Gold: 4.187,30 Dollar je Feinunze

Schwacher Dollar und sinkende Zinsen treiben Gold auf 4.187 Dollar, während westliche Anleger ETFs meiden.

Dr. Robert Sasse ·
Gold Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Goldpreis steigt auf 4.187 Dollar
  • Schwacher Dollar und niedrige Zinsen
  • Westliche ETFs verzeichnen Mittelabflüsse
  • Zentralbanken planen weitere Goldkäufe

Starke Nachfrage im Osten, Abflüsse im Westen. Beim Goldpreis klaffen Stimmung und Realität derzeit weit auseinander. Westliche Anleger ziehen massiv Kapital ab. Dennoch kletterte das Edelmetall am Freitag auf 4.187,30 US-Dollar je Feinunze. Der Grund liegt in einem schwächelnden Greenback.

Zinsen und Währung als Treiber

Niedrigere Zinsen machen das zinslose Edelmetall wieder attraktiver. Der US-Dollar verzeichnete laut Marktdaten seinen größten Wochenverlust seit April. Das verbilligt Gold für Käufer außerhalb des Dollarraums. Auf Wochensicht legte der Preis dementsprechend um gut zwei Prozent zu.

Die US-Notenbank sendet derweil vorsichtige Signale. Fed-Chef Kevin Warsh beobachtet abschwächende Inflationserwartungen. Parallel dazu sinken die Ölpreise. Fortschritte bei den US-Iran-Gesprächen entspannen die Lage an der Straße von Hormus. Geringere Energiepreise nehmen den Druck von der Fed. Sie muss ihren geldpolitischen Kurs vorerst nicht weiter straffen.

Westliche Anleger auf dem Rückzug

Die institutionellen Investoren trauen dem Aufschwung noch nicht. Physisch besicherte Gold-ETFs verbuchen weiterhin Mittelabflüsse. Der weltweit größte Gold-ETF, der SPDR Gold Shares, verwaltete Mitte Juni noch rund 1.013 Tonnen des Edelmetalls. Seit Jahresbeginn schrumpften die Bestände um mehr als 57 Tonnen.

Die Folge: Viele Papiere notieren im Minus. Laut Suki Cooper von Standard Chartered liegen aktuell 298 Tonnen Gold in ETFs unter Wasser. Das betrifft vor allem Positionen um die Marke von 4.000 US-Dollar. Im vergangenen Oktober markierte der Kurs bei 3.901,30 Dollar noch sein 52-Wochen-Tief. Seitdem hat sich der Markt spürbar erholt.

Zentralbanken kaufen weiter

Den Verkaufsdruck der ETF-Anleger fangen staatliche Akteure auf. Das strategische Interesse der Zentralbanken bleibt enorm. Der World Gold Council liefert dazu klare Zahlen für das Jahr 2026. Rund 89 Prozent der befragten Reservemanager erwarten steigende globale Goldbestände in den nächsten zwölf Monaten.

Von den 76 befragten Zentralbanken planen 45 Prozent eigene Zukäufe. Diese strukturelle Nachfrage bildet ein massives Fundament für den Goldpreis. Zusammen mit dem schwachen Dollar federt das die westlichen ETF-Abflüsse ab. Das Edelmetall behauptet so seine Rolle als bevorzugte globale Reserveanlage.

Anzeige

Gold: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 4. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Gold Rohstoff

4.187,30 USD

+ 51,80 USD +1,25 %
KGV
Sektor
Div.-Rendite
Marktkapitalisierung
ISIN: XC0009655157 WKN: 965515

Community Forum zu Gold

Ähnliche Artikel

Gold: 4.187,30 Dollar je Feinunze

Gold: 4.187,30 Dollar je Feinunze

Forex ·
Partners Group Aktie: Führung kauft für 60 Millionen

Partners Group Aktie: Führung kauft für 60 Millionen

Insiderhandel ·
BioNTech Aktie: Käufer für fünf Werke gesucht

BioNTech Aktie: Käufer für fünf Werke gesucht

Pharma & Biotech ·
Bayer Aktie: Deutsche Bank hebt Ziel auf 60 Euro

Bayer Aktie: Deutsche Bank hebt Ziel auf 60 Euro

Pharma & Biotech ·
Deutsche Telekom Aktie: Dritte Tranche startet am 1. Juli

Deutsche Telekom Aktie: Dritte Tranche startet am 1. Juli

Telekommunikation ·

Weitere Artikel zu Gold

Alle Artikel anzeigen
Gold: 4.196 Dollar nach Arbeitsmarkt-Schock

Gold: 4.196 Dollar nach Arbeitsmarkt-Schock

Gold & Edelmetalle ·
Gold: World Gold Council sieht 5.000 Dollar

Gold: World Gold Council sieht 5.000 Dollar

Gold & Edelmetalle ·
Kaffee im Preiskampf, Gold vor dem Todeskreuz — Rohstoffe im Umbruch

Kaffee im Preiskampf, Gold vor dem Todeskreuz — Rohstoffe im Umbruch

Gold & Edelmetalle ·
Gold: ADP meldet nur 98.000 Stellen

Gold: ADP meldet nur 98.000 Stellen

Gold & Edelmetalle ·
Gold: Warsh spricht in Sintra

Gold: Warsh spricht in Sintra

Gold & Edelmetalle ·