Var Energi Aktie: Balder Next mit sieben Bohrungen
Vår Energi investiert final in das Nordsee-Projekt Balder Next. Die erwarteten Reserven steigen auf 86 Millionen Barrel, die Aktie legt zu.

Kurz zusammengefasst
- Finale Investition für Balder Next
- Reserven steigen auf 86 Mio. Barrel
- Aktie legt um 3,46 Prozent zu
- Portfolio durch Tauschgeschäfte gestärkt
Vår Energi setzt voll auf die norwegische Nordsee. Mit der finalen Investitionsentscheidung für das Projekt „Balder Next“ stellt der Ölproduzent die Weichen für die kommenden Jahre. Das Ziel ist klar: Die Reserven im Kerngebiet deutlich ausbauen.
Expansion im Balder-Hub
Das Vorhaben umfasst sieben neue Bohrungen. Diese werden an die schwimmende Produktionseinheit Jotun angeschlossen. Vår Energi hält als Betreiber 90 Prozent der Anteile. Der Balder-Hub lieferte zuletzt eine Tagesproduktion von 118.000 Barrel.
Das Management rechnet nun mit förderbaren Reserven von 86 Millionen Barrel Öläquivalent. Ursprünglich kalkulierte das Unternehmen mit 75 Millionen Barrel. Die ersten Erträge fließen voraussichtlich ab 2027.
Ökonomisch ist das Projekt hochattraktiv. Bei einem Break-even-Preis von 30 US-Dollar pro Barrel liegt die erwartete Verzinsung über 35 Prozent. Damit stärkt der Konzern seine Position als einer der effizientesten Förderer in der Region.
Portfolio-Umbau und Marktreaktion
Parallel zum Ausbau bereinigt der Konzern sein Portfolio. Ein Tauschgeschäft mit DNO und der Zukauf des Pandion-Portfolios für 110 Millionen Dollar schärfen das Profil. Diese strategischen Anpassungen sollen die Kapitalallokation optimieren.
Die Aktie schloss am Freitag bei 3,88 Euro. Das entspricht einem Tagesplus von 3,46 Prozent. Der Kurs liegt damit knapp über dem 100-Tage-Schnitt von 3,86 Euro.
Trotz einer monatlichen Korrektur bleibt das Plus seit Jahresbeginn mit fast 37 Prozent beachtlich. Analysten von Clarksons Platou Securities bestätigen ihr „Buy“-Rating mit einem Kursziel von 50 NOK. Sie sehen das Unternehmen gut für die kommenden Herausforderungen gerüstet.
Die Volatilität bleibt mit rund 40 Prozent hoch. Mit einem RSI von 37,6 nähert sich das Papier einer überverkauften Zone. Anleger blicken nun auf die Umsetzung des Bohrprogramms, um die Produktionsziele für 2027 abzusichern.
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