Palantir: 300-Millionen-USDA-Vertrag trotz 7% Minus
Trotz Analystenhoch und neuem Großauftrag fällt die Palantir-Aktie. Insiderverkäufe und technische Signale belasten zusätzlich.

Kurz zusammengefasst
- Aktie fällt trotz neuem Regierungsvertrag
- Analysten sehen Kurspotenzial bis 200 Dollar
- Insiderverkäufe im Wert von 138 Millionen
- Quartalszahlen am 4. Mai erwartet
Starke Analystenunterstützung, ein neuer Regierungsvertrag — und trotzdem fällt die Aktie. Bei Palantir klaffen institutionelle Einschätzung und Marktreaktion derzeit weit auseinander.
Am Donnerstag eröffnete die Aktie rund sieben Prozent tiefer bei 141,57 Dollar. Das passierte ausgerechnet zwei Tage nach einem 300-Millionen-Dollar-Vertrag mit dem US-Landwirtschaftsministerium. Die Behörde will damit ihre Farmverwaltung modernisieren. Kein kleiner Auftrag — und trotzdem keine Kursstütze.
Analysten halten dagegen
DZ Bank initiierte die Abdeckung mit einem Kursziel von 175 Dollar und einem „Kaufen“-Rating. Rosenblatt bekräftigte ebenfalls sein „Kaufen“-Votum und sieht den fairen Wert bei 200 Dollar — gestützt auf anhaltende Dynamik im KI-Geschäft. Der Konsens liegt bei einem durchschnittlichen Kursziel von rund 196 Dollar.
An der Börse spiegelt sich das kaum wider. Die Palantir-Aktie notiert aktuell bei 120 Euro und hat seit Jahresbeginn rund 16 Prozent verloren. Vom 52-Wochen-Hoch bei knapp 180 Euro ist sie mehr als 33 Prozent entfernt. Der Kurs liegt deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt — ein technisches Warnsignal, das seit Februar durch einen sogenannten „Death Cross“ verstärkt wird.
Aktivisten und Insider-Verkäufe
Palantir steht auch abseits der Kursentwicklung unter Beobachtung. Aktivisten aus Minneapolis forderten die Schweizer Nationalbank auf, ihre gut eine Milliarde Dollar schwere Beteiligung zu verkaufen. Begründung: Palantirs Rolle bei der US-Einwanderungskontrolle verstoße gegen die Menschenrechtspolitik der SNB. Die Bank kommentiert einzelne Positionen nicht.
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Hinzu kommen Insiderverkäufe. In den vergangenen 90 Tagen trennten sich Führungskräfte von Anteilen im Wert von rund 138 Millionen Dollar. CEO Alexander Karp verkaufte dabei über 490.000 Aktien — allerdings zur Steuerdeckung bei der Ausübung von Aktienoptionen, im Rahmen eines vorab festgelegten Handelsplans.
Quartalszahlen am 4. Mai
Der nächste Gradmesser kommt schnell. Am 4. Mai veröffentlicht Palantir seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 0,27 Dollar bei einem Umsatz von 1,54 Milliarden Dollar.
Im Schlussquartal 2025 wuchs der Umsatz um 70 Prozent auf 1,41 Milliarden Dollar. Das US-Handelsgeschäft legte sogar 137 Prozent zu. Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Unternehmen einen Umsatz zwischen 7,18 und 7,20 Milliarden Dollar an. Ob die Q1-Zahlen die Lücke zwischen Analystenoptimismus und Marktskepsis schließen können, entscheidet sich am 4. Mai nach US-Börsenschluss.
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