MSCI World ETF: 3,8% Inflation bremst Jahreshoch
Der iShares MSCI World ETF steht vor einem ereignisreichen Tag mit neuen Inflationsdaten, einer Zoll-Einigung zwischen USA und China sowie einer tiefgreifenden Index-Reform.
Kurz zusammengefasst
- Neues Jahreshoch bei 200,88 US-Dollar
- US-Inflation steigt auf 3,8 Prozent
- Zollsenkung zwischen USA und China
- MSCI führt neue Streubesitz-Kategorien ein
Der iShares MSCI World ETF (URTH) erreichte am Montag mit 200,88 US-Dollar ein neues Jahreshoch. Heute testet der Markt diese Bewertung. Gleich drei Ereignisse treffen den technologielastigen Fonds zeitgleich. Unerwartet hohe US-Inflationsdaten, eine Zoll-Einigung zwischen Washington und Peking sowie eine tiefgreifende Index-Reform fallen auf einen Tag.
Der Kurs gab am Dienstag leicht um 0,42 Prozent auf 200,04 US-Dollar nach. Ein extrem hoher RSI-Wert signalisiert ohnehin eine überkaufte Situation. Die aktuelle Zurückhaltung hat jedoch handfeste Gründe. Die US-Inflation kletterte im April auf 3,8 Prozent.
Das ist der höchste Stand seit Mai 2023. Vor allem der Energiesektor treibt die Preise. Benzin und Heizöl verteuerten sich massiv. Die Folge: Die Reallöhne der Amerikaner sinken wieder.
Für den ETF bedeutet das Gegenwind. Technologieaktien machen knapp 29 Prozent des Portfolios aus. Dieser Sektor reagiert extrem empfindlich auf anhaltend hohe Zinsen. Händler preisen nun wieder Zinserhöhungen der US-Notenbank ein.
Entspannung im Handelsstreit
Parallel dazu gibt es positive Signale aus der Politik. Die USA und China senken gegenseitig ihre Zölle. Washington reduziert die Abgaben auf chinesische Waren auf 30 Prozent. Peking antwortet mit einer Senkung auf 10 Prozent auf US-Produkte.
Das entlastet die globalen Lieferketten erheblich. Besonders die großen Tech-Konzerne im Fonds profitieren von dieser Einigung. Nach 90 Tagen wollen beide Seiten die Lage neu bewerten.
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Neue Regeln für den Index
Die größte Veränderung kommt von innen. MSCI ändert die Berechnungsmethode für den Streubesitz. Der Indexanbieter führt drei neue Kategorien ein. MSCI passt die Gewichtungen künftig in viel feineren Schritten an.
Das dürfte spannend werden. Marktbeobachter erwarten für die Neugewichtung Anfang Juni einen massiven Portfolioumschlag. Nvidia, Apple und Microsoft machen zusammen fast 14 Prozent des ETF aus. Jede Verschiebung bei diesen Schwergewichten bewegt Milliarden.
Zölle und Gebührenkampf
Während der Tech-Sektor aufatmet, droht der Gesundheitsbranche Ungemach. Die USA planen ab Ende Juli neue Zölle auf patentierte Medikamente aus Europa und Japan. Das trifft rund zehn Prozent des Portfolios direkt.
Zusätzlich verschärft sich der Preiskampf der ETF-Anbieter. Konkurrenten wie Invesco senkten ihre Gebühren auf 0,05 Prozent. BlackRock verlangt für den URTH weiterhin 0,24 Prozent. Bisher akzeptieren Anleger diesen Aufschlag.
Der Datenkalender bleibt dicht. Am Mittwoch folgen die US-Erzeugerpreise, am Donnerstag die Einzelhandelsdaten. Im Juni steht zudem der geplante Börsengang von SpaceX an. Schafft das Raumfahrtunternehmen den Sprung in den MSCI World, müssen Indexfonds im großen Stil Aktien kaufen.
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