SK Hynix Aktie: Musk nennt Speicherpreise erpresserisch
SK Hynix entwickelt neue KI-Speichertechnologien; die Aktie gab binnen sieben Tagen 24 Prozent nach, während die Quartalsbilanz noch aussteht.

Kurz zusammengefasst
- Musk beanstandet hohe Speicherpreise
- SK Hynix erforscht neue Speicherarchitekturen
- 3D-FeNAND erzielt höheren Durchsatz
- Aktie verliert binnen sieben Tagen 24 Prozent
Elon Musk kritisierte das aktuelle Preisniveau für Arbeitsspeicher und Hochleistungsspeicherbausteine als erpresserisch.
Zwar nannte er SK Hynix nicht namentlich und lobte stattdessen das Vorgehen des US-Konkurrenten Micron, doch Medienberichten zufolge zielten seine Vorwürfe unmittelbar auf den südkoreanischen Konzern sowie dessen heimischen Rivalen Samsung ab.
Hintergrund ist die angespannte Angebotssituation bei DRAM und High Bandwidth Memory (HBM), die für moderne Rechenzentren und KI-Anwendungen stark nachgefragt werden.
Strategische Ausrichtung jenseits von HBM
Die Diskussion über Lieferengpässe und Preisspannen fällt in eine Phase, in der SK Hynix seine technologische Roadmap für die kommenden Jahre absteckt.
Chief Development Officer Ahn Hyun stellte am Mittwoch klar, dass eine führende Rolle im Markt für KI-Speicher künftig mehr erfordere als lediglich die Steigerung von Übertragungsraten bei HBM. Er skizzierte laufende Entwicklungen bei dreidimensional gestapeltem DRAM, High Bandwidth Flash, gemeinsam genutzten Speichersystemen sowie Speicherlösungen der nächsten Generation.
Wie weit die Bestrebungen in die Zukunft reichen, belegen auch Forschungsarbeiten des Halbleiterherstellers. Bei Untersuchungen an analogem 3D-FeNAND-Compute-in-Memory erzielte das Unternehmen einen 10- bis 20-fach höheren Durchsatz im Vergleich zu herkömmlichem 3D-NAND.
Gleichzeitig wies das experimentelle Verfahren eine 4.000- bis 5.000-mal bessere Energieeffizienz auf. Mit derartigen Konzepten will der Konzern den drastisch steigenden Energie- und Rechenbedarf in KI-Infrastrukturen adressieren.
Hohe Volatilität im Vorfeld der Quartalsbilanz
Die Kritik an den Speicherpreisen trifft auf ein ohnehin nervöses Marktumfeld. Bereits vor gut einer Woche hatten Meldungen über Entwicklungsfortschritte des chinesischen Konkurrenten CXMT Sorgen vor künftigem Wettbewerb geschürt und branchenweite Verkäufe nach sich gezogen. Laut Reuters brach die Aktie von SK Hynix daraufhin an einem einzigen Handelstag um mehr als zehn Prozent ein.
Am Freitag schloss das Papier bei 1.272.000,00 KRW, was einem leichten Tagesplus von 0,8 Prozent entsprach. Auf Sicht von sieben Tagen verbuchte der Titel jedoch einen Rückgang von 24 Prozent.
Belastbare Fakten dazu, wie sich die starke Nachfrage nach Hochleistungsspeichern und das Margenumfeld operativ niederschlagen, soll die kommende Quartalsbilanz liefern.
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