Lenzing Aktie: Das Kapital-Polster!
Die abgeschlossene Kapitalerhöhung brachte Lenzing brutto 301,2 Millionen Euro für Strategie und Bilanzstärkung ein.

Kurz zusammengefasst
- Werksschließung nun Ende des ersten Quartals 2027
- Kapitalerhöhung brachte brutto 301,2 Millionen Euro
- Anteilseigner zeichneten rund 99 Prozent
- Goldman Sachs erhöhte Stimmrechtsanteil auf 4,01 Prozent
Die Restrukturierung bei Lenzing erfährt eine zeitliche Verschiebung: Am Standort Heiligenkreuz soll die Produktion erst Ende des ersten Quartals 2027 auslaufen. Ursprünglich war die Stilllegung bereits für ein früheres Datum vorgesehen.
Medienberichten zufolge begründete das Unternehmen die Anpassung mit dem Fertigungstransfer auf andere Standorte sowie der Notwendigkeit, Lieferungen an Kunden lückenlos abzusichern. An der Börse stieg der Aktienkurs heute um 0,8 Prozent auf 10,48 Euro.
Frisches Kapital für die Neuausrichtung
Der verlängerte Werksbetrieb fällt mit einer grundlegenden finanziellen Weichenstellung zusammen. Durch die vor gut einer Woche abgeschlossene Kapitalerhöhung flossen dem Konzern brutto 301,2 Millionen Euro zu.
Lenzing platzierte dabei 34.756.362 neue Aktien, wovon bestehende Anteilseigner rund 99 Prozent über ihre Bezugsrechte zeichneten. Mit den Mitteln soll die Unternehmensstrategie „Grow Nonwovens, Reset Textiles“ vorangetrieben und die Bilanz gestärkt werden.
Bewegungen im Kreis der Investoren
Die Ausgabe der neuen Anteile führte zugleich zu Transaktionen im Umfeld der Gesellschaft. Am Freitag erwarb die Oberbank AG insgesamt 1.344.177 Lenzing-Aktien durch die Ausübung von Bezugsrechten zu einem Bezugspreis von je 8,65 Euro. Das Institut gilt laut offizieller Mitteilung als Person in enger Beziehung zu Aufsichtsrat Martin Seiter.
Auch internationale Adressen passten ihre Engagements an. The Goldman Sachs Group erhöhte ihre Stimmrechtsposition am 20. Oktober auf 4,01 Prozent. Mit den jüngsten Beschlüssen setzt das Management auf mehr Stabilität im operativen Übergang.
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