Die passende Strategie?

Kevin Warsh wird neuer Fed-Chef und muss zwischen Inflationsbekämpfung und Trumps Zinsforderungen navigieren.

Stephan Feuerstein ·
Beleuchtete Finanzviertel-Skyline bei Sonnenaufgang

Kurz zusammengefasst

  • Jerome Powell übergibt an Kevin Warsh
  • Trump übte massiven Zinsdruck aus
  • Inflation durch Irankrieg und Ölpreis gestiegen
  • Zwischenwahlen erhöhen politischen Druck

Am Freitag übergibt Jerome Powell sein Amt als Vorsitzender der US-Notenbank an seinen Nachfolger Kevin Warsh. Da Donald Trump seit dem Antritt seiner zweiten Amtsperiode Powell hinsichtlich fallender Zinsen massiv unter Druck nahm, darf man auf seinen Nachfolger gespannt sein. Ursprünglich hatte Trump eigentlich Kevin Hassett für diese Funktion im Auge, dieser war aber aufgrund seiner umstrittenen Person schlecht vermittelbar. Nun muss sich zeigen, ob sich Warsh dem Druck Donald Trumps dauerhaft entziehen kann. Schließlich ist die Inflation aufgrund des hohen Ölpreises infolge des Irankriegs zuletzt wieder klar gestiegen. Um die steigenden Preise wieder einzugrenzen, bieten sich allerdings steigende Zinsen an. Dies wiederum kann Trump vor den wichtigen Zwischenwahlen am 3. November nicht brauchen. Bereits jetzt müssen viele US-Amerikaner den Gürtel enger schnallen, obwohl Trump im Wahlkampf fallende Preise versprochen hat. Entsprechend sinkt seine Popularität, nicht nur in den Vereinigten Staaten. Sollten sich die Demokraten sowohl im Senat als auch im Repräsentantenhaus die Mehrheit sichern, wird Trump zur „lahmen Ente“, da der Kongress seinen Handlungsspielraum sehr deutlich einschränken würde.

Was macht die Inflation?

Gespannt darf man daher auf die am Dienstag anstehenden US-Verbraucherpreise sein. Mit der Sperrung der Straße von Hormus ist der Ölpreis deutlich nach oben geschossen und mit ihm die Inflation. Sofern die US-Wirtschaft zufriedenstellende Zahlen liefert, besteht die Möglichkeit von steigenden Zinsen. Dies wiederum würde sich negativ auf den Aktienmarkt auswirken. Man darf daher gespannt sein, ob sich damit die alte Börsenweisheit „sell in may …“ auch in diesem Jahr bewahrheiten wird!

Gewinne auch bei einer Seitwärtstendenz?

Für den Fall, dass der Aktienmarkt in den Sommermonaten eine Seitwärtstendenz durchläuft, würde sich im Einzelfall ein Discount-Optionsschein anbieten, mit dem auch eine Seitwärtsrendite möglich ist. Im Hinblick auf eine mögliche Seitwärtsbewegung am Aktienmarkt, sind diese Produkte eine interessante Investitionsmöglichkeit!

Stephan Feuerstein
Hebelzertifikate-Trader
http://www.Hebelzertifikate.de

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