Renk Aktie: 582 Millionen Euro Auftragseingang
Renk Group wirbt bei Konferenzen in London und Baden-Baden um Vertrauen institutioneller Anleger, trotz starker Auftragslage und schwachem Aktienkurs.

Kurz zusammengefasst
- Auftakt auf DB Defence Conference
- Auftragseingang von 582 Millionen Euro
- Umsatz steigt auf 283 Millionen Euro
- Aktie seit Jahresbeginn im Minus
Starke Auftragsbücher, schwacher Aktienkurs. Bei der Renk Group klaffen operative Realität und Börsenbewertung derzeit weit auseinander. Um diese Lücke zu schließen, startet das Management heute einen dichten Konferenz-Marathon.
Überzeugungsarbeit in London
Der Auftakt findet am Montag auf der DB Defence Conference in London statt. Bereits am Mittwoch folgt die Jefferies Corporate Conference in Baden-Baden. Das Ziel: Institutionelle Investoren müssen wieder Vertrauen in das Papier fassen. Die Argumente dafür liefert das erste Quartal.
Der Panzergetriebe-Hersteller meldete für das Auftaktquartal einen Auftragseingang von 582 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte zeitgleich auf gut 283 Millionen Euro. Auch die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich leicht auf 15 Prozent.
Den zentralen Wachstumstreiber bildet das Segment Vehicle Mobility Solutions. Hier stieg der Auftragseingang auf 478 Millionen Euro. Parallel dazu schwächelt das Marine-Geschäft. Dort halbierte sich der Auftragseingang nahezu auf 70 Millionen Euro. Renk begründet dies mit einem starken Vorjahresvergleich.
Kurs hinkt den Zahlen hinterher
Für das Gesamtjahr 2026 bleibt der Vorstand auf Kurs. Das Unternehmen erwartet über 1,5 Milliarden Euro Umsatz. Mehr als 90 Prozent davon sind bereits durch feste Aufträge abgedeckt.
An der Börse verpufft diese fundamentale Stärke bislang. Die Aktie notiert aktuell bei 47,82 Euro. Seit Jahresbeginn steht damit ein Minus von rund 13 Prozent auf der Anzeigetafel. Auch charttechnisch bleibt das Bild eingetrübt. Der Kurs verweilt knapp 17 Prozent unter der wichtigen 200-Tage-Linie.
Die anstehenden Investorengespräche in London und Baden-Baden müssen nun zünden. Gelingt es dem Management nicht, die Umsatzrealisierung im zweiten Halbjahr glaubhaft zu untermauern, droht eine längere Schwächephase. Spätestens am 6. August liefert Renk mit den Halbjahreszahlen die nächsten harten Fakten.
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