ABB treibt die Spezialisierung seines Kerngeschäfts weiter voran. Ein neuer Modernisierungsauftrag aus Schweden unterstreicht nicht nur die technologische Marktstellung in der Prozessindustrie, sondern fällt in eine Phase tiefgreifender organisatorischer Veränderungen. Könnte die geplante Aufspaltung des Konzerns den entscheidenden Wert für Aktionäre freisetzen?
Modernisierung als Effizienztreiber
Der schwedische Zellstoffhersteller Billerud hat ABB mit der technischen Aufrüstung einer zentralen Papiermaschine im Werk Gävle beauftragt. Die Anlage ist ein entscheidender Pfeiler in der Produktion von Kartonverpackungen; modernisierte Antriebs- und Steuerungstechnik soll künftig den Energie- und Materialverbrauch senken.
Dieser Auftrag verdeutlicht den Trend zu digital vernetzten Industrieanlagen. Die implementierte Plattform dient als Basis für spätere Optimierungen durch künstliche Intelligenz. Dass ABB solche Projekte im industriellen Kerngeschäft gewinnt, stützt die positive Marktstimmung der letzten Monate: Seit Jahresbeginn konnte der Aktienkurs bereits um 20,70 % zulegen.
Konzernumbau und Robotics-Spin-off
Das Projekt in Schweden spiegelt die neue strategische Ausrichtung wider. ABB bündelt derzeit seine Kompetenzen und integriert die Division Machine Automation in den Bereich Process Automation. Ziel ist es, Synergien bei Software- und Steuerungstechnologien effizienter zu nutzen.
Diese interne Neuordnung bereitet den Boden für eine weitreichende Entscheidung: Am 19. März 2026 stimmen die Aktionäre auf der Generalversammlung über die vollständige Abspaltung der Robotik-Sparte ab. Ziel ist die Etablierung eines eigenständigen, börsennotierten Unternehmens im zweiten Quartal 2026. Marktbeobachter werten diesen Schritt als konsequente Fokussierung auf die jeweiligen Kernmärkte.
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Finanzielle Entwicklung und Aktionärsstruktur
Trotz der strategischen Fortschritte legte die Aktie zuletzt eine kleine Atempause ein. Am Montag notierte das Papier bei 76,28 € und damit rund 1,04 % im Minus. Dennoch bewegt sich der Titel mit einem Abstand von lediglich 1,57 % weiterhin nah an seinem 52-Wochen-Hoch von 77,50 €. Mit einem RSI von 65,9 deutet der Trend auf eine weiterhin konstruktive, wenn auch kurzfristig leicht erhitzte Lage hin.
Parallel zum operativen Geschäft beginnt am 23. Februar 2026 die Antragsfrist für die sogenannte Dividend Access Facility (DAF). Dieses Programm ermöglicht es in Schweden ansässigen Aktionären, ihre Dividenden ohne Abzug der Schweizer Verrechnungssteuer zu erhalten. Die Registrierungsperiode für dieses steuerliche Verfahren endet am 10. März 2026.
Die kommenden Wochen stehen im Zeichen der Vorbereitung auf den 19. März. Sollte die Generalversammlung dem Spin-off der Robotics-Division zustimmen, ist der Weg für die Börsennotierung im zweiten Quartal frei. Kurzfristig bildet der Bereich um 77,50 € den entscheidenden Widerstand für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends.
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