Antimony Resources Aktie: Ministerbesuch am 4. Juni
Antimony Resources treibt Bald Hill voran, während der Aktienkurs nach starkem Jahresplus korrigiert. Politische Unterstützung wächst.

Kurz zusammengefasst
- Ministerbesuch signalisiert politisches Interesse
- Genehmigungsantrag für Q4 2026 geplant
- Aktie korrigiert nach starkem Jahresanstieg
- Ressourcenschätzung als nächster Katalysator
Der Antimon-Boom hat Antimony Resources Corp. innerhalb eines Jahres von 0,06 Euro auf über einen Euro katapultiert. Jetzt, bei 0,42 Euro, kämpft die Aktie mit der Korrektur — und mit der Frage, ob der operative Fortschritt das Tempo halten kann.
Provinzregierung schaut genau hin
Am 4. Juni besuchte der Minister für natürliche Ressourcen von New Brunswick, John Herron, gemeinsam mit drei hochrangigen Beamten das Bald Hill-Projekt. Die Gruppe verbrachte mehrere Stunden vor Ort. Sie besichtigte die Bohrzonen Marcus und Main sowie die Kernverarbeitungsanlage in Penobsquis.
Der Besuch signalisiert wachsendes politisches Interesse an dem Projekt. Die Marktreaktion blieb trotzdem aus. Der Kurs hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich von seinem März-Hoch bei 1,05 Euro entfernt.
CEO Jim Atkinson trat am 11. Juni in einem Investorengespräch auf InvestorNews.com auf. Atkinson war früher Chefgeologe der Lake George Antimony Mine in New Brunswick — einst die einzige produzierende Antimonmine Nordamerikas. Seine Kernbotschaft: China hat die Antimonexporte gestoppt. Damit gelangt praktisch kein Antimon mehr nach Nordamerika.
Genehmigungsprozess nimmt Form an
Das Unternehmen hat das Beratungsunternehmen GEMTEC Consulting Engineers and Scientists beauftragt. GEMTEC soll einen detaillierten Regulierungsfahrplan für Bald Hill entwickeln. Konkret geht es darum, alle relevanten Gesetze, Behörden und Genehmigungsanforderungen zu kartieren.
Das Unternehmen plant, den formellen Genehmigungsantrag zwischen dem vierten Quartal 2026 und dem ersten Quartal 2027 einzureichen. Voraussichtlich wird eine provinzielle Umweltverträglichkeitsprüfung nötig sein. Ob zusätzlich eine bundesweite Prüfung erforderlich wird, ist noch offen.
Geopolitischer Rückenwind — aber Korrektur läuft
Der strategische Kontext bleibt stark. Die USA stufen Antimon als kritisches Mineral ein. Anwendungsgebiete reichen von Munition und Militärhardware über Nachtsichtgeräte bis hin zu Langzeitspeichern für Energie. Im Mai 2026 sicherte sich Perpetua Resources einen Kredit von rund 2,9 Milliarden US-Dollar von der US-amerikanischen Export-Import Bank — für ein Gold-Antimon-Projekt in Idaho. Das zeigt, wie ernst die US-Regierung die Versorgungssicherheit nimmt.
Für Antimony Resources bleibt der Kurs dennoch unter Druck. Mit einem Minus von knapp 27 Prozent in den vergangenen 30 Tagen und einem Abstand von rund 32 Prozent zum 50-Tage-Durchschnitt von 0,62 Euro spiegelt der Kurs die Unsicherheit der Explorationsphase wider. Auf Jahressicht steht noch immer ein Plus von rund 490 Prozent — gemessen am Tief von 0,06 Euro im Juni 2025.
Der nächste konkrete Katalysator ist die Ressourcenschätzung von SRK, die bis Ende Juni erwartet wird. Fällt sie stark aus, könnte die Korrektur stoppen. Enttäuscht sie, dürfte der Druck auf den Kurs zunehmen.
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