XRP: Wale kaufen 71 Millionen Token
Großanleger akkumulieren 71 Mio. XRP trotz Kursrückgang. Trotz Goldman-Ausstieg verzeichnen ETFs weiter Zuflüsse.

Kurz zusammengefasst
- Wale kaufen 71 Mio. Token
- Goldman Sachs verkauft ETF-Positionen
- XRP-ETFs ziehen 42 Mio. Dollar an
- Chart zeigt angespannte Lage
XRP zeigt derzeit ein ungewöhnliches Bild. Der Kurs bleibt schwach, während große Wallets sichtbar zukaufen. Das macht die Lage spannender als der Chart allein vermuten lässt.
Der Konflikt ist klar: Auf der einen Seite steht ein angeschlagener Token. Auf der anderen Seite zeigen On-Chain-Daten und ETF-Zuflüsse weiter Nachfrage. Kein Wunder, dass der Markt genauer hinschaut.
Wale kaufen in die Schwäche
Großanleger mit hohen XRP-Beständen kauften in der vergangenen Woche rund 71 Millionen Token am offenen Markt. Diese Käufe fielen in eine Phase, in der der Kurs bereits unter Druck stand.
Vom lokalen Hoch bei 1,52 US-Dollar rutschte XRP um rund acht Prozent auf etwa 1,36 US-Dollar ab. Solche Divergenzen zwischen fallenden Kursen und steigender Wal-Aktivität gelten oft als Frühzeichen für größere Bewegungen.
Auch das Netzwerk selbst sendet ein Signal. Am 24. Mai wurden mehr als 4.300 neue XRP-Ledger-Wallets registriert. Das war der viertgrößte tägliche Zuwachs des laufenden Jahres.
Am Montag notiert XRP bei 1,35 US-Dollar, nach einem Tagesplus von 0,75 Prozent. Seit Jahresanfang liegt der Token aber 28,06 Prozent im Minus.
Goldman steigt aus, ETFs ziehen Geld an
Für Aufmerksamkeit sorgten die Pflichtmitteilungen zum ersten Quartal 2026. Goldman Sachs hat seine gesamten XRP-ETF-Positionen im Wert von rund 154 Millionen US-Dollar verkauft. Die Bank hatte diese Positionen erst Ende 2025 aufgebaut.
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Betroffen waren Produkte mehrerer Anbieter, darunter Bitwise, Franklin Templeton, Grayscale und 21Shares. Der Schritt wirkt deshalb groß, auch wenn er den ETF-Markt bislang nicht aus der Bahn wirft.
Die sieben zugelassenen US-Spot-ETFs auf XRP verwalten inzwischen mehr als 1,3 Milliarden US-Dollar. Zusammen binden sie rund 896 Millionen XRP-Token.
In der vergangenen Woche flossen den XRP-Fonds etwa 42 Millionen US-Dollar zu. Das sticht hervor, weil etablierte Bitcoin-ETFs zur selben Zeit mit Abflüssen kämpften.
Chart bleibt angespannt
Technisch bleibt XRP angeschlagen. Der Token handelt unter wichtigen gleitenden Durchschnitten. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei 1,68 US-Dollar und bleibt damit deutlich entfernt.
Chartbeobachter verweisen außerdem auf komprimierte Bollinger-Bänder. Solche Phasen enden oft mit einer stärkeren Kursbewegung. Die Richtung ist damit aber noch nicht geklärt.
Kurzfristig rückt die Marke von 1,30 US-Dollar in den Blick. Fällt sie, könnte der Kursbereich um 1,14 US-Dollar wieder relevant werden. Hält diese Zone, bleibt eine Erholung in Richtung 1,55 US-Dollar möglich.
Damit ist XRP kein sauberer Trendfall. Die Wal-Käufe und ETF-Zuflüsse sprechen für weiter vorhandenes Interesse. Der Chart liefert aber erst oberhalb der nahen Widerstände ein belastbareres Signal.
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