Diginex Aktie: Anwaltskanzleien prüfen Resulticks-Deal
Diginex übernimmt Resulticks für 1,5 Mrd. Dollar in Aktien, doch der Kurssturz ruft US-Anwaltskanzleien auf den Plan, die mögliche Verstöße prüfen.

Kurz zusammengefasst
- Übernahme von Resulticks für 1,5 Milliarden Dollar
- Aktienkurs weit unter Referenzpreis
- US-Kanzleien leiten Untersuchungen ein
- Nasdaq droht mit Delisting
Diginex plant den großen Wurf. Das Unternehmen will den Softwarespezialisten Resulticks für 1,5 Milliarden US-Dollar schlucken. Parallel dazu formieren sich US-Anwaltskanzleien. Sie prüfen mögliche Verstöße gegen Wertpapiergesetze.
Riesige Lücke bei der Bewertung
Der Kern des Konflikts liegt im Preis. Diginex will den Zukauf komplett in eigenen Aktien bezahlen. Dabei legte das Management einen Referenzpreis von 10,56 US-Dollar je Anteilsschein fest. Am vergangenen Donnerstag schloss das Papier allerdings bei lediglich 1,45 US-Dollar.
Die Diskrepanz ruft Anlegerschützer auf den Plan. Die Kanzleien Rosen Law Firm und Schall Law Firm haben Untersuchungen eingeleitet. Sie vermuten irreführende Informationen rund um die geplante Übernahme. Rosen bereitet bereits eine Sammelklage vor. Das Ziel: mögliche Verluste von Aktionären einklagen.
Zwerg kauft Riesen
Ein Blick auf die Bilanzen zeigt die Dimension des Deals. Diginex verbuchte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von gut zwei Millionen US-Dollar. Unter dem Strich stand ein Millionenverlust. Resulticks soll hingegen künftig rund 150 Millionen US-Dollar Jahresumsatz beisteuern.
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Um diese Lücke zu schließen, ordnet das Management die eigene Struktur neu. Vier bisher getrennte Einheiten verschmelzen. Die Folge: eine einzige Technologieplattform für CO2-Bilanzierung und Lieferkettentransparenz. Vize-Chef Lorenzo Romano präsentierte diese Strategie jüngst in einem Investoren-Interview.
Die Uhr tickt
Neben dem Umbau kämpft Diginex an einer weiteren Front. Die US-Börse Nasdaq droht mit dem Rauswurf. Der Aktienkurs notierte zuvor 30 Handelstage am Stück unter der Marke von einem US-Dollar. Ein Aktiensplit wurde bereits umgesetzt. Damit hob das Unternehmen den Kurs künstlich an.
Bis zum 21. September 2026 muss Diginex die regulatorischen Auflagen der Börse erfüllen. Gelingt das nicht, droht der Abschied vom Nasdaq Capital Market. Das Management hat für das zweite Quartal weitere Details zur Strategie angekündigt. Bis dahin muss Romano beweisen, dass die Vision einer integrierten Plattform tragfähig ist.
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