BASF Aktie: Rückkauf über 1 Milliarde bis April 2027
BASF setzt den Aktienrückkauf fort, profitiert von besseren Quartalsdaten und sieht die Aktie nur noch vier Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.

Kurz zusammengefasst
- 557.966 BASF-Aktien im August erworben
- Rückkaufprogramm umfasst bis zu eine Milliarde Euro
- Zweites Quartal über Konsenserwartung
- Vorstandsmadant von Katja Scharpwinkel verlängert
BASF treibt sein im August gestartetes Rückkaufprogramm zügig voran. Zwischen dem 17. und 21. August erwarb der Konzern 557.966 eigene Aktien, wie aus einer Pflichtmitteilung hervorgeht. Das Volumen des im Juli beschlossenen Programms beläuft sich auf bis zu 1,0 Milliarden Euro, der Abschluss ist bis Ende April 2027 vorgesehen.
Der Umfang reiht sich in eine längere Reihe von Kapitalmaßnahmen ein. Zwischen November 2025 und Juni 2026 hatte BASF bereits Aktien im Wert von rund 1,5 Milliarden Euro zurückgekauft – insgesamt 31.600.261 Papiere, was etwa 3,5 Prozent des Grundkapitals entspricht und zur Einziehung vorgesehen ist. Die Gesamtsumme des im September 2024 angekündigten Rückkaufprogramms von 4 Milliarden Euro bis Ende 2028 nimmt damit weiter Gestalt an.
Operatives Geschäft liefert Rückenwind
Die vorzeitige Rückzahlung von Anleihen vor rund einem Monat und die im gleichen Zeitraum angehobene Jahresprognose hatten die Aktie bereits gestützt – seither hat das Papier rund zehn Prozent zugelegt.
Grundlage dafür waren robuste vorläufige Zahlen zum zweiten Quartal: Das EBITDA vor Sondereinflüssen kletterte auf 2,4 Milliarden Euro und lag damit über der Konsenserwartung, ein Plus von 854 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Umsatz stieg um 2,4 Milliarden Euro auf 17,2 Milliarden Euro, getragen von einem Preisanstieg von 11,5 Prozent und einem Mengenwachstum von 7,3 Prozent.
Zusätzlichen Schub erhielt das Ergebnis durch einen Veräußerungsgewinn von 3,5 Milliarden Euro nach Steuern aus dem Verkauf des Coatings-Geschäfts an den Finanzinvestor Carlyle. Solche Sondererträge fließen nicht in die operative Kennziffer ein, verschaffen dem Konzern aber zusätzlichen finanziellen Spielraum – auch für die laufenden Rückkäufe.
Kurs nähert sich Jahreshoch
An der Börse zeigt sich die Stabilität des Papiers deutlich: Mit 52,84 Euro notiert die BASF-Aktie nur rund vier Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 55,05 Euro, das am 14. April 2026 markiert wurde.
Zum Vorjahrestief bei 41,55 Euro beträgt der Abstand 27 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 19 Prozent zu Buche, über zwölf Monate sind es 17 Prozent.
Auf der Personalseite sorgte der Aufsichtsrat im August für Kontinuität im Vorstand: Das Mandat von Dr. Katja Scharpwinkel, seit Februar 2024 Vorstandsmitglied sowie Arbeitsdirektorin und Standortleiterin in Ludwigshafen, wurde bis 2030 verlängert.
Ausblick auf das dritte Quartal
Operativ bleibt BASF auf mehreren Feldern aktiv: Im August eröffnete der Konzern in Mumbai ein neues Performance Lab für Windeln und Superabsorber, in Nordamerika brachte die Digitallandwirtschafts-Sparte mit xarvio CONNECT 2.0 ein neues Gerät zum Datenaustausch mit Maschinen-Terminals auf den Markt.
Anleger richten den Blick nun auf den 28. Oktober, wenn BASF im Rahmen einer Telefonkonferenz die Quartalsmitteilung zum dritten Quartal 2026 vorlegt. Bis dahin dürfte das laufende Rückkaufprogramm die Nachfrage nach der Aktie zusätzlich stützen.
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