XPeng Aktie: Emissionsrechte bringen über eine Milliarde Yuan
Starke Auslandsauslieferungen und Zertifikatserlöse treffen auf schwache Branchenverkäufe in China und einen nachgebenden Aktienkurs.

Kurz zusammengefasst
- CO2-Handel bringt über eine Milliarde Yuan
- Überseeabsatz steigt um 81 Prozent
- XPeng kündigt L03-Start in Neuseeland an
- VW-Gemeinschaftsmodell startet im Oktober
Das Geschäft mit Emissionsrechten entwickelt sich für den chinesischen Elektroautobauer XPeng zu einer lukrativen Einnahmequelle. Nach einem Bericht des chinesischen Wirtschaftsmagazins Caixin belaufen sich die kumulierten Erlöse des Unternehmens aus dem Handel mit CO2-Gutschriften inzwischen auf mehr als eine Milliarde Yuan. Zu den Abnehmern der Zertifikate zählen unter anderem der deutsche Sportwagenbauer Porsche sowie mehrere weitere internationale Automobilhersteller.
Die Transaktionen erstrecken sich über wichtige Zielmärkte wie die Europäische Union, Großbritannien und Australien. Für XPeng bietet der Zertifikatehandel ein hochprofitables Zusatzeinkommen, das direkt an den Hochlauf der eigenen Verkäufe außerhalb Chinas gekoppelt ist.
Zweistelliges Absatzplus auf Auslandsmärkten
Den Hintergrund für das wachsende Zertifikatevolumen bildet die zunehmende Präsenz auf internationalen Märkten. Im zweiten Quartal 2026 kletterten die Überseeverkäufe von XPeng auf über 20.000 Fahrzeuge. Das entspricht im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum einem Anstieg um 81 Prozent.
Parallel dazu treibt das Unternehmen die weltweite Expansion mit neuen Modellreihen voran. Für den neuseeländischen Markt kündigte der Hersteller heute die Markteinführung des neuen Einstiegsmodells L03 an.
Die Baureihe, die für insgesamt 60 Länder in Europa, Lateinamerika, dem Nahen Osten und der Region Asien-Pazifik vorgesehen ist, soll auch als Brückenschlag für preisbewusstere Käuferschichten dienen. Neben reinen Batterieversionen umfasst das Angebot erstmals für die Baureihe auch Varianten mit Reichweitenverlängerer.
Kooperationen federn Branchenflaute ab
Die operativen Fortschritte im Ausland stehen im Kontrast zu den Herausforderungen auf dem chinesischen Heimatmarkt, auf dem die Verkaufszahlen der Branche in den ersten acht Monaten 2026 um mehr als ein Fünftel nachgaben. XPeng stützt sich neben den eigenen Ausfuhren auch auf Technologieallianzen mit etablierten westlichen Branchengrößen.
Im Rahmen der Kooperation mit Volkswagen läuft die Produktion des Gemeinschaftsmodells ID. Unyx 09 im Werk in Hefei an, dessen Marktstart für Oktober 2026 vorgesehen ist. Die gemeinsame Entwicklungszeit für die Elektrolimousine lag bei 24 Monaten, womit der übliche Entwicklungszyklus der Wolfsburger um rund 30 Prozent verkürzt werden konnte.
An der Börse spiegeln sich die operativen Zuwächse bei den Auslandsauslieferungen bislang kaum wider. Im heutigen Handel gibt die Aktie um 2,2 Prozent nach und notiert bei 8,56 Euro, womit das Papier nur knapp über seinem 52-Wochen-Tief von 8,44 Euro verharrt.
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