Micron Aktie: Speicher-Knappheit als Treiber?
Knappes Speicherangebot stützt die Preiserwartungen; zugleich bleiben Microns Bonusmodell und der Tarifstreit in Taiwan Thema.

Kurz zusammengefasst
- Micron-Aktie gewinnt gestern 2,7 Prozent
- SK Hynix meldet volle Speicherproduktion bis 2029
- Micron kündigte Bonusprogramm ab Geschäftsjahr 2027 an
- Tarifkonflikt in Taoyuan bleibt ungelöst
Micron Technology legte gestern im Zuge einer Erholung der Halbleiterwerte um 2,7% zu. Medienberichten zufolge stützten Erwartungen an weiter steigende Speicherpreise die Bewegung: Apple hatte vor höheren Speicherkosten gewarnt, die seine Margen belasten, und einen weiteren Preisanstieg bis ins nächste Jahr in Aussicht gestellt. Die Erholung folgte auf Verluste in der vorherigen Sitzung.
Knappes Angebot stützt Preiserwartungen
Zusätzlichen Rückhalt lieferten Aussagen von SK Hynix. Medienberichten zufolge hatte der Wettbewerber Ende Oktober erklärt, seine Produktion von DRAM- und HBM-Speichern sei bis einschließlich 2029 praktisch ausverkauft. Der Bericht brachte diese Signale mit Erwartungen einer anhaltenden Preisstärke im Speichersektor in Verbindung.
SK Hynix erklärte am 28. Oktober zudem, die Angebotsknappheit bei Speicherchips könne bis 2030 anhalten. Langfristige Vereinbarungen deckten mehr als 50 Prozent der geplanten Produktionskapazität für 2027 und 2028 ab.
Bonusprogramm und offener Tarifkonflikt
Bei Micron steht unterdessen die Vergütung der Beschäftigten in Taiwan weiter im Fokus. Medienberichten vom Freitag zufolge sollten berechtigte Mitarbeiter eine einmalige Anerkennungszahlung von US$31.000 erhalten. Der Streit mit der Gewerkschaft am Standort Taoyuan blieb dem Bericht zufolge ungelöst.
Micron hatte am 22. Oktober ein weltweites, erfolgsabhängiges Quartalsbonusprogramm ab dem Geschäftsjahr 2027 angekündigt, das das jährliche Anreizprogramm ergänzt. Nach Unternehmensangaben berechnet sich der Bonustopf aus dem Gewinn nach Steuern abzüglich der geplanten Investitionsausgaben des folgenden Quartals.
Die Hälfte der Zahlungen soll nach Veröffentlichung der Ergebnisse bar ausgezahlt werden. Der Rest entfällt auf Aktien, über die Beschäftigte nach einem Jahr verfügen können. Für Taiwan kündigte Micron außerdem höhere Altersvorsorgebeiträge und Schichtzulagen an. Eine weitere Verhandlungsrunde mit der Taoyuan-Gewerkschaft war Medienberichten zufolge vorläufig für den 6. November angesetzt.
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