DroneShield Aktie: 19,3 Millionen vom US-Verteidigungsministerium

Trotz Rekordaufträgen und Umsatzsprung leidet DroneShield unter einer laufenden ASIC-Untersuchung, die den Aktienkurs drückt.

Andreas Sommer ·
DroneShield Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Zwei große US-Verträge im Juni gesichert
  • ASIC prüft Aktienverkäufe von Führungskräften
  • Fertigungskapazität soll massiv ausgebaut werden
  • Halbjahreszahlen im August als wichtiger Test

Verträge im Wert von Dutzenden Millionen Dollar, ein Umsatzsprung von 121 Prozent im ersten Quartal — und trotzdem notiert die DroneShield-Aktie mehr als 53 Prozent unter ihrem Oktoberhoch. Dieser Widerspruch ist derzeit das eigentliche Thema für Anleger.

US-Aufträge häufen sich

Anfang Juni sicherte sich DroneShield gleich zwei bedeutende US-Verträge. Am 2. Juni folgte ein Fünfjahresvertrag mit dem US-Verteidigungsministerium im Rahmen der Joint Interagency Task Force 401. Der Anfangswert beläuft sich auf 19,3 Millionen US-Dollar, plus 5,6 Millionen Dollar in Optionen. Mindestens 10 Millionen Dollar sollen noch im laufenden Geschäftsjahr als Umsatz verbucht werden.

Kurz darauf kam ein Auftrag des US-Grenzschutzes über 13,8 Millionen Dollar für Systeme in Texas hinzu. Beide Deals decken mobile und stationäre Drohnenabwehrsysteme ab — Hardware, Software-Abonnements und Support inklusive.

Die Märkte reagierten kaum. Der Kurs liegt bei 1,71 Euro und damit rund 15 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt.

ASIC-Untersuchung belastet die Stimmung

Der Grund für die Zurückhaltung ist klar: eine laufende Untersuchung der australischen Börsenaufsicht ASIC. Seit dem 12. Mai 2026 prüft die Behörde Unternehmensmitteilungen und Aktienhandel aus dem November 2025.

Damals hatten Gründungs-CEO Oleg Vornik und Ex-Chairman Peter James sämtliche ihre Aktien verkauft. Das löste erhebliche Kritik aus. DroneShield reagierte im Februar 2026 mit einer neuen Mindestbeteiligungspflicht für Führungskräfte — nach einer unabhängigen Governance-Überprüfung.

Im April trat Vornik nach mehr als einem Jahrzehnt an der Spitze zurück. Nachfolger wurde Angus Bean, Mitarbeiter Nummer sechs des Unternehmens und früherer Cheftechnologe. Peter James verließ den Aufsichtsrat nach der Hauptversammlung im Mai. Hamish McLennan, ein erfahrener Medien- und Technologiedirektor, übernahm den Vorsitz.

Starke Zahlen, große Pläne

Operativ steht DroneShield gut da. Das Unternehmen weist für das laufende Geschäftsjahr fest gebuchte Umsätze von 155 Millionen australischen Dollar aus. Die Projektpipeline ist beträchtlich: Europa führt mit 66 Projekten im Wert von 1,3 Milliarden australischen Dollar, die USA folgen mit 127 Projekten und 303 Millionen Dollar, Asien steuert 28 Projekte über 272 Millionen Dollar bei.

Um diese Nachfrage zu bedienen, plant DroneShield eine massive Kapazitätserweiterung. Die Fertigungskapazität soll bis Ende 2026 von derzeit 500 Millionen auf 2,4 Milliarden australische Dollar pro Jahr steigen.

Das Analysehaus Ord Minnett, das die Aktie mit vorsichtigem Blick aufgenommen hat, rechnet nach dem Umsatzwachstum von 269 Prozent in FY25 mit einer Konsolidierungsphase. Die Erwartung: schwächere Auftragsdynamik bis in FY27, dann Wiederbeschleunigung ab FY28 — getrieben durch den Einstieg in zivile Märkte.

Halbjahreszahlen als nächster Test

Im August 2026 legt DroneShield seine Halbjahreszahlen vor. Sie werden zeigen, ob die ausgebaute Fertigungskapazität in Europa tatsächlich höhere Umsätze produziert. Solange die ASIC-Untersuchung offen ist, dürfte der Markt das Vertragswachstum weiter mit einem deutlichen Abschlag bewerten — der RSI von knapp 38 signalisiert, dass der Verkaufsdruck noch nicht erschöpft ist.

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DroneShield Aktie

1,71 EUR

– 0,02 EUR -1,45 %
KGV 0,00
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 2,66 Mrd. EUR
ISIN: AU000000DRO2 WKN: A2DMAA

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