BYD Aktie: Inokom wird CKD-Partner in Malaysia
BYD gewinnt Inokom für die CKD-Montage in Malaysia; Chinas Pkw-Auslieferungen gingen im September um 28,9 Prozent zurück.

Kurz zusammengefasst
- Inokom übernimmt CKD-Partnerschaft in Malaysia
- China-Pkw-Auslieferungen sanken um 28,9 Prozent
- Weltweiter September-NEV-Absatz stieg um 16,98 Prozent
- CGS International senkte das Kursziel auf 103,60 Hongkong-Dollar
Der chinesische Elektrofahrzeughersteller BYD treibt seine Internationalisierung voran und setzt dabei auf lokale Produktionspartnerschaften. Am vergangenen Freitag ernannte der Konzern die malaysische Inokom Corporation, eine Tochtergesellschaft der Sime-Darby-Gruppe, zum Partner für die sogenannte CKD-Montage (Completely Knocked Down) in Malaysia. Angaben dazu, welche konkreten Fahrzeugmodelle montiert werden sollen oder wann die Fertigung anläuft, machte das Unternehmen zunächst nicht.
Der Schritt nach Südostasien ist Teil der Bemühungen, Fertigungskapazitäten außerhalb des chinesischen Heimatmarktes aufzubauen und Exportmärkte direkt zu bedienen.
Dämpfer an den Heimatbörsen
Am heutigen Dienstag gerieten chinesische Dividendentitel und Aktien in Hongkong allerdings unter Druck. Nachdem Peking die maßgeblichen Leitzinsen unverändert beließ und jüngste Wachstumsdaten robuster ausfielen, schwanden an den Finanzmärkten die Hoffnungen auf zusätzliche staatliche Konjunkturprogramme.
Im deutschen Handel verzeichnete die BYD-Aktie heute ungeachtet dessen ein leichtes Plus von 1,0 Prozent auf 8,38 Euro. Seit Jahresanfang summiert sich der Kursverlust des Papiers jedoch auf 22 Prozent.
Die Zurückhaltung der Investoren spiegelt auch die Entwicklung im chinesischen Heimatmarkt wider. Medienberichten zufolge sanken die Auslieferungen von BYD-Pkw an Endkunden in China im September um 28,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 246.816 Einheiten, wenngleich sie gegenüber dem August um 5,5 Prozent zulegten.
In den offiziellen Produktions- und Absatzzahlen wies BYD für September einen weltweiten Absatz von 463.561 New-Energy-Fahrzeugen (NEV) aus – ein Plus von 16,98 Prozent im Jahresvergleich, gestützt durch 180.700 exportierte Einheiten. Über die ersten neun Monate des Jahres lagen die NEV-Auslieferungen mit 3.131.576 Fahrzeugen dagegen 3,94 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Analysten korrigieren Kursziele
Vor diesem Hintergrund passten Analysehäuser ihre Erwartungen für die Aktie an. Am 8. Oktober senkte CGS International das Kursziel für den Titel von 114 auf 103,60 Hongkong-Dollar, hielt die Einstufung jedoch auf „Buy“.
Zugleich erweitert BYD sein Angebot in weiteren Segmenten. Am 9. Oktober feierte das Unternehmen im Werk Huai’an das 150.000. gewerbliche New-Energy-Fahrzeug mit einem schweren Elektro-Lkw der Baureihe Q3 und kündigte an, die Investitionen in schwere Langstrecken-Lastwagen zu verstärken.
Auf dem Pariser Autosalon stellte der Autobauer zudem am 12. Oktober das SUV-Modell ATTO 8 vor, das mit einer 115-kWh-Blade-Batterie ausgestattet ist. Ein Board-Meeting des Unternehmens soll sich mit den Geschäftszahlen des dritten Quartals befassen.
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