Rio Tinto treibt die Diversifizierung seines Portfolios massiv voran und meldet gleich zwei strategische Erfolge. In Südafrika wird ein jahrelang stillgelegtes Großprojekt wiederbelebt, während in Kanada der Einstieg in die Produktion kritischer Tech-Metalle konkret wird. Der Bergbau-Gigant signalisiert damit deutlich: Die Abhängigkeit vom reinen Eisenerzgeschäft soll sinken und die Position bei Zukunftsrohstoffen gestärkt werden.
Neustart in Südafrika nach sechs Jahren
Das Unternehmen gab grünes Licht für den Neustart des 473 Millionen Dollar schweren Zulti-South-Projekts. Sechs Jahre lang lag das Vorhaben in der Provinz KwaZulu-Natal wegen massiver Sicherheitsbedenken und lokaler Unruhen auf Eis. Nun ermöglichen eine stabilere Sicherheitslage und neue Vereinbarungen die Wiederaufnahme der Arbeiten.
Für Rio Tinto ist dieser Schritt essenziell, um die Lebensdauer der dortigen Minen bis ins Jahr 2050 zu verlängern. Abgebaut werden hier vor allem Zirkon und Titanoxid, unverzichtbare Rohstoffe für die Herstellung von Farben, Keramik und Smartphones. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Monat beginnen, erste Erträge werden für Ende 2028 erwartet.
Antwort auf Chinas Dominanz
Parallel dazu forciert der Konzern in Kanada die Gewinnung von Gallium. Mit staatlicher Unterstützung entsteht eine Pilotanlage in Quebec, die 2027 in Betrieb gehen soll. Der strategische Hintergrund ist politisch brisant: Nachdem China den Export kritischer Mineralien beschränkt hat, suchen westliche Industrien händeringend nach eigenen Quellen für die Halbleiter- und Rüstungsindustrie.
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Rio Tinto plant, bei erfolgreicher Skalierung künftig rund 40 Tonnen Gallium pro Jahr zu produzieren. Das entspräche etwa 5 Prozent des weltweiten Angebots und würde die westliche Versorgungssicherheit signifikant erhöhen.
Solides Fundament trotz Kursminus
Finanziert werden diese Expansionsschritte aus einem starken operativen Geschäft. Das Jahr 2025 schloss Rio Tinto mit einem EBITDA von 25,4 Milliarden Dollar ab, was einer Steigerung von 9 Prozent entsprach. An der Börse reagierten Anleger heute dennoch verhalten; die Aktie gibt im Tagesverlauf rund 2 Prozent nach und notiert bei gut 83 Euro.
Dennoch bleibt die Investitionspipeline prall gefüllt. Für 2026 sind Ausgaben von bis zu 11 Milliarden Dollar eingeplant, wobei auch das gigantische Simandou-Eisenerzprojekt in Guinea kurz vor den ersten Verkäufen steht. Die gleichzeitige Ankündigung des Zulti-South-Neustarts und der Gallium-Initiative unterstreicht, dass das Management seinen Fahrplan zur Verbreiterung der Rohstoffbasis konsequent umsetzt.
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