Thyssenkrupp Aktie: Warschau-Konferenz am Dienstag
Thyssenkrupp profitiert von EU-Importregeln und eigener Restrukturierung. Die Aktie erholt sich deutlich vom Jahrestief, Analysten sehen weiteres Potenzial.

Kurz zusammengefasst
- Kursanstieg von über 50 Prozent seit März
- EU-Plan schützt vor Dumpingimporten
- Eigene Sanierung der Stahlsparte läuft
- Investorenkonferenz in Warschau erwartet
Thyssenkrupp schloss am Freitag mit 10,85 Euro – ein Plus von 1,36 Prozent. Seit dreißig Tagen liegt die Aktie rund 23 Prozent im Plus. Der RSI von 87,4 signalisiert zwar eine technische Überhitzung. Doch fundamental gibt es Grund für Optimismus.
Der Essener Konzern hat in den letzten Monaten eine beeindruckende Erholung hingelegt. Vom 52-Wochen-Tief bei 7,15 Euro im März kletterte der Kurs um über 50 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch bei 13,24 Euro ist noch in Reichweite. Entscheidend wird sein, ob die strategische Wende trägt.
Neustart der Stahlsparte
Nachdem die Verkaufsgespräche mit dem indischen Konzern Jindal Anfang Mai ausgesetzt wurden, setzt Thyssenkrupp auf einen eigenen Sanierungskurs. Das Stahlgeschäft soll mittelfristig verselbstständigt werden – aus eigener Kraft. Konzernchef Miguel López treibt parallel das Effizienzprogramm „APEX“ voran. Zuletzt kündigte die Tochter Automotive Technology eine Fokussierung ihres US-Produktionsnetzwerks an.
Finanziell steht das Unternehmen solide da: Die Eigenkapitalquote liegt bei rund 36 Prozent, die verfügbare Liquidität bei 4,6 Milliarden Euro. Experten taxieren das durchschnittliche Kursziel auf 12,08 Euro. Die Deutsche Bank bewertet die Aktie mit „Kaufen“ und einem Ziel von 14,50 Euro.
EU-Schutzschirm entfaltet Wirkung
Ein zentraler Treiber für die verbesserte Stimmung ist der im Frühjahr verabschiedete „Steel and Metals Action Plan“ der EU-Kommission. Die Maßnahmen senken die zollfreien Importquoten und erhöhen die Zölle für Importe oberhalb dieser Quoten massiv. Das schützt die europäische Industrie vor Dumpingpreisen aus Asien.
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Für Thyssenkrupp bedeutet das stabilere Absatzpreise. Gleichzeitig verbessern sich die Rahmenbedingungen für die Umstellung auf klimafreundliche Produktion am Standort Duisburg.
Kommende Woche: Signal aus Warschau
Am Dienstag beginnt eine wichtige Investorenkonferenz für europäische Nebenwerte in Warschau. Das Management wird dort Details zur laufenden Transformation in eine fokussierte Finanzholding präsentieren. Anleger erhoffen sich vor allem Fortschritte bei der Restrukturierung der Stahlsparte.
Sollte der Konzern überzeugende Meilensteine nennen, könnte die Aktie ihren Aufwärtstrend fortsetzen. Die Marke von 12 Euro rückt dann in greifbare Nähe.
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