Der Ölpreis verharrt auf niedrigem Niveau. Brent notiert bei rund 63 Dollar je Barrel, WTI bei etwa 59 Dollar. Beide Sorten hatten 2024 bereits fast ein Fünftel an Wert verloren – die schlechteste Jahresperformance seit 2020. Und nun? Goldman Sachs zeichnet für 2026 ein noch düstereres Bild.
Die US-Investmentbank prognostiziert für dieses Jahr einen durchschnittlichen Brent-Preis von 56 Dollar, für WTI 52 Dollar. Im vierten Quartal könnte Brent sogar auf 54 Dollar abrutschen. Der Grund: Goldman erwartet einen massiven Angebotsüberschuss von 2,3 Millionen Barrel pro Tag. Das dürfte die OECD-Lagerbestände anschwellen lassen.
Geopolitik als Wild Card
Doch kann sich der Markt auf diese Prognose verlassen? Die jüngsten Ereignisse zeigen: Geopolitische Risiken bleiben unberechenbar. Allein in der vergangenen Woche schossen die Preise um rund drei Dollar nach oben, als die Lage im Iran eskalierte. Massenproteste trotz Internet-Blockade und steigender Todeszahlen – die EU erwägt neue Sanktionen.
Parallel drängt US-Präsident Trump amerikanische Ölkonzerne, sich in Venezuela zu engagieren. Das Land verfügt über die weltweit größten Ölreserven, doch die Infrastruktur liegt am Boden. Bis venezolanisches Öl wieder in relevanten Mengen fließt, dürfte es dauern.
Non-OPEC-Produktion als Preisdrücker
Goldman sieht den Schlüssel zur Marktbalance in niedrigeren Preisen: Nur so lasse sich das Wachstum der Non-OPEC-Produktion bremsen und gleichzeitig die Nachfrage stützen. Für 2027 hat die Bank ihre Prognose bereits nach unten korrigiert – auf durchschnittlich 58 Dollar für Brent und 54 Dollar für WTI.
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Grund sind höhere Produktionserwartungen aus den USA, Venezuela und Russland. Allein bei Russland rechnet Goldman mit 0,5 Millionen Barrel täglich mehr als bisher angenommen. Eine Erholung? Frühestens gegen Ende des Jahrzehnts, wenn Jahre geringer Investitionen in langfristige Projekte auf anhaltend solides Nachfragewachstum treffen.
OPEC bleibt untätig
Die Analysten erwarten keine Produktionskürzungen der OPEC, trotz niedriger spekulativer Positionierung und anhaltender geopolitischer Spannungen. Das Risiko für die Preisprognosen? Eher nach unten gerichtet. Goldman empfiehlt Investoren daher, den Brent-Time-Spread zwischen dem dritten Quartal 2026 und Dezember 2028 zu shorten. Ölproduzenten rät die Bank, sich gegen Preisrückgänge 2026 abzusichern.
Der Vergleich macht deutlich, wie weit der Markt gefallen ist: Ende 2022 kostete Brent noch 85 Dollar. Kurz nach Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 schnellte der Preis sogar auf fast 140 Dollar. Von diesen Niveaus ist der Markt weit entfernt – und Goldman sieht vorerst keinen Grund für eine nachhaltige Erholung.
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