Almonty Aktie: Abnahmevertrag mit Global Tungsten erweitert
Almonty startet 300-Millionen-Dollar-Aktienrückkauf nach Produktionsbeginn in Südkorea. Großinvestoren wie BlackRock stockten zuvor auf, während das Unternehmen seine Börsennotierungen in Toronto und Australien aufgibt.

Kurz zusammengefasst
- 300-Millionen-Dollar-Rückkaufprogramm beschlossen
- Sangdong-Mine startet aktive Verarbeitung
- BlackRock und T. Rowe erhöhen Anteile
- Rückzug von TSX und ASX geplant
Ein Wolfram-Produzent kauft für 300 Millionen Dollar eigene Aktien zurück. Gleichzeitig ziehen sich große Investoren still und leise von zwei Börsenplätzen zurück. Bei Almonty Industries verdichten sich mehrere Entwicklungen zu einer Geschichte über Vertrauen in die eigene Bewertung.
Aktienrückkauf mit langem Atem
Der Verwaltungsrat von Almonty genehmigte am 17. August 2026 ein Rückkaufprogramm im Volumen von bis zu 300 Millionen US-Dollar. Der Zeitraum: 36 Monate, Start ist der 24. August. Das Unternehmen darf dabei bis zu 14,4 Millionen eigene Aktien zurückkaufen.
Der Markt reagierte umgehend. Die Aktie legte am Tag der Ankündigung um 6,3 Prozent zu. Marktbeobachter werten das Programm als Signal: Das Management sieht die aktuelle Bewertung als attraktiv an und bietet Anlegern damit eine direkte Rendite-Perspektive.
Sangdong liefert die Basis
Der Rückkauf kommt nicht aus dem Nichts. Er folgt auf eine Serie operativer Fortschritte am Flaggschiff-Projekt Sangdong in Südkorea. Im Juli hatte Almonty bekanntgegeben, dass die Mine mit der Verarbeitung begonnen hat.
Kurz danach erweiterte das Unternehmen eine langfristige Abnahmevereinbarung mit Global Tungsten & Powders. Die Laufzeit wächst um sechs Jahre – von 15 auf 21 Jahre ab dem ersten Liefertermin. Das Gesamtvolumen steigt von 3,15 Millionen auf 4,41 Millionen Metric Tonne Units Wolframkonzentrat, ein Plus von 40 Prozent.
Nach Abschluss der Hochlaufphase garantiert der Vertrag mindestens 210.000 MTU pro Jahr. Die verbesserten Preiskonditionen erhöhen den erwarteten Erlös je gelieferter Einheit über die gesamte Vertragslaufzeit um 6,3 Prozent. Für ein Unternehmen, das gerade erst in die aktive Produktion eingestiegen ist, ist das eine erhebliche Absicherung künftiger Einnahmen.
Große Namen bauen Positionen auf
Regulatorische Meldungen zeigen ein deutliches Bild: Institutionelle Anleger haben schon vor der Rückkauf-Ankündigung aufgestockt. Im letzten Quartal erhöhten 136 Institutionen ihre Almonty-Positionen, 76 reduzierten sie.
BlackRock kaufte 6,08 Millionen Aktien im Wert von schätzungsweise 100,6 Millionen Dollar hinzu. Price T Rowe Associates investierte rund 94,7 Millionen Dollar in 5,72 Millionen Aktien. T. Rowe Price Investment Management legte weitere 5,05 Millionen Aktien für etwa 83,6 Millionen Dollar nach.
Nicht alle zogen mit. Einige Hedgefonds, die zuvor größere Anteile hielten, stiegen im selben Zeitraum komplett aus. Die Analystenabdeckung bleibt schmal, aber konstruktiv: Drei Analysten haben in den vergangenen sechs Monaten Kursziele für Almonty vergeben, im Median bei 25 Dollar. Nick Giles von B. Riley Securities setzte im März 2026 ein Ziel von 23 Dollar.
Börsenrückzug parallel zum Rückkauf
Während der Rückkauf läuft, ordnet Almonty seine Notierungsstruktur neu. Zum Handelsschluss am 31. Juli 2026 zog sich das Unternehmen freiwillig von der Toronto Stock Exchange zurück. Die formale Genehmigung für den Delisting-Antrag an der australischen ASX folgte nach Regel 17.11.
Der ASX-Rückzug soll am 1. September 2026 wirksam werden. Die CHESS Depositary Interests werden bereits am 28. August 2026 ausgesetzt. Nach beiden Delistings bleibt Almonty an der Nasdaq unter dem Kürzel „ALM“ und an der Frankfurter Börse unter „ALI1″ notiert.
Das Management begründet den Schritt mit der Handelsliquidität. Der Großteil des täglichen Volumens läuft mittlerweile über die Nasdaq, während die Aktivität an TSX und ASX spürbar zurückgegangen ist.
Sangdong ist von der Inbetriebnahme in die aktive Verarbeitung übergegangen. Gestützt wird das Vorhaben zusätzlich durch eine im Frühjahr platzierte Wandelanleihe über 800 Millionen US-Dollar, die die Bilanz gestärkt hat. Der Rückkauf gibt der bislang von Produktionshochlauf und Abnahmeverträgen geprägten Geschichte nun einen direkten Kapitalrückführungs-Hebel. Ab dem 24. August dürfte die Umsetzung des Programms im Mittelpunkt stehen – parallel zu den nächsten Produktionszahlen aus Sangdong.
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