Applied Materials Aktie: Ziele bis 2030
Der Chipausrüster strebt bis 2030 Marktanteilsgewinne, höhere Margen und den Ausbau seiner Labor- und Fertigungskapazitäten an.

Kurz zusammengefasst
- Mehr als zwei Prozentpunkte Marktanteil angestrebt
- Bereinigte Bruttomarge von etwa 54 Prozent
- Serviceumsatz soll bis 2030 zwölf Milliarden Dollar übersteigen
- EPIC Center im Silicon Valley eröffnet
Applied Materials setzt auf einen mehrjährigen KI-Boom bei Chipfabrik-Ausrüstung. Auf dem SEMICON West Investor Breakfast legte der Konzern heute Wachstums- und Margenziele bis 2030 vor. Der Anspruch: schneller wachsen als der Markt und dabei profitabler werden.
Wachstum über dem Markt
Das Management erwartet, dass die Ausgaben für Wafer-Fab-Equipment bis 2030 schneller steigen als im vergangenen Jahrzehnt. Rund 75 Prozent des Zuwachses sollen aus drei Feldern kommen: Foundry-Logik am technologischen Limit, DRAM und fortgeschrittenes Packaging. In allen drei Bereichen sieht sich Applied als Marktführer bei Prozessanlagen.
Von 2025 bis 2030 will der Konzern mehr als zwei Prozentpunkte Marktanteil gewinnen. CEO Gary Dickerson spricht von einer neuen Wachstumsära, getrieben vom Ausbau der KI-Infrastruktur.
Margen und Aktionärsrendite
Bei der Profitabilität peilt Applied eine bereinigte Bruttomarge von etwa 54 Prozent an. Die bereinigte operative Marge soll bei rund 40 Prozent liegen. Zudem will das Unternehmen über die Zeit 80 bis 100 Prozent des freien Cashflows an die Aktionäre ausschütten.
Stützen sollen das Ziel zwei Geschäftsfelder. Die eBeam-Technologie dürfte 2026 etwa zwei Milliarden Dollar Umsatz erzielen. Das Servicegeschäft soll in diesem Jahr um mehr als 20 Prozent zulegen und bis 2030 auf über zwölf Milliarden Dollar wachsen.
Kapazitäten und Labor
Applied will seine Labor- und Fertigungskapazität bis 2030 mehr als verdoppeln. Gestern eröffnete der Konzern dafür das EPIC Center im Silicon Valley, das nach Unternehmensangaben weltgrößte Einrichtung für gemeinsame Prozess- und Anlagenentwicklung. Gründungspartner sind unter anderem TSMC, Intel, Samsung, Micron und SK Hynix. Insgesamt zählt das Netzwerk bislang 15 Partnerschaften.
Die in Aussicht gestellte Investitionssumme von fünf Milliarden Dollar ist noch nicht ausgegeben. Sie wächst erst, wenn Kundenprojekte anlaufen. Umsatz bringt das Labor kurzfristig nicht.
Den nächsten Belastungstest liefern die Quartalszahlen Mitte November. Dort wird der Markt vor allem neue Aufträge sehen wollen, die die Ziele bis 2030 untermauern.
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