Nikkei 225: Chipwerte im Höhenrausch
Der japanische Leitindex profitiert von starken Halbleiteraktien und US-Inflationsdaten, während der Yen schwach bleibt.

Kurz zusammengefasst
- Nikkei nähert sich 68.100 Punkten
- Chipwerte wie Lasertec legen kräftig zu
- Softbank bremst den Index aus
- Schwacher Yen stützt Exporteure
Während der Ölpreis wegen der Eskalation zwischen den USA und dem Iran steigt, klettert der Nikkei 225 munter weiter nach oben. Der japanische Leitindex nähert sich der Marke von 68.100 Punkten und baut damit die Gewinne der vergangenen Tage weiter aus. Auffällig: Ausgerechnet die Chip- und Halbleiterwerte liefern die stärksten Ausschläge des Tages.
Am Mittwochmorgen notiert der Nikkei bei 68.094,58 Punkten, ein Plus von 351,08 Zählern oder 0,52 Prozent. Zwischenzeitlich hatte der Index sogar ein Tageshoch von 68.765,73 Punkten markiert. Am Vortag war der Index bereits um 500,77 Punkte oder 0,74 Prozent auf 67.743,50 Zähler gestiegen — nachdem eine zweitägige Rally von rund 1.750 Punkten zuvor kurz unterbrochen worden war.
Halbleiter dominieren, Softbank bremst
Die Kursbewegungen im Index zeigen ein klares Muster. Lasertec springt um mehr als 8 Prozent nach oben, Kioxia Holdings legt über 5 Prozent zu, Ibiden gewinnt mehr als 4 Prozent. Auch Nomura Holdings und Taiyo Yuden ziehen um knapp 4 Prozent an.
Auf der Verliererseite tummeln sich vor allem IT-Dienstleister: NEC verliert mehr als 4 Prozent, BayCurrent, SHIFT, Nomura Research Institute und Fujitsu geben jeweils knapp 4 Prozent nach. Marktschwergewicht SoftBank Group verliert fast 2 Prozent und bremst den Index damit spürbar aus. Fast-Retailing-Aktien, der Betreiber der Uniqlo-Kette, geben knapp 1 Prozent ab.
Der Yen bleibt derweil unter Druck. Der Dollar notiert im oberen 161-Yen-Bereich — ein Niveau, das japanische Exporteure grundsätzlich stützt, auch wenn sich das am Mittwoch nicht einheitlich in den Kursen von Toyota, Honda oder Sony niederschlägt.
Rückenwind kommt aus New York. Der Nasdaq schloss am Dienstag mit einem Plus von 0,9 Prozent bei 26.107,01 Punkten, nachdem schwächer als erwartete US-Inflationsdaten für Juni die Sorgen um weitere Zinserhöhungen gedämpft hatten. Der S&P 500 legte um 0,4 Prozent zu.
Belastend wirkt indes der Ölpreis: West Texas Intermediate stieg wegen der Iran-Spannungen um 1,2 Prozent auf 79,08 Dollar je Barrel. Später am Mittwoch stehen in Japan Daten zu den Maschinenbestellungen und zum Tertiärsektor-Index an — beide könnten dem Index weitere Impulse liefern.
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