Deutsche Telekom Aktie: Einschnitte nicht abzuwenden?
Die Gewerkschaft ver.di weitet den Arbeitskampf bei der Telekom auf ganz Deutschland aus. Kunden müssen mit Verzögerungen rechnen.

Kurz zusammengefasst
- Dritte Streikwelle erreicht Süddeutschland
- Kein Arbeitgeberangebot in Tarifrunde
- Kundenservice und Glasfaserausbau betroffen
- Telekom-Aktie zeigt sich unbeeindruckt
ver.di dreht die Eskalationsspirale weiter. Nachdem die zweite Tarifverhandlungsrunde am 27. April erneut ohne Angebot der Arbeitgeber endete, legt die Gewerkschaft am Donnerstag die Beschäftigten in Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg und Bayern nieder — der bundesweite Arbeitskampf ist damit vollständig entfaltet.
Drei Tage, drei Streikwellen
Die Ausweitung folgt einem klaren Muster. Am Montag traf es den Norden und Osten, am Dienstag Nordrhein-Westfalen und Mitteldeutschland, nun den Süden und Südwesten. Insgesamt kämpft ver.di für rund 60.000 Tarifbeschäftigte: 6,6 Prozent mehr Entgelt bei zwölf Monaten Laufzeit, ein Mitgliederbonus von 660 Euro jährlich sowie 120 Euro mehr pro Monat für Auszubildende und dual Studierende.
Die Arbeitgeberseite hat bislang kein Angebot vorgelegt. Das macht den Konflikt politisch brisant — zumal die Deutsche Telekom für 2026 ein Aktienrückkaufprogramm von zwei Milliarden Euro angekündigt hat. Gewerkschaften werten solche Ausschüttungen regelmäßig als Beleg dafür, dass Spielraum für höhere Entgelte vorhanden sei.
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Kunden spüren die Folgen
Die Streiks treffen den Alltag der Telekom-Kunden direkt. ver.di warnte bereits am Mittwochabend vor schlechterer Erreichbarkeit, Verzögerungen im technischen Kundenservice und beim Glasfaserausbau sowie Terminabsagen. Einschränkungen ließen sich „nicht vermeiden“, so die Gewerkschaft.
Aktie reagiert kaum
An der Börse verpufft der Arbeitskampf vorerst. Die Aktie notiert am Donnerstagvormittag kaum verändert bei rund 27,35 Euro. Das täuscht allerdings über die mittelfristige Kursschwäche hinweg: Auf Sicht von zwölf Monaten hat das Papier mehr als 13 Prozent verloren und liegt rund 20 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 34,25 Euro.
Der nächste Belastungstest kommt schnell. Am 13. Mai legt die Deutsche Telekom ihre Quartalszahlen vor — dann wird sich zeigen, ob das Management sein Ziel von rund 47,4 Milliarden Euro bereinigtem EBITDA für 2026 bestätigt. Bis dahin stehen am 11./12. Mai die nächsten Tarifverhandlungen an. Rückt die Arbeitgeberseite nicht von ihrer Linie ab, dürften die Streiks weitergehen.
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