Boston Scientific Aktie: 14,5-Milliarden-Deal mit Penumbra genehmigt
Boston Scientific kämpft mit tödlichem Softwarefehler bei Herzschrittmachern und treibt gleichzeitig die 14,5-Milliarden-Übernahme von Penumbra voran.

Kurz zusammengefasst
- FDA stuft Rückruf als lebenskritisch ein
- Vier Todesfälle durch Softwarefehler gemeldet
- Penumbra-Aktionäre stimmen Fusion zu
- Aktie fällt auf neues Jahrestief
Todesfälle durch Softwarefehler auf der einen Seite, eine milliardenschwere Expansion auf der anderen— Boston Scientific erlebt turbulente Tage. Während die US-Aufsicht FDA die höchste Warnstufe für Herzschrittmacher ausruft, ebnen Aktionäre den Weg für eine strategische Großakquisition.
Software-Fehler mit fatalen Folgen
Die FDA stufte den Rückruf bestimmter Herzschrittmacher als lebenskritisch ein. Ein Softwarefehler in der Accolade-Serie kann dazu führen, dass die Geräte Magnetfelder falsch interpretieren oder Diagnosedaten einfrieren. Ein Update auf die Version Brady SMR6 soll diese Risiken nun beheben.
Die medizinischen Folgen wiegen schwer. Bis zum 18. März wurden vier Todesfälle und 2.557 schwere Verletzungen gemeldet, die mit dem Problem in Verbindung stehen könnten. Das Unternehmen hat betroffene Kliniken bereits angewiesen, die neue Software aufzuspielen.
Expansion durch Penumbra-Übernahme
Flankierend zur regulatorischen Krise treibt der Konzern sein Wachstum voran. Die Aktionäre von Penumbra gaben am 7. Mai grünes Licht für die Fusion mit Boston Scientific. Der Deal hat einen Wert von rund 14,5 Milliarden US-Dollar.
Die Übernahme wird zu großen Teilen in bar und zu einem kleineren Anteil in Aktien finanziert. Penumbra soll als eigenständige Einheit innerhalb des Konzerns agieren, um die Dynamik im Bereich der mechanischen Thrombektomie zu erhalten. Der Abschluss wird noch für das laufende Jahr erwartet.
An der Börse herrscht derweil Katerstimmung. Die Aktie rutschte am Freitag um über fünf Prozent ab und erreichte bei 45,65 Euro ein neues Jahrestief. Seit Januar hat das Papier fast 44 Prozent an Wert verloren.
Trotz der Kursverluste bleibt die Stimmung unter Marktbeobachtern konstruktiv. Viele Experten werten die aktuelle Schwächephase als übertrieben und setzen auf die langfristige Wirkung der Portfolio-Erweiterung.
Die operativen Zahlen für das erste Quartal stützen diese Sichtweise. Der Umsatz kletterte um 11,6 Prozent auf 5,2 Milliarden US-Dollar, während Analysten Kursziele von bis zu 93 US-Dollar ausgeben.
In den kommenden Monaten steht die Integration von Penumbra in das globale Vertriebsnetz im Fokus. Parallel dazu muss Boston Scientific das Vertrauen der Mediziner durch eine reibungslose Software-Aktualisierung der betroffenen Geräte zurückgewinnen.
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