Thyssenkrupp Aktie: Stahlgeschäft wird zum Kurstreiber?

Die Aktie gewann 2 Prozent; Analysten bewerten Thyssenkrupp positiv, während das Management ambitionierte Stahlziele verfolgt.

Redaktion Stock-World ·
Abstrakte Darstellung einer industriellen Fertigungshalle mit dramatischem Licht zur Symbolisierung wirtschaftlicher Anspannung (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Aktie schloss bei 14,10 Euro
  • Seit Jahresbeginn 51 Prozent im Plus
  • Deutsche Bank Research bestätigt Kaufempfehlung
  • Stahlgeschäft soll mindestens 1,2 Milliarden Euro EBITDA erreichen

Im Fahrwasser einer Erholung am deutschen Aktienmarkt hat die Aktie von Thyssenkrupp am Freitag um 2,0 Prozent zugelegt und ging bei 14,10 Euro aus dem Handel.

Getrieben wurde die freundliche Marktstimmung vor allem von schwachen Arbeitsmarktdaten aus den USA. Diese nährten laut Medienberichten unter Verweis auf die Tagesschau Spekulationen der Anleger, dass die US-Notenbank vorerst auf eine weitere Zinserhöhung verzichten könnte. Ein unternehmenseigener Auslöser lag dem Kursanstieg vor dem Wochenende hingegen nicht zugrunde.

Die Zugewinne fügen sich dennoch in ein insgesamt starkes Börsenjahr für den Industriekonzern ein. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Plus von 51 Prozent. Anleger blicken nach den jüngsten Branchenimpulsen wieder verstärkt auf die fundamentale Neuausrichtung der Essener.

Analysten blicken auf Stahl und Branchenpreise

Aus den Analysehäusern kamen zuletzt überwiegend positive Signale für die Aktie. Bastian Synagowitz von Deutsche Bank Research bekräftigte am Dienstag eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 18 Euro. Nach dem Kapitalmarkttag bezeichnete er das Stahlgeschäft als größten Kurstreiber für den Titel.

Zu einer positiven Einschätzung gelangte zuvor auch das Analysehaus Jefferies am 23. September. Die Experten bestätigten ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 13 Euro. In einer Branchenstudie stellte das Haus nach einer Konsolidierungsphase im September und Oktober steigende europäische Stahlpreise bis 2027 in Aussicht.

Mittelfristziele und operatives Geschäft

Für das Stahlgeschäft selbst hatte das Management auf dem Capital Market Day der Sparte anspruchsvolle Mittelfristziele ausgegeben. Angestrebt werden ein bereinigtes EBITDA von mindestens 1,2 Milliarden Euro sowie eine entsprechende Marge von mindestens elf Prozent.

Reuters berichtete zudem, dass für das am 30. September 2026 endende Geschäftsjahr ein bereinigtes EBITDA von rund 400 Millionen Euro erwartet wird. Maßnahmen aus eigener Kraft sollen mehr als 800 Millionen Euro zur Ergebnisverbesserung beitragen.

Strategisches Ziel bleibt die Verselbstständigung von Thyssenkrupp Steel Europe, gegebenenfalls unter Verbleib einer Minderheitsbeteiligung bei der Thyssenkrupp AG.

Abseits der Stahlaktivitäten gab es zuletzt auch Neuigkeiten aus den weiteren Konzernbereichen. Die Tochtergesellschaft Thyssenkrupp nucera sicherte sich am Dienstag einen neuen Chlor-Alkali-Auftrag des chinesischen Unternehmens Hongniu Lanzhou. Im Segment Automotive Technology plant das Unternehmen im Zuge einer Neuorganisation des Fahrwerksbereichs den Abbau von 160 bis 180 Stellen an den Standorten Essen und Ennepetal.

Einen detaillierten Einblick in den Gesamtkonzern erhalten die Aktionäre zum Jahresende: Am 8. Dezember 2026 veröffentlicht Thyssenkrupp den Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2025/2026.

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Thyssenkrupp Aktie

14,10 EUR

+ 0,28 EUR +2,03 %
KGV 29,83
KUV 0,28
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 1,02 %
Marktkapitalisierung 8,78 Mrd. EUR
Ø Kursziel 16,38 EUR
ISIN: DE0007500001 WKN: 750000

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