Nokia Aktie: 27% Wachstum im KI-Markt bis 2028
Nokia profitiert von starkem KI- und Cloud-Geschäft. Der Aktienkurs erreicht ein neues Hoch, gestützt durch eine Partnerschaft mit Nvidia und angehobene Wachstumsprognosen.

Kurz zusammengefasst
- KI-Umsatz wächst um 49 Prozent
- Partnerschaft mit Nvidia geschlossen
- Wachstumsprognose deutlich angehoben
- Aktie erreicht neues Jahreshoch
Nokia wird an der Börse nicht mehr nur als klassischer Netzwerkausrüster gelesen. Der Konzern rückt tiefer in KI- und Cloud-Infrastruktur. Genau dort suchen Anleger derzeit Wachstum mit greifbaren Aufträgen.
Bei 14,40 Euro steht die Aktie auf einem neuen Hoch; gegenüber Montag beträgt das Plus 2,97 Prozent. Seit Jahresanfang summiert sich der Gewinn auf 158,62 Prozent.
Auch die in New York gelisteten ADRs zogen deutlich an. Sie schlossen bei 16,25 Dollar mit 9,50 Prozent Tagesgewinn.
KI-Aufträge verändern die Story
Im Auftaktquartal wuchs der Umsatz mit KI- und Cloud-Kunden um 49 Prozent. Dieser Bereich steht inzwischen für 8 Prozent des Konzernumsatzes. Die Bestellungen aus dem Segment erreichten 1 Milliarde Euro.
Das ist mehr als ein Zusatzgeschäft. Nokia kann damit Schwächen in älteren Mobilfunkbereichen besser abfedern. Der Markt bewertet den Konzern zunehmend als Infrastrukturlieferant für Rechenzentren und KI-Netze.
Auch die klassischen Netzsparten liefern Unterstützung. Network Infrastructure steigerte den Umsatz um 6 Prozent, Optical Networks legte um 20 Prozent zu. CEO Justin Hotard will weiter investieren, um die steigende Nachfrage mitzunehmen.
Für den Zeitraum von 2025 bis 2028 erwartet Nokia im adressierbaren KI- und Cloud-Markt nun 27 Prozent jährliches Wachstum.
Zuvor lag die Schätzung bei 16 Prozent. Diese Anhebung ist zentral, weil sie die Neubewertung der Aktie mit operativen Erwartungen unterfüttert.
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Nvidia-Pakt gibt Rückenwind
Ein wichtiger Baustein ist die Partnerschaft mit Nvidia. Sie umfasst eine Investition von 1 Milliarde Dollar in AI-RAN-Technologie. Dabei geht es um Mobilfunknetze, die stärker mit KI-Rechenleistung verzahnt werden.
Für 2026 hält Nokia an einem vergleichbaren operativen Gewinn von 2,0 bis 2,5 Milliarden Euro fest. Die Prognose bleibt damit ein Stabilitätsanker in einer Phase schneller strategischer Verschiebung.
Der traditionelle Telekomumsatz sank im Auftaktquartal um 2 Prozent. Wachstum in margenstärkeren Netzen für KI-Rechenzentren kompensierte diesen Druck. Genau diese Mischung macht die Aktie derzeit interessant und anspruchsvoll zugleich.
Optionenmarkt wird ungewöhnlich laut
Die Kursbewegung kam nicht allein aus dem Kassamarkt. Das gesamte Optionsvolumen erreichte 73,8 Millionen Kontrakte. Das signalisiert starkes Interesse an kurzfristigen Bewegungen.
Für den Verfall im Juli 2026 entstanden jeweils 100.000 neue Put- und Call-Kontrakte zum Strike 15. Der Markt preist damit nicht nur Optimismus ein. Er positioniert sich auch für erhöhte Schwankungen.
Nach einem Kursplus von rund 159,6 Prozent in sechs Monaten wirkt Nokia nicht mehr billig. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei etwa 37,18 und damit über dem Branchenschnitt von 35,59.
Die Bewertung lässt wenig Raum für Enttäuschungen. Kein Wunder, dass die nächsten Zahlen mehr Gewicht bekommen als üblich.
Am 23. Juli legt Nokia die Ergebnisse für das zweite Quartal und das erste Halbjahr vor. Dann zählt vor allem, ob die starken KI-Aufträge sichtbar im operativen Gewinn ankommen. Gelingt das, bekommt die neue Börsenstory ein belastbares Fundament.
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