IBM Aktie: Baker zieht ins Board ein
Accenture stellte für 2027 ein Umsatzplus von 3 bis 6 Prozent in Aussicht; IBM legt Quartalszahlen am 21. Oktober vor.

Kurz zusammengefasst
- IBM-Aktie legte 3,3 Prozent zu
- Accenture prognostiziert 3 bis 6 Prozent Umsatzwachstum
- Frank Baker trat dem Verwaltungsrat bei
- IBM veröffentlicht Quartalszahlen am 21. Oktober
Starke Geschäftszahlen des IT-Dienstleisters Accenture haben am gestrigen Donnerstag für spürbare Erleichterung im Technologiesektor gesorgt. Davon profitierte auch IBM: Das Papier ging im deutschen Handel mit einem Plus von 3,3 Prozent bei 200,85 Euro aus dem Tag. Der Zuwachs verschafft dem Traditionskonzern Luft, nachdem die Notierung seit Jahresanfang mit 23 Prozent im Minus liegt.
Entspannung bei IT-Dienstleistungen und Beratung
Auslöser der breiten Erholung im Technologiesektor war der Ausblick von Branchenschwergewicht Accenture auf das Geschäftsjahr 2027. Das Beratungshaus stellte ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 3 bis 6 Prozent in Aussicht und dämpfte damit Befürchtungen am Markt, generative Künstliche Intelligenz könnte das klassische Geschäft mit IT-Services und Unternehmensberatung ausbremsen. Für IBM kommt dieses Signal zur rechten Zeit, da das Beratungssegment zu den wichtigsten Geschäftssäulen des Konzerns zählt.
Parallel dazu treibt der Konzern seine strategischen Initiativen voran. Neben Softwaremodernisierungen legte IBM jüngst den Fokus darauf, KI-Entwicklungswerkzeuge auch für Kunden mit extrem hohen Sicherheitsanforderungen anzubieten.
Datenresidenz und Code-Souveränität gewinnen in streng regulierten Industrien an Bedeutung. Einer Erhebung des IBM Institute for Business Value zufolge hatten 68 Prozent der befragten Führungskräfte Schwierigkeiten, regionale Vorgaben zur Datenhaltung über mehrere Standorte hinweg einzuhalten.
Neuer Impuls im Verwaltungsrat
Zusätzlich zu den Branchenimpulsen meldete IBM gestern eine personelle Veränderung im obersten Führungsgremium. Frank Baker, Mitgründer und Managing Partner der Beteiligungsgesellschaft Siris Capital, zog mit Wirkung zum gestrigen Donnerstag in das Board of Directors ein.
Durch eine entsprechende Satzungsänderung wuchs das Gremium auf 14 Mitglieder an. Baker übernimmt zudem einen Sitz im Corporate Governance Committee. Siris Capital hat seit Gründung mehr als 9 Milliarden US-Dollar an Eigenkapital in Technologie- und Telekommunikationsunternehmen investiert.
Zugleich bleibt das rechtliche Umfeld in den USA fordernd. Die US-Kanzlei Hagens Berman gab gestern bekannt, eine Untersuchung wegen möglicher Verstöße gegen Wertpapiergesetze aufgenommen zu haben. Hintergrund ist die Schwäche im IBM-Infrastrukturgeschäft vor über einem Monat, die damals einen herben Kursrutsch ausgelöst hatte.
Zahlenvorlage am 21. Oktober
Klarheit über den tatsächlichen Geschäftsverlauf im laufenden Turnus erhalten Anleger in wenigen Wochen: IBM will die vollständigen Ergebnisse für das dritte Quartal am 21. Oktober vorlegen.
Neben der Entwicklung im Beratungsbereich dürften Investoren vor allem die Dynamik im Softwaregeschäft und bei Hybrid-Cloud-Lösungen prüfen. Für das Gesamtjahr 2026 peilte das Management zuletzt ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum zwischen 4 und 5 Prozent an.
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