Rheinmetall Aktie: Unter tausend Euro?
Berenberg hält an Kaufempfehlung und Kursziel von 1.600 Euro fest; Rheinmetall erhielt zudem einen Wartungsvertrag für vier LNG-Zollschiffe.

Kurz zusammengefasst
- Aktie schloss bei 986,60 Euro
- Seit Jahresbeginn 36 Prozent im Minus
- Berenberg bestätigt Kaufurteil und Kursziel
- Mehrjähriger Wartungsvertrag für vier LNG-Schiffe
Der Aktienkurs von Rheinmetall beendete die Handelswoche am Freitag bei einem Schlusskurs von 986,60 Euro. Im Vergleich zum vorherigen Handelstag verzeichnete das Papier an der Börse eine Tagesveränderung von minus 0,9 Prozent.
Betrachtet man die gesamte Entwicklung seit Jahresanfang, so beläuft sich das Minus der Aktie mittlerweile auf 36 Prozent. Damit liegt der Wert weiterhin spürbar unter dem Niveau vom Jahresbeginn.
Die Notierung des Rüstungsunternehmens schloss damit zum Ende der Börsenwoche unterhalb der psychologisch bedeutsamen Marke von tausend Euro und setzte die vorangegangene Abwärtsbewegung der vergangenen Handelstage fort.
Analystenurteil von Berenberg
Am Freitag hat sich das Analysehaus Berenberg detailliert zu den Papieren von Rheinmetall geäußert. Die Bank beließ ihre Einstufung für die Aktie auf „Buy“ und bezifferte das Kursziel dabei unverändert auf 1.600 Euro.
Der zuständige Analyst Chris Armstrong führte in seiner Ausarbeitung mehrere fundamentale Aspekte für seine positive Einschätzung an: Er nannte ausdrücklich positive deutsche Konjunktursignale und verwies darüber hinaus auf die Rahmenbedingungen der staatlichen Ausgabenpolitik.
Im Zuge dieser Einordnung führt Berenberg die Aktie von Rheinmetall weiterhin als sogenannten „Top Pick“ im gesamten Rüstungssegment. Die Bank unterstrich mit dieser Bestätigung ihre positive Beurteilung der Rahmenbedingungen für den Konzern.
Kursentwicklung im Xetra-Handel
Bereits am vorangegangenen Handelstag, am Donnerstag, hatte das Papier von Rheinmetall eine deutliche Schwächephase durchlaufen. Medienberichten zufolge verlor die Aktie während des Handels auf dem elektronischen Handelssystem Xetra zeitweise 2,7 Prozent an Wert.
Der entsprechende Börsenbericht dokumentierte diese zwischenzeitliche Kursbewegung im Tagesverlauf ausführlich, nannte dabei jedoch keinen konkreten unternehmensspezifischen Auslöser für den aufgetretenen Rückgang.
In der Marktberichterstattung wurde festgehalten, dass für das zwischenzeitliche Minus keine neuen unternehmenseigenen Meldungen oder veränderten Unternehmensdaten vorlagen, womit die Kursbewegung an diesem Tag ohne spezifische Unternehmensnachricht blieb.
Am vergangenen Mittwoch erhielt Rheinmetall von der Generalzolldirektion einen mehrjährigen Rahmenvertrag für die Instandsetzung und Wartung von vier neuen LNG-Zollschiffen. Diese geschlossene Vereinbarung umfasst nach den vorliegenden Angaben sowohl die regelmäßige Wartung der vier Schiffe als auch die fortlaufende technische Unterstützung im laufenden Betrieb sowie die notwendigen Maßnahmen bei unvorhergesehenen Notfällen.
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