Uranium Energy Aktie: 1,5 Millionen Pfund strategische Reserve
Uranium Energy verzichtet bewusst auf Verkäufe, um auf steigende Uranpreise zu spekulieren. Die Aktie fällt dennoch stark.

Kurz zusammengefasst
- Keine Umsätze im Quartal
- Strategische Reserve aufgebaut
- Produktion läuft auf Hochtouren
- Aktie verliert deutlich an Wert
Uranium Energy meldet null Umsatz und einen Verlust von elf US-Cent je Aktie. Die jüngsten Quartalszahlen lesen sich auf den ersten Blick wie ein Desaster. Anleger reagierten prompt und schickten die Papiere auf Talfahrt. Allein auf Wochensicht brach der Kurs um über 13 Prozent ein. Dabei steckt ein bewusster Schritt des Managements dahinter.
Der texanische Uranförderer hat sich gezielt gegen Verkäufe entschieden. Das Management hält rund 1,5 Millionen Pfund Uran als strategische Reserve zurück. Der Grund ist simpel: Der Spotmarkt schwächelt aktuell. UEC spekuliert schlicht auf wieder steigende Preise. Bis dahin lagert das Material im Wert von gut 127 Millionen US-Dollar sicher im Bestand.
Produktion läuft auf Hochtouren
Während der Verkauf ruht, fährt UEC die Förderung massiv hoch. Das Burke-Hollow-Projekt in Südtexas liefert nun erstes Uran. Es ist das größte neue US-Förderprojekt dieser Art seit über zehn Jahren. Parallel dazu erweiterte der Konzern die Kapazitäten auf der Christensen Ranch in Wyoming. Dort gingen drei neue Förderanlagen ans Netz. Im abgelaufenen Quartal produzierte UEC so knapp 32.200 Pfund Urankonzentrat.
Die reinen Produktionskosten liegen bei knapp 47 US-Dollar pro Pfund. Das Unternehmen kann sich diese Wartezeit auf höhere Preise problemlos leisten. Die Bilanz ist makellos. UEC sitzt auf liquiden Mitteln von 794 Millionen US-Dollar. Davon sind fast 500 Millionen reine Barreserven. Schulden hat der Konzern keine.
Harte Korrektur an der Börse
An der Börse überwiegt dennoch die kurzfristige Enttäuschung. Die Aktie rutschte in den vergangenen 30 Tagen um 27 Prozent ab. Am Freitag schloss das Papier bei 9,54 Euro.
Damit notiert der Wert deutlich unter der wichtigen 200-Tage-Linie. Auf Jahressicht steht allerdings immer noch ein sattes Plus von fast 78 Prozent auf der Anzeigetafel.
Das Management blickt derweil weiter nach vorn. Eine Tochtergesellschaft sicherte sich kürzlich eine wichtige Lizenz für eine geplante Uran-Konversionsanlage. UEC positioniert sich damit direkt für staatliche Förderprogramme zum Aufbau einer heimischen Lieferkette. Gelingt der Sprung zum integrierten US-Brennstofflieferanten, rückt die aktuelle Nullrunde schnell in den Hintergrund.
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