Ethereum: Thailand öffnet Weg für Spot-ETFs
Neue SEC-Regeln ermöglichen thailändischen Vermögensverwaltern Spot-Fonds auf Bitcoin und Ethereum; US-Ethereum-ETFs verzeichneten anhaltende Abflüsse.

Kurz zusammengefasst
- Spot-ETFs zunächst auf zwei Kryptowährungen begrenzt
- Fonds müssen mindestens 80 Prozent direkt halten
- US-Ethereum-ETFs mit acht Tagen Nettoabflüssen
- Ab 2.500 US-Dollar bleibt die Kurslage entscheidend
Thailands Wertpapier- und Börsenaufsicht hat den Weg für börsengehandelte Krypto-Fonds geebnet. Ab dem 16. Oktober dürfen Vermögensverwalter im Land Spot-ETFs auflegen, wobei die Genehmigung vorerst auf Bitcoin und Ethereum beschränkt bleibt. Die neue Regulierung schafft erstmals einen formalen Rahmen für institutionelle Krypto-Investments an der Stock Exchange of Thailand.
Strenger Rahmen für thailändische Fonds
Die thailändische Aufsichtsbehörde SEC legte am Donnerstag elf Regelwerke vor, die den Handel an der nationalen Börse regeln. Fonds müssen passiv verwaltet werden und im Jahresdurchschnitt mindestens 80 Prozent ihres Nettoinventarwerts direkt im jeweiligen Basiswert halten. Zudem verlangt die Behörde die Verwahrung bei SEC-lizenzierten Custodians.
Der Regulierer setzt gleichzeitig auf Vorsichtsmaßnahmen für Privatanleger. Der Kauf auf Kredit über Margin-Darlehen bleibt untersagt, und Investoren müssen eine formelle Risikobestätigung abgeben. Thailändischen Publikums- und Spezialfonds ist es fortan gestattet, Anteile der lokalen Krypto-ETFs innerhalb ihrer bestehenden Anlagegrenzen zu erwerben.
Der Zugang zu ausländischen Krypto-ETFs über Hinterlegungsscheine bleibt Privatanlegern dagegen zunächst verwehrt. Für die Emittenten bedeutet das Datum Mitte Oktober allerdings noch keinen automatischen Handelsstart, da jeder einzelne Fonds eine separate Zulassung benötigt.
Anhaltende Mittelabflüsse belasten US-Markt
Während in Südostasien neue Zugangswege entstehen, stand der Markt für Ethereum an den westlichen Finanzplätzen zuletzt unter erheblichem Druck. Der Kurs notiert bei 2.493,86 USD und verzeichnete über sieben Tage ein Minus von 7,2 Prozent.
Verantwortlich für die jüngste Kursschwäche waren vor allem Verkäufe an den US-Börsen. Die dort gelisteten Spot-ETFs auf Ethereum verzeichneten zuletzt an acht aufeinanderfolgenden Handelstagen Nettoabflüsse, die sich insgesamt auf über 600 Millionen Dollar summierten. Parallel dazu wurden an den Krypto-Derivatemärkten gehebelte Terminkontrakte in dreistelliger Millionenhöhe zwangsliquidiert, was den Abwärtsdruck kurzfristig verstärkte.
Technischer Kampf um wichtige Hürden
Nach dem Rücksetzer zeigt sich der Kurs mit einem Tagesplus von 0,5 Prozent vorerst stabilisiert. Die Marke um 2.500 USD dient Händlern nun als kurzfristiger Dreh- und Angelpunkt im Chartbild. Erst ein nachhaltiger Anstieg über diesen Bereich dürfte den unmittelbaren Verkaufsdruck mindern, während die Marktteilnehmer zugleich beobachten, ob die neuen thailändischen Anlagevehikel ab der kommenden Woche für frische Impulse sorgen können.
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