Der Tourismuskonzern steht vor einem Scheideweg. Nach Rekordergebnissen im abgelaufenen Geschäftsjahr richtet sich der Blick auf den 10. Februar 2026. Dann will das Management auf der Hauptversammlung Klartext sprechen – zur künftigen Strategie und zur lange ersehnten Dividende. Doch während die Zahlen glänzen, kämpft die Aktie mit hartnäckigem Widerstand knapp unter der 10-Euro-Marke.
Die Eckdaten im Überblick:
– Aktueller Kurs: rund 9,20 Euro
– Abstand zum 52-Wochen-Hoch (9,45 Euro): nur 2,7 Prozent
– Bewertung (KGV 2026e): 6,83
– Analysten-Konsens Kursziel: 11,86 Euro
Jamaika-Deal: Expansion in neue Märkte
Während Anleger auf konkrete Signale warten, arbeitet CEO Sebastian Ebel bereits an der Zukunft. Auf der FITUR-Messe in Spanien traf er Jamaikas Tourismusminister Edmund Bartlett zu Strategiegesprächen. Das Ziel: TUI will die Karibikinsel gezielt in Lateinamerika und Osteuropa vermarkten.
Die Stoßrichtung ist klar. Weniger Abhängigkeit von etablierten Märkten, mehr Diversifikation der Kundenbasis. Nach einem Geschäftsjahr mit 24,2 Milliarden Euro Umsatz und 1,46 Milliarden Euro operativem Gewinn sucht das Management neue Wachstumsfelder.
Deutsche Bank gegen Bernstein: Totale Spaltung
Selten prallten Expertenmeinungen so hart aufeinander. Die Deutsche Bank hält an ihrer Kaufempfehlung fest und sieht die Aktie bei 12 Euro – ein Aufwärtspotenzial von über 30 Prozent. Treiber sind aus Sicht der Analysten die starke Ertragskraft und die niedrige Bewertung.
Bernstein Research widerspricht fundamental. Mit der Einstufung „Market-Perform“ und einem Kursziel von 7,90 Euro attestieren die Experten der Aktie sogar Abwärtsrisiko von über 14 Prozent. Die Skepsis: Die jüngste Rallye könnte sich als nicht nachhaltig erweisen.
Charttechnik: Ausbruch oder Rücksetzer?
Der Vorstoß auf 9,51 Euro scheiterte an Gewinnmitnahmen. Seither pendelt die Aktie um 9,20 Euro. Die entscheidende Frage: Schafft der Titel den nachhaltigen Sprung über 9,50 Euro? Erst dann wäre der Weg zur psychologisch wichtigen 10-Euro-Schwelle frei.
Auf der Unterseite lauert bei 8,50 Euro die nächste Unterstützung. Ein Bruch könnte eine stärkere Korrektur einleiten. Der RSI bei 45 Punkten signalisiert aktuell eine neutrale Verfassung.
Was am 10. Februar zählt
Die Hauptversammlung dürfte zur Richtungsentscheidung werden. Die Rekordergebnisse sind bekannt, jetzt wollen Investoren harte Fakten zum laufenden Jahr und zur Ausschüttungspolitik. Nach Jahren ohne Dividende könnte eine Wiederaufnahme der Zahlungen dem Kurs zusätzlichen Schub verleihen. Bis dahin bleibt die Aktie in der Warteschleife zwischen bullischen Fundamentaldaten und technischem Widerstand.
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