FTSE 100: Energiewerte treiben Erholung
Steigende Ölpreise beflügeln BP und Shell und verhelfen dem britischen Leitindex zu einem deutlichen Tagesplus.

Kurz zusammengefasst
- FTSE 100 schließt mit 1,26 Prozent im Plus
- BP und Shell legen kräftig zu
- Geopolitische Spannungen stützen Ölpreis
- 3i Group und Anglo American verlieren
Der FTSE 100 hat seinen schwachen Wochenstart abgeschüttelt und den Handelstag am Montag mit einem Plus von 1,26 Prozent abgeschlossen. Treiber der Erholung waren vor allem Energietitel — gestützt von steigenden Ölpreisen infolge eskalierender Spannungen im Nahen Osten.
Ölpreisanstieg beflügelt BP und Shell
Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran hält die Märkte in Atem. Nachdem Donald Trump den Iran mit scharfen Worten unter Druck gesetzt hatte, meldete Teheran eine Antwort auf einen neuen amerikanischen Vorschlag — angeblich eine vorübergehende Ausnahmeregelung bei Ölsanktionen. Die Entspannungssignale reichten aus, um die Stimmung zu drehen.
Brent-Rohöl kletterte zwischenzeitlich auf 112 Dollar je Barrel, bevor es sich bei rund 110 Dollar stabilisierte. BP und Shell profitierten davon mit Kursgewinnen von 2,7 beziehungsweise rund 3 Prozent. Auch Centrica legte über 4 Prozent zu, National Grid gewann 3,7 Prozent.
Geopolitik als zweischneidiges Schwert
Die gleiche Nachrichtenlage, die Energieaktien beflügelte, belastete andere Segmente. Die de-facto-Schließung der Straße von Hormuz schürt Sorgen über Lieferketten, Inflation und den künftigen Zinspfad — kein angenehmes Umfeld für wachstumsorientierte Werte.
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Deutlich unter Druck stand die Beteiligungsgesellschaft 3i Group, die knapp 6 Prozent verlor. Airtel Africa büßte rund 4,7 Prozent ein. Der Bergbaukonzern Anglo American gab ebenfalls nach — das Unternehmen hat sein australisches Kohlegeschäft für 3,88 Milliarden Dollar an den privaten Käufer Dhilmar veräußert, was die Aktie belastete.
Auf der Gewinnerseite standen neben den Energietiteln auch Konsumgüter- und Medienwerte: Pearson, Relx und SSE verbuchten Aufschläge zwischen 3,2 und 3,4 Prozent. Tesco, Compass Group und Experian reihten sich mit Zuwächsen von jeweils rund 2 Prozent ebenfalls unter den Tagesgewinnern ein.
Der Index hatte im frühen Handel noch bei 10.137 Punkten notiert, erholte sich dann aber auf knapp über 10.228 Punkte, bevor er den Tag bei rund 10.210 Punkten beendete. Der Gesamtmarkt zeigte damit, dass die Risikobereitschaft trotz geopolitischer Unsicherheit zurückgekehrt ist — solange der Ölpreis die richtigen Sektoren begünstigt.
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