Ethereum: BlackRock zieht 27 Millionen ein
Institutionelle Gelder fließen in Ethereum-ETFs, während der Kurs weiter fällt. Analysten senken Prognosen angesichts geopolitischer Risiken.

Kurz zusammengefasst
- BlackRock dominiert ETF-Zuflüsse
- Ether-Kurs fällt auf 1.741 Dollar
- Citigroup senkt Kursziel deutlich
- Geopolitische Spannungen belasten Markt
Bei Ethereum klaffen Realität und Stimmung derzeit weit auseinander. Auf der einen Seite pumpen institutionelle Anleger frisches Kapital in die US-ETFs. Auf der anderen Seite rutscht der Kurs stetig weiter ab. Diese Diskrepanz spiegelt eine tiefe Zerrissenheit am Markt wider.
BlackRock treibt die Zuflüsse
Vier Tage in Folge sammelten US-amerikanische Spot-ETFs auf Ethereum neues Geld ein. Am 7. Juli verbuchten die Fonds einen Nettozufluss von knapp 27 Millionen US-Dollar. Treiber dieser Entwicklung ist ein einziger Akteur.
Der iShares Ethereum Trust von BlackRock zog diese Summe komplett im Alleingang an. Bei allen anderen Konkurrenten bewegte sich an diesem Handelstag nichts. Das Muster zeigt sich bereits den gesamten Monat.
Schon Anfang Juli brach BlackRock eine neuntägige Durststrecke des Marktes. Der Fonds sammelte an einem Tag rund 36 Millionen US-Dollar ein. Seit dem Handelsstart 2024 flossen allein in dieses Produkt über elf Milliarden US-Dollar.
Schwacher Kurs im Krisenumfeld
Parallel dazu findet der Ether-Kurs keinen Boden. Die zweitgrößte Kryptowährung notiert aktuell bei knapp 1.741 US-Dollar.
Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust damit auf bittere 42 Prozent. Die wichtige 200-Tage-Linie ist mittlerweile in weite Ferne gerückt. Sie verläuft gut 22 Prozent über dem aktuellen Preisniveau.
Geopolitische Spannungen belasten das Marktumfeld massiv. Erneute Luftschläge zwischen den USA und dem Iran schüren die Inflationsangst. Der gesamte Kryptomarkt verlor zuletzt rund zwei Prozent an Wert. Die globale Marktkapitalisierung sank auf 2,21 Billionen US-Dollar.
Die Folge: Anleger fliehen aus riskanten Anlagen. Kurzfristige technische Indikatoren liefern derzeit ein klares Verkaufssignal für Ethereum.
Skepsis bei den Banken
Analysten passen ihre Prognosen entsprechend nach unten an. Die Citigroup senkte ihr Kursziel für Ethereum drastisch von 3.175 auf 2.240 US-Dollar. Als Gründe nennt die Bank eine schwache Nachfrage und das schwierige Marktumfeld.
Einige Beobachter werten die ETF-Zuflüsse dennoch als positives Signal. Das Kapital wandert gezielt in regulierte Vehikel anstatt in direkte Krypto-Bestände. Institutionelle Investoren freunden sich spürbar mit Ethereum als Anlageklasse an.
Der Markt bleibt bis auf Weiteres zweigespalten. Solange die geopolitische Lage eskaliert, lastet enormer Druck auf dem Spot-Preis. Das stetige Interesse der ETF-Käufer baut indes ein solides Fundament für eine mittelfristige Erholung auf.
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