Nach der Kurskorrektur im Dezember richten sich die Blicke bei Broadcom wieder nach oben. Der Halbleiter-Konzern konnte einen entscheidenden operativen Erfolg verbuchen: Die Bestätigung eines fünften Großkunden für maßgeschneiderte KI-Chips. Analysten sehen darin nicht nur einen finanziellen Gewinn, sondern den Startschuss für eine potenzielle Neubewertung der Aktie, die zuletzt eine Verschnaufpause einlegte.
Neuer Kunde füllt die Bücher
Auslöser für den aktuellen Optimismus ist eine Analyse von Envision Research, die Broadcom am heutigen Mittwoch auf „Buy“ hochstufte. Der zentrale Treiber ist die Bestätigung eines fünften großen Abnehmers für kundenspezifische Beschleuniger-Chips (XPU). Dieser neue Deal fügt dem ohnehin massiven Auftragsbestand von aktuell 73 Milliarden US-Dollar weitere Bestellungen im Wert von rund einer Milliarde US-Dollar hinzu.
Für Marktbeobachter festigt diese Entwicklung Broadcoms Position als wichtigste Alternative zu Nvidia. Besonders Hyperscaler, die auf maßgeschneiderte Silizium-Lösungen statt auf Standard-Chips setzen, treiben das Geschäft voran. Envision Research betont, dass die Bewertung der Aktie nach dem Rücksetzer infolge der Dezember-Quartalszahlen nun wieder attraktiv erscheint, insbesondere angesichts der verbesserten Umsatzsichtbarkeit durch den neuen Klienten.
Finanzen und Insider im Blick
Parallel zum operativen Wachstum optimiert das Management die Kapitalstruktur. Anfang Januar platzierte das Unternehmen erfolgreich Anleihen im Volumen von 4,5 Milliarden US-Dollar mit Laufzeiten bis 2056. Die Mittel dienen primär der Refinanzierung bestehender Schulden, die noch aus der Zeit vor der Übernahme stammen und 2026 fällig geworden wären.
Anleger sollten jedoch auch die jüngsten Insider-Aktivitäten im Auge behalten:
* CEO Hock E. Tan: Verkaufte am 6. Januar 70.000 Aktien (Wert ca. 24,3 Mio. USD).
* CFO Kirsten Spears: Verkaufte am 31. Dezember 30.000 Aktien.
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Obwohl Insider-Verkäufe oft kritisch beäugt werden, relativiert sich das Bild durch das Volumen. Die Transaktionen machen nur einen Bruchteil des Streubesitzes aus, und der gesamte Insider-Anteil am Unternehmen liegt stabil bei etwa 2,0 Prozent.
Charttechnik und Ausblick
Technisch befindet sich die Aktie in einer Konsolidierungsphase. Chartanalysten identifizieren derzeit einen Widerstandsbereich knapp unter der 360-Dollar-Marke. Der breite Konsens an der Wall Street bleibt mit 46 Kaufempfehlungen bei 48 Analysten und einem mittleren Kursziel von rund 438 US-Dollar ausgesprochen bullisch.
Der Fokus liegt nun auf der technischen Hürde bei 359 US-Dollar. Gelingt der Ausbruch über diesen Widerstand, könnte der übergeordnete Aufwärtstrend wieder aufgenommen werden. Fundamental stützt die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 mit einem erwarteten Umsatz von 96,3 Milliarden US-Dollar sowie der solide Boden um die 350-Dollar-Marke dieses Szenario.
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