UBS Aktie: Vorsichtiger Ausblick drückt
Die UBS steigerte Gewinn und Erträge im dritten Quartal, blickt wegen Unsicherheiten jedoch verhalten auf das Schlussquartal.

Kurz zusammengefasst
- Quartalsgewinn steigt auf 2,7 Milliarden Dollar
- Erträge wachsen um fünf Prozent
- Kostensenkungsziel für Jahresende angehoben
- UBS erwartet saisonal geringere Transaktionsvolumen
Starke Zahlen, trotzdem Kursverluste: Die UBS hat im dritten Quartal mehr verdient als erwartet, gibt sich für die kommenden Monate aber betont zurückhaltend. Die Aktie notiert an der SIX zwischenzeitlich rund zwei Prozent tiefer bei 38,07 Franken.
Gewinn und Erträge legen zu
Die Großbank erzielte im Zeitraum Juli bis September einen Gewinn von 2,7 Milliarden Dollar, acht Prozent mehr als vor einem Jahr. Vor Steuern und Restrukturierungskosten stieg das Ergebnis um 14 Prozent auf 4,1 Milliarden Dollar. Das bereinigte Vorsteuerergebnis fiel höher aus, als Experten erwartet hatten.
Die Erträge wuchsen um fünf Prozent auf 13,35 Milliarden Dollar. Der Aufwand sank dagegen um knapp zwei Prozent auf 9,65 Milliarden Dollar.
In der globalen Vermögensverwaltung, dem Kerngeschäft, flossen weitere Kundengelder zu. Der Nettoneugeldzufluss lag bei 55,1 Milliarden Dollar. Über die gesamte Gruppe verwaltete die UBS jedoch kaum mehr Vermögen als Ende Juni, nämlich gut 7,3 Billionen Dollar. Im Asset Management gab es Nettoabflüsse von 5,1 Milliarden Dollar.
Credit-Suisse-Integration fast abgeschlossen
Der wesentliche Teil der Integration der Credit Suisse endet zum Jahresende. „Derzeit setzen wir die letzten Schritte der Integration um“, teilte die Bank mit. Bislang summieren sich die Brutto-Kosteneinsparungen gegenüber 2022 auf 13,2 Milliarden Dollar.
Auf den letzten Metern legt die UBS nach. Bis Ende des Jahres peilt sie nun Einsparungen von 13,7 Milliarden Dollar an, zuvor waren es rund 13,5 Milliarden.
Zurückhaltung für das Schlussquartal
Den Kursrückgang dürfte vor allem der Ausblick erklären. Die Bank verweist auf erhöhte makroökonomische Volatilität, anhaltende geopolitische Spannungen und politische Unsicherheit rund um richtungsweisende Wahlen wie in den USA. Die Anlegerstimmung sei zu Beginn des vierten Quartals verhalten. Zudem erwartet sie die übliche saisonale Abschwächung der Transaktionsvolumen.
Beim Thema Kapitalrückgabe steht der nächste Termin fest: Im Februar 2027 will die UBS mit den Zahlen zum vierten Quartal mitteilen, wie viel Kapital sie 2027 an die Aktionäre ausschüttet. Das laufende Aktienrückkaufprogramm über 3 Milliarden Dollar soll bis dahin abgeschlossen sein.
In der Schweizer Debatte über schärfere Kapitalanforderungen will die Bank sich weiter „konstruktiv“ einbringen. Dieser Streit dürfte die Aktie auch über das Jahresende hinaus begleiten.
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