Deutsche Telekom Aktie: T-Mobile US-Zahlen am 23. Juli
Analysten prognostizieren jährlichen Umsatzschub von 288 Mio. Dollar für T-Mobile US. Telekom treibt parallel Aktienrückkauf voran.

Kurz zusammengefasst
- Tarifumstellung bei T-Mobile US
- Jährliches Umsatzplus von 288 Mio. Dollar
- Aktienrückkauf für 36,1 Mio. Euro
- Quartalszahlen am 23. Juli erwartet
Neue Tarife bei T-Mobile US sollen der Deutschen Telekom kräftigen Rückenwind bringen. Analysten von TD Cowen rechnen mit einem jährlichen Umsatzplus von rund 288 Millionen US-Dollar. Am Donnerstag notiert die Aktie bei 26,65 Euro, ein Plus von 0,60 Prozent zum Vortag.
Analysten erwarten deutlichen Umsatzschub bei T-Mobile US
Die Berechnung basiert auf einer Umstellung von rund acht Millionen Bestandskunden auf modernere Tarife. Diese kosten die Nutzer im Schnitt 4 bis 6 US-Dollar mehr pro Monat und Leitung. Trotz dieser Mehrkosten erwarten die Analysten von TD Cowen einen deutlichen Anstieg beim durchschnittlichen Umsatz pro Nutzer, dem sogenannten ARPU.
Diese Kennzahl zählt zu den wichtigsten Werttreibern für die Telekom-Aktie. T-Mobile US steuert den Großteil des operativen Konzernergebnisses bei. Steigt der ARPU spürbar, dürfte sich das direkt in den Konzernzahlen niederschlagen.
Aktienrückkauf läuft parallel weiter
Während sich die Wachstumsstory in den USA entwickelt, treibt das Management in Bonn ein zweites Thema voran: den Rückkauf eigener Aktien. In der Handelswoche vom 6. bis 10. Juli hat die Telekom insgesamt 2.321.535 eigene Aktien über Xetra zurückgekauft. Die Durchschnittskurse lagen zwischen 25,16 und 26,04 Euro, der Konzern setzte dafür rund 36,1 Millionen Euro ein.
Das Programm ist Teil einer größeren Kapitalstrategie für 2026. Bis zu 2 Milliarden Euro will die Telekom in diesem Jahr für Rückkäufe aufwenden, um den Gewinn je Aktie zu stärken.
Blick auf den Kurs und den 23. Juli
Der aktuelle Kurs liegt noch 22,42 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 34,35 Euro aus dem Februar. Seit dem Jahrestief bei 23,54 Euro Ende Juni hat sich die Aktie aber um über 13 Prozent erholt. Auf Wochensicht steht ein Plus von 5,38 Prozent zu Buche, auf Monatssicht bleibt dagegen ein Minus von 3,37 Prozent.
Der RSI von 52,5 signalisiert einen neutralen Bereich. Das lässt nach der Erholung vom Junitief Raum für weitere Bewegungen in beide Richtungen. JPMorgan bekräftigte zuletzt seine „Overweight“-Einstufung und verwies auf eine Bewertungslücke, die sich nach den Kursrückgängen der vergangenen Monate aufgetan habe.
Am 23. Juli legt T-Mobile US seine Zahlen zum zweiten Quartal vor. Für Investoren ist das der erste harte Test, ob die neuen Tarife wie erhofft wirken. Bestätigt sich der von TD Cowen berechnete Umsatzeffekt, dürfte das die Debatte um die Aktie neu beleben.
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