Adobe Aktie: Konzern stellt sich gegen OKXICE-Tokens
Vier Produktupdates beheben unterschiedlich eingestufte Schwachstellen; Adobe kennt keine Ausnutzung und wendet sich gegen den geplanten Handel tokenisierter Aktien bei OKXICE.

Kurz zusammengefasst
- Kritische Lücken in Campaign und Connect
- Weitere Updates für zwei Adobe-Produkte
- Keine bekannte Ausnutzung der Schwachstellen
- Adobe widerspricht geplantem Handel bei OKXICE
Adobe hat am Dienstag mehrere Sicherheitsupdates veröffentlicht. Im Mittelpunkt stehen kritische Schwachstellen in Adobe Campaign Classic und Adobe Connect, die unter anderem die Ausführung beliebigen Programmcodes ermöglichen könnten.
Weitere Aktualisierungen betreffen Creative Cloud Desktop für Windows sowie Substance 3D Painter. Adobe erklärte bei allen vier Meldungen, dass dem Unternehmen keine Ausnutzung der jeweiligen Schwachstellen bekannt sei.
Kritische Schwachstellen in Campaign und Connect
Das Update für Adobe Campaign Classic erhielt die Prioritätsstufe 2. Es adressiert kritische Sicherheitslücken, die neben der Ausführung beliebigen Codes auch das Umgehen von Sicherheitsfunktionen und eine Ausweitung von Zugriffsrechten ermöglichen könnten. Damit betrifft die Meldung mehrere mögliche Angriffsfolgen und nicht nur eine einzelne Fehlerart.
Auch für Adobe Connect veröffentlichte das Unternehmen ein Update der Prioritätsstufe 2. Hier geht es um eine kritische Schwachstelle durch Code-Injektion. Diese könnte ebenfalls dazu führen, dass beliebiger Programmcode ausgeführt wird.
Für die Einordnung ist die Unterscheidung zwischen einer möglichen Angriffsfolge und einer tatsächlich beobachteten Ausnutzung entscheidend. Adobe beschreibt in beiden Fällen, was die Schwachstellen ermöglichen könnten. Eine dem Unternehmen bekannte Ausnutzung meldete Adobe dagegen nicht. Diese Einschränkung gehört zur Bewertung der Sicherheitsmeldungen.
Weitere Updates mit anderer Einstufung
Bei Creative Cloud Desktop für Windows adressiert Adobe eine Schwachstelle mit hohem Schweregrad. Sie könnte eine Ausweitung von Zugriffsrechten erlauben. Das zugehörige Update stufte das Unternehmen mit Priorität 3 ein.
Die Aktualisierung für Substance 3D Painter trägt ebenfalls die Prioritätsstufe 3. Sie behebt Schwachstellen mit hohem und mittlerem Schweregrad. Als mögliche Folgen nennt Adobe die Ausführung beliebigen Codes und die Offenlegung von Speicherinhalten.
Die Meldungen unterscheiden sich somit sowohl bei der Einstufung als auch bei den möglichen Auswirkungen. Sie sollten nicht pauschal als gleichartige Sicherheitsprobleme betrachtet werden. Gemeinsam ist ihnen Adobes Aussage, keine Ausnutzung zu kennen.
Einwand gegen tokenisierte Aktien
Parallel dazu berichteten Medien am Dienstag über einen Einwand Adobes gegen den geplanten Handel tokenisierter Versionen seiner Aktien bei OKXICE. Adobe schloss sich dabei anderen Emittenten an.
Der Einwand bezieht sich ausdrücklich auf diesen Handelsplatz. Daraus lässt sich keine allgemeine Ablehnung sämtlicher tokenisierter Aktienangebote ableiten. Ebenso sind die Sicherheitsupdates als Meldungen über konkrete Produktschwachstellen einzuordnen, nicht als Bestätigung erfolgreicher Angriffe.
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