Super Micro Computer: Q4-Guidance 11 bis 12,5 Milliarden

Super Micro übertrifft Gewinnerwartungen, verfehlt jedoch Umsatzprognosen. Der Ausblick auf das vierte Quartal liegt über dem Analystenkonsens.

Dieter Jaworski ·
Super Micro Computer Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Aktie springt um knapp 16 Prozent
  • Gewinn je Aktie übertrifft Prognosen
  • Bruttomarge erholt sich deutlich
  • Ausblick für Q4 übertrifft Erwartungen

Ein Kurssprung von knapp 16 Prozent an einem einzigen Tag— das ist keine Routine. Super Micro Computer hat am Mittwoch vorbörslich mit Quartalszahlen überrascht, die trotz gemischter Signale genug Optimismus freisetzten, um die Aktie auf 32,27 USD zu treiben.

Margen erholen sich, Umsatz verfehlt Erwartungen

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres, das am 31. März 2026 endete, erzielte Super Micro einen Umsatz von 10,24 Milliarden USD— ein Plus von 123 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Allerdings blieb dieser Wert unter den Markterwartungen. Was Anleger dennoch aufhorchen ließ: Der bereinigte Gewinn je Aktie von 0,84 USD übertraf die Analystenprognosen.

Entscheidender war die Margenentwicklung. Die Non-GAAP-Bruttomarge kletterte auf 10,1 Prozent— nach nur 6,4 Prozent im Vorquartal. CEO Charles Liang führte das auf einen optimierten Produktmix zurück. Die sogenannten Data Center Building Block Solutions machten dabei über 80 Prozent des Quartalsumsatzes aus.

Ausblick übertrifft Konsens

Für das laufende vierte Quartal erwartet das Management einen Umsatz zwischen 11 und 12,5 Milliarden USD— der obere Rand liegt deutlich über dem Analystenkonsens von rund 11 Milliarden USD. Für das Gesamtjahr 2026 peilt Super Micro zwischen 38,9 und 40,4 Milliarden USD an. Die monatliche Produktionskapazität liegt laut Unternehmen inzwischen bei über 6.000 Racks— ein Zeichen für die anhaltend starke Nachfrage nach KI-optimierten Servern.

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Parallel dazu gab Super Micro eine Absichtserklärung mit NANO Nuclear Energy bekannt. Die geplante Zusammenarbeit soll Mikroreaktor-Technologie in die Server-Infrastruktur integrieren und so den wachsenden Energiebedarf von Rechenzentren adressieren. Verbindlich ist diese Vereinbarung noch nicht.

Governance bleibt ein Schatten

Auf dem Earnings Call räumte Liang offen ein, dass das Unternehmen im Fokus behördlicher Ermittlungen steht— betonte jedoch, Super Micro sei kein Ziel des laufenden Justizministerium-Verfahrens. Im Mittelpunkt stehen Vorwürfe illegaler Serverexporte durch frühere Mitarbeiter, darunter Mitgründer Wally Liaw. Liang versicherte, kein aktuelles Teammitglied sei in die mutmaßlichen Vorgänge verwickelt.

Mehrere Analysehäuser haben ihre Kursziele nach dem Bericht angepasst, ohne dabei eine klare Richtung vorzugeben— die Governance-Risiken bleiben ein Gegengewicht zur operativen Dynamik. Gemessen am 52-Wochen-Hoch von 60,71 USD notiert die Aktie trotz des heutigen Sprungs noch fast 47 Prozent tiefer. Das zeigt, wie viel Vertrauen das Unternehmen in den vergangenen Monaten verloren hat— und wie viel es noch zurückgewinnen muss.

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