Nvidia Aktie: Hyperscaler-Earnings entscheiden Mittwoch
Medienbericht über verfehlte OpenAI-Ziele löst Kursverluste bei Nvidia und anderen Halbleiterwerten aus.

Kurz zusammengefasst
- OpenAI verfehlt interne Nutzerziele
- Nvidia-Aktie verliert über drei Prozent
- Chip-ETF von iShares bricht ein
- Tech-Riesen legen Quartalszahlen vor
Ein Medienbericht bringt den gesamten Halbleiter-Sektor ins Wanken. Das Wall Street Journal weckt Zweifel an den massiven KI-Investitionen von OpenAI. Prompt schickten Anleger Chip-Werte am Dienstag auf Talfahrt. Die Nervosität kommt zu einem kritischen Zeitpunkt.
Laut dem Bericht hat OpenAI interne Ziele für Nutzerzahlen und Umsatz verfehlt. Finanzchefin Sarah Friar soll intern gewarnt haben. Demnach könnte das Unternehmen künftige Verträge für Rechenleistung kaum bedienen, falls das Wachstum stagniert.
Die Folge: Nvidia-Aktien gaben um über drei Prozent nach. Auch Oracle und CoreWeave verbuchten deutliche Verluste. Der gesamte Halbleiter-ETF von iShares verlor 3,7 Prozent.
OpenAI wehrt sich energisch gegen die Darstellung. Gegenüber Bloomberg bezeichnete das Management den Bericht als reinen Klickköder. Auf der Plattform X betonte Infrastruktur-Chef Sachin Katti die fundamentale Partnerschaft mit Nvidia.
Die gesamte Rechenflotte laufe auf deren Grafikprozessoren. Auch Konzernchef Sam Altman stellte klar: Man wolle weiterhin so viel Rechenleistung wie möglich einkaufen.
Hyperscaler-Zahlen als Lackmustest
Der Kursrutsch passiert unmittelbar vor den wichtigsten Quartalszahlen des Jahres. Am Mittwoch öffnen Alphabet, Microsoft, Amazon und Meta ihre Bücher. Analysten erwarten, dass die Konzerne gigantische Investitionspläne bestätigen. Die größten US-Tech-Riesen dürften für 2026 Ausgaben von über 700 Milliarden US-Dollar in Aussicht stellen.
Parallel dazu steigen die Preise für Rechenleistung weiter an. Die Mietkosten für Nvidias H200-Chips sind seit Januar drastisch geklettert. Das unterstreicht die anhaltende Knappheit am Markt.
Lieferengpässe bei Nvidias Rubin-Chip
Unter der Oberfläche brauen sich indes handfeste Probleme bei der Produktion zusammen. Die Investmentbank KeyBanc schätzt, dass Nvidia sein Produktionsziel für den neuen Rubin-Chip deutlich kappen muss. Statt zwei Millionen Einheiten rechnet man für 2026 nur noch mit 1,5 Millionen Stück. Der Grund: SK Hynix und Micron zertifizieren neue Speicherchips später als geplant.
Auch die Prognosen für die dazugehörigen Server-Racks fallen drastisch. Ursprünglich plante Nvidia mit bis zu 14.000 Einheiten. Nun gehen Experten von lediglich rund 6.000 Systemen aus.
Die kommenden 48 Stunden entscheiden über den kurzfristigen Trend im Halbleiter-Sektor. Bestätigen die Tech-Giganten am Mittwoch ihre massiven Ausgabenpläne für Rechenzentren, stützt das Nvidias Marktposition. Jeder Hinweis auf Budgetkürzungen dürfte den aktuellen Aufwärtstrend jedoch abrupt beenden.
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