Vertrauensbeweis aus der Chefetage: Kurz nach der Hauptversammlung und der Vorlage starker Quartalszahlen kaufen TUI-Vorstände eigene Aktien. Die Transaktionen untermauern den optimistischen Ausblick des Reisekonzerns, der operativ zulegt und nach langer Durststrecke wieder Dividenden zahlt. Für Anleger ist dies ein Signal, dass das Management das aktuelle Kursniveau als attraktiv bewertet.
- Käufer: Vorstandsmitglieder Sybille Reiß und Helmut Ebel investieren privat.
- Volumen: Aktienkäufe im Gesamtwert von über 67.000 Euro.
- Kontext: Transaktionen folgen auf starke Q1-Zahlen und Dividendenbeschluss.
Klare Botschaft nach Zahlenvorlage
Die heute veröffentlichten Meldungen zu Directors‘ Dealings zeigen, dass das Management Vertrauen in die eigene Strategie hat. Am 11. Februar, nur einen Tag nach der Hauptversammlung, erwarben Arbeitsdirektorin Sybille Reiß und Vorstandsmitglied Helmut Ebel TUI-Papiere über die Handelsplattform Xetra.
Reiß kaufte Anteile für rund 25.000 Euro, während Ebel gut 42.000 Euro investierte. Die Einstiegskurse lagen zwischen 8,36 und 8,47 Euro. Mit einem aktuellen Kurs von 8,55 Euro notieren die Papiere bereits leicht über dem Kaufniveau der Insider. Dass Führungskräfte direkt nach der Veröffentlichung von Geschäftszahlen zugreifen, wird am Markt oft als Indikator dafür gewertet, dass interne Erwartungen erfüllt oder übertroffen wurden und keine negativen Überraschungen in naher Zukunft erwartet werden.
Operative Wende bestätigt
Die Kaufentscheidung der Vorstände deckt sich mit der fundamentalen Entwicklung. Im saisonal meist schwachen ersten Quartal (Oktober bis Dezember 2025) konnte TUI den operativen Gewinn (EBIT) deutlich auf 77,1 Millionen Euro steigern – ein Plus von über 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert.
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Besonders die Kreuzfahrtsparte erwies sich als Ertragsperle mit einem Rekordergebnis und einer Auslastung von 98 Prozent. Auch das Buchungsverhalten der Kunden spielt dem Konzern in die Karten: Der Trend geht zu kurzfristigen Buchungen bei höheren Preisen. Zudem beobachtet das Management eine Verschiebung der Nachfrage weg von den USA hin zu asiatischen Zielen.
Rückkehr zur Normalität
Neben den operativen Fortschritten sorgt die beschlossene Dividendenpolitik für Beruhigung. Die Hauptversammlung segnete eine Startdividende von 0,10 Euro für das Geschäftsjahr 2025 ab. Ab 2026 plant der Konzern, dauerhaft 10 bis 20 Prozent des bereinigten Gewinns je Aktie an die Anteilseigner auszuschütten.
Das charttechnische Bild bleibt indes herausfordernd. Die Aktie handelt aktuell mit einem Abschlag von rund 5,5 Prozent zum 50-Tage-Durchschnitt von 9,05 Euro. Die Insiderkäufe könnten hier als stabilisierender Faktor wirken, da sie demonstrieren, dass die Bewertung aus Sicht des Vorstands gerechtfertigt ist. Sollte sich der positive operative Trend im Sommerquartal fortsetzen, dürfte der Fokus der Anleger wieder stärker auf die Gewinnentwicklung rücken.
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