VanEck Global Mining: 4,18-Prozent-Sturz, Gold unter 4.000 Dollar
Bergbaukonzerne verlieren 228 Milliarden Dollar an Börsenwert. Goldpreis unter 4000 Dollar belastet den VanEck Mining ETF schwer.

Kurz zusammengefasst
- 228 Milliarden Dollar Marktwert verloren
- Goldpreis fällt unter 4000 Dollar
- VanEck ETF verliert fast 25 Prozent
- Produktionszahlen entscheiden über Erholung
Der Bergbausektor erlebt ein historisches Beben. Innerhalb eines einzigen Quartals haben die 50 weltweit größten Minenkonzerne rund 228 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung verloren. Besonders der Goldsektor zieht die Bilanzen in den Abgrund.
Der VanEck Global Mining UCITS ETF spürt diesen Gegenwind deutlich. Mit einem Wochenminus von 4,18 Prozent schloss der Fonds am Freitag bei 50,21 Euro. Seit dem Rekordhoch im März hat das Papier damit fast ein Viertel an Wert eingebüßt.
Auslöser ist der Kurssturz beim Gold. Die Feinunze rutschte Ende Juni unter die psychologische Marke von 4.000 US-Dollar. Für reine Goldminen-Betreiber wie Agnico Eagle war dies verheerend: Das Unternehmen verlor im zweiten Quartal 26 Prozent seines Marktwerts. Andere Produzenten wie Kinross oder Gold Fields verbuchten sogar Einbußen von bis zu 40 Prozent.
Reicht die Diversifikation in Industriemetalle wie Kupfer aus, um die massiven Verluste im Edelmetall-Segment bei Schwergewichten wie Rio Tinto abzufedern?
Parallel dazu kämpfen die Branchenriesen mit operativen Hürden. BHP droht am 16. Juli ein Streik am Exportterminal Port Hedland. In der Demokratischen Republik Kongo versiegelten Behörden derweil Büros von Glencore. Grund dafür ist ein Streit um angebliche Steuerschulden des Kamoto-Kupferprojekts.
Die kommenden Tage bringen Klarheit über die tatsächliche Förderleistung der Branche:
- 14. Juli: Rio Tinto und Atalaya Mining präsentieren neue Produktionsdaten für Kupfer und Eisenerz.
- 15. Juli: BHP liefert Zahlen für das vierte Quartal und Details zum Streik-Risiko.
- 15. Juli: Antofagasta veröffentlicht den Bericht für das zweite Quartal.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) des VanEck-ETFs nähert sich mit 41,9 Punkten der überverkauften Zone. Ob eine Bodenbildung gelingt, hängt nun von den Produktionszahlen und den Energiekosten ab. Erneute Preissprünge im Energiesektor belasten die ohnehin unter Druck stehenden Margen der Konzerne.
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