OHB: Präsentiert sich bei Berenberg-Konferenz
OHB stellt sich am 21. September Investoren vor. Im Fokus stehen Großaufträge, die 2026er Prognose und kommende Finanzzahlen.

Kurz zusammengefasst
- OHB präsentiert sich bei Berenberg-Konferenz
- SES-Auftrag umfasst achtzehn Satellitenplattformen
- OHB Italia erhält PRISMA-Folgeauftrag
- Neunmonatszahlen folgen am 12. November
Für den Bremer Raumfahrtkonzern OHB beginnt die Handelswoche mit einem wichtigen Termin am Kapitalmarkt. Am morgigen Montag, 21. September 2026, präsentiert sich das Unternehmen auf der Berenberg & Goldman Sachs German Corporate Conference. Nach einer deutlichen Korrekturphase in den vergangenen Wochen rückt damit die operative Umsetzung der milliardenschweren Projektpipeline wieder in das Blickfeld institutioneller Investoren.
An der Börse ging die Aktie am Freitag mit einem Schlusskurs von 174,00 Euro ins Wochenende. Trotz des Rücksetzers der vergangenen vier Wochen behauptet das Papier seit Jahresanfang noch ein Kursplus von 49 Prozent. Am Markt wird der SDAX-Konzern aktuell mit einer Marktkapitalisierung von 3,64 Milliarden Euro bewertet.
Volle Auftragsbücher bei europäischen Großprojekten
Im Mittelpunkt des Interesses der Investoren dürfte vor allem der Fortschritt bei den europäischen Schlüsselprogrammen stehen. Vor rund einem Monat unterzeichnete OHB mit dem Satellitenbetreiber SES einen Vertrag im Wert von knapp einer Milliarde Euro. Die Vereinbarung umfasst die Entwicklung und den Bau von achtzehn Satellitenplattformen für Europas sichere Konnektivitätsinitiative IRIS².
Parallel dazu zeigt das Unternehmen Präsenz bei der europäischen Erdbeobachtung. Beim Start des Wettersatelliten MTG-Imager 2 an Bord einer Ariane 6 vor über einem Monat zeichnete der Konzern maßgeblich mitverantwortlich.
In dem von Thales Alenia Space geführten Konsortium verantwortet das Raumfahrtunternehmen alle sechs Plattformen der Flotte und liefert optische sowie infrarote Instrumenteneinheiten zu. Zudem sicherte sich die Tochtergesellschaft OHB Italia vor über einem Monat den Folgeauftrag für das italienische Erdbeobachtungsprogramm PRISMA Second Generation, dessen Start bis Ende 2031 vorgesehen ist.
Jahresprognose und nächste Meilensteine
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Management mit einer konsolidierten Gesamtleistung von rund 1.400 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge soll sich nach Unternehmensangaben in einer Spanne zwischen 10,5 Prozent und 11,0 Prozent bewegen.
Ob sich die Margenziele im Zuge des Hochlaufs der Fertigung für IRIS² und die weiteren Großprojekte planmäßig einstellen, wird sich im Spätherbst zeigen. Die nächsten detaillierten Finanzkennzahlen veröffentlicht das Bremer Raumfahrtunternehmen am 12. November 2026 im Rahmen der Neunmonatsergebnisse.
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