CSG Aktie: 17 Milliarden Euro Auftragsbestand
Trotz Rekordaufträgen und neuer Ukraine-Partnerschaft kämpft die CSG-Aktie mit einem anhaltenden Abwärtstrend und notiert nah am Jahrestief.

Kurz zusammengefasst
- Neue Triebwerkslieferungen für ukrainische Drohnen
- Umsatz klettert auf 1,54 Milliarden Euro
- Auftragsbestand wächst auf 17 Milliarden Euro
- Kursabstand zum Jahreshoch beträgt 60 Prozent
Starke Nachfrage, schwache Kurse. Bei CSG klaffen operative Realität und Börsenstimmung weit auseinander. Der Rüstungskonzern meldet volle Auftragsbücher und neue Partnerschaften. An der Börse kämpft das Papier indes mit einem hartnäckigen Abwärtstrend.
Neue Partnerschaft in Paris
Die Rüstungsmesse Eurosatory lieferte frische Impulse. Die CSG-Tochter AviaNera Technologies schloss dort eine strategische Partnerschaft mit Ukrainian Armor LLC. CSG liefert künftig Triebwerke für ukrainische Drohnen und Raketensysteme. Später wollen die Partner Joint Ventures gründen und lokal produzieren.
Investoren ignorierten diese Fortschritte. Die Aktie beendete die Woche leicht im Minus bei 14,26 Euro. Damit notiert das Papier nur 4,51 Prozent über dem Jahrestief. Der Abstand zum Jahreshoch aus dem Januar beträgt gewaltige 60 Prozent.
Die Schwankungsbreite bleibt hoch. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei knapp 56 Prozent. Das bestätigt den Status von CSG als hochbeweglichen Rüstungswert. Eine stabile Bodenbildung lässt auf sich warten.
Volle Auftragsbücher
Ein Blick in die Bücher zeigt ein völlig anderes Bild. Zum Jahresauftakt kletterte der Umsatz kräftig auf 1,54 Milliarden Euro. Der operative Gewinn stieg auf 372 Millionen Euro. Parallel dazu wuchs der Auftragsbestand auf 17 Milliarden Euro an.
Das Management bestätigte folglich alle Jahresziele. CSG erwartet weiterhin Erlöse von bis zu 7,6 Milliarden Euro. Die operative Marge soll bei rund 24 Prozent liegen.
Das technische Bild bleibt angespannt. Der erste Widerstand bei 17,56 Euro ist weit entfernt. Fällt der Kurs unter die Unterstützung bei 13,65 Euro, drohen neue Tiefstände. Am 7. August folgen die Halbjahreszahlen.
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