Xiaomi Aktie: HSBC vergibt Kaufempfehlung für Pengcheng-Schub
Mehr als 70.000 Bestellungen und September-Auslieferungen stützen Xiaomis Fahrzeuggeschäft trotz schwacher Technologiewerte.

Kurz zusammengefasst
- Xiaomi-Aktie verliert im deutschen Handel zwei Prozent
- Pengcheng-Modelle mit über 70.000 Bestellungen
- Mehr als 40.000 Fahrzeuge im September ausgeliefert
- HSBC startet Bewertung mit Kaufempfehlung
Die Aktie von Xiaomi gerät am heutigen Donnerstag im Fahrwasser eines schwachen Branchenumfelds unter Abgabedruck. An der Börse in Hongkong verzeichnete der Hang Seng Tech Index einen spürbaren Rückgang von 2,89 Prozent, der auch die Papiere des Elektronikkonzerns erfasste.
Im deutschen Handel verliert der Titel 2,0 Prozent auf 2,67 Euro. Unternehmenseigene Auslöser für das Minus gab es nicht; die Kursentwicklung spiegelt vielmehr die Zurückhaltung der Investoren gegenüber den großen Technologiewerten wider.
Robuste Nachfrage im Automobilgeschäft
Operativ sendet das Unternehmen hingegen positive Signale aus seiner Automobilsparte. Medienberichten zufolge verzeichnete Xiaomi für die Modelle der Pengcheng-Reihe bis zum gestrigen Mittwoch mehr als 70.000 verbindliche Bestellungen. Der Konzern erklärte diesbezüglich, dass die Modellpalette aus reinen Elektrofahrzeugen sowie Modellen mit Reichweitenverlängerung damit fest am Markt etabliert sei.
Dieser Zuspruch schlägt sich auch in den jüngsten Absatzergebnissen nieder. Für den Monat September meldete Xiaomi insgesamt mehr als 40.000 ausgelieferte Fahrzeuge. Unternehmensgründer Lei Jun gab bekannt, dass davon über 10.000 Einheiten bereits im ersten Verkaufsmonat auf die neue Pengcheng-Reihe entfielen. Die zügige Skalierung der Fertigung unterstreicht die wachsende Bedeutung der Sparte für das Gesamtunternehmen.
Analystenlob und verhaltene Marktstimmung
Die Fortschritte im Fahrzeugsegment finden auch bei Marktbeobachtern Beachtung. Die Großbank HSBC nahm die Bewertung der Xiaomi-Aktie am 30. September mit einer Kaufempfehlung („Buy“) auf und bezifferte das Kursziel auf 33,20 Hongkong-Dollar. Die Analysten stuften neue Fahrzeugmodelle dabei als wesentlichen Treiber für die weitere Expansion im Bereich der Elektromobilität ein.
Trotz der operativen Impulse aus dem Fahrzeuggeschäft bleibt die Lage an den Märkten herausfordernd. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Minus von 38 Prozent. Die Kursverluste im Zuge der heutigen Branchenschwäche verdeutlichen, dass sich das Papier den übergeordneten Abverkäufen in Hongkong derzeit nicht entziehen kann.
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