Klöckner: Goldman Sachs auf 9,48 Prozent
Goldman Sachs stockt auf 9,48 Prozent auf. Der Klöckner-Kurs liegt über dem Übernahmeangebot, Spekulationen auf höhere Abfindung steigen.

Kurz zusammengefasst
- Goldman Sachs hält nun 9,48 Prozent
- Aktienkurs übertrifft Übernahmeangebot deutlich
- Worthington Steel plant Beherrschungsvertrag
- Quartalszahlen und Hauptversammlung im Mai
Der Übernahmepoker um Klöckner & Co geht in die nächste Phase. Während Worthington Steel die Integration vorbereitet, bringt sich ein prominenter Großaktionär in Stellung. Goldman Sachs baut seine Position kurz vor der Zehn-Prozent-Marke massiv aus. Das setzt ein klares Signal an den Markt.
Laut einer aktuellen Stimmrechtsmitteilung kontrolliert die US-Investmentbank nun 9,48 Prozent der Anteile. Das institutionelle Interesse trifft auf einen bemerkenswerten Kursverlauf. Die Klöckner-Aktie notiert aktuell bei 12,60 Euro. Damit bewegt sich das Papier hauchdünn unter dem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Plus auf fast 54 Prozent.
Spekulation auf höhere Abfindung
Das ursprüngliche Übernahmeangebot von Worthington Steel lag bei lediglich 11,00 Euro je Aktie. Der aktuelle Kurs übertrifft diesen Wert deutlich. Kein Wunder. Marktbeobachter werten den Aufschlag als Wette auf einen lukrativen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.
Der US-Konzern hält mit gesicherten 58,8 Prozent bereits die nötige Mehrheit für die Hauptversammlung. Unmittelbar nach Vollzug der Transaktion plant Worthington den Abschluss eines Beherrschungsvertrags. Die Ausgleichszahlungen für verbliebene Aktionäre erfordern dann eine neue Unternehmensbewertung. Erreicht der neue Eigentümer später die Schwelle von 90 Prozent, steht ein Squeeze-out auf der Agenda. Auch ein Delisting prüft das Management.
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Wichtige Termine im Mai
Vor den nächsten strukturellen Schritten rückt das operative Geschäft in den Vordergrund. Am 6. Mai veröffentlicht Klöckner die Zahlen für das erste Quartal. Der Vorstand stellte dafür ein EBITDA zwischen 20 und 60 Millionen Euro in Aussicht. Diese extrem breite Spanne unterstreicht die aktuell geringe Sichtbarkeit im Markt.
Operativen Rückenwind liefert indes das US-Geschäft. Der Metallhändler wickelt dort Käufe und Verkäufe lokal ab. Importzölle greifen bei dieser Struktur nicht. Das stabilisiert die Erträge im wichtigsten Einzelmarkt des Konzerns.
Am 20. Mai entscheidet die Hauptversammlung über die Gewinnverwendung. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 0,20 Euro je Aktie vor. Stimmen die Anteilseigner zu, fließt das Geld voraussichtlich Ende Mai an die Investoren.
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