Cardano: Zwischen Druck und Fortschritt

Der ADA-Kurs notiert deutlich unter seinem Jahreshoch, während institutionelle ETF-Pläne und die Übertragung von Stimmrechten an die Community die strukturelle Basis des Projekts festigen.

Kurz zusammengefasst:
  • Technischer Druck mit Kurs nahe wichtiger Unterstützung
  • ARK-ETF-Antrag beinhaltet Cardano als Bestandteil
  • Stiftung delegiert 220 Millionen ADA an Community-Vertreter
  • Ausbau des Datenschutz-Ökosystems mit Midnight

Cardano steht zum Wochenstart unter technischem Druck, gleichzeitig schreiten Governance-Reformen und institutionelle Anbindung voran. Während der Kurs weiter unter seinem jüngsten Hoch notiert, verstärken ETF-Pläne und Dezentralisierungs­schritte das Fundament des Projekts. Entscheidend ist nun, ob der Markt den Fokus auf die schwachen Charts oder die strukturellen Fortschritte legt.

Technisches Bild: Schwacher Trend, wichtige Zone

Der ADA-Kurs liegt aktuell bei 0,34 US‑Dollar und damit klar unter dem 50‑Tage-Durchschnitt von 0,38 US‑Dollar. Gegenüber dem 52‑Wochen-Hoch von 0,87 US‑Dollar beträgt der Rückgang rund 60 %, was den anhaltenden Korrekturmodus unterstreicht.

Cardano

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Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt mit 32,5 bereits nahe am überverkauften Bereich. Das signalisiert schwungloses Kaufinteresse und einen müden Markt. Der jüngste Rückgang bis an die Unterstützungszone um 0,30 bis 0,35 US‑Dollar zeigt, wie sensibel die Lage ist: Ein Bruch der Marke von 0,30 US‑Dollar könnte nach Einschätzung von Marktbeobachtern weiteren Abgabedruck in Richtung 0,27 US‑Dollar auslösen, während im Bereich um 0,37 US‑Dollar ein erster Widerstand wartet.

Parallel dazu deutet die Entwicklung am Derivatemarkt auf nachlassende Spekulation hin. Das offene Interesse in Futures auf Binance ist auf den niedrigsten Stand seit Ende Dezember gefallen. Weniger gehebelte Positionen sprechen für abnehmende kurzfristige Wetten – oft ein Vorbote ruhigerer, aber auch richtungsentscheidender Phasen.

ARK-ETF: Institutionelle Bestätigung mit Einschränkungen

Auf der institutionellen Seite gab es zuletzt ein klares Signal: ARK Investment Management hat am 25. Januar den ARK CoinDesk 20 Crypto ETF beantragt. Cardano ist in diesem Produkt als einer der enthaltenen Coins vorgesehen, wenn auch mit einer Gewichtung von unter 5 %.

Diese relativ geringe Gewichtung ändert nichts daran, dass ADA damit in einem regulierten ETF-Kontext als etablierter Großwert behandelt wird. Der Schritt fügt sich in den Trend ein, dass Vermögensverwalter ihre Krypto-Exposure breiter aufstellen und nicht mehr ausschließlich auf Bitcoin und Ethereum setzen. Gleichzeitig bleibt sichtbar: Für spezielle Altcoin-Spot-ETFs sind die regulatorischen Hürden weiter hoch, weshalb die Einbindung in breiter gefasste Produkte derzeit der pragmatische Weg ist.

Governance: Mehr Dezentralisierung, weniger Stiftungsmacht

Parallel zur Marktschwäche verschiebt sich die Machtverteilung im Cardano-Ökosystem. Am 21. Januar hat die Cardano Foundation 220 Millionen ADA – beim aktuellen Preis rund 77 Millionen US‑Dollar – an elf communitygewählte Delegated Representatives (DReps) delegiert.

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Damit reduziert die Stiftung ihren direkten Einfluss auf Abstimmungen und stärkt unabhängige Akteure aus der Community. Dieser Schritt ist ein Kernbaustein der sogenannten Voltaire-Phase, in der Cardano zu einem weitgehend selbstverwalteten Netzwerk werden soll. Um die technische Basis für diese Veränderungen zu stabilisieren, wurde am 25. Januar zudem cardano-node-api v0.10.0 veröffentlicht, ein Update für die Infrastruktur der Blockchain.

Ökosystem: Midnight und Datenschutz-Fokus

Neben der Haupt-Blockchain arbeitet das Team am Ausbau des Ökosystems. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Partner-Chain Midnight (Token: NIGHT), die sich auf Datenschutz und Compliance fokussiert.

Cardano-Gründer Charles Hoskinson bewirbt das Projekt derzeit auf einer Japan-Tour, die am 23. Januar begonnen hat. Ein wichtiges Puzzlestück ist die frisch angekündigte Kooperation mit AlphaTON Capital: Gemeinsam soll Zero-Knowledge-Privacy-Technologie in KI-Produkte auf Telegram integriert werden. Auch wenn der NIGHT-Token nach einer Korrektur selbst eine Unterstützungszone um 0,058 US‑Dollar testet, zeigt die Partnerschaft, dass der Ausbau praktischer Anwendungsfälle im Vordergrund steht.

Stimmung: Verkaufssignale treffen auf Akkumulation

Interessant ist die Diskrepanz zwischen quantitativen Handelssignalen und On-Chain-Daten. Das Analysemodell von StockInvest.us stuft ADA derzeit als „Strong Sell“ ein, basierend auf dem jüngsten, schwachen Momentum. Gleichzeitig deuten On-Chain-Auswertungen darauf hin, dass größere Adressen („Whales“) die Kursschwäche nutzen und Positionen aufbauen. Für diese Marktteilnehmer scheint der Bereich unter 0,40 US‑Dollar eine attraktive Bewertungszone zu sein.

Auch in der Community zeigt sich dieses Spannungsfeld. Laut CoinMarketCap sind 86,6 % der erfassten Nutzerstimmen zu ADA positiv – ein Wert, der Cardano bei den großen Kryptowährungen in die Spitzengruppe der Optimisten bringt. Dem steht ein „Extreme Fear“-Wert von 20 im übergeordneten Krypto‑„Fear & Greed Index“ gegenüber, der die allgemeine Unsicherheit angesichts Makrolage und Marktkorrektur widerspiegelt.

Fazit: Kurzfristig fragil, strukturell solide

Kurzfristig bleibt Cardano technisch angeschlagen: Der Kurs liegt deutlich unter wichtigen Durchschnittslinien, das Momentum ist schwach und die Zone um 0,30 US‑Dollar bildet eine zentrale Marke für den weiteren Verlauf. Gleichzeitig stärken der geplante ARK-ETF, die Verlagerung von Stimmrechten in die Community und der Ausbau des Ökosystems rund um Midnight die strukturelle Basis des Projekts. Für die nächsten Wochen dürfte entscheidend sein, ob die Unterstützung im Bereich 0,30 bis 0,35 US‑Dollar hält – dann könnten die fundamental positiven Impulse stärker ins Gewicht fallen als das aktuelle technische Bild.

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