SanDisk: 42-Milliarden-Verträge bis 2031
Sandisk sichert sich langfristige Lieferverträge über 42 Milliarden Dollar und treibt mit KI-Speicher die Aktienrally an.

Kurz zusammengefasst
- Fünfjährige Lieferverträge über 42 Milliarden Dollar
- Entwicklung von High-Bandwidth Flash für KI
- Analysten heben Kursziele deutlich an
- Aktie mit über 500 Prozent Jahresplus
Sandisk bleibt für Anleger ein heißes Thema. Der Treiber ist klar: neue Großaufträge, ein aggressiver Ausbau im Umfeld von KI-Infrastruktur und ein Markt, der High-Performance-Speicher plötzlich wieder höher bewertet.
Besonders ins Auge fallen fünfjährige Lieferverträge über 42 Milliarden US-Dollar. Dazu kommen Garantien von mehr als 11 Milliarden US-Dollar. Die Vereinbarungen reichen bis 2031 und geben dem Umsatz deutlich mehr Planbarkeit. Genau das stützt derzeit die Fantasie rund um den Titel.
HBF als nächste Karte
Operativ arbeitet das Unternehmen schon am nächsten Produktzyklus. CTO Alper Ilkbahar bestätigte die Entwicklung von High-Bandwidth Flash für KI-Inferenz-Anwendungen. Erste Muster sollen Ende 2025 bereitstehen, der Marktstart ist für 2026 vorgesehen.
Das ist kein Nebenschauplatz. Sandisk positioniert sich damit in einem Markt, in dem Speicher für KI-Rechenzentren zunehmend knapp und damit wertvoller wird. Hinzu kommt die Erwartung, dass NAND-Preise bis zum Ende des kommenden Jahres spürbar anziehen könnten.
Analysten ziehen mit
Die jüngsten Zahlen und die Vertragsdynamik haben auch die Analysten auf den Plan gerufen. Barclays stufte die Aktie auf „Overweight“ hoch und hob das Kursziel auf 2.300 US-Dollar an. Mizuho erhöhte das Kursziel auf 1.825 US-Dollar und blieb bei „Outperform“.
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Auch die Quartalszahlen liefern Rückenwind. Der Umsatz kletterte auf 5,95 Milliarden US-Dollar, das Datacenter-Geschäft legte im dreistelligen Prozentbereich zu. Sandisk steht zudem schuldenfrei da, hält rund 3,7 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln und verfügt über ein vom Vorstand genehmigtes Rückkaufprogramm über 6 Milliarden US-Dollar.
Aktie läuft heiß
An der Börse ist die Bewegung längst extrem. Die Aktie notiert bei 1.664,00 US-Dollar und hat seit gestern 4,66 Prozent zugelegt. Auf Sicht von 30 Tagen liegt das Plus bei 66,01 Prozent, seit Jahresbeginn sogar bei 504,56 Prozent.
Technisch ist der Titel weit überhitzt. Der Kurs liegt fast 57 Prozent über der 50-Tage-Linie, der RSI steht bei 79,5. Das spricht für starke Nachfrage, aber auch für ein sehr nervöses Papier mit hoher Schwankungsbreite.
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