Almonty: BlackRock kauft 6.075.155 Aktien
Trotz Insider-Verkäufen bauen BlackRock und T. Rowe Price ihre Almonty-Positionen aus. Das 300-Millionen-Dollar-Rückkaufprogramm startet heute.

Kurz zusammengefasst
- BlackRock und T. Rowe Price investieren
- Insider verkaufen mehr als sie kaufen
- 300-Millionen-Dollar-Rückkaufprogramm gestartet
- Umsatzsprung von 498 Prozent im Q2
Während bei Almonty Industries das milliardenschwere Rückkaufprogramm heute anläuft, zeichnet sich bei der Aktionärsstruktur ein deutlich gegensätzliches Bild ab. Im zweiten Quartal 2026 griffen 136 institutionelle Investoren zu, während Insider im Zwölfmonatszeitraum per saldo Aktien im Wert von 6,4 Millionen US-Dollar mehr verkauften als kauften.
Schwergewichte bauen Positionen auf
BlackRock erhöhte seinen Bestand im zweiten Quartal um 6.075.155 Aktien, was einem geschätzten Volumen von rund 100,6 Millionen US-Dollar entspricht. T. Rowe Price Associates legte mit 5.717.206 Aktien im Wert von schätzungsweise 94,7 Millionen US-Dollar nach, die zugehörige Investment-Management-Einheit steuerte weitere 5.051.309 Aktien im Gegenwert von etwa 83,6 Millionen US-Dollar bei. Für alle drei Positionen handelte es sich um Neuaufbauten, da zuvor keine nennenswerten Bestände auf der Meldeliste standen.
Nicht alle institutionellen Adressen bauten Engagement auf. Cooper Creek Partners trennte sich vollständig von 4.781.415 Aktien, Goldman Sachs reduzierte seinen Bestand um 3.992.304 Aktien und damit um 80,2 Prozent.
Solche Bewegungen fallen in einer Phase auf, in der Almonty operativ und finanziell einen deutlichen Umbruch durchläuft – der Zufluss großer, langfristig orientierter Fonds wie BlackRock und T. Rowe Price wiegt in der Gesamtbetrachtung aber schwerer als die punktuellen Verkäufe einzelner Häuser.
Insider trennen sich von Anteilen
Auf der Gegenseite verkauften Unternehmensinsider im Beobachtungszeitraum von zwölf Monaten mehr Aktien, als sie erwarben. Den größten Einzelverkauf der vergangenen drei Monate tätigte Mark Trachuk am 2. Juli: Er veräußerte am Markt rund 200.000 Aktien zu einem Kurs von etwa 16,97 US-Dollar je Stück, was 7,4 Prozent seines direkten individuellen Aktienbestands entsprach.
Solche Insider-Verkäufe lassen sich nicht automatisch als negatives Signal deuten – sie können ebenso Gewinnmitnahmen nach einer starken Kursentwicklung widerspiegeln wie strategische Neubewertungen.
In Kombination mit dem parallelen Einstieg großer institutioneller Adressen entsteht dennoch ein Bild, das Anleger im Auge behalten dürften: Während das Management einzelne Positionen verkleinert, wetten die größten Vermögensverwalter der Welt auf den weiteren Weg des Unternehmens.
Kontext: Rückkauf und operativer Umbruch
Der Zeitpunkt der institutionellen Zukäufe fällt in eine Phase intensiver Unternehmensaktivität. Almonty hatte im zweiten Quartal 2026 einen Umsatzsprung von 498 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 43,0 Millionen kanadische Dollar gemeldet und einen Nettogewinn von 181,8 Millionen kanadische Dollar erzielt, nach einem Verlust im Vorjahresquartal.
Zeitgleich schloss das Unternehmen eine überzeichnete Wandelanleihe über 800 Millionen US-Dollar ab, wodurch die Barreserven auf 1,2 Milliarden kanadische Dollar stiegen.
Diese finanzielle Basis bildet auch das Fundament für das am heutigen Montag startende Aktienrückkaufprogramm über bis zu 300 Millionen US-Dollar, mit dem der Vorstand bis zu 14,4 Millionen Stammaktien – rund 5 Prozent des ausgegebenen Kapitals – über 36 Monate zurückkaufen will.
Das Unternehmen begründet den Schritt mit einer aus seiner Sicht bestehenden Diskrepanz zwischen dem Marktpreis und dem Wert seiner Wolfram-Assets, insbesondere angesichts des Hochlaufs der Sangdong-Mine zur Deckung der wolframintensiven Nachfrage im KI-Umfeld. Ob die institutionellen Zukäufe und der Rückkauf die Verkäufe einzelner Insider kompensieren, dürfte sich in den kommenden Meldeperioden zeigen.
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