BYD Aktie: Verkäufe sinken

BYDs Absatz von Elektrofahrzeugen sank im Januar deutlich, während die Exporte stark wuchsen. Das Unternehmen setzt verstärkt auf internationale Märkte und plant die Einführung neuer Premiummodelle.

Kurz zusammengefasst:
  • Starker Rückgang der Verkäufe im Heimatmarkt China
  • Exporte steigen um mehr als 50 Prozent
  • Ambitioniertes Absatzziel für internationale Märkte 2026
  • Ausbau der Produktion in mehreren Ländern

BYD startet schwach ins neue Jahr: Im Januar gingen die Verkäufe von New Energy Vehicles (NEVs) deutlich zurück. Treiber sind vor allem Sondereffekte durch geänderte Kaufanreize in China. Gleichzeitig zeigt ausgerechnet das Auslandsgeschäft Stärke – und rückt damit als Wachstumsanker stärker in den Mittelpunkt.

  • Januar-Verkäufe: 210.051 NEVs (-30,11% zum Vorjahr)
  • Exporte: 100.482 NEVs (+51,47% zum Vorjahr)
  • Ziel für 2026 im Ausland: 1,3 Mio. Fahrzeuge (rund +24% gegenüber 2025)

In China bremst die Förderkulisse

Im Januar verkaufte BYD 210.051 NEVs, das sind 30,11% weniger als im Vorjahresmonat. Damit fielen die Verkäufe bereits den zweiten Monat in Folge auch gegenüber dem Vormonat, und zum fünften Mal hintereinander lag das Ergebnis unter dem Vorjahr.

BYD

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Ein Grund liegt laut Bericht in Anpassungen rund um die Kaufsteuer für NEVs sowie im Auslaufen bestimmter Eintauschprämien in mehreren chinesischen Städten. Das hatte zum Jahresende zuvor noch für einen Schub gesorgt – danach folgte die Abkühlung.

Ausland wird zum Gegengewicht

Während der Heimatmarkt schwächelte, legten die Exporte kräftig zu. BYD exportierte im Januar 100.482 NEVs, ein Plus von 51,47% gegenüber dem Vorjahr.

Doch kann das Ausland die Delle im Heimatmarkt ausgleichen? BYD setzt dafür klare Ziele: Am 24. Januar nannte das Unternehmen das Vorhaben, 2026 1,3 Millionen Fahrzeuge in Überseemärkten zu verkaufen – etwa 24% mehr als die internationalen Auslieferungen 2025.

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Um dieses Wachstum zu stützen, baut BYD die Produktion außerhalb Chinas aus. Am 27. Januar vereinbarte der Konzern mit Kim Long Motor eine Partnerschaft zum Bau eines E-Auto-Batteriewerks in Vietnam. Parallel nennt der Bericht weitere Standorte mit neuen oder im Bau befindlichen Anlagen, darunter Thailand, Brasilien und Ungarn.

Technik-Offensive und neue Modelle

Im Wettbewerb bleibt BYD laut Bericht auch technologisch aktiv. Das Unternehmen hat eine 30-GWh-Produktionslinie für Natrium-Ionen-Batterien in Betrieb genommen und prüft damit Alternativen zu Lithium-Technologien, die potenziell Kostenvorteile bringen können.

Zusätzlich bereitet BYD für das erste Quartal 2026 die Einführung neuer Flaggschiff-Modelle vor, darunter Seal 08 und Sealion 08, um im Premiumsegment stärker anzugreifen.

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