Die Rettung des angeschlagenen Agrar-Konzerns gerät erneut ins Stocken. Eigentlich bildet der geplante Verkauf der Energie-Tochter BayWa r.e. das Herzstück des Sanierungskonzepts, doch Marktturbulenzen in den USA und Europa machen diesen Kalkulationen nun einen Strich durch die Rechnung. Muss der gesamte Fahrplan bis 2028 neu verhandelt werden?
Kernstück der Rettung in Gefahr
Die jüngste Ad-hoc-Meldung aus der Münchner Zentrale wiegt schwer: Der Vorstand rechnet mit wesentlichen Abweichungen bei der Geschäftsplanung der Tochtergesellschaft BayWa r.e. AG. Da das gesamte Sanierungskonzept der BayWa AG auf den Erlösen aus dem Verkauf dieser Beteiligung bis Ende 2028 fußt, hat diese Entwicklung strategische Sprengkraft.
Verantwortlich für die trüben Aussichten sind negative Marktentwicklungen im Bereich der erneuerbaren Energien, speziell in den USA und Europa. Konkrete Zahlen nannte das Management noch nicht, doch die Logik ist unbestechlich: Sinken die Ertragserwartungen der Tochter, sinkt der potenzielle Verkaufspreis – und damit fehlt am Ende des Sanierungszeitraums womöglich das Geld zur Tilgung der Schulden.
Gespräche mit Banken wieder aufgenommen
Um die Refinanzierung langfristig zu sichern, hat der Vorstand reagiert und vorsorglich Gespräche mit den wichtigsten Finanzierungspartnern und Hauptaktionären aufgenommen. Ziel ist es, Anpassungen am bestehenden Sanierungskonzept zu prüfen.
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Für Anleger gibt es zumindest eine kurzfristige Entwarnung: Die operative Liquidität der BayWa AG ist laut Unternehmensangaben momentan nicht gefährdet. Da bis zum geplanten Verkauf der Anteile im Jahr 2028 keine Geldflüsse zwischen Mutterkonzern und der betroffenen Tochter vorgesehen sind, schlägt das Problem nicht sofort auf die Kasse durch.
Zeitplan unter Druck
Die operativen Probleme ziehen administrative Folgen nach sich. Sollten sich die negativen Prognosen bestätigen, wackelt der Zeitplan für den Jahresabschluss 2025. Die ursprünglich bis spätestens 30. April 2026 geplante Veröffentlichung könnte sich verzögern.
Dies erhöht den Druck auf das Management und den sich gerade im Umbau befindlichen Aufsichtsrat massiv. Ob die Zuversicht des Vorstands, die Sanierung dennoch erfolgreich abzuschließen, gerechtfertigt ist, hängt nun maßgeblich von der Bereitschaft der Gläubiger ab, den Pfad der Restrukturierung an die neuen Realitäten anzupassen.
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