Sivers Semiconductors Aktie: Fünf Vorstände kaufen nach 62-Prozent-Crash
Fünf Vorstände und der CEO von Sivers Semiconductors kaufen Aktien nach massiven Kursverlusten. Die Käufe sind an eine zwölfmonatige Haltefrist gebunden.

Kurz zusammengefasst
- Fünf Vorstände und CEO kaufen Aktien
- Käufe nach 60 Prozent Kursverlust
- Zwölfmonatige Haltefrist für Insider
- Fokus auf Photonik und KI-Wachstum
Wer nach einem Kursverlust von über 60 Prozent noch eigenes Geld ins Unternehmen steckt, sendet ein Signal. Bei Sivers Semiconductors haben genau das gleich fünf Vorstandsmitglieder und der CEO getan. Die Käufe fallen mitten in eine Phase brutaler Kursverluste.
Fünf Vorstände kaufen, ein CEO zieht mit
Am 13. Juli 2026 bestätigte Sivers Semiconductors, dass die Vorstandsmitglieder Bami Bastani, Karin Raj, Helena Svancar, Todd Thomson und Joakim Nideborn Aktien des Unternehmens gekauft haben. Der CEO zog mit. Die Käufe waren bereits auf der Hauptversammlung im Juni 2026 genehmigt worden.
Die erworbenen Aktien unterliegen einer Haltefrist von mindestens zwölf Monaten. Sivers will damit die Interessen von Führung und Aktionären enger verzahnen. Wer jetzt kauft, kann die Position also nicht kurzfristig wieder abstoßen.
Ein Kurs im freien Fall
Der Zeitpunkt der Käufe ist kein Zufall. Die Aktie schloss am Dienstag bei 3,80 Euro, ein Plus von 1,88 Prozent zum Vortag. Über die vergangenen 30 Tage steht trotzdem ein Verlust von 53,94 Prozent zu Buche.
Vom 52-Wochen-Hoch bei 10,23 Euro, erreicht am 3. Juni 2026, trennen die Aktie inzwischen 62,85 Prozent. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 6,18 Euro — auch davon ist der aktuelle Kurs weit entfernt. Die annualisierte Volatilität der letzten 30 Tage liegt bei 154,02 Prozent. Das ist ein Wert, der eher an spekulative Kleinwerte erinnert als an einen etablierten Halbleiterzulieferer.
Der RSI von 37 deutet auf eine überverkaufte Situation hin, ohne bereits ein klares Signal zu liefern. Kurzfristig hat sich der Kurs zumindest stabilisiert: Über die letzten sieben Tage steht ein Plus von 1,33 Prozent.
Photonik und Beamformer als Wachstumswette
Sivers Semiconductors entwickelt Laser- und RF-Beamformer-Technologien für Photonik und drahtlose Kommunikation. Die Anwendungsfelder klingen nach den großen Trendthemen der Branche: KI-Rechenzentren, Satellitenkommunikation, Verteidigungstechnik und 5G-Netze der nächsten Generation.
Das Unternehmen berichtet von Rekordumsätzen und einer wachsenden Projekt-Pipeline. Parallel dazu baut Sivers seine Finanzberichterstattung aus. Der Hintergrund: eine mögliche Zweitnotierung in den USA, die eine Prüfung nach den Standards des US-Aufsichtsgremiums PCAOB erfordern würde.
Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei umgerechnet 1,25 Milliarden Euro. Angesichts der Kursverluste der letzten Wochen zeigt das, wie stark das Unternehmen trotz des Absturzes noch bewertet wird. Ob die Insiderkäufe den Abwärtstrend brechen, hängt nun davon ab, ob sich die angekündigten Rekordumsätze auch in den kommenden Quartalszahlen bestätigen.
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