Hensoldt Aktie: Trotz Jefferies-Rückenwind?
Rheinmetalls Prognosesenkung belastete die Branchenstimmung, während Hensoldt Auftragseingang und Umsatzprognose für 2026 meldete.

Kurz zusammengefasst
- Hensoldt-Aktie verliert am Freitag 3,8 Prozent
- Auftragseingang erreicht 3.564 Millionen Euro
- Umsatzziel für 2026 auf rund 2.800 Millionen Euro erhöht
- Kapitalmarkttag in London für 10. November angekündigt
Hensoldt hat gestern im schwachen Umfeld der Rüstungswerte 3,8% verloren. Bereits am Donnerstag hatte dpa-AFX berichtet, dass Rheinmetalls Prognosesenkung die Stimmung in der gesamten Branche belastete. Hensoldt geriet dabei trotz guter Geschäftszahlen und einer angehobenen Umsatzprognose unter Druck.
Branchenstimmung belastet Hensoldt
Der von dpa-AFX beschriebene Belastungsfaktor kam damit von Rheinmetall, nicht aus einer neuen Warnung Hensoldts. Die Agentur zählte Hensoldt ausdrücklich zu den betroffenen Branchenwerten. Der Rückgang vom Freitag folgte auf diesen bereits am Donnerstag beschriebenen Druck im Rüstungssektor.
Medienberichten zufolge belasteten außerdem gedämpfte Erwartungen an weitere Steigerungen der US-Verteidigungsausgaben die europäischen Rüstungstitel. Die Schwäche dieser Aktien habe Hensoldts Kursrückgang verstärkt, hieß es. Diese Einschätzung betrifft das Branchenumfeld und nicht eine Änderung der Geschäftserwartungen durch Hensoldt.
Geschäftszahlen als Gegenpol
Mit den am Donnerstag veröffentlichten Neunmonatszahlen 2026 meldete Hensoldt einen Auftragseingang von 3.564 Millionen Euro. Der Auftragsbestand erreichte 10.367 Millionen Euro. Das Unternehmen bezifferte den Umsatz auf 1.863 Millionen Euro.
Das bereinigte EBITDA lag nach Unternehmensangaben bei 281 Millionen Euro. Für 2026 hob Hensoldt die Umsatzprognose auf rund 2.800 Millionen Euro an. Die bereinigte EBITDA-Marge konkretisierte das Unternehmen auf rund 19,0 Prozent.
Medienberichten zufolge bestätigte Jefferies am Donnerstag die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 98 Euro. Analyst Ben Brown schrieb, Umsatz und bereinigtes EBITDA hätten die Konsensschätzungen übertroffen. Deutsche Bank Research bestätigte am Donnerstag ebenfalls die Kaufempfehlung und das Kursziel von 105 Euro.
Als nächster angekündigter Unternehmenstermin steht am 10. November der Kapitalmarkttag von Hensoldt in London an.
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