Oracle treibt seine KI-Ambitionen aggressiv voran, doch die Finanzierungsmethoden haben nun ein juristisches Nachspiel. Anleihegläubiger fühlen sich getäuscht und haben eine Sammelklage eingereicht. Der Vorwurf wiegt schwer: Der Tech-Konzern soll massive Schuldenpläne verheimlicht haben, was die Aktie spürbar belastet.
Vorwürfe der Täuschung
Im Zentrum der Unruhe steht eine in Manhattan eingereichte Klage, die dem Unternehmen mangelnde Transparenz vorwirft. Konkret geht es um Investoren, die sich an einer Anleiheemission im Volumen von 18 Milliarden US-Dollar im September beteiligt hatten. Diese Anleger argumentieren, Oracle habe verschwiegen, dass man nur wenige Wochen später erneut an den Kapitalmarkt treten würde, um weitere, umfangreiche Schulden aufzunehmen.
Hintergrund dieser Kapitalmaßnahmen ist der kostspielige Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz. Laut Klageschrift hat die rasche Folge der Schuldenaufnahmen das wahrgenommene Kreditrisiko des Unternehmens erhöht und den Wert der ursprünglichen Anleihen geschmälert.
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Aggressive Strategie auf dem Prüfstand
Der Rechtsstreit rückt Oracles kapitalintensive Strategie in den Fokus. Um im wettbewerbsintensiven Cloud-Computing-Markt gegen die Platzhirsche zu bestehen, investiert der Konzern massiv in neue Rechenzentren. Diese schuldenfinanzierte Expansion sorgte bereits in der Vergangenheit bei einigen Investoren für Skepsis hinsichtlich des freien Cashflows.
Die aktuelle Klage stellt nun die Kommunikation dieser Finanzierungsstrategie infrage. Marktbeobachter sehen darin eine zusätzliche Belastung, da operative Risiken bei der Abarbeitung des Projektstaus nun durch juristische und reputative Sorgen verstärkt werden.
Charttechnische Lage
Die Nachrichten drückten auf die Stimmung der Aktionäre. Die Aktie notiert aktuell bei 193,61 USD und hat damit eine wichtige charttechnische Marke unterschritten: Der Kurs liegt unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 195,08 USD, was oft als Indikator für den langfristigen Trend gewertet wird. Solange die Unsicherheit über den Ausgang des Verfahrens besteht, dürfte die Bewertung der ambitionierten KI-Pläne durch den Markt vorsichtiger ausfallen.
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