Hensoldt Aktie: Neueste Dämpfer!

JPMorgan bestätigt Neutral-Rating für Hensoldt, da die Aktie nach starken Kursgewinnen bereits über dem Kursziel notiert. Analysten sehen Wettbewerber besser positioniert und verweisen auf eine hohe Bewertung.

Kurz zusammengefasst:
  • JPMorgan bestätigt Neutral-Rating bei 90 Euro Kursziel
  • Aktie notiert bereits über Analystenziel nach Rallye
  • Hohe Bewertung im Vergleich zum Branchendurchschnitt
  • Kursgewinne durch Short-Covering mitgetragen

Nach einer beeindruckenden Kursrallye zum Jahresstart tritt die US-Bank JPMorgan auf die Euphoriebremse. Trotz des anhaltenden Rüstungsbooms sehen die Analysten bei Hensoldt derzeit kaum noch Luft nach oben und favorisieren die Konkurrenz. Angesichts der jüngsten Kursgewinne müssen sich Anleger fragen: Ist die Bewertung der Aktie mittlerweile heißgelaufen?

Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick

  • Performance seit Jahresanfang: +19,57 %
  • Kursentwicklung 12 Monate: +149,59 %
  • RSI (14 Tage): 68,2 (nahe überkauft)
  • Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -20,63 %

Analysten sehen wenig Potenzial

JPMorgan-Analyst David Perry bestätigte am Montag sein „Neutral“-Rating für den Rüstungselektronik-Hersteller und beließ das Kursziel bei 90 Euro. Mit einem Schlusskurs von 91,35 Euro am Vortag notiert die Aktie damit bereits leicht über dem fairen Wert, den die Experten dem Papier beimessen.

Hensoldt

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Die Begründung der Bank ist deutlich: Zwar treiben steigende US-Rüstungsausgaben und geopolitische Spannungen in Regionen wie Grönland oder Venezuela den gesamten Sektor an. In diesem spezifischen Szenario sieht JPMorgan jedoch Wettbewerber wie BAE Systems, Leonardo oder QinetiQ in einer besseren Ausgangsposition. Hensoldt profitiert nach Einschätzung der Analysten weniger direkt von den erwarteten Budgetverschiebungen in den USA.

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Bewertung und Short-Covering als Treiber

Die skeptische Haltung trifft auf einen Titel, der technisch stark überhitzt wirkt. Allein in den letzten sieben Tagen legte der Kurs um 11,40 Prozent zu. Ein wesentlicher Faktor für diesen Anstieg war ein massiver Rückgang der Leerverkaufspositionen („Short Interest“) im Dezember. Hedgefonds wie Marshall Wace reduzierten ihre Wetten auf fallende Kurse, was den Kaufdruck künstlich erhöhte.

Fundamental betrachtet wird die Luft dünner. Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von 4,4 ist Hensoldt deutlich teurer bewertet als der Branchendurchschnitt von 2,7. Während der breite Sektor ein Umsatzwachstum von fast 30 Prozent in Aussicht stellt, liegen die Prognosen für Hensoldt mit rund 16 Prozent nur im Mittelfeld.

Fazit

Die Diskrepanz zwischen der optimistischen Marktstimmung und der fundamentalen Bewertung wird größer. Der RSI von 68,2 signalisiert eine fast überkaufte Situation, und der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt beträgt bereits über 20 Prozent. Kurzfristig entscheidet die Verteidigung der 90-Euro-Marke über den weiteren Trend. Solange keine neuen Großaufträge das hohe Bewertungsniveau rechtfertigen, dürfte das Aufwärtspotenzial durch das Analystenziel vorerst gedeckelt bleiben.

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