Sivers Semiconductors Aktie: Ningi Research greift an
Nach Shortseller-Report bricht Sivers-Aktie ein. Anwälte prüfen Klagen wegen angeblicher Bilanzunregelmäßigkeiten.

Kurz zusammengefasst
- Kurssturz von fast 16 Prozent
- Leerverkäufer erhebt schwere Vorwürfe
- Anwaltskanzlei prüft Aktionärsklagen
- KI-Partnerschaft rückt in Hintergrund
Erst ein neues Jahreshoch, dann der tiefe Fall. Sivers Semiconductors erlebt an der Börse extreme Tage. Ein Leerverkäufer erhebt schwere Vorwürfe gegen den Chipentwickler. Die Folge: ein massiver Kursrutsch zum Wochenausklang.
Am Freitag brach das Papier um fast 16 Prozent ein. Der Handel endete bei 6,70 Euro. Damit notiert der Titel deutlich unter dem jüngsten Rekordhoch vom Mittwoch. Zuvor hatte die Aufnahme in den MSCI Sweden Small-Cap Index den Kurs noch auf 10,23 Euro getrieben.
Auslöser der Verkaufswelle ist ein Bericht von Ningi Research. Der Leerverkäufer wirft dem Unternehmen fragwürdige Buchhaltungsmethoden vor. Der Report spricht explizit von hohlen Kundenverträgen. Die jüngste Kursrally basiere laut Ningi lediglich auf spekulativen Partnerschaften und gebrochenen Versprechen bei der Serienproduktion.
Die Vorwürfe rufen nun Anwälte auf den Plan. Die Rosen Law Firm prüft bereits rechtliche Schritte im Namen der Aktionäre. Im Zentrum steht der Verdacht auf irreführende Geschäftsinformationen.
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KI-Partnerschaft rückt in den Hintergrund
Parallel dazu versucht das Management gegenzusteuern. Sivers meldete eine strategische Zusammenarbeit mit GlobalFoundries. Gemeinsam wollen die Firmen neue Photonik-Lösungen für KI-Rechenzentren entwickeln. Diese technologischen Fortschritte traten am Markt am Freitag völlig in den Hintergrund.
Stattdessen dominiert die extreme Schwankungsbreite das Geschehen. Trotz des jüngsten Einbruchs steht auf Monatssicht noch immer ein Plus von knapp 44 Prozent. Das liegt vor allem an der massiven Aufholjagd seit dem Frühjahr.
Technisch hat sich die Lage etwas abgekühlt. Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von 55 keine Überkaufung mehr. Der Kurs hält weiterhin einen deutlichen Abstand zur 50-Tage-Linie bei 3,91 Euro. Solange das Management die Bilanzvorwürfe nicht stichhaltig entkräftet, bleibt die hohe Volatilität der bestimmende Faktor.
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