Barrick Mining hat in den vergangenen sechs Monaten um 61 Prozent zugelegt — getragen vom Goldhöhenflug und starken Quartalsergebnissen. Nun mehren sich die Zeichen, dass der einfache Teil vorbei ist. Steigende Produktionskosten, ein eskalierender Streit mit dem Joint-Venture-Partner Newmont und eine komplexe Unternehmensaufspaltung stehen auf der Agenda.
Kosten steigen, Produktion sinkt leicht
Im vierten Quartal 2025 kletterten die Gesamtbetriebskosten je Unze Gold um rund 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die All-in-Sustaining-Costs (AISC) — die umfassendste Kostenkennzahl im Bergbau — legten um 9 Prozent zu. Für 2026 prognostiziert Barrick einen AISC-Korridor von 1.760 bis 1.950 US-Dollar je Unze, was am Mittelpunkt einen weiteren deutlichen Anstieg bedeutet.
Als Ursachen nennt das Unternehmen niedrigere Erzgehalte, teurere Betriebsmittel und die Wiederaufnahme des Betriebs in Loulo-Gounkoto in Mali, nachdem Barrick dort im Dezember 2025 die Kontrolle zurückgewonnen hatte. Die Goldproduktionsprognose für 2026 liegt bei 2,90 bis 3,25 Millionen Unzen — leicht unter den bereinigten 3,03 Millionen Unzen des Vorjahres.
Trotz des schwächeren Volumenausblicks waren die Q4-Zahlen beeindruckend: 6,0 Milliarden Dollar Umsatz, 2,73 Milliarden Dollar operativer Cashflow und 1,62 Milliarden Dollar freier Cashflow.
Fourmile und der geplante Börsengang
Barricks wichtigstes Wachstumsprojekt ist Fourmile in Nevada — vollständig im Eigenbesitz und mit einem Potenzial von bis zu 750.000 Unzen Gold pro Jahr. Die Ressourcenbasis wurde im zweiten Jahr in Folge verdoppelt: 2,6 Millionen Unzen angezeigte Ressourcen und 13 Millionen Unzen abgeleitete Ressourcen bei außergewöhnlich hohen Gehalten von rund 17 Gramm pro Tonne. Das Bohrbudget steigt 2026 auf 150 bis 160 Millionen Dollar, nach 91 Millionen im Vorjahr.
Fourmile ist auch das Herzstück des geplanten Börsengangs einer neuen Einheit — intern „NewCo“ genannt. In diese sollen Barricks nordamerikanische Goldanlagen eingebracht werden, darunter der 61,5-Prozent-Anteil am Nevada Gold Mines Joint Venture mit Newmont sowie Pueblo Viejo. Der IPO soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.
Genau hier liegt das größte Risiko. Newmont hat Barrick eine Vertragsverletzungsanzeige geschickt und wirft dem Unternehmen vor, Ressourcen aus dem gemeinsamen Betrieb zugunsten des eigenen Fourmile-Projekts abgezogen zu haben. Zudem besitzt Newmont ein Vorkaufsrecht auf Barricks Anteil an Nevada Gold Mines — ein Hebel, der den IPO-Prozess erheblich verkomplizieren könnte.
Bewertung und Ausblick
Trotz der starken Kursperformance handelt Barrick mit einem Forward-KGV von 12,4 — rund 8 Prozent unter dem Branchendurchschnitt und mit Abschlag gegenüber Konkurrenten wie Agnico Eagle, Newmont und Kinross Gold. Das deutet darauf hin, dass der Markt die Unsicherheiten rund um den NewCo-IPO und den Newmont-Streit bereits einpreist.
Entscheidend für die zweite Jahreshälfte 2026 wird sein, ob Barrick den Betrieb in Mali ohne erneute Konflikte mit der Regierung in Bamako stabilisieren kann und ob der Fourmile-Zugang über den Bullion Hill Decline wie geplant im vierten Quartal 2026 startet. Der IPO selbst steht noch unter dem Vorbehalt von Marktbedingungen, Regulierungsgenehmigungen und einer abschließenden Vorstandsentscheidung.
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