Almonty Aktie: 43,60 Prozent unter 52-Wochen-Hoch
Almonty Industries erhält Genehmigung für den Rückzug von der ASX. Der Wolfram-Produzent konzentriert sich künftig auf die Nasdaq und Frankfurt.

Kurz zusammengefasst
- Rückzug von TSX und ASX genehmigt
- Fokus auf Nasdaq und Frankfurt
- Aktie verliert 20 Prozent in einem Monat
- Produktionsstart in Sangdong-Mine
Almonty Industries zieht sich von einer zweiten Börse zurück. Der Wolfram-Produzent hat vom australischen Börsenbetreiber ASX die formale Genehmigung für den freiwilligen Delisting-Antrag erhalten. Damit folgt auf den Rückzug von der Toronto Stock Exchange nun auch der Abgang von der ASX.
Bereits am 17. Juli hatte Almonty angekündigt, die TSX-Notierung zum 31. Juli aufzugeben. Die australische Aufsicht bestätigte den zweiten Schritt am 23. Juli. Ab dem 1. September sollen die Almonty-Aktien auch nicht mehr in Australien gehandelt werden.
Die Nasdaq-Notierung und die Frankfurter Börse bleiben unberührt. Dort will das Unternehmen seinen Handel künftig bündeln.
Kurs unter Druck, Volatilität hoch
Die Aktie reagierte zuletzt nervös. Am Freitag schloss sie bei 18,81 kanadischen Dollar, ein Minus von 5,52 Prozent auf Tagesbasis. Binnen eines Monats hat das Papier fast 20 Prozent verloren und notiert nun 43,60 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 33,35 CAD, erreicht am 17. April.
Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei über 81 Prozent. Das zeigt: Almonty bleibt ein Papier, das auf Unternehmensnachrichten und die Wolframpreis-Entwicklung extrem sensibel reagiert. Trotz des jüngsten Rückschlags steht die Aktie seit Jahresbeginn dennoch deutlich im Plus.
Fokus auf Nasdaq statt Mehrfachnotierung
Der Rückzug von TSX und ASX fällt in eine Phase, in der Almonty vom Entwicklungsunternehmen zum aktiven Wolfram-Produzenten wird. Anfang Juli startete die Verarbeitung in der Sangdong-Mine in Südkorea, gespeist aus Erzvorräten, die im ersten Halbjahr aufgebaut wurden. Kurz danach erweiterte das Unternehmen seine langfristige Liefervereinbarung mit Global Tungsten & Powders — mit längerer Laufzeit und höheren erwarteten Vertragserlösen.
Diese operativen Fortschritte haben das Handelsvolumen und die Aufmerksamkeit von Analysten spürbar erhöht. Die Nasdaq-Notierung gewann parallel an Bedeutung, seit Almonty Ende Juni in die Indizes Russell 1000 und Russell 3000 aufgenommen wurde. Aus Sicht des Managements verlieren TSX und ASX damit an Relevanz für die Liquidität der Aktie.
Nebenbei ordnet das Unternehmen auch seine Kapitalstruktur. Der ASX wurde gemeldet, dass 66.667 nicht notierte Optionen mit Ausübungspreis von 1,215 CAD und Fälligkeit November 2029 verfallen sind, nachdem bedingte Rechte ausgelaufen waren — wirksam zum 20. Juli, bekanntgegeben am 24. Juli. Am selben Tag gab Almonty zudem die Ausgabe von 62.518 neuen Stammaktien bekannt, verbunden mit einer sogenannten Cleansing-Mitteilung nach australischem Wertpapierrecht, die den Weiterverkauf dieser Aktien ohne zusätzliche Offenlegungspflichten erlaubt.
Übergangsphase für Aktionäre
Für Anleger, die ihre Almonty-Aktien über TSX oder ASX halten, beginnt nun eine Übergangszeit. Der Handel in Toronto endet bereits am 31. Juli, in Australien läuft die Frist bis Ende August, bevor das Delisting zum 1. September wirksam wird. Der Handel an Nasdaq und in Frankfurt läuft währenddessen ohne Unterbrechung weiter.
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