SAP: 2,6 Milliarden in erster Tranche
SAP beendet erste Rückkauf-Tranche zu 161 Euro, während der Kurs auf 147 Euro fällt. Cloud-Geschäft wächst stark, Cashflow sinkt durch Vergleichszahlung.

Kurz zusammengefasst
- Erste Rückkauf-Tranche abgeschlossen
- Cloud-Umsatz steigt um 27 Prozent
- Rechtsvergleich belastet freien Cashflow
- Jahresprognose unter Vorbehalt bestätigt
Die erste Tranche des milliardenschweren Aktienrückkaufprogramms ist abgeschlossen. Der Konzern erwarb rund 16,3 Millionen Papiere. Der Durchschnittspreis lag dabei bei knapp 161 Euro.
Das Timing der ersten Käufe wirkt unglücklich. Aktuell notiert die SAP-Aktie bei 147,08 Euro. Seit Jahresbeginn verlor das Papier rund 27 Prozent an Wert. Der Rückkauf fand also deutlich über dem heutigen Kursniveau statt.
Starkes Cloud-Geschäft stützt Bilanz
Operativ liefert der Softwarekonzern solide Zahlen. Der Gesamtumsatz stieg im ersten Quartal um sechs Prozent auf rund 9,5 Milliarden Euro. Als wichtigster Treiber erwies sich das Cloud-Geschäft. Hier kletterten die Erlöse währungsbereinigt um 27 Prozent.
Das Betriebsergebnis legte um 17 Prozent zu. Auch der Gewinn je Aktie stieg um neun Prozent. Ein teurer Einmaleffekt belastete allerdings die Kasse. SAP zahlte im März 408 Millionen Euro für einen juristischen Vergleich.
Damit legte der Konzern den Rechtsstreit mit Teradata außergerichtlich bei. Die Folge: Der freie Cashflow sank um neun Prozent auf gut 3,2 Milliarden Euro.
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Übernahme und Prognose im Fokus
Das Management bestätigt die Jahresprognose. SAP erwartet im laufenden Jahr einen Cloud-Umsatz von mindestens 25,8 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis soll bei rund 12 Milliarden Euro liegen. Diese Ziele knüpft SAP an bestimmte Bedingungen.
Dazu zählt der geplante Kauf von Reltio. SAP will den Datenmanagement-Spezialisten integrieren, um die hauseigene Daten-Cloud zu stärken. Die zuständigen Behörden müssen dem Deal noch zustimmen.
Analysten bewerten die Lage nüchtern. JP Morgan stuft die SAP-Aktie weiterhin mit „Neutral“ ein. Die Experten loben die vollen Auftragsbücher im Cloud-Segment. Sie erwarten für das Gesamtjahr aber kein beschleunigtes Wachstum mehr.
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