BMW Aktie: Abfindungsrunde endet vorzeitig
BMW hat das Anmeldeziel für freiwillige Abfindungen früher erreicht; über individuelle Aufhebungsverträge entscheidet sich bis Mitte November.
Kurz zusammengefasst
- Anmeldephase vorzeitig beendet
- Rund 5.000 Beschäftigte dürften interessiert sein
- Produktionsmitarbeiter vom Programm ausgeschlossen
- Entscheidungen zu Verträgen bis Mitte November
BMW beendet die Anmeldephase für sein freiwilliges Abfindungsprogramm in Deutschland früher als geplant. Das Ziel sei frühzeitig erreicht, teilt der Autobauer mit. Weitere Anmeldungen sind nicht mehr möglich. Die Aktie legte im Handel zeitweise gut ein Prozent auf 57,60 Euro zu.
Rund 5.000 Interessenten
Erst vor knapp drei Wochen hatten Zehntausende Beschäftigte in Deutschland ihre individuellen Angebote erhalten. Das Interesse war so groß, dass die Systeme zeitweise überlastet waren. Das dauerte allerdings nur einige Stunden, wer wollte, konnte sich anmelden.
Eine konkrete Zielzahl hatte BMW nie genannt. Im Sommer war aus Konzernkreisen jedoch von weltweit etwa 8.000 abzubauenden Stellen die Rede, gut die Hälfte davon in Deutschland. Daraus lässt sich ableiten, dass sich um die 5.000 Mitarbeiter angemeldet haben dürften.
Das Programm richtet sich nur an indirekte Beschäftigte, etwa in Verwaltung und Entwicklung. Produktionsmitarbeiter sind ausgeschlossen. Besonders betroffen ist deshalb München.
Teure Trennung
Bis Mitte November sollen alle Interessenten wissen, ob ein Aufhebungsvertrag zustande kommt. Das dürfte bei den meisten, aber nicht bei allen der Fall sein.
Finanziell fällt das ins Gewicht. Aus früheren Konzernangaben lässt sich ableiten, dass die Rückstellungen gut eine Milliarde Euro betragen. Rechnerisch dürften viele Abfindungen damit deutlich sechsstellig ausfallen. Die tatsächlichen Summen hängen von den individuellen Vereinbarungen ab.
Der vorzeitige Anmeldeschluss heißt nicht, dass alle Verträge sofort enden. Als spätestes Ende der Beschäftigungsverhältnisse nannte BMW ursprünglich Oktober 2027. An diesem Rahmen ändert sich grundsätzlich nichts. Klarheit über die Zahl der tatsächlichen Abgänge gibt es spätestens Mitte November.
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