Eli Lilly baut gerade an zwei Fronten: Mit dem Abschluss einer Übernahme stärkt der Konzern seine Forschungspipeline – und gleichzeitig rückt ein neuer Hoffnungsträger im lukrativen Adipositas-Markt näher an den Start. Entscheidend ist dabei weniger der Deal an sich, sondern das Tempo, mit dem Lilly die nächsten Produkte in den Markt drücken will. Was steckt hinter den jüngsten Schritten?
Ventyx ist übernommen – Fokus auf Entzündungen
Am Mittwoch hat Eli Lilly die Übernahme von Ventyx Biosciences offiziell abgeschlossen. Der Kaufpreis lag bei 1,2 Milliarden US-Dollar. Ventyx wird damit eine hundertprozentige Tochter.
Für Ventyx-Aktionäre bedeutete der Deal einen klaren Schnitt: Die Anteilseigner wurden im Rahmen der Vereinbarung mit 14,00 US-Dollar je Aktie ausgezahlt, der Handel der Ventyx-Aktie an der Nasdaq wurde nach Abschluss ausgesetzt. Zudem wurden die bisherigen Direktoren und Führungskräfte durch von Lilly benannte Manager ersetzt. Strategisch erweitert Lilly damit vor allem die Pipeline rund um Wirkstoffkandidaten gegen entzündliche Erkrankungen.
Orforglipron: Vorbereitungen für den Marktstart laufen
Parallel dazu rückt Lillys experimentelle Abnehm-Pille Orforglipron in den Mittelpunkt. Finanzchef Lucas Montarce sagte auf der TD-Cowen-Healthcare-Konferenz, man liege im Plan, die tägliche Tablette in den USA „so früh wie im zweiten Quartal 2026“ auf den Markt zu bringen – vorausgesetzt, die US-Arzneimittelbehörde FDA gibt grünes Licht.
Auffällig ist, wie konkret Lilly die Kommerzialisierung vorbereitet: Nach Angaben des CFO hat das Unternehmen bereits Vorab-Bestände im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar aufgebaut. Sobald die Zulassung da ist, will Lilly innerhalb von etwa einer Woche in die Auslieferung an Vertriebskanäle und Patienten starten. Für eine breitere Verfügbarkeit außerhalb der USA peilt der Konzern 2027 an.
Rückenwind aus Studien: Kombi-Therapie liefert ab
Zusätzlich meldete Lilly positive Topline-Ergebnisse aus der offenen Phase-3b-Studie TOGETHER-PsO. Untersucht wurde über 36 Wochen eine Kombination aus Taltz und Zepbound bei Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, die zugleich adipös sind oder Übergewicht plus mindestens eine gewichtsbedingte Begleiterkrankung haben.
Das Ergebnis: Die Studie erreichte den primären und alle wichtigen sekundären Endpunkte im Vergleich zu Taltz allein. Das stärkt Lillys Position in angrenzenden Indikationen – und unterstreicht, dass der Konzern das Thema Gewicht nicht nur als Einzeldisziplin, sondern als Baustein für weitere Therapieansätze sieht.
Zum Kursbild: Auf Sicht von 30 Tagen liegt die Aktie leicht im Plus (+1,59%), seit Jahresanfang jedoch im Minus (-6,49%).
In den kommenden Wochen dürfte sich die Aufmerksamkeit vor allem auf zwei Punkte bündeln: die FDA-Entscheidung als Voraussetzung für den angepeilten Orforglipron-Start im zweiten Quartal sowie die Umsetzung der schnellen Lieferfähigkeit, die Lilly mit den aufgebauten Vorab-Beständen bereits praktisch vorbereitet hat.
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