Der Sportwagenbauer aus Zuffenhausen gerät weiter unter Druck. Während die Aktie am Mittwochmorgen knapp über 41 Euro notiert, verschärfen gleich zwei Analysehäuser ihre Kritik. Die Kernbotschaft: Eine schnelle Trendwende bleibt vorerst Wunschdenken.
Die wichtigsten Fakten:
* Bernstein Research bestätigt „Neutral“ bei 50 Euro Kursziel
* Warnung vor sinkenden Großhandelsvolumina im laufenden Quartal
* Kepler Cheuvreux erwartet Entlastung durch niedrigere Restrukturierungskosten
* Aktie verliert seit Jahresbeginn 12,4 Prozent an Wert
Volumenproblem verschärft sich
Stephen Reitman von Bernstein Research bringt die Herausforderung auf den Punkt: Die Großhandelsvolumina geben nach. Erschwerend kommt hinzu, dass das vierte Quartal 2024 außergewöhnlich stark ausfiel. Dieser statistische Basiseffekt lässt die aktuellen Rückgänge noch deutlicher hervortreten. Der Analyst sieht daher keinen Grund, von seiner neutralen Haltung abzuweichen.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Im Gesamtjahr 2025 brach der Absatz um 10 Prozent auf 279.449 Fahrzeuge ein – der stärkste Umsatzrückgang seit 16 Jahren. Besonders schmerzhaft: Der chinesische Markt, einst Wachstumstreiber, verzeichnete ein Minus von 26 Prozent.
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Kostenseite zeigt erste Entspannung
Kepler Cheuvreux liefert zumindest einen Hoffnungsschimmer. Die Analysten Michael Raab und Alexandre Raverdy rechnen für 2026 mit einer positiven Cash-Conversion. Ihre Begründung: Die Restrukturierungskosten, die 2025 massiv auf die Margen drückten, sollen im laufenden Jahr deutlich sinken. Die Elektro-Transformation hatte das Unternehmen zuletzt 1,8 Milliarden Euro gekostet.
Parallel dazu meldet die Tochtergesellschaft Porsche Engineering am Mittwoch einen strategischen Schritt. Der Dienstleister bietet künftig Entwicklungsleistungen für Lademanagementsysteme an. Ein Signal, dass der Konzern trotz aller Widrigkeiten an der E-Mobilität festhält.
Anleger bleiben vorsichtig
Die Aktie dümpelt bei 41,42 Euro vor sich hin und notiert damit knapp über ihrem 52-Wochen-Tief von 39,81 Euro. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 45,18 Euro – ein Beleg für die anhaltende Schwäche. Der Konsens der Analysten bleibt gespalten zwischen Verkaufs- und Halte-Empfehlungen. Das Kursziel von Bernstein bei 50 Euro impliziert zwar ein Aufwärtspotenzial von rund 20 Prozent, doch die operativen Probleme dürften die Erholung verzögern. Solange die Absatzzahlen nicht stabilisieren, bleiben institutionelle Investoren skeptisch.
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