PNE Aktie: Windpark-Verkäufe verschoben?
PNE erwartet niedrigere Jahresergebnisse; zwei Analysehäuser senkten ihre Kursziele und hielten an Kaufempfehlungen fest.

Kurz zusammengefasst
- Quartalsmitteilung für den 12. November angekündigt
- Konzern-EBITDA-Prognose auf 60–75 Millionen Euro gesenkt
- Zwei Analysehäuser reduzierten ihre Kursziele
- Union Investments Stimmrechtsanteil auf 2,96 Prozent gesunken
PNE will am 12. November die Quartalsmitteilung für das dritte Quartal 2026 veröffentlichen. Dazu ist ein Ergebnis-Webcast angekündigt. Der Termin folgt auf verschobene Projekte und gesenkte Jahresziele, die auch zu niedrigeren Bewertungen durch Analysten führten.
Ergebnisbeiträge verschieben sich
Vor gut drei Wochen senkte PNE die Prognose für das Konzern-EBITDA auf 60–75 Mio. Euro. Zuvor hatte das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2026 noch 90–120 Mio. Euro erwartet.
Beim normalisierten EBITDA reduzierte PNE die erwartete Spanne auf 65–80 Mio. Euro. Die vorherige Prognose hatte 110–140 Mio. Euro betragen.
Als Gründe nannte das Unternehmen längere Verkaufsprozesse und verzögerte Genehmigungen. Außerdem sollen bestimmte Windparks, die ursprünglich zum Verkauf vorgesehen waren, im Eigenbestand bleiben. Ein Teil der erwarteten Ergebnisbeiträge verschiebt sich nach Unternehmensangaben auf 2027.
Die Prognosesenkung löste einen deutlichen Kursrutsch aus. dpa-AFX berichtete damals von einem zeitweisen Rückgang um fast ein Fünftel.
Niedrigere Kursziele trotz Kaufempfehlungen
First Berlin Equity Research senkte vor rund zwei Wochen das Kursziel von 10,00 auf 8,30 Euro und bestätigte die Kaufempfehlung. Das Analysehaus begründete die Neubewertung mit der niedrigeren Ergebnisprognose, verschobenen Projekten und einem höheren Zinsniveau.
Medienberichten zufolge reduzierte auch Münchmeyer Petersen Capital Markets vor rund zwei Wochen sein Kursziel von 12,00 auf 7,60 Euro. Die Kaufempfehlung wurde ebenfalls bestätigt; die Neubewertung folgte auf die gesenkte Prognose und Projektverschiebungen.
Daneben meldete Union Investment Management vor rund zwei Wochen einen Rückgang der zugerechneten Stimmrechte an PNE auf 2,96 %. In der vorherigen Meldung hatte die Gesamtposition noch 4,83 % betragen.
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