Eli Lilly Aktie: 7,8 Milliarden für Centessa abgeschlossen
Eli Lilly schließt Übernahme von Centessa ab und geht Partnerschaft mit Abbisko ein. Die Aktie profitiert von der Expansionsstrategie.

Kurz zusammengefasst
- Centessa-Übernahme für bis zu 7,8 Milliarden Dollar
- Fokus auf Narkolepsie-Wirkstoff Cleminorexton
- Forschungsallianz mit Abbisko im Wert von 1,9 Milliarden
- Aktie notiert 46 Prozent über Vorjahresniveau
Eli Lilly baut seine Marktstellung mit zwei massiven Abschlüssen an einem einzigen Tag aus. Der Pharmariese schließt die Milliardenübernahme von Centessa Pharmaceuticals ab und besiegelt zeitgleich eine neue Allianz mit Abbisko Therapeutics. Anleger reagieren positiv. Die Aktie notiert bei 980,60 Euro.
Fokus auf Schlafstörungen
Die Übernahme von Centessa Pharmaceuticals ist nun offiziell abgeschlossen. Eli Lilly zahlt 38,00 US-Dollar je Aktie in bar. Hinzu kommen erfolgsabhängige Zahlungen von bis zu 9,00 US-Dollar pro Anteilsschein. Der Gesamtwert des Deals könnte damit auf 7,8 Milliarden US-Dollar steigen.
Im Zentrum steht der Wirkstoff Cleminorexton. Dieser befindet sich aktuell in der klinischen Phase 2a. Er soll Patienten mit Narkolepsie und idiopathischer Hypersomnie helfen. Centessa wurde im Zuge der Übernahme bereits von der Nasdaq delisted. Das bisherige Management räumt seine Plätze für Vertreter von Eli Lilly.
Allianz mit Abbisko
Parallel dazu vertieft Eli Lilly die Zusammenarbeit mit Abbisko Therapeutics. Der neue Forschungsvertrag umfasst ein Volumen von bis zu 1,9 Milliarden US-Dollar. Abbisko übernimmt dabei die frühe Entwicklung neuer Wirkstoffkandidaten für verschiedene Krankheitsbilder. Lilly sichert sich im Gegenzug die Exklusivrechte für die spätere Vermarktung.
Zusätzlich beteiligte sich der Konzern an einer Finanzierungsrunde für das Unternehmen Absci. Das Volumen dieser Kapitalspritze beläuft sich auf 100 Millionen US-Dollar. Damit sichert sich Lilly Zugriff auf neue Technologien gegen Haarausfall und Endometriose.
Aggressive Expansion zahlt sich aus
Das Tempo bleibt hoch. Eli Lilly hat in diesem Jahr bereits elf Zukäufe abgeschlossen. Mehr als 25 Milliarden US-Dollar flossen in diese Übernahmen. Zu den größten Deals der letzten Monate zählen die Unternehmen Kelonia und Ajax.
Das starke Wachstum im Kerngeschäft liefert das nötige Kapital. Besonders die Medikamente gegen Adipositas und Diabetes treiben den Umsatz massiv an. Im April erhielt zudem das orale Präparat Foundayo die Zulassung. Es ergänzt das bestehende Portfolio um Mounjaro und Zepbound.
Die Aktie liegt aktuell rund 46 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das Management rechnet mit einem starken Geschäftsjahr. Die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie stieg auf bis zu 37,00 US-Dollar.
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