Rolls-Royce: Pearl 15 fliegt 100% auf Wasserstoff
Rolls-Royce bestätigt Jahresziele dank Wachstum in Luftfahrt und Rüstung. Wasserstoff-Test und neuer Nuklear-Auftrag untermauern die positive Entwicklung.

Kurz zusammengefasst
- Flugstunden der Triebwerke steigen
- Rüstungssparte mit über 20 Prozent Plus
- Boom bei Generatoren für Rechenzentren
- Aktienrückkauf von über 750 Millionen Pfund
Volle Auftragsbücher, bestätigte Milliardenziele und ein technologischer Meilenstein. Rolls-Royce liefert im ersten Quartal 2026 auf allen Ebenen ab. An der Börse honoriert man das operative Tempo mit einem kräftigen Kurssprung. Die Aktie schießt heute um gut neun Prozent nach oben und nähert sich rasant ihrem 52-Wochen-Hoch.
Zivile Luftfahrt und Rüstung treiben das Wachstum
Das Fundament für den starken Jahresauftakt bildet das zivile Luftfahrtgeschäft. Die Flugstunden der Großtriebwerke – ein zentraler Umsatztreiber für Wartung und Service – stiegen im ersten Quartal um fünf Prozent. Damit operiert die Sparte spürbar über dem Niveau vor der Pandemie. Parallel dazu verzeichnet die Rüstungsdivision ein Plus von über 20 Prozent bei den Verkäufen neuer Ausrüstung.
Einen regelrechten Boom erlebt der Bereich Power Systems. Der Auftragseingang für Gas- und Dieselgeneratoren sprang im Jahresvergleich um rund die Hälfte an, angetrieben durch den massiven Energiehunger neuer Rechenzentren. Der Auftragsbestand der Sparte schwillt auf 7,3 Milliarden Pfund an. Der Vorstand hält folglich an seiner Jahresprognose fest und peilt weiterhin einen operativen Gewinn zwischen 4,0 und 4,2 Milliarden Pfund an.
Wasserstoff-Test und Nuklear-Auftrag
Abseits der reinen Finanzkennzahlen meldet der britische Konzern einen Erfolg in der Antriebsforschung. Gemeinsam mit der Fluggesellschaft easyJet absolvierte ein modifiziertes Pearl-15-Triebwerk einen Bodentest unter Volllast – betrieben mit 100 Prozent Wasserstoff. Ein wichtiger Schritt für die Dekarbonisierung der Branche.
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Im Bereich der kleinen modularen Kernreaktoren (SMR) sicherten sich die Briten derweil einen Vertrag mit Great British Energy. Am Standort Wylfa in Nordwales beginnt nun die Auslegung für drei neue Reaktorblöcke.
Kapitalrückflüsse nehmen Form an
Die prall gefüllte Kasse fließt zunehmend an die Aktionäre zurück. Im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms hat das Management im aktuellen Jahr bereits Papiere für mehr als 750 Millionen Pfund erworben. Für das abgelaufene Geschäftsjahr steht eine Schlussdividende von 5,0 Pence je Aktie auf der Tagesordnung. Stimmt die Hauptversammlung zu, erfolgt die Auszahlung im Juni.
Der heutige Kurssprung auf 15,21 Euro untermauert den langfristigen Aufwärtstrend des Papiers. Auf Sicht von zwölf Monaten steht mittlerweile ein Kursgewinn von fast 65 Prozent auf der Anzeigetafel. Die nächsten fundamentalen Impulse dürften nun aus der konkreten Umsetzung der SMR-Projekte in Wales stammen, die laut Management noch im laufenden Jahr erste Umsatzbeiträge liefern sollen.
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