PayPal steht vor einer entscheidenden Woche. Am Dienstag legt der Zahlungsdienstleister seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor – während die Aktie nahe ihrem 52-Wochen-Tief notiert. Gleichzeitig treibt das Unternehmen seine KI-Strategie mit einer Übernahme voran.
Die Zahlen kommen zu einem schwierigen Zeitpunkt. Der Kurs ist weit entfernt vom Januar-2025-Hoch bei rund 91 Dollar. Analysten bleiben skeptisch: Cantor Fitzgerald vergab Ende Januar ein neutrales Rating und verwies auf den „intensiven“ Wettbewerbsdruck. Daiwa Securities stufte PayPal ebenfalls herab – Marktanteilssorgen belasten.
Cymbio-Übernahme für KI-Commerce
Am 22. Januar gab PayPal die Übernahme von Cymbio bekannt. Die israelische Plattform soll PayPals „Store Sync“-Dienst stärken, der Produktkataloge von Händlern auf KI-Plattformen verfügbar macht. Bereits aktiv sind Integrationen mit Microsoft Copilot und Perplexity. ChatGPT und Google Gemini sollen folgen.
Händler wie Abercrombie & Fitch, Ashley Furniture und Newegg nutzen den Service bereits. Die Übernahme soll im ersten Halbjahr 2026 abgeschlossen werden und PayPals Position im KI-gestützten Shopping ausbauen.
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Wachstum verlangsamt sich
Im dritten Quartal 2025 erzielte PayPal 8,42 Milliarden Dollar Umsatz – ein Plus von 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für Q4 erwarten Analysten nur noch 4,9 Prozent Wachstum. Die Konsensschätzungen deuten auf eine Verlangsamung hin.
Das Unternehmen versucht, mit neuen Services gegenzusteuern. Seit 20. Januar können PayPal-Debit-Mastercard-Kunden in den USA kostenlos ihre Steuererklärung einreichen – eine Partnerschaft mit der Steuerplattform „april“. International baut PayPal seine Präsenz aus, besonders in Deutschland, Brasilien und dem Nahen Osten.
Fokus auf dem Ergebnisbericht
Der Earnings Call am Dienstag um 8 Uhr Ostküstenzeit wird zeigen, ob die strategischen Initiativen greifen. Bei über 400 Millionen aktiven Konten muss PayPal beweisen, dass es trotz hartem Wettbewerb profitabel wachsen kann. Die Markierung liegt bei rund 53 Milliarden Dollar – Anleger erwarten klare Signale zur weiteren Entwicklung.
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