Meta Aktie: Jefferies traut sich 875
Metas KI-App Muse treibt die Aktie um 11,43 Prozent nach oben, während Jefferies das Kursziel auf 875 US-Dollar anhebt.

Kurz zusammengefasst
- Meta-Aktie steigt um 11,43 Prozent
- Muse führt US-Downloadcharts an
- Jefferies erhöht Ziel auf 875 Dollar
- WhatsApp soll stärker vernetzt werden
Ein KI-Assistent lässt eine der größten Tech-Aktien der Welt zweistellig springen. Meta stieg am Montag um 11,43 Prozent auf 741,25 US-Dollar – der höchste Tagesgewinn seit April 2025. Auslöser ist ausgerechnet keine Werbezahlen-Story, sondern eine App: Muse.
Der neue KI-Agent kletterte innerhalb weniger Tage an die Spitze der kostenlosen Downloads im US-App-Store und setzte damit eine Kettenreaktion in Gang, die weit über Meta hinausreichte. Halbleiterwerte wie AMD und Marvell zogen im Sog der Rally kräftig an, der Nasdaq schloss auf Rekordhoch. Im September summiert sich das Meta-Plus inzwischen auf 29,5 Prozent – der beste Monatsverlauf seit mehr als 13 Jahren.
Jefferies sieht „Killer-App“-Potenzial
Analyst Brent Thill von Jefferies reagierte prompt und hob sein Kursziel von 710 auf 875 US-Dollar an, die Einstufung bleibt „Buy“. In seinem Kommentar attestiert er Muse „alle Anzeichen einer Killer-App“ – mit einer Verbraucher-Akzeptanz, die selbst Anthropics Claude oder Googles Gemini übertreffe. Entscheidend für Thill sind dabei weniger die Downloadzahlen als die daraus erwarteten Monetarisierungschancen, die er als „enorm“ einstuft.
Der nachbörsliche Handel zeigte sich nach dem fulminanten Kurssprung zunächst uneinheitlich: Während die Aktie vorbörslich zeitweise noch auf 744,96 Dollar zulegte, gab sie in einer anderen Handelsphase leicht auf rund 740 Dollar nach. Ein Randrauschen nach einer solchen Bewegung ist wenig überraschend – die eigentliche Botschaft bleibt der fundamentale Umbruch in der Wahrnehmung von Metas KI-Strategie.
Abseits der Muse-Euphorie treibt Meta parallel eine engere Verzahnung seiner Plattformen voran: Whatsapp soll künftig enger mit Instagram und Facebook verknüpft werden, etwa beim plattformübergreifenden Teilen von Story-Inhalten. Ein Nebenschauplatz an diesem Tag, der aber zeigt, dass der Konzern sein Ökosystem auch operativ weiter verdichtet.
Die Rally macht deutlich, wie sensibel der Markt derzeit auf handfeste Anwendungsbeispiele für generative KI reagiert. Muse liefert genau das – einen Massenmarkt-Beweis, den viele KI-Wetten bislang schuldig geblieben sind. Ob sich die Downloadzahlen in den kommenden Quartalen tatsächlich in Werbeerlösen niederschlagen, dürfte sich frühestens in den nächsten Geschäftszahlen zeigen.
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