BASF Aktie: CoreShift-Programm startet im Mai
BASF leitet mit dem Programm CoreShift einen tiefgreifenden Umbau ein. Fixkosten sollen sinken, Stellenabbau ist wahrscheinlich.

Kurz zusammengefasst
- CoreShift-Programm gestartet
- Fixkosten sollen um 20% sinken
- Stellenabbau in Ludwigshafen erwartet
- Aktienrückkauf läuft aus
BASF dreht an einer der größten Stellschrauben seiner Geschichte. Mit dem im Mai gestarteten Programm „CoreShift“ will der Konzern sein Kerngeschäft grundlegend neu aufstellen — und macht dabei keinen Hehl daraus, dass es zu deutlich weniger Arbeitsplätzen führen wird.
Ein neues Betriebssystem für den Konzern
Vorstandschef Markus Kamieth nannte CoreShift „eines der größten Optimierungsprogramme für BASF“ — ein neues Betriebssystem für den gesamten Konzern. Das Ziel: Die zahlungswirksamen Fixkosten in den vier Kernsparten Chemicals, Materials, Industrial Solutions und Nutrition & Care bis 2029 um bis zu ein Fünftel gegenüber 2024 zu senken. Diese Sparten erwirtschaften zusammen rund 40 Milliarden Euro Umsatz.
Wie viele Stellen konkret wegfallen, ließ Kamieth offen. Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern sollen folgen. Am Stammsitz Ludwigshafen sind seit Anfang 2024 bereits rund 2.800 Stellen gestrichen worden — und der Standort soll im Zuge von CoreShift weiter umgebaut werden. Dem „Handelsblatt“ zufolge werden dabei auch Stellen vom Berliner BASF-Standort nach Indien verlagert.
Geleitet wird der Umbau von Julia Raquet, bisher Europachefin, die nun ein neu geschaffenes Transformationsbüro führt und direkt an Kamieth berichtet. Schlankere Prozesse, harmonisierte IT-Strukturen und verstärkter KI-Einsatz sind die zentralen Hebel.
Branche im Krisenmodus
Das Timing ist kein Zufall — es ist eine Reaktion auf ein Umfeld, das der Chemiebranche seit Jahren keine Erholung gönnt. Die chemisch-pharmazeutische Produktion sank im ersten Quartal 2026 saisonbereinigt um 2,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal und lag knapp 6 Prozent unter Vorjahr. Die Kapazitätsauslastung verharrte bei 75,1 Prozent — weit unter einem rentablen Niveau.
Hohe Energiepreise, schwächere Industriekonjunktur und US-Zölle, die globale Warenströme umlenken, belasten die Branche strukturell. BASF selbst rechnet für 2026 mit einer verhaltenen Entwicklung der Weltwirtschaft.
Prognose stabil, Rückkauf läuft aus
Trotzdem hält BASF an seiner Jahresprognose fest. Das EBITDA vor Sondereinflüssen soll zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro liegen — im ersten Quartal waren es 2,4 Milliarden Euro bei einem Umsatz von 16,0 Milliarden Euro, 3 Prozent weniger als im Vorjahr. Das Jahresziel für Kosteneinsparungen wurde indes auf 2,3 Milliarden Euro angehoben, nach ursprünglich 2,1 Milliarden Euro.
Ein stützender Faktor fällt nun weg: BASF kaufte Ende Mai weitere 950.000 eigene Aktien zurück und hat seit Programmstart fast 28 Millionen Papiere vom Markt genommen — das Rückkaufprogramm läuft damit aus. Die Aktie notiert bei rund 50,74 Euro, etwa 8 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom April, liegt auf Jahressicht aber rund 13 Prozent im Plus.
Ob CoreShift sein Versprechen hält, zeigt erstmals der Halbjahresbericht im Juli 2026.
BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 4. Juni liefert die Antwort:
Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BASF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...