Cameco Aktie: Key Lake bremst Quartal
Der Nettogewinn sank auf 43 Millionen kanadische Dollar; Cameco präzisierte zugleich die Produktionsziele und beschloss die Jahresdividende.

Kurz zusammengefasst
- Bereinigtes EBITDA erreicht 267 Millionen Dollar
- Uran-Vorsteuergewinn leicht über Vorjahresniveau
- Jahresproduktion auf 19,5 bis 20,5 Millionen Pfund eingegrenzt
- Verwaltungsrat beschließt Dividende von 0,24 Dollar je Aktie
Cameco hat im dritten Quartal weniger verdient als im Vorjahr. Der Grund liegt vor allem in zwei Sondereffekten: einer bewusst verlängerten Wartung an der Key-Lake-Mühle und dem Wegfall einer hohen Westinghouse-Zahlung aus dem Jahr 2025. Das Management spricht von einem Verlauf „wie erwartet“ und betont die Stärke der Branchenfundamentaldaten.
Zahlen im Schatten von Wartung und Westinghouse
Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 43 Millionen kanadischen Dollar. Bereinigt ergab sich ein kleiner Verlust von 2 Millionen Dollar, das bereinigte EBITDA lag bei 267 Millionen Dollar. Über neun Monate belief sich der Nettogewinn auf 199 Millionen Dollar.
Die Wartung in Key Lake begann im Quartal und fällt länger aus als sonst. Das drückte die Produktion und trieb die Stückkosten. Im Kerngeschäft Uran blieb der Vorsteuergewinn mit 175 Millionen Dollar dennoch leicht über dem Vorjahreswert, geringere geplante Liefermengen belasteten das bereinigte EBITDA.
Bei Westinghouse fiel die Beteiligung neun Monate lang tiefer in die Verlustzone. Im Vorjahr hatte eine Zahlung zum tschechischen Projekt Dukovany die Ergebnisse gestützt. Operativ sieht es besser aus: Camecos Anteil am bereinigten EBITDA stieg im Quartal auf 143 Millionen Dollar, nach 124 Millionen im Vorjahr.
Prognose präzisiert, Dividende steht
Cameco grenzt die Jahresziele enger ein. Die Produktion soll nun bei 19,5 bis 20,5 Millionen Pfund Uranoxid liegen, zuvor waren es bis zu 21,5 Millionen. Die Liefermenge im Uransegment peilt das Unternehmen bei 29,5 bis 30,5 Millionen Pfund an. Als Grund nennt es mehr Klarheit über die Termine zum Jahresende.
Die Bilanz bleibt solide: 860 Millionen Dollar liquide Mittel stehen rund einer Milliarde Dollar Schulden gegenüber. Der Verwaltungsrat hat die Jahresdividende von 0,24 Dollar je Aktie beschlossen. Sie ist am 15. Dezember 2026 zahlbar, Stichtag ist der 30. November.
Disziplin statt Wachstum um jeden Preis
CEO Tim Gitzel stellt die Strategie in den Vordergrund. Cameco wolle Produktion und Investitionen nicht wegen Schlagzeilen oder kurzfristiger Preissprünge ausweiten. Der Konzern verweist auf eine Vertragsbasis von im Schnitt über 28 Millionen Pfund jährlich über die nächsten fünf Jahre. Neue Volumina will er künftig mit marktbezogenen Preismechanismen abschließen.
Die Nachfrage nach KI und Rechenzentren sieht Gitzel als möglichen Zusatzimpuls, nicht als Voraussetzung der Investmentstory. Marktbeobachter dürften die Betonung der Zurückhaltung als Signal an Anleger lesen, die auf schnellere Expansion hoffen.
Personell steht ein Wechsel an: Zum 1. Januar 2027 übernimmt Leah Hipperson das Amt der Finanzchefin. Die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr will Cameco am 12. Februar 2027 vorlegen.
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