Nio Aktie: Auslieferungen steigen um 49 Prozent
Nio meldet höhere Fahrzeugauslieferungen und bindet Geely an NIO Power; der Vertragsvollzug benötigt noch behördliche Freigaben.

Kurz zusammengefasst
- September-Auslieferungen steigen um 7,7 Prozent
- Quartalsabsatz wächst um 25,4 Prozent
- Geely erhält 30 Prozent an Nio Power
- Vertragsvollzug wartet auf regulatorische Freigaben
Der chinesische Elektroautobauer Nio verzeichnet für das abgelaufene Quartal ein spürbares Absatzplus. Wie das Unternehmen heute mitteilte, beliefen sich die Auslieferungen im September 2026 auf 37.408 Fahrzeuge, was einem Zuwachs von 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht.
Damit setzt sich das Wachstum auf Jahressicht fort, wenngleich die Aktie am Markt weiterhin unter Druck steht. Im heutigen Handel notiert der Titel bei 3,03 Euro mit einem leichten Minus von 0,2 Prozent.
Zuwächse im dritten Quartal und auf Neunmonatssicht
Über die zurückliegenden drei Monate hinweg summierten sich die Fahrzeugauslieferungen auf 109.178 Einheiten. Das entspricht einem Anstieg von 25,4 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres.
Auf Sicht der ersten drei Quartale zusammen gerechnet beschleunigte sich das Tempo noch deutlicher. Von Januar bis September 2026 lieferte Nio insgesamt 300.301 Fahrzeuge aus, ein Zuwachs von 49,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Zum Stichtag am 30. September summieren sich die gesamten bisherigen Auslieferungen über die Unternehmensgeschichte hinweg auf 1.297.893 Einheiten. Medienberichten zufolge hatte die Kernmarke Nio bereits im September die Schwelle von einer Million ausgelieferten Fahrzeugen überschritten.
Für die Anleger bleibt die operative Entwicklung ein zentraler Indikator, da der Konzern in einem hart umkämpften Marktumfeld Marktanteile verteidigen und zugleich die eigene Kostenstruktur stabilisieren muss. Die anhaltenden Volumengewinne zeigen, dass die Nachfrage nach den Modellen der verschiedenen Konzernmarken weiterhin trägt.
Strategische Partnerschaft für das Ladenetzwerk
Parallel zum Ausbau des Fahrzeugabsatzes treibt Nio die Kommerzialisierung seiner Infrastruktursparte voran. Am vergangenen Sonntag schloss der Konzern verbindliche Vereinbarungen mit der Zhejiang Geely Holding Group über eine Transaktion im Bereich Batteriewechsel und Ladeinfrastruktur ab.
Im Rahmen dieser Vereinbarung bringt eine Geely-Tochtergesellschaft ihre vollständige Beteiligung an Yiyi Internet Technology sowie 640 Millionen RMB in bar ein. Im Gegenzug erhält Geely einen Anteil von 30,0 Prozent an NIO Power. Die Transaktion bewertet den Lade- und Batteriewechselbereich NIO Power mit rund 16 Milliarden RMB. Nio behält dabei mit 63,6 Prozent weiterhin die Kontrolle über die Gesellschaft.
Gleichzeitig investiert Nio China in die Geely-Tochter Haohan Energy und übernimmt dort einen Anteil von 10,0 Prozent. Der Vollzug der Verträge steht noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Freigaben und marktüblicher Vollzugsbedingungen.
Zurückhaltung an den Märkten
Trotz des operativen Wachstums und der strategischen Partnerschaft agieren die Marktteilnehmer vorsichtig. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Minus von 36 Prozent. Erst am Mittwoch hatte der Wert bei 2,96 Euro ein neues 52-Wochen-Tief markiert.
Die kommenden Monate werden zeigen müssen, inwieweit die anziehenden Fahrzeugauslieferungen und die Kooperation mit etablierten Branchenpartnern ausreichen, um die Bewertung an den Kapitalmärkten nachhaltig zu stabilisieren.
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