Deutsche Telekom Aktie: Warnstreiks vor 11./12. Mai
Verdi weitet Arbeitsniederlegungen bei der Telekom aus, während die Aktie charttechnisch weiter nachgibt. Die dritte Tarifrunde steht bevor.

Kurz zusammengefasst
- Bundesweite Warnstreiks angekündigt
- Aktie verliert deutlich an Wert
- Verdi fordert 6,6 Prozent mehr Lohn
- WM-Partnerschaft mit Sky geschlossen
Bei der Deutschen Telekom wächst der Druck. Kurz vor der dritten Tarifrunde ruft die Gewerkschaft Verdi zu bundesweiten Warnstreiks auf. Parallel dazu rutscht die Aktie charttechnisch weiter ab. Das drückt auf die Stimmung der Aktionäre.
Fronten im Tarifstreit verhärtet
Bisher brachten zwei Verhandlungsrunden kein Ergebnis. Die Arbeitgeberseite legte kein Angebot vor. Die Folge: Verdi weitet die Arbeitsniederlegungen zum Wochenstart auf fast alle Bundesländer aus. Zeitgleich plant die Gewerkschaft eine große Kundgebung in Potsdam.
Die Forderungen sind klar formuliert. Verdi verlangt für rund 60.000 Tarifbeschäftigte ein Lohnplus von 6,6 Prozent. Die Laufzeit soll zwölf Monate betragen.
Hinzu kommt ein jährlicher Mitgliederbonus von 660 Euro. Auszubildende sollen monatlich 120 Euro mehr erhalten. Bereits Ende April beteiligten sich über 10.000 Mitarbeiter an ersten Aktionen.
Aktie unter Abgabedruck
An der Börse fehlt der Aktie derzeit der Rückenwind. Das Telekom-Papier ging am Freitag bei 27,41 Euro aus dem Handel. Auf Sicht von 30 Tagen verzeichnet der Titel ein Minus von fast 13 Prozent.
Auch mittelfristig trübt sich das Bild ein. Der Kurs notiert aktuell knapp elf Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt. Zum Jahreshoch bei 34,25 Euro fehlt dem DAX-Titel derzeit die Fantasie.
Ausbau des Mediengeschäfts
Unabhängig von den Streiks baut der Konzern sein Unterhaltungsangebot aus. Die Telekom hat eine Distributionspartnerschaft mit Sky für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 geschlossen.
MagentaTV wird das gesamte WM-Programm für gastronomische Betriebe in Deutschland bereitstellen. Das Angebot läuft über die Sky Business Plattform. Der Konzern zeigt alle 104 Spiele live, davon 44 exklusiv.
Die dritte Verhandlungsrunde am 11. und 12. Mai rückt nun in den Fokus. Einigt sich das Management nicht zeitnah mit Verdi, drohen weitere operative Einschränkungen im Kundenservice und Technikeinsatz. Jeder zusätzliche Streiktag erhöht den Druck auf die ohnehin schwächelnde Aktie.
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