BASF Aktie: 12 Milliarden Rückkauf geplant
BASF treibt den Konzernumbau mit Stellenabbau und Milliardeninvestitionen in China voran. Die Aktie profitiert von Dividendenversprechen und steigt deutlich.
Kurz zusammengefasst
- Rund 2.500 Stellen in Ludwigshafen gestrichen
- 8,7 Milliarden Euro für neuen China-Standort
- Quantensprung in der Materialforschung gelungen
- Dividende von 2,25 Euro je Aktie geplant
Stellenabbau in Ludwigshafen, Milliardeninvestitionen in China. Bei BASF läuft ein historischer Umbau. Aktionäre stört das wenig. Die Aktie nähert sich ihrem Jahreshoch.
Harte Schnitte am Stammsitz
Hohe Energiekosten belasten das europäische Geschäft massiv. Der Chemiekonzern reagiert mit harten Einschnitten am deutschen Hauptsitz. Seit dem Jahr 2022 fielen in Ludwigshafen rund 2.500 Stellen weg. Parallel dazu trennte sich das Unternehmen von tausenden Werkswohnungen. Die schwache Nachfrage in den Kernmärkten zwingt den Vorstand zum Handeln.
Der Investitionsfokus wandert derweil nach Asien. In China fließen 8,7 Milliarden Euro in den neuen Verbundstandort Zhanjiang. Dort erhofft sich der Konzern günstigeres Wachstum. Eine Beschäftigungssicherung soll die Wogen in Deutschland glätten. Bis 2028 verzichtet das Management auf betriebsbedingte Kündigungen in Ludwigshafen.
Quantensprung in der Forschung
Abseits der Werkstore treibt BASF die technologische Transformation voran. Forscher meldeten kürzlich einen Meilenstein in der Materialforschung. Mit dem Supercomputer „Eos H100“ von Nvidia gelang eine komplexe Molekülsimulation. Das System rechnete mit 60 Qubits.
Solche Quantenalgorithmen sollen chemische Prozesse und logistische Abläufe künftig effizienter machen. Das Ziel: Entwicklungszeiten spürbar verkürzen. Durch die präzisere Vorhersage von Moleküleigenschaften kann der Konzern Ressourcen zielgerichteter einsetzen.
Milliarden für Aktionäre
Der teure Umbau verlangt Investoren viel Geduld ab. Als Ausgleich lockt eine üppige Ausschüttungspolitik. Bis 2028 plant BASF eine jährliche Dividende von 2,25 Euro je Aktie. Angekündigte Aktienrückkäufe flankieren diesen Plan. Das Volumen soll bis zu zwölf Milliarden Euro erreichen.
Diese Versprechen stützen den Kurs. Am Freitag schloss das Papier bei 52,63 Euro. Seit Jahresbeginn verbucht die Aktie einen Kurszuwachs von gut 17 Prozent. Damit notiert der Wert nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch.
Der Abstand zur 200-Tage-Linie beträgt komfortable 13 Prozent. Ein RSI-Wert von über 70 signalisiert allerdings eine leicht überkaufte Situation. Kurzfristige Gewinnmitnahmen auf diesem Niveau wären keine Überraschung.
Fokus auf Kostendisziplin
In der neuen Handelswoche rücken makroökonomische Daten in den Fokus. Der Geschäftsklima-Index der IHK sank laut jüngsten Berichten auf 80 Punkte. Das unterstreicht die schwierige Lage der heimischen Industrie. Ohne sinkende Energiekosten bleibt BASF auf eine strikte Kostendisziplin angewiesen. Der Ausbau der margenstarken Überseegeschäfte wird das operative Bild der kommenden Monate prägen.
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