Vulcan Energy ist beim Lithium-Projekt „Lionheart“ in Deutschland einen wichtigen Schritt weiter. Nach erfolgreichen Bohrloch-Tests und einem abgeschlossenen Finanzierungspaket läuft nun die Umsetzung an mehreren Standorten im Oberrheingraben an. Die zentrale Frage: Reichen Daten und Kapital, um den engen Zeitplan bis zur geplanten Produktion abzusichern?
Wichtige Eckpunkte:
– Produktionspotenzial neuer Bohrung: 105 bis 125 Liter pro Sekunde
– Abgesichertes Finanzierungspaket: 2,2 Mrd. Euro
– Liquide Mittel (Ende Q4 2025): 523 Mio. Euro
– Ziel für kommerzielle Produktion: 2028
Bohrloch-Test über Plan
Heute bestätigte das Unternehmen starke Ergebnisse aus dem Produktionstest der ersten neuen Lionheart-Bohrung (LSC-1b Sidetrack). Laut Mitteilung liegt das Produktionspotenzial bei 105 bis 125 Litern pro Sekunde. Damit übertrifft die Bohrung die im Feldentwicklungsplan für Phase 1 angenommene durchschnittliche Anforderung von rund 84 bis 94 Litern pro Sekunde.
Zusätzlich meldete Vulcan, dass zentrale Parameter am Standort Schleidberg nahe Landau die Annahmen des Entwicklungsplans erreichen oder übertreffen. Genannt wurden unter anderem Lithiumgehalt, Temperatur, Reservoirqualität und die Durchlässigkeit des Gesteins.
Beim Bohren lief es ebenfalls rund: Die konzerneigene Bohrtochter Vercana stellte den Sidetrack sicher und früher als geplant fertig – ohne Gesundheits-, Sicherheits- oder Umweltvorfälle. LSC-1 ist die fünfte Bohrung der Phase-1-Entwicklung, vier Bohrungen sind laut Bericht bereits in Produktion.
2,2 Milliarden Euro Finanzierung steht
Im Quartalsbericht von Ende Januar bestätigte Vulcan ein Finanzierungspaket über 2,2 Milliarden Euro für Bau und Entwicklung der Phase 1. Diese Finanzierung ermöglichte dem Vorstand im Dezember 2025 eine positive finale Investitionsentscheidung.
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Die Struktur setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen, darunter:
– 250 Mio. Euro von der Europäischen Investitionsbank (unterzeichnet im Dezember 2025)
– mehr als 350 Mio. Euro öffentliche Mittel der Bundesregierung (Zuschüsse und Beteiligungskapital)
– Konsortialkredite u. a. von ABN AMRO, BNP Paribas, ING, KommunalKredit Austria, Natixis, OCBC und Unicredit
– Unterstützung durch Exportkreditagenturen, u. a. Bpifrance, EDC, Export Finance Australia, EIFO und SACE
Zum Ende von Q4 2025 meldete das Unternehmen einen Kassenbestand von 523 Mio. Euro.
Bau läuft – Abnahme mit Glencore
Auch operativ geht es in die Fläche: Die physische Bauphase hat an mehreren Standorten begonnen. Vulcan nennt unter anderem den Kaufvertrag für rund 10 Hektar im Industriepark „Messegelände Südost D12“ in Landau für die kommerzielle Lithium-Extraktionsanlage und ein Geothermalkraftwerk. Zudem seien alle wesentlichen Genehmigungen für Phase 1 eingegangen, einschließlich der Genehmigung für die vorgelagerte Lithium-Extraktionsanlage in Landau.
Auf der Lieferantenseite wurden zentrale Verträge geschlossen: für EPCM-Leistungen mit einem Joint Venture aus Sedgman und HOCHTIEF, für Lithium-Reinigungstechnologie mit JordProxa sowie mit ABB als hauptverantwortlichem Elektroauftragnehmer.
Für die Vermarktung hat Vulcan bereits einen Abnahmevertrag: Im Oktober 2025 wurde mit Glencore vereinbart, über die ersten acht Produktionsjahre 36.000 bis 44.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat zu liefern. Das schafft planbare Abnahmevolumina für die Anfangsphase.
Kommerziell peilt Phase 1 eine Jahreskapazität von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat an. Der Start der kommerziellen Produktion bleibt auf 2028 terminiert.
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