Almonty Aktie: Produktion in Sangdong gestartet
Almonty Industries beginnt mit der Wolframerz-Verarbeitung in Südkorea. Die Aktie legt zu, während langfristige Lieferverträge mit den USA geplant sind.
Kurz zusammengefasst
- Produktionsstart in Südkorea
- Erzbestand im Wert von 68 Millionen Dollar
- Aktie steigt um vier Prozent
- Lieferverträge mit USA in Planung
Fast zwei Jahrzehnte hat Almonty Industries auf diesen Moment hingearbeitet. Am 3. Juli 2026 hat der Konzern offiziell mit der Verarbeitung von Wolframerz in der Sangdong-Mine begonnen. Aus dem Minenentwickler wird ein aktiver Produzent — mit einem Standort, der zu den bedeutendsten Wolfram-Quellen außerhalb Chinas zählen könnte.
Vom Lagerbestand zur Serienproduktion
Der Produktionsstart in der südkoreanischen Provinz Yeongwol folgt auf eine lange Vorbereitungsphase. Almonty verfügt aktuell über einen Erzbestand von rund 139.700 Tonnen mit einem durchschnittlichen WO₃-Gehalt von 0,25 Prozent. Nach aktuellen Marktbewertungen entspricht dieser Bestand einem Wert von etwa 68 Millionen US-Dollar.
Die Anlage läuft zunächst in einer ersten Phase und konzentriert sich auf hochreines Ammoniumparawolframat, kurz APT. In einer zweiten Ausbaustufe will Almonty die Produktion deutlich steigern: Das Ziel liegt bei 4.600 Tonnen Wolframkonzentrat pro Jahr. Zusätzlich plant der Konzern eine Oxid-Wolfram-Anlage in Yeongwol — ein weiterer Baustein der langfristigen Strategie zur vertikalen Integration.
Kurs reagiert mit deutlichem Plus
Die Aktie reagierte am Freitag mit einem Kurssprung von 4,00 Prozent und schloss bei 23,14 kanadischen Dollar. Auf Wochensicht bleibt der Titel mit einem Plus von 0,61 Prozent nahezu unverändert — trotz spürbarer Schwankungen im gesamten Bergbausektor.
Der Blick auf die längere Frist zeigt das eigentliche Ausmaß der Rally. Seit Jahresbeginn hat die Aktie um 92,35 Prozent zugelegt, auf Zwölfmonatssicht steht ein Plus von 245,89 Prozent zu Buche. Vom Rekordhoch bei 33,35 kanadischen Dollar aus dem April 2026 ist der Kurs zwar 30,61 Prozent entfernt. Verglichen mit dem Jahrestief von 4,70 Dollar im Juli 2025 bleibt die Aktie aber ein Vielfaches wert.
Ein technisches Signal dämpft die Euphorie etwas: Der 14-Tage-RSI liegt bei 43,4 und damit in neutralem Terrain. In den vergangenen 30 Tagen hatte die Aktie um 16,73 Prozent nachgegeben, bevor der Produktionsstart neuen Schwung brachte.
Strategische Bedeutung für westliche Lieferketten
CEO Lewis Black betont die Rolle der Mine für eine diversifizierte Versorgung westlicher Partner mit kritischen Rohstoffen. Langfristige Lieferverträge mit den USA befinden sich bereits in Planung. Damit positioniert sich Sangdong als Gegengewicht zur chinesisch dominierten Wolfram-Lieferkette.
Einige Marktbeobachter erwarten kurzfristig eine moderate Abkühlung der Wolfram- und APT-Preise, sobald neues Angebot auf den Markt trifft. Die langfristige Nachfrage aus Verteidigungsindustrie, Elektronik und Automobilbau stützt die Perspektive dennoch. Der Fokus des Managements liegt nun auf dem schrittweisen Hochfahren der Verarbeitungsmengen und der Umsetzung der zweiten Ausbauphase.
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