Nestlé Aktie: Boykott-Streit vor Gericht?
Nestlé unterstützte die Abweisung einer X-Corp.-Klage und meldete Verkäufe, genehmigte Vorhaben sowie eine unveränderte Wachstumsprognose.

Kurz zusammengefasst
- Nestlé unterstützt Abweisung der X-Klage
- SimplyCook an Jardox verkauft
- Nigeria-Übertragung wartet auf Genehmigungen
- Jahreswachstum von drei bis vier Prozent erwartet
Nestlé hat am Mittwoch vor einem US-Berufungsgericht die Abweisung der Klage von X Corp. wegen eines angeblichen Werbeboykotts unterstützt. Medienberichten zufolge gehörten auch Mars, CVS und weitere Werbekunden zu den Unterstützern der Abweisung.
Verkäufe und geplantes Gemeinschaftsunternehmen
Nestlé UK verkaufte am Dienstag das britische Rezeptboxgeschäft SimplyCook an Jardox. Nach Angaben des Unternehmens wurden die finanziellen Bedingungen der Transaktion nicht genannt.
In Nigeria steht eine geplante Übertragung von Geschäftsbereichen unter Genehmigungsvorbehalt. Der Verwaltungsrat von Nestlé Nigeria beschloss am 28. Oktober, die erforderlichen regulatorischen Genehmigungen und die Zustimmung der Aktionäre zu beantragen. Das Wasser- und Premiumgetränkegeschäft soll auf eine neue Gesellschaft übertragen werden, die Teil von Peranel werden soll.
Peranel ist als Gemeinschaftsunternehmen von Nestlé und Platinum Equity geplant, an dem beide Partner jeweils 50 % halten sollen. Die Entscheidung des Verwaltungsrats betrifft damit zunächst die Beantragung der Genehmigungen für die Übertragung.
Die pakistanische Wettbewerbsbehörde Competition Commission of Pakistan genehmigte am 16. Oktober das geplante Joint Venture von Nestlé und Forward I S.à r.l. Die von Platinum Equity kontrollierte Gesellschaft erhielt die Freigabe gemeinsam mit Nestlé nach einer Phase-I-Prüfung.
Wachstumsprognose als wirtschaftlicher Rahmen
Vor rund zwei Wochen meldete Nestlé für Q3 2026 ein organisches Umsatzwachstum von 4,0 %. Für die ersten neun Monate 2026 bezifferte das Unternehmen den Umsatz auf CHF 65,9 Mrd.
Die Jahresprognose blieb bei einem erwarteten organischen Wachstum von 3–4 %. Zugleich bestätigte Nestlé vor rund zwei Wochen, dass das Russlandgeschäft nicht mehr konsolidiert wird.
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