XRP: Sparkassen-Tür offen?
Begrenzte Fondsnachfrage und neue Handelszugänge federn die Belastung durch die allgemeine Risikoaversion nicht ausreichend ab.

Kurz zusammengefasst
- XRP-ETFs verbuchten 4,3 Millionen Dollar Zuflüsse
- Freitag ohne neue Fondsanteile
- XRP-Handel startet schrittweise bei Sparkassen
- Netzwerkänderung frühestens am 4. November
US-amerikanische XRP-Spot-ETFs verzeichneten von Montag bis Donnerstag Nettozuflüsse von 4,3 Millionen US-Dollar. Am Freitag kamen Medienberichten zufolge keine neuen Fondsanteile hinzu. Damit bot die Fondsnachfrage ein begrenztes Gegengewicht zur Schwäche des Kryptomarkts. Ein kräftiger neuer Nachfrageimpuls lässt sich daraus nicht ableiten.
Die jüngste Belastung für XRP ging vor allem vom breiteren Markt aus. Verkäufe bei Technologieaktien und eine sinkende Risikobereitschaft setzten auch Bitcoin und andere große Kryptowährungen unter Druck. Der Ausverkauf gestern fiel zudem mit umfangreichen Liquidationen zusammen. Ein einzelner neuer XRP-spezifischer Auslöser ist damit nicht belegt.
Fondsnachfrage federt den Verkaufsdruck nur begrenzt ab
XRP notiert heute bei 1,31 USD und gewinnt 0,9%. Diese leichte Erholung steht im Kontrast zur jüngsten marktweiten Verkaufswelle. Die positiven Fondsflüsse liefern dabei einen Hinweis auf fortbestehende Nachfrage, aber keinen Beleg für eine breite Trendwende.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Mittelzuflüssen und der Ausgabe neuer Fondsanteile: Dass am Freitag keine neuen Anteile geschaffen wurden, bedeutet nicht, dass kein Handel stattfand. Für Anleger zählt vielmehr, ob sich aus den bislang überschaubaren Zuflüssen eine anhaltende Nachfrage entwickelt.
Sparkassen öffnen einen zusätzlichen Zugang
Parallel dazu begann am Mittwoch bei teilnehmenden deutschen Sparkassen die schrittweise Einführung des XRP-Handels über die DekaBank. Die Verfügbarkeit hängt von der jeweiligen Sparkasse ab. Das Angebot steht daher nicht automatisch sämtlichen Sparkassenkunden offen.
Die Ausgestaltung setzt dem Zugang außerdem Grenzen. Nach Angaben der DekaBank erfolgt die Verwahrung zentral; Auszahlungen sind auf bestimmte Kryptodienstleister beschränkt. Der neue Vertriebsweg erweitert damit die Zugangsmöglichkeiten zu XRP. Er ist jedoch nicht mit uneingeschränkten Übertragungsmöglichkeiten gleichzusetzen und belegt für sich genommen noch keine zusätzliche Kaufnachfrage.
Technische Fortschritte bleiben mit Vorbehalten verbunden
Auf Netzwerkebene bleibt die Wartungsänderung fixCleanup3_4_0 ein Terminanker. Nachdem die Unterstützung durch Validatoren kurzzeitig unter die erforderliche Schwelle gefallen war, begann die Freigabefrist erneut. Als nächstes voraussichtliches Aktivierungsfenster gilt der 4. November.
Die Änderung soll unter anderem eine Lücke bei der Token-Erstellung schließen und Berechnungen für Tresor- und Kreditfunktionen korrigieren. Davon zu unterscheiden sind die zuletzt zeitweise verzögerten Ledger-Abschlüsse. Diese normalisierten sich nach einer empfohlenen Konfigurationsänderung; eine dauerhafte Softwarekorrektur war weiterhin in Arbeit.
Für XRP ergibt sich damit ein gemischtes Bild: Fonds verzeichnen Zuflüsse und zusätzliche Handelszugänge entstehen. Kurzfristig reichten diese Entwicklungen jedoch nicht aus, um die Belastung durch die allgemeine Risikoaversion aufzufangen. Die technischen Maßnahmen betreffen zugleich die Zuverlässigkeit des Netzwerks, nicht unmittelbar die Nachfrage nach dem Token.
Stand heute, 25. Oktober: XRP – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in XRP investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 25. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.