Mercedes-Benz Aktie: RBC setzt Ziel auf 56 Euro
Mercedes-Benz kämpft mit Rückruf und verhaltenen Analystenstimmen. Die Aktie notiert nahe dem Jahrestief, während eine Modelloffensive die Wende bringen soll.

Kurz zusammengefasst
- Rückruf wegen Radbefestigungen
- Analysten sehen AMG als Impulsgeber
- Modelloffensive mit über 40 Neuvorstellungen
- Aktie nahe 52-Wochen-Tief
Fast 20 Prozent im Minus seit Jahresbeginn — Mercedes-Benz kämpft an mehreren Fronten. Ein Rückruf wegen potenziell fehlerhafter Radbefestigungen, verhaltene Analysteneinschätzungen und ein Kurs, der kaum Luft nach oben lässt. Das Bild zum Wochenende ist durchwachsen.
RBC sieht Potenzial, aber keine Euphorie
Die kanadische Bank RBC hat ihre Einschätzung für Mercedes-Benz aktualisiert. Analyst Tom Narayan hält an „Sector Perform“ fest und setzt das Kursziel bei 56 Euro. Im Mittelpunkt steht das Margenpotenzial der Submarke AMG — besonders das neue AMG GT-Coupé gilt als Impulsgeber im High-End-Segment.
Allerdings stuft Narayan die US-Absatzziele bis 2030 als äußerst ambitioniert ein. Das Rating spiegelt genau diesen Zwiespalt wider: Chancen im Premiumsegment auf der einen, Gegenwind in den Kernmärkten auf der anderen Seite.
Rückruf und Stimmrechtsverschiebung
Operativ belastet ein Rückruf mehrerer Baureihen das Bild. Grund sind potenziell fehlerhafte Radbefestigungen. Werkstätten müssen die betroffenen Fahrzeuge prüfen. Den Kurs hat das am Freitag nicht nachhaltig bewegt — die Aktie schloss bei 49,80 Euro, ein Minus von 0,33 Prozent.
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Parallel dazu hat die Bank of America ihre Stimmrechte gemeldet. Per Mitte Mai hält sie 5,42 Prozent — ein Hinweis auf weiterhin hohes Interesse institutioneller Investoren.
Modelloffensive als Anker
Konzernchef Ola Källenius setzt auf Erneuerung. Innerhalb von drei Jahren sollen mehr als 40 neue Modelle eingeführt werden. Das Ziel: Profitabilität in China und den USA absichern. Die Margen im Automobilsegment sollen mittelfristig zwischen 8 und 10 Prozent liegen. Entscheidend dafür werden die Absatzdaten für elektrifizierte Fahrzeuge sein — erwartet noch im laufenden Quartal.
Charttechnisch liegt die Aktie rund 10 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt und nur knapp vier Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 47,92 Euro. Der RSI von 81 signalisiert dabei eine technisch überkaufte Lage — ein ungewöhnlicher Kontrast zur anhaltenden Kursschwäche auf Jahressicht.
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