Deutsche Telekom Aktie: Iridium-Satelliten für IoT nutzbar
Die Telekom verzeichnete beim Oktoberfest 57,7 Terabyte Datenverkehr und erweitert zugleich Satellitenangebote sowie KI-Rechenkapazitäten.

Kurz zusammengefasst
- Oktoberfest bringt 18 Prozent mehr Daten
- Aktie verliert seit Jahresbeginn 2,5 Prozent
- Satelliten-Roaming für Geschäftskunden gestartet
- Elliott baut Telekom-Beteiligung auf
Der Datenhunger in den Mobilfunknetzen nimmt weiter zu. Am ersten Wochenende des Münchner Oktoberfests registrierte die Deutsche Telekom ein Datenvolumen von 57,7 Terabyte auf der Theresienwiese. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Zuwachs von 18 Prozent.
Die Zahlen von dem Großevent verdeutlichen den kontinuierlich steigenden Kapazitätsbedarf im Mobilfunk, den der Bonner Telekommunikationskonzern durch den fortlaufenden Ausbau seiner Infrastruktur bewältigen muss.
An der Börse kann die operative Netzauslastung den jüngsten Abwärtstrend der Aktie vorerst nicht stoppen. Das Papier notiert aktuell bei 27,10 Euro, was einem Tagesverlust von 1,1 Prozent entspricht. Seit Jahresanfang verzeichnet der Titel ein Minus von 2,5 Prozent.
Vernetzung über die klassischen Mobilfunkgrenzen hinaus
Parallel zur Verdichtung des terrestrischen Netzes erweitert das Unternehmen seine Reichweite im Bereich moderner Übertragungstechnologien. Am 17. September gab die Deutsche Telekom bekannt, das erdnahe LEO-Satellitennetzwerk des Partners Iridium für eigene Geschäftskunden im Bereich des Internets der Dinge kommerziell nutzbar zu machen. Dieses sogenannte Multiorbit-IoT-Roaming soll Datenverbindungen auch in Regionen gewährleisten, die von herkömmlichen Mobilfunkmasten nicht abgedeckt werden.
Darüber hinaus reicht das Interesse an satellitengestützter Kommunikation bis auf europäische Ebene. Wie Reuters und Bloomberg berichteten, befinden sich die Deutsche Telekom, Orange, Vodafone und Telefónica in frühen Verhandlungen über ein Konsortium. Ziel dieses Zusammenschlusses sei die gemeinsame Nutzung von EU-Satellitenfrequenzen für direkte Mobilfunkdienste auf Endgeräten.
Infrastruktur für künstliche Intelligenz im Fokus
Neben Übertragungskapazitäten rückt der Konzern vermehrt Recheninfrastruktur in den Mittelpunkt seiner Strategie. Auf der Digital X kündigte Vorstandschef Tim Höttges am 9. September zusätzliche Ausgaben für KI-Systeme an. In diesem Rahmen forciert das Unternehmen unter anderem den Ausbau der sogenannten Industrial AI Cloud am Standort München.
Bereits Anfang des Monats geriet zudem die Konzernstruktur in das Blickfeld von Investoren. Laut einem Bericht von Reuters baute Elliott Investment Management eine Beteiligung an der Deutschen Telekom auf.
Der Investor drängte die Unternehmensführung dazu, von einer möglichen Fusion mit der US-Tochter T-Mobile US abzusehen. Das Management konzentriert sich währenddessen vor allem auf das operative Tagesgeschäft und den Ausbau seiner Netzkapazitäten auf den Heimat- und Auslandsmärkten.
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