Vulcan Energy Aktie: Fortschritt

Die neuesten Messdaten aus dem deutschen Lithiumprojekt bestätigen oder übertreffen die Planannahmen. Das Unternehmen schreitet mit Bau und Finanzierung voran.

Kurz zusammengefasst:
  • Neue Bohrung erreicht höhere Fließraten als geplant
  • Finanzierungspaket über 2,2 Milliarden Euro gesichert
  • Baustart für Lithium-Extraktionsanlage erfolgt
  • Produktionsbeginn für Lithium bis 2028 avisiert

Vulcan Energy liefert neue Messdaten, die den Entwicklungsplan für das Lionheart-Projekt in Deutschland stützen. Konkret geht es um die erste neu gebohrte Quelle für Phase One – und um die Frage, ob die ambitionierte Planung auch technisch trägt. Die jüngsten Testergebnisse sprechen dafür.

Wichtige Punkte auf einen Blick:
– Neues Bohrloch LSC-1b erreicht 105 bis 125 Liter pro Sekunde (bei 50 Bar Absenkung)
– Planannahme für Phase One lag im Schnitt bei 84 bis 94 Litern pro Sekunde
– Für das Projekt steht ein Finanzierungspaket über 2,2 Mrd. Euro
Produktionsstart von Lithium wird bis 2028 erwartet

Vulcan Energy

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Bohrtest stützt die Planannahmen

Beim Produktionstest des LSC-1b-Sidetracks am Standort Schleidberg nahe Landau meldete das Unternehmen Produktivitätsindex-Werte von 2,1 bis 2,5 Litern pro Sekunde pro Bar. Auf die geplante Betriebsabsenkung von 50 Bar hochgerechnet ergibt das die genannten 105 bis 125 Liter pro Sekunde.

Damit liegen die Werte mindestens auf, teils über den Annahmen des Field Development Plans für Phase One Lionheart, der von durchschnittlich 84 bis 94 Litern pro Sekunde je Bohrung ausgeht. Laut Mitteilung bestätigten zudem Parameter wie Temperatur, Matrix-Permeabilität und Lithiumgehalt die Planwerte oder übertrafen sie.

Zeitplan, Sicherheit – und ein Projekt in der Bauphase

Die Bohrung lieferte Vulcans hundertprozentige Tochter Vercana nach Unternehmensangaben sicher und vor dem Zeitplan ab – ohne Gesundheits-, Sicherheits- oder Umweltvorfälle und ohne „Non-Productive Time“. LSC-1 ist damit das fünfte Bohrloch im Phase-One-Programm; vier Bohrungen sind bereits in Produktion.

Parallel beschreibt Vulcan das vierte Quartal 2025 als besonders einschneidend, vor allem wegen des Finanzierungspakets über 2,2 Mrd. Euro für Bau und Entwicklung von Phase One Lionheart. Hinzu kamen laut Bericht:
– eine positive finale Investitionsentscheidung (FID) durch den Vorstand,
– ein Abnahmevertrag mit Glencore über 36.000 bis 44.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat,
– die Baugenehmigung für die vorgelagerte Lithium-Extraktionsanlage in Landau,
– sowie der Baustart im Dezember 2025 (Grundsteinlegung am G-LEP-Standort).

Verträge, Ausbaupfad und nächste Termine

Für die Umsetzung sicherte sich Vulcan mehrere zentrale Partner: ein Sedgman/HOCHTIEF-Joint-Venture für Engineering, Beschaffung und Baumanagement, JordProxa für Technologie und Ausrüstung zur Lithium-Reinigung sowie ABB als Hauptauftragnehmer für Elektrik.

In der zweiten Jahreshälfte 2026 will Vulcan eine zweite Bohranlage mobilisieren, um die Felderentwicklung zu beschleunigen. Der Entwicklungsplan sieht insgesamt 24 zusätzliche Produktions- und Reinjektionsbohrungen vor.

Konkrete nächste Publikationstermine sind bereits gesetzt: Ende März folgt die Jahresberichts-Suite 2025, Ende April der Quartalsbericht für März, Ende Mai die Hauptversammlung und im September der Halbjahresbericht. Der kommerzielle Lithium-Produktionsstart am Lionheart-Standort bleibt laut Unternehmen für 2028 avisiert.

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