UPM-Kymmene Aktie: Das Sperrholz ist raus
Nach der Übertragung des Sperrholzgeschäfts weist UPM für fortgeführte Aktivitäten 131 Millionen Euro Quartalsergebnis aus.

Kurz zusammengefasst
- Sperrholzgeschäft an WISA Group übertragen
- Neue ISIN für die UPM-Aktie
- Q3-Umsatz fortgeführter Aktivitäten: 2.202 Millionen Euro
- EU-Prüfung des UPM-Sappi-Projekts bleibt offen
UPM-Kymmene hat am 31. Oktober die Teilspaltung seines Sperrholzgeschäfts abgeschlossen und im finnischen Handelsregister eintragen lassen. Dabei gingen das Geschäft sowie die zugehörigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf die WISA Group über. Im Zuge der Teilspaltung erhielt die UPM-Aktie die ISIN FI4000603337.
Ergebnisprognose für das fortgeführte Geschäft
Für Anleger ist daneben der Ergebnisrahmen des fortgeführten Geschäfts relevant. UPM hatte am 28. Oktober für das zweite Halbjahr 2026 ein vergleichbares operatives Ergebnis von ungefähr 375 bis 575 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Diese Prognose bezieht sich ausdrücklich auf die fortgeführten Aktivitäten.
Für das dritte Quartal 2026 meldete das Unternehmen einen Umsatz dieser Aktivitäten von 2.202 Millionen Euro. Das vergleichbare operative Ergebnis betrug 131 Millionen Euro. Damit liegen sowohl Quartalszahlen als auch der Ergebnisausblick auf Basis des fortgeführten Geschäfts vor.
Gemeinschaftsunternehmen wartet auf EU-Entscheidung
Eine weitere geplante Veränderung betrifft das Grafikpapiergeschäft: UPM und Sappi wollen ein Gemeinschaftsunternehmen im Wert von 1,42 Milliarden Euro bilden. Laut Reuters verlängerte die Europäische Kommission ihre Entscheidungsfrist bis zum 8. Januar 2027. Die wettbewerbsrechtliche Prüfung ist damit weiterhin offen.
Die Unternehmen haben dafür vorgeschlagene Abhilfemaßnahmen eingereicht. Reuters zufolge umfassen diese Kapazitätsanpassungen für bestimmte europäische Papiersorten und Schutzvorkehrungen für Kunden. Hinzu kommen Investitionen in Dekarbonisierung, Elektrifizierung und Energieeffizienz. Es handelt sich um Vorschläge im Prüfverfahren, nicht um eine bereits erteilte Genehmigung.
Daneben plant UPM Adhesive Materials den Ausbau seiner Produktion in Indien. Das Unternehmen kündigte am 28. Oktober seine erste Fabrik für Etikettenmaterialien in dem Land an. Der Standort soll Anfang 2028 in Gujarat öffnen und eine Beschichtungslinie auf Acrylbasis erhalten.
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