Badger Meter: UDlive für 100 Millionen
Nach enttäuschenden Quartalszahlen und Kursverlusten setzt Badger Meter auf Wachstum durch die Übernahme des britischen Abwasserspezialisten UDlive. Die Integration soll bereits im ersten Jahr profitabel sein.

Kurz zusammengefasst
- Quartalsumsatz und Gewinn je Aktie rückläufig
- Übernahme von UDlive für 100 Millionen US-Dollar
- Stabile operative Marge trotz Umsatzrückgang
- Aktienrückkäufe und starke Cash-Position
Nach einem herben Rücksetzer versucht Badger Meter die Trendwende. Gestern markierte die Aktie bei 96,10 Euro noch ein neues Jahrestief, bevor sie heute um über sieben Prozent zulegte. Schwache Quartalszahlen belasteten zuletzt die Stimmung, während eine Übernahme in Großbritannien neues Wachstum forcieren soll.
Die Bilanz für das erste Quartal 2026 blieb hinter den Erwartungen zurück. Der Nettoumsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 202,3 Millionen US-Dollar. Derweil ging der Gewinn je Aktie von 1,30 auf 0,93 US-Dollar zurück.
Das Management führt die schwächere Performance auf zeitliche Verschiebungen bei großen Infrastrukturprojekten zurück. Insbesondere bei kurzzyklischen Aufträgen von Versorgungsunternehmen klaffte eine Lücke von bis zu 20 Millionen US-Dollar gegenüber der internen Planung. Die operative Marge hielt sich indes stabil bei 17,4 Prozent.
Expansion in den Abwassermarkt
Um die Abhängigkeit von klassischen Wasserzählern zu verringern, übernimmt Badger Meter den britischen Spezialisten UDlive. Der Kaufpreis für den Experten für Kanalnetz-Überwachung liegt bei 100 Millionen US-Dollar. Hinzu kommen erfolgsabhängige Zahlungen.
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Die Transaktion soll bereits Ende April abgeschlossen werden. Der Vorstand rechnet damit, dass der Zukauf bereits im ersten Jahr positiv zum Ergebnis beiträgt. Damit ergänzt das Unternehmen sein Portfolio im Bereich der digitalen Abwasserlösungen.
Hoffnung auf die zweite Jahreshälfte
Trotz der aktuellen Kurserholung bleibt die Bilanz der letzten zwölf Monate mit einem Minus von rund 43 Prozent tiefrot. Für das Gesamtjahr 2026 stellt das Management ein stagnierendes organisches Umsatzwachstum in Aussicht. Erst in der zweiten Jahreshälfte wird eine spürbare Besserung erwartet.
Treiber für diesen Optimismus ist eine gut gefüllte Projektpipeline, darunter ein Großauftrag in Puerto Rico. Flankierend dazu setzt das Unternehmen auf Aktienrückkäufe und erwarb im ersten Quartal eigene Anteile für rund 38 Millionen US-Dollar. Mit einer Cash-Position von 205,5 Millionen US-Dollar bleibt der finanzielle Spielraum für die Integration von UDlive gewahrt.
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