Almonty Aktie: 461 Prozent Jahresgewinn durch Molybdän
Almonty treibt Molybdän-Erschließung voran, um Südkoreas Versorgungslücke zu schließen. Bisherige Bohrergebnisse bestätigen historische Erzgehalte.

Kurz zusammengefasst
- Bohrprogramm zu 37 Prozent abgeschlossen
- Ergebnisse bestätigen historische Erzgehalte
- Molybdänpreis stieg 23,5 Prozent im Jahr
- Aktie verzeichnet 461 Prozent Plus in zwölf Monaten
Südkorea hat ein Problem mit seiner Molybdän-Versorgung. Die nationalen Lagerbestände sind niedrig, die Regierung hat Unternehmen öffentlich aufgefordert, das strategische Metall zu sichern. Almonty Industries reagiert darauf mit einem beschleunigten Bohrprogramm direkt neben seiner Sangdong-Mine in der Provinz Gangwon.
37 Prozent der Bohrungen abgeschlossen
Das Programm umfasst 26 geplante Bohrlöcher mit insgesamt rund 12.000 Metern. Bisher sind etwa 37 Prozent davon fertiggestellt. Die bisherigen Analyseergebnisse bestätigen Erzgehalte, die mit historischen Bohrdaten übereinstimmen. Das stärkt das Vertrauen in Umfang und Qualität des Molybdän-Vorkommens.
Almonty hat angekündigt, mit dem Abbau ohne Verzögerung zu beginnen, sobald das Vorkommen vollständig bestätigt ist.
Metall mit wachsender strategischer Bedeutung
Molybdän verbessert Hitze- und Korrosionsbeständigkeit in Stahl und Speziallegierungen. Es kommt in der Luft- und Raumfahrt, der Verteidigungsindustrie, der Nuklearenergie und der Petrochemie zum Einsatz. Hinzu kommt eine wachsende Nachfrage aus der Halbleiter- und Erneuerbaren-Energien-Branche. Der Spotpreis des Metalls ist im vergangenen Jahr um rund 23,5 Prozent gestiegen.
Almonty ist bislang vor allem als Wolframkonzentrat-Produzent bekannt. Der Einstieg in Molybdän am Sangdong-Komplex ist Teil einer breiteren Strategie, kritische Minerallieferketten für Verteidigung und Industrie zu stärken. Das Flaggschiff des Unternehmens, die Sangdong-Wolframmine, nahm im März 2026 den kommerziellen Betrieb auf.
Kurs hat sich seit Juli 2025 verfünffacht
Die Aktie schloss am Freitag bei 26,67 CAD. Seit Jahresbeginn hat sie sich mehr als verdoppelt, über zwölf Monate legte sie um rund 461 Prozent zu. Vom 52-Wochen-Hoch bei 33,35 CAD, erreicht Mitte April, ist der Kurs noch etwa 20 Prozent entfernt.
Der RSI liegt bei 53 — kein überhitztes Niveau. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von knapp 99 Prozent zeigt allerdings, wie stark die Aktie schwankt. Wer hier investiert, braucht starke Nerven.
Das nächste konkrete Datum ist der Abschluss des Bohrprogramms. Sobald alle 26 Löcher ausgewertet sind, entscheidet sich, wie schnell Almonty den Abbau starten kann — und ob die Ressourcenschätzung die Erwartungen erfüllt.
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