Super Micro Aktie: KI an der Kasse

Super Micro treibt KI-Lösungen für den Einzelhandel voran und hebt Jahresprognose an, obwohl der Quartalsumsatz gesunken ist. Die Aktie notiert weit unter ihrem Jahreshoch.

Kurz zusammengefasst:
  • Neue Edge-KI-Initiative für intelligente Ladengeschäfte
  • Quartalsumsatz sinkt, Jahresprognose wird deutlich erhöht
  • Rekordauftragsbestand von über 13 Milliarden US-Dollar
  • Aktienkurs deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch

Super Micro setzt seinen Wachstumskurs im KI-Geschäft nun direkt im Einzelhandel fort. Gemeinsam mit Technologiepartnern will das Unternehmen intelligente In-Store-Lösungen entwickeln, die Daten in Echtzeit auswerten und Entscheidungen direkt vor Ort ermöglichen. Für einen Anbieter von Hochleistungs-Servern ist das ein logischer Schritt: KI wandert von der Cloud immer stärker an den Rand des Netzes – dorthin, wo Kunden und Umsatz entstehen.

Neue KI-Lösungen für den Handel

Im Mittelpunkt der neuen Initiative steht Edge Computing: Daten – etwa aus Video-Streams – werden direkt im Geschäft verarbeitet, statt erst in entfernte Rechenzentren geschickt zu werden. Ziel ist es, Einkaufserlebnis, Produktivität und Profitabilität der Händler gleichzeitig zu verbessern.

Super Micro Computer

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CEO Charles Liang betonte, dass KI Einkaufsprozesse grundlegend verändert, indem sie Video- und andere Datenquellen in Echtzeit analysiert und so konkrete Handlungsempfehlungen liefert. Gemeinsam mit Partnern wie Everseen, Kinetic Vision und Aible konzentriert sich Super Micro auf Anwendungen wie:

  • Verlustprävention (z.B. Diebstahl- und Fehlererkennung)
  • Kundenanalyse und -steuerung im Laden
  • Schnellere Reaktionszeiten durch lokale Datenverarbeitung

Technisch stützt sich das Projekt auf Super Micros Edge-AI-Infrastruktur, also speziell angepasste Hardware für KI-Berechnungen nahe am Einsatzort.

Ausbau von Kapazitäten trotz Umsatzrückgang

Parallel zur Marktoffensive im Handel investiert das Unternehmen weiter in seine Produktionskapazitäten für KI-Hardware. Die globale Fertigung wird ausgebaut, um neue Generationen von KI-Prozessoren und Systemen liefern zu können. Ein Kernbaustein bleibt dabei die Data Center Building Block Solutions (DCBBS) Plattform, mit der maßgeschneiderte und energieeffiziente KI-Rechenzentren aufgebaut werden.

Die neue Strategie folgt auf die Zahlen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026, die am 4. November 2025 vorgelegt wurden. Der Umsatz lag bei 5 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang um 15,5 % im Jahresvergleich. Der Gewinn je Aktie erreichte 0,35 US-Dollar – weniger als im Vorjahr, aber über den damaligen Analystenerwartungen.

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Interessant ist vor allem der Ausblick: Trotz rückläufiger Quartalsumsätze hob das Management die Prognose für das Gesamtjahr 2026 deutlich an – von zuvor mindestens 33 Milliarden auf nun mindestens 36 Milliarden US-Dollar Umsatz. Grundlage dafür sind Rekordaufträge von über 13 Milliarden US-Dollar, die in den kommenden Quartalen in Erlöse umgewandelt werden sollen.

Gleichzeitig gibt es Baustellen: Die Lagerbestände stiegen im letzten berichteten Quartal auf 5,7 Milliarden US-Dollar, und die Bruttomargen stehen unter Druck. Das deutet auf hohe Vorleistungen und Preissensitivität im Markt hin – beides muss sich erst noch in profitables Wachstum übersetzen.

Einordnung und Ausblick

Die stärkere Fokussierung auf Edge-KI im Handel ist eine taktische Diversifikation: Super Micro überträgt seine Server- und KI-Kompetenz von klassischen Rechenzentren in ein wachsendes Segment, das näher am Endkunden liegt. Gelingt dieser Schritt, entsteht ein weiterer Anwendungsbereich für die bestehende Technologieplattform – mit zusätzlichem Umsatzpotenzial jenseits der großen Cloud-Kunden.

An der Börse spiegelt sich die Zurückhaltung der Anleger im Kursverlauf wider: Gestern schloss die Aktie bei 30,12 US-Dollar und liegt damit deutlich unter dem 52‑Wochen-Hoch, das im vergangenen Sommer erreicht wurde.

Entscheidend werden nun die nächsten Quartalszahlen, die für Anfang bis Mitte Februar 2026 erwartet werden. Dann dürfte sich zeigen, ob die hohe Nachfrage, die neuen KI-Retail-Projekte und der Rekord-Auftragsbestand tatsächlich in sichtbar steigende Umsätze einfließen und gleichzeitig den Margendruck begrenzen – eine Voraussetzung, um das ambitionierte Jahresziel von mindestens 36 Milliarden US-Dollar Umsatz glaubhaft zu untermauern.

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