innoscripta: 38 Prozent unter Fair Value
Innoscripta treibt die Expansion nach Frankreich voran und nutzt steuerliche F&E-Anreize. Analysten sehen die Aktie trotz Kursverlusten als unterbewertet an.
Kurz zusammengefasst
- Fokus auf französischen Markt
- Steuerliche Anreize für Forschung
- Aktie laut Analyse unterbewertet
- Kursverlust seit Jahresbeginn
Innoscripta verlagert seinen Schwerpunkt. Nach dem Umzug der Zentrale nach Tutzing richtet das Unternehmen den Blick nun verstärkt auf Frankreich. Dort locken attraktive steuerliche Anreize für Forschung und Entwicklung. Das Ziel: die Skalierung des Geschäftsmodells über die deutschen Grenzen hinaus.
Kursrally trifft auf Jahrestief
Die jüngste Kursentwicklung zeichnet ein zweigeteiltes Bild. Innerhalb der letzten 30 Tage legte die Aktie um fast zehn Prozent zu. Parallel dazu steht jedoch ein deutliches Minus seit Januar.
Die Aktie verlor in diesem Zeitraum rund 21 Prozent an Wert. Diese Volatilität spiegelt die aktuelle Umbauphase des Unternehmens wider. Die Investment-Experten von Simply Wall St sehen dennoch Potenzial.
Sie beziffern den fairen Wert der Aktie auf 111,89 Euro. Beim aktuellen Kurs von 69,30 Euro entspräche das einem Abschlag von rund 38 Prozent. In dieser Analyse gilt das Papier damit als deutlich unterbewertet.
Fokus auf europäische Steuervorteile
Der neue Standort in Oberbayern dient als strategische Basis für den europäischen Markt. Innoscripta spezialisiert sich auf die Beratung bei steuerlichen F&E-Anreizen. Besonders der Markteintritt in Frankreich markiert einen wichtigen Meilenstein. Das Unternehmen will von den dortigen Rahmenbedingungen für forschende Firmen profitieren.
Da die Börsen am heutigen Feiertag pausieren, verharrt der Kurs auf dem Niveau des Vortages. Marktteilnehmer richten ihre Aufmerksamkeit nun auf die operative Umsetzung der angekündigten Restrukturierung. Innoscripta muss nun beweisen, dass die Expansion in Frankreich die hohen Erwartungen der Analysten erfüllt.