Nestlé: Schwellenländer mit 6,8% Wachstum
Nestlé trennt sich von der Kaffeemarke Blue Bottle für rund 400 Millionen Dollar und fokussiert das Portfolio auf vier Kernbereiche.

Kurz zusammengefasst
- Verkauf von Blue Bottle Coffee
- Fokus auf vier Kernbereiche
- Petcare-Segment wieder im Plus
- Jahresprognose trotz Risiken bestätigt
Nestlé trennt sich von Blue Bottle Coffee — und zwar mit Verlust. Der Verkauf an Centurium Capital, den Mehrheitsaktionär von Chinas größter Kaffeekette Luckin Coffee, wurde am 23. April zusammen mit den Q1-Zahlen bestätigt. Früheren Berichten zufolge liegt der Preis bei rund 400 Millionen US-Dollar. Das ist deutlich weniger als die 700 Millionen Dollar, die Nestlé 2017 für die Marke zahlte.
Was Nestlé behält — und was geht
Der Deal umfasst Blue Bottles Cafés und das Konsumgütergeschäft. Die Rechte an den Blue-Bottle-Kapseln für Nespresso bleiben bei Nestlé. Der Abschluss der Transaktion ist noch für das erste Halbjahr 2026 geplant.
Blue Bottle ist nicht der einzige laufende Verkaufsprozess. Nestlé sucht Partner für das Wasser- und Premiumgetränkegeschäft. Außerdem läuft ein Prozess für das Mainstream-Vitaminen-und-Mineralien-Segment. CEO Philipp Navratil fokussiert den Konzern auf vier Kernbereiche: Kaffee, Petcare, Nutrition sowie starke regionale Positionen bei Lebensmitteln und Snacks. Diese vier Bereiche stehen zusammen für rund 70 Prozent des Umsatzes.
Schwellenländer liefern, Petcare dreht ins Plus
Die Q1-Zahlen zeigen, woher das Wachstum kommt. Schwellenländer erzielten ein organisches Wachstum von 6,8 Prozent — exklusive China. In der Zone Asien/Ozeanien/Afrika trieb KitKat das Wachstum im Confectionery-Bereich. Milo und Maggi profitierten von gezielten Marketinginvestitionen.
Das Petcare-Segment drehte nach einer schwachen Phase ins Positive. Das Wachstum ist niedrig einstellig, aber es kommt aus entwickelten und aufstrebenden Märkten. In Europa lieferte Petcare eine besonders starke Performance.
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Prognose bleibt, Marge soll in H2 anziehen
Trotz gestiegener geopolitischer Risiken hält Nestlé an der Jahresprognose fest. Das organische Wachstum soll 3 bis 4 Prozent erreichen. Die operative Marge soll sich verbessern — mit stärkerem Zug in der zweiten Jahreshälfte. Den freien Cashflow erwartet der Konzern bei über 9 Milliarden CHF.
Die Börse reagierte erleichtert. Die Aktie sprang am Donnerstag um 7,45 Prozent auf 81,17 CHF. Auf Wochensicht liegt das Plus bei 2,72 Prozent. Seit Jahresbeginn steht allerdings noch ein Minus von gut vier Prozent zu Buche — der Kurs notiert rund 14 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 94,88 CHF.
Der nächste Gradmesser für den Umbau-Kurs: Wie schnell Nestlé den Partnerprozess für das Wassergeschäft zum Abschluss bringt und ob die Schwellenländer-Dynamik im zweiten Quartal anhält.
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