Der australische Rüstungskonzern Electro Optic Systems (EOS) plant einen weitreichenden strategischen Wandel: Hauptsitz und Börsennotierung sollen voraussichtlich komplett nach Europa verlagert werden. Damit reagiert das Unternehmen auf die massiv steigende Nachfrage nach Drohnenabwehr und Hochenergie-Lasersystemen auf dem Kontinent. Doch was versprechen sich die Australier konkret von diesem radikalen Schritt?
Abschied aus Australien
Einem Bericht vom gestrigen Freitag zufolge gilt der Umzug des Unternehmens nach Europa als „sehr wahrscheinlich“. Eine endgültige Entscheidung wird laut CEO im ersten Halbjahr 2026 erwartet. Als Favorit für den neuen Hauptsitz gilt Deutschland, wo bereits Produktions- und Ingenieurskapazitäten aufgebaut werden. Auch Amsterdam ist aufgrund der bestehenden Kundenbeziehung zu den Niederlanden als Standort im Gespräch.
Der Zeitplan ist ambitioniert: Die Verlegung des Hauptsitzes könnte ohne regulatorische Hürden bereits Ende 2026 abgeschlossen sein. Eine Erstnotiz an einer europäischen Börse wird für Ende 2026 oder die erste Jahreshälfte 2027 angestrebt. Damit wäre EOS das erste große Verteidigungsunternehmen, das permanent nach Europa umsiedelt, um sich den direkten Zugang zu den wachsenden Verteidigungsbudgets der Region zu sichern.
Unabhängigkeit von US-Technologie
Treibende Kraft hinter der Entscheidung ist der Wunsch europäischer Regierungen nach souveränen militärischen Fähigkeiten. EOS befindet sich derzeit in Gesprächen mit zehn europäischen Staaten über potenzielle Aufträge. Ein entscheidender Faktor sind dabei Exportbeschränkungen der USA für Lasersysteme mit mehr als 50 Kilowatt Leistung. Diese Restriktionen zwingen Europa dazu, eigene Kapazitäten aufzubauen – eine Lücke, die EOS füllen möchte.
Auftragsbücher füllen sich
Die operative Entwicklung stützt die Expansionspläne. Der bedingungslose Auftragsbestand sprang von 136 Millionen Dollar Ende 2024 auf über 400 Millionen Dollar im Dezember 2025. Maßgeblich dafür waren mehrere Großaufträge:
- Niederlande: Erster Exportvertrag für eine 100-kW-Laserwaffe (ca. 71 Millionen Euro).
- Südkorea: Bedingte Vereinbarung über Hochenergie-Laser im Wert von 80 Millionen US-Dollar.
- USA: Mehrere Aufträge für ferngesteuerte Waffensysteme (Remote Weapon Systems) für die US Army und nordamerikanische Kunden.
Technologischer Ausbau durch Zukauf
Um sich vom reinen Komponentenlieferanten zum Systemanbieter zu wandeln, gab EOS am 12. Januar die Übernahme der europäischen MARSS Group bekannt. Der Deal umfasst eine Sofortzahlung von 36 Millionen US-Dollar sowie erfolgsabhängige Komponenten. Durch die Integration der MARSS-Technologie erhält EOS Zugriff auf KI-gestützte Entscheidungssysteme für die Drohnenabwehr.
Die prall gefüllten Auftragsbücher dürften sich in den kommenden 24 Monaten deutlich in den Bilanzen niederschlagen. Der Großteil des aktuellen Backlogs soll laut Unternehmensangaben noch im Laufe der Jahre 2026 und 2027 umsatzwirksam werden.
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