Deutsche Bank Aktie: Raumfahrt-Deal ohne Wirkung?
Der Quartalsgewinn stieg, während die Aktie nachgab; eine Partnerschaft mit der EIB soll 560 Millionen Euro Investitionen ermöglichen.

Kurz zusammengefasst
- Aktie verlor 2,6 Prozent
- Finanzierung mit der EIB vereinbart
- 560 Millionen Euro Investitionen vorgesehen
- Vorsteuergewinn stieg um 8 Prozent
Die Deutsche-Bank-Aktie fiel am Freitag im Umfeld eines schwächeren DAX und erneuter Zweifel an der Rentabilität hoher KI-Investitionen. Medienberichten zufolge belasteten schwache Ausblicke von Intel und Amazon die Marktstimmung. Das Papier verlor 2,6% und schloss bei 30,24 €.
Auch europäische Bankaktien gerieten trotz hoher Gewinne unter Druck. Medienberichte nannten Sorgen um die Konjunktur sowie Risiken an den Anleihemärkten als Belastungsfaktoren und ordneten die Deutsche Bank in diesen Sektorkontext ein. Hinzu kamen Berichte über ein verlangsamtes Wachstum in der Eurozone.
Finanzierungspartnerschaft für europäische Raumfahrtunternehmen
Auf Unternehmensseite vereinbarten Deutsche Bank und Europäische Investitionsbank am Freitag eine Finanzierungspartnerschaft. Nach Angaben der Deutschen Bank soll sie Investitionen von 560 Millionen Euro für europäische Raumfahrtunternehmen ermöglichen. Etwa die Hälfte der vorgesehenen Investitionen soll auf Deutschland entfallen.
Die Partnerschaft richtet sich damit an Unternehmen der europäischen Raumfahrtbranche. Der genannte Betrag beschreibt die Investitionen, die durch die Zusammenarbeit ermöglicht werden sollen.
Gewinne und Ausblick als Hintergrund
Für das dritte Quartal 2026 meldete die Deutsche Bank einen Nachsteuergewinn von 1,9 Milliarden Euro. Der Vorsteuergewinn erreichte 2,6 Milliarden Euro und lag damit um 8 Prozent über dem Vorjahreswert.
Die Quartalserträge stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal um 4 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro. Die Risikovorsorge betrug 501 Millionen Euro.
Für 2026 hielt das Institut an seinem Ausblick fest: Die Umsatzerlöse sollen mehr als 33 Milliarden Euro erreichen, sofern die Märkte konstruktiv bleiben. Bei den Gesamtkosten rechnet die Bank mit rund 21,3 Milliarden Euro.
Die DZ Bank bestätigte am Mittwoch ihre Kaufempfehlung für die Deutsche Bank und beließ den fairen Wert bei 36 Euro.
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