DAX: Rheinmetall senkt Prognose auf 14,2 Milliarden
DAX schließt nahezu unverändert, während Telekom stark zulegt und Siemens sowie Rheinmetall deutliche Verluste verzeichnen.

Kurz zusammengefasst
- DAX beendet Handelstag nahezu unverändert
- Telekom überzeugt mit starken Quartalszahlen
- Siemens trotz Rekordaufträgen unter Druck
- Rheinmetall senkt Umsatzprognose für 2026
Der deutsche Leitindex hat den gestrigen Handelstag nahezu unverändert beendet. Trotz massiver Kursbewegungen bei zahlreichen Schwergewichten schloss der DAX bei 26.140,13 Punkten, was einem minimalen Plus von 0,05 Prozent entspricht. Die Anleger zeigten sich am bisherigen Höhepunkt der laufenden Berichtssaison unentschlossen, während selektive Gewinnmitnahmen und starke Quartalszahlen einander die Waage hielten. Damit notiert der Index derzeit 1,00 Prozent unter seinem erst am Mittwoch markierten 52-Wochen-Hoch.
Massive Kontraste bei Telekom und Siemens
Die Deutsche Telekom setzte sich gestern mit einem deutlichen Kursplus an die Spitze des Marktes. Der Konzern überzeugte die Investoren mit seinen Zahlen zum zweiten Quartal und erhöhte den Ausblick für den freien Cashflow auf rund 20,0 Milliarden Euro. Besonders das Wachstum der US-Tochter und die Ausweitung des laufenden Aktienrückkaufprogramms trieben die Aktie an. Medienberichten zufolge kletterte das Papier zeitweise um mehr als sechs Prozent.
Im krassen Gegensatz dazu stand die Entwicklung bei Siemens. Obwohl das Unternehmen für das dritte Geschäftsquartal einen Rekordauftragseingang von 27,9 Milliarden Euro und einen um 25 Prozent gestiegenen Industriegewinn von 3,5 Milliarden Euro meldete, rutschte der Kurs um fast fünf Prozent ab. Marktteilnehmer begründeten dies mit Gewinnmitnahmen, nachdem der Titel erst am Vortag ein Rekordhoch erreicht hatte.
Ebenfalls unter Druck geriet Rheinmetall. Der Rüstungskonzern verlor rund sechs Prozent an Boden und war damit der schwächste Wert im Index. Auslöser war die Senkung der Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf eine Spanne von 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro. Grund hierfür ist das gestoppte Fregattenprojekt F126. Während die Analysten von JPMorgan weiteren Klärungsbedarf sehen, bezeichnete die UBS die neue Planung als konservativer.
Banken und Konsumwerte im Fokus
Positive Impulse kamen hingegen von der Commerzbank. Das Geldhaus konnte seinen Nettogewinn im zweiten Quartal auf 898 Millionen Euro nahezu verdoppeln und bestätigte das Jahresziel von mindestens 3,4 Milliarden Euro. Zudem wurde ein Aktienrückkauf von bis zu 1,2 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Auch Henkel verbuchte Kursgewinne, nachdem das Ergebnis für das erste Halbjahr die Erwartungen übertroffen hatte und das organische Umsatzplus im zweiten Quartal bei 4,7 Prozent lag.
In der zweiten Reihe sorgten KI-Profiteure für Aufsehen. Seit Jahresbeginn haben Unternehmen wie Soitec oder AT&S dreistellige Zuwachsraten verzeichnet, was die Stimmung im Technologiesektor stützt. Für den DAX ergibt sich seit Jahresanfang eine positive Entwicklung von 6,74 Prozent.
Ausblick auf den heutigen Freitag
Am heutigen Freitag richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger erneut auf die Versicherungsbranche und wichtige Konjunkturdaten. Mit der Allianz und der Munich Re legen zwei weitere Schwergewichte ihre Quartalsberichte vor. Zudem stehen die Zahlen von Daimler Truck, Lanxess und der Porsche Automobil Holding auf dem Programm.
Zusätzliche Volatilität wird am Nachmittag erwartet, wenn der US-Arbeitsmarktbericht für Juli veröffentlicht wird. Diese Daten gelten als entscheidender Indikator für die künftige Zinspolitik der US-Notenbank. Auf der geopolitischen Seite beobachten Marktteilnehmer weiterhin die Entwicklungen im Nahen Osten, wobei Hoffnungen auf eine Sicherung der Schifffahrtswege in der Straße von Hormus die Nervosität zuletzt etwas dämpften.
DAX: Kaufen oder verkaufen?! Neue DAX-Analyse vom 7. August liefert die Antwort:
Die neusten DAX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DAX-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
DAX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...