SAP Aktie: Chip-Ausverkauf trifft auch hier?
Der weltweite Ausverkauf belastete SAP; im dritten Quartal wuchs der Cloud-Umsatz um 26 Prozent auf 6,67 Milliarden Euro.

Kurz zusammengefasst
- SAP-Aktie verlor 3,4 Prozent
- Netzwerk verzeichnete über 940 Millionen Transaktionen
- Cloud-Erlöse stiegen um 26 Prozent
- SAP erwartet Effizienzgewinne über zwei Milliarden Euro
SAP hat am Freitag im Umfeld eines weltweiten Ausverkaufs bei KI- und Halbleiteraktien an Wert verloren. Die Aktie sank um 3,4%. Medienberichten zufolge setzte die Verkaufswelle auch den deutschen Aktienmarkt unter Druck; ein eigenständiger SAP-Auslöser wurde dabei nicht genannt.
SAP stellt KI-Zusammenarbeit im Netzwerk heraus
Auf Unternehmensseite stand am Dienstag die KI-gestützte Zusammenarbeit im SAP Business Network im Mittelpunkt eines veröffentlichten Beitrags. SAP bezifferte die Zahl der Transaktionen in den zwölf Monaten bis zum Ende des dritten Quartals 2026 auf mehr als 940 Millionen. Das jährliche Handelsvolumen des Netzwerks lag nach Unternehmensangaben bei über 8 Billionen US-Dollar.
Eine konkrete Erweiterung meldete Descartes am 2. November: Das Unternehmen integrierte MacroPoint Advanced Ocean Visibility in SAP Business Network Freight Collaboration und SAP Business Network Global Track and Trace.
Bereits am 28. Oktober hatten SAP und NTT eine Zusammenarbeit zu SAP Sovereign Cloud und SAP Business AI angekündigt. Damit betreffen die jüngsten Unternehmensmeldungen sowohl das Geschäftsnetzwerk als auch das Cloud- und KI-Angebot.
Kostensenkungen und Cloud-Wachstum als Hintergrund
Vor rund zwei Wochen erläuterte Finanzvorstand Dominik Asam gegenüber Reuters, dass SAP teure KI-Modelle in Produkten teilweise durch kostengünstigere Alternativen ersetze. SAP erwarte dadurch in den nächsten zwei Jahren Effizienzgewinne von mehr als 2 Mrd. €.
Vor gut drei Wochen hatte SAP für das dritte Quartal 2026 einen Cloud-Umsatz von 6,67 Mrd. € gemeldet. Das entsprach einem Wachstum von 26 %.
Der Gesamtumsatz stieg um 13 %. Zugleich hob SAP den Ausblick für Cloud- sowie Cloud- und Softwareerlöse 2026 an: Beide Kennzahlen erwartete das Unternehmen jeweils am oberen Ende der Prognosespanne.
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