Gold: Warsh-Vereidigung löst 6-Prozent-Ausverkauf aus
Neuer Fed-Chef Warsh und steigende Anleiherenditen belasten den Goldpreis. Der Iran-Konflikt und ein starker Dollar verstärken den Abwärtstrend.

Kurz zusammengefasst
- Gold fällt auf 4.510 Dollar
- Anleiherenditen auf Höchststand seit 2007
- Zentralbanken kaufen 244 Tonnen Gold
- Chartunterstützung bei 4.450 Dollar
Eine neue Ära beginnt an der Spitze der US-Notenbank. Kevin Warsh wurde am Freitag als neuer Fed-Vorsitzender vereidigt – und die Märkte reagieren alarmiert. Der Goldpreis fällt, weil Anleiherenditen auf das Niveau von 2007 steigen. Die Opportunitätskosten des Goldhaltens steigen auf ein Niveau wie zuletzt vor fast zwei Jahrzehnten.
Fed-Schwenk setzt Gold unter Druck
Kevin Warsh gilt als falkenhafter als sein Vorgänger Jerome Powell. Der Markt rechnet nicht mehr mit Zinssenkungen – sondern mit einem „Higher for Longer“. Die Renditen 30-jähriger US-Staatsanleihen kletterten auf das höchste Niveau seit 2007.
Diese Entwicklung macht Gold unattraktiver. Das Edelmetall wirft keine Zinsen ab. Anleger verpassen die hohen Renditen sicherer US-Anleihen.
Geopolitik als doppelte Belastung
Der Iran-Konflikt heizt die Inflation an – und schadet Gold trotzdem. Die Blockade der Straße von Hormus treibt die Energiekosten. Normalerweise wäre das ein Auftrieb für Gold. Diesmal stärkt der Preisdruck allerdings den Dollar.
Ein starker Dollar verteuert Gold für Käufer außerhalb der USA. Seit dem Zwischenhoch von 4.773 Dollar Mitte Mai verlor Gold über sechs Prozent. Der aktuelle Kurs von 4.510 Dollar liegt rund 17 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 5.450 Dollar.
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Zentralbanken als Stütze – Charttechnik als Warnung
Die Nachfrage der Zentralbanken zieht an. Im ersten Quartal erwarben sie netto 244 Tonnen Gold. Die Käufe dämpfen den Preisverfall, stoppen ihn aber nicht.
Charttechnisch könnte 4.450 Dollar eine wichtige Unterstützung sein. Unterschreitet der Kurs diese Marke, droht weitere Abwärtsrichtung. Der relative Stärkeindex liegt bei 49,8 – neutral, aber ohne klares Signal.
Am Mittwoch folgt der nächste Test. Die Fed veröffentlicht den PCE-Deflator, ihre bevorzugte Inflationskennzahl. Zeigt er steigenden Preisdruck, dürfte der Goldpreis fallen. Sinkende Inflation oder Fortschritte im Nahen Osten könnten dagegen eine Erholung einleiten.
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