IREN Aktie: 597 Prozent in zwölf Monaten
IREN treibt den Wandel zum KI-Cloud-Anbieter voran, doch hohe Investitionen belasten die Quartalszahlen deutlich.

Kurz zusammengefasst
- Kurs legt nach Strategiewechsel zu
- Umsatz verfehlt Erwartungen deutlich
- Microsoft sichert Milliardenvertrag
- Analysten uneins über Kursziele
IREN ist nicht mehr die Aktie, die viele noch als reinen Bitcoin-Miner kannten. Das Unternehmen baut sich in hohem Tempo zum Anbieter von KI-Cloud-Infrastruktur um. Der Kurs feiert diesen Wechsel. Die Zahlen zeigen aber auch, wie teuer der Umbau wird.
Kurs springt nach Strategiewechsel
Am Donnerstag notierte die Aktie bei 49,85 Euro, ein Plus von 5,88 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Mittwoch bei 47,08 Euro. Der Markt preist weiter ein, dass IREN im KI-Geschäft deutlich größer werden kann.
Auf Sicht von zwölf Monaten liegt das Plus bei 597,20 Prozent. Seit Jahresbeginn sind es 36,69 Prozent. Vom Jahreshoch bei 66,51 Euro fehlt dennoch rund ein Viertel.
Der Grund für diese extreme Spanne liegt im Geschäftsmodell. Früher hing IREN stark am Bitcoin-Mining. Nun verlagert das Unternehmen Kapital, Stromzugang und Rechenzentren in Richtung Hochleistungsrechnen und KI-Cloud.
Wachstum mit sichtbaren Kosten
Im jüngsten Quartal erzielte IREN einen Umsatz von 144,8 Millionen Dollar. Damit blieb das Unternehmen klar unter den erwarteten 219,87 Millionen Dollar. Die Umstellung läuft also nicht glatt durch die Gewinn- und Verlustrechnung.
Der Verlust je Aktie lag bei 0,30 Dollar, erwartet worden waren 0,2161 Dollar. Das Nettoergebnis verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um 231,7 Millionen Dollar. Das ist der Preis für einen Umbau, der parallel hohe Investitionen verlangt.
Operativ sieht das Bild weniger schwach aus. Das bereinigte EBITDA erreichte 59,5 Millionen Dollar, die Marge lag bei 41 Prozent. Diese Kennzahl ist wichtig, weil sie zeigt: Das Kerngeschäft erzeugt bereits Mittel, obwohl der Ausbau der KI-Infrastruktur Kapital bindet.
Verträge stützen die KI-Story
Für 2026 peilt das Management 480 Megawatt Kapazität und 150.000 eingesetzte GPUs an. Das ist die Grundlage für das zentrale Ziel im neuen Modell: wiederkehrende Umsätze aus KI-Rechenleistung.
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Das Unternehmen strebt 3,7 Milliarden Dollar an jährlich wiederkehrenden Umsätzen an. Vertraglich gesichert sind bereits 3,1 Milliarden Dollar. Microsoft steht dabei für 1,9 Milliarden Dollar.
Auch NVIDIA spielt eine Rolle. Der Vertrag rund um luftgekühlte Blackwell-GPUs umfasst 0,7 Milliarden Dollar, die Anlage in Prince George rund 0,5 Milliarden Dollar. Ab 2028 will IREN auf 5 Gigawatt skalieren, etwa das Zehnfache des Niveaus von 2026.
Die Bilanz liefert dafür zunächst Spielraum. Ende April hielt das Unternehmen 2,6 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln. Bei Microsoft sollen 95 Prozent der GPU-Ausgaben über Finanzierung und Kundenvorauszahlungen laufen, ähnliche Strukturen prüft IREN für weitere 50.000 GPUs.
Analysten bleiben gespalten
Die Mehrheit der Analysten bleibt positiv. Aktuell stehen 11 Kaufempfehlungen, 3 Halteempfehlungen und 2 Verkaufsempfehlungen im Raum. Die Kursziele zeigen aber große Zweifel an der Umsetzung.
Das durchschnittliche Ziel liegt bei 74,07 Dollar. Die Spanne reicht von 41 Dollar bis 105 Dollar. JPMorgan erhöhte das Ziel auf 46 Dollar, bleibt aber bei Underweight. Goldman Sachs hob das Ziel auf 44 Dollar und bleibt neutral.
Die Risiken sind klar benannt. Die Aktie schwankte zuletzt im Schnitt um 16 Prozent pro Woche, der Anteil nicht zahlungswirksamer Gewinne ist hoch, und die Zahl der Aktien stieg binnen eines Jahres um 53 Prozent. Verwässerung, Finanzierung und Ausführung bleiben damit die harten Prüfsteine.
Die Umsatzprognosen bleiben dennoch außergewöhnlich. Für die nächsten Jahre wird ein jährliches Wachstum von 49 Prozent erwartet, deutlich über den 17 Prozent im US-Softwaresektor. Der Kurs lebt damit von einem konkreten Szenario: IREN muss die gebuchten KI-Verträge in laufende Rechenleistung, Umsatz und berechenbaren Cashflow verwandeln.
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