TSMC Aktie: SoftBank reduziert um 72 Prozent
TSMC meldet starke Q2-Zahlen und investiert 29,4 Mrd. US-Dollar in neue Kapazitäten, während die SoftBank ihre Beteiligung um 72 Prozent reduziert.

Kurz zusammengefasst
- SoftBank reduziert TSMC-Anteil drastisch
- 29,4 Milliarden Dollar für Fabrikausbau
- Umsatzplus von 36 Prozent im Q2
- Neues Joint Venture mit Sony in Japan
TSMC zeigt sich operativ in Rekordform, während institutionelle Anleger ihre Positionen neu ordnen. Wie heute bekannt gewordene Analysen von US-Börsenpflichtmitteilungen zeigen, hat die SoftBank Group ihre Beteiligung an dem taiwanischen Halbleiterriesen im zweiten Quartal massiv reduziert.
Die japanische Investmentholding verkaufte rund 1,42 Millionen American Depositary Receipts (ADRs) und verringerte ihren Bestand damit um 72 Prozent. Dies geschieht in einer Phase, in der TSMC mit milliardenschweren Kapitalzusagen die technologische Marktführerschaft zementiert.
Großinvestition in fortschrittliche Technologien
Das Board of Directors genehmigte am Dienstag eine Kapitalzuweisung von 29,442 Milliarden US-Dollar. Diese Mittel sind für den Ausbau fortschrittlicher Technologiekapazitäten und den Bau neuer Fabriken vorgesehen. Teil dieser globalen Expansionsstrategie ist eine verbindliche Vereinbarung mit Sony Semiconductor Solutions.
In Kumamoto, Japan, gründen die Partner für 4,69 Milliarden US-Dollar das Gemeinschaftsunternehmen Advanced Vision Semiconductor Manufacturing Corporation. Das Joint Venture soll die Produktion von Bildsensoren für Smartphones absichern.
Operativ untermauerte der Konzern seinen Expansionskurs bereits am Dienstag mit starken Zahlen für das zweite Quartal 2026. Der konsolidierte Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 36 Prozent auf 1.270,38 Milliarden NT$.
Der Nettogewinn kletterte im selben Zeitraum um 77,4 Prozent auf 706,56 Milliarden NT$. Trotz dieser operativen Stärke notiert das Papier aktuell mit einem Abstand von 12 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch vom Juli. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie dennoch ein Plus von 44 Prozent.
Positive Prognosen und technische Meilensteine
Für das laufende dritte Quartal gab das Management am Freitag einen optimistischen Ausblick. Das Unternehmen erwartet einen Umsatz zwischen 44,6 Milliarden und 45,8 Milliarden US-Dollar. Die Bruttomarge soll sich in einem Korridor von 65 bis 67 Prozent bewegen.
Diese Zuversicht stützt sich auch auf technische Fortschritte. Ho Chun, Vice President für Advanced Packaging, bestätigte am Mittwoch, dass TSMC bei KI-Produkten mit der CoWoS-Verpackungstechnologie eine Ausbeute von 98 bis 99 Prozent erreicht.
Analysten bewerten die weitere Entwicklung unterschiedlich. Sanford C. Bernstein hob am Dienstag das Kursziel für TSMC von 430 auf 554 US-Dollar an und bestätigte die Einstufung „Outperform“. Das Haus verwies auf das beschleunigte Wachstum im CPU-Markt und die hohe Nachfrage nach Agentic AI.
Im Gegensatz dazu stufte das Analysehaus Weiss Ratings den Wert am Mittwoch von „Kaufen“ auf „Halten“ herab. Die Marktkapitalisierung des Konzerns beläuft sich umgerechnet auf 1.911,64 Milliarden Euro.
Zukünftige Aufträge und Dividendenplanung
Medienberichten vom Montag zufolge befindet sich Microsoft bereits in Gesprächen über Fertigungskapazitäten für über 300.000 „Maia 300“ KI-Chips, deren Auslieferung ab 2027 geplant ist. Internen Berichten zufolge liegt die Produktion von 3-Nanometer-Wafern voll im Zeitplan.
Bis zum vierten Quartal soll ein monatlicher Ausstoß von 180.000 Einheiten erreicht werden – zwei Monate früher als ursprünglich projektiert. Hintergrund sind aggressive Bestellungen von Nvidia, AMD und Broadcom.
Anleger können sich zudem auf eine stabile Ausschüttung verlassen. Das Board genehmigte am Dienstag für das zweite Quartal 2026 eine Bardividende von 7,0 NT$ pro Aktie. Der Ex-Dividenden-Tag wurde auf den 10. Dezember 2026 festgelegt.
Die Auszahlung der Dividende soll am 7. Januar 2027 erfolgen. Parallel dazu zeigten Insider Vertrauen in die eigene Aktie: Mehrere Vorstandsmitglieder erwarben Anfang August Anteile über das Mitarbeiteraktien-Kaufprogramm des Unternehmens.
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