Shell Aktie: Sieht düster aus?
Umweltaktivisten fordern erneut gerichtlich einen Stopp neuer Öl- und Gasprojekte bei Shell. Der Konzern steht vor wichtigen Terminen im Mai.
Kurz zusammengefasst
- Zweite Klimaklage von Milieudefensie
- Stopp neuer Öl- und Gasfelder gefordert
- Shell weist Vorwürfe zurück
- Quartalszahlen am 7. Mai erwartet
Auf dem Papier läuft es für Shell rund. Die Aktie notiert mit 38,30 Euro nahe dem Jahreshoch, das laufende Aktienrückkaufprogramm nähert sich dem Abschluss. Parallel dazu braut sich an der juristischen Front ein massiver Konflikt zusammen. Niederländische Umweltaktivisten ziehen den Energiekonzern erneut vor Gericht und zielen diesmal direkt auf das Kerngeschäft.
Die Organisation Milieudefensie fordert einen Stopp für die Erschließung neuer Öl- und Gasfelder. Die Umweltschützer verlangen verbindliche Emissionssenkungen für die kommenden Jahrzehnte. Diese zweite Klage baut auf einem früheren Verfahren auf. Ein Berufungsgericht hatte 2024 zwar eine starre Einsparquote für Shell gekippt. Die Richter stellten damals aber fest, dass fossile Energiekonzerne grundsätzliche Klimapflichten haben.
Genau hier setzen die Aktivisten nun an. Sie argumentieren, dass Shells geplante Expansion im Bereich Flüssiggas und die anhaltende Ölförderung nicht mit diesen Pflichten vereinbar seien. Der Konzern plant, den LNG-Absatz in den nächsten fünf Jahren jährlich um vier bis fünf Prozent zu steigern. Shell selbst weist die Vorwürfe zurück und bezeichnet die neue Klage als unrealistisch und unbegründet.
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Operative Hürden vor der Bilanzvorlage
Die juristische Auseinandersetzung fällt in eine ohnehin dichte Phase. Am 7. Mai legt Shell die Ergebnisse für das erste Quartal vor. Das operative Bild zeigt sich dabei gemischt. Ein Angriff auf die Industrieanlage Ras Laffan in Katar im März zwang den Konzern, Teile seiner Gas-to-Liquids-Produktion abzuschalten. Die Fördermenge im Segment Integrated Gas sinkt dadurch spürbar unter die ursprüngliche Prognose.
Finanziell steht der Konzern dennoch robust da. Die indikativen Raffineriemargen zogen zuletzt merklich an. Auch das laufende Rückkaufprogramm über 3,5 Milliarden US-Dollar liegt im Zeitplan. Der Kapitalmarkt honoriert diese verlässlichen Ausschüttungen. Seit Januar legte das Papier um gut 19 Prozent zu.
Der Mai wird für das Management zum Stresstest. Am 19. Mai stimmen die Aktionäre auf der Hauptversammlung in London über den Klimabericht und die Ermächtigung für künftige Rückkäufe ab. Nur drei Tage später verhandelt der Oberste Gerichtshof der Niederlande das erste Klimaverfahren in letzter Instanz. Diese Termine werden die strategische Ausrichtung des Energiekonzerns für den Rest des Jahres maßgeblich prägen.
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