Microsoft Aktie: Eine schwache Phase
Microsoft benennt Gaming-Sparte um, setzt auf Copilot statt Cursor-Kauf und startet Abfindungsprogramm für 8.750 US-Mitarbeiter.

Kurz zusammengefasst
- Gaming-Sparte heißt wieder Xbox
- Neue günstigere Game-Pass-Stufe geplant
- Microsoft lehnt Cursor-Übernahme ab
- Freiwilliges Abfindungsprogramm für US-Angestellte
Neue Marke, neues Preismodell, milliardenschwere Investitionen — und trotzdem steht die Microsoft-Aktie seit Jahresbeginn rund 11% im Minus. Die Woche bis zum 25. April 2026 zeigt, wie viel das Unternehmen gerade gleichzeitig bewegt.
Xbox kehrt zurück
Unter der neuen Gaming-Chefin Asha Sharma heißt die Spielesparte wieder „Xbox“ — das Label „Microsoft Gaming“ ist Geschichte. Der Namenswechsel vom 23. April ist kein reines Branding. Sharma richtet die Einheit neu aus: Tägliche aktive Spieler werden künftig als zentrale Kennzahl gemessen. Exklusivtitel-Strategien stehen auf dem Prüfstand.
Parallel kursieren Berichte über eine neue Einstiegsstufe namens „Xbox Game Pass Starter Edition“. Das Angebot soll Discord Nitro bündeln und Zugang zu über 50 Spielen bieten. Bestehende Abos wurden bereits günstiger: Game Pass Ultimate kostet nun 22,99 Dollar statt 29,99 Dollar pro Monat. „Call of Duty“ erscheint künftig erst rund ein Jahr nach Launch im Abo — kein Day-1-Release mehr.
Der Hintergrund ist nüchtern. Gaming-Umsätze sanken zuletzt um 9%, Xbox-Hardware-Verkäufe sogar um 32%.
Cursor abgelehnt, Copilot gestärkt
Im KI-Bereich hat Microsoft eine klare Entscheidung getroffen. Das Unternehmen lehnte ein formelles Kaufangebot für das KI-Coding-Startup Cursor (Anysphere) ab — obwohl SpaceX sich eine Kaufoption über 60 Milliarden Dollar gesichert hat und Cursor im Februar 2026 bereits zwei Milliarden Dollar Jahresumsatz meldete.
CEO Satya Nadella setzt stattdessen auf den internen GitHub Copilot. Der Dienst zählt 4,7 Millionen zahlende Nutzer — ein Plus von 75% gegenüber dem Vorjahr. Täglich aktive Nutzer liegen bei rund sechs Millionen. Gegenüber ChatGPT und Claude bleibt Copilot damit in der Reichweite zurück.
Australien-Milliarden und Stellenabbau
Um die Infrastruktur zu finanzieren, investiert Microsoft bis Ende 2029 rund 25 Milliarden australische Dollar in Australien. Das entspricht etwa 18 Milliarden US-Dollar. Ziel ist eine Azure-Kapazitätserweiterung um 140%, ergänzt durch KI-Supercomputer und Cybersicherheitsprojekte.
Die Kosten trägt auch die Belegschaft mit. Microsoft startete ein freiwilliges Abfindungsprogramm für rund 8.750 US-Mitarbeiter — etwa 7% der amerikanischen Belegschaft. Annahmefrist: 21. Mai 2026.
Quartalszahlen als nächster Test
Die Aktie legte am Freitag 1,24% zu und schloss bei 359,45 Euro. Seit Jahresbeginn bleibt ein Minus von knapp 11%. Der RSI liegt bei 28 — ein Niveau, das technisch als überverkauft gilt.
Am 29. April folgen die Zahlen zum dritten Quartal. Analysten vergeben im Schnitt ein „Strong Buy“ mit einem Kursziel von 577 Dollar. Entscheidend wird sein, wie stark Azure wächst und ob der 365-Copilot-Suite der Sprung in die Breite gelingt.
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