ASML: Rückkauf über 390,7 Millionen Euro
ASML investiert rund 390,7 Millionen Euro in eigene Aktien und setzt damit sein mehrjähriges Rückkaufprogramm fort. Analysten zeigen sich trotz jüngster Kursverluste weiterhin zuversichtlich.

Kurz zusammengefasst
- Rückkauf von 266.460 Aktien
- Volumen von rund 390,7 Mio. Euro
- Programm läuft bis 2028
- Goldman Sachs und Bernstein positiv gestimmt
ASML Holding hat Anfang August erneut umfangreich eigene Aktien vom Markt genommen. Zwischen dem 3. und 7. August erwarb der niederländische Lithografie-Ausrüster nach eigenen Angaben 266.460 Aktien zu gewichteten Durchschnittspreisen zwischen 1.412,90 und 1.506,07 Euro – ein Volumen von rund 390,7 Millionen Euro.
Die Transaktionen laufen im Rahmen des im Januar angekündigten Aktienrückkaufprogramms für die Jahre 2026 bis 2028 und wurden im Rahmen der Pflichtmitteilungen offengelegt.
Rückkaufprogramm läuft planmäßig weiter
Der Rückkauf reiht sich in eine bereits im zweiten Quartal sichtbare Linie ein: Damals hatte ASML rund 1,1 Milliarden Euro für eigene Anteile aufgewendet. Dass der Konzern das Tempo auch im dritten Quartal beibehält, signalisiert Vertrauen in die eigene Bewertung – auch wenn der Kurs zuletzt unter Druck geraten ist.
Am Freitag schloss die Aktie bei 1.507,80 Euro, nach einem Rückgang von 7,3 Prozent auf Wochensicht. Anleger, die im Rückkaufzeitraum Anfang August eingestiegen wären, lägen mit den dort gezahlten Kursen nahe am aktuellen Niveau – ASML kauft damit weder in einer Kursspitze noch zu Schnäppchenpreisen, sondern kontinuierlich über den gesamten Zeitraum verteilt.
Die fortlaufenden Rückkäufe sind Teil eines Programms, das der Konzern bereits im Januar aufgesetzt hatte und das über drei Jahre laufen soll. Für Aktionäre bedeutet das eine strukturelle Stütze der Nachfrage nach ASML-Papieren, unabhängig von der kurzfristigen Kursentwicklung.
Analysten bleiben trotz Kursschwäche zurückhaltend positiv
Bereits Anfang August hatte Goldman Sachs ASML in die europäische „Conviction List“ aufgenommen, während Bernstein den Titel zeitgleich zum „Top Q3 Pick“ kürte. Beide Einschätzungen datieren vom 3. August und liegen damit inzwischen mehr als drei Wochen zurück – sie spiegeln die Stimmung zu Quartalsbeginn wider, nicht zwingend die aktuelle Lage.
Dennoch zeigt die Kombination aus Analystenzuspruch und fortgesetztem Rückkaufprogramm, dass zumindest zum damaligen Zeitpunkt kein Bruch im Investment-Case gesehen wurde.
Aus operativer Sicht bleibt der Hintergrund für ASML weiterhin von der Nachfrage nach fortschrittlicher Lithografietechnik geprägt: Intel Foundry hatte Mitte Juli mit der Serienfertigung der „Panther Lake“-Prozessoren auf Basis der Intel-18A-Technologie begonnen – unter Einsatz von ASMLs High-NA-EUV-Systemen. Dieses technologische Fundament dürfte auch die Kaufentscheidungen des Managements im Rahmen des laufenden Rückkaufprogramms mitgetragen haben.
Für die kommenden Wochen bleibt entscheidend, ob ASML das Rückkauftempo aus der ersten Augusthälfte fortsetzt. Weitere Pflichtmitteilungen zu den Transaktionen dürften folgen, sobald neue Tranchen abgeschlossen sind. Bislang deutet nichts darauf hin, dass der Konzern von seiner mehrjährigen Kapitalrückführungsstrategie abweicht.
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