Nvidia Aktie: Cramer fordert Billion-Dollar-Buyback
Nvidia kaufte eigene Aktien für rund 40 Milliarden Dollar zurück. Zugleich laufen Gespräche über einen möglichen Zukauf von Hugging Face.

Kurz zusammengefasst
- Rückkäufe über rund 40 Milliarden Dollar
- Cramer fordert Billionenprogramm für Nvidia
- Baird bestätigt Kaufempfehlung mit 500-Dollar-Ziel
- Hugging-Face-Deal bleibt bislang unentschieden
Nvidia sitzt auf einem gewaltigen Kapitalpolster – und genau das befeuert derzeit eine Debatte unter Investoren und Marktbeobachtern. Im ersten Halbjahr des Fiskaljahres 2027 kaufte der Chipkonzern eigene Aktien im Volumen von rund 40 Milliarden Dollar zurück, das entspricht etwa 60 Prozent des freien Cashflows in diesem Zeitraum. Im Mai hatte der Vorstand die Rückkauf-Autorisierung um 80 Milliarden Dollar aufgestockt.
Das reicht manchen Beobachtern nicht. CNBC-Moderator Jim Cramer forderte Nvidia jüngst auf, einem Bericht zufolge einen Rückkauf im Volumen von bis zu einer Billion Dollar aufzulegen und argumentierte, Wachstum und Profitabilität des Unternehmens seien im Aktienkurs bislang nicht ausreichend abgebildet.
Ein Kommentator des Portals Capwolf brachte sogar eine Größenordnung von 500 Milliarden Dollar ins Spiel und zog Parallelen zur Rückkaufstrategie von Apple.
Auffällig: Trotz der starken operativen Entwicklung liegt die Nvidia-Aktie seit Oktober nur rund acht Prozent im Plus, während der S&P 500 im selben Zeitraum etwa elf Prozent zulegte – ein Missverhältnis, das die Rückkauf-Befürworter als Argument anführen.
Analysten bleiben trotz Bewertungssorgen zuversichtlich
Parallel zur Buyback-Diskussion bekräftigte Baird-Analyst Tristan Gerra seine Kaufempfehlung für Nvidia mit einem Kursziel von 500 Dollar, was nach seiner Einschätzung ein Aufwärtspotenzial von mehr als 125 Prozent bedeuten würde.
Gerra verweist auf Marktanteilsgewinne bei neuen Produkten wie der Groq-3-LPX-Technologie und der Vera-CPU sowie auf einen milliardenschweren Cloud-Compute-Deal, den Anthropic kürzlich mit dem Nvidia-unterstützten Anbieter Lambda geschlossen hat. Das durchschnittliche Kursziel der von Baird beobachteten Analysten liegt laut Gerra bei 328,43 Dollar, was einem impliziten Aufwärtspotenzial von knapp 49 Prozent entspräche.
Im deutschen Handel notierte die Nvidia-Aktie am Dienstag bei 187,66 Euro und büßte damit 1,3 Prozent ein. Auf Sicht von sieben Tagen steht dennoch ein Plus von 4,2 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn hat das Papier rund 17 Prozent zugelegt. Vom 52-Wochen-Hoch bei 202,50 Euro, erreicht im Mai, trennen die Aktie derzeit noch etwa 7,3 Prozent.
Übernahmegespräche mit Hugging Face laufen
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält Nvidia derzeit durch Berichte über mögliche Übernahmegespräche mit der KI-Plattform Hugging Face. Mehrere Medien berichten übereinstimmend von fortgeschrittenen Verhandlungen über ein Volumen im Bereich von rund 13 bis 14 Milliarden Dollar, wobei ein Teilbetrag von etwa einer Milliarde Dollar der Mitarbeiterbindung dienen soll. Eine endgültige Einigung liegt nach diesen Berichten bislang nicht vor, ein möglicher Abschluss wird für die laufende Woche für denkbar gehalten.
Sollte der Deal zustande kommen, wäre er ein weiterer Baustein in Nvidias Strategie, sich über die reine Chip-Fertigung hinaus in der KI-Infrastruktur zu positionieren – ähnlich wie bei der jüngst bekanntgewordenen Investition in den taiwanesischen Chiphersteller MediaTek.
Für Anleger bleibt die Kombination aus hoher operativer Ertragskraft, aggressiver Kapitalrückführung und expansiver Zukaufstrategie das zentrale Spannungsfeld, an dem sich die weitere Kursentwicklung entscheiden dürfte.
Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 2. September liefert die Antwort:
Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...