SoftBank Group Aktie: SB Energy schockt mit Milliardenverlust
SB Energy weist für das erste Halbjahr 2026 einen Nettoverlust von 3,2 Milliarden Dollar aus und belastet damit SoftBanks KI-Strategie.

Kurz zusammengefasst
- SoftBank-Aktie verliert rund sechs Prozent
- SB Energy mit 3,2 Milliarden Dollar Verlust
- Umsatz erreicht lediglich 139 Millionen Dollar
- 40 Milliarden Dollar Finanzierung bleibt bestehen
Ein Börsenprospekt legt offen, wie teuer SoftBanks Wette auf die KI-Zukunft bislang ist. Die Aktie brach am Mittwoch um rund sechs Prozent ein und fiel auf 4.953 Yen — der stärkste Tagesverlust seit Wochen.
Auslöser ist die Nasdaq-Börsengangs-Unterlage von SB Energy, einem von SoftBank und OpenAI unterstützten Betreiber von Rechenzentren und Energieinfrastruktur. Darin weist das Unternehmen für das erste Halbjahr 2026 einen Nettoverlust von 3,2 Milliarden Dollar aus — bei einem Umsatz von lediglich 139 Millionen Dollar. Im Vergleichszeitraum 2025 hatte der Verlust noch bei 216 Millionen Dollar gelegen. Die Verschlechterung fällt damit drastisch aus.
Ein Prospekt legt die Risiken offen
Der Kurssturz ist mehr als nur eine Randnotiz aus dem Portfolio. SB Energy räumt im Prospekt selbst ein, in hohem Maße von OpenAI als Kunde abhängig zu sein — ein Risikofaktor, den Anleger nun direkt auf SoftBanks Bilanz übertragen.
Die Gruppe trägt bereits eine 40 Milliarden Dollar schwere Brückenfinanzierung, die an ihre OpenAI-Investitionsstrategie gekoppelt ist. Die neuen Zahlen nähren Zweifel daran, wie tief die Verluste in SoftBanks KI-Beteiligungsportfolio tatsächlich reichen.
Der Kursrutsch trifft SoftBank in einem ohnehin schwierigen Marktumfeld. Der Nikkei-225 verzeichnete am Mittwoch seinen dritten Verlusttag in Folge und gab rund drei Prozent nach, nachdem eine Eskalation im Iran-Konflikt die Ölpreise nach oben trieb und die globalen Anleiherenditen anzog.
Japanische Zehnjahresrenditen erreichten dabei einen 30-Jahres-Höchststand. Technologiewerte litten besonders unter den steigenden Zinsen — neben SoftBank verloren auch Advantest und Tokyo Electron deutlich.
Die Kombination aus Makro-Gegenwind und portfoliospezifischen Sorgen macht die Situation für SoftBank derzeit ungewöhnlich unübersichtlich. Steigende Marktzinsen verteuern Fremdkapital generell, während die SB-Energy-Zahlen zeigen, dass einzelne KI-Wetten der Gruppe bislang kaum Erträge abwerfen.
Sollte die Nasdaq-IPO von SB Energy wie geplant vollzogen werden, dürfte der Markt die Bewertung der Sparte künftig deutlich kritischer prüfen als bisher.
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