Netflix Aktie: Sicherer Fortschritt

Netflix verteuert alle US-Abo-Pläne um durchschnittlich 11 Prozent. Die Börse honoriert die Preiserhöhung mit einem deutlichen Kursanstieg und überdurchschnittlichem Handelsvolumen.

Andreas Sommer ·
Netflix Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Zweite Preiserhöhung innerhalb eines Jahres
  • Aktienkurs steigt bei hohem Handelsvolumen
  • Investitionen in Inhalte als Begründung
  • Wachstum durch Werbeeinnahmen und Mitglieder

Netflix hat am 26. März alle US-Abonnementpläne im Schnitt um rund 11 Prozent verteuert — und die Börse reagierte prompt mit Kursgewinnen. Es ist bereits die zweite Preiserhöhung innerhalb von gut einem Jahr.

Die neuen Preise im Überblick

Das werbefinanzierte Basispaket kostet nun 8,99 Dollar monatlich (zuvor 7,99 Dollar), das Standard-Abo steigt auf 19,99 Dollar (zuvor 17,99 Dollar) und das Premium-Paket auf 26,99 Dollar (zuvor 24,99 Dollar). Auch die Gebühr für zusätzliche Mitglieder wurde um einen Dollar angehoben. Neukunden zahlen die neuen Preise sofort, Bestandskunden werden einen Monat vor der Umstellung per E-Mail informiert.

Die Aktie schloss am Donnerstag bei 993,32 Dollar, ein Plus von 1,13 Prozent — bei einem Handelsvolumen von 59,5 Millionen Aktien, deutlich über dem Durchschnitt von 37,3 Millionen.

Investitionen als Rechtfertigung

Netflix begründet die höheren Preise mit massiven Ausgaben für Inhalte. Mehr als 20 Milliarden Dollar will das Unternehmen in diesem Jahr in sein Unterhaltungsangebot investieren — unter anderem in Live-Events und Video-Podcasts.

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Laut einer Analyse von TD Cowen wird der durchschnittliche Umsatz pro Abonnent in der Region USA/Kanada durch die neuen Preise im Jahr 2026 um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen. Netflix selbst hatte für das Gesamtjahr 2026 einen Umsatz zwischen 50,7 und 51,7 Milliarden Dollar sowie eine operative Marge von 31,5 Prozent in Aussicht gestellt.

Mehrere Wachstumshebel

Neben den Abopreisen setzt Netflix auf zwei weitere Wachstumstreiber: Mitgliederwachstum und Werbeeinnahmen. Letztere sollen sich 2026 auf rund drei Milliarden Dollar verdoppeln — nach etwa 1,5 Milliarden Dollar im Vorjahr, was damals rund drei Prozent des Gesamtumsatzes entsprach. Bei drei Milliarden wäre es fast sechs Prozent.

Am 16. April legt Netflix die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor. Es wird das erste Mal sein, dass Anleger die Abonnentenzahlen direkt unter dem Eindruck der gestiegenen Preise bewerten können — ein früher Indikator dafür, wie belastbar die Preissetzungsmacht des Streamers tatsächlich ist.

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Netflix Aktie

80,12 EUR

+ 0,40 EUR +0,50 %
KGV 36,47
Sektor Kommunikationsdienste
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 391,44 Mrd. EUR
ISIN: US64110L1061 WKN: 552484

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