Renk Aktie: 4 Prozent Minus trotz 6,9 Mrd. Aufträge
Renk verzeichnet Kursverlust nach Dividendenabschlag, während Klaus Richter den Aufsichtsrat übernimmt und die Konzernstruktur gestrafft wird.

Kurz zusammengefasst
- Kursrückgang nach Dividendenabschlag
- Klaus Richter neuer Aufsichtsratsvorsitzender
- Straffung der Konzernstruktur beschlossen
- Auftragsbestand erreicht 6,9 Milliarden Euro
Die Renk Group formiert sich neu. Nach der Hauptversammlung übernimmt ein Branchenkenner den Aufsichtsrat. Parallel dazu zurrt der Vorstand die Konzernstruktur fester. An der Börse dominiert heute allerdings ein rotes Vorzeichen.
Der Getriebespezialist handelt am Donnerstag erstmals ohne Dividendenanspruch. Aktionäre erhalten 0,58 Euro je Anteilsschein. Der aktuelle Kurs fällt mit 48,52 Euro spürbar stärker als der reine Ausschüttungsbetrag. Das Papier verliert fast vier Prozent zum Vortag.
Charttechnisch bleibt die Lage angespannt. Die Aktie notiert deutlich unter der 200-Tage-Linie von 58,46 Euro. Fundamental sieht das Bild völlig anders aus. Renk sitzt auf einem prall gefüllten Auftragsbuch. Der Bestand erreichte im ersten Quartal gewaltige 6,9 Milliarden Euro. Ein klarer Kontrast.
Mehr Kontrolle, straffere Struktur
Um dieses Wachstum zu managen, baut das Unternehmen seine Führung um. Klaus Richter führt ab sofort den Aufsichtsrat. Er bringt Erfahrung aus den Vorständen von Airbus und Diehl mit. Richter löst Claus von Hermann ab.
Im gleichen Schritt stimmten die Aktionäre einem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zu. Dieser bindet die operative Tochtergesellschaft Renk GmbH enger an die Holding. Der Konzern kann Kapitalflüsse nun effizienter steuern. Auch die steuerliche Struktur verbessert sich dadurch.
Die Auszahlung der Dividende schließt das Kapitel für das abgelaufene Jahr ab. Das Geld fließt am kommenden Montag auf die Konten. Nun zählt wieder das operative Geschäft. Hält die Schwäche im Rüstungssektor an, rückt das jüngste Tief bei 42,12 Euro in greifbare Nähe.
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