Cardano: Open Wallet Standard bindet Netzwerk nativ ein
Die Wallet-Schnittstelle unterstützt Cardano-Funktionen; weitere Infrastruktur- und Token-Standards ergänzen den technischen Ausbau.

Kurz zusammengefasst
- Wallet-Standard bindet Cardano nativ ein
- WingRiders entwickelte die Anbindung mit IOG
- RealFi startete am 1. Oktober auf Mainnet
- Token notiert 0,8 Prozent höher
Die Interoperabilität von Cardano gewinnt an Breite: Seit gestern unterstützt der Open Wallet Standard in der neuen Version 1.4.3 das Blockchain-Netzwerk nativ. Entwickelt wurde die technische Anbindung von WingRiders in Zusammenarbeit mit dem Entwicklungsunternehmen IOG und der Midnight Foundation.
Die Integration zielt darauf ab, Schnittstellen über verschiedene Wallet-Anwendungen hinweg zu vereinheitlichen. Konkret bildet die Version 1.4.3 zentrale Cardano-Funktionen ab: Sie verarbeitet Zahlungs- und Staking-Schlüssel, ermöglicht das Signieren von Transaktionen und bindet Guthabenabfragen über das Koios-Protokoll ein.
Entwickler erhalten damit ein standardisiertes Werkzeug an die Hand, um Cardano ohne maßgeschneiderte Sonderlösungen in bestehende Softwarearchitekturen einzubinden.
Breiterer Ausbau der Infrastruktur
Der Schritt reiht sich in mehrere technische Neuerungen ein, die das Ökosystem rund um die Layer-1-Blockchain festigen sollen. Am 2. Oktober empfahl die Entwicklerorganisation Intersect den Betrieb von Cardano Node 11.1.3 für Stake-Pool-Betreiber.
Das Update behob einen Dekodierungsfehler bei IPv4-Verbindungen, der in der Vorgängerversion aufgetreten war. Parallel dazu wurde der Vorschlag CAP-12 zur Prüfung vorgelegt, der Parameter der Dijkstra-Ära mit Sicherheitsvorgaben und Abstimmungsrechten für Pool-Betreiber in der Netzwerk-Verfassung verankern soll.
Bereits am 1. Oktober startete zudem das Protokoll RealFi auf dem Mainnet. Damit zog ein kreditbesichertes Stablecoin-System auf Cardano ein, das neben dem Basiswert USDrf auch die verzinsliche Variante sUSDrf umfasst. Zu den ersten Partnern für diesen Start zählten unter anderem Lace, SundaeSwap und Liqwid.
Strikte Token-Regeln und verhaltene Kursreaktion
Infrastrukturprojekte gewinnen im Netzwerk derzeit an Gewicht, während auch regulatorische Standards implementiert werden. Am Mittwoch schaltete die Cardano Foundation den Standard CIP-0113 frei. Dieser erlaubt es Emittenten regulierter Vermögenswerte, Compliance-Vorgaben wie Prüfungen zur Geldwäschebekämpfung, Sanktionsfilter und Sperrfunktionen unmittelbar in Token einzubetten. Erste praktische Verwendung fand der Standard tags darauf bei Veridian, einer eigenständigen Ausgründung für digitale Identitäten.
Am Markt spiegelt sich der technische Ausbau in einer moderaten Aufwärtsbewegung wider. Der native Token notiert heute bei 0,2368 US-Dollar, was einem leichten Tagesplus von 0,8 Prozent entspricht. Damit liegt die Kryptowährung 11 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 0,2129 US-Dollar.
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