Gold: 4.196 Dollar nach Arbeitsmarkt-Schock
Schwache US-Arbeitsmarktdaten und Zinssenkungshoffnungen treiben den Goldpreis über die 4.100-Dollar-Marke.

Kurz zusammengefasst
- Goldpreis steigt auf 4.196 Dollar
- US-Jobmarkt enttäuscht mit 57.000 Stellen
- Fed-Chef signalisiert nachlassende Inflation
- Geopolitische Spannungen stützen Nachfrage
Der Goldpreis meldet sich mit Wucht zurück. Nach dem jüngsten Jahrestief nimmt das Edelmetall wieder Kurs nach oben. Aktuell notiert die Unze bei 4.196,90 US-Dollar, was einem Tagesplus von knapp 1,5 Prozent entspricht. Treiber dieser Rallye sind schwache Konjunkturdaten und neue Hoffnungen auf sinkende Zinsen.
Schwacher Arbeitsmarkt stützt den Kurs
Ein entscheidender Impuls kommt aus den USA. Der dortige Arbeitsmarkt kühlt spürbar ab. Im Juni entstanden lediglich 57.000 neue Stellen, während Analysten mit rund 110.000 Jobs gerechnet hatten. Parallel dazu korrigierte die US-Regierung die Zahlen für den Mai deutlich nach unten.
Die Folge: Der Druck auf die US-Notenbank wächst, von weiteren restriktiven Maßnahmen abzusehen. Fed-Chef Kevin Warsh befeuerte diese Erwartungen am 1. Juli auf dem EZB-Forum in Sintra. Die Inflationsrisiken haben laut Warsh merklich abgenommen. Ein wichtiger Preisindikator der Fed fiel im Mai auf 2,4 Prozent.
Sicherer Hafen bleibt gefragt
Sinkende Zinserwartungen machen das zinslose Gold für Investoren wieder attraktiv. Der US-Dollar gab zuletzt spürbar nach, und die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen fielen auf 4,47 Prozent.
Abseits der Geldpolitik treiben geopolitische Sorgen die Anleger ins Edelmetall. Im Fokus steht dabei die Straße von Hormus. Das iranische Militär drohte am 2. Juli ungenehmigten Öltankern mit einer kraftvollen Reaktion. Diese Unsicherheit über wichtige Handelswege stützt die Nachfrage nach dem sicheren Hafen.
Wichtige Widerstände im Blick
Aus charttechnischer Sicht hat Gold ein klares Kaufsignal geliefert, als der Preis die Marke von 4.100 US-Dollar durchbrach. Ein bullisches Double-Bottom-Muster stärkt diese Aufwärtsbewegung weiter. Auf Jahressicht liegt das Edelmetall allerdings noch rund drei Prozent im Minus.
Nun richten Analysten den Blick nach oben. Setzt sich die aktuelle Rallye fort, wartet die nächste charttechnische Hürde bei 4.301 US-Dollar.
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