Gerresheimer: 3,86 Prozent Plus nach Danaher-Zahlen
Der Verpackungsspezialist Gerresheimer verzeichnet deutliche Kursgewinne, angetrieben durch eine abgelehnte Übernahmeofferte und positive Signale aus dem US-Diagnostiksektor.
Kurz zusammengefasst
- Aktie steigt nach abgelehnter Silgan-Übernahmeofferte
- Positive US-Branchenzahlen von Danaher als Treiber
- Kursgewinne trotz schwächerem Gesamtmarkt
- Hohe Volatilität spiegelt nervöses Umfeld wider
Der deutsche Aktienmarkt schwächelt. Bei Gerresheimer herrscht hingegen Hochstimmung. Ein abgewehrter Übernahmeversuch und überraschend starke US-Branchenzahlen befeuern den Kurs des Spezialverpackungsherstellers.
Am Dienstag kletterte das Papier um fast sechs Prozent auf 22,24 Euro. Auf Wochensicht steht ein Plus von knapp 27 Prozent auf der Anzeigetafel. Damit löst sich die Aktie deutlich von ihren jüngsten Tiefständen.
Der langfristige Trend bleibt negativ. Auf Jahressicht notiert der Titel weiterhin tief im Minus.
Rückenwind aus den USA
Maßgeblicher Treiber am Dienstag waren die Quartalszahlen von Danaher. Der US-Diagnostikspezialist lieferte Ergebnisse über den Markterwartungen. Besonders die bereinigte operative Marge von gut 30 Prozent sorgte für Aufatmen. Analysten hatten im Vorfeld mit weniger gerechnet.
Die Signale aus Übersee wirkten sofort auf deutsche Branchenwerte. Schwergewichte wie Merck und Sartorius verbuchten Kursgewinne. Gerresheimer profitierte ebenfalls von dieser besseren Stimmung. Danaher stellte parallel dazu einen optimistischeren Ausblick in Aussicht. Das werten Marktbeobachter als Zeichen für eine Stabilisierung im Life-Science-Sektor.
Nachwehen der Übernahme-Offerte
Den Grundstein für die aktuelle Rally legte ein anderes Ereignis. Mitte April präsentierte der US-Konkurrent Silgan ein Übernahmeangebot. Das Management von Gerresheimer lehnte die Offerte ab. Die Folge: Anleger spekulieren offenbar auf ein nachgebessertes Angebot. Die Börse bewertet das Unternehmen aktuell mit rund 733 Millionen Euro.
Fundamental weist die Aktie für das laufende Jahr ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 16 auf. Das Verhältnis von Unternehmenswert zu Umsatz liegt bei 1,17. Die erwartete Dividendenrendite taxieren Experten auf knapp drei Prozent.
Diese relative Stärke fällt im aktuellen Marktumfeld besonders auf. Während der Leitindex DAX und der MDAX am Dienstag nachgaben, hielt sich Gerresheimer im Plus. Besonders Rüstungswerte gerieten unter Verkaufsdruck. Werthaltige Titel aus dem Gesundheitssektor rücken wieder in den Fokus.
Gerresheimer profitiert momentan von einer doppelten Fantasie. Einerseits stützen die starken US-Vorgaben die Hoffnung auf ein Ende der Branchenflaute. Andererseits hält die abgelehnte Silgan-Offerte die Übernahmespekulationen am Leben. Die hohe Volatilität von fast 110 Prozent unterstreicht das weiterhin nervöse Marktumfeld.
Gerresheimer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gerresheimer-Analyse vom 21. April liefert die Antwort:
Die neusten Gerresheimer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gerresheimer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Gerresheimer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...