SpaceX Aktie: Starship Flight 14 ab 15. September
SpaceX verbindet neue Falcon-9-Missionen mit einem nahenden Starship-Test, wachsender Starlink-Aktivität und geplanten Orbit-Rechenzentren.

Kurz zusammengefasst
- Starship-Flug 14 frühestens am 15. September
- Falcon-9-Erststufe bei Militärmission gelandet
- Starlink erreicht 80. Mission des Jahres
- Aktie steigt binnen 30 Tagen 7,7 Prozent
SpaceX startet in eine dichte Woche mit Raumfahrtaktivität: Ein Falcon-9-Flug für den Satelliten SES O3b mPOWER von Cape Canaveral steht laut Medienberichten unmittelbar bevor, während gleichzeitig der nächste Teststart des Starship-Systems näher rückt. Beides zusammen zeigt, wie eng getaktet der operative Kalender des Unternehmens derzeit ist.
Für Flight 14 der Starship-Rakete wurden Startwarnungen ausgegeben, die einen möglichen Termin nicht vor dem 15. September nennen. Die Bodentests an Ship 41 und Booster 21, darunter statische Zündungen, sind laut Berichten bereits abgeschlossen. Ein erfolgreicher Flug wäre ein weiterer Baustein für das langfristig angelegte Starship-Programm, das SpaceX auch für Satellitenstarts und künftige Compute-Anwendungen im Orbit nutzen will.
Militärischer Auftrag unterstreicht Zuverlässigkeit
Am Donnerstag brachte SpaceX die geheime USSF-153-Mission der U.S. Space Force von der Vandenberg Space Force Base ins All. Die Falcon-9-Erststufe landete dabei erfolgreich, ein weiterer Beleg für die hohe Wiederverwendungsquote der Flotte.
Erst wenige Tage zuvor hatte ein Falcon-9-Booster mit seinem 23. Flug einen internen Rekord aufgestellt – ein Signal für die operative Reife des Startsystems, das mittlerweile als Rückgrat sowohl kommerzieller als auch staatlicher Weltraummissionen dient.
Die Kadenz bei Starlink bleibt parallel hoch: Anfang September deployte SpaceX im Rahmen der 80. Starlink-Mission des Jahres 27 weitere Satelliten von Vandenberg aus. Zudem kündigte das Unternehmen an, künftige Starlink-Missionen von Florida aus auf dem Starship-System zu fliegen – ein Hinweis darauf, dass Starship perspektivisch auch das Massengeschäft der Satellitenkonstellation übernehmen soll.
Kurs erholt sich, Rechenzentrums-Wachstum bleibt Treiber
Die Aktie schloss am Freitag bei 130,32 Euro und legte auf Tagessicht um 2,1 Prozent zu. Über 30 Tage steht ein Plus von 7,7 Prozent zu Buche, womit das Papier rund 11 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt notiert.
Zum 52-Wochen-Hoch von 194,46 Euro, erreicht im Juni, fehlen dennoch 33 Prozent – ein Abstand, der die hohe Schwankungsbreite der vergangenen Monate widerspiegelt.
Diese Volatilität erklärt sich auch aus der Vielzahl paralleler Geschäftsfelder, in denen SpaceX derzeit expandiert. Auf der Goldman-Sachs-Konferenz Communacopia + Technology hatte das Unternehmen erst vor wenigen Tagen bekräftigt, seine Ambitionen in der KI-Infrastruktur weiter auszubauen, inklusive geplanter Rechenkapazität im Orbit ab dem kommenden Jahr.
Der militärische Start, die anhaltende Starlink-Expansion und der bevorstehende Starship-Test fügen sich in dieses Bild eines Unternehmens, das gleichzeitig an mehreren Fronten wächst – Launch-Geschäft, Satelliteninternet und Rechenzentrums-Infrastruktur.
Auch international bleibt die Nachfrage nach SpaceX-gestützten Diensten hoch: Laut Reuters hat Großbritannien inzwischen knapp 40 Millionen US-Dollar für Satellitendienste des Unternehmens ausgegeben, ein Beleg für die wachsende Bedeutung von SpaceX im Bereich staatlicher Kommunikationsinfrastruktur.
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