Antimony Resources Aktie: Ressourcenschätzung am 23. Juli
Trotz fallender Kurse hofft Antimony Resources auf die erste unabhängige Ressourcenschätzung für Bald Hill, die am 23. Juli erwartet wird.

Kurz zusammengefasst
- Ressourcenschätzung für Bald Hill am 23. Juli
- Aktie fällt trotz hohem Antimonpreis
- Analysten sehen Kursziel von 1,85 Euro
- Privatplatzierungsaktien belasten den Kurs
Die Aktie von Antimony Resources fällt und fällt – und trotzdem wettet mindestens ein Analyst weiter auf eine Kursverdopplung. Dieser Widerspruch lässt sich nur mit einem Blick auf den Kalender auflösen: Am 23. Juli 2026 könnte die erste unabhängige Ressourcenschätzung für das Projekt Bald Hill erscheinen. Bis dahin bleibt der Titel ein Nervenspiel zwischen geopolitischer Rohstoffknappheit und technischem Verkaufsdruck.
Am Freitag schloss die Aktie bei 0,37 Euro. Binnen sieben Tagen verlor sie 11,54 Prozent, auf Monatssicht sogar 12,80 Prozent. Der Blick auf zwölf Monate relativiert das: Dort steht ein Plus von 399,32 Prozent – die Aktie hat sich seit ihrem Tief bei 0,07 Euro im Juli 2025 fast verfünffacht.
Chinas Exportkontrollen stützen den Antimonpreis
Der globale Antimonmarkt bleibt eng. China dominiert die Produktion und hält seine strengen Exportkontrollen für militärische und zivile Anwendungen aufrecht. Einige dieser Beschränkungen sollen mindestens bis November 2026 bestehen bleiben. Der Antimonpreis notiert deshalb weiterhin auf hohem Niveau, zuletzt bei rund 51,80 US-Dollar pro Kilogramm.
Für Antimony Resources ist das der zentrale fundamentale Rückenwind. Das Projekt Bald Hill liegt in New Brunswick, einer etablierten Bergbauregion Kanadas. Damit positioniert sich das Unternehmen als mögliche westliche Alternative zur chinesischen Lieferkette – gerade für Industrie und Verteidigungssektor in Nordamerika und Europa.
Bohrergebnisse laufen, Ressourcenschätzung naht
Aktuell werden Laborergebnisse aus der Central Zone bei Actlabs ausgewertet. Sie gehören zu einem umfangreichen Bohrprogramm über 18.000 Meter, das die bekannte Mineralisierung in der Main Zone erweitern und neue Zielgebiete testen soll. Anfang Juli meldete das Unternehmen bereits hochgradige Ergebnisse mit Spitzenwerten von 33,40 Prozent Antimon.
Die eigentliche Bewährungsprobe steht aber noch aus. Analysten von GBC AG hatten zuvor ein mögliches Explorationsziel von bis zu 123.711 Tonnen Antimon bei einem Gehalt von 4,0 Prozent Sb genannt. Die für den 23. Juli erwartete NI-43-101-Schätzung würde diese Zahlen erstmals unabhängig bestätigen oder korrigieren.
Warum der Kurs trotzdem fällt
Positive Bohrergebnisse allein reichen derzeit nicht, um den Kurs zu stabilisieren. Ende Juni lief die Haltefrist für eine Privatplatzierung aus. Dadurch kamen rund 21 Millionen zuvor gesperrte Aktien auf den Markt – ein klassischer technischer Überhang, der auf den Kurs drückt.
Das Ergebnis zeigt sich in den technischen Kennzahlen. Die Aktie notiert 20,10 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 0,46 Euro und liegt 65,08 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 1,05 Euro aus dem März. Der RSI von 41,2 signalisiert neutrales bis leicht überverkauftes Terrain, während die annualisierte 30-Tage-Volatilität von über 100 Prozent auf weiterhin heftige Kursausschläge hindeutet.
GBC AG hält trotz der Schwäche an seinem „Buy“-Rating fest und nennt ein Kursziel von 1,85 Euro. Die Analysten begründen das mit dem Potenzial von Bald Hill, sich als kritischer Baustein der nordamerikanischen Rohstoffversorgung zu etablieren. Ob sich diese Einschätzung bestätigt, dürfte sich mit der Ressourcenschätzung am 23. Juli zeigen – dem nächsten fixen Termin, an dem sich Fundamentaldaten und Kursverlauf wieder annähern könnten.
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