Delivery Hero: Aspex fordert Östberg-Rücktritt
Delivery Hero steigert Umsatz zweistellig, sieht sich aber mit Forderungen von Investor Aspex nach Führungswechsel konfrontiert.

Kurz zusammengefasst
- Umsatzplus von knapp 18 Prozent
- Investor Aspex fordert Ablösung von CEO Östberg
- Gewinnprognose für 2026 nach oben angepasst
- Aktie legt nach Quartalszahlen deutlich zu
Delivery Hero wächst zweistellig, verliert aber den Rückhalt wichtiger Geldgeber. Während der Berliner Lieferdienst seine Gewinnziele präzisiert, fordert der Investor Aspex personelle Konsequenzen an der Spitze. Der Konflikt um den Kurs von Konzernchef Niklas Östberg erreicht pünktlich zur Zahlenvorlage einen neuen Höhepunkt.
Operative Stärke in Kernmärkten
Im ersten Quartal 2026 kletterte der bereinigte Gesamtumsatz um knapp 18 Prozent auf rund 3,7 Milliarden Euro. Das Bruttowarenvolumen stieg parallel dazu auf vergleichbarer Basis um 8,8 Prozent.
Das Volumen erreichte damit einen Wert von 12,5 Milliarden Euro. Finanzchefin Marie-Anne Popp sieht die Investitionen in Südkorea sowie im Nahen Osten als wesentliche Treiber dieser Entwicklung. Besonders der Bereich Quick-Commerce stützte das Geschäft. Hier liefert das Unternehmen Waren des täglichen Bedarfs in kürzester Zeit aus.
Druck durch Aktivisten wächst
Trotz der Wachstumsraten kritisiert der Vermögensverwalter Aspex die im Branchenvergleich schwache Profitabilität. Der Investor verlangt den Rückzug aus defizitären Märkten und die Ablösung von Gründer Niklas Östberg. Östberg verwies darauf, dass die Prüfung strategischer Optionen für verschiedene Geschäftsbereiche voranschreite.
Konkrete Verkaufspläne oder Termine für einen Marktaustritt nannte das Management bisher nicht. Diese Zurückhaltung dürfte die Stimmung auf der kommenden Hauptversammlung im zweiten Quartal weiter anheizen.
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Präziser Ausblick und Börsenreaktion
Für das Gesamtjahr wird der Vorstand optimistischer. Delivery Hero rechnet nun damit, beim bereinigten EBITDA das obere Ende der Spanne von 910 bis 960 Millionen Euro zu erreichen. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 903 Millionen Euro.
Die Börse reagierte wohlwollend auf die präzisierten Ziele. Die Aktie stieg am Donnerstag um 7,66 Prozent auf 20,53 Euro.
Die finanzielle Basis wirkt solide. Der Konzern verfügt über Barmittel von 2,7 Milliarden Euro, ergänzt durch erwartete 600 Millionen US-Dollar aus dem Verkauf des Taiwan-Geschäfts. Ob diese Liquidität und der Einsatz neuer KI-Technologien wie der Agent Herogen ausreichen, um die Kritiker zu besänftigen, wird sich bei der Hauptversammlung im laufenden Quartal zeigen.
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