Cerebras Systems: 4 Billionen Transistoren auf einem Chip
Cerebras präsentiert mit dem WSE-3 einen Rekordchip und erhält zahlreiche Analysten-Hochstufungen. Ein Milliarden-Deal mit OpenAI untermauert die Wachstumsstory.

Kurz zusammengefasst
- Neuer WSE-3 Chip vorgestellt
- Analysten stufen Aktie hoch
- OpenAI sichert Rechenleistung bis 2028
- Umsatzwachstum von 76 Prozent
4 Billionen Transistoren auf einem einzigen Chip. Mit dem neuen Wafer Scale Engine 3 fordert Cerebras Systems den Platzhirsch Nvidia heraus. Die Wall Street reagiert prompt auf die Machtdemonstration in Singapur. Analysten stufen das Papier reihenweise hoch.
Neue Chip-Generation bricht Rekorde
Auf der SuperAI-Konferenz präsentierte das Unternehmen seine neue Hardware. Der Chip ist speziell für rechenintensive Sprachmodelle konzipiert. TSMC fertigt den Baustein im modernen 5-Nanometer-Verfahren. Die Architektur umfasst gewaltige 900.000 KI-optimierte Rechenkerne.
Die Leistungsdaten setzen neue Maßstäbe. Der Prozessor verarbeitet fast tausend Token pro Sekunde. Laut Unternehmensangaben arbeitet er damit knapp siebenmal schneller als aktuelle GPU-Cloud-Lösungen. Der direkte Vergleich zeigt die Dimensionen: Der WSE-3 besitzt 50-mal mehr Transistoren als Nvidias H100.
Wall Street zieht nach
Die Finanzmärkte honorieren die neuen Leistungsdaten. Craig Hallum stufte die Aktie am Donnerstag auf „Strong-Buy“ hoch. Parallel dazu hob Zacks Research das Papier auf „Halten“ an. Das aktuelle Konsens-Rating umfasst mittlerweile zehn Kaufempfehlungen.
Das durchschnittliche Kursziel liegt nun bei 294 US-Dollar. Das entspricht einem deutlichen Aufschlag zum aktuellen Kursniveau. Citigroup sieht das Potenzial sogar bei 340 US-Dollar. Die Bank verweist auf den frühen Markteintritt von Cerebras im rasant wachsenden KI-Inferenz-Markt.
Milliarden-Deal mit OpenAI
Finanziell steht der Börsenneuling auf einem soliden Fundament. Der Umsatz kletterte im vergangenen Geschäftsjahr um rund 76 Prozent auf 510 Millionen US-Dollar. Bereinigt um Sondereffekte verblieb jedoch ein operativer Verlust.
Ein massiver Auftragsbestand sichert das weitere Wachstum ab. Cerebras sitzt auf Bestellungen im Wert von fast 25 Milliarden US-Dollar. Hinzu kommen Barreserven von knapp sechs Milliarden US-Dollar. Ein Großteil der Aufträge stammt von OpenAI. Der ChatGPT-Entwickler sicherte sich Rechenleistung bis ins Jahr 2028.
Am 23. Juni legt Cerebras die Zahlen für das erste Quartal vor. Der Markt rechnet mit Erlösen von rund 181 Millionen US-Dollar. Bestätigt das Management diese Prognose, könnte die Aktie ihr jüngstes Wochenplus von zehn Prozent weiter ausbauen.
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