Hecla Mining: $263 Millionen Schulden getilgt
Der nordamerikanische Silberproduzent Hecla Mining hat alle Schulden getilgt und fokussiert sich nun auf die Entwicklung des Silberpreises. Die Aktie notiert jedoch deutlich unter ihrem Jahreshoch.

Kurz zusammengefasst
- Vollständige Tilgung der letzten 263 Millionen Dollar Schulden
- Flaggschiff-Mine Greens Creek produziert mit extrem niedrigen Kosten
- Silberpreis verzeichnet starkes Plus von über 150 Prozent
- Aktie notiert rund 39 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch
Hecla Mining hat seinen letzten Schuldenberg abgetragen. Am 9. April 2026 löste der nordamerikanische Silberproduzent seine verbleibenden Senior Notes über 263 Millionen Dollar vollständig ab. Das Unternehmen ist damit schuldenfrei — ein Einschnitt, der die Risikostruktur der Aktie grundlegend verändert.
Von 524 Millionen auf null
Die Mittel kamen aus dem Verkauf der Mine Casa Berardi sowie aus vorhandenen Barmitteln. Das Ergebnis ist bemerkenswert: Anfang 2025 lag die Nettoverschuldung noch bei 524 Millionen Dollar, der Verschuldungsgrad bei 1,6x. Zum Jahresende war die Nettoverschuldung auf 34 Millionen Dollar geschrumpft. Jetzt ist sie null.
Refinanzierungsrisiken entfallen damit vollständig. Kapital, das bislang in Zinszahlungen floss, steht nun für Wachstumsinvestitionen bereit.
Greens Creek als Kostenpuffer
Heclas Flaggschiff-Mine Greens Creek in Alaska liefert einen entscheidenden Vorteil. Die All-in Sustaining Costs lagen 2025 bei negativen 2,36 Dollar je Unze — nach By-Product-Credits. Für 2026 erwartet das Management Kosten zwischen null und 0,50 Dollar je Unze. Das schafft selbst bei fallenden Silberpreisen erheblichen Spielraum.
Anders sieht es bei Lucky Friday aus. Dort liegt die Kostenguidance für 2026 bei 23,50 bis 26,00 Dollar je Unze — höher als im Vorjahr.
Silber im Aufwind, Aktie unter Druck
Der Silberpreis hat in den vergangenen zwölf Monaten um über 150 Prozent zugelegt. Treiber sind industrielle Nachfrage aus Rechenzentren, Elektrofahrzeugen und Solaranlagen sowie ein vom Silver Institute prognostiziertes Angebotsdefizit von 67 Millionen Unzen — das sechste Jahr in Folge.
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Heclas Aktie hat diesen Rückenwind gespürt: Ein Plus von über 230 Prozent in zwölf Monaten. Allerdings notiert das Papier aktuell bei 16,46 Euro — rund 39 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 26,90 Euro vom Januar. Der RSI liegt bei 33,7 und signalisiert überverkauftes Terrain.
Zum Kursrückgang hat auch eine enttäuschende Produktionsguidance beigetragen. Nach 17 Millionen Unzen Silber im Jahr 2025 plant Hecla für 2026 nur noch 15,1 bis 16,5 Millionen Unzen.
Bewertung lässt wenig Fehler zu
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 41,1x. Der Branchendurchschnitt in den USA beträgt 23,1x, der Peer-Durchschnitt 28,9x. Investoren zahlen also einen deutlichen Aufschlag — und setzen damit auf anhaltend starkes Gewinnwachstum.
Hinzu kommen hohe Investitionsausgaben: Hecla plant für 2026 Capex zwischen 204 und 223 Millionen Dollar sowie 55 Millionen Dollar für Exploration. Das belastet den freien Cashflow kurzfristig.
Mit den Q1-Zahlen 2026, die in den kommenden Wochen erwartet werden, zeigt sich erstmals, wie das Unternehmen ohne Schuldenlast wirtschaftet. Der Silberpreis bleibt dabei die entscheidende Variable — nicht mehr die Bilanz.
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