IBM Aktie: Quanten-Offensive in Chicago?
IBM meldet für das dritte Quartal 17,1 Milliarden Dollar Umsatz und erwartet mehr als eine Milliarde Dollar zusätzlichen freien Mittelzufluss.

Kurz zusammengefasst
- US-Open-Kooperation bis 2031 verlängert
- Neue Kontrollen für KI-Agenten angekündigt
- Quantum System Two in Illinois vorgestellt
- Prognose für freien Mittelzufluss angehoben
IBM und der US-Tennisverband USTA haben am 28. Oktober ihre Partnerschaft um fünf Jahre verlängert. Nach Angaben von IBM bleibt das Unternehmen damit bis 2031 offizieller KI- und Cloud-Partner der US Open.
Neue Kontrollfunktionen für KI-Agenten
Bei seinen Angeboten für Unternehmen hat IBM am 27. Oktober neue Funktionen zur Identifikation und Kontrolle von KI-Agenten angekündigt. Dazu gehören die Erkennung solcher Agenten, verifizierte Identitäten und Zugriffskontrollen. Außerdem umfasst die Ankündigung Möglichkeiten, die Leistung der Agenten in Unternehmenssystemen zu bewerten.
Im Quantencomputing stellte IBM am Freitag in Chicago sein Quantum System Two vor. Nach Unternehmensangaben ist es der erste IBM-Quantencomputer in Illinois und das leistungsfähigste verfügbare System des Unternehmens. Es arbeitet mit dem Quantum-Nighthawk-Prozessor mit 120 Qubits.
Bereits am Donnerstag starteten IBM, das Oak Ridge National Laboratory und AMD eine gemeinsame Entwicklungsplattform für Quantenfehlerkorrektur. Zunächst werden dafür IBM-Quantencomputer mit dem Hochleistungsrechnersystem Umbra des Forschungszentrums zusammengeführt. Umbra nutzt Prozessoren und Grafikprozessoren von AMD. Die Initiative unterstützt die Quantum Genesis Mission des US-Energieministeriums.
Höhere Erwartung für den freien Mittelzufluss
Den finanziellen Hintergrund liefern die am 21. Oktober veröffentlichten Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2026. IBM meldete einen Umsatz von 17,1 Milliarden $. Der bereinigte Gewinn je Aktie betrug 2,95 $.
Den Ausblick für das währungsbereinigte Umsatzwachstum im Gesamtjahr hielt IBM bei 4%–5%. Gleichzeitig erhöhte das Unternehmen seine Prognose für den Zuwachs des freien Mittelzuflusses: Dieser soll gegenüber dem Vorjahr um mehr als 1 Milliarde $ steigen.
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