ServiceNow: Größtes New-Logo-Deal über 15 Millionen

ServiceNow erhöht KI-Umsatzziel auf 1,5 Milliarden Dollar, doch Übernahmen belasten die operative Marge und den Aktienkurs.

Felix Baarz ·
ServiceNow Aktie

Kurz zusammengefasst

  • KI-Umsatzziel auf 1,5 Milliarden verdoppelt
  • Neues Preismodell treibt Geschäftswandel
  • Armis-Übernahme drückt auf Profitabilität
  • Aktie trotz Prognoseerhöhung unter Druck

Starke operative Zahlen, schwache Kurse — bei ServiceNow klaffen Realität und Stimmung an der Börse weit auseinander. Das Softwareunternehmen schraubt seine Umsatzziele für künstliche Intelligenz massiv nach oben und verzeichnet ein rasantes Kundenwachstum. An der Wall Street dominiert indes Skepsis über die Profitabilität.

KI-Wachstum und neues Preismodell

Das Management sieht eine deutlich schnellere Monetarisierung seiner KI-Plattform. Entsprechend steigt das Umsatzziel für die „Now Assist“-Produkte im Jahr 2026 von einer auf 1,5 Milliarden US-Dollar. Bemerkenswert dabei: Das Unternehmen rechnet hier nur die rein durch KI getriebenen Mehrumsätze ein.

Parallel dazu vollzieht sich ein struktureller Wandel im Geschäftsmodell. Die Hälfte des Neugeschäfts stammt mittlerweile aus nutzungsbasierten Modellen wie Tokens oder Infrastruktur-Abrechnungen statt aus klassischen Pro-Kopf-Lizenzen. Finanzchefin Gina Mastantuono betonte, dass Kunden diese KI-Investitionen oft durch Kostensenkungen an anderer Stelle finanzieren.

Zukäufe belasten die Margen

Auf Konzernebene hebt ServiceNow die Jahresprognose für die Abonnementeinnahmen an. Die Spanne liegt nun bei 15,73 bis 15,78 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem währungsbereinigten Wachstum von rund 21 Prozent.

Ein Teil dieses Wachstums stammt aus der Übernahme von Armis. Genau hier liegt der Grund für die Zurückhaltung der Investoren. Die Integration des Zukaufs drückt auf die Profitabilität. Das Management kalkuliert für 2026 mit Einbußen bei der operativen Marge und einem spürbaren Dämpfer beim freien Cashflow. Erst 2027 sollen sich diese Effekte normalisieren.

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Analysten blicken auf den Mai

Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 30 Prozent an Wert verloren. Nachbörslich gaben die Papiere trotz der angehobenen Prognosen weiter nach. Marktbeobachter hinterfragen, wie hoch der organische Anteil am Wachstum tatsächlich ist und wann die KI-Nutzung deutlicher auf den Gewinn durchschlägt.

Die Mehrheit der Wall-Street-Experten bleibt optimistisch. Von 54 Analysten raten 43 zum Kauf der Papiere. Das mittlere Kursziel liegt bei 140 US-Dollar.

Am 4. Mai richtet sich der Fokus auf den anstehenden Financial Analyst Day. Das Management plant, dort detaillierte Daten zur KI-Adoption und den langfristigen Auswirkungen des neuen Preismodells vorzulegen. Diese Zahlen müssen belegen, dass die teuren Investitionen in das Partner-Ökosystem mit OpenAI, Google und NVIDIA nachhaltig Rendite abwerfen.

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ServiceNow Aktie

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