SanDisk: JPMorgan setzt Kursziel auf 2.250 Dollar

SanDisk erhält Rückenwind von Analysten und Großinvestoren. Neue KI-Speicherprodukte und ein milliardenschwerer Auftragsbestand untermauern die Wachstumsstory.

Dieter Jaworski ·
SANDISK Aktie

Kurz zusammengefasst

  • JPMorgan startet mit Overweight und 2.250 Dollar Kursziel
  • Hedgefonds Situational Awareness stockt SANDISK-Anteile auf
  • Neue NAS-SSDs und KI-Flash-Generation vorgestellt
  • Auftragsbestand von 93,9 Milliarden US-Dollar gemeldet

Die strategische Neuausrichtung von SanDisk auf spezialisierte Speicherlösungen für künstliche Intelligenz gewinnt an Dynamik. Nach der Vorstellung neuer Hardware-Produkte und ambitionierter Langfristziele signalisieren nun auch prominente Analysten und institutionelle Investoren verstärktes Vertrauen in das Aufwärtspotenzial des Unternehmens.

Analystenlob und Engagement von Großinvestoren

Am Freitag nahm das Bankhaus JPMorgan die Beobachtung der SanDisk-Aktie wieder auf. Analyst Harlan Sur stufte den Wert mit „Overweight“ ein und setzte ein Kursziel von 2.250 US-Dollar. Zur Begründung hieß es, SanDisk sei in einer einzigartigen Position, um von strukturellen Verschiebungen bei der Nachfrage nach NAND-Flash-Speichern zu profitieren.

Diese Entwicklung werde insbesondere durch den steigenden Bedarf an KI-Inferenz-Anwendungen vorangetrieben. In der Folge passten Medienberichten zufolge auch die Analysten von Wells Fargo und RBC Capital Markets ihre Kursziele für den Speicherhersteller an.

Parallel zu den positiven Analystenstimmen unterstreichen aktuelle Pflichtmitteilungen das Interesse der institutionellen Anleger. Der Hedgefonds Situational Awareness gab vorgestern bekannt, dass SanDisk inzwischen die größte Position in seinem Portfolio einnimmt. Zum Stichtag am 30. Juni hielt der Fonds rund 2,5 Millionen Aktien, was zu diesem Zeitpunkt einem Marktwert von über 5,6 Milliarden US-Dollar entsprach.

Neue Hardware für anspruchsvolle Speicherumgebungen

Das Unternehmen untermauerte am Donnerstag seine Marktansprüche durch die Vorstellung eines neuen Produktportfolios für Network-Attached Storage (NAS). Die neuen Serien SanDisk NAS 600 SATA und SanDisk NAS 800 NVMe nutzen die PCIe 5.0-Schnittstelle und sind speziell für eine hohe Belastbarkeit in Umgebungen mit vielen gleichzeitigen Nutzern konzipiert. Diese SSDs sollen ab September im Einzelhandel verfügbar sein.

Bereits am Montag hatte SanDisk zusammen mit seinem Partner Kioxia die neunte Generation ihrer Hochleistungs-Flash-Technologie präsentiert. Die Architektur mit der Bezeichnung „CMOS directly Bonded to Array“ (CBA) ist darauf ausgelegt, die Speicherleistung in Rechenzentren für KI-Infrastrukturen signifikant zu optimieren.

Massive Auftragsbestände und Rückkäufe

Die Zuversicht des Managements stützt sich auf eine prall gefüllte Pipeline. Im Rahmen des „In Focus 2026“-Investorentags vor gut einer Woche wurde ein mehrjähriger Auftragsbestand von 93,9 Milliarden US-Dollar ausgewiesen.

Bis zum Geschäftsjahr 2030 plant das Unternehmen, eine Bruttomarge von 80 % zu erreichen. Das Finanzmodell für den Zeitraum von 2028 bis 2030 sieht zudem ein jährliches Umsatzwachstum im mittleren bis hohen zweistelligen Prozentbereich vor.

Zur Unterstützung des Aktienkurses hat SanDisk ein neues Rückkaufprogramm im Volumen von 15,5 Milliarden US-Dollar autorisiert. Dies folgt auf bereits ausgeführte Repurchases in Höhe von 4,5 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026. Trotz dieser fundamentalen Fortschritte notiert das Papier an der Börse derzeit unter kurzfristigen Trendlinien.

Der Schlusskurs am Freitag lag bei 1.360,00 €, womit der Wert etwa 6,1 % unter seinem gleitenden Durchschnitt der letzten 50 Tage von 1.448,50 € liegt. Angesichts der fundamentalen Guidance und der technologischen Neuvorstellungen bleibt die Frage, wie schnell der Markt die langfristigen Wachstumsversprechen in die aktuelle Bewertung einpreist.

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