Microvision: Aktienzusammenlegung im Verhältnis 1 zu 15
Microvision bündelt Aktien im Verhältnis 1:15, um die Ein-Dollar-Marke zu erreichen. Der Vertriebsumbau und der Q2-Bericht im August rücken in den Fokus.

Kurz zusammengefasst
- Kapitalschnitt im Verhältnis 1:15
- Kursziel: Nasdaq-Mindestanforderung erfüllen
- Neuer Vertriebschef James Byun
- Quartalszahlen im August erwartet
Microvision zieht die Notbremse. Der Lidar-Spezialist führt an diesem Wochenende eine Aktienzusammenlegung im Verhältnis 1 zu 15 durch. Das Ziel ist klar: Der Aktienkurs muss zurück über die Marke von einem US-Dollar. Nur so kann das Unternehmen sein Listing an der Nasdaq-Börse dauerhaft sichern.
Kampf gegen das Börsen-Aus
Die Aktionäre hatten dem Vorhaben bereits im Juli zugestimmt. Ab Montag wird das Papier bereinigt gehandelt. Bruchstücke von Aktien rundet das Unternehmen dabei auf ganze Anteile auf. Parallel dazu schrumpft die Zahl der genehmigten Stammaktien von 510 Millionen auf 150 Millionen Stück.
Am Freitag reagierte der Markt mit einer technischen Gegenbewegung. Das Papier kletterte um fast zehn Prozent auf 0,2228 Euro. Damit löste sich der Kurs leicht von seinem frischen Jahrestief. Trotz dieser Erholung bleibt die Bewertung mit einer Marktkapitalisierung von rund 75 Millionen Euro massiv unter Druck.
Neue Strategie für den Vertrieb
Hinter den Kulissen baut das Management den kommerziellen Bereich um. Der neue Vertriebsvorstand James Byun soll die Lidar-Sensoren „Movia“ und „Iris“ weltweit besser vermarkten. Bisher belastet vor allem die Ungewissheit über die künftige Finanzierung die Stimmung der Investoren.
Klarheit über die finanzielle Lage wird der August bringen. Dann veröffentlicht Microvision die Ergebnisse für das zweite Quartal 2026. Dieser Bericht ist die erste große Bewährungsprobe nach dem Kapitalschnitt. Der Fokus liegt dabei auf konkreten Fortschritten bei Partnerschaften in der Automobilindustrie.
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