MSCI World ETF: Alphabet verdient 62,58 Milliarden
Starke Quartalszahlen von Alphabet und Microsoft treiben den iShares MSCI World ETF, während die Fed tief gespalten ist und eine Indexreform ansteht.

Kurz zusammengefasst
- Alphabet und Microsoft übertreffen Erwartungen
- Fed zeigt tiefste Spaltung seit 1992
- MSCI-Indexreform verändert Gewichtungen
- ETF auf neuem 52-Wochen-Hoch
Vier Magnificent-Seven-Konzerne liefern Rekordergebnisse, die US-Notenbank zeigt die tiefste interne Spaltung seit 1992, und eine Indexreform steht unmittelbar bevor. Für den iShares MSCI World ETF (URTH) war die vergangene Woche alles andere als gewöhnlich.
Tech-Earnings treiben das Portfolio
Alphabet erzielte im ersten Quartal 2026 einen Nettogewinn von 62,58 Milliarden Dollar — 5,11 Dollar je Aktie — und übertraf damit die Erwartungen deutlich. Google Cloud wuchs um 63 Prozent. Microsoft meldete einen bereinigten Gewinn je Aktie von 4,27 Dollar und übertraf den Konsens um 0,21 Dollar. Der Umsatz lag bei 82,89 Milliarden Dollar, rund 1,5 Milliarden über den Schätzungen.
Microsoft-Aktionäre reagierten dennoch mit Verkäufen — der Kurs gab rund vier Prozent nach. Das zeigt, wie hoch die Erwartungslatten im aktuellen Marktumfeld hängen. Mehr als 90 Prozent der S&P-500-Unternehmen übertrafen im ersten Kalenderquartal die Wall-Street-Prognosen, das Gewinnwachstum im IT-Sektor lag bei 46,3 Prozent.
Für URTH ist das relevant: Alphabet, Microsoft und Apple machen zusammen über 13 Prozent des Fondsvermögens aus. Nvidia bleibt mit 5,29 Prozent die größte Einzelposition, der Technologiesektor insgesamt kommt auf knapp 27 Prozent des Portfolios.
Fed mit historischer Spaltung
Das FOMC beließ den Leitzins in der Spanne zwischen 3,5 und 3,75 Prozent — das hatte der Markt vollständig eingepreist. Ungewöhnlich war das Abstimmungsbild: Acht zu vier für die Entscheidung, wobei die vier abweichenden Stimmen in entgegengesetzte Richtungen zogen. Stephen Miran plädierte für eine Senkung um einen Viertelpunkt, während Beth Hammack, Neel Kashkari und Lorie Logan die taubenhaften Formulierungen im Statement ablehnten. Eine derartige Spaltung gab es zuletzt im Oktober 1992.
Es könnte Powells letzter Auftritt als Fed-Chef gewesen sein. Der Senatsausschuss für Bankwesen hat die Nominierung von Kevin Warsh als Nachfolger in einer parteilichen Abstimmung vorangebracht.
Indexreform und Gebührendruck
Ab der Mai-Überprüfung ändert MSCI seine Free-Float-Berechnungsmethodik. Equity Total Return Swaps zwischen Nicht-Free-Float- und Free-Float-Aktionären werden künftig als Nicht-Free-Float klassifiziert. Für URTH bedeutet das erhöhten Portfolioumschlag — die Gewichtungen der Mega-Caps, allen voran Nvidia, könnten sich erheblich verschieben.
Parallel dazu wächst der Gebührendruck. Invesco bietet seinen MSCI-World-ETF seit April für 0,05 Prozent an, UBS für 0,06 Prozent. BlackRock hält URTH bei 0,24 Prozent — ein Unterschied von 19 Basispunkten, den kostenbewusste Anleger zunehmend schwerer ignorieren. Morningstar vergab am 27. April dennoch seine Gold-Bewertung für den Fonds.
Der ETF schloss die Woche auf einem neuen 52-Wochen-Hoch von 196,76 Dollar — ein Plus von rund 28 Prozent gegenüber dem Märztief. Der RSI von 94,6 signalisiert dabei eine deutlich überkaufte Lage.
Makroseitig trübt der IWF das Bild: Die globale Wachstumsprognose für 2026 wurde auf 3,1 Prozent gesenkt. Hinzu kommen US-Zölle auf importierte Pharmazeutika von bis zu 100 Prozent — ein Risiko für den Gesundheitssektor, der rund 9,5 Prozent des URTH-Portfolios ausmacht. Am 15. Juni geht der Fonds ex-Dividende; Analysten prognostizieren eine Ausschüttung von 2,81 Dollar je Aktie über die nächsten zwölf Monate.
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