Einstiegsgelegenheit beim DAX?

Der DAX zeigt nach starkem Anstieg überhitzte Kursentwicklung. Eine technische Gegenreaktion wird erwartet, deren Ausgang die weitere Richtung bestimmt.

Kurz zusammengefasst:
  • Starke Rally seit dem Novembertief
  • Technisches Kaufsignal nach Seitwärtsphase
  • Überhitzung erhöht Risiko eines Rücksetzers
  • Entscheidende Unterstützung bei 24.650 Punkten

Nachdem der DAX im vergangenen Mai zu einer monatelangen Seitwärtstendenz übergegangen war, gelang ihm zum Jahreswechsel der Ausbruch nach oben. Während der Index gegenüber den US-Indizes durchaus Aufholpotenzial hatte, kann die Bewegung nach einem Kursgewinn von rund 2.400 Punkten seit dem Tief im November mittlerweile als überhitzt betrachtet werden. Damit nimmt die Gefahr eines Rücksetzers zu.

Ein- oder Ausstiegsgelegenheit?

Aus technischer Sicht hat der DAX zum Jahreswechsel die Seitwärtstendenz der vergangenen Monate nach oben verlassen und damit ein trendfolgendes Kaufsignal generiert. Da sich der Kurs mittlerweile aber in einem überhitzten Zustand befindet, ist zumindest von einer kleinen technischen Gegenreaktion nach unten auszugehen. Diese könnte sich als „Pullback-Reaktion“ erweisen. Dabei würde der ehemalige Widerstandsbereich um 24.650 Punkten nun als Unterstützung getestet. Hält diese, ist im Anschluss von einer Fortsetzung der aufwärts gerichteten Tendenz auszugehen. Wird diese Zone hingegen klar nach unten durchbrochen, wäre der aktuelle Ausbruch nach oben als technisches Fehlsignal und damit als kurzfristiges Verkaufssignal zu werten. In diesem Fall dürfte die markante Unterstützungszone um 23.000 Punkten noch einmal in Angriff genommen werden. Die Bewegung der kommenden Tage könnte daher Klarheit über den weiteren Verlauf der kommenden Wochen mit sich bringen!

Weiter sinkende Zinsen unterstützen Rally am Aktienmarkt!

Die Vorgehensweise der USA in Venezuela könnte sich mittelfristig entlastend auf den Ölpreis und damit auch auf die Inflation auswirken. Dies wiederum würde der US-Notenbank Spielraum für weitere Zinssenkungen eröffnen. Gespannt darf man allerdings darauf sein, wie sich die Auseinandersetzung zwischen der US-Regierung und US-Notenbankchef Jerome Powell entwickelt. Sollte sich abzeichnen, dass die Unabhängigkeit der obersten US-Währungshüter nicht mehr gegeben ist, dürfte dies zu entsprechenden Bewegungen an den Märkten führen. Einer der Verlierer in diesem Fall dürfte der US-Dollar sein, welcher seine zuletzt unterbrochene Talfahrt in den kommenden Monaten weiter fortsetzen könnte. Hierzu hatten wir im Hebelzertifikate-Trader zuletzt eine Long-Position auf den Euro gegenüber dem US-Dollar (WKN UP6N02) aufgebaut, welche sich aktuell immer noch auf einem attraktiven Niveau bewegt.


Stephan Feuerstein
Hebelzertifikate-Trader
http://www.hebelzertifikate-trader.de

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