Nvidia Aktie: Alle gegen den Markt
Vor den Nvidia-Zahlen heben fast alle großen Investmenthäuser die Kursziele an. Der Optionsmarkt signalisiert eine mögliche Rekordbewegung.

Kurz zusammengefasst
- Analysten erhöhen Kursziele auf bis zu 352 Dollar
- Optionsmarkt erwartet Kurssprung von 6,5 Prozent
- Umsatzprognosen liegen teils über Unternehmensangaben
- Blackwell-Nachfrage übersteigt aktuell das Angebot
Morgen nach US-Börsenschluss legt Nvidia seine Quartalszahlen vor — und die Erwartungshaltung der Wall Street könnte kaum größer sein. Nahezu alle großen Investmenthäuser haben ihre Kursziele in den vergangenen Tagen angehoben oder ihre Kaufempfehlungen bekräftigt. Die Aktie selbst zeigte sich am Dienstag etwas schwächer und notierte bei rund 220 Dollar.
Analysten überbieten sich gegenseitig
Die Bandbreite der bullishen Einschätzungen ist bemerkenswert. UBS hob sein Kursziel auf 275 Dollar an und erwartet für das laufende Quartal einen Umsatz von 81 Milliarden Dollar — rund drei Milliarden Dollar über der eigenen Unternehmensprognose. Morgan Stanley zog nach und erhöhte das Kursziel auf 285 Dollar. Analyst Joseph Moore sieht die Umsatzschätzungen um weitere drei Milliarden Dollar übertroffen und erwartet einen Ausblick, der den Konsens um vier Milliarden Dollar übertrifft. Für das Geschäftsjahr 2028 beziffert Morgan Stanley das Umsatzpotenzial auf beachtliche 587 Milliarden Dollar.
HSBC geht noch einen Schritt weiter und peilt ein Kursziel von 325 Dollar an. Die Bank prognostiziert für das zweite Quartal einen Umsatz von 91,1 Milliarden Dollar — deutlich über den Konsensschätzungen von 85,6 Milliarden Dollar. Die Gewinnschätzung je Aktie für 2028 liegt bei 13,01 Dollar, was 16 Prozent über dem Marktdurchschnitt wäre. Als Treiber nennt HSBC das anhaltend starke Datacenter-Geschäft. Das optimistischste Kursziel im Feld hält Evercore ISI mit 352 Dollar — gestützt auf Channel-Checks, die eine deutlich höhere Nachfrage als verfügbares Angebot bei Blackwell-Chips belegen.
Goldman Sachs bleibt bei 250 Dollar, hebt aber hervor, dass die eigenen Gewinnprognosen für 2026 und 2027 bis zu 34 Prozent über dem Marktkonsens liegen. RBC sieht den Chipspezialisten wie bereits in den vergangenen drei Quartalen erneut auf Überraschungskurs, warnt aber auf kurzfristiger Basis vor Lieferengpässen bei Komponenten und begrenzten Infrastrukturkapazitäten.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nvidia?
Der Options-Markt spricht eine klare Sprache
Abseits der Analystenkommentare liefert der Derivatemarkt ein aufschlussreiches Bild. Händler preisen für den Tag nach den Zahlen eine Kursbewegung von rund 6,5 Prozent in beide Richtungen ein — das entspricht einem möglichen Schwung in der Marktkapitalisierung von etwa 355 Milliarden Dollar. Das ist mehr als der gesamte Börsenwert von rund 90 Prozent aller S&P-500-Unternehmen.
Bemerkenswert dabei: Die Optionsstruktur hat sich zuletzt deutlich in Richtung Aufwärtswetten verschoben. Anleger zahlen zunehmend für Partizipation nach oben — nicht mehr primär für Absicherung nach unten. Gleichzeitig sind an anderer Stelle im Halbleitersektor verstärkte Gewinnmitnahmen zu beobachten, was die gespaltene Stimmung im Markt widerspiegelt.
Die Messlatte liegt hoch. Dass nahezu jedes große Haus mit Rekordergebnissen und steigenden Prognosen rechnet, macht den Ausblick von Nvidia — insbesondere zu Blackwell-Produktion, Bruttomargen und dem Rubin-Produktzyklus — zum eigentlichen Gradmesser für die nächste Kursetappe.
Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 19. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...