MSD Aktie: Welireg-Lenvima-Freigabe!

Die FDA genehmigte Welireg plus Lenvima nach Immuntherapie; zugleich zog MSD einen Zulassungsantrag für ein Lungenkrebs-Mittel zurück.

Redaktion Stock-World ·
Abstrakte Darstellung moderner pharmazeutischer Forschung und medizinischer Innovation in einem Labor. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • FDA genehmigt Welireg und Lenvima
  • 14,6 Monate progressionsfreies Überleben erreicht
  • MSD zieht Ifinatamab-Antrag freiwillig zurück
  • Winrevair-Fachinformation von der FDA aktualisiert

Der US-Pharmakonzern MSD baut seine onkologische Präsenz durch regulatorische Erfolge weiter aus. Die US-Gesundheitsbehörde FDA erteilte die Zulassung für eine Kombinationstherapie aus Welireg und Lenvima, die MSD gemeinsam mit Eisai entwickelt hat. Die Freigabe gilt für erwachsene Patienten mit fortgeschrittenem klarzelligem Nierenzellkarzinom, die zuvor bereits mit einem PD-1- oder PD-L1-Inhibitor behandelt wurden.

An der Börse notiert die Aktie von MSD heute bei 127,38 Euro. Nach kräftigen Kursgewinnen im Jahresverlauf liegt der Titel lediglich 5,6 % unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Studiendaten stützen Kombinationstherapie

Grundlage für die Entscheidung der US-Behörden sind die Resultate der Phase-3-Studie LITESPARK-011. In der Untersuchung zeigte die Kombination aus Welireg und Lenvima einen statistisch signifikanten Vorteil gegenüber dem Vergleichspräparat Cabozantinib.

Das mediane progressionsfreie Überleben belief sich im Studienarm mit der MSD-Kombination auf 14,6 Monate. Unter Cabozantinib lag dieser Wert bei 10,6 Monaten. Mit der Zulassung erschließt sich für das Unternehmen ein wichtiges Anwendungsgebiet bei Patienten, deren Tumorerkrankung nach vorangegangenen Immuntherapien weiter fortgeschritten ist.

Dämpfer bei Lungenkrebs-Projekt

Nicht alle jüngsten regulatorischen Schritte verliefen jedoch ohne Anpassungen. Gemeinsam mit dem Partner Daiichi Sankyo zog MSD am 25. September den US-Biologika-Lizenzantrag für das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Ifinatamab Deruxtecan zurück.

Der Schritt erfolgte freiwillig nach vertieften Konsultationen mit der FDA bezüglich des Einsatzes bei bereits vorbehandeltem kleinzelligem Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium. Das Entwicklungsprogramm ist damit jedoch nicht beendet: Die laufende Phase-3-Studie IDeate-Lung02 wird wie geplant fortgesetzt, um weitere klinische Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit zu erheben.

Dynamik in der späten Entwicklungsphase

Parallel dazu treibt das Unternehmen Zulassungserweiterungen in anderen Indikationen voran. Für das Lungenhochdruck-Medikament Winrevair genehmigte die FDA eine Aktualisierung der Fachinformation.

Basis hierfür waren die Ergebnisse der Phase-3-Studie HYPERION bei frisch diagnostizierten Erwachsenen mit pulmonaler arterieller Hypertonie. Die Behandlung führte zu einer Reduktion des Risikos klinischer Verschlechterungsereignisse um 76 % gegenüber Placebo.

International verbuchte MSD ebenfalls Fortschritte bei seinem umsatzstarken Antikörper Keytruda. Das japanische Gesundheitsministerium MHLW erteilte die Zulassung für Keytruda Qlex zur subkutanen Verabreichung über sämtliche in Japan genehmigten Indikationen hinweg.

Zudem gab der Ausschuss für Humanarzneimittel der europäischen Arzneimittelagentur EMA eine positive Empfehlung für den Einsatz von Keytruda in Kombination mit Padcev bei muskelinvasivem Blasenkrebs ab. Eine Entscheidung der Europäischen Kommission steht im vierten Quartal 2026 an.

Unterstützt von diesen Fortschritten in der späten klinischen Entwicklung verzeichnet die MSD-Aktie seit Jahresanfang einen Zuwachs von 41 %. Ende des Monats richtet sich der Blick der Anleger auf die Bilanz: Für den 29. Oktober hat der Konzern seine Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen des dritten Quartals 2026 angesetzt.

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MSD Aktie

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Sektor Gesundheitswesen
Div.-Rendite 2,22 %
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