iShares MSCI World ETF: 13. Juli bei 202,85 Dollar
Der weltweit führende ETF fällt vom Rekordniveau zurück, bleibt aber im Jahresplus. Analysten sehen Technologie-Klumpen als Risiko.

Kurz zusammengefasst
- Tagesverlust von 0,78 Prozent
- Gold-Rating von Morningstar bestätigt
- Technologieanteil von über 30 Prozent
- Günstigere Alternative mit breiterer Streuung
Der iShares MSCI World ETF (URTH) fiel diese Woche von seinen jüngsten Höchstständen zurück. Am 13. Juli sank der Nettoinventarwert auf 202,85 Dollar. Das ist ein Tagesverlust von 1,60 Dollar oder 0,78 Prozent.
Der Rücksetzer folgt auf eine starke Phase. Erst am 10. Juli hatte der Fonds bei 204,50 Dollar sein Tageshoch markiert, das Tagestief lag bei 203,27 Dollar. Über die vergangenen 52 Wochen bewegte sich der ETF zwischen 168,23 und 206,33 Dollar — nur wenige Dollar trennen ihn also noch vom Allzeithoch.
Die Wertentwicklung bleibt trotz des Dämpfers beachtlich. Der Total Return auf NAV-Basis lag zum 10. Juli bei 10,91 Prozent seit Jahresbeginn. Morningstar bestätigt das positive Bild: Die Ratingagentur vergibt dem Fonds im Vergleich zu 293 globalen Large-Cap-Blend-Fonds die Bestnote Gold.
Technologie-Klumpen als Risikofaktor
Der Kursrutsch lenkt den Blick auf ein strukturelles Merkmal des Fonds: seine hohe Konzentration auf Technologiewerte. Mit 30,85 Prozent stellt der Sektor fast ein Drittel des Portfolios. Es folgen Finanzwerte mit 15,66 Prozent, Industrie mit 11,39 Prozent, Gesundheit mit 9,08 Prozent, zyklischer Konsum mit 8,87 Prozent und Kommunikationsdienste mit 8,24 Prozent.
Bei den Einzelpositionen zeigt sich diese Schlagseite noch deutlicher. Apple führt mit 5,09 Prozent knapp vor Nvidia mit 5,07 Prozent, dahinter folgen Microsoft mit 3,06 Prozent und Amazon mit 2,65 Prozent. Auch Alphabet, Broadcom, Meta, Tesla und Micron zählen zu den Schwergewichten im Portfolio.
Diese Konzentration erklärt, warum Kursbewegungen bei einzelnen US-Technologiewerten den gesamten Fonds spürbar bewegen können. Der Fonds kommt auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 24,77 und eine Dividendenrendite von 1,43 Prozent. Die laufenden Kosten liegen bei 0,24 Prozent im Jahr.
Konkurrenz mit anderem Zuschnitt
Wer breiter streuen will, landet schnell beim State Street SPDR Portfolio MSCI Global Stock Market ETF (SPGM). Anders als URTH deckt SPGM nicht nur Industrieländer ab, sondern auch Schwellenmärkte und kleinere Marktkapitalisierungen.
Beim Preis hat SPGM die Nase vorn. Die Kostenquote liegt bei nur 0,09 Prozent, deutlich unter den 0,24 Prozent von URTH. Auch bei der Ausschüttung liegt SPGM vorn — die Differenz beträgt 0,40 Prozentpunkte zugunsten des State-Street-Produkts.
Beim Volumen dreht sich das Bild komplett. URTH verwaltet über 8 Milliarden Dollar, SPGM kommt auf knapp 2 Milliarden Dollar. Das verschafft dem iShares-Fonds ein deutlich höheres Handelsvolumen und mehr Liquidität — ein Vorteil, der den Kostennachteil für viele Anleger aufwiegen dürfte.
Der jüngste Rücksetzer ändert am grundsätzlichen Bild wenig: URTH bleibt für das Jahr zweistellig im Plus. Die eigentliche Abwägung für Anleger bleibt bestehen — zwischen der Liquidität und Qualität eines konzentrierten Industrieländer-Trackers und der breiteren Streuung günstigerer Alternativen wie SPGM.
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