BMW Aktie: Der neue 3er läuft in Dingolfing vom Band
BMW meldet für das dritte Quartal 30,452 Milliarden Euro Umsatz; der Konzern erwartet 2026 weniger Auslieferungen und hält an Cashflow-Ziel fest.

Kurz zusammengefasst
- BMW-Aktie schließt bei 58,96 Euro
- Deutsche Bank senkt Kursziel auf 66 Euro
- JPMorgan reduziert Ziel auf 68 Euro
- Neue 3er-Limousine läuft in Dingolfing vom Band
BMW gehörte gestern zu den deutlichen Verlierern am deutschen Aktienmarkt. Laut dpa-AFX belastete der weltweite Ausverkauf bei KI- und Halbleiterwerten das Marktumfeld. Die BMW-Aktie fiel um 3,0% und schloss bei 58,96 €; der allgemeine Börsendruck ist dabei nicht als alleinige Erklärung der BMW-spezifischen Bewegung belegt.
Analysten senken ihre Kursziele
Deutsche Bank Research senkte am Donnerstag das Kursziel für BMW von 71 auf 66 Euro und bestätigte die Kaufempfehlung „Buy“. Analyst Tim Rokossa verwies auf Unsicherheit über die Restrukturierung und die begrenzte Vorhersagbarkeit für 2027. Die Anpassung folgte auf die gesenkten Unternehmensziele.
Bereits am Mittwoch hatte JPMorgan das Kursziel von 82 auf 68 Euro zurückgenommen. Die Einstufung „Overweight“ bestätigte das Analysehaus.
Unternehmensumbau belastet den Ausblick
Beim gesenkten Margenausblick für 2026 nannte BMW nicht-operative Belastungen durch ausgeweitete Portfolio- und Strukturmaßnahmen im vierten Quartal als Grund. Für die Auslieferungen erwartet der Konzern einen moderaten Rückgang. Reuters verwies auf beschleunigte Stellenstreichungen, Restrukturierung und schwächere Nachfrage in China als Belastungen.
Im dritten Quartal 2026 erzielte BMW einen Konzernumsatz von 30.452 Millionen Euro. Das EBIT betrug 1.589 Millionen Euro. Die EBIT-Marge im Segment Automobile lag bei 3,4 Prozent.
Den Free Cashflow des Automobilsegments erwartet BMW für 2026 weiterhin bei mehr als 2,5 Milliarden Euro. Vor Portfolio- und Strukturmaßnahmen soll die Marge weiterhin über 2,0 Prozent liegen.
Am Dienstag startete BMW im Werk Dingolfing die Serienproduktion der achten Generation der BMW 3er Limousine. Zunächst fertigt das Unternehmen dort Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Plug-in-Hybridvarianten sollen ab 2027 folgen.
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