Rocket Lab Aktie: Fertigungsproblem verzögert Neutron-Rakete
Der Neutron-Erstflug wird nun für 2027 erwartet; Citizens und TD Cowen senkten ihre Kursziele, hielten ihre Einstufungen jedoch bei.

Kurz zusammengefasst
- Freitagsverlust der Aktie: 8,2 Prozent
- Citizens senkt Kursziel auf 90 Dollar
- TD Cowen reduziert Ziel ebenfalls auf 90 Dollar
- Neutron-Erstflug für 2027 erwartet
Die Nachwirkungen der jüngsten Entwicklungen belasten die Aktie von Rocket Lab weiterhin spürbar. Am Freitag büßte der Titel 8,2 Prozent ein und ging bei 45,25 Euro aus dem Handel. Auslöser für die jüngste Verkaufswelle an den Märkten war die Nachricht, dass sich das wichtige Neutron-Raketenprogramm verzögert. Marktbeobachter reagieren daraufhin mit spürbaren Korrekturen ihrer Bewertungsmodelle.
Analysten kappen Zielmarken
Gestern passte das Analysehaus Citizens seine Einschätzung an. Die Experten senkten ihr Kursziel für Rocket Lab von 130 $ auf 90 $, behielten die Einstufung „Market Outperform“ jedoch bei. Medienberichten zufolge verknüpften die Analysten diesen Schritt direkt mit der verzögerten Einführung des Neutron-Trägersystems und den damit einhergehenden Auswirkungen auf die künftige Monetarisierung von Starts.
Bereits am 9. Oktober hatte TD Cowen das Kursziel für das Raumfahrtunternehmen im Zuge einer Vorschau auf das dritte Quartal von 120 $ auf 90 $ zurückgenommen, die Kaufempfehlung („Buy“) aber unverändert belassen. Beide Häuser signalisieren damit zwar grundsätzlich weiteres Potenzial, preisen jedoch die veränderten zeitlichen Rahmenbedingungen ein.
Zeitplan der Neutron-Rakete korrigiert
Hintergrund der Neubewertungen ist eine Pflichtmitteilung des Unternehmens an die US-Börsenaufsicht über das Formular 8-K, begleitet von einer Präsentation zum Entwicklungsstand. Der Erstflug der Trägerrakete Neutron wird nun für das Jahr 2027 erwartet, nachdem das Unternehmen zuvor das vierte Quartal 2026 als Zielmarke genannt hatte.
Ursache für die Verschiebung war ein Fertigungsproblem bei der Kohlefaserverbundstruktur des Treibstoffdoms der ersten Raketenstufe. Laut Reuters galt diese Ankündigung als der entscheidende Katalysator für die unmittelbaren Kursabgaben der Aktie.
Deutlicher Rücksetzer im Wochenvergleich
Die Neubewertung schlägt sich deutlich im Kursverlauf nieder. Innerhalb von sieben Tagen verzeichnete das Papier einen Rückgang um 26 Prozent. Mit dem Schlusskurs vom Freitag notiert der Titel nun zudem 66 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 133,80 Euro. Für Anleger bleibt die zeitliche Umsetzung des Neutron-Programms damit der bestimmende Faktor für die mittelfristigen Geschäftsaussichten.
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