XRP: Ripple Prime erhält BBB-Rating
Das XRP Ledger stimmt über native Kreditmärkte ab. Institutionelle Finanzierung und Sicherheitstests begleiten das bedeutende Upgrade.

Kurz zusammengefasst
- Abstimmung über Kreditprotokolle läuft
- Unbesicherte Kredite direkt im Ledger
- Audit-Wettbewerb zur Sicherheitshärtung
- Ripple Prime erhält Investment-Grade-Rating
Das XRP Ledger steht vor seinem wohl bedeutendsten Upgrade in diesem Jahr. Die Validator-Community stimmt gerade über native Kreditmärkte ab — und das Ökosystem rund um XRP reift dabei auf mehreren Ebenen gleichzeitig.
Unbesicherte Kredite direkt im Protokoll
Im Kern geht es um zwei Spezifikationen: XLS-65 (Single Asset Vaults) und XLS-66 (Lending Protocol). Beide wurden mit XRPL Version 3.1.0 im Januar eingeführt und befinden sich nun im Abstimmungsverfahren.
Das Lending Protocol ermöglicht unbesicherte Festlaufzeitkredite aus gepoolten Mitteln. Kreditwürdigkeit bestimmt dabei kein Algorithmus auf der Chain — das geschieht off-chain durch Zeichnung und Risikomanagement. Single Asset Vaults halten pro Vault nur einen Asset-Typ, also etwa XRP oder RLUSD. Fällt ein Kredit aus, bleibt der Schaden auf diese eine Position begrenzt.
Das Modell unterscheidet sich grundlegend von klassischen DeFi-Protokollen. Statt in einer virtuellen Maschine als Smart Contract zu laufen, ist das Lending Protocol direkt in die Konsensschicht des Ledgers integriert. Das Ziel: institutionelle Finanzierung mit vorhersehbaren Konditionen auf Netzwerkebene.
Für die Aktivierung brauchen beide Vorschläge mehr als 80 Prozent Zustimmung über zwei Wochen. Der Mitgründer von Squid Router hat XLS-65 und XLS-66 im Devnet getestet und keine Probleme festgestellt. Sein Validator stimmt mit Ja.
Sicherheitstests vor dem Go-live
Parallel läuft ein Audit-Wettbewerb, der bis zum 27. April 2026 mehrere Bereiche der XRPL-Roadmap abdeckt — darunter Batch-Transaktionen, Berechtigungsdelegierung und vertrauliche Transfers. Entwickler beschreiben die aktuelle Phase als gezielte Härtung des Protokolls, bevor neue Funktionen live gehen.
Institutioneller Rückenwind
Abseits der Technik hat Ripples institutioneller Arm einen bemerkenswerten Schritt gemacht. Die Kroll Bond Rating Agency hat Ripple Prime ein BBB-Emittentenrating zugewiesen — Investment-Grade, wenn auch auf der untersten Stufe. Ripple Prime ist SEC-registrierter Broker-Dealer, CFTC-registrierter Futures Commission Merchant und Clearing-Mitglied der CME Group.
Ungewöhnlich: KBRA bezog Ripples Bestand von mehr als 40 Milliarden XRP-Einheiten explizit in die Bewertung ein. Ratingagenturen zählen typischerweise Barmittel und liquide Wertpapiere. Dass Token-Bestände als wesentlich für die finanzielle Stärke gelten, ist ein Novum.
On-Chain-Daten zeigen außerdem, dass große Halter seit Jahresbeginn akkumulieren. Spot-XRP-ETFs in den USA verzeichneten drei Wochen in Folge Nettomittelzuflüsse von zusammen rund 83 Millionen Dollar. Das verwaltete Vermögen stieg auf 1,1 Milliarden Dollar.
Der XRP-Kurs notiert aktuell bei 1,44 Dollar — rund 60 Prozent unter dem Jahreshoch von 3,56 Dollar aus dem Juli 2025. Die eigentliche Geschichte spielt sich derzeit weniger im Kurschart ab als auf Protokollebene: Wenn die Validator-Abstimmung erfolgreich endet, erhält das XRPL erstmals native Kreditfunktionen — ein struktureller Schritt, der das Ledger über seine Rolle als Zahlungsnetzwerk hinausführt.
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