Facc Aktie: 145,39 Prozent Anstieg über 12 Monate
Der Luftfahrtzulieferer FACC schüttet nach sechs Jahren wieder eine Dividende aus und signalisiert damit operative Erholung und steigende Profitabilität.

Kurz zusammengefasst
- Erste Ausschüttung seit 2019
- Umsatzplus von 11,8 Prozent
- EBIT verdoppelt auf 9,7 Millionen
- Aktie mit 40 Prozent Jahresplus
Sechs Jahre lang ging die Aktie leer aus. Jetzt zahlt FACC wieder eine Dividende, und das ist mehr als nur eine formale Geste. Der Luftfahrtzulieferer meldet damit zurück, dass die Krise hinter dem Konzern nicht nur bilanziell, sondern auch beim Cashflow spürbar aufgearbeitet ist.
Rückkehr der Ausschüttung
Für das Geschäftsjahr 2025 fließen 0,10 Euro je Aktie. Zuletzt hatte FACC für 2019 eine Gewinnbeteiligung ausgeschüttet. Die heutige Gutschrift markiert damit die Rückkehr in den Kreis der Dividendenzahler.
Wichtiger als die Summe ist das Signal. Die Ausschüttung kommt nicht aus dem Nichts, sondern nach einer Phase operativer Erholung. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 11,8 Prozent auf 258,2 Millionen Euro. Das EBIT verdoppelte sich von 4,3 Millionen Euro auf 9,7 Millionen Euro.
Effizienz und Nachfrage tragen
Die Marge zieht ebenfalls an. Sie verbesserte sich von 1,9 Prozent auf 3,7 Prozent. Ein wesentlicher Treiber ist das seit Herbst 2024 laufende Effizienzprogramm „CORE“. Es scheint die Kostenbasis spürbar zu straffen.
Hinzu kommt die Lage in der zivilen Luftfahrt. Airbus und Boeing fahren ihre wichtigsten Programme hoch. Davon profitiert FACC mit Leichtbaukomponenten und Kabineninterieur aus Österreich. Auch der Auftrag von Embraer für Kabinenkomponenten passt in dieses Bild.
Aktie legt kräftig zu
An der Börse ist die Rückkehr zur Dividende längst eingepreist. Die FACC Aktie schloss am Donnerstag bei 16,22 Euro. Seit Jahresbeginn liegt sie 40,55 Prozent im Plus, auf 12 Monate gesehen sogar 145,39 Prozent.
Der Titel notiert damit klar über den gleitenden Durchschnitten. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt beträgt 12,86 Prozent, zum 200-Tage-Durchschnitt sogar 38,90 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 17,90 Euro ist die Aktie jedoch noch 9,39 Prozent entfernt.
Blick auf 2026
Auch der Ausblick bleibt belastbar. Das Management rechnet für 2026 weiterhin mit einem Umsatzwachstum von 5 bis 15 Prozent. Als Rückenwind dient ein globaler Order-Backlog von mehr als 17.700 Verkehrsflugzeugen.
Die Erste Group setzte im Mai ein Kursziel von 18,70 Euro und empfahl den Titel zum Kauf. Das passt zu einem Unternehmen, das wieder operative Schlagkraft zeigt und nun auch die Aktionäre direkt beteiligt.
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