Marvell Technology Aktie: 90-Milliarden-Vision
Der Chipentwickler peilt für 2031 Erlöse von 70 bis 90 Milliarden Dollar an; der größere Google-Umsatzbeitrag ist ab 2029 vorgesehen.

Kurz zusammengefasst
- 2028-Umsatzziel auf 20 Milliarden Dollar angehoben
- 2031-Zielspanne: 70 bis 90 Milliarden Dollar
- Google-Umsatzschub ab Geschäftsjahr 2029 erwartet
- Marvell-Aktie zeitweise rund sechs Prozent höher
Marvell legt die Latte für die kommenden Jahre deutlich höher. Auf dem heutigen Investorentag in New York hob der Chipentwickler sein Umsatzziel für das Geschäftsjahr 2028 auf rund 20 Milliarden Dollar an. Die Aktie legte im Tagesverlauf um knapp fünf bis gut sechs Prozent zu und notierte zeitweise bei rund 284 Dollar.
Ziele steigen weiter
Bislang standen 18 Milliarden Dollar im Raum, Analysten hatten im Schnitt mit 18,2 Milliarden gerechnet. Vor weniger als einem Jahr lag die Marke noch bei etwa 13 Milliarden Dollar. Seither hat das Unternehmen sie fünfmal angehoben.
Ausgehend von rund zwölf Milliarden Dollar im Geschäftsjahr 2027 entspräche das Ziel einem Wachstum von etwa 67 Prozent. Konzernchef Matt Murphy deutete zudem an, dass auch die 20 Milliarden womöglich zu konservativ sind, sobald Programme nach 2029 hochlaufen.
Noch ambitionierter fällt der Blick auf 2031 aus. Dann sollen die Erlöse 70 bis 90 Milliarden Dollar erreichen, im Geschäftsjahr 2026 waren es 8,2 Milliarden.
Piper Sandler hatte für 2031 bislang mit etwa 45 Milliarden Dollar kalkuliert. Selbst das untere Ende der neuen Spanne liegt damit mehr als 50 Prozent über dieser Schätzung.
Google als Wachstumsanker
Treiber ist der Ausbau der KI-Rechenzentren. Marvell entwickelt gemeinsam mit Cloudanbietern wie Google, Microsoft und Amazon eigene KI-Prozessoren. Hinzu kommen optische Bausteine und Netzwerkchips. Mehr Rechenleistung erzeugt mehr Datenverkehr, und damit steigt der Bedarf an Verbindungen.
Murphy beziffert den adressierbaren KI-Markt bis 2030 auf 400 Milliarden Dollar. Wichtig für den Kurs ist die Ende Juli ausgeweitete Vereinbarung mit Google über kundenspezifische Prozessoren und weitere Chips. Den wesentlichen Umsatzbeitrag daraus erwartet Murphy erst ab dem Geschäftsjahr 2029. Finanzchef Dan Durn verwies auf Tempo und Umfang der Investitionen in die KI-Infrastruktur.
Die Wirkung reicht über Marvell hinaus. Der Konkurrent Broadcom, ebenfalls Partner der großen Cloudbetreiber, gewann zeitweise gut vier Prozent. Marktteilnehmer werteten Marvells Pitch als Hinweis auf robuste Nachfrage im gesamten Markt für maßgeschneiderte KI-Chips.
Die Ziele für 2028 und 2031 hängen stark davon ab, dass die Programme mit Google und den anderen Hyperscalern wie geplant hochlaufen. Der größere Umsatzschub aus der Google-Vereinbarung ist erst ab dem Geschäftsjahr 2029 vorgesehen.
Stand heute, 7. Oktober: Marvell Technology – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Marvell Technology investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 7. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.