Sivers Semiconductors Aktie: D. E. Shaw wettet auf Kursfall

US-Investor D. E. Shaw positioniert sich mit Short-Wette gegen Sivers-Aktie, während der Kurs nach starken Verlusten eine Erholung zeigt.

Andreas Sommer ·
Sivers Semiconductors Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Short-Position von D. E. Shaw gemeldet
  • Aktie erholt sich um 36 Prozent
  • Kapitalerhöhung und Darlehenswandlung abgeschlossen
  • Quartalsbericht auf den 27. August verschoben

Während die Aktie von Sivers Semiconductors eine der volatilsten Wochen ihrer jüngeren Geschichte hinter sich hat, hat sich am Mittwoch ein neuer Akteur zu Wort gemeldet: Der US-Investmentfonds D. E. Shaw & Co. zeigte gegenüber der schwedischen Finanzaufsicht eine Netto-Short-Position von 0,59 Prozent an, bezogen auf den Stand vom 2. August. Damit setzt zumindest ein institutioneller Marktteilnehmer explizit auf fallende Kurse – just in jener Phase, in der das Papier binnen sieben Tagen um 36,07 Prozent zugelegt hat.

Kursrallye trifft auf Short-Wette

Der Kontrast ist auffällig. Am Freitag schloss die Aktie bei 3,75 Euro, ein Plus von 13,64 Prozent gegenüber dem Vortag. Trotz dieser Erholung liegt der Titel noch immer 63,34 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 10,23 Euro, das Anfang Juni erreicht wurde. Die Positionierung von D. E. Shaw fällt damit in eine Phase, in der der Kurs zwar deutlich zulegt, von seinen früheren Höchstständen aber weit entfernt bleibt – ein Umfeld, in dem gegenläufige Wetten institutioneller Anleger keine Seltenheit sind.

Die Kapitalstruktur des Unternehmens hat sich zuletzt spürbar verändert. Ende Juli meldete Sivers Semiconductors eine Erhöhung der Gesamtzahl ausstehender Aktien und Stimmen auf 355.081.317. Grundlage war zum einen eine gerichtete Aktienemission über 12.280.701 neue Aktien, zum anderen die Wandlung eines Gesellschafterdarlehens von Bootstrap Europe IV SCSp in 22.847.044 neue Stammaktien. Die zugrunde liegende Kapitalmaßnahme hatte das Unternehmen bereits Anfang Juli abgeschlossen: Institutionelle Investoren zeichneten Aktien zu 57 schwedischen Kronen und brachten dem Unternehmen rund 700 Millionen Kronen ein, die in den Ausbau der Produktionskapazität für Indiumphosphid-Laser und optische Verstärker fließen sollen.

Insider bleiben investiert

Auf der Aktionärsseite zeigt sich ein uneinheitliches, aber überwiegend konstruktives Bild. Vorstandsmitglieder – darunter Bami Bastani, Karin Raj, Helena Svancar, Todd Thomson und Joakim Nideborn – tätigten am 13. Juli Aktienkäufe, die von der Hauptversammlung im Juni genehmigt worden waren. Für diese Käufe gilt eine zwölfmonatige Haltefrist, was kurzfristige Verkäufe ausschließt. Auch Konzernchef Vickram Vathulya hatte vor gut drei Wochen, nach Ablauf einer Lock-up-Frist, seinen Bestand um 70.000 Aktien aufgestockt – seither hat sich der Kurs um 21,0 Prozent erholt. Bastanis parallel erfolgter Verkauf von 275.000 Aktien sowie Schenkungen an Wohltätigkeitsorganisationen und Familienmitglieder waren bereits zuvor bekannt geworden und ändern am grundsätzlichen Bild wenig: Ein signifikanter Teil des Managements bleibt über die Haltefrist hinaus im Unternehmen investiert.

Verschobener Quartalsbericht mit US-Bezug

Für Anleger bleibt der 27. August der nächste wichtige Termin. An diesem Tag will Sivers Semiconductors den Zwischenbericht für das zweite Quartal 2026 veröffentlichen, ursprünglich war die Vorlage bereits für Anfang August vorgesehen. Als Grund nannte das Unternehmen zusätzlichen Zeitbedarf, um die Finanzberichterstattung an die Prüfungsstandards der US-Aufsichtsbehörde PCAOB anzupassen – eine Voraussetzung für das angestrebte Doppel-Listing an der Nasdaq. Die Kombination aus laufender Kapitalaufnahme, angepassten Berichtsstandards und der frisch bekannt gewordenen Short-Position dürfte die Volatilität der Aktie in den kommenden Wochen hochhalten.

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Sivers Semiconductors Aktie

40,40 SEK

+ 3,70 SEK +10,08 %
KGV 0,00
Sektor Technologie
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 11,93 Mrd. SEK
ISIN: SE0003917798 WKN: A1W9Z9

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