D-Wave: 35,8 Millionen Insider-Verkäufe trotz Mizuho-Ziel
D-Wave Quantum präsentiert einen Gate-Modell-Simulator und einen Blockchain-Einsatz. Trotz positiver Analystenstimmen warnen hohe Insider-Verkäufe vor Risiken.

Kurz zusammengefasst
- Neuer Gate-Modell-Simulator vorgestellt
- Einsatz im energieeffizienten Krypto-Mining
- Mizuho hebt Kursziel auf 35 Dollar
- Insider verkauften Aktien für 35,8 Mio. Dollar
D-Wave Quantum betritt technologisches Neuland. Der Spezialist für Quantencomputer erweitert sein Portfolio um einen Gate-Modell-Simulator. Parallel dazu meldet das Unternehmen einen überraschenden Anwendungsfall im Blockchain-Sektor. Das weckt Fantasien am Markt. Ein Blick auf die jüngsten Insider-Transaktionen mahnt allerdings zur Vorsicht.
Vom Simulator zum Krypto-Mining
Bislang lag der Fokus der Kanadier auf dem sogenannten Quantum Annealing. Nun bringt D-Wave den weltweit ersten Gate-Modell-Simulator für fehlerbewusste Programmierung heraus. Entwickler können damit komplexe Quantenlogik simulieren. Das Ziel: Die Entwicklung von 100 logischen Qubits.
Zeitgleich erschließt das Unternehmen neue Märkte. Berichten zufolge kommt das aktuelle Advantage2-System beim Schürfen von Kryptowährungen zum Einsatz. Die Quip-Blockchain nutzt die Technologie für energieeffizientes Mining. Der Stromverbrauch sinkt dadurch im Vergleich zu klassischen Methoden massiv.
Analysten jubeln, Insider verkaufen
Diese Diversifizierung kommt an der Wall Street gut an. Die Investmentbank Mizuho hob das Kursziel auf 35 US-Dollar an. Die Analysten bestätigen ihr „Outperform“-Rating. Ein Grund dafür ist eine frische Finanzspritze. D-Wave sicherte sich 100 Millionen US-Dollar aus dem CHIPS Act der US-Regierung.
Die Chefetage nutzt die aktuelle Lage offenbar für Gewinnmitnahmen. In den vergangenen drei Monaten verkauften Führungskräfte eigene Aktien. Das Volumen summiert sich auf rund 35,8 Millionen US-Dollar. Ein klares Warnsignal.
Hohe Volatilität prägt den Kurs
An der Börse zeigt sich die Aktie äußerst schwankungsanfällig. Die annualisierte Volatilität liegt bei extremen 141 Prozent. Aktuell notiert das Papier bei 21,22 Euro. Auf Monatssicht steht ein Minus von rund 15 Prozent auf der Anzeigetafel.
Finanziell ist der Konzern solide aufgestellt. Die Barreserven belaufen sich auf knapp 588 Millionen US-Dollar. Dieses Polster sichert die teure Forschung an den neuen Quanten-Architekturen ab. Am 6. August präsentiert das Management die nächsten Quartalszahlen. Spätestens dann fordern Investoren konkrete Umsatzbeiträge aus dem neuen Blockchain-Geschäft.
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