VanEck Semiconductor ETF: AMD-Zahlen heute Abend
AMD präsentiert Q2-Zahlen mit erwartetem Umsatzplus von 46 Prozent. Der VanEck Semiconductor ETF steigt um 3,24 Prozent, bleibt aber unter der 50-Tage-Linie.

Kurz zusammengefasst
- AMD legt Quartalszahlen vor
- Erwartetes Umsatzwachstum von 46 Prozent
- ETF notiert unter 50-Tage-Linie
- Intel-Ergebnisse stützen Sektoroptimismus
Der Chip-Sektor blickt heute gebannt auf Advanced Micro Devices (AMD). Der Halbleiter-Konzern legt am Abend seine Zahlen für das zweite Quartal 2026 vor. Davon erhofft sich der Markt wichtige Signale für die gesamte Branche.
Fokus auf das KI-Geschäft
Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht das Datenzentrum-Geschäft. Analysten erwarten für das abgelaufene Quartal einen Gesamtumsatz von rund 11,2 Milliarden US-Dollar. Das entspräche einem Wachstum von etwa 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders der Absatz der EPYC-Prozessoren und KI-Beschleuniger dürfte über die Stimmung entscheiden.
Ein Blick auf die Konkurrenz lieferte bereits erste Anhaltspunkte. Intel überraschte kürzlich mit einem Umsatzplus von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Nachfrage von Cloud-Anbietern trieb die Erlöse im Segment für Datenzentren massiv nach oben. Diese Dynamik stützt die Hoffnung auf eine starke Performance von AMD.
Hohe Volatilität im Sektor
Der VanEck Semiconductor ETF bündelt diese Entwicklungen in einem hochkonzentrierten Portfolio. Das Fondsvolumen liegt aktuell bei rund 8,1 Milliarden US-Dollar. Durch die Spezialisierung auf große Chip-Hersteller schwankt der Kurs jedoch oft überdurchschnittlich stark. Die jährliche Volatilität lag zuletzt bei rund 57 Prozent.
Charttechnisch versucht der ETF derzeit, verlorenem Boden gutzumachen. Der Kurs kletterte heute um 3,24 Prozent auf 474,85 Euro. Ein technischer Widerstand wartet nun bei der 50-Tage-Linie, die momentan bei 512,57 Euro verläuft.
Die Spannung entlädt sich erst nach US-Börsenschluss am Dienstagabend. Dann wird das AMD-Management die Ergebnisse in einer Telefonkonferenz im Detail erläutern. Erst diese Daten dürften klären, ob der Halbleiter-Sektor seine jüngste Konsolidierung dauerhaft beenden kann.
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