Netflix Aktie: Milliardendeal im Fokus

Netflix bietet 82,7 Milliarden US-Dollar für Warner-Studios, während ein höheres Konkurrenzangebot von Paramount vorliegt. Die Finanzierung und regulatorische Genehmigung des Mega-Deals bleiben zentrale Unsicherheitsfaktoren.

Kurz zusammengefasst:
  • Milliardenangebot für Streaming- und Studiosparte
  • Paramount überbietet mit höherem Gebot
  • Hohe Verschuldung für Deal-Finanzierung erwartet
  • Aktie notiert unter Analystenzielen

Netflix startet die Woche mit leichtem Abwärtsdruck, während sich der Bieterkampf um Teile von Warner Bros. Discovery zuspitzt. Im Zentrum steht die Frage, wie ernst es dem Streaming-Pionier mit der geplanten Mega-Übernahme wirklich ist – und wie hoch der Preis für Wachstum ausfallen darf.

  • Netflix bietet 82,7 Mrd. US‑Dollar für die Sparte „Streaming & Studios“ von Warner Bros. Discovery
  • Konkurrenzgebot von Paramount Skydance liegt bei 108,4 Mrd. US‑Dollar
  • Aktie handelt deutlich unter durchschnittlichen Analystenkurszielen von rund 130–150 US‑Dollar
  • Hohe Verschuldung von bis zu 59 Mrd. US‑Dollar für die Finanzierung des Deals im Gespräch

Bieterkampf um Warner-Assets

Auslöser der aktuellen Marktbewegung ist die geplante Übernahme der „Streaming & Studios“-Sparte von Warner Bros. Discovery (WBD) durch Netflix. Das im Dezember 2025 angekündigte Angebot über 82,7 Mrd. US‑Dollar steht einem feindlichen Gegenangebot von Paramount Skydance in Höhe von 108,4 Mrd. US‑Dollar gegenüber.

Netflix

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Medienberichte vom heutigen Morgen deuten darauf hin, dass der WBD-Verwaltungsrat dazu tendiert, das höhere Paramount-Angebot abzulehnen. Das würde den Weg für Netflix freimachen, zentrale Inhalte wie Harry Potter und HBO in das eigene Ökosystem zu integrieren.

Für zusätzliche Bewegung sorgt ein Interview von Ross Gerber, CEO von Gerber Kawasaki Wealth, bei Bloomberg. Er stellte in den Raum, dass das aggressive Netflix-Gebot eher als taktischer Schritt zu verstehen sein könnte, um Wettbewerber zu teuren Offerten zu drängen – und weniger als zwingend notwendige Übernahme. Diese Einschätzung trägt zur schwankungsanfälligen Kursentwicklung seit Bekanntgabe des Deals bei.

Streit um Kinoauswertung und Regulierung

Belastend wirkt zudem die Diskussion um die künftige Auswertung der Warner-Produktionen. Berichte vom Ende der vergangenen Woche zufolge plant Netflix für die übernommenen Studios ein stark verkürztes Kino-Fenster von 17 Tagen, bevor Titel auf der Plattform erscheinen.

Die Strategie soll das Streaming-Wachstum beschleunigen, stößt aber auf Widerstand bei Kinobetreibern und traditionellen Marktteilnehmern. Das nährt Zweifel, ob Regulierer einem solchen Modell ohne Auflagen zustimmen, und verstärkt die Unsicherheit rund um die Genehmigung des Gesamtdeals.

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Fundamentale Ausgangslage und Finanzierung

Operativ geht Netflix gestärkt in diese mögliche Transformationsphase. Im dritten Quartal 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 11,5 Mrd. US‑Dollar, ein Plus von 17,2 % im Jahresvergleich. Treiber waren insbesondere die vollen Effekte der Preiserhöhungen vom Januar 2025 sowie ein anhaltend solides Wachstum der Abonnentenzahlen.

Gleichzeitig rückt die Finanzierung der Transaktion in den Mittelpunkt. Zur Begleichung des Kaufpreises könnte sich die Nettoverschuldung in Richtung 59 Mrd. US‑Dollar bewegen. Der Markt beobachtet genau, wie sich dieser Hebel auf eine Bilanz auswirkt, die bislang eher auf organisches Wachstum und kontinuierliche Content-Investitionen ausgelegt war als auf Großübernahmen.

Der aktuelle Kurs liegt deutlich unter dem durchschnittlichen Analystenzielkorridor von rund 130 bis 150 US‑Dollar. Diese Diskrepanz spiegelt einen Bewertungsabschlag wider, der typischerweise mit großen, komplexen M&A-Transaktionen einhergeht.

Ausblick und zentrale Termine

Der nächste wichtige Fixpunkt ist der 21. Januar 2026. Dann legt Netflix die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Die Veröffentlichung gilt als entscheidend, weil sie neben den Ergebnissen des Weihnachtsquartals auch eine aktualisierte Einschätzung zum Zeitplan der WBD-Übernahme liefern soll. Aktuell wird mit einem Abschluss in den kommenden 12 bis 18 Monaten gerechnet.

Auf politischer Ebene bleiben Äußerungen aus der Trump-Administration vom Dezember zur Marktkonzentration ein relevanter Unsicherheitsfaktor für das Genehmigungsverfahren. Charttechnisch testet die Aktie derzeit die Unterstützungszone um 90 US‑Dollar. Ein formaler Beschluss von WBD, das Paramount-Angebot abzulehnen, könnte kurzfristig für Entlastung sorgen, während die mittelfristige Bewertung maßgeblich davon abhängen dürfte, ob Netflix glaubhaft darlegen kann, dass die Integration von Warner Bros. den freien Cashflow je Aktie steigert.

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