Shell: 20.594 km² Exploration in Sierra Leone

Shell expandiert nach Westafrika und meldet starke Gewinne im Ölhandel. Das erste Quartal zeigt operative Stärke, während die Hauptversammlung Konflikte birgt.

Eduard Altmann ·
Shell Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Explorationsrechte vor Sierra Leone gesichert
  • Ölhandel profitiert von Preisschwankungen
  • LNG-Produktion sinkt im Quartalsvergleich
  • Klimaresolution auf Hauptversammlung erwartet

Fünf Monate nachdem der italienische Konkurrent Eni vorgelegt hat, sichert sich Shell Explorationsrechte vor der Küste von Sierra Leone. Der britische Energiekonzern sucht in Westafrika nach neuen Vorkommen, während der Terminkalender für Anleger immer dichter wird. Die Aktie spiegelt den operativen Optimismus wider: Mit einem Plus von rund 18 Prozent seit Jahresbeginn notierte das Papier am Freitagabend bei 38,12 Euro und hält sich damit in Schlagdistanz zum jüngsten Jahreshoch.

Neue Grenzen im Tiefseewasser

Das Abkommen mit der Regierung von Sierra Leone umfasst weitreichende geologische Studien auf über 20.000 Quadratkilometern. Shell wertet seismische Daten aus und analysiert das Offshore-Becken auf potenzielle Lagerstätten. Eine Garantie für zukünftige Bohrungen ist der Vertrag nicht. Er liefert dem Konzern aber die Datengrundlage für kommende Lizenzierungsrunden.

Sierra Leone fördert aktuell weder Öl noch Gas. Die Regierung hofft auf einen ähnlichen Boom wie in den Nachbarländern Elfenbeinküste oder Senegal. Schätzungen der lokalen Behörden zufolge schlummern dort Milliarden Barrel an förderbaren Ressourcen, die nun internationale Energiekonzerne anlocken.

Volatilität treibt das Handelsgeschäft

Parallel zur Expansion rückt das operative Geschäft in den Fokus. Am 7. Mai öffnet Shell die Bücher für das erste Quartal. Ein vorab veröffentlichtes Update signalisiert deutlich höhere Gewinne im Ölhandel. Die extremen Preisschwankungen infolge des Nahostkonflikts spielten dem Konzern hier in die Karten. Auch die Raffineriemargen zogen spürbar an.

Gegenwind kommt aus dem Gasgeschäft. Die LNG-Produktion sinkt im Vergleich zum Vorquartal, was Shell auf geringere Volumina aus Katar zurückführt. Die massiven Preisschwankungen an den Rohstoffmärkten belasten das Working Capital mit bis zu 15 Milliarden US-Dollar.

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Hauptversammlung birgt Konfliktpotenzial

Neben den nackten Zahlen steht die Kapitalallokation auf dem Prüfstand. Shell hat sich zu strikter Disziplin verpflichtet. Geplant sind Investitionen von maximal 22 Milliarden US-Dollar für 2026 sowie eine Erhöhung der Dividende. Bis Mai läuft noch ein laufendes Aktienrückkaufprogramm. Auf der Hauptversammlung am 19. Mai steht die Ermächtigung für weitere Rückkäufe zur Abstimmung.

Das Aktionärstreffen in London dürfte unruhig werden. Die Aktivistengruppe „Follow This“ hat erneut eine Klimaresolution eingereicht. Unterstützt wird der Antrag von institutionellen Investoren, die ein Vermögen von 1,5 Billionen Euro verwalten. Bemerkenswert ist ein neues Detail der diesjährigen Kampagne: Erstmals haben sich auch aktuelle und ehemalige Shell-Mitarbeiter dem Antrag angeschlossen.

Der erste wichtige Termin für Anleger fällt bereits auf den 29. April. Dann veröffentlicht Vara Research die gesammelten Analystenschätzungen für das abgelaufene Quartal. Diese Konsensdaten bilden die konkrete Messlatte, an der sich das Management wenige Tage später bei der offiziellen Zahlenvorlage messen lassen muss.

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Shell Aktie

38,12 EUR

– 0,13 EUR -0,34 %
KGV 14,83
Sektor Energie
Div.-Rendite 4,39 %
Marktkapitalisierung 184,66 Mrd. EUR
ISIN: GB00BP6MXD84 WKN: A3C99G

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