SoftBank Aktie: 7,12 Prozent Minus im Tech-Ausverkauf
Die Aktie des japanischen Investmentriesen bricht um über sieben Prozent ein. Ein breiter Ausverkauf asiatischer Technologiewerte belastet den Kurs.
Kurz zusammengefasst
- Tagesverlust von über sieben Prozent
- Monatsminus von fast 23 Prozent
- Samsung-Ergebnis löst Gewinnmitnahmen aus
- Neues US-Joint-Venture für KI-Cloud
SoftBank gerät massiv unter Druck. Ein breiter Tech-Ausverkauf in Asien zieht die Aktie des Investment-Giganten tief ins Minus. Anleger blicken mit Sorge auf die Nachhaltigkeit der aktuellen KI-Bewertungen.
Das Papier notiert aktuell bei 30,66 Euro. Das entspricht einem Tagesverlust von 7,12 Prozent. Innerhalb eines Monats sackte der Kurs um fast 23 Prozent ab.
Beben an den asiatischen Märkten
Der Rückschlag traf nicht nur SoftBank. In Japan und Südkorea flüchteten Investoren aus Wachstumstiteln. Der japanische Leitindex verlor über zwei Prozent an Boden.
Auslöser waren unter anderem vorläufige Zahlen von Samsung Electronics. Trotz eines massiven Gewinnsprungs fiel die Samsung-Aktie um fast sieben Prozent. Dies löste branchenweit Gewinnmitnahmen im Halbleiter-Sektor aus.
Ausbau der US-Infrastruktur
SoftBank baut parallel dazu sein US-Geschäft aus. Das neue Unternehmen SB Neo soll bis 2028 Cloud-Dienste für große Konzerne anbieten. Das Ziel ist die Bereitstellung von Rechenleistung für KI-Modelle.
Dafür nutzt der Konzern seine im Aufbau befindliche Infrastruktur. Diese soll eine Kapazität von 10 Gigawatt erreichen. SoftBank hält 49 Prozent an dem neuen Gemeinschaftsunternehmen.
Die Milliarden-Wette auf OpenAI
Auch beim KI-Pionier OpenAI bleibt der Konzern aktiv. SoftBank verhandelt derzeit über einen neuen Kredit von 10 Milliarden Dollar. Als Sicherheit dient offenbar die Beteiligung an dem Startup.
Indes floss eine weitere Milliarden-Tranche als Folgeinvestition in das Unternehmen. OpenAI selbst schreibt jedoch tiefrote Zahlen. Im ersten Quartal 2026 stand einem Umsatz von 5,7 Milliarden Dollar ein Minus von 3,7 Milliarden Dollar gegenüber. Ein möglicher Börsengang könnte sich bis 2027 verzögern.
Die Volatilität der Aktie liegt aktuell bei über 100 Prozent. Bis März 2027 muss SoftBank einen Überbrückungskredit in Höhe von 40 Milliarden Dollar zurückzahlen. Der Erfolg der KI-Strategie entscheidet nun über die Bilanzstabilität der kommenden Jahre.
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