Scottish Mortgage: Nasdaq-Crash reißt Trust 3,88% runter
Starke US-Jobdaten belasten Tech-Werte und Scottish Mortgage. Der Trust verzeichnet Kursverluste, baut aber SpaceX-Anteil aus.

Kurz zusammengefasst
- Nasdaq-Einbruch belastet Tech-Trust
- SpaceX-Anteil auf 21 Prozent erhöht
- Dividende zum 43. Mal gesteigert
- Mittelfristiger Aufwärtstrend bleibt intakt
Ein starker US-Arbeitsmarktbericht hat am Freitag die globalen Technologiemärkte erschüttert. Scottish Mortgage Investment Trust blieb davon nicht verschont.
Warum der Kurs einbrach
Der Auslöser war eindeutig: Im Mai entstanden in den USA 172.000 neue Stellen — deutlich mehr als erwartet. Die Folge: Zinssenkungshoffnungen schwanden, Zinserhöhungsängste kehrten zurück. Der Nasdaq Composite fiel daraufhin um 4,16 Prozent — der stärkste Tagesverlust seit über einem Jahr.
Scottish Mortgage spürte das unmittelbar. Der Trust hält konzentrierte Positionen in wachstumsstarken Tech-Werten wie Nvidia, Meta und Shopify. Steigen die Zinsen, sinken die Bewertungen solcher Unternehmen besonders stark. Kein Wunder, dass der Kurs am Freitag um 3,88 Prozent auf 17,10 Euro fiel — der Wochenverlust summiert sich auf 5,39 Prozent.
SpaceX-Beteiligung als Gegengewicht
Abseits des Marktlärms baut Scottish Mortgage seine Position im Privatmarkt aus. Der Trust hat seinen Anteil an SpaceX auf 21,0 Prozent erhöht. Das ist bemerkenswert: SpaceX wird derzeit mit rund 1,765 Billionen US-Dollar bewertet, ein möglicher Börsengang steht im Raum.
Die Strategie des Trusts zielt auf Unternehmen mit generationenlangem Wachstumspotenzial. Amazon gehört seit 2004 dazu, Cloudflare ist ein neuerer Baustein. Über zehn Jahre erzielte der Trust damit ein durchschnittliches jährliches Kurswachstum von 19,6 Prozent — verbunden mit der Kehrseite: hohe Sensitivität gegenüber Zinserwartungen.
Dividende und technisches Bild
Die Ausschüttungspolitik bleibt stabil. Scottish Mortgage erhöhte die Dividende zum 43. Mal in Folge — auf 4,57 Pence je Aktie für das Geschäftsjahr 2026, nach 4,38 Pence im Vorjahr. Die Ausschüttungsquote liegt bei 1,44 Prozent, was dem Trust erlaubt, den Großteil des Kapitals im Portfolio zu halten.
Technisch hat der Trust trotz des Rücksetzers noch Spielraum. Der Kurs liegt 3,19 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 16,57 Euro — der mittelfristige Aufwärtstrend ist intakt. Der RSI steht bei 47,4 und signalisiert weder Überkauft- noch Überverkauft-Territorium. Seit Jahresbeginn liegt der Trust mit 23,11 Prozent im Plus.
Entscheidend wird sein, wie sich die Zinsdebatte in den USA weiterentwickelt. Die nächste Fed-Sitzung im Dezember rückt ins Blickfeld — und mit ihr die Frage, ob das Arbeitsmarktumfeld tatsächlich eine weitere Straffung erzwingt.
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