SpaceX Aktie: Starship-Flug 14 am 28. August geplant
SpaceX plant für Flug 14 den ersten Fangversuch der Oberstufe und den Start neuer Starlink-Satelliten. Trotz hoher Investitionen und Kursverlusten bleibt die Stimmung positiv.

Kurz zusammengefasst
- Erster Fangversuch der Oberstufe
- Starlink-Satelliten der dritten Generation
- Umsatz steigt um 92 Prozent
- Aktie fällt nach Zahlen
SpaceX steuert auf einen der wichtigsten Starship-Flüge seiner Geschichte zu. Laut einer FCC-Unterlage plant das Unternehmen den Start von Flug 14 frühestens für den 28. August. Erstmals sollen dabei Starlink-Satelliten der dritten Generation in den operativen Orbit gebracht werden.
Erster Fangversuch der Oberstufe geplant
Firmenchef Elon Musk kündigte an, dass SpaceX bei diesem Flug erstmals versuchen wird, die Oberstufe des Raumschiffs am Startplatz aufzufangen, statt sie wie bisher im Indischen Ozean kontrolliert absplashen zu lassen.
Der Fangversuch steht allerdings noch unter dem Vorbehalt einer behördlichen Genehmigung. Musk zeigte sich zugleich optimistisch für die künftige Startfrequenz: In etwa einem Jahr rechne er mit mindestens einem Starship-Flug pro Tag, möglicherweise mehr.
Parallel dazu läuft das operative Tagesgeschäft auf Hochtouren. Am Samstag gelangen SpaceX zwei Falcon-9-Starts binnen 38,5 Minuten – ein Rekordabstand zwischen zwei Missionen für Globalstar und die US Space Force.
Bereits zuvor hatte das Unternehmen mit den Starlink-Missionen 17-49 und 10-19 seine 72. und 73. Satellitenmission des Jahres absolviert, bei insgesamt 93 Falcon-9-Starts im laufenden Jahr.
Quartalszahlen zeigen starkes Wachstum bei hohen Investitionen
Die operative Dynamik spiegelt sich in den jüngsten Geschäftszahlen wider. Im zweiten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 92 Prozent auf 7,81 Milliarden Dollar gegenüber 4,1 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum und übertraf damit die Erwartungen von 6,93 Milliarden Dollar.
Der Verlust je Aktie fiel mit 9 Cent deutlich geringer aus als die prognostizierten 26 Cent. Das bereinigte EBITDA kletterte um 191 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar.
Doch die Investitionsausgaben sorgten für Verunsicherung: Mit 18,4 Milliarden Dollar lagen sie weit über den von Analysten erwarteten rund 13 Milliarden Dollar und deutlich höher als die 10,1 Milliarden Dollar im Vorquartal.
Die Aktie brach nach Bekanntgabe der Zahlen zeitweise um bis zu 8 Prozent im nachbörslichen Handel ein. Zusätzlich belastete, dass der durchschnittliche Umsatz pro Starlink-Kunde im Jahresvergleich um 22 Prozent sank – eine Folge der internationalen Expansion und günstigerer Tarife.
Trotz der schwachen Reaktion auf die Kapitalausgaben reagierten Analysten überwiegend positiv. Argus Research stufte die Aktie am 4. August von Hold auf Buy hoch und nannte ein Kursziel von 160 Dollar. Die Investitionen in KI-Infrastruktur würden sich angesichts des robusten Wachstums der Rechenkapazität schnell amortisieren, begründete das Analysehaus seinen Optimismus. JPMorgan erhöhte am selben Tag sein Kursziel von 225 auf 240 Dollar.
Kapitalmarkt-Ereignisse belasten das Sentiment
Zusätzlichen Druck erzeugte der Ablauf der Lock-up-Frist nach dem Börsengang am 6. August: Rund 912 Millionen Aktien wurden für den Handel freigegeben, ein Aktienpaket im Wert von etwa 101 Milliarden Dollar zu den damaligen Kursen. Die Aktie schloss an jenem Tag dennoch um 6,1 Prozent höher bei 114,92 Dollar – ein Zeichen, dass der Markt die Verwässerungsangst zunächst wegsteckte.
Aktuell notiert die Aktie bei 120,70 Euro und büßt im heutigen Handel 0,2 Prozent ein. Über die vergangenen 30 Tage steht dennoch ein Plus von 11 Prozent zu Buche, nach dem 52-Wochen-Tief von 91,04 Euro Anfang August hat sich das Papier deutlich erholt.
Vom 52-Wochen-Hoch bei 194,46 Euro im Juni bleibt die Aktie mit einem Abstand von 38 Prozent aber noch weit entfernt. Der Fokus der Anleger dürfte sich nun auf den Termin Ende August richten, wenn sich zeigt, ob SpaceX den anspruchsvollen Fangversuch bei Starship-Flug 14 meistert.
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