BYD Aktie: Eindeutige Wachstumszeichen!

BYD reagiert mit deutlich aufgerüsteten Plug-in-Hybriden auf verschärfte Förderregeln in China und versucht, den rückläufigen Trend in diesem Segment zu stoppen.

Kurz zusammengefasst:
  • Vier Modelle mit verdoppelter elektrischer Reichweite
  • Absatz von Plug-in-Hybriden ging 2025 zurück
  • BYD überholte Tesla als größter E-Auto-Hersteller
  • Aktie wird mit niedrigerem KGV bewertet

BYD zieht bei seinen Plug-in-Hybriden die Technik-Schraube deutlich an. Der Konzern reagiert damit direkt auf verschärfte Förderbedingungen in China und versucht, den zuletzt nachlassenden Schwung im Hybridsegment wiederzubeleben. Im Hintergrund läuft gleichzeitig der Strategiewechsel vom reinen Wachstum hin zu profitablerem und regulierungssicheren Geschäft.

Deutlich mehr Reichweite für vier Modelle

BYD hat auf einen Schlag vier Plug-in-Hybrid-Modelle überarbeitet: Seal 05 DM-i, Seal 06 DM-i, Qin PLUS DM-i und Qin L DM-i.

BYD

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Die wichtigsten technischen Anpassungen:

  • Elektrische CLTC-Reichweite nun 210 km (zuvor 55–128 km)
  • 25,28-kWh Blade-Batterien mit etwa doppelter Kapazität
  • 2.110 km kombinierte Reichweite inklusive Verbrennerbetrieb
  • Einstiegspreise ab 79.800 RMB (rund 11.430 US-Dollar)

Der Zeitpunkt kommt nicht zufällig. China hat die technischen Anforderungen für steuerlich begünstigte Plug-in-Hybride deutlich verschärft: Statt bisher 43 km sind nun mindestens 100 km elektrische Reichweite nötig, um Kaufsteuer-Vorteile zu erhalten. BYD positioniert die neuen Varianten damit klar innerhalb dieses Förderrahmens.

Hybridgeschäft unter Druck

Im Hybridbereich steht BYD vor einer spürbaren Bewährungsprobe. 2025 gingen die Verkäufe von Plug-in-Hybriden um 7,9 % zurück, obwohl diese Modelle mehr als die Hälfte des gesamten Absatzvolumens ausmachen. Die neuen Langstreckenvarianten sind damit faktisch eine Gegenmaßnahme gegen den rückläufigen Trend in diesem Teil des Portfolios.

Besonders wichtig ist dabei die Seal-Reihe. Sie steuerte 2025 insgesamt 518.412 Fahrzeuge bei und stand damit für 11,26 % des Jahresabsatzes der Gruppe. Im Dezember sanken die Seal-Verkäufe auf 44.602 Einheiten, nach einem Hoch von 60.962 Einheiten im November – ein klarer Hinweis auf nachlassende Dynamik zum Jahresende.

BYD überholt Tesla

Die Modelloffensive fällt in eine Phase, in der BYD global an der Spitze steht. 2025 hat der Konzern Tesla offiziell als größten Elektroauto-Hersteller nach Stückzahlen abgelöst:

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  • BYD reine BEV-Verkäufe: 2,25 Mio. Fahrzeuge (+28 % gegenüber Vorjahr)
  • Tesla-Auslieferungen: 1,64 Mio. Fahrzeuge (-9 % gegenüber Vorjahr)
  • Tesla Q4: -16 % gegenüber dem Vorquartal

Treiber für BYDs Aufstieg sind eine aggressive Preispolitik und eine schnelle internationale Expansion, insbesondere in Lateinamerika, Südostasien und Europa. Allein im Vereinigten Königreich legten die Verkäufe bis September 2025 um 880 % zu.

Bewertung und Kennzahlen

Die Aktie wird aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 20–21 auf Basis der vergangenen zwölf Monate gehandelt. Das erwartete KGV liegt bei etwa 16 und signalisiert ein niedrigeres Bewertungsniveau auf Sicht der kommenden Gewinne.

Das Unternehmen erzielte in den letzten zwölf Monaten einen Umsatz von 841,12 Mrd. RMB bei einer Nettomarge von 4,56 %. Die Eigenkapitalrendite liegt bei 18,53 %, was auf eine effiziente Nutzung des eingesetzten Kapitals hinweist.

An der Hongkonger Börse kommt BYD derzeit auf eine Marktkapitalisierung von rund 863 Mrd. HKD. Der Analystenkonsens sieht ein Kursziel von 132,59 HKD und damit einen deutlichen Abstand zum aktuellen Kursbereich um 94–95 HKD.

Wettbewerbsumfeld verschärft sich

Trotz des Verkaufsrekords schwächte sich BYDs Wachstumstempo 2025 auf den niedrigsten Wert seit fünf Jahren ab. Hauptgrund ist der intensive Wettbewerb auf dem Heimatmarkt. Gleichzeitig bleibt Tesla beim Gewinn pro Fahrzeug klar voraus, obwohl BYD bei den Stückzahlen vorbeigezogen ist.

Die aufgerüstete Plug-in-Hybrid-Palette zeigt, dass BYD Marktanteile verteidigen und zugleich strengere Regulierungen erfüllen will. Für 2026 wird damit vor allem entscheidend, ob die neuen Langstrecken-Hybride den Absatzrückgang im PHEV-Segment spürbar bremsen und die Gesamtentwicklung des Konzerns stabilisieren können.

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