Siemens Healthineers Aktie: 87-Millionen-Auftrag aus Nashville
Ein 87-Millionen-Dollar-Auftrag von Vanderbilt Health lässt die Siemens-Healthineers-Aktie steigen. Der Kurs erholt sich, bleibt aber unter dem Jahresschnitt.

Kurz zusammengefasst
- Aktie legt um über fünf Prozent zu
- Großauftrag aus den USA vereinbart
- Kurserholung auf Monatssicht sichtbar
- Quartalszahlen am Freitag erwartet
Siemens Healthineers legt an der Börse einen kräftigen Sprung hin. Die Aktie steigt am Mittwoch um 5,07 Prozent auf 37,70 Euro. Der Auslöser: ein neuer Großauftrag aus den USA, kurz bevor am Freitag die Quartalszahlen anstehen.
Vanderbilt Health bringt frisches Geld
Vanderbilt Health und Siemens Healthineers haben eine mehrjährige Partnerschaft im Wert von 87 Millionen US-Dollar geschlossen. Ziel ist die Modernisierung der diagnostischen Bildgebung und Strahlentherapie in den Krankenhäusern von Vanderbilt Health in Nashville. Der Medizintechnikkonzern liefert dafür Technologie für Magnetresonanztomographie, Computertomographie und Strahlentherapie.
Zusätzlich wollen beide Seiten in Dateninfrastruktur und KI-gestützte Workflows investieren. Der Deal reiht sich in eine Serie ähnlicher Abkommen ein. Erst kürzlich hatte Siemens Healthineers mit dem Ohio State University Wexner Medical Center einen 105-Millionen-Dollar-Vertrag geschlossen. Im November folgte eine 100-Millionen-Dollar-Vereinbarung mit NYU Langone Health.
Der US-Markt bleibt damit ein zentraler Wachstumstreiber für den Konzern.
Erholung mit Fragezeichen
Der aktuelle Kurssprung setzt eine bemerkenswerte Erholung fort. Auf Sicht von 30 Tagen steht bei Siemens Healthineers ein Plus von 10,17 Prozent zu Buche. Vom 200-Tage-Durchschnitt bei 39,58 Euro trennen die Aktie aber immer noch 4,75 Prozent – der langfristige Abwärtstrend ist also nicht vollständig überwunden.
Auf Jahressicht bleibt die Bilanz tiefrot. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 16,07 Prozent zu Buche.
Zahlen am Freitag als nächster Test
Die Marktteilnehmer richten den Blick nun auf die Quartalsberichterstattung. Analysten erwarten im Schnitt einen Gewinn je Aktie von 0,53 Euro, nach 0,49 Euro im Vorjahresquartal. Beim Umsatz rechnen sie mit rund 5,65 Milliarden Euro – ein Wert nahe dem Vorjahresniveau von 5,66 Milliarden Euro.
Für das laufende Geschäftsjahr liegt die Erwartung bei einem Gewinn je Aktie von 2,22 Euro und einem Konzernumsatz von etwa 23,67 Milliarden Euro. Die erhöhte Nachfrage nach der Aktie könnte eine Vorwegnahme möglicher positiver Überraschungen bei diesen Zahlen widerspiegeln.
Ob sich die Erholung fortsetzt, entscheidet sich am Freitag. Entscheidend wird, was das Management zur Margenentwicklung und zum Ausblick für das Gesamtjahr sagt.
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