SK Hynix Aktie: Lehnt Stromkosten-Vorauszahlung ab
Neue Produktionsstandorte bleiben ungeklärt; Solidigm erwägt einen Börsengang ab 2027, während Beschäftigte einem Tarifvertrag zustimmten.

Kurz zusammengefasst
- Zusätzliche Produktionsstätten noch in Prüfung
- Solidigm erwägt Börsengang frühestens 2027
- SK Hynix lehnt Strom-Vorabzahlung ab
- Beschäftigte stimmen neuem Tarifvertrag zu
Der südkoreanische Speicherchiphersteller SK Hynix lotet neue Möglichkeiten für den Ausbau seiner internationalen Produktionspräsenz aus.
SK Hynix bestätigte, dass Maßnahmen für zusätzliche Produktionsstandorte geprüft werden, betonte jedoch, dass bislang keine Vereinbarungen finalisiert oder Entscheidungen über diese Szenarien getroffen wurden.
Milliardenpläne für US-Tochter Solidigm
Parallel dazu treibt der Konzern die Entwicklung seines US-Geschäfts voran. Laut Reuters erwägt die Tochtergesellschaft Solidigm einen Börsengang, der frühestens für 2027 angesetzt werden könnte. Bei diesem Schritt wird eine Unternehmensbewertung von bis zu 150 Milliarden US-Dollar angestrebt, bei einem potenziellen Emissionserlös von 15 Milliarden US-Dollar.
Vor über einem Monat wurde zudem bekannt, dass Solidigm die Errichtung einer Fabrik für NAND-Flash-Speicher in den USA prüft, wobei der Bundesstaat New York als potenzieller Standort gehandelt wird. Feste Investitionsentscheidungen stehen hierzu noch aus.
Zurückhaltung bei heimischen Infrastrukturkosten
Während SK Hynix in den USA neue Kooperationen prüft, zeigt sich das Management im Heimatmarkt bei langfristigen Verpflichtungen zurückhaltend. Am 14. September wiesen SK Hynix und Samsung Electronics einen Vorschlag des Energieversorgers Korea Electric Power zurück. Dieser hatte eine Vorabzahlung von 25 Billionen Won (umgerechnet 18,7 Milliarden US-Dollar) verlangt, um die Stromversorgung für geplante Halbleiter-Megacluster aufzubauen. Beide Unternehmen begründeten ihre Ablehnung mit Unsicherheiten bezüglich der langfristigen Nachfrageentwicklung im Halbleitersektor.
Gleichzeitig herrscht Klarheit über die Personalkosten an den bestehenden Standorten. Am 16. September stimmten die südkoreanischen Produktionsbeschäftigten mit einer Mehrheit von 57,1 Prozent einem überarbeiteten Tarifvertrag zu. Die Einigung sieht vor, den Baranteil der Gewinnbeteiligungsboni von 40 auf 50 Prozent zu erhöhen, während der in konzerneigenen Aktien ausgezahlte Anteil im Gegenzug von 60 auf 50 Prozent sinkt.
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