Die Deutsche Bank Aktie startet mit Gegenwind ins neue Jahr. Zacks Research hat den Titel von „Strong-Buy“ auf „Hold“ zurückgestuft – nach einer monatelangen Aufwärtsbewegung ein bemerkenswerter Stimmungswechsel.
Analystenlandschaft spaltet sich
Die Bewertung der Deutschen Bank offenbart ein gespaltenes Bild an der Wall Street:
- Barclays hält an „Strong-Buy“ fest (Hochstufung im Oktober)
- Morgan Stanley bleibt bei „Overweight“
- Wall Street Zen erhöhte jüngst auf „Buy“
- Zacks Research streicht nun die Kaufempfehlung
Von elf beobachtenden Analysten raten fünf zum Kauf, fünf zum Halten und einer zum Verkauf. Der Konsens pendelt sich damit auf „Hold“ ein – die Euphorie weicht einer abwartenden Haltung.
Q3-Zahlen übertreffen Erwartungen
Die operative Realität widerspricht der Analysten-Vorsicht. Im dritten Quartal 2025 lieferte die Deutsche Bank solide Ergebnisse:
- Gewinn je Aktie: 0,86 Euro (Konsens: 0,71 Euro)
- Umsatz: 8,0 Milliarden Euro (Konsens: 7,8 Milliarden Euro)
- Vorsteuergewinn (9M 2025): 7,7 Milliarden Euro – ein Rekordwert
Die Eigenkapitalrendite nach Steuern erreicht 10,9 Prozent, das Cost-Income-Ratio liegt bei 63 Prozent. CEO Christian Sewings Restrukturierungskurs zahlt sich messbar aus.
Bewertung bleibt moderat
Die Aktie notiert aktuell bei rund 38,57 USD an der NYSE. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14,23 bewegt sich im europäischen Branchendurchschnitt. Auffällig: Die PEG-Ratio liegt bei nur 0,41 – ein Wert unter 1 deutet auf günstiges Gewinnwachstum hin.
Der Titel handelt nahe seinem Jahreshoch von 39,78 USD und deutlich über den gleitenden Durchschnitten (50 Tage: 36,58 USD / 200 Tage: 34,58 USD). Die Marktkapitalisierung beläuft sich auf 76,8 Milliarden USD.
Institutionelle Investoren stocken auf
Trotz gemischter Analystenstimmen zeigen große Investoren Vertrauen. Salomon & Ludwin LLC vergrößerte die Position um 2.807 Prozent, Cary Street Partners um 62 Prozent. Insgesamt kontrollieren institutionelle Anleger 27,9 Prozent der ausstehenden Anteile.
Ausblick bis 2028
Das Management kündigte ambitionierte Ziele an: Die Eigenkapitalrendite soll Jahr für Jahr steigen, Kostensenkungen werden fortgesetzt. Ein abgeschlossenes Aktienrückkaufprogramm über 250 Millionen Euro unterstreicht die Kapitalstärke.
Am 29. Januar 2026 folgen die Zahlen zum vierten Quartal. Dann wird sich zeigen, ob die Deutsche Bank den Wachstumskurs des Vorjahres bestätigen kann.
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