Partners Group Aktie: Bain Capital übernimmt Gong cha
Partners Group zieht sich vollständig aus dem Bubble-Tea-Anbieter Gong cha zurück und realisiert damit Kredit- und Eigenkapitalpositionen im Zuge der Übernahme durch Bain Capital.

Kurz zusammengefasst
- Vollständiger Rückzug aus Gong cha
- Verkauf an Bain Capital
- Kredit- und Eigenkapitalpositionen realisiert
- Weitere Portfolioaktivitäten im August
Partners Group beendet sein Private-Credit-Engagement beim taiwanesischen Bubble-Tea-Konzern Gong cha. Der Rückzug hängt direkt mit dem Verkauf von Gong cha durch TA Associates an Bain Capital zusammen, den das Unternehmen selbst am heutigen Dienstag mitteilte. Für Partners Group bedeutet das den vollständigen Exit: sowohl die Kreditposition als auch die Minderheitsbeteiligung am Eigenkapital werden realisiert.
Ein Exit als Bestätigung des Geschäftsmodells
Der Ausstieg aus Gong cha reiht sich in eine ganze Serie laufender Portfoliobewegungen ein, mit denen Partners Group in den vergangenen Wochen für Schlagzeilen sorgte.
Erst am 17. August hatte das Unternehmen ein Mandat über eine Milliarde US-Dollar für Private Credit in Asien abgeschlossen, das nach Einordnung von Reuters das größte Geschäft dieser Art in der Region in diesem Jahr darstellt. Der Mandatsgeber, ein asiatischer institutioneller Investor, will über die Struktur in Senior- und Junior-Direct-Lending investieren.
Der Gong-cha-Exit zeigt, dass Partners Group sein Private-Credit-Buch aktiv managt und Positionen realisiert, sobald sich für Portfoliounternehmen ein Käufer findet. Für Anleger ist das ein Signal über die Liquidität der Strategie – ein Aspekt, der angesichts anhaltender Diskussionen um Rücknahmen aus Evergreen-Fonds an Bedeutung gewinnt.
Weitere Portfolioaktivität im August
Neben dem Gong-cha-Exit meldete Partners Group in den vergangenen Wochen mehrere weitere Transaktionen. Anfang August wurde die geplante Mehrheitsübernahme beim Data-Center-Power-Solutions-Anbieter AVK bekannt, seither hat die Aktie rund 0,7 Prozent verloren.
Zudem befand sich Partners Group in exklusiven Gesprächen über eine Beteiligung an Aroma-Zone, wobei Medienberichten zufolge eine Bewertung von 2,3 Milliarden US-Dollar im Raum steht.
Bei der Portfoliofirma Emeria setzt Partners Group zudem auf den Einsatz sogenannter agentic AI, um die Transformation im Property-Management-Sektor voranzutreiben. Auch aus dem US-Portfolio kamen positive Nachrichten: HVAC-Beteiligungen profitierten von extremen Wetterlagen und der damit verbundenen Kühlnachfrage.
Kurs bewegt sich seitwärts, Blick richtet sich auf H1-Zahlen
An der Börse zeigte die Nachricht zunächst keine große Wirkung. Die Aktie notiert bei 770,00 Euro und damit nahezu unverändert zum Vortag, nachdem sie in den vergangenen 30 Tagen bereits um 6,1 Prozent zugelegt hatte. Vom 52-Wochen-Hoch bei 1.240,00 Euro aus dem September vergangenen Jahres bleibt das Papier weiterhin deutlich entfernt.
Anleger richten den Blick nun auf den für den 27. August angekündigten Investor Update von PGPE Ltd, für den Partners Group als Investment Manager fungiert und der auf ungeprüften Zahlen zum 30. Juni basiert.
Die Deutsche Bank hatte die Aktie bereits am 11. August von „Kaufen“ auf „Halten“ zurückgestuft und das Kursziel von 840 auf 785 Schweizer Franken gesenkt – eine Einschätzung, die angesichts des seitherigen Kursverlaufs weiterhin im Raum steht, auch wenn sie inzwischen mehr als zwei Wochen zurückliegt.
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