Almonty Aktie: TSX-Ende am 31. Juli, ASX am 1. September
Wolfram-Produzent Almonty verlässt die Börsen in Toronto und Sydney. Künftig wird die Aktie nur noch in New York und Frankfurt gehandelt.

Kurz zusammengefasst
- Delisting von TSX und ASX bestätigt
- Fokus auf Nasdaq und Frankfurt
- Geringe Handelsaktivität als Grund
- Aktie trotz operativer Erfolge unter Druck
Almonty Industries zieht sich in kurzer Folge von zwei Handelsplätzen zurück. Der Wolfram-Produzent verlässt sowohl die Toronto Stock Exchange als auch die australische ASX. Am Ende bleiben nur noch Nasdaq und Frankfurt als Notierungsorte übrig.
ASX-Delisting offiziell bestätigt
Am 23. Juli 2026 gab Almonty bekannt, dass die australische Börse den Rückzug aus dem offiziellen Handel formal genehmigt hat. Die Grundlage bildet Listing Rule 17.11 der ASX. Der Schritt kommt nicht überraschend, denn er folgt fast nahtlos auf eine ähnliche Entscheidung für Kanada.
Bereits am 20. Juli 2026 hatte Almonty das Delisting von der Toronto Stock Exchange angekündigt. Dieses wird zum Handelsschluss am 31. Juli 2026 wirksam. Die australische Notierung läuft länger: Die CHESS-Hinterlegungsscheine werden am 28. August 2026 vom Handel ausgesetzt, das formale Delisting soll am 1. September 2026 folgen.
Nach Abschluss beider Prozesse bleibt Almonty an zwei Börsen gelistet. Der Handel läuft dann über die Nasdaq unter dem Kürzel „ALM“ sowie über die Frankfurter Börse unter „ALI1“.
Dünner australischer Streubesitz als Auslöser
Das Management nennt einen klaren Grund für den Rückzug aus Australien: die verschwindend geringe Handelsaktivität. Zum 14. Juli 2026 hielten australische Anleger nur noch rund 0,80 Prozent aller ausstehenden Aktien über die dortigen Hinterlegungsscheine. Verglichen mit den Volumina an Nasdaq und TSX war die ASX-Notierung längst zur Randerscheinung geworden.
Almonty stellt den Schritt als Kosten- und Effizienzmaßnahme dar, nicht als strategischen Rückzieher. Nach Einschätzung des Unternehmens stehen die finanziellen, administrativen und regulatorischen Kosten einer ASX-Notierung nicht mehr im Interesse der Aktionäre. Diese Logik deckt sich mit der Begründung für das TSX-Delisting, wo ebenfalls die Konzentration des Handels auf die Nasdaq im Vordergrund stand.
Kurs unter Druck trotz operativer Fortschritte
Die Delisting-Nachrichten treffen auf eine ohnehin angespannte Kursphase. Am Freitag fiel die Aktie um 5,52 Prozent auf 18,81 kanadische Dollar und liegt damit 43,60 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 33,35 CAD vom 17. April 2026. Auf Monatssicht summiert sich der Rückgang auf 18,22 Prozent.
Die Schwäche der vergangenen Wochen relativiert sich jedoch im längeren Vergleich. Über zwölf Monate steht für die Aktie noch immer ein Plus von 281,54 Prozent zu Buche. Grund für die kräftige Neubewertung ist der Fortschritt der Sangdong-Mine in Südkorea, die sich zunehmend Richtung kommerzielle Produktion bewegt.
Mit dem Rückzug von TSX und ASX bündelt Almonty seine Präsenz auf die beiden Handelsplätze, an denen ohnehin der Großteil des Volumens läuft. Für Anleger ergibt sich daraus ein enger Terminplan: TSX-Delisting am 31. Juli, Aussetzung der ASX-Hinterlegungsscheine am 28. August, formaler ASX-Austritt am 1. September. Bis dahin dürfte der Kurs weiter mit der starken Rally aus der ersten Jahreshälfte 2026 ringen.
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