BYD Aktie: 557.000 E-Autos vor Tesla
BYD liefert im zweiten Quartal 557.000 E-Autos aus und verdrängt Tesla von der Spitzenposition. Der Aktienkurs reagiert mit einem deutlichen Plus.

Kurz zusammengefasst
- BYD übertrifft Tesla bei E-Auto-Auslieferungen
- Aktienkurs erholt sich nach 52-Wochen-Tief
- Exporte steigen um 95 Prozent
- Erstes europäisches Werk startet 2026
Die Machtverhältnisse auf dem Markt für Elektroautos verschieben sich. BYD hat im zweiten Quartal rund 557.000 rein elektrische Fahrzeuge ausgeliefert. Damit verdrängen die Chinesen Tesla als weltgrößten Autobauer in diesem Segment. Das US-Unternehmen kommt im selben Zeitraum nur auf knapp 397.000 Einheiten. Die Folge: Ein kräftiger Rebound an der Börse.
Rekordzahlen stützen den Kurs
Im Juni verkaufte der Konzern insgesamt gut 403.000 neue Fahrzeuge. Das markiert einen neuen Jahresrekord. Die Premium-Marke Denza knackte dabei erstmals die Marke von 20.000 ausgelieferten Autos.
Am Aktienmarkt sorgt diese Entwicklung für Aufatmen. Erst am Dienstag markierte das Papier ein 52-Wochen-Tief bei 8,03 Euro. Heute schießt der Kurs um fast fünf Prozent nach oben. Die Aktie notiert aktuell bei 9,02 Euro.
Das Auslandsgeschäft wächst rasant
Ein genauer Blick auf die Absatzdaten offenbart einen Strategiewechsel. BYD verkauft massiv mehr Autos im Ausland. Vergangenen Monat kletterten die Exporte auf über 175.000 Fahrzeuge. Das entspricht einem extremen Plus von 95 Prozent. Inzwischen stammt fast die Hälfte aller Verkäufe aus internationalen Märkten.
Besonders in Europa greift der Konzern aggressiv an. Trotz drohender EU-Zölle von bis zu 45 Prozent bleibt BYD preislich extrem kompetitiv. In Deutschland kostet das Modell Dolphin Surf Boost knapp 27.000 Euro. Damit unterbietet der Hersteller europäische Konkurrenten wie den neuen Renault 5.
Neue Fabriken im Fokus
Parallel dazu modernisiert das Management die Technik. Die Produktion stellt aktuell auf eine neue Batterie-Generation um. Abseits der Straße sichert sich BYD lukrative Aufträge im Energiesektor. In Polen baut das Unternehmen aktuell den größten Batteriespeicher des Landes.
Entscheidend für die globale Expansion bleibt künftig die lokale Fertigung. Im vierten Quartal 2026 startet die erste europäische BYD-Fabrik in Ungarn. Aktuell prüft der Vorstand Standorte für ein zweites Werk in Europa. Frankreich und Spanien stehen in der engeren Auswahl. Bis zum Jahresende 2026 plant der Konzern den Export von 1,6 Millionen Fahrzeugen.
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