Adidas Aktie: Verkaufen-Votum der UBS!

UBS senkt Kursziel und Prognosen für 2026 bis 2028; Sorgen gelten dem Schuhgeschäft und den Margen.

Felix Baarz ·
Abstraktes, atmosphärisches Bild eines modernen Designstudios für Sportbekleidung mit professioneller Beleuchtung. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • UBS stuft Adidas auf Verkaufen herab
  • Kursziel sinkt auf 156 Euro
  • Schätzungen um bis zu sieben Prozent gekürzt
  • Adidas meldete zuvor Rekordergebnisse

Adidas hat gestern nach einer Herabstufung durch UBS mit einer Tagesveränderung von -2,2% geschlossen. Die Bank nahm ihre Empfehlung von „Neutral“ auf „Verkaufen“ zurück. Ausschlaggebend waren Sorgen über ein nachlassendes Wachstum im Schuhgeschäft und Druck auf die Margen. Für 2027 erwartet UBS ein schwierigeres Wachstumsumfeld.

Damit richtet sich der Blick weniger auf die bereits gemeldeten Rekordergebnisse als auf deren Fortsetzung. Die Herabstufung stellt vor allem die Frage, wie viel Wachstum und Ertragskraft Adidas in einem anspruchsvolleren Umfeld erreichen kann. Gute zurückliegende Ergebnisse und vorsichtigere Zukunftserwartungen schließen sich dabei nicht aus.

UBS senkt auch die Ergebnisschätzungen

Im Zuge der gestrigen Herabstufung senkte UBS das Kursziel von 160 auf 156 Euro. Die skeptischere Empfehlung geht damit nicht nur auf eine veränderte Bewertung zurück. Auch die Erwartungen an die Geschäftsentwicklung fallen niedriger aus.

UBS-Analyst Robert Krankowski reduzierte seine Schätzungen für die Geschäftsjahre 2026 bis 2028 um bis zu 7 Prozent. Die Formulierung „bis zu“ bezeichnet dabei die maximale Kürzung. Sie bedeutet nicht, dass sämtliche Schätzungen im gleichen Umfang zurückgenommen wurden.

Für Anleger ist diese Unterscheidung wichtig: Ein niedrigeres Kursziel beschreibt die veränderte Bewertung der Aktie. Gekürzte Geschäftsschätzungen betreffen dagegen die Annahmen, auf denen diese Bewertung beruht. UBS hat gestern an beiden Stellen angesetzt.

Schuhgeschäft und Margen im Mittelpunkt

Die Begründung der Bank verbindet Wachstums- und Ertragsrisiken. Das nachlassende Momentum im Schuhgeschäft betrifft die Dynamik des Geschäfts. Der zugleich genannte Margendruck richtet den Blick darauf, wie profitabel Adidas dieses Geschäft betreiben kann.

Aus Anlegersicht reicht es deshalb nicht, allein auf weitere Zuwächse zu schauen. Entscheidend ist ebenso, ob sich diese in entsprechende Erträge übersetzen. Genau hier liegt der Vorbehalt der UBS-Einschätzung.

Rekordergebnisse entkräften die Vorbehalte nicht automatisch

Adidas hatte vor rund zwei Wochen Rekordergebnisse gemeldet und den Ausblick für den Jahresgewinn angehoben. Das bildet den positiven Gegenpol zur skeptischeren Analysteneinschätzung.

Die gestrige Herabstufung widerruft diese Unternehmensmeldung nicht. Sie setzt einen anderen Schwerpunkt: Für die Bewertung zählt aus Sicht von UBS stärker, wie belastbar Wachstum und Margen künftig sind. Der Kursrückgang begleitet damit eine vorsichtigere Einschätzung der weiteren Entwicklung – nicht die Meldung eines bereits eingetretenen Ergebniseinbruchs.

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Adidas Aktie

167,10 EUR

– 4,65 EUR -2,71 %
KGV 18,53
KUV 0,98
Sektor Zyklischer Konsum
Div.-Rendite —
Marktkapitalisierung 29,55 Mrd. EUR
Ø Kursziel 198,17 EUR
ISIN: DE000A1EWWW0 WKN: A1EWWW

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