Intel Aktie: Seltenes Doppel-Upgrade zieht
Bank of America stuft Intel von 'Underperform' auf 'Buy' hoch und setzt Kursziel auf 135 Dollar. Die Aktie legt deutlich zu.

Kurz zusammengefasst
- Doppeltes Upgrade durch Bank of America
- Neues Kursziel bei 135 Dollar
- Intel-Aktie steigt um 6,5 Prozent
- Halbleitersektor profitiert von Erholungskäufen
Der Philadelphia Semiconductor Index legte heute rund 3,3 Prozent zu — und Intel war mittendrin. Ausgelöst hat den Lauf ein ungewöhnlicher Schritt der Bank of America.
Ein Upgrade in zwei Stufen
Die Bank of America stufte Intel gleich um zwei Bewertungsstufen hoch — von „Underperform“ direkt auf „Buy“. Solche Doppelsprünge sind selten und ziehen an der Wall Street entsprechend Aufmerksamkeit auf sich. Das neue Kursziel liegt bei 135 Dollar. Begründet wird die Neubewertung unter anderem mit dem wachsenden Markt für moderne Server-Prozessoren und technologischen Fortschritten im Unternehmen. Intel legte daraufhin kräftig zu — die Aktie notierte zuletzt rund 6,5 Prozent im Plus bei etwa 114 Dollar.
Rückenwind aus dem Sektor, Gegenwind von außen
Halbleiterwerte profitierten heute generell von Erholungskäufen, nachdem der Markt gestern deutlich nachgegeben hatte. Nasdaq und S&P 500 hatten dabei ihre tiefsten Schlusskurse seit einem Monat markiert. Die Gegenbewegung kam breit — Lam Research, KLA und Applied Materials legten ebenfalls zweistellig zu.
Allerdings bremste der Nachmittag den frühen Schwung. Trumps Drohung, Iran „heute Nacht sehr hart“ zu treffen und die Kontrolle über dessen Öl- und Gasmärkte übernehmen zu wollen, sorgte für Unsicherheit. Hinzu kamen überraschend starke Erzeugerpreisdaten: Der US-Produzentenpreisindex stieg im Mai um 1,1 Prozent — Ökonomen hatten nur 0,7 Prozent erwartet. Das jährliche Wachstumstempo beschleunigte sich auf 6,5 Prozent, den höchsten Wert seit November 2022. Für ein Marktumfeld, das ohnehin auf Inflationssignale sensibel reagiert, kein leichter Hintergrund.
Intel hielt seine Gewinne trotzdem weitgehend. Das Kursziel von 135 Dollar impliziert ausgehend vom aktuellen Niveau noch erhebliches Aufwärtspotenzial — ob die fundamentale Trendwende im Chip-Geschäft dieses Ziel rechtfertigt, werden die nächsten Quartalszahlen zeigen müssen.
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