Der S&P 500 beendete eine volatile Handelswoche am vergangenen Freitag fast unverändert. Während unerwartet niedrige Inflationsdaten für Rückenwind sorgten, verhinderten anhaltende Sorgen über die wirtschaftlichen Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz größere Kursgewinne. Kann der Markt die positive Dynamik der Teuerungsrate nutzen, um den kurzfristigen Abwärtstrend zu brechen?
- Schlusskurs: 6.836,17 Punkte (+0,05 %)
- Inflationsrate: 2,4 % im Januar (Prognose: 2,5 %)
- Anleiherenditen: 10-jährige US-Treasuries sinken auf 4,05 %
- VIX: Rückgang auf 20,60 Punkte (-1,06 %)
Erleichterung an der Zinsfront
Die am Freitag veröffentlichten Verbraucherpreisdaten für den Monat Januar sorgten an den Märkten zunächst für Aufatmen. Mit einer Rate von 2,4 % kühlte sich die Inflation stärker ab als von Ökonomen mit 2,5 % erwartet. Diese Entwicklung linderte die Sorgen vor weiteren Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Federal Reserve und drückte die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihen spürbar. Trotz dieser fundamentalen Entlastung blieb die Sitzung nervös: Der Index schwankte in einer breiten Spanne zwischen 6.794 und 6.881 Punkten.
Rotation in defensive Sektoren
Unter der Oberfläche des Gesamtmarktes setzte sich die Umschichtung der Anleger fort. Kapital floss verstärkt aus dem Technologiesektor in defensivere Bereiche wie Versorger und Immobilien. Diese Sektorenrotation deutet auf eine wachsende Vorsicht der Marktteilnehmer hin, die trotz der positiven Inflationsnachrichten bestehen bleibt. Während der Dow Jones ein leichtes Plus von 0,1 % verbuchte, gab der technologielastige Nasdaq Composite um 0,2 % nach.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei S&P 500?
Technische Marken im Fokus
Aus technischer Sicht bleibt die Lage für den S&P 500 anspruchsvoll. Der Index schloss unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 6.894,63 Punkten, was ein Indiz für eine nachlassende kurzfristige Dynamik ist. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit einem Wert von 43,6 % eine neutrale bis leicht überverkaufte Marktlage. Während die Marke von 6.800 Punkten als Unterstützung dient, stellt das psychologisch wichtige Niveau von 7.000 Punkten weiterhin einen massiven Widerstand dar.
Institutionelle Anleger zeigen sich im Derivatemarkt positioniert für weitere Unsicherheit. Eine hohe Anzahl gehandelter Put-Optionen auf den SPY-ETF signalisiert Absicherungsbedarf gegen mögliche Rücksetzer. Zum Handelsstart der neuen Woche wird entscheidend sein, ob die Entspannung bei den Anleiherenditen anhält und die Basis für einen erneuten Test der Widerstandszonen bildet.
S&P 500: Kaufen oder verkaufen?! Neue S&P 500-Analyse vom 16. Februar liefert die Antwort:
Die neusten S&P 500-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für S&P 500-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
S&P 500: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
