BYD Aktie: Inlandsabsatz bricht um 29 Prozent ein
BYD präsentiert neue Technik, während sinkende Inlandsverkäufe und eine geplante Kürzung der Exporterstattung die Margen belasten könnten.

Kurz zusammengefasst
- Zweite Blade-Battery-Generation vorgestellt
- September-Absatz im Inland rückläufig
- BYD bleibt Chinas Marktführer bei alternativen Antrieben
- Exporterstattung sinkt ab April 2027
Auf dem Pariser Autosalon hat BYD sein Aufgebot an elektrifizierten Fahrzeugen und neuen Technologien vorgestellt. Im Mittelpunkt des Messeauftritts stand die zweite Generation der Blade Battery, zudem stellte der Konzern die Enthüllung eines weiteren Modells in Aussicht. Während der chinesische Hersteller seinen internationalen Auftritt forciert, steht das Unternehmen im Heimatmarkt und auf regulatorischer Ebene vor spürbaren Herausforderungen.
An den Märkten sorgte das Zusammenspiel aus Marktbedingungen und politischen Vorgaben zuletzt für Zurückhaltung. Die BYD-Aktie notiert bei 8,36 Euro und verzeichnet damit am heutigen Dienstag ein Minus von 1,6 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursrückgang des Papiers auf 22 Prozent.
Inlandsabsatz im September rückläufig
Trotz anhaltender Marktführerschaft in China zeigen Branchendaten eine spürbare Abkühlung der Nachfrage. Nach Angaben der China Passenger Car Association belegte BYD im September zwar erneut den ersten Platz im heimischen Einzelhandelsmarkt für Pkw mit alternativen Antrieben. Mit 246.816 verkauften Einheiten sicherte sich der Konzern einen Marktanteil von 22,8 Prozent.
Dieser Wert entspricht jedoch einem Rückgang von 28,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Zwar meldete das Unternehmen für denselben Monat einen Gesamtabsatz von 463.561 Fahrzeugen mit alternativer Antriebstechnik über alle Vertriebskanäle hinweg. Der reine Inlandsabsatz sank nach Unternehmensangaben im September im Jahresvergleich um 12,97 Prozent auf 282.861 Einheiten.
Exportförderung vor Kürzung
Zusätzlicher Druck zeichnet sich auf der regulatorischen Seite in China ab. Das Finanzministerium und die staatliche Steuerverwaltung des Landes gaben bekannt, dass die Mehrwertsteuer-Rückerstattung für den Export von Fahrzeugen mit neuen Antrieben ab dem 1. April 2027 von bisher 13 Prozent auf 9 Prozent gesenkt wird.
Die Analysten der Deutschen Bank beziffern die möglichen finanziellen Folgen dieser Anpassung. Ihren Schätzungen zufolge könnte die Reduzierung den Nettogewinn von BYD ab dem zweiten Quartal 2027 um etwa 5.000 Yuan pro exportiertem Fahrzeug verringern. In Verbindung mit den veränderten Rahmenbedingungen im internationalen Handel beobachten Marktteilnehmer die künftige Margenentwicklung des Konzerns entsprechend aufmerksam.
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