Volkswagen Aktie: 6 Milliarden Euro Sparpaket
VW-Chef Blume leitet tiefgreifende Restrukturierung ein. 50.000 Stellen fallen weg, die Kosten sollen um sechs Milliarden Euro sinken.

Kurz zusammengefasst
- 50.000 Stellenstreichungen weltweit
- Kostenziel: sechs Milliarden Euro Einsparung
- China-Absatz bricht um 22 Prozent ein
- Aktie fällt auf neues Jahrestief
Konzernchef Oliver Blume zieht die Reißleine. Das bisherige Geschäftsmodell von Volkswagen funktioniert nicht mehr. Der Autobauer reagiert auf den massiven Gegenwind mit einem historischen Umbau. Tausende Stellen fallen weg.
Umfassende Sparmaßnahmen
Der Konzern streicht weltweit rund 50.000 Arbeitsplätze. Allein in Deutschland fallen bis Ende 2026 etwa 19.000 Stellen weg. Einen Großteil der Abgänge hat das Management bereits über Altersteilzeit und Aufhebungsverträge geregelt.
Das Ziel: Volkswagen will die laufenden Kosten massiv senken. Das Unternehmen peilt jährliche Nettoeinsparungen von sechs Milliarden Euro an. Parallel dazu schrumpft die Produktionskapazität auf neun Millionen Fahrzeuge.
Dieser schlankere Aufbau soll den Autobauer widerstandsfähiger machen. Das Management strebt bis zum Ende des Jahrzehnts eine Umsatzrendite von acht bis zehn Prozent an. Die Fabrikkosten an den deutschen Standorten sanken im vergangenen Jahr bereits deutlich.
Chinaschwäche und Personalwechsel
Die harten Maßnahmen kommen nicht ohne Grund. Geopolitische Spannungen und wachsende Handelsbarrieren belasten das Geschäft schwer. Besonders der wichtige chinesische Markt bereitet Sorgen. Dort brach der Gesamtabsatz im Mai um 22 Prozent ein. Eine Erholung im zweiten Halbjahr erwartet Volkswagen nicht.
Mitten in dieser Krisenstimmung gibt es auch im Aufsichtsrat Bewegung. Susanne Wiegand legt ihr Mandat nieder. Die ehemalige Renk-Vorständin verlässt das Gremium nach weniger als einem Jahr.
Aktie auf Talfahrt
An der Börse spiegelt sich die angespannte Lage wider. Am vergangenen Freitag handelte der Markt die Vorzugsaktie ex Dividende. Aktionäre erhalten für das abgelaufene Jahr 5,26 Euro je Papier. Die Auszahlung erfolgt am 23. Juni.
Der Kursverlauf spricht eine deutliche Sprache. Mit einem Schlusskurs von 80,54 Euro notiert die Aktie tief im Minus. Seit Jahresbeginn beläuft sich der Verlust auf gut 24 Prozent.
Die technische Situation bleibt kritisch. Am Freitag markierte das Papier bei 79,02 Euro ein neues Jahrestief. Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von 29 eine überverkaufte Marktlage. Die angekündigten Kapazitätskürzungen müssen nun rasch die Margen stabilisieren, um einen weiteren Absturz der Aktie abzuwenden.
Volkswagen-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Volkswagen-Analyse vom 22. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Volkswagen-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Volkswagen-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Volkswagen: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...