Smith, Nephew Aktie: Conviction List gestrichen?
Smith & Nephew löst eine Anleihe über 350 Millionen Dollar ab; Goldman Sachs nimmt die Aktie aus seiner europäischen Auswahlliste.

Kurz zusammengefasst
- Rückzahlung der Anleihe vor Laufzeitende
- Goldman Sachs streicht Aktie von Auswahlliste
- Aktie liegt 18 Prozent unter Jahresbeginn
- FDA-Zulassung für neues Knieimplantatsystem erhalten
Der Medizintechnikkonzern Smith & Nephew schließt am heutigen Montag eine bedeutende Kapitalmaßnahme ab. Das Unternehmen tilgt seine mit 5,150 Prozent verzinste Anleihe mit ursprünglicher Fälligkeit im Jahr 2027 vollständig vor dem regulären Laufzeitende. Für die Rückzahlung des gesamten Nennbetrags von 350.000.000 $ wendet der Konzern einen Kurs von 100,245 Prozent des Nennwerts auf.
Zuzüglich aufgelaufener Zinsen von 2,15 $ je 1.000 $ Nennbetrag beläuft sich die Gesamtzahlung an die Anleiheinhaber auf 1.004,60 $ je 1.000 $ Stückelung. Mit dem planmäßigen Vollzug der vorzeitigen Einlösung strafft das Unternehmen seine Verbindlichkeiten.
Parallel zu dieser finanziellen Weichenstellung gab es am Kapitalmarkt eine Anpassung bei einer prominenten Einstufung. Goldman Sachs strich Smith & Nephew am vergangenen Donnerstag aus der europäischen Auswahlliste „Conviction List – Directors’ Cut“.
Die Investmentbank stellte im Rahmen dieser Aktualisierung zugleich klar, dass Veränderungen an der Zusammenstellung der Liste keine Auswirkung auf die zugrundeliegenden Anlageurteile für die betroffenen Werte haben.
Druck auf das Papier an den Märkten
An den Börsen steht der Titel seit längerer Zeit unter Druck. Am vergangenen Freitag ging die Aktie bei 11,70 Euro aus dem Handel. Auf Jahressicht summieren sich die Einbußen damit bereits auf ein Minus von 18 Prozent seit Jahresanfang.
Mit dem aktuellen Niveau notiert das Papier nur 1,7 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 11,50 Euro. Der Markt reagiert damit zurückhaltend auf die jüngsten Portfolioschritte, während Investoren auf nachhaltige operative Impulse zur Trendwende warten.
Produktzulassung und Stimmrechtsstruktur
Für künftiges Wachstum soll unter anderem das Orthopädiegeschäft sorgen. Am 22. September meldete das Unternehmen die 510(k)-Zulassung der US-Gesundheitsbehörde FDA für das neu entwickelte LANDMARK Total Knee System. Zudem wurden die ersten chirurgischen Eingriffe mit dem Implantatsystem erfolgreich abgeschlossen.
Die Markteinführung ist in mehreren Phasen konzipiert. Während erste Anwendungen bereits laufen, peilt das Management eine breitere Verfügbarkeit über verschiedene Märkte hinweg für den Verlauf des Jahres 2027 an. Das System soll das bestehende Angebot im Bereich des vollständigen Knieersatzes erweitern.
Zum Ende des abgelaufenen Quartals aktualisierte das Unternehmen zudem seine Stimmrechtsdaten. Zum Stichtag 30. September 2026 belief sich das ausgegebene Aktienkapital auf 877.750.024 Stammaktien. Nach Abzug der 40.317.488 im eigenen Bestand gehaltenen Papiere verbleiben 837.432.536 stimmberechtigte Anteile.
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