Rheinmetall Aktie: Orbit-Allianz genehmigt
Das Bundeskartellamt genehmigt die Orbit-Allianz von Rheinmetall und OHB für ein bis zu 10 Milliarden Euro schweres Satellitenprojekt der Bundeswehr. Trotz operativer Stärke zeigt die Aktie technische Schwäche.

Kurz zusammengefasst
- Kartellamt genehmigt Gemeinschaftsunternehmen mit OHB
- Satellitenprojekt für Bundeswehr bis zu 10 Mrd. Euro wert
- Starke Umsatz- und Margenziele für 2026
- Aktienkurs notiert unter wichtigen Durchschnitten
Das Bundeskartellamt hat grünes Licht gegeben. Rheinmetall Digital und der Raumfahrtkonzern OHB dürfen ein Gemeinschaftsunternehmen gründen — und stehen damit in der ersten Reihe für einen der größten Bundeswehr-Beschaffungsaufträge seit Jahren.
100 Satelliten, zehn Milliarden Euro
Das geplante Projekt zielt auf eine Konstellation von 100 bis 200 Satelliten im niedrigen Erdorbit. Bis 2029 soll die Bundeswehr damit eine abhörsichere Kommunikationsinfrastruktur erhalten — unabhängig von kommerziellen US-Systemen wie Starlink. Das geschätzte Auftragsvolumen liegt bei bis zu zehn Milliarden Euro.
Die Arbeitsteilung ist klar: OHB baut die Satelliten und die Bodenstationen. Rheinmetall Digital liefert die Endgeräte für Soldaten, Fahrzeuge und Schiffe.
Das neue Bündnis tritt damit in direkten Wettbewerb zu Airbus Defence and Space. Airbus hatte erst Mitte 2024 den Zuschlag für die geostationäre Kommunikationsstufe der Bundeswehr erhalten. Rheinmetall und OHB zielen auf den technologischen Nachfolger ab. In der Industrie kursiert allerdings auch das Modell eines gemeinsamen Bieterkonsortiums aus allen drei Playern.
Starke Fundamentaldaten, schwaches Chartbild
Operativ steht Rheinmetall gut da. Für 2026 plant der Vorstand einen Umsatz von 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro — ein Wachstum von 40 bis 45 Prozent. Die operative Marge soll auf rund 19 Prozent steigen. Bereits 91 Prozent des Zielumsatzes sind durch bestehende Aufträge gedeckt.
Der Kurs erzählt eine andere Geschichte. Die Aktie notiert knapp über 1.500 Euro und liegt damit rund elf Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn beträgt das Minus rund sechs Prozent. Das Chartbild hat sich eingetrübt: Eine Kopf-Schulter-Formation und ein Death Cross aus dem Dezember gelten als technische Warnsignale.
Barclays bleibt dennoch bei „Overweight“ mit einem Kursziel von 2.125 Euro und sieht die Wachstumsstory im Luftverteidigungssegment intakt. Goldman Sachs führt den Titel auf der „European Conviction List“ mit einem Ziel oberhalb der 2.000-Euro-Marke.
Mai bringt die Antworten
Am 7. Mai legt Rheinmetall den Quartalsbericht für Q1 2026 vor. Anleger werden dabei weniger auf den Umsatz schauen als auf Margen, Auftragseingang und den Ausblick. Fünf Tage später, auf der Hauptversammlung am 12. Mai, steht eine Dividende von 11,50 Euro je Aktie zur Abstimmung — nach 8,10 Euro im Vorjahr. Der Ex-Dividenden-Tag folgt am 13. Mai.
Die Diskrepanz zwischen operativer Stärke und Kursschwäche ist real. Der Quartalsbericht wird zeigen, ob Rheinmetall die hohen Erwartungen mit konkreten Zahlen untermauern kann.
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