Europas führende Online-Apotheke legt am 4. März ihren Geschäftsbericht für 2025 vor – und die Anleger sind nervös. Während das Rezeptgeschäft in Deutschland boomt, hat die Aktie in den vergangenen zwölf Monaten fast die Hälfte ihres Wertes verloren. Der Grund: Das rezeptfreie Geschäft enttäuschte zuletzt deutlich.
Umsatzrekord bei 2,9 Milliarden Euro
Redcare meldete für das Gesamtjahr 2025 einen Umsatz von 2,9 Milliarden Euro, ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allein im vierten Quartal erlöste das Unternehmen 794 Millionen Euro, nach 675 Millionen im Vorjahreszeitraum.
Trotz dieser Wachstumszahlen reagierte der Markt enttäuscht auf die vorläufigen Zahlen vom 7. Januar. Das Problem: Die Erlöse im rezeptfreien Segment (Non-Rx) verfehlten die Erwartungen um rund drei Prozent – und das ausgerechnet im traditionell starken Schlussquartal. Beobachter werten dies als Signal für zunehmenden Wettbewerbsdruck und sinkende Margen im Online-Handel mit frei verkäuflichen Produkten.
Rezeptgeschäft als Wachstumsmotor
Anders sieht es beim verschreibungspflichtigen Sortiment aus. Die deutschen Rx-Erlöse verdoppelten sich 2025 nahezu auf 503 Millionen Euro – ein Anstieg von 98 Prozent. Im vierten Quartal allein legte der Bereich um 59 Prozent auf 155 Millionen Euro zu.
In der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) kletterten die Quartalsumsätze um 17,5 Prozent auf 656 Millionen Euro. Während das Non-Rx-Geschäft mit 5,8 Prozent moderat wuchs, zog das Rx-Segment um 33,9 Prozent an. Die Zahl aktiver Kunden erreichte 13,9 Millionen, ein Zuwachs von 1,4 Millionen innerhalb eines Jahres.
Logistikausbau in Pilsen
Parallel investiert Redcare massiv in seine Infrastruktur. Das neue Fulfillment-Center in Pilsen, Tschechien, ging nur rund ein Jahr nach dem ersten Spatenstich im Dezember 2025 in Betrieb. Die Anlage kann bis zu 15 Millionen zusätzliche Non-Rx-Pakete jährlich abwickeln, primär für Kunden in Österreich.
Ziel ist es, durch kürzere Lieferwege Kosten zu senken und die Margen mittelfristig zu stabilisieren. Die Mehrheit der Mitarbeiter ist bereits vor Ort im Einsatz.
Bewertung auf Tiefstniveau
Mit einer Marktkapitalisierung von rund 1,34 Milliarden Euro und einem Jahresumsatz von 2,9 Milliarden Euro handelt die Aktie zu einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von etwa 0,56. Der Markt preist offenbar Zweifel an der Profitabilität und die Unsicherheit im Non-Rx-Geschäft ein – trotz des starken Umsatzwachstums.
Die Spanne zwischen Jahrestief (58,65 Euro) und Jahreshoch (138,40 Euro) verdeutlicht die Volatilität der vergangenen Monate.
Entscheidung am 4. März
Der vollständige Geschäftsbericht wird zeigen, wie stark die Schwäche im rezeptfreien Sortiment auf die Margen durchgeschlagen hat. Investoren erwarten konkrete Zahlen zur Profitabilität und eine aktualisierte Prognose für 2026. Sollten die Margendaten enttäuschen, dürfte der Druck auf die Aktie anhalten. Liefert Redcare hingegen einen glaubwürdigen Pfad zur Rentabilität, könnte sich die Bewertung schnell erholen.
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