First Phosphate Aktie: 407,5 Millionen USD Exportkredite gesichert
First Phosphate erhält Exportkredit-Zusagen über 407,5 Millionen USD, die rund 83 Prozent der geplanten Anfangsinvestitionen abdecken.

Kurz zusammengefasst
- SERV stellt 212,5 Millionen USD in Aussicht
- Exportkredite decken rund 83 Prozent
- Ressourcen steigen um 378 Prozent
- Aktie gewinnt seit Jahresbeginn 98 Prozent
Geringerer Bedarf an Eigenkapital
Der kanadische Phosphat-Entwickler First Phosphate steuert bei seinem Leitprojekt Bégin-Lamarche auf eine erhebliche Entlastung der Finanzierungsstruktur zu. Nach Einschätzung des Analysehauses Noble Capital Markets vom Donnerstag reduziert sich der Eigenkapitalbedarf für das Vorhaben spürbar.
Hintergrund sind internationale Absichtserklärungen staatlicher Exportkreditagenturen zur Absicherung von Lieferungen und Bauleistungen. Am Freitag legte der Aktienkurs an der Börse um 3,1 % zu und ging bei 1,40 Euro aus dem Handel.
Für Entwicklungsgesellschaften im Rohstoffsektor bildet die Sicherung der Baukosten traditionell die größte Hürde. Müssen hohe Summen allein über die Ausgabe neuer Aktien aufgebracht werden, droht den bestehenden Anteilseignern eine empfindliche Verwässerung. Das Einbinden staatlicher Exportkreditagenturen bietet hier einen Ausweg, um Risiken zu verteilen und die Eigenkapitallast zu senken.
Großteil der Investitionen abgesichert
Hintergrund der Neubewertung ist die am Mittwoch erteilte Absichtserklärung der Schweizerischen Exportrisikoversicherung SERV. Die Institution stellte Fördermittel für den Erwerb von Schweizer Maschinen, Ausrüstungsgütern und Bauleistungen in Aussicht. Die Lieferungen sind für die geplante Verarbeitungsanlage im kanadischen Saguenay-Lac-St-Jean in der Provinz Quebec bestimmt.
Die Schweizer Zusage über rund 212,5 Millionen USD ergänzt eine frühere Unterstützung der dänischen Exportkreditagentur EIFO. Laut Noble Capital Markets erreicht das Paket aus Exportkrediten damit ein Volumen von etwa 407,5 Millionen USD. Dieser Gesamtbetrag deckt rund 83 Prozent der in einer früheren wirtschaftlichen Bewertung veranschlagten Anfangsinvestitionen ab.
Das Unternehmen verschafft sich damit eine robuste Ausgangsposition für die anstehenden Verhandlungen mit weiteren Projektpartnern. Die Einbindung der staatlichen Stellen signalisiert zudem eine externe Bestätigung der technischen Konzeption.
Rohstoffbasis stärkt die Projektpläne
Flankiert wird der finanzielle Fortschritt durch die geologische Substanz des Vorkommens. Vor gut drei Wochen reichte First Phosphate einen aktualisierten technischen Bericht für Bégin-Lamarche ein. Die Auswertung belegte eine deutliche Vergrößerung der Lagerstätte, wobei die angezeigten Ressourcen gegenüber der ersten Schätzung um 378 Prozent zulegten.
Ein solches Ressourcenwachstum ist für Bergbauprojekte eine wesentliche Voraussetzung für die industrielle Planung. Die Bestätigung der Rohstoffbasis stützt den langfristigen Betrieb der Weiterverarbeitung zur Belieferung der Batterieindustrie.
Auch am Kapitalmarkt fand die operative Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf Anerkennung. Seit Jahresanfang beläuft sich das Kursplus der Aktie auf 98 Prozent. Entscheidend für die nächsten Schritte bleibt die termingerechte Überführung der vorliegenden Absichtserklärungen in verbindliche Kreditverträge.
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