TSMC Aktie: 40,2 Milliarden Dollar übertreffen Erwartungen
TSMC meldet starkes Q2 mit 40,2 Mrd. Dollar Umsatz und hebt Jahresprognose auf über 40 Prozent Wachstum an. Analysten erhöhen Kursziele.

Kurz zusammengefasst
- Umsatzsprung dank KI-Chip-Nachfrage
- Prognose für 2026 deutlich angehoben
- Joint Venture mit Sony in Japan
- Bernstein und Needham erhöhen Kursziele
TSMC hat am Montag starke Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2026 vorgelegt. Der weltweit größte Auftragsfertiger von Halbleitern korrigierte im Zuge der Veröffentlichung seine Wachstumserwartungen für das Gesamtjahr nach oben.
Mit einem Quartalsumsatz von 40,2 Milliarden US-Dollar übertraf das Unternehmen nicht nur die eigene Prognose, sondern auch die Schätzungen der Marktbeobachter, die im Schnitt mit 39,94 Milliarden US-Dollar gerechnet hatten.
KI-Nachfrage treibt Umsatz und Profitabilität
Besonders deutlich zeigte sich die operative Stärke bei der Bruttomarge, die im zweiten Quartal ein Niveau von 67,7 % erreichte. Aufgrund der massiven Nachfrage nach Chips für Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz hob das Management am Montag die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 an.
Erwartet wird nun ein Erlöswachstum von etwas mehr als 40 %. Auch der Start in die zweite Jahreshälfte verlief dynamisch: Im Juli kletterte der Monatsumsatz im Vorjahresvergleich um 44,7 % auf 467,58 Milliarden Taiwan-Dollar.
Die positive Geschäftsentwicklung spiegelt sich auch in der Performance der Aktie wider, die seit Jahresbeginn bereits um 45 % zulegen konnte. Auf Sicht von zwölf Monaten steht für Anleger ein Plus von 80 % zu Buche. Aktuell notiert das Papier etwa 11 % unter seinem bisherigen 52-Wochen-Hoch.
Expansion durch Joint Ventures und Kapazitätsausbau
Für das laufende dritte Quartal gab das Unternehmen am Montag eine Umsatzspanne zwischen 44,6 Milliarden und 45,8 Milliarden US-Dollar aus. Die erwartete Bruttomarge von 65 % bis 67 % reflektiert dabei die Kosten für den Produktionshochlauf der neuen 2-Nanometer-Technologie.
Um die Kapazitäten langfristig zu sichern und die technologische Führung zu behaupten, genehmigte der Vorstand am Dienstag Investitionsausgaben in Höhe von 29,4 Milliarden US-Dollar für das laufende Geschäftsjahr.
Parallel dazu treibt der Konzern seine internationale Präsenz und Diversifizierung voran. Am Dienstag unterzeichneten TSMC und die Sony Group eine verbindliche Vereinbarung für ein Joint Venture im japanischen Kumamoto.
Das Projekt mit einem Gesamtvolumen von 4,69 Milliarden US-Dollar konzentriert sich auf die Fertigung von Bildsensoren der nächsten Generation, wobei TSMC rund 282 Milliarden Yen investiert. Zudem gibt es Medienberichten zufolge fortgeschrittene Verhandlungen über den Erwerb weiterer Werksanlagen in Taiwan für über 30 Milliarden Taiwan-Dollar.
Analysten sehen CPU-Sektor als neuen Wachstumsmotor
Vertrauen in die langfristige Entwicklung bewiesen auch Führungskräfte des Unternehmens durch eigene Aktienkäufe. Am vergangenen Freitag erwarben Vizepräsident He Jun sowie Senior Vice President Kevin Xiaoqiang Zhang im Rahmen eines Mitarbeiterprogramms weitere Anteile. Demgegenüber steht eine leichte Reduzierung der Bestände durch einzelne institutionelle Investoren in den vergangenen Tagen.
Die Analysten von Bernstein hoben am Dienstag ihr Kursziel für TSMC von 430 auf 554 US-Dollar an und bestätigten die Einstufung mit „Outperform“. Zur Begründung hieß es, dass Prozessoren für zentrale Recheneinheiten zur nächsten bedeutenden Wachstumsmaschine des Konzerns aufsteigen dürften.
Auch das Bankhaus Needham passte das Kursziel am Dienstag nach oben an und sieht den fairen Wert nun bei 530 US-Dollar. Die Experten verwiesen dabei auf die anhaltend hohe Nachfrage nach Wafern für KI-Anwendungen.
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