Vestas Wind Systems Aktie: Sichert zwei Aufträge in Australien
Neue Verträge aus Australien, Asien und Europa beleben Vestas’ Auftragseingang; das Unternehmen kaufte zudem eigene Aktien zurück.

Kurz zusammengefasst
- Australien-Aufträge über 960 Megawatt
- Weitere Bestellungen aus vier Ländern
- 910.000 eigene Aktien zurückgekauft
- Aktie im Handel um 1,9 Prozent gestiegen
Vestas Wind Systems verzeichnete zum Ende des dritten Quartals eine deutliche Belebung des Auftragseingangs. Gestern meldete der dänische Windturbinenhersteller neue Großaufträge aus verschiedenen Erdteilen. An den Finanzmärkten stieß der Auftragsstrom auf Zuspruch: Im gestrigen Handel legte die Aktie um 1,9 Prozent auf einen Schlusskurs von 26,23 Euro zu.
Mehrere Kontrakte in Übersee und Europa
Den Schwerpunkt der gestrigen Mitteilungen bildeten umfangreiche Projekte im asiatisch-pazifischen Raum. In Australien sicherte sich das Unternehmen gleich zwei Vorhaben: einen Großauftrag mit einer Kapazität von 614 Megawatt sowie einen weiteren Vertrag über 346 Megawatt. Parallel dazu verbuchte der Konzern Neubestellungen aus Vietnam, Deutschland, Österreich und Rumänien.
Die geografische Streuung der jüngsten Abschlüsse verdeutlicht die internationale Präsenz des Anlagenbauers. Während die europäischen Kernmärkte weiterhin für eine kontinuierliche Grundauslastung sorgen, treiben großvolumige Projekte in Übersee das Volumen im Orderbuch.
Asiatische Projekte und Turbinenpremieren
Auch die vorangegangenen Tage brachten neue Aufträge. Am Dienstag meldete Vestas einen Kontrakt aus Japan über 55 Megawatt, der die Lieferung von 13 Turbinen des Typs V136-4.2 MW sowie eine langfristige Servicevereinbarung umfasst. Am Montag folgten drei weitere Aufträge aus Dänemark von Eurowind und NRGi sowie aus Italien über zusammen 65 Megawatt.
Technologisch setzt der Konzern parallel neue Akzente. Am 22. September vermeldete Vestas den ersten Auftrag für die V182-7.2-MW-Turbine bei einem Vorhaben in Schweden mit einem Volumen von 29 Megawatt. Zeitgleich buchte das Unternehmen einen deutschen Auftrag über 48 Megawatt ein. Reuters berichtete am 21. September über die Markteinführung einer neuen Onshore-Anlage, die gezielt auf Standorte mit schwächeren Windgeschwindigkeiten ausgelegt ist.
Rückkaufprogramm stützt die Kapitalstruktur
Parallel zum operativen Neugeschäft führt Vestas liquide Mittel an die Anteilseigner zurück. Im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms erwarb das Unternehmen im Zeitraum vom 17. bis zum 23. September insgesamt 910.000 eigene Papiere für 191.121.783,00 DKK.
Das gesamte Rückkaufprogramm ist auf einen Betrag von bis zu 3.000 Millionen DKK ausgelegt und läuft längstens bis zum 16. Dezember 2026. An der Börse spiegelt sich die rege operative Aktivität der vergangenen Monate wider: Seit Jahresanfang verbucht die Aktie ein Plus von 13 Prozent.
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