Commerzbank: 1,2 Milliarden für Aktienrückkauf

JPMorgan und Metzler erhöhen ihre Kursziele für die Commerzbank. Ein Rückkauf über 1,2 Milliarden Euro läuft, während UniCredit-Gespräche anhalten.

Andreas Sommer ·
Abstrakte Darstellung von Finanzwachstum und Kapitalallokation in einem modernen, professionellen Büroumfeld. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • JPMorgan hebt Kursziel auf 39 Euro
  • Metzler bewertet Zinsertragspotenzial besser
  • Aktienrückkauf über 1,2 Milliarden Euro
  • UniCredit-Gespräche bleiben weiterhin offen

JPMorgan hat am Dienstag das Kursziel für die Commerzbank von 38 auf 39 Euro angehoben, die Einstufung „Neutral“ aber bestätigt. Auch das Bankhaus Metzler zog sein Kursziel am Montag nach oben, begründet mit einer besseren Einschätzung des Potenzials beim Nettozinsertrag. Die Anhebungen fallen in eine Phase, in der die Commerzbank-Aktie ohnehin von mehreren Seiten Rückenwind erhält.

Kapitalrückführung als zusätzlicher Kurstreiber

Der Vorstand hatte bereits am 3. September ein weiteres Aktienrückkaufprogramm über bis zu 1,2 Milliarden Euro beschlossen. Der Rückkauf läuft seit vergangenem Freitag und soll spätestens bis zum 10. Februar 2027 abgeschlossen sein, nachdem die nötigen regulatorischen Zustimmungen vorlagen.

Das Programm dient laut Unternehmensangaben der Kapitalrückführung für das Geschäftsjahr 2026; die zurückgekauften Aktien sollen anschließend eingezogen werden. Abgewickelt wird der Rückkauf über Xetra sowie bei Bedarf zusätzlich über die Handelsplätze Cboe, Turquoise und Aquis innerhalb der EU. Nach Abschluss des Programms wären der Meldung zufolge bis zu 108.084.709 Aktien kaufbar.

Die Kombination aus laufendem Rückkauf und angehobenen Kurszielen zweier Analysehäuser stützt das Bild einer Bank, die sowohl operativ als auch strukturell überzeugt. Seit dem Start des Rückkaufprogramms hat sich der Kurs um 1,5 Prozent verbessert.

UniCredit-Dossier bleibt im Hintergrund präsent

Parallel dazu hält die Debatte um eine mögliche Fusion mit UniCredit an. Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp hatte am Montag direkte Gespräche mit UniCredit bestätigt und erklärt, ein Verbleib in ihrem Amt bis 2029 ergebe nur dann Sinn, wenn sie strategisch mit dem Aufsichtsrat übereinstimme.

Seither hat die Aktie um 0,5 Prozent nachgegeben. Reuters berichtete zudem, dass sich das UniCredit-Dossier weiterentwickle und die Übernahmespekulationen anhielten.

Zusätzliche Brisanz erhält das Thema durch Berichte, wonach die Bundesregierung bei der Commerzbank eine weichere Linie einnehmen und damit Bankenfusionen in Europa begünstigen könnte. UniCredit-Chef Andrea Orcel und der hessische Ministerpräsident Boris Rhein waren zuvor bereits im Zusammenhang mit der Commerzbank zusammengekommen.

Bewertung am Markt

Der Schlusskurs vom Dienstag lag bei 42,45 Euro, nur 1,6 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 43,12 Euro. Die Aktie notiert damit weiterhin in unmittelbarer Reichweite ihres Jahreshochs, während die Analystenanpassungen und das laufende Rückkaufprogramm den fundamentalen Rahmen für diese Bewertung liefern.

Anleger dürften nun vor allem darauf achten, ob sich die Gespräche mit UniCredit konkretisieren – ein Aspekt, der über die reine Kapitalrückführung hinaus über die mittelfristige Ausrichtung der Bank entscheiden könnte.

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Commerzbank Aktie

42,65 EUR

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KUV 3,83
Sektor Finanzdienstleistungen
Div.-Rendite 2,62 %
Marktkapitalisierung 46,10 Mrd. EUR
Ø Kursziel 41,18 EUR
ISIN: DE000CBK1001 WKN: CBK100

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