Novo Nordisk Aktie: Rückkauf nähert sich 10-Milliarden-Marke
Der Konzern hat bereits über zwei Drittel seines 15-Milliarden-DKK-Rückkaufrahmens eingesetzt; BMO senkte das Kursziel auf 40 Dollar.

Kurz zusammengefasst
- 1.245.000 B-Aktien zurückgekauft
- Rückkäufe summieren sich auf 10,56 Milliarden DKK
- BMO reduziert Kursziel auf 40 Dollar
- Denecimig-Prüfung durch FDA verzögert
Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk setzt den Rückerwerb eigener Anteile fort und nähert sich der Zielmarke seines laufenden Rahmenprogramms. Wie das Unternehmen mitteilte, erwarb es zwischen dem 5. und 9. Oktober weitere 1.245.000 B-Aktien über die Börse. Damit summiert sich das Volumen seit dem Start der Maßnahme auf mehr als zehn Milliarden dänische Kronen.
Am Aktienmarkt sorgt die anhaltende Kapitalrückführung für eine gewisse Stütze, während das Papier heute um 1,6 Prozent auf 33,99 Euro nachgibt. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust bei Novo Nordisk auf 23 Prozent.
Großteil des Budgets bereits ausgeschöpft
Das am 4. Februar 2026 gestartete Rückkaufprogramm umfasst ein Gesamtvolumen von bis zu 15 Milliarden DKK über eine Laufzeit von zwölf Monaten. Bis einschließlich 9. Oktober kaufte das Unternehmen insgesamt 37.849.179 B-Aktien für eine Gesamtsumme von 10.558.876.422 DKK zurück. Damit hat der Konzern bereits mehr als zwei Drittel des vorgesehenen Budgets eingesetzt.
Die Transaktionen erfolgen in einem Marktumfeld, das von wachsender Skepsis der Investoren geprägt ist. Nach dem Kapitalmarkttag am 21. September trübte sich die Stimmung ein, da Marktteilnehmer konkretere kurzfristige Schritte zur Stabilisierung der Umsätze und zur Rückkehr auf den früheren Wachstumspfad vermissten. Hinzu kommen Gegenwind durch niedrigere Preise in den USA sowie ein schärferer Wettbewerb im Segment der GLP-1-Präparate.
Operativer Gegenwind und regulatorische Hürden
Zusätzliche Belastungen zeichnen sich auch im Heimatmarkt ab. Ende September brachte der Anbieter 2care4 die Wegovy-Pille über Parallelimporte auf den dänischen Markt. Nach Berichten des Fachdienstes Dagens Pharma wurde Novo Nordisk beim Vertrieb des oralen Präparats damit von einem Parallelimporteur überholt.
Parallel dazu sorgen regulatorische Entwicklungen für Verzögerungen. Die FDA verzögert die Denecimig-Zulassungsprüfung zur Behandlung von Hämophilie A vor rund zwei Wochen, da Sanierungsarbeiten an einer Produktionsstätte andauern.
Mängel bei der klinischen Wirksamkeit oder den Sicherheitsdaten stellte die US-Behörde zwar nicht fest, ein neuer Zeitplan für den Bescheid steht jedoch noch aus. Nach Angaben von Novo Nordisk berührt diese Verzögerung den Finanzausblick für das Jahr 2026 nicht. Das Management peilt für den Fall einer Zulassung weiterhin eine Markteinführung in den USA in der ersten Jahreshälfte 2027 an.
Auch auf Vertriebsebene gab es zuletzt Dämpfer: Eine Geldstrafe gegen Novo Nordisk vor gut drei Wochen durch die dänische Institution Enli in Höhe von 45.000 DKK zuzüglich Mehrwertsteuer führte zum Stopp einer Kooperation mit Falck zur Unterstützung von Wegovy-Patienten in ihrer damaligen Form.
BMO Capital senkte zudem das Novo-Nordisk-Kursziel auf 40 Dollar und begründete dies mit einer anspruchsvollen Vergleichsbasis aus dem Vorjahr sowie schwindenden US-Marktanteilen bei Ozempic im dritten Quartal 2026.
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