Sanofi Aktie: Einstieg bei Cheplapharm ist eingefädelt
Sanofi steigert Umsatz und bereinigten Gewinn im dritten Quartal; Dupixent-Verkäufe und ein angehobener Ausblick begleiten den Kursanstieg.

Kurz zusammengefasst
- Quartalsumsatz wächst währungsbereinigt um 14,3 Prozent
- Bereinigtes Ergebnis je Aktie steigt um 19,6 Prozent
- Sanofi hebt Jahresziele für 2026 an
- Partnerschaft mit Cheplapharm noch nicht abgeschlossen
Sanofi hat mit starken Quartalszahlen und einer höheren Jahresprognose einen Kursanstieg von 5,0% ausgelöst. Reuters führte das gestrige Plus auf den angehobenen Ausblick und starke Verkäufe von Dupixent zurück. Die Ergebnisse übertrafen dem Bericht zufolge die Erwartungen. Damit lieferte Sanofi neben dem Wachstum im abgelaufenen Quartal auch eine optimistischere Einschätzung für das Gesamtjahr.
Umsatz und Gewinn legen deutlich zu
Im dritten Quartal 2026 stieg der Umsatz zu konstanten Wechselkursen um 14,3% auf 14,444 Milliarden Euro. Die starke Entwicklung von Dupixent gehörte laut Reuters zu den wesentlichen Gründen für die positive Reaktion am Aktienmarkt.
Für die Einordnung ist die Wechselkursbereinigung wichtig: Sanofi beziffert sowohl die Wachstumsraten des Quartals als auch die angehobenen Jahresziele auf dieser Basis. Die Aussagen beschreiben damit die Entwicklung ohne Wechselkurseinflüsse.
Das bereinigte Ergebnis je Aktie, von Sanofi als „Business EPS“ bezeichnet, erhöhte sich zu konstanten Wechselkursen um 19,6% auf 3,55 Euro. Es wuchs damit stärker als der Umsatz.
Für 2026 erwartet Sanofi nun ein Umsatzwachstum im niedrigen Zehnerprozentbereich. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll im mittleren Zehnerprozentbereich zulegen, jeweils zu konstanten Wechselkursen. Die höhere Prognose geht somit über eine Bestätigung des bisherigen Kurses hinaus: Das Unternehmen setzt seine Erwartungen für das Gesamtjahr herauf.
Auch von Analystenseite kam Unterstützung. Bernstein bestätigte gestern seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 106,21 Euro. Für die unmittelbare Kursreaktion standen nach dem Reuters-Bericht allerdings die Geschäftszahlen und der verbesserte Ausblick im Mittelpunkt.
Portfolioumbau ergänzt den Wachstumskurs
Parallel zu den Ergebnissen konkretisierte Sanofi gestern die bereits angekündigte beabsichtigte Partnerschaft mit Cheplapharm. Sie umfasst 20 etablierte Medikamente und drei Produktionsstandorte. Sanofi soll im Gegenzug eine Beteiligung von 26,4% an Cheplapharm erhalten.
Die Vereinbarung verbindet damit die geplante Übertragung von Medikamenten und Standorten mit einer Beteiligung am Partner. Sie ist noch nicht abgeschlossen und bleibt an Genehmigungen sowie weitere Bedingungen geknüpft.
Der Medikamententransfer soll im ersten Quartal 2027 beginnen. Den Abschluss erwartet Sanofi im dritten Quartal 2027. Damit betrifft dieser Schritt die künftige Portfolioaufstellung und ist von den bereits gemeldeten Quartalsergebnissen zu trennen.
Zugleich erklärte das Management laut Reuters ein wachsendes Interesse an Übernahmen, die Zugang zu Medikamenten in späten Entwicklungsphasen oder bereits vermarkteten Präparaten bieten. Sanofi will damit seine Entwicklungspipeline ergänzen.
Für Anleger stehen somit zwei unterschiedliche Ebenen nebeneinander: Die höhere Jahresprognose stützt sich auf das laufende Geschäft; Partnerschaften und mögliche Zukäufe sollen das künftige Portfolio stärken.
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