Goldpreis LBMA: 1,43% Minus auf 4.583 Dollar
Steigende US-Renditen und ein fester Dollar setzen den Goldpreis unter Abgabedruck. Die Hoffnung auf eine Fed-Zinssenkung schwindet.

Kurz zusammengefasst
- Gold fällt um 1,4 Prozent
- Anleiherendite steigt auf Jahreshoch
- Fed-Zinssenkung 2026 unwahrscheinlicher
- Trump-Xi-Gipfel ohne konkrete Ergebnisse
Trump verlässt Peking ohne Durchbruch. Das reicht dem Goldmarkt, um Gewinne abzubauen.
Der Spotpreis fiel am Freitag um 1,43 Prozent auf 4.583 Dollar je Unze. Silber hielt sich dagegen knapp im Plus und notierte bei 83,62 Dollar — ein kleines Zeichen relativer Stärke.
Drei Faktoren drücken den Preis
Erstens: Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sprang um fast neun Basispunkte auf 4,54 Prozent — das höchste Niveau seit fast einem Jahr. Nicht-verzinsliche Anlagen wie Gold verlieren in solchen Phasen ihren Reiz.
Zweitens: Der US-Dollar-Index kletterte auf 98,82. Das macht Gold für internationale Käufer teurer und dämpft die Nachfrage.
Drittens: Anleger streichen eine Fed-Zinssenkung 2026 aus ihren Erwartungen. Erzeugerpreise stiegen so stark wie zuletzt Anfang 2022, die Verbraucherpreise erreichten den höchsten Stand seit Mai 2023. Laut CME FedWatch rechnen 95,8 Prozent der Marktteilnehmer für Juni mit unveränderten Zinsen. Nur 4,2 Prozent erwarten eine Senkung.
Trump-Xi-Gipfel ohne Ergebnis
Zwei Tage Gespräche in Peking, breites Themenspektrum — und am Ende keine konkreten Vereinbarungen. Trump sagte beim Abflug, man habe „viele Probleme gelöst, die andere nicht hätten lösen können“. Details nannte er nicht.
Für den Goldmarkt ist das ein gemischtes Signal. Einerseits bleibt geopolitische Unsicherheit ein Stützfaktor. Andererseits verschiebt die Entspannung im Handelskonflikt Kapital in Richtung Risikoaktiva — weg von sicheren Häfen.
Starke Nachfrage trifft schwache Stimmung
Das Fundamentalbild bleibt robust. Im ersten Quartal 2026 erreichte die globale Goldnachfrage ein Rekordhoch von 1.230,9 Tonnen. Die Barren- und Münznachfrage stieg um 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zentralbanken kauften netto 244 Tonnen — ebenfalls ein Plus.
Kein Wunder, dass der Preisrückgang trotzdem begrenzt bleibt.
Technisch notiert Gold unterhalb seiner 50- und 100-Tage-Gleitdurchschnitte. Der RSI liegt nahe 53 — neutral bis leicht schwach. Die Zone zwischen 4.580 und 4.600 Dollar gilt als erste Unterstützung. Hält sie, dürfte Gold bis zur Veröffentlichung der Mai-Einkaufsmanagerindizes am 21. Mai in einer engen Spanne zwischen dieser Marke und dem Widerstand bei 4.728 Dollar konsolidieren.
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