Conagra Brands Aktie: CEO Brase kappt Dividende um 50 Prozent
Conagra-Chef Brase kürzt Dividende und schreibt Markenwerte ab, um Schulden zu senken und die Profitabilität zu steigern.

Kurz zusammengefasst
- Milliardenschwere Abschreibung auf Markenwerte
- Dividendenkürzung um 50 Prozent
- Fokus auf Schuldenabbau und Kernmarken
- Vorsichtiger Ausblick mit Umsatzminus
John Brase fackelt nicht lange. Der neue CEO von Conagra Brands nutzt den aktuellen Jahresabschluss für einen massiven Umbau des US-Lebensmittelriesen. Sein Ziel: Der Konzern muss nach einer Phase hoher Inflation deutlich schlanker und profitabler werden.
Die Zahlen für das vierte Quartal wirken auf den ersten Blick verheerend. Conagra verbuchte einen Nettoverlust von rund 1,6 Milliarden Dollar. Ursächlich war primär eine milliardenschwere, nicht zahlungswirksame Abschreibung auf den Wert verschiedener Marken.
Parallel dazu kappt der Vorstand die Dividende um die Hälfte. Die jährliche Ausschüttung sinkt auf 0,70 Dollar je Aktie. Diese Maßnahme spart dem Unternehmen in den nächsten drei Jahren etwa eine Milliarde Dollar ein.
Fokus auf Schuldenabbau und Portfolio
Dieses freiwerdende Kapital fließt vorrangig in den Schuldenabbau und die Stärkung der Kernmarken. Brase will die operative Marge mit Nachdruck wiederherstellen. Dafür prüft das Management derzeit das gesamte Portfolio von 5.500 Artikeln auf seine Rentabilität.
Die Aktie notiert aktuell bei 12,20 Euro. Das entspricht einem leichten Tagesplus von knapp einem Prozent. Trotz dieser kurzfristigen Erholung liegt der Kurs seit Jahresbeginn noch 17 Prozent im Minus.
Die Marktkapitalisierung des Konzerns beläuft sich derweil auf 5,79 Milliarden Euro.
Vorsichtiger Ausblick auf 2027
Das Management erwartet für das Geschäftsjahr 2027 einen organischen Umsatzrückgang von bis zu drei Prozent. Vor allem steigende Rohstoffkosten für Rindfleisch belasten die Kalkulation.
Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 1,40 und 1,50 Dollar liegen. Um den anhaltenden Kostendruck abzufedern, plant der Konzern Preiserhöhungen im mittleren einstelligen Prozentbereich. Gleichzeitig sollen Effizienzsteigerungen Ersparnisse von mehr als vier Prozent ermöglichen.
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