Abbott Laboratories Aktie: Ernährungssparte vor Abspaltung
Der Konzern plant die Trennung bis Ende 2027; im dritten Quartal stiegen Umsatz und bereinigter Gewinn je Aktie.

Kurz zusammengefasst
- Abspaltung bis Ende 2027 geplant
- Ernährungssparte mit 8,5 Milliarden Dollar Jahresumsatz
- Quartalsumsatz steigt um 14,5 Prozent
- Gewinn je Aktie legt gut 9 Prozent zu
Abbott trennt sich von seinem Ernährungsgeschäft. Der US-Konzern will die Sparte bis Ende 2027 abspalten und sich künftig auf Medizintechnik, Diagnostik und Medikamente konzentrieren. Die Börse reagierte am Mittwoch zunächst gespalten.
Kursreaktion mit Ausschlägen
Vorbörslich gab die Aktie um rund 3,7 Prozent nach. Im regulären NYSE-Handel drehte das Bild zeitweise: Der Kurs stieg auf 105,70 Dollar, rutschte später aber wieder ab und lag zuletzt rund 4 Prozent im Minus bei 98,39 Dollar. Die Anleger scheinen die Aufspaltung also noch nicht eindeutig einzuordnen.
Was die Abspaltung bedeutet
Das neue Unternehmen soll mit Marken wie Similac, PediaSure, Pedialyte, Glucerna und Ensure antreten. Es will im wachsenden Ernährungsmarkt weltweit führend sein. Zuletzt erzielte die Sparte mit rund 16.000 Beschäftigten einen Jahresumsatz von etwa 8,5 Milliarden Dollar.
Abbott verspricht sich von der Trennung ein schnelleres Umsatzwachstum und bessere Margen im verbleibenden Konzern. Vor dem Schritt fallen einmalige Kosten an, deren Höhe das Unternehmen noch nicht beziffert. Auf die Ergebnisprognose für 2026 hat die geplante Transaktion nach Unternehmensangaben keinen Einfluss. Das gilt auch für den Ausblick auf 2027.
Solide Zahlen im Hintergrund
Das dritte Quartal lieferte dafür eine passable Kulisse. Der Umsatz legte um 14,5 Prozent auf 13 Milliarden Dollar zu. Rückenwind kam auch von der Übernahme des Krebsdiagnostik-Spezialisten Exact Sciences im März.
Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um gut 9 Prozent auf 1,42 Dollar. Für das Gesamtjahr peilt Abbott nun 5,50 bis 5,55 Dollar je Aktie an. Zuvor lag die Spanne bei 5,45 bis 5,60 Dollar. Die Prognose fällt damit enger aus, die Mitte der Spanne bleibt praktisch unverändert.
Konkrete Zahlen zur Zeit nach der Abspaltung dürfte Abbott im Januar liefern. Dann will das Unternehmen seinen Ausblick für 2027 vorlegen und könnte auch die Kosten der Trennung genauer beziffern.
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