Branicks Group Aktie: Gläubiger-Votum!
99 Prozent der abgegebenen Stimmen befürworteten die Neuordnung; technische Voraussetzungen für die Umsetzung stehen noch aus.

Kurz zusammengefasst
- Gläubiger billigen Neuordnung mit 99 Prozent
- 375 Millionen Euro bis 2030 fällig
- Weitere 220 Millionen Euro bis 2038
- Beraterverträge mit zwei Firmen beendet
Die Gläubiger der ursprünglich 2026 fälligen Unternehmensanleihe von Branicks Group über 400 Millionen Euro haben einer Restrukturierung zugestimmt. Nach Angaben des Unternehmens vom 20. Oktober entfielen 99 % der abgegebenen Stimmen auf die Zustimmung zur Neustrukturierung.
Neue Fälligkeiten für verschiedene Verbindlichkeiten
Die Neuordnung beschränkt sich nach Unternehmensangaben nicht auf Verbindlichkeiten aus Anleihen. Sie umfasst auch Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen. Damit betrifft die vereinbarte Struktur mehrere Arten der Finanzierung, die Branicks in seiner Mitteilung ausdrücklich nennt.
Für Verbindlichkeiten über 375 Millionen Euro ist vorgesehen, dass sie am 30. September 2030 fällig werden. Weitere 220 Millionen Euro sollen am 30. September 2038 fällig werden. Diese Beträge und Termine gehören zu der von Branicks mitgeteilten Neustrukturierung.
Die Umsetzung des Sanierungskonzepts war vor gut einer Woche bis Ende 2026 vorgesehen worden, spätestens bis 31. März 2027. Nach Angaben des Unternehmens stehen technische Vollzugsvoraussetzungen noch aus.
Beraterverträge und Aufsichtsrat
Branicks teilte am 20. Oktober außerdem mit, die Beraterverträge mit MDC Matthias Danne Consulting GmbH und BLACKLAKE Management Partners GmbH beendet zu haben. Beide Gesellschaften hätten Dienstleistungsverträge mit einer von den Gläubigern finanzierten Gesellschaft abgeschlossen, erklärte das Unternehmen.
Die Mitteilung unterscheidet damit zwischen den beendeten Beraterverträgen mit Branicks und den Dienstleistungsverträgen mit der gläubigerfinanzierten Gesellschaft.
Bereits am 15. Oktober hatte Branicks eine Einigung mit wesentlichen Gläubigern über die Umsetzung des Sanierungskonzepts gemeldet. Diese Einigung betraf nach der Unternehmensmitteilung die Umsetzung des Konzepts. Im selben Zusammenhang meldete Branicks, dass Dr. Matthias Danne und Dr. Johannes Conradi ihre Wahl in den Aufsichtsrat angenommen hatten.
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