Airbus Aktie: Die Eurofighter-Offensive!
Neben dem geplanten Kampfjet-Angebot erhielt Airbus in Frankreich einen 25-jährigen Cybersecurity-Auftrag und meldete neue Serviceverträge.

Kurz zusammengefasst
- Eurofighter-Angebot für Portugal geplant
- PARACOM-Zuschlag mit 25 Jahren Laufzeit
- Neue Wartungsverträge für mehrere Airlines
- A321-Fertigung in Broughton angekündigt
Airbus verstärkt seine Aktivitäten im europäischen Rüstungsmarkt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag berichtete, plant das Unternehmen, Portugal Ende Oktober oder Anfang November ein Angebot für den Eurofighter Typhoon zu unterbreiten. Der Vorstoß zielt auf die geplante Ablösung der portugiesischen F-16-Kampfflugzeuge ab. Airbus tritt dabei in direkten Wettbewerb mit dem US-Konzern Lockheed Martin, der seine F-35 positioniert.
Rüstungskontrakt in Frankreich und neue Serviceabkommen
Flankiert wird die Initiative durch einen langfristigen Auftrag aus Frankreich. Am Mittwoch erhielt Airbus Cybersecurity SAS von der französischen Beschaffungsbehörde General Directorate for Armament den Zuschlag für das PARACOM-Programm.
Die Vereinbarung erstreckt sich über 25 Jahre und umfasst den Entwurf, die Entwicklung, Produktion sowie die Instandhaltung von Cybersicherheits-Gateways für die Netzwerke des französischen Verteidigungsministeriums.
Zugleich meldete der Luftfahrtkonzern am Mittwoch neue Abschlüsse für seine zivilen Wartungs- und Logistikdienste. Im Rahmen der Flight Hour Services unterzeichnete World2Fly einen langfristigen Betreuungsvertrag für vier Flugzeuge des Typs A330 sowie drei A350. Malaysia Airlines verlängerte die Vereinbarung für ihre A330ceo-Flotte, während sich Aircalin für künftige Großraumjets des Typs A350-900 an das Serviceprogramm band.
Umbau bestehender Hallen flankiert die Jahresziele
Neben den Dienstleistungen passt das Unternehmen seine industriellen Standorte an, um das übergeordnete Fertigungstempo abzusichern. Am Montag kündigte Airbus an, die frühere Produktionsstätte für A380-Tragflächen im britischen Broughton in eine Fertigungslinie für die A321 umzuwandeln.
Bereits Mitte September hatte der Konzern zudem ein neues Auslieferungszentrum in Toulouse eröffnet und die erste Maschine der A320-Familie aus der zweiten Montagelinie im chinesischen Tianjin an China Eastern Airlines übergeben.
Die Kapazitätserweiterungen stützen die operativen Ziele des Flugzeugbauers. Trotz der Belastungen durch Nacharbeiten an der Schutzbeschichtung bei Rumpfelementen der A321neo bekräftigte das Management sein Ziel, im Gesamtjahr 2026 rund 870 Flugzeuge an Kunden zu übergeben.
An den Finanzmärkten schloss die Aktie am Freitag bei 194,10 Euro, was einem Tagesrückgang von 0,7 Prozent entspricht. Seit dem Jahresanfang beläuft sich das Kursminus damit auf 1,7 Prozent.
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