Nvidia: 9th Circuit entscheidet über Krypto-Klage
Eine Sammelklage zu verschwiegenen Krypto-Erlösen aus 2017/2018 könnte Nvidia teuer zu stehen kommen. Parallel wächst die Konkurrenz durch Cloud-Anbieter.

Kurz zusammengefasst
- Sammelklage wegen Krypto-Umsätzen
- Nvidia wehrt sich vor Gericht
- Cloud-Riesen entwickeln eigene Chips
- Quartalszahlen am 20. Mai erwartet
Auf dem Parkett feiert Nvidia neue Rekorde. Hinter den Kulissen braut sich ein juristisches Risiko zusammen. Eine acht Jahre alte Sammelklage nähert sich einer kritischen Entscheidung. Das könnte für den Chip-Giganten teuer werden.
Im Zentrum steht der Krypto-Boom der Jahre 2017 und 2018. Kläger werfen Nvidia vor, die Abhängigkeit von schwankenden Mining-Erlösen verschleiert zu haben. Ein kalifornischer Bundesrichter hat die Anleger kürzlich als Sammelkläger zugelassen. Nvidia wehrt sich nun vor dem Berufungsgericht. Der Konzern will diese Zertifizierung kippen.
Die US-Börsenaufsicht SEC hatte den Fall bereits im Jahr 2022 untersucht. Damals zahlte Nvidia eine Strafe von 5,5 Millionen US-Dollar. Ein Schuldeingeständnis gab es nicht. Die Folge: Die aktuelle Zivilklage birgt ein weitaus größeres finanzielles Risiko. Namhafte Wirtschaftsverbände unterstützen Nvidias Berufung.
Wachsende Konkurrenz durch Cloud-Giganten
Neben der Justiz fordert der Markt Nvidias Dominanz heraus. Große Cloud-Anbieter entwickeln zunehmend eigene Chips. Diese Kunden machen rund die Hälfte der Rechenzentrumsumsätze von Nvidia aus. Amazon beziffert den Jahresumsatz seiner hauseigenen Prozessoren bereits auf über 20 Milliarden US-Dollar. Die Wachstumsraten liegen im dreistelligen Bereich.
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Operativ läuft das Geschäft auf Hochtouren. Im abgelaufenen Quartal kletterte der Umsatz auf 68,1 Milliarden US-Dollar. Das Rechenzentrumsgeschäft steuerte den Löwenanteil bei. Für das laufende Quartal peilt das Management rund 78 Milliarden US-Dollar an. Am 20. Mai legt Nvidia die nächsten Quartalszahlen vor.
Die Börse blendet die juristischen Risiken derzeit aus. Am Freitag schloss die Nvidia-Aktie bei 177,66 Euro. Das entspricht einem Tagesplus von fast fünf Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Zuwachs von gut zehn Prozent auf der Kurstafel. Damit notiert das Papier nur hauchdünn unter seinem 52-Wochen-Hoch.
Die kommenden Wochen bringen zwei klare Impulse. Das Berufungsgericht muss zeitnah entscheiden, ob es Nvidias Einspruch gegen die Sammelklage annimmt. Fällt das Urteil zugunsten der Kläger aus, droht ein langwieriger Prozess. Operative Klarheit liefert der Konzern am 20. Mai mit dem nächsten Finanzbericht.
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