Rocket Lab Aktie: KeyBanc senkt Kursziel auf 100 Dollar
KeyBanc reduziert sein Kursziel für Rocket Lab, hält aber an der Kaufempfehlung fest; der Neutron-Erstflug ist nun für 2027 vorgesehen.

Kurz zusammengefasst
- KeyBanc senkt Ziel auf 100 Dollar
- Kaufempfehlung bleibt trotz Anpassung bestehen
- Neutron-Erstflug auf 2027 verschoben
- Finanzvorstand verkaufte 140.157 Aktien
Die Aktie von Rocket Lab verzeichnete gestern einen Rückschlag von 7,2 Prozent auf 49,30 Euro. Auslöser der anhaltenden Kursschwäche bleibt die Verschiebung des ersten Neutron-Starts auf das Jahr 2027. Medienberichten zufolge reagierte gestern auch das Analysehaus KeyBanc auf die neuen Rahmenbedingungen und passte seine Erwartungen an.
Analyst Michael Leshock stutzte das Kursziel für den Raumfahrtkonzern von 135 auf 100 Dollar. Trotz des deutlichen Schritts hält das Haus an seiner Kaufempfehlung fest. Leshock begründete die Anpassung mit dem modifizierten Zeitplan für die Neutron-Trägerrakete sowie dem allgemeinen Bewertungsdruck bei wachstumsstarken Raumfahrtunternehmen.
Ursachen der Verzögerung
Rocket Lab hatte den Erstflug der größeren Trägerrakete Neutron von dem ursprünglich avisierten vierten Quartal 2026 auf 2027 verlegt. Das Unternehmen begründete den Schritt in einer Pflichtmitteilung mit laufenden Entwicklungsarbeiten sowie Prozessverbesserungen. Der Markt quittierte den angepassten Zeitplan mit deutlichen Abgaben, da sich damit auch der Eintritt in das lukrative Segment für mittlere Nutzlasten nach hinten verlagert.
Für Raumfahrtunternehmen sind Verzögerungen bei Neuentwicklungen operativ nicht ungewöhnlich, an den Finanzmärkten schlagen sie sich dennoch spürbar nieder. Da die Entwicklung komplexer Trägersysteme erhebliche finanzielle Mittel bindet, reagieren Marktteilnehmer sensibel auf Zeitplanänderungen.
Transaktionen im Führungskreis
Neben den Projektanpassungen rückten Transaktionen im Management in den Fokus. Am 1. Oktober veräußerte der Finanzvorstand von Rocket Lab 140.157 Unternehmensaktien. Diese Verkäufe erfolgten über einen vorab festgelegten Handelsplan nach den Richtlinien von Rule 10b5-1, der Transaktionen leitender Mitarbeiter automatisch steuert.
Am Aktienmarkt lastet die Kombination aus Entwicklungsaufwand und verzögertem Markteintritt auf der Bewertung. Gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 133,80 Euro hat sich die Notierung inzwischen deutlich nach unten entfernt. Das Vertrauen der Investoren hängt nun vor allem daran, ob der neue Zeitplan für den Neutron-Jungfernflug verlässlich gehalten werden kann.
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