Evonik Aktie: JPMorgan erhöht Q3-EBITDA um 16 Prozent
JPMorgan erhöht Evonik-Prognose für Q3 2026 um 16 Prozent wegen Methionin-Preisen, bleibt aber bei 'Underweight' mit Kursziel 14 Euro.
Kurz zusammengefasst
- Prognoseanhebung um 16 Prozent
- Methionin-Preise als Treiber
- JPMorgan bleibt bei 'Underweight'
- Evonik-Aktie plus 37 Prozent
Der Essener Spezialchemiekonzern Evonik sieht sich kurz vor dem Monatsende mit einer deutlich angehobenen Ergebniserwartung konfrontiert. Analyst Chetan Udeshi von JPMorgan erhöhte am Freitag die Prognose für das bereinigte EBITDA im dritten Quartal 2026 um 16 Prozent.
Als wesentlichen Treiber für diese Anpassung nannte die US-Bank die gestiegenen Preise für Methionin. Dennoch verbleibt die Einstufung für den MDAX-Titel auf „Underweight“, wobei das Kursziel bei 14,00 Euro festgesetzt wurde.
Analysten uneins trotz Kursplus
Die Kursentwicklung von Evonik zeigt sich seit Jahresbeginn mit einem Zuwachs von 37 Prozent sehr robust. Dennoch herrscht im Analystenlager Uneinigkeit über das weitere Potenzial der Aktie, die am Freitag bei 18,30 Euro aus dem Handel ging.
Während JPMorgan skeptisch bleibt, passte Deutsche Bank Research ihr Kursziel am 10. August nach oben an. Analystin Virginie Boucher-Ferte erhöhte die Marke von 17,00 Euro auf 18,00 Euro und beließ das Votum auf „Hold“, nachdem sie ihre Schätzungen für das operative Gesamtergebnis des laufenden Geschäftsjahres um etwa 6 Prozent angehoben hatte.
Medienberichten zufolge warnte ein weiteres Analysehaus am Donnerstag vor einer begrenzten Aufwärtsbewegung, nachdem das Papier nur knapp unter seinem aktuellen 52-Wochen-Hoch notiert. In diesem Zusammenhang wurden auch logistische Risiken durch Rekord-Niedrigwasser am Rhein sowie ein Kursziel von 18,49 Euro angeführt. Mit einem Abstand von lediglich 1,8 Prozent zum 52-Wochen-Hoch bleibt die Aktie jedoch in einer starken technischen Verfassung.
Strategische Fortschritte in der Wasserstoff- und Lithiumtechnologie
Parallel zur finanziellen Einordnung treibt Evonik seine operative Neuausrichtung voran. Am Standort Marl nahm das Unternehmen am Donnerstag eine neue Pilotanlage zur Produktion spezialisierter Hochleistungsmembranen in Betrieb. Diese Technologie soll künftig bei der Erzeugung von grünem Wasserstoff zum Einsatz kommen.
Zugleich festigt der Konzern seine Rolle im Bereich der Batterierohstoffe. Wie das Unternehmen am 13. August bestätigte, unterstützt Evonik Catalysts die zweite Pilotphase des „Altmark Lithium Extraction“-Projekts von Neptune Energy. Dabei kommt ein spezielles Adsorptionsmittel zur direkten Lithiumextraktion aus geothermaler Sole zum Einsatz.
Um die Rentabilität langfristig abzusichern, setzt das Management zudem auf strikte Kostendisziplin. Im Rahmen des laufenden Effizienzprogramms „Tailor Made“ bestätigte der Konzern am Donnerstag die Fortführung von Strukturmaßnahmen. Diese beinhalten den Abbau von insgesamt 3.200 Stellen weltweit, um die Organisation schlanker aufzustellen.
Rückblick auf das zweite Quartal und Nachhaltigkeit
Diese Umbaumaßnahmen finden vor dem Hintergrund einer gemischten Bilanz statt, die Evonik vor gut drei Wochen für das zweite Quartal 2026 vorlegte. Während der Umsatz leicht auf 3,893 Milliarden Euro zulegen konnte, sank der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 84 Millionen Euro. Das operative Ergebnis zeigte sich hingegen mit 483 Millionen Euro verbessert.
Ein weiterer Fokus des Konzerns liegt auf der Transparenz in der Lieferkette. Am Dienstag veröffentlichte das Unternehmen erstmals zertifizierte Daten zur Ökobilanz für ausgewählte Polymere der Marke EUDRAGIT.
Diese Life-Cycle-Assessment-Daten sollen Kunden dabei unterstützen, ihre eigenen Scope-3-Emissionen präziser zu erfassen und zu berichten. Mit dieser Initiative reagiert der Spezialchemiehersteller auf den steigenden Bedarf an validierten Nachhaltigkeitsdaten in der Pharmaindustrie.
Evonik-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Evonik-Analyse vom 23. August liefert die Antwort:
Die neusten Evonik-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Evonik-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Evonik: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...