Taiwans Chipindustrie steht wieder im politischen Scheinwerferlicht – und TSMC gleich mit. US-Präsident Donald Trump hat am Sonntag erneut gegen Taiwan ausgeteilt, ausgerechnet im Umfeld eines wichtigen Urteils des Supreme Court zu Zöllen. Für Anleger wird damit eine Frage zentral: Wie stark kann die Rhetorik am Ende tatsächlich auf das Geschäft durchschlagen?
Zoff um Zölle nach Supreme-Court-Urteil
Laut South China Morning Post erklärte Trump, Taiwan habe das US-Chipgeschäft „gestohlen“. Die Aussagen kamen kurz nachdem der US Supreme Court in einer 6:3-Entscheidung Trumps Notfallzölle kassiert hatte. Trump argumentierte, taiwanische Halbleiterfirmen bauten Fabriken etwa in Arizona und Texas vor allem, um Importabgaben zu umgehen.
Im Hintergrund steht ein bereits zuvor platzierter Hebel aus Taiwan: Eine Investitionszusage über 500 Milliarden US-Dollar in den USA. Dieses Kapitalpaket war laut Bericht ausdrücklich darauf ausgerichtet, Zölle auf Technologieexporte von 20% auf 15% zu drücken. Genau an diesem Punkt wird klar, warum die Debatte für TSMC mehr ist als nur Lärm: Es geht um die Konditionen, zu denen der globale Chipfluss künftig abgewickelt wird.
Große Fonds kaufen weiter zu
Trotz dieser politischen Reibung bleibt das Interesse institutioneller Investoren auffällig hoch. Daten von MarketBeat und Ticker Report zeigen, dass mehrere Fonds ihre Positionen zuletzt deutlich ausgebaut haben.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei TSMC?
Explore Capital Management LLC erhöhte den Bestand im dritten Quartal um 15,9% auf 62.032 Aktien (Bewertung: 17,33 Mio. US-Dollar). Damit ist TSMC die zweitgrößte Position des Fonds und macht 10,7% des Portfolios aus. Premier Fund Managers Ltd stockte um 21,0% auf 36.300 Aktien auf. Besonders steil fiel der Schritt bei Westerkirk Capital Inc. aus: plus 292,0% auf 28.417 Aktien.
KI-Nachfrage als Fundament
Der Rückenwind kommt weiterhin aus der KI-Welle. In Sector HQs „AI Leaderboard“ vom 22. Februar 2026 liegt TSMC weltweit auf Rang 25 mit einem Score von 36,8. Dazu passt ein weiteres Signal aus der Lieferkette: Manager der SK Group betonten zuletzt, dass die Nachfrage nach High Bandwidth Memory (HBM) – einem Schlüsselbaustein neben modernen KI-Prozessoren – das aktuelle Angebot um mehr als 30% übersteigt.
Unterm Strich stehen sich damit zwei Kräfte gegenüber: politischer Druck über Handels- und Zollfragen auf der einen Seite, eine anhaltend starke KI-Infrastruktur-Nachfrage auf der anderen. An der Börse zeigt sich die Aktie derweil weiter fest und schloss am Freitag bei 314,50 Euro, nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch.
TSMC-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TSMC-Analyse vom 22. Februar liefert die Antwort:
Die neusten TSMC-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TSMC-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
TSMC: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
