IBM Aktie: Mainframe Z schießt um fast 50 Prozent
IBM verzeichnet starkes Software-Wachstum, während die Beratungssparte stagniert. Der Optionsmarkt signalisiert hohe Volatilität vor den Quartalszahlen.
Kurz zusammengefasst
- Software-Sparte mit acht Prozent Plus
- Beratungsgeschäft wächst nur um ein Prozent
- Optionsmarkt erwartet Kursspanne von 180 bis 439 Dollar
- Aktie notiert über 200-Tage-Linie
Starke Software-Verkäufe, schwaches Beratungsgeschäft. Bei IBM klaffen Anspruch und Wirklichkeit vor den nächsten Quartalszahlen auseinander. Institutionelle Investoren positionieren sich aktuell neu. Sie suchen im Tech-Sektor nach beständigen Namen mit starkem Cashflow.
Zwei Geschwindigkeiten im Konzern
Der Konzern startete stark in das laufende Jahr. Der Gesamtumsatz wuchs im jüngsten Quartal um sechs Prozent. Treiber war das Software-Segment mit einem Plus von acht Prozent. Noch besser lief die Infrastruktur-Sparte mit zwölf Prozent Zuwachs.
Besonders die Mainframe-Sparte „Z“ brach interne Rekorde. Hier schossen die Erlöse um fast die Hälfte nach oben. Die Kehrseite: Das große Beratungsgeschäft stagniert fast komplett. Diese Sparte legte lediglich um ein Prozent zu.
Trotz des starken Jahresauftakts bremst das Management die Euphorie. Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr bleibt bei einem währungsbereinigten Wachstum von gut fünf Prozent. Analysten hinterfragen diese Zurückhaltung bereits intensiv. Sie suchen nach versteckten Anzeichen einer Abkühlung im Markt.
Der Optionsmarkt preist derweil enorme Schwankungen ein. Innerhalb des nächsten Jahres erwarten Händler eine Handelsspanne zwischen 180 und rund 439 US-Dollar. Händler geben diesem weiten Szenario eine Wahrscheinlichkeit von 68 Prozent. Eine gewaltige Spanne. Sie spiegelt die Spannung zwischen der operativen Dynamik und der vorsichtigen Firmenprognose wider.
Robuster Trend an der Börse
An der Börse in Europa pendelt sich das Papier aktuell ein. Am Freitag schloss die Aktie bei 251,50 Euro. Auf Wochensicht steht ein solides Plus von knapp sechs Prozent auf der Kurstafel. Damit notiert der Wert deutlich über der wichtigen 200-Tage-Linie.
Später in diesem Monat präsentiert IBM den nächsten Quartalsbericht. Dann muss das Management Farbe bekennen. Beschleunigt sich das Software-Wachstum weiter, dürfte der Vorstand die Jahresprognose anheben müssen. Stottert hingegen die Beratungssparte weiterhin, droht der Aktie ein charttechnischer Rückschlag.
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