Microsoft Aktie: 190-Milliarden-Capex drückt Freicashflow um 22%
Microsofts Umsatz steigt auf 83 Milliarden Dollar, doch KI-Investitionen lassen den freien Cashflow um 22 Prozent einbrechen.

Kurz zusammengefasst
- Umsatzplus von 18 Prozent auf 83 Milliarden
- Freier Cashflow bricht um 22 Prozent ein
- KI-Investitionen erreichen 190 Milliarden Dollar
- Freiwilliges Vorruhestandsprogramm für 8.750 Mitarbeiter
Starke Wachstumszahlen, schrumpfender Cashflow – bei Microsoft klaffen Umsatz und Kostenstruktur derzeit spürbar auseinander. Der Softwarekonzern lieferte im dritten Geschäftsquartal 2026 zwar beeindruckende Gewinnsteigerungen. Ein massiver Anstieg der Investitionsausgaben dämpft allerdings die Euphorie und zwingt das Management zu strategischen Einschnitten.
Der Umsatz kletterte im abgelaufenen Quartal um 18 Prozent auf knapp 83 Milliarden US-Dollar. Parallel dazu verbuchte der Konzern einen deutlichen Gewinnzuwachs. Unter der Oberfläche zeigt sich ein anderes Bild. Der freie Cashflow brach um 22 Prozent ein.
Grund dafür sind gewaltige Infrastruktur-Ausgaben. Von den generierten Barmitteln flossen fast 31 Milliarden US-Dollar direkt in neue Anlagen und Rechenzentren. Die Bruttomarge fiel infolge der hohen Abschreibungen auf den tiefsten Stand seit vier Jahren.
Milliardeninvestitionen und ein Strategiewechsel
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Finanzchefin Amy Hood nun mit Investitionsausgaben von 190 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten im Vorfeld deutlich weniger erwartet. Allein höhere Preise für Speicherkomponenten treiben die Kosten um rund 25 Milliarden US-Dollar in die Höhe. Trotz dieser Rekordsummen bleibt die Serverkapazität laut Management vorerst ein Engpass.
Um die Profitabilität im KI-Geschäft zu stützen, ordnet Microsoft seine wichtigste Partnerschaft neu. Der Konzern zahlt künftig keine Umsatzbeteiligung mehr an OpenAI, wenn Kunden die Modelle über die Azure-Cloud abrufen. Im Gegenzug verliert Microsoft seine Exklusivität. OpenAI darf seine Produkte ab sofort auch über konkurrierende Plattformen wie Amazon Web Services oder Google Cloud anbieten.
Stellenabbau und Dividendentermine
Die explodierenden Kosten zwingen den Software-Riesen zu internen Einsparungen. Microsoft bietet rund sieben Prozent seiner US-Belegschaft ein freiwilliges Vorruhestandsprogramm an. Betroffen sind bis zu 8.750 Mitarbeiter. Teams aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und Copilot sind von diesem Schritt explizit ausgenommen.
Die Abfindungen belasten das laufende Quartal mit geschätzt 900 Millionen US-Dollar. Konkrete Details zu den Konditionen erhalten berechtigte Angestellte am 7. Mai.
Aktionäre werden derweil weiter am Gewinn beteiligt. Der Verwaltungsrat kündigte eine Quartalsdividende von 0,91 US-Dollar je Aktie an. Der Ex-Dividenden-Tag fällt auf den 21. Mai. An der Börse sorgte das Zahlenwerk zuletzt für wenig Begeisterung. Die Aktie notiert seit Jahresbeginn zweistellig im Minus und wird aktuell unter ihrem historischen Bewertungsdurchschnitt gehandelt.
Ein massiver Auftragsbestand stützt die mittelfristigen Aussichten. Die vertraglich zugesicherten, aber noch nicht abgerechneten Umsätze verdoppelten sich nahezu auf 627 Milliarden US-Dollar. Für das Ende Juli endende vierte Geschäftsquartal peilt das Management nun Erlöse von bis zu 87,8 Milliarden US-Dollar an.
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