Nel ASA Aktie: Auftragseingang um 73 Prozent eingebrochen

Seit Jahresbeginn hat die Nel-ASA-Aktie rund 51 Prozent zugelegt. Kein einziger Analyst empfiehlt den Kauf. Dieser Widerspruch ist der Kern der aktuellen Investmentstory.
Warum Analysten skeptisch bleiben
Das Kursziel der Analysten liegt im Schnitt bei 2,12 norwegischen Kronen — deutlich unter dem aktuellen Handelspreis von 3,03 Kronen in Oslo. Alle sieben Analysten, die die Aktie bewerten, raten zum Verkauf. Kein einziger sieht Aufwärtspotenzial.
Der Grund liegt im Auftragseingang. Im ersten Quartal 2026 brach er um 73 Prozent auf nur 85 Millionen Kronen ein. Der Auftragsbestand schrumpfte auf 1,1 Milliarden Kronen. Das EBITDA lag bei minus 100 Millionen Kronen.
Hinzu kommt ein strukturelles Problem: Nel prüft derzeit zwei stillgelegte Produktionslinien im Werk Herøya. Dort könnten Abschreibungen fällig werden — nach bereits 799 Millionen Kronen an Wertberichtigungen im Geschäftsjahr 2025.
Neue Technologie, noch keine Aufträge
Im Mai 2026 stellte Nel seine neue Generation von Druckelektrolyseuren vor. Die Anlage soll die Systemkosten um 40 bis 60 Prozent gegenüber verfügbaren Marktlösungen senken. Die EU fördert die Industrialisierung mit bis zu 135 Millionen Euro aus dem EU-Innovationsfonds.
Das klingt vielversprechend. Öffentlich angekündigte Aufträge für die neue Plattform gibt es bisher jedoch nicht.
Etwas Entlastung kommt aus der PEM-Sparte. Nach dem Quartalsende sicherte sich Nel einen Auftrag über 7 Millionen US-Dollar vom Douglas County Public Utility District im US-Bundesstaat Washington — das erste Projekt, das Nel an ein öffentliches Versorgungsunternehmen verkauft hat. CEO Håkon Volldal erwartet noch weitere PEM-Aufträge vor Ende des ersten Halbjahres.
Kassenbestand gibt Zeit — aber nicht unbegrenzt
Nel verfügt aktuell über rund 1,4 Milliarden Kronen in der Kasse. Das gibt dem Unternehmen Spielraum. Wie viel, hängt davon ab, wie schnell neue Aufträge eingehen.
Der Aufsichtsratsvorsitzende Arvid Moss kaufte Ende April 100.000 Aktien zu durchschnittlich 2,25 Kronen — ein Signal, das Marktbeobachter als Vertrauensbekundung werten können, aber kein Ersatz für einen sich erholenden Auftragsbestand ist.
Am 15. Juli legt Nel den Halbjahresbericht vor. Bis dahin hat der Markt zwei Monate Zeit zu prüfen, ob der Produktlaunch vom Mai in echte Verträge mündet. Bleibt der Auftragseingang schwach, dürfte die Lücke zwischen Börsenkurs und Analystenkonsens kaum zu rechtfertigen sein.
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