Strategy Aktie: 32 Bitcoin verkauft
Strategy bricht mit dem Dogma und verkauft erstmals Bitcoin. Die Aktie fällt, während Finanzierungslücken und Dividendenpläne den Kurs belasten.

Kurz zusammengefasst
- Erstmaliger Bitcoin-Verkauf durch Strategy
- Aktie verliert knapp acht Prozent
- Finanzierungslücke von über einer Milliarde
- Neue Dividendenstruktur geplant
Strategy bricht mit einem eisernen Prinzip. Erstmals veräußerte das Unternehmen Bitcoin-Bestände, um laufende Verpflichtungen zu bedienen. Anleger reagierten am Dienstag prompt mit Verkäufen. Das Papier verlor knapp acht Prozent an Wert.
Bitcoin-Verkauf bricht Tabu
Am 8. Juni stand eine Abstimmung über die Dividendenstruktur der Vorzugsaktien an. Das Management plant künftig halbmonatliche Zahlungen. Um die notwendige Liquidität für diese Ausschüttungen zu sichern, verkaufte die Firma Ende Mai 32 Bitcoin.
Der Schritt markiert eine Zäsur. Bisher galt das Credo, die Kryptowährung niemals zu verkaufen. Nun klafft eine Lücke zwischen den operativen Einnahmen und den finanziellen Lasten. Die jährlichen Zins- und Dividendenverpflichtungen erreichen geschätzte 1,71 Milliarden US-Dollar. Das Softwaregeschäft liefert dagegen nur rund 500 Millionen Dollar Umsatz.
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Finanzierungslücke belastet Kurs
Um das Defizit auszugleichen, nutzt Strategy weiterhin sein Aktienausgabeprogramm. In der ersten Juniwoche sammelte der Konzern so 181 Millionen Dollar ein. Ein Teil floss direkt zurück in den Markt: Die Führung kaufte 1.550 weitere Bitcoin. Damit hält das Unternehmen nun insgesamt 845.256 Einheiten der Kryptowährung.
An der Börse hinterlässt die angespannte Lage Spuren. Bei 101,50 Euro notiert die Aktie fast 39 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Parallel dazu geraten die Wandelanleihen mit Laufzeiten bis 2032 unter Stress. Da der Aktienpreis weit unter den Wandlungsschwellen liegt, lösen erste Arbitrage-Fonds ihre Absicherungspositionen auf.
Im Juli sollen die ersten neuen Dividendenzahlungen fließen. Der Markt achtet nun genau darauf, ob Strategy weitere Aktien ausgibt oder erneut Bitcoin-Bestände angreift, um die Gläubiger zu bedienen.
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