BASF: 54,82 Euro auf 3-Jahres-Hoch
BASF-Aktie notiert ab Montag ex Dividende. Trotz Währungsgegenwind im ersten Quartal markierte der Kurs ein Drei-Jahres-Hoch.

Kurz zusammengefasst
- Dividendenabschlag am Montag
- Neues Drei-Jahres-Hoch erreicht
- Aktienrückkaufprogramm läuft weiter
- Agrarsparte vor Börsengang
Am kommenden Montag notiert die BASF-Aktie erstmals ohne Dividendenberechtigung. Für Aktionäre, die die Aktie am 30. April gehalten haben, fließen am 6. Mai 2,25 Euro je Anteilsschein — identisch mit dem Vorjahr.
Kurs auf Mehrjahreshoch
Der Dividendenabschlag trifft auf eine Aktie, die zuletzt deutlich zugelegt hat. Mit 54,82 Euro markierte BASF am 30. April ein neues Drei-Jahres-Hoch, seit Jahresbeginn beträgt das Plus rund 22 Prozent. Hinter der Kursstärke steckt auch ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm: Bis Mitte März hatte BASF bereits 17,5 Millionen Aktien für 789 Millionen Euro zurückgekauft. Das laufende Programm mit einem Volumen von bis zu 1,5 Milliarden Euro läuft bis Ende Juni 2026.
Erstes Quartal mit Währungsgegenwind
Die Q1-Zahlen lieferten ein gemischtes Bild. Der Umsatz sank im Jahresvergleich um drei Prozent auf 16 Milliarden Euro, das EBITDA vor Sondereinflüssen ging um knapp sechs Prozent auf 2,36 Milliarden Euro zurück. Haupttreiber war kein operatives Problem, sondern der starke Gegenwind durch den schwachen US-Dollar und den chinesischen Renminbi. Finanzvorstand Dirk Elvermann stellte klar: Ohne diese Währungsbelastungen von mehr als 100 Millionen Euro hätte das EBITDA das Vorjahresniveau gehalten.
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Unter dem Strich stieg der Aktionärsgewinn dennoch um knapp 15 Prozent auf 927 Millionen Euro. Die Jahresprognose bleibt unverändert: BASF erwartet ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro sowie einen Free Cashflow zwischen 1,5 und 2,3 Milliarden Euro.
Agrarsparte auf dem Weg an die Börse
Parallel läuft ein strategischer Umbau. Seit dem 1. Mai verantwortet Livio Tedeschi als neuer Präsident die Agrarsparte, die BASF als eigenständige Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse listen will. BASF bleibt Mehrheitsaktionär, gibt aber operative Kontrolle ab. Der geplante Börsengang ist zentraler Bestandteil der „Winning Ways“-Strategie.
Strukturell bleibt das Stammwerk in Ludwigshafen ein Belastungsfaktor: Hohe Energiepreise und Unterauslastung drücken die Marge. Den laufenden Stellenabbau setzt BASF 2026 und 2027 fort — betriebsbedingte Kündigungen sind allerdings per Vereinbarung bis Ende 2028 ausgeschlossen. Wie schnell sich die Kostenbasis dadurch tatsächlich verbessert, wird sich erst in den Folgequartalen zeigen.
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