millionen Dollar

Parallel kündigte Musks KI-Firma xAI eine Finanzierungsrunde über 20 Milliarden Dollar an – mit Nvidia als strategischem Investor. Die Verflechtungen zwischen Musks Unternehmen und dem Chip-Konzern werden damit noch komplexer.

Entscheidung am 28. Januar

Der Quartalsbericht am 28. Januar 2026 wird zeigen müssen, wie Tesla auf die verschärfte Konkurrenzsituation reagiert. Anleger erwarten konkrete Updates zur FSD-Roadmap und zu den Margen, die unter den rückläufigen Auslieferungen leiden. Technisch hat die Aktie den 50-Tage-Durchschnitt unterschritten. Die nächste Unterstützungszone liegt zwischen 408 und 415 Dollar. Ohne regulatorischen Durchbruch beim vollautonomen Fahren oder positive Überraschungen in den Zahlen dürfte die psychologisch wichtige 400-Dollar-Marke ins Visier rücken.

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