Bayer Aktie: FDA lässt sevabertinib beschleunigt zu
Bayer startet eine Herzstudie, erhält eine US-Zulassung für Sevabertinib und beantragt einen 7,25-Milliarden-Dollar-Vergleich zu Roundup.

Kurz zusammengefasst
- Phase-II-Prüfung für GIRK4-Hemmer gestartet
- FDA beschleunigt Sevabertinib-Zulassung
- Bayer und Neste skalieren Winterraps-Anbau
- Roundup-Vergleich über 7,25 Milliarden beantragt
Bayer setzt bei der Weiterentwicklung seiner Pharmasparte auf neue klinische Projekte. Am 9. September startete das Leverkusener Unternehmen eine Phase-II-Studie mit einem investigativen GIRK4-Inhibitor, der bei Patienten mit Vorhofflimmern zum Einsatz kommen soll. Mit diesem Schritt baut der Konzern sein kardiologisches Entwicklungsprogramm weiter aus und sucht nach neuen Therapieansätzen für eine der weltweit häufigsten Herzrhythmusstörungen.
Zulassungserfolg in der Onkologie und Kooperation bei Biokraftstoffen
Flankiert wird der Start der klinischen Prüfung durch regulatorische Fortschritte in den USA. Ebenfalls am 9. September erteilte die US-Gesundheitsbehörde FDA dem Wirkstoff sevabertinib eine beschleunigte Zulassung.
Das Medikament steht damit als Erstlinienoption für Erwachsene zur Verfügung, die an HER2-mutiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs leiden. Diese beschleunigte Freigabe verschafft Bayer einen wichtigen Marktzugang in einem stark beachteten Segment der zielgerichteten Krebstherapien.
Parallel dazu treibt das Unternehmen strategische Partnerschaften im Agrarbereich voran. Bayer und Neste schlossen am 9. September eine kommerzielle Vereinbarung, um den Anbau von newgold® Winterraps gemeinsam zu skalieren. Ziel der Kooperation ist es, die Rohstoffbasis für die Produktion von nachhaltigeren Biokraftstoffen zu erweitern und das Saatgutangebot im Bereich erneuerbarer Energien zu etablieren.
Einsparungen im Crop-Science-Segment und juristische Altlasten
Neben Kooperationen setzt der Konzern im Agrargeschäft auf Kostensenkungen und neue Produktanläufe. Am 1. September meldete Bayer Fortschritte in der Sparte Crop Science: Zwei von zehn geplanten neuen Produkten wurden bereits im Markt eingeführt. Zudem sind die realisierten Kostenreduzierungen in diesem Bereich laut Reuters inzwischen auf fast 400 Millionen Euro angestiegen.
Überschattet werden die operativen Initiativen weiterhin von den rechtlichen Auseinandersetzungen um den Unkrautvernichter Roundup, die seit der Monsanto-Übernahme im Jahr 2018 auf dem Unternehmen lasten.
Wie Reuters berichtete, beantragte Monsanto am 14. September bei einem Gericht im US-Bundesstaat Missouri die Genehmigung eines umfassenden Vergleichs über 7,25 Milliarden US-Dollar. Diese Vereinbarung zielt darauf ab, rund 65.000 anhängige Ansprüche in den USA beizulegen und damit ein wesentliches Klagerisiko zu reduzieren.
An der Börse zeigte sich das Papier zuletzt stabil. Gestern ging die Bayer-Aktie bei 49,49 Euro aus dem Handel, was einem Zuwachs von 0,7 Prozent entspricht. Damit notiert der Titel 16 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 42,58 Euro.
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