Bloom Energy: 2,45 GW für Oracle-Datencenter in New Mexico
Bloom Energy und Oracle vertiefen ihre Zusammenarbeit mit einem Großprojekt. Oracle wird zudem durch Optionsscheine zum potenziellen Aktionär.

Kurz zusammengefasst
- Neues Rechenzentrumsprojekt in New Mexico
- Brennstoffzellen ersetzen Gasturbinen
- Oracle hält Optionsscheine auf Bloom-Aktien
- Hohe Erwartungen an die Quartalszahlen
Am Tag der Quartalszahlen rückt bei Bloom Energy ein ganz anderes Thema in den Vordergrund. Der Brennstoffzellen-Hersteller und der Softwarekonzern Oracle verflechten ihre Geschäfte immer enger. Ein neues Großprojekt und ein Blick in die SEC-Akten zeigen, wie tief die strategische Bindung mittlerweile reicht.
Brennstoffzellen statt Gasturbinen
Im US-Bundesstaat New Mexico rüsten Oracle und BorderPlex Digital Assets ihren geplanten KI-Rechenzentrumscampus radikal um. Das „Projekt Jupiter“ streicht die ursprünglich vorgesehenen Gasturbinen und Dieselgeneratoren komplett aus den Plänen. Stattdessen übernimmt Bloom Energy die Stromversorgung mit einer installierten Brennstoffzellen-Kapazität von bis zu 2,45 Gigawatt.
Der technologische Schwenk senkt die Stickoxid-Emissionen um rund 92 Prozent. Parallel dazu offenbart ein aktueller Prospektnachtrag bei der US-Börsenaufsicht SEC die finanzielle Dimension der Partnerschaft. Oracle hält Optionsscheine für rund 3,5 Millionen Bloom-Aktien.
Der Ausübungspreis liegt bei 113,28 US-Dollar je Anteilsschein. Da der aktuelle Kurs weit über dieser Marke notiert, wandelt sich Oracle faktisch vom reinen Großkunden zum potenziellen Anteilseigner. Bloom Energy selbst erzielt aus diesen Sekundärverkäufen keine direkten Einnahmen.
Hohe Erwartungen an die Bilanz
Diese strategische Rückendeckung trifft auf eine extrem ambitionierte Marktbewertung. Die Aktie notiert aktuell jenseits der 230-Dollar-Marke und hat sich auf Jahressicht massiv verteuert. Investoren zahlen derzeit das 20-Fache des erwarteten Jahresumsatzes.
Entsprechend hoch liegt die Messlatte für die anstehenden Quartalszahlen nach US-Börsenschluss. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Gewinn von neun US-Cent je Aktie bei Erlösen von knapp einer halben Milliarde US-Dollar. Das wäre ein spürbarer Rückgang gegenüber dem starken Schlussquartal.
Für das laufende Gesamtjahr hält das Management bisher an ehrgeizigen Zielen fest. Der Umsatz soll die Marke von drei Milliarden US-Dollar knacken. Der Auftragsbestand bietet dafür ein solides Fundament und beläuft sich auf rund 20 Milliarden US-Dollar.
Die Investmentbank Jefferies geht davon aus, dass allein der Oracle-Deal die Produktionskapazitäten von Bloom bis Ende 2027 auslastet. Die Analysten hoben daraufhin ihr Kursziel an. Barclays zog nach und taxiert den fairen Wert nun auf 177 US-Dollar.
Der Fokus im abendlichen Analystencall liegt nun auf der konkreten Umsetzung. Marktbeobachter achten auf die Bruttomarge und den genauen Zeitplan für die Oracle-Installationen. Diese Kennzahlen entscheiden darüber, wie schnell sich die aktuelle KI-Fantasie in greifbare Cashflows verwandelt.
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