Renk Aktie: Situation bleibt angespannt?
Das Israel-Embargo der Bundesregierung kostet Renk bis zu 100 Millionen Euro Umsatz. Der Konzern verlagert betroffene Produktionslinien in die USA und baut in Osteuropa aus.

Kurz zusammengefasst
- Produktion nach Michigan verlagert
- Bis zu 100 Mio. Euro Umsatzverlust
- Ausbau in Polen geplant
- Dividende steigt um 38 Prozent
Das Israel-Embargo der Bundesregierung kostet Renk bis zu 100 Millionen Euro Umsatz in diesem Jahr. Die Antwort des Augsburger Antriebsspezialisten ist konkret: Produktion raus aus Deutschland, rein in die USA.
Michigan statt Augsburg für Israel-Aufträge
Exportlizenzen für das RK-325-Getriebesystem — verbaut in israelischen Panzern vom Typ Merkava und Namer — verweigert Berlin derzeit. Renk verlagert die betroffene Produktionslinie deshalb in sein Werk im amerikanischen Muskegon. Bis 2030 fließen 150 Millionen Dollar in den Standort. Künftige Aufträge laufen dann über US-Militärprogramme — deutsche Exportbeschränkungen greifen nicht mehr.
Parallel dazu baut Renk in Osteuropa aus. In Polen entstehen neue Service- und Produktionsanlagen, von wo aus das Unternehmen Kunden in der Ukraine und im Baltikum beliefern will. Rund 500 Millionen Euro sind für die Region in den nächsten fünf Jahren eingeplant. Im Stammwerk Augsburg steigt die Jahreskapazität bis Ende 2026 auf 800 Getriebeeinheiten — vor dem Ukraine-Krieg lag die Grenze bei 300 Stück.
Wachstumsziele und ein schwacher Cashflow
Das Umsatzziel für 2026 liegt bei über 1,5 Milliarden Euro, das bereinigte operative Ergebnis soll zwischen 255 und 285 Millionen Euro landen. Mittelfristig strebt Renk bis 2030 einen Umsatz von 2,8 bis 3,2 Milliarden Euro an, was einem jährlichen Wachstum von rund 15 Prozent entspräche. Mehr als 90 Prozent des geplanten Jahresumsatzes sind dem Management zufolge bereits gesichert.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Renk?
Ein Wermutstropfen bleibt der Cashflow. Die Cash-Conversion-Rate lag zuletzt bei nur 47 Prozent — das Managementziel liegt bei über 80 Prozent. Rund 200 Millionen Euro Umsatz verschoben sich aus 2025 ins erste Halbjahr 2026, verzögerte Kundenzahlungen und erhöhter Betriebskapitalbedarf belasten die Liquidität. Ob diese Erlöse nun verbucht sind, zeigt sich am 6. Mai, wenn Renk vollständige Q1-Zahlen vorlegt.
Hauptversammlung mit Dividendenentscheidung
Die Aktie notiert mit rund 53 Euro etwa 40 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom Oktober 2025 — trotz eines Plus von knapp elf Prozent in den vergangenen 30 Tagen. Der RSI von 73 signalisiert dabei eine kurzfristig überkaufte Lage.
Auf der Hauptversammlung am 10. Juni in Augsburg stimmen die Aktionäre über eine vorgeschlagene Dividende von 0,58 Euro je Aktie ab — ein Anstieg um 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ob das Unternehmen die Cash-Conversion-Rate bis dahin wieder in Richtung Zielkorridor gebracht hat, dürfte die Stimmung im Saal maßgeblich prägen.
Renk-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Renk-Analyse vom 29. April liefert die Antwort:
Die neusten Renk-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Renk-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Renk: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...