Siemens Healthineers Aktie: Prognose auf 4,0 Prozent gekappt
Siemens Healthineers senkt Umsatzprognose wegen China-Flaute, hebt aber das Gewinnziel an. Imaging-Bereich zeigt starke Nachfrage.

Kurz zusammengefasst
- Umsatzprognose wegen China-Schwäche gesenkt
- Gewinnziel für 2026 angehoben
- Starke Nachfrage bei Bildgebungssystemen
- Aktie verliert seit Jahresbeginn deutlich
Siemens Healthineers kämpft mit einer zweigeteilten Realität. Während die Imaging-Sparte Rekordaufträge einsammelt, drückt die Flaute in China auf die Stimmung. Der Konzern korrigiert nun seine Wachstumsziele für das laufende Jahr nach unten.
Imaging-Power gegen China-Flaute
Das Geschäft mit Bildgebungsverfahren bleibt der operative Anker. Ein Equipment-Book-to-Bill-Verhältnis von 1,27 zeigt eine dynamische Nachfrage. Die bereinigte EBIT-Marge in diesem Bereich hielt sich stabil bei 26,5 Prozent.
Besonders Magnetresonanztomographen (MRT) sind gefragt. Der Absatz kletterte hier um rund 15 Prozent über das Vorjahresniveau. Bei den Computertomographen entfiel fast jeder dritte Auftrag auf die modernen Photon-Counting-Systeme.
Andere Bereiche bremsen das Wachstum. Das Segment Diagnostics verbuchte ein Minus von 5,5 Prozent. Parallel dazu belastet die Kaufzurückhaltung in China das Gesamtgeschäft erheblich.
Die Konzernführung kappt deshalb die Prognose für 2026. Das Management erwartet nun ein vergleichbares Umsatzwachstum von maximal 4,0 Prozent. Bisher kalkulierte Siemens Healthineers mit bis zu 5,0 Prozent.
Überraschende Wende beim Gewinn
Trotz der Umsatzwarnung entwickelt sich die Ergebnisseite positiv. Das Management hob das Ziel für das bereinigte Ergebnis je Aktie an. Die neue Spanne liegt zwischen 2,35 Euro und 2,45 Euro.
Im dritten Quartal verdiente das Unternehmen bereinigt 0,70 Euro je Aktie. Rückerstattungen von US-Handelszöllen trieben diesen Wert nach oben. Parallel dazu erwirtschaftete der Konzern einen Free Cashflow von einer Milliarde Euro.
An der Börse kostet das Papier aktuell 37,20 Euro. Seit Jahresbeginn summierten sich die Verluste auf rund 17 Prozent. Trotz der jüngsten Kurserholung bleibt der langfristige Abwärtstrend intakt.
Im August 2026 rückt die Strategiephase „Elevating Health Globally“ in den Mittelpunkt. Anleger achten ferner auf die Pläne der Siemens AG zur Entflechtung ihrer Mehrheitsbeteiligung. Eine höhere Eigenständigkeit soll die Attraktivität am Kapitalmarkt dauerhaft steigern.
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