VanEck Dividend Leaders: 0,61 Prozent unter Rekordhoch
Starke Geschäftszahlen von Commonwealth Bank, TotalEnergies und Allianz treiben den Dividenden-ETF auf 55,32 Euro – nur 0,61 Prozent unter dem Allzeithoch.

Kurz zusammengefasst
- Commonwealth Bank meldet Rekordgewinn
- TotalEnergies kauft Aktien zurück
- Allianz steigert operatives Ergebnis
- ETF nur 0,61 Prozent unter Rekordhoch
Der VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF nähert sich seinem Rekordhoch. Grund dafür sind starke Zahlen gleich mehrerer Schwergewichte im Portfolio. Am Mittwoch legte die Commonwealth Bank of Australia ihre Jahreszahlen vor — ein weiterer Baustein für die dividendenorientierte Strategie des Fonds.
Commonwealth Bank meldet Rekordgewinn
Die australische Großbank verdiente im Geschäftsjahr bis Ende Juni umgerechnet 10,87 Milliarden australische Dollar nach Steuern. Das sind 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Der bereinigte Cash-Gewinn kletterte auf 11 Milliarden Dollar, getragen von diszipliniertem Wachstum und einer stabilen Zinsmarge trotz schwierigem Marktumfeld.
Die Bank zahlt ihren Aktionären eine steuerlich begünstigte Schlussdividende von 270 Cent je Aktie. Für das Gesamtjahr ergibt das 505 Cent — mehr als im Vorjahr. Die Auszahlung erfolgt am 29. September, Stichtag für den Anspruch ist der 20. August. Die Eigenkapitalrendite stieg auf 14,0 Prozent.
TotalEnergies kauft Aktien zurück
Auch im Energiesektor, einer weiteren tragenden Säule des Fonds, tut sich etwas. TotalEnergies bestätigte am Dienstag den Rückkauf von rund 1,67 Millionen eigenen Aktien zwischen dem 3. und 7. August. Der Konzern zahlte dafür im Schnitt 74,89 Euro je Aktie — insgesamt etwa 125 Millionen Euro, im Rahmen des im Mai von der Hauptversammlung genehmigten Programms.
Die Erste Group hob parallel ihre Gewinnschätzung je Aktie für TotalEnergies im laufenden Jahr an, von 10,70 auf 10,87 US-Dollar. Die Analysten verweisen dabei auf die integrierte Stromstrategie des Konzerns und die jüngste Übernahme von Ökostrom-Anlagen von Shell. Rückkäufe und wachsende Dividenden passen genau zu dem, was der ETF sucht: Unternehmen mit stabilen und steigenden Ausschüttungen.
Versicherer liefert dritten Baustein
Vor CBA und TotalEnergies hatte bereits Allianz SE für einen positiven Impuls gesorgt. Der Versicherungskonzern steigerte sein operatives Ergebnis im zweiten Quartal um 10,6 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro. Der Finanzsektor, der im Fonds stark gewichtet ist, profitiert damit weiterhin von hohen Zinsen und effizienten Kostenstrukturen.
Drei große Positionen, drei positive Nachrichten binnen weniger Tage. Das erklärt, warum der Fonds derzeit so nah an seinem Rekordhoch notiert.
Fonds nahe am Allzeithoch
Der ETF steht bei 55,32 Euro und damit nur 0,61 Prozent unter seinem Rekordhoch vom 4. August. Seit Jahresbeginn hat er 15,15 Prozent zugelegt, auf Zwölfmonatssicht sogar 25,43 Prozent. Der RSI von 65,6 deutet auf anhaltenden Kaufdruck hin, ohne bereits überkauft zu sein.
Die jährliche Volatilität liegt bei niedrigen 9,14 Prozent — ein Hinweis auf den defensiven Charakter der Dividendentitel im Portfolio. Für die kommenden Wochen bleibt die Frage im Blick, ob weitere Firmen aus dem Fonds bei ihren Quartalszahlen ähnlich liefern wie CBA, TotalEnergies und Allianz.
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