ServiceNow Aktie: Exclusive Networks wird Distributor in Europa
ServiceNow-Aktie legt dank neuer KI-Sicherheitsallianzen zu. Trotz Stellenabbau wächst das Partnernetzwerk, während der Umsatz steigt.

Kurz zusammengefasst
- Kursplus von 2,83 Prozent
- Neue Partnerschaften mit BitRaser und Exclusive Networks
- Knapp 300 Stellen im Silicon Valley gestrichen
- Umsatz steigt auf 3,987 Milliarden Dollar
ServiceNow baut sein Sicherheitsgeschäft mit künstlicher Intelligenz aus. Anleger honorieren das. Die Aktie kletterte auf 99,72 Euro, ein Plus von 2,83 Prozent zum Vortag und 7,39 Prozent auf Wochensicht.
Der Aufschwung reiht sich in eine Erholung nach den Zahlen zum zweiten Quartal ein. Über 30 Tage steht nun ein Plus von 8,51 Prozent. Der RSI von 58,8 zeigt neues Kaufinteresse, aber noch keine Überhitzung.
Neue Partner stärken die KI-Sicherheitssparte
Zwei Kooperationen sorgten zuletzt für Aufmerksamkeit. Ende Juli kündigte BitRaser eine Integration mit ServiceNow an. Der Anbieter für zertifizierte Datenlöschung und Diagnosesoftware verbindet sich künftig direkt mit der ServiceNow-Plattform.
Die Kooperation zielt auf IT-Asset-Management. Bevor eine Löschung startet, prüft BitRaser über eine sichere Verbindung, ob das jeweilige Gerät dafür freigegeben ist. Unternehmen sollen so Entsorgung, Compliance und interne Kontrolle besser steuern können.
Parallel dazu vereinbarte Exclusive Networks eine strategische Vertriebspartnerschaft mit ServiceNow. Der Cybersecurity-Spezialist aus Paris wird damit der erste dedizierte Distributor des Softwarekonzerns in Europa und im Nahen Osten. Die Aufgabe: ServiceNows KI-gestützte Sicherheitslösungen im gesamten Partnernetzwerk der Region verbreiten.
Analysten werten besonders die Exclusive-Networks-Vereinbarung als Treiber. Sie koppelt ServiceNows KI-Sicherheitstools an eines der größten spezialisierten Cybersecurity-Ökosysteme in der Region. Das stützt die kurzfristige Wachstumsstory der KI-Sparte — birgt aber auch das Risiko steigender Ausgaben für Technologie und Vertrieb.
Stellenabbau begleitet die Expansion
Der Ausbau der Partnerschaften läuft nicht ohne Reibung. ServiceNow streicht knapp 300 Stellen im Silicon Valley im Zuge einer stärker auf KI ausgerichteten Neuordnung der Belegschaft.
Gleichzeitig wächst das Partnernetzwerk weiter. Cyware und Armis, ein bestehender ServiceNow-Partner, kündigten eine Kooperation für automatisierte, KI-gestützte Sicherheitsabwehr an. Zusammen mit BitRaser und Exclusive Networks zeigt das: ServiceNow verankert sich tief in sensiblen, compliance-relevanten Geschäftsprozessen seiner Kunden.
Im zweiten Quartal stieg der Umsatz auf 3.987 Millionen US-Dollar. Der Nettogewinn sank im Jahresvergleich auf 298 Millionen US-Dollar.
Ausblick
Die Aktie notiert trotz der jüngsten Erholung weiterhin unter ihrem Niveau vom Jahresanfang. Anleger wägen das wachsende Partnernetzwerk gegen die Integrationskosten der jüngsten Zukäufe ab.
In den kommenden Wochen zeigt sich, ob die Allianzen mit Exclusive Networks und BitRaser tatsächlich zu mehr Kundenadoption führen. Analysten, die den Titel begleiten, verweisen auf das Ausführungsrisiko des breiteren KI-Umbaus als möglichen Belastungsfaktor für die Profitabilität.
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