Ciena Aktie: Unter Druck wegen KI-Sorgen?
Der Kursrückgang folgte einem Ausverkauf bei US-Technologiewerten; zugleich erhielt Ciena Aufträge von Space Norway und Openreach.

Kurz zusammengefasst
- Ciena-Aktie fällt auf 296,50 Euro
- Nasdaq gibt um 2,1 Prozent nach
- Space Norway vergibt Modernisierungsauftrag
- Openreach setzt auf Cienas Netzwerktechnik
Am Freitag geriet die Aktie von Ciena spürbar unter Druck und verzeichnete einen Kursrückgang von 6,7 Prozent auf 296,50 Euro. Auslöser der Kursverluste war kein unternehmensspezifisches Ereignis, sondern eine breit angelegte Verkaufswelle bei Technologiewerten an den US-Börsen.
Marktteilnehmer reagierten zunehmend vorsichtig auf die künftige Entwicklung sowie die Finanzierung der massiven Investitionen in die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz.
Laut der Nachrichtenagentur Associated Press büßte der technologieorientierte Index Nasdaq im Zuge dieser Sorgen 2,1 Prozent ein, wobei insbesondere Halbleiter- und Hardwarewerte Federn lassen mussten. Unternehmensseitige Nachrichten oder Neueinstufungen durch Analystenhäuser lagen für Ciena zum Wochenschluss nicht vor. Die Notierung rutschte durch die Abgaben unter ihren 50-Tage-Durchschnitt, der bei 328,59 Euro verläuft.
Frische Aufträge für Untersee- und Netzwerkinfrastruktur
Trotz der Eintrübung an den Märkten konnte der Netzwerkausrüster in der vergangenen Woche operative Fortschritte vorweisen. Am Dienstag vergab Space Norway einen schlüsselfertigen Modernisierungsauftrag an Ciena. Vereinbart wurde die Aufrüstung des bestehenden Unterseekabelsystems in Svalbard sowie die Ausrüstung des neuen arktischen Kabelprojekts Arctic Way mit Netzwerktechnik.
Die Nachfrage nach hochleistungsfähigen Übertragungswegen zeigte sich bereits wenige Tage zuvor bei einem weiteren Großprojekt: Am 7. Oktober gab Openreach bekannt, Cienas Plattform Waveserver und die optischen Module des Typs WaveLogic 6 zu integrieren. Ziel des britischen Telekommunikationsanbieters ist der Ausbau hochkapazitiver Verbindungen für Großkunden im Vereinigten Königreich.
Verstärkung im Management
Neben den Projektgewinnen regelte das Unternehmen zu Beginn der vergangenen Woche auch eine wichtige Personalie auf Vorstandsebene. Mit Wirkung vom Montag wurde Monika Fahlbusch zur Executive Vice President und Chief People Officer ernannt. In dieser Funktion zeichnet sie für die weltweite Personalstrategie und Mitarbeiterführung des Netzwerkausrüsters verantwortlich.
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