Airbus Aktie: Jet2 bestellt 54 A321neo
Airbus verzeichnet vor der Halbjahresbilanz einen deutlichen Kursanstieg. Ein Großauftrag von Jet2.com und ein neues Schulungszentrum untermauern die positive Entwicklung.

Kurz zusammengefasst
- Kursanstieg vor Quartalszahlen
- Jet2.com ordert 54 A321neo-Triebwerke
- Neue Akademie für Piloten in UK
- Forschung an Hybrid-Elektro-Antrieben
Airbus steuert auf eine wegweisende Woche zu. Kurz vor der Vorlage der Halbjahresbilanz am Mittwoch zieht der Aktienkurs deutlich an. Die Anleger setzen auf eine Fortsetzung der starken Dynamik nach der Farnborough Airshow.
Der Ferienflieger Jet2.com sorgt für zusätzliche Planungssicherheit. Die Airline hat die Triebwerkswahl für weitere 54 Maschinen des Typs A321neo abgeschlossen. Der Auftrag für die LEAP-1A-Motoren festigt die Zusammenarbeit mit dem Hersteller CFM International. Damit umfasst die Flottenplanung von Jet2 nun insgesamt 146 Flugzeuge dieser Baureihe. Für Airbus bedeutet das eine stabile Auslastung der Produktion bis weit in das nächste Jahrzehnt.
Parallel dazu festigt der Konzern seine industrielle Basis in Großbritannien. In einer neuen, 12.000 Quadratmeter großen Akademie sollen künftig jährlich rund 400 Piloten und Techniker ausgebildet werden. Das Zentrum dient als zentrale Anlaufstelle für die Wartung und Führung technischer Teams. Airbus reagiert damit auf den weltweiten Mangel an qualifiziertem Fachpersonal.
Zukunftsweisende Technologien stehen ebenfalls auf der Agenda. Im Rahmen des LEIA-Projekts arbeitet Airbus mit Collins Aerospace an Hochspannungs-Verteilungssystemen. Diese Technik gilt als Schlüssel für die nächste Generation von Hybrid-Elektro-Flugzeugen.
An der Börse kommt der operative Fortschritt an. Die Aktie kletterte zum Wochenstart um 2,97 Prozent auf 52,00 Euro. Damit summiert sich der Kursgewinn innerhalb einer Woche auf 9,70 Prozent. Ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm stützt den Kurs zusätzlich. Mittelfristig peilt der Vorstand bis zum Jahr 2029 ein bereinigtes Betriebsergebnis zwischen 12 Milliarden und 13 Milliarden Euro an.
Die Aufmerksamkeit der Märkte richtet sich nun auf den kommenden Mittwoch. Dann veröffentlicht Airbus den vollständigen Bericht für das erste Halbjahr. Analysten achten besonders auf die Lieferprognose. Offiziell plant das Management mit 870 Flugzeugen für das laufende Jahr. Intern wird jedoch bereits darüber spekuliert, ob die Marke von 900 Maschinen erreicht werden kann.
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