SpaceX Aktie: Rekordtief nach China-Erfolg
Der SpaceX-Aktienkurs fällt auf ein Rekordtief, während China einen technologischen Durchbruch bei Raketenlandungen vermeldet. Analysten bleiben dennoch zuversichtlich.

Kurz zusammengefasst
- Kursrutsch auf 145 Dollar
- China gelingt Raketenstufen-Landung
- SpaceX bleibt technologisch führend
- Analysten sehen Kurspotenzial von 60%
Vier Wochen nach dem Börsengang steht die SpaceX-Aktie so günstig da wie nie zuvor. Am Freitag fiel der Kurs auf 145 Dollar, während die US-Indizes insgesamt zulegten. Ausgerechnet eine Erfolgsmeldung aus China drückte auf die Stimmung.
China holt auf, SpaceX bleibt vorn
Peking meldete die erste kontrollierte Rückholung einer Raketenstufe: Die neue Rakete „Langer Marsch 10B“ landete ihre erste Stufe auf einer Plattform im Meer, aufgefangen von Seilvorrichtungen des Bergungsschiffs „Linghangzhe“. Es war der dritte chinesische Anlauf in dieser Disziplin, nachdem zwei frühere Versuche gescheitert waren. Auch wenn Staatsmedien von einem „bedeutenden Durchbruch“ sprechen — SpaceX hat diese Technik bereits vor rund einem Jahrzehnt mit der Falcon 9 etabliert und dabei inzwischen Hunderte Landungen und Wiederverwendungen vorzuweisen. Der Konzern experimentiert beim Starship-System längst mit dem nächsten Schritt: dem Auffangen der unteren Stufe direkt am Startturm mittels Greifarmen.
Analysten bleiben trotz Kursrutsch optimistisch
Der Rückgang seit dem Rekordhoch von gut 225 Dollar am dritten Handelstag summiert sich mittlerweile auf bis zu 35 Prozent. Die Wall Street lässt sich davon bislang kaum beeindrucken. Von 34 Analysten, die den Titel abdecken, empfehlen 29 den Kauf, fünf sind neutral eingestellt — eine Verkaufsempfehlung gibt es nicht.
Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 236 Dollar und damit etwa 60 Prozent über dem aktuellen Niveau. Am oberen Ende der Erwartungen steht Raymond James mit einem Ziel von 800 Dollar, gestützt auf ein Discounted-Cashflow-Modell, das SpaceX bis 2031 einen Umsatz von mehr als 837 Milliarden Dollar zutraut.
Mond, Mars und ein Satellitennetz für 100.000 Einheiten
Hinter der optimistischen Analystensicht steht eine Vision, die weit über den aktuellen Kurs hinausreicht. Elon Musk hat angekündigt, noch vor Ende 2026 mit dem Versand von Baumaterial für Mond und Mars beginnen zu wollen — zunächst per autonomer Roboter, später mit bemannten Missionen. Cargo-Flüge zum Mars sollen laut Musk innerhalb von sieben Jahren starten, selbsttragende Städte auf dem Roten Planeten visiert er für die Zeit zwischen 2045 und 2055 an. Für die Kommunikation zwischen Erde, Mond und Mars hat SpaceX bei der US-Regulierungsbehörde FCC eine Konstellation von 100.000 Satelliten beantragt.
Ob diese Pläne tatsächlich Substanz bekommen, hängt an technischen Hürden, die SpaceX noch nicht gelöst hat: zuverlässiges Auftanken im Orbit, höhere Startfrequenzen und der Nachweis, dass Starship die nötigen Frachtmengen für den Aufbau außerirdischer Infrastruktur überhaupt liefern kann.
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