Kratos Defense: RBC senkt Ziel auf $80
Trotz Rekordumsatz im ersten Quartal belastet ein verhaltener Ausblick die Aktie von Kratos Defense. Analysten senken ihre Kursziele.

Kurz zusammengefasst
- Verhaltener Ausblick für zweites Quartal
- Analysten senken Kursziele deutlich
- Rekordumsatz im ersten Quartal erzielt
- Insider verkaufen Aktienanteile
Starke Zahlen, schwacher Kurs. Bei Kratos Defense klaffen operative Leistung und Markterwartung weit auseinander. Ein verhaltener Ausblick für das zweite Quartal schickt die Aktie auf Talfahrt.
Die Quittung an der Börse folgte prompt. Aktuell notiert das Papier bei 47,76 Euro. Die Folge: Seit Jahresbeginn hat der Rüstungskonzern fast 30 Prozent an Wert verloren.
Auch Analysten reagieren auf die neuen Prognosen und kappen ihre Kursziele:
* RBC Capital: Senkung von 100 auf 80 US-Dollar.
* BTIG Research: Reduzierung von 115 auf 100 US-Dollar.
* Citizens: Anpassung von 125 auf 105 US-Dollar.
Schwache Prognose überschattet Rekordstart
Auslöser für den Pessimismus ist das laufende zweite Quartal. Das Management rechnet mit einem Umsatz von maximal 410 Millionen Dollar. Der Markt hatte rund 414 Millionen Dollar erwartet.
Noch deutlicher verfehlt Kratos die Gewinnerwartungen. Das bereinigte EBITDA soll höchstens 35 Millionen Dollar erreichen. Analysten gingen zuvor von knapp 40 Millionen Dollar aus.
Dabei lief der Start in das Jahr operativ hervorragend. Im ersten Quartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um fast 23 Prozent auf 371 Millionen Dollar. Der Gewinn je Aktie übertraf mit 0,16 Dollar die Schätzungen.
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Die Auftragsbücher sind prall gefüllt. Kratos sitzt auf einem Auftragsbestand von zwei Milliarden Dollar. Die Projektpipeline hat ein Volumen von 14 Milliarden Dollar. Besonders die Satellitensparte wächst rasant. Hier gewinnt das Unternehmen dreimal so viele Aufträge, wie es aktuell abarbeitet.
Insiderverkäufe und neue Fabriken
Ungeachtet der Kursschwäche baut Kratos seine Infrastruktur aus. In Odon, Indiana, entsteht eine neue Testanlage für Hyperschallwaffen. Das Projekt „Helios“ soll kritische Lücken in der US-Verteidigung schließen.
Parallel dazu skaliert der Konzern die Produktion seiner unbemannten Systeme. Bis Anfang 2028 will Kratos jährlich 40 Valkyrie-Drohnen fertigen.
Auf der Stimmung lasten indes interne Aktienverkäufe. In den vergangenen 90 Tagen trennten sich Insider von knapp 170.000 Aktien. Darunter befanden sich der Finanzchef und mehrere Direktoren. Auch institutionelle Investoren wie die Canal Insurance Company reduzierten ihre Positionen zuletzt deutlich.
Die operative Basis von Kratos bleibt dank steigender globaler Verteidigungsbudgets intakt. An der Börse muss das Unternehmen nun Vertrauen zurückgewinnen. Erst wenn die Profitabilität im zweiten Halbjahr wieder anzieht, lässt sich der hohe Bewertungsaufschlag der Aktie rechtfertigen.
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