Morgen legt Renk die kompletten Jahreszahlen für 2025 vor – doch die eigentliche Kursfrage hängt am Ausblick. Denn operativ wirkt vieles solide, trotzdem bleibt der Titel seit Monaten deutlich unter dem Hoch. Kann das Management mit konkreten Zielen für 2026 neues Vertrauen schaffen?
2025 ist abgehakt – 2026 entscheidet
Für das abgelaufene Jahr ist vieles vorgezeichnet. Renk hatte bereits im Februar bestätigt, die Ziele erreicht zu haben: mehr als 1,3 Milliarden Euro Umsatz sowie ein bereinigtes EBIT von 210 bis 235 Millionen Euro. Die Neunmonatszahlen vom 13. November 2025 hatten dieses Bild untermauert: Umsatz plus 19,2% auf 928 Millionen Euro, Auftragseingang plus 45,2% auf 1,25 Milliarden Euro.
Spannender ist daher, was morgen zur Pipeline und zur Ertragskraft 2026 gesagt wird. Im Zentrum steht das angepeilte bereinigte EBIT von rund 277 Millionen Euro für 2026. Aussagen zu Nachfrage, Kapazitäten und Margen dürften den Ton setzen – gerade weil der Sektor stark von politischen Rahmenbedingungen abhängt.
Aufträge und Ausbau: Rückenwind aus den USA
Kurz vor dem Bilanztermin kamen operative Signale aus den USA. Die Tochter RENK America meldete neue Verträge von über 50 Millionen US-Dollar, unter anderem für Instandhaltung kritischer Plattformen und Ersatzteile.
Parallel läuft die Expansion weiter: Bis 2030 sollen 150 Millionen US-Dollar in den Standort Michigan fließen, um Fertigung und Entwicklung auszubauen. Das ist eingebettet in die längerfristige Planung, den organischen Umsatz bis 2030 auf 2,8 bis 3,2 Milliarden Euro zu steigern. Zusätzlich nennt das Unternehmen Potenzial von bis zu einer Milliarde Euro über Akquisitionen. In Deutschland plant Renk im Rahmen der „Made for Germany“-Initiative zudem Investitionen von bis zu 325 Millionen Euro bis 2028.
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Als struktureller Treiber wird der Anstieg der Verteidigungsausgaben genannt. Deutschland hat für 2026 ein Verteidigungsbudget von rund 108 Milliarden Euro genehmigt (Kernmittel plus Sonderfonds).
Kursbild: Erholung, aber weit vom Hoch
An der Börse spiegelt sich diese operative Zuversicht bislang nur teilweise. Heute notiert die Aktie bei 59,03 Euro (+3,20%). Auf 12-Monats-Sicht steht ein Plus von 54,51% zu Buche – gleichzeitig liegt der Kurs aber noch 33,47% unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 88,73 Euro. Auffällig: Der Titel bewegt sich wieder nahe am 50‑Tage‑Durchschnitt (58,69 Euro), bleibt jedoch unter dem 200‑Tage‑Durchschnitt (63,45 Euro) – ein Hinweis darauf, dass der übergeordnete Trend noch Arbeit vor sich hat.
Der nächste Fixpunkt nach dem morgigen Termin steht ebenfalls: Am 22. April will Renk erste Indikationen zum ersten Quartal geben. Bis dahin dürfte vor allem zählen, ob der Ausblick für 2026 (inklusive EBIT-Ziel von rund 277 Millionen Euro) durch konkrete Aussagen zu Großaufträgen, Kapazitäten und Margen untermauert wird.
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