Rheinmetall Aktie: Arminius-Hoffnung!
Deutsche Bank Research erwartet für das dritte Quartal mehr als 40 Prozent Umsatzplus; zugleich schreiten Fahrzeug- und Raumfahrtvorhaben voran.

Kurz zusammengefasst
- Aktie verlor am Dienstag 3,1 Prozent
- Deutsche Bank Research erwartet über 40 Prozent Umsatzwachstum
- Autonome Systeme für Boxer vereinbart
- Satellitenfertigung für Bundeswehrprogramm in Neuss angelaufen
Die Aktie von Rheinmetall verbuchte am gestrigen Dienstag ein Minus von 3,1 Prozent und beendete den Handel bei 953,10 Euro. Medienberichten zufolge belasteten politische Unsicherheiten über die weitere Unterstützung der Ukraine sowie Zweifel an der Abarbeitung bestehender Aufträge die Stimmung für Rüstungstitel. Ein einzelner bestätigter Auslöser für den Kursrückgang wurde dabei nicht benannt.
Deutsche Bank rechnet mit starkem Quartalswachstum
Trotz des jüngsten Rücksetzers bleibt das Analysehaus Deutsche Bank Research positiv gestimmt. Analyst Christoph Laskawi beließ die Einstufung am Dienstag auf „Buy“ mit einem unveränderten Kursziel von 1.800 Euro. Er erwartet für das dritte Quartal ein erneutes Umsatzwachstum von mehr als 40 Prozent.
Als wesentlichen Kurstreiber hob Laskawi das Bundeswehr-Großprojekt Arminius hervor. Seine detaillierten Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2026 legt der Rüstungskonzern planmäßig am 5. November vor.
Vereinbarungen im Fahrzeugbau und Ausbau der Raumfahrt
Auf operativer Ebene treibt der Konzern den Ausbau seiner Kapazitäten voran. Rheinmetall Defence Australia und das australische Start-up Breaker vereinbarten die Integration autonomer Systeme in Radpanzer vom Typ Boxer. Eine Sprachsteuerung der Systeme aus dem Fahrzeug heraus wurde nach Unternehmensangaben bereits erfolgreich erprobt.
Parallel dazu einigte sich Rheinmetall mit dem Zughersteller Alstom grundsätzlich auf wesentliche Eckpunkte zur Übernahme des Lokomotivwerks in Kassel, an dem laut Alstom rund 750 Beschäftigte tätig sind. Einzelheiten der Transaktion stehen noch aus.
Erweitert werden zudem die Aktivitäten im Raumfahrtsektor. Nachdem Rheinmetall und Partner Argotec am 1. Oktober einen gemeinsam entwickelten Satelliten an Bord einer Falcon-9-Rakete von SpaceX zur Luftraumüberwachung in die Umlaufbahn gebracht hatten, folgt ein weiteres Vorhaben: Im Programm SPOCK-1 erhält die Bundeswehr über Rheinmetall ICEYE Space Solutions exklusiven Zugriff auf SAR-Aufklärungssatelliten. Die Fertigung dafür ist am Standort Neuss angelaufen.
Flankiert wird die Unternehmensentwicklung von Transaktionen aus dem Führungsumfeld. Am 2. Oktober erwarb die Sara Georgi Stiftung, eine dem Aufsichtsrat Andreas Arthur Georgi nahestehende Person, Rheinmetall-Aktien für 238.706,60 Euro. Bereits vor gut einer Woche hatte auch der Vorstand Rheinmetall-Aktien gekauft.
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