Qualcomm Aktie: Auszahlung am 24. September
Qualcomm hält an steigender Dividendenpolitik fest und meldet solide Quartalszahlen, während das Smartphone-Geschäft unter Druck bleibt.

Kurz zusammengefasst
- Quartalsdividende von 0,92 US-Dollar bestätigt
- Institutionelle Anleger bauen Anteile aus
- Smartphone-Markt zeigt sich rückläufig
- Analysten sehen gemischte Aussichten
Der Halbleiterkonzern Qualcomm hat die Ausschüttung seiner kommenden Quartalsdividende bestätigt und rückt damit erneut in den Fokus langfristig orientierter Anleger. Wie das Unternehmen bekannt gab, beläuft sich die vierteljährliche Bar-Dividende auf 0,92 US-Dollar pro Aktie. Die Auszahlung soll am 24. September 2026 erfolgen, wobei der 3. September 2026 als Stichtag für die Dividendenberechtigung festgesetzt wurde. Damit setzt der Konzern seine aktionärsfreundliche Politik fort, die bereits seit 23 aufeinanderfolgenden Jahren steigende Ausschüttungen verzeichnet.
Institutionelle Investoren bauen Positionen aus
Im ersten Quartal 2026 verzeichnete Qualcomm ein reges Interesse durch institutionelle Großanleger. Die Swiss National Bank erhöhte ihre Beteiligung um 6,1 Prozent auf nunmehr rund 3,12 Millionen Aktien, was einem Unternehmensanteil von 0,30 Prozent entspricht. Parallel dazu weitete die AIA Group Ltd ihre Position um 13,0 Prozent aus. Auch die SEB Asset Management AB stieg neu in den Wert ein und erwarb über 561.000 Anteile im Wert von mehr als 72 Millionen US-Dollar. Zu den weiteren Käufern gehörten Schwergewichte wie Vanguard, Geode Capital und die Norges Bank.
Demgegenüber standen im selben Zeitraum Anteilsreduzierungen durch die Mediolanum International Funds Ltd um 12 Prozent sowie durch Valley Wealth Managers Inc. um gut 21 Prozent. Insgesamt befinden sich etwa 74,35 Prozent der Qualcomm-Aktien in institutioneller Hand. Auf der Insiderseite wurden zuletzt Verkäufe registriert: CEO Cristiano R. Amon veräußerte Anfang Mai 10.000 Aktien, während auch weitere Führungskräfte wie EVP Akash J. Palkhiwala und CAO Patricia Y. Grech Teile ihrer Bestände zu Preisen zwischen 180 und 212 US-Dollar abgaben.
Geschäftszahlen und Gegenwind im Smartphone-Markt
Die jüngsten Quartalsergebnisse fielen solide aus. Im zweiten Quartal 2026 erzielte Qualcomm einen Gewinn pro Aktie (EPS) von 2,65 US-Dollar und übertraf damit die Konsensschätzungen der Analysten von 2,56 US-Dollar. Der Umsatz belief sich auf 10,60 Milliarden US-Dollar, was jedoch einem Rückgang von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Für das laufende dritte Quartal gab das Management eine EPS-Prognose in einer Spanne von 2,10 bis 2,30 US-Dollar ab.
Das Marktumfeld für Mobiltelefone erweist sich als herausfordernd. Medienberichten zufolge fielen die globalen Smartphone-Auslieferungen im zweiten Quartal 2026 je nach Erhebung um 4 bis 11 Prozent. Als Gründe gelten geopolitische Spannungen und drastisch gestiegene Kosten für Speicherkomponenten, die insbesondere das Budget-Segment unter Druck setzen. Qualcomm reagiert darauf unter anderem mit der Entwicklung neuer Chipsätze. Erste Details zum Snapdragon 4 Gen 6 deuten auf eine Fertigung im 4-Nanometer-Verfahren bei TSMC hin, wobei mit einer Verfügbarkeit in Endgeräten ab dem Jahr 2027 gerechnet wird.
Analystenbewertungen und Kursmarken
Das Stimmungsbild der Analystenhäuser bleibt gemischt, mit einem Konsens-Rating von „Hold“. Das durchschnittliche Kursziel wird derzeit mit 221,31 US-Dollar angegeben. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede in der Bewertung: Während die Analysten der DZ Bank ihre Einstufung auf „Buy“ mit einem Ziel von 265 US-Dollar hochstuften und Benchmark sogar ein Ziel von 300 US-Dollar ausgab, bleibt die Bank of America mit „Underperform“ und einem Kursziel von 195 US-Dollar vorsichtig. Auch Cantor Fitzgerald ordnet den Wert mit einem Ziel von 220 US-Dollar als neutral ein.
An der Börse notierte das Papier am Freitag zum Handelsschluss bei 149,32 €. In der vergangenen Woche gab der Kurs deutlich nach und verbuchte ein Minus von 9,84 Prozent. Trotz dieser kurzfristigen Schwäche notiert die Aktie aktuell noch 2,10 Prozent über ihrem gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage, was charttechnisch als Unterstützung gewertet werden kann. Neben dem Smartphone-Kernmarkt setzt Qualcomm verstärkt auf Partnerschaften im Automobilsektor, unter anderem durch Lieferverträge mit Micron für KI-Anwendungen in Fahrzeugen.
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