Commerzbank Aktie: UniCredit auf 42,5 Prozent
UniCredit hält nach Ende der Annahmefrist 42,5 Prozent an der Commerzbank. Vorstand lehnt Angebot ab und schaltet BaFin ein.

Kurz zusammengefasst
- UniCredit-Anteil steigt auf 42,5 Prozent
- Commerzbank lehnt Übernahmeangebot ab
- BaFin eingeschaltet wegen Marktmanipulation
- Aktie notiert nahe 52-Wochen-Hoch
42,5 Prozent — so hoch ist der Anteil, den UniCredit nach dem Ende der regulären Annahmefrist an der Commerzbank hält. Die Mailänder Großbank hat ihre Position damit weiter ausgebaut. Die Commerzbank kämpft seit fast zwei Jahren dagegen an.
Wie UniCredit auf 42,5 Prozent kam
Vor dem Angebot hielt UniCredit bereits 26,77 Prozent direkt und weitere 3,22 Prozent über aktienbasierte Derivate. Im Rahmen der Offerte kamen Aktien hinzu, die 12,51 Prozent des Commerzbank-Kapitals entsprechen. Der Stichtag war der 19. Juni 2026.
Der Tauschkurs: 0,485 UniCredit-Aktien je Commerzbank-Aktie. Eine Prämie enthielt das Angebot nicht. Über weite Teile der Angebotsfrist lag der implizite Wert des Gebots sogar unter dem Commerzbank-Kurs.
Widerstand mit allen Mitteln
Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank empfehlen ihren Aktionären weiterhin, das Angebot abzulehnen. Das Haus hat die BaFin eingeschaltet und Strafanzeige wegen des Verdachts auf Marktmanipulation erstattet. Ein klarer Eskalationsschritt.
Die reguläre Annahmefrist endete am 16. Juni 2026. Bis zum 3. Juli können Commerzbank-Aktionäre ihre Anteile jedoch noch im Rahmen einer Nachfrist umtauschen. Das endgültige Ergebnis veröffentlicht UniCredit voraussichtlich am 8. Juli 2026.
Aktie nahe Jahreshoch
Der Kurs der Commerzbank-Aktie spiegelt die Übernahmedynamik wider. Am Freitag schloss das Papier bei 38,33 Euro — knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 38,85 Euro, das ebenfalls am 19. Juni markiert wurde. Über zwölf Monate hat die Aktie rund 39 Prozent zugelegt.
Wie das Ergebnis der Nachfrist den Machtkampf weiterentwickelt, zeigt sich am 8. Juli.
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