Volkswagen zieht beim Thema autonomes Fahren die Software-Zügel enger – allerdings nicht allein. Der Konzern wird erster kommerzieller Nutzer einer neuen KI-Architektur des chinesischen Entwicklers XPeng. Kann dieser Schritt die Entwicklungszeit für „softwaredefinierte“ Fahrzeuge spürbar verkürzen? Genau darauf zielt die Vereinbarung ab.
VLA 2.0: Autonomes Fahren ohne HD-Karten
Im Kern geht es um die Lizenzierung des „Vision-Language-Action“-Modells der zweiten Generation (VLA 2.0). Die KI-gestützte Software ist darauf ausgelegt, automatisierte Fahrfunktionen bis zur Autonomiestufe Level 4 zu unterstützen.
Technisch auffällig: Das System verzichtet konsequent auf hochauflösende digitale Karten. Stattdessen verarbeitet es visuelle Umgebungsdaten in Echtzeit und übersetzt sie direkt in Fahrmanöver. Laut den Entwicklern kann die Architektur komplexe Verkehrssituationen eigenständig „durchdenken“, Reaktionen simulieren und sich zudem an unterschiedliche Fahrgewohnheiten sowie lokale Verkehrsbedingungen anpassen.
Partnerschaft wird zur KI-Allianz
Der Software-Deal ist kein isoliertes Projekt, sondern eine Erweiterung einer bereits kapitalintensiven Zusammenarbeit. Im Juli 2023 hatte Volkswagen rund 700 Millionen US-Dollar in XPeng investiert. Damals lag der Schwerpunkt vor allem auf gemeinsamer Hardware-Entwicklung von Elektrofahrzeugen.
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Mit der VLA-2.0-Lizenz weitet Volkswagen die Kooperation nun direkt auf den erfolgskritischen KI- und Softwarebereich aus. Der pragmatische Kern: Statt eine komplette Basisarchitektur langwierig intern zu entwickeln, soll eine externe Lösung die Entwicklungszyklen deutlich beschleunigen. Bemerkenswert ist dabei der Branchenaspekt: Laut Quelltext ist es das erste Mal, dass ein etablierter westlicher Autokonzern eine zentrale KI-Software für autonomes Fahren in dieser Form von einem chinesischen Entwickler für den breiten Einsatz lizenziert.
Was das für die Aktie bedeutet
An der Börse zeigt sich bislang kein Befreiungseffekt. Die Volkswagen-Aktie notiert heute bei 100,15 Euro und liegt damit leicht unter dem 50-Tage-Durchschnitt (102,82 Euro). Auffällig ist der RSI von 27,8 – ein Wert, der die zuletzt schwächere Dynamik unterstreicht.
Unterm Strich setzt Volkswagen mit dem Schritt auf Tempo und Effizienz: Interne Ressourcen sollen weniger in die Basisentwicklung fließen, sondern stärker in fahrzeugspezifische Anwendungen und die Skalierung der Elektroflotte. Genau diese Beschleunigung ist die zentrale Botschaft der Entscheidung – und damit auch der Punkt, an dem der Markt die Umsetzung messen wird.
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