DroneShield Aktie: RfRecon-Auslieferungen bis Jahresende geplant
DroneShield steigert den Halbjahresumsatz auf 125,8 Millionen AUD, investiert weiter und setzt für 2026 auf RfRecon-Auslieferungen.

Kurz zusammengefasst
- Halbjahresumsatz um 74 Prozent gestiegen
- Bereinigtes EBITDA rutscht ins Minus
- RfRecon-Auslieferungen bis Jahresende geplant
- Bell Potter senkt Kursziel leicht
DroneShield treibt seine technologische Erneuerung voran, während der Kurs unter Druck bleibt. Im Zentrum steht die im Juli vorgestellte RfAI-3-Software zur Funksignal-Erkennung samt dem neuen Hardware-Produkt RfRecon. Die Serienproduktion des Geräts soll im zweiten Halbjahr anlaufen, erste Auslieferungen sind bis Jahresende geplant.
Wachstum bei anhaltender Belastung durch Investitionen
Vor rund einer Woche hatte das Unternehmen für das erste Halbjahr einen Rekordumsatz von 125,8 Millionen australischen Dollar vorgelegt, ein Plus von 74 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Besonders auffällig: Die wiederkehrenden Erlöse legten um 229 Prozent auf 11,5 Millionen australische Dollar zu und machen inzwischen 9,2 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Das gesicherte Auftragsvolumen erreichte zum 21. August 240,4 Millionen australische Dollar, ein Anstieg von 36 Prozent im Jahresvergleich und bereits 111 Prozent des gesamten Umsatzes aus dem Geschäftsjahr 2025.
Diesem Wachstum steht ein operativer Verlust gegenüber: Das bereinigte EBITDA drehte von einem Gewinn von 8,0 Millionen australischen Dollar im ersten Halbjahr 2025 auf einen Verlust von 12,4 Millionen australischen Dollar.
Das Unternehmen begründet dies mit geplanten Investitionen in Produktionskapazitäten, Produktentwicklung, Organisationsstrukturen und Managementkapazitäten – also genau jene Bereiche, die nun den Rollout von RfRecon tragen sollen.
Finanziell bleibt DroneShield dabei solide aufgestellt: Zum Stichtag verfügte das Unternehmen über 180 Millionen australische Dollar an Barmitteln und Termineinlagen, bei fehlender Verschuldung.
RfRecon als nächster Wachstumstreiber
Mit RfRecon positioniert sich DroneShield für die nächste Produktgeneration in der Drohnenabwehr. Die Kombination aus neuer Software-Engine und Hardware soll die Erkennungsfähigkeit gegenüber Funksignalen verbessern – ein Feld, in dem der Markt zunehmend Differenzierung verlangt.
Die Ankündigung, dass erste Lieferungen noch in diesem Jahr erfolgen sollen, dürfte für Anleger der wichtigste Gradmesser sein, ob das Unternehmen seine ambitionierte Umsatzprognose von 250 bis 270 Millionen australischen Dollar für das Geschäftsjahr 2026 tatsächlich erreichen kann.
Parallel zu den operativen Fortschritten läuft weiterhin die Zusammenarbeit mit der australischen Finanzaufsicht ASIC, die Börsenmitteilungen und Handelsaktivitäten aus dem November 2025 untersucht. Welche Konsequenzen sich daraus ergeben könnten, ist offen – das Unternehmen unterstützt die Untersuchung nach eigenen Angaben weiterhin.
Kursentwicklung spiegelt Skepsis
An der Börse zeigt sich die Skepsis der Anleger deutlich: Die Aktie notiert aktuell bei 1,07 Euro und damit rund 72 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 3,79 Euro, das Anfang Oktober markiert wurde.
Der jüngste Analystenkommentar von Bell Potter Securities datiert auf den Tag der Halbjahreszahlen: Analyst Baxter Kirk bestätigte damals seine Kaufempfehlung, senkte jedoch das Zwölf-Monats-Kursziel von 2,50 auf 2,40 australische Dollar – bei einer erwarteten Gesamtrendite von 38,3 Prozent gegenüber dem damaligen Schlusskurs.
Die Diskrepanz zwischen operativem Wachstum und Kursverlauf dürfte sich erst auflösen, wenn RfRecon die ersten kommerziellen Ergebnisse liefert. Bis dahin bleibt die Aktie ein Fall für Anleger, die bereit sind, hohe Schwankungen zugunsten des langfristigen Wachstumspotenzials in Kauf zu nehmen.
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