Bitcoin: Metaplanet kauft Siiibo für 13,1 Millionen
Japans Metaplanet erwirbt Wertpapierfirma für Bitcoin-Produkte. Analysten warnen vor zu früher Bodenbildung beim Kurs.

Kurz zusammengefasst
- Metaplanet kauft japanischen Broker
- Ziel: Japans riesige Ersparnisse anzapfen
- Strategy verkauft und kauft Bitcoin nach
- Analysten sehen Boden noch nicht erreicht
Der Bitcoin-Kurs pendelt lustlos um die Marke von 63.400 US-Dollar. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von fast 30 Prozent auf der Anzeigetafel. Allerdings bringen sich große Akteure für den nächsten Zyklus in Stellung. Allen voran Japans Metaplanet.
Das Unternehmen kauft für 13,1 Millionen US-Dollar den Broker Siiibo Securities. Die Transaktion soll bis Juli abgeschlossen sein. Siiibo besitzt eine wichtige Lizenz für den Handel mit Wertpapieren. Metaplanet will diese nutzen, um verzinsliche Bitcoin-Produkte anzubieten.
Das Ziel: Japans riesige private Ersparnisse. Diese belaufen sich auf umgerechnet 7,4 Billionen US-Dollar. CEO Simon Gerovich will dieses Kapital mit Bitcoin-basierten Finanzdienstleistungen anzapfen. Metaplanet hält bereits gut 40.000 Bitcoin. Damit ist die Firma der drittgrößte Firmen-Wal weltweit.
Kurssprung auf wackeligen Beinen
Kurzfristig sorgte die Geopolitik für Bewegung. Gerüchte über einen Waffenstillstand zwischen den USA und Iran trieben den Kurs am Freitag auf 64.349 US-Dollar. Nachhaltig war dieser Anstieg nicht. Spot-ETFs verzeichneten in der vergangenen Woche Abflüsse von 405 Millionen US-Dollar.
Michael Saylor nutzt die aktuelle Phase auf seine Weise. Sein Unternehmen Strategy verkaufte Ende Mai ein kleines Paket von 32 Bitcoin. Der Erlös floss in Dividenden. Direkt danach kaufte die Firma massiv nach. Für gut 100 Millionen US-Dollar wanderten weitere Coins in die Bilanz.
Fehlt noch der finale Ausverkauf?
Trotz der Firmenkäufe warnt Galaxy Research vor zu viel Optimismus. Die Analysten sehen den Boden des aktuellen Marktzyklus noch nicht erreicht. Bisher haben nur vier von 13 wichtigen Indikatoren ein Kaufsignal geliefert.
Das Basisszenario der Experten geht von einem weiteren Rücksetzer aus. Sie erwarten den Tiefpunkt gegen Ende des Jahres. Der Kurs könnte dann auf 40.000 bis 46.000 US-Dollar fallen. Aktuell notiert Bitcoin rund 50 Prozent unter seinem Rekordhoch. Historische Korrekturen fielen in der Vergangenheit deutlich härter aus.
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