Nokia Aktie: Rosenblatt-Widerspruch?
Nokia meldete Quartalszahlen, hielt an der Gewinnprognose fest und reduzierte die Cashflow-Annahme; der Verwaltungsrat beschloss eine Dividende.

Kurz zusammengefasst
- Rosenblatt senkt Ziel auf 14 Dollar
- Kaufempfehlung für Nokia bleibt bestehen
- Operativer Quartalsgewinn bei 605 Millionen Euro
- Verwaltungsrat beschließt Dividende von 0,03 Euro
Rosenblatt-Analyst Mike Genovese hat am Freitag Nokias Kursziel von $15 auf $14 gesenkt und die Kaufempfehlung bestätigt. Medienberichten zufolge bezeichnete er den Ausverkauf nach den Quartalszahlen als überzogen; die anschließende Erholung wurde mit solchen Analysteneinschätzungen in Verbindung gebracht. Nokia gewann am Freitag 2,8%.
Niedrigere Vergleichsbewertungen drücken das Kursziel
Als Grund für das niedrigere Kursziel nannte Genovese gesunkene Bewertungsmultiplikatoren vergleichbarer Unternehmen. Seine Kritik am Kursrückgang ging damit nicht mit einem höheren Bewertungsansatz für Nokia einher. Die Senkung des Kursziels und die positive Einschätzung der Aktie standen nebeneinander.
Im Quartalsbericht für das dritte Quartal 2026 meldete Nokia einen vergleichbaren operativen Gewinn von 605 Millionen Euro. Die vergleichbare operative Marge erreichte 11,7%.
Den Ausblick für den vergleichbaren operativen Jahresgewinn ließ Nokia bei 2,1 bis 2,6 Milliarden Euro. Zugleich senkte das Unternehmen die Annahme zur Umwandlung in freien Cashflow auf 35%–55%. Als Gründe nannte Nokia zusätzliche Investitionen ins Betriebskapital und eine beschleunigte Restrukturierung.
Dividende beschlossen, Satellitenkooperation wird geprüft
Am Donnerstag beschloss der Verwaltungsrat eine Dividende von 0,03 Euro je Aktie. Der Stichtag ist der 27. Oktober; die Auszahlung ist für den 5. November vorgesehen.
Ebenfalls am Donnerstag unterzeichneten Nokia und ICEYE nach Unternehmensangaben eine Absichtserklärung mit dem ukrainischen Verteidigungsministerium. Die Partner wollen eine Zusammenarbeit bei souveräner Satellitenkommunikation prüfen, die die Verteidigungsfähigkeiten der Ukraine unterstützen soll.
Die Vereinbarung betrifft damit zunächst die Prüfung einer Kooperation. Nokia meldete die Unterzeichnung einer Absichtserklärung, nicht den Abschluss eines Liefervertrags. Einen Auftragswert oder konkrete Liefermengen bezifferte die Mitteilung nicht.
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