Estee Lauder Aktie: Goldman Sachs erhöht Ziel auf 112 Dollar
Estée Lauder überzeugt mit starken Quartalszahlen und optimistischem Ausblick. Analysten reagieren mit angehobenen Kurszielen auf die positive Entwicklung.

Kurz zusammengefasst
- Starkes organisches Umsatzwachstum
- Parfüm- und China-Geschäft als Treiber
- Umbauprogramm zeigt Wirkung
- Analysten erhöhen Kursziele
Der Kosmetikkonzern Estée Lauder hat mit seinen Ergebnissen für das vierte Geschäftsquartal die Erwartungen des Marktes übertroffen und einen optimistischen Ausblick auf das kommende Jahr gegeben. Getragen von einer starken Nachfrage nach Parfüms und einer Erholung auf dem chinesischen Festland verzeichnete das Unternehmen ein deutliches organisches Umsatzwachstum.
Während die Aktie am gestrigen Freitag mit einem Plus von 5,2 Prozent auf 86,64 Euro aus dem Handel ging, bleibt die Performance seit Jahresbeginn mit einem Minus von 4,8 Prozent leicht belastet.
Duftsparte und China-Geschäft als Wachstumstreiber
Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026, das am 30. Juni endete, steigerte Estée Lauder den Nettoumsatz um rund 6 Prozent auf 3,63 Milliarden US-Dollar. Organisch entsprach dies einem Zuwachs von 5 Prozent.
Besonders die Duftsparte erwies sich als Zugpferd: Marken wie Le Labo und Tom Ford trieben das organische Segmentwachstum auf 10 Prozent. Auch die Hautpflege legte um 9 Prozent zu, während das Geschäft mit Haarpflegeprodukten einen leichten Rückgang von einem Prozent verbuchte.
In China konnte der Konzern nach eigenen Angaben in sechs aufeinanderfolgenden Quartalen Marktanteile gewinnen. Der organische Nettoumsatz in der Region stieg im Abschlussquartal um 9 Prozent. Dabei entfällt mittlerweile mehr als die Hälfte des China-Geschäfts auf den Online-Handel.
Innovationen spielten eine zentrale Rolle für den Erfolg; rund 23 Prozent des Jahresumsatzes wurden mit neuen Produkten erzielt, wobei fast ein Drittel dieser Neuheiten speziell im chinesischen Markt entwickelt wurde.
Umbauprogramm und Ausblick auf 2027
Hinter den Kulissen treibt Estée Lauder sein Restrukturierungsprogramm voran, das unter dem Namen „Profit Recovery Plan“ Kosteneinsparungen in Höhe von rund 1,2 Milliarden US-Dollar vorsieht. Damit verbunden ist ein massiver Stellenabbau von weltweit etwa 10.000 Positionen. Diese Maßnahmen zeigten bereits Wirkung in der Bilanz: Die bereinigte operative Marge verbesserte sich im Geschäftsjahr 2026 um 320 Basispunkte auf 11,2 Prozent.
Für das neu angebrochene Geschäftsjahr 2027 zeigt sich das Management zuversichtlich. Das Unternehmen erwartet ein organisches Umsatzwachstum zwischen 3 und 5 Prozent.
Der bereinigte Gewinn je Aktie soll in einer Spanne von 3,10 bis 3,35 US-Dollar liegen, was deutlich über dem Vorjahreswert von 2,51 US-Dollar angesiedelt ist. Die operative Marge wird für den kommenden Zeitraum bei 12,7 bis 13,5 Prozent prognostiziert.
Analysten heben die Kursziele an
Die jüngsten Zahlen und der Ausblick lösten bei Analystenhäusern positive Reaktionen aus. Die Analysten von Goldman Sachs hoben ihr Kursziel für das Papier von 100 auf 112 US-Dollar an und bekräftigten ihre Kaufempfehlung.
Auch die Telsey Advisory Group passte ihre Einschätzung an und erhöhte das Ziel von 90 auf 108 US-Dollar, bleibt jedoch bei einer neutralen Bewertung. Trotz der jüngsten Erholung notiert der Kurs aktuell noch immer 17 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 104,50 Euro.
Anleger können sich zudem auf eine unveränderte Quartalsdividende verlassen. Der Konzern erklärte eine Ausschüttung von 0,35 US-Dollar je Aktie, die am 15. September zahlbar sein wird. Als Ex-Tag für diese Dividende wurde der 31. August festgelegt. Während der Konzern die Profitabilität steigert, bleiben die Risiken im Reise-Einzelhandel und die hohen Restrukturierungskosten Faktoren, die Investoren weiterhin im Blick behalten.
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