2020 Bulkers Aktie: Himalaya Shipping übernimmt mit 54 Prozent
Der Reeder 2020 Bulkers hat alle Schiffe veräußert und ist nun eine leere Firmenhülle. Himalaya Shipping übernimmt die Kontrolle und prüft Optionen für die Zukunft.

Kurz zusammengefasst
- Komplette Flotte von 2020 Bulkers verkauft
- Nettogewinn von 154 Millionen Dollar erzielt
- Himalaya Shipping hält nun Mehrheitsanteil
- Leere Hülle mit vier Millionen Dollar Reserve
2020 Bulkers hat seine gesamte Flotte verkauft. Übrig bleiben eine leere Firmenhülle an der Osloer Börse, ein neues Management und rund vier Millionen US-Dollar in der Kasse. Mit dem Quartalsbericht schließt der Reeder ein Kapitel ab — und übergibt die Kontrolle.
Im Frühjahr wechselten die letzten Newcastlemax-Schiffe des Unternehmens den Besitzer. Die Zahlen für das erste Quartal spiegeln diesen Ausverkauf wider. Der Nettogewinn sprang auf gut 154 Millionen US-Dollar. Aktionäre profitierten direkt von diesem Liquiditätszufluss. Für die ersten drei Monate schüttete das Unternehmen eine kumulierte Dividende von 14,05 US-Dollar je Aktie aus.
Parallel dazu tilgte das Management die ausstehenden Kredite im Zusammenhang mit der Flotte. Die Gesamtverbindlichkeiten schrumpften bis Ende März auf 24,5 Millionen US-Dollar. Ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm flankierte die Sonderdividenden. Wenig später erwarb 2020 Bulkers knapp 2,8 Millionen eigene Papiere.
Himalaya Shipping übernimmt das Ruder
Die operative Steuerung der verbliebenen Unternehmensstruktur liegt nun bei Himalaya Shipping. Der Konkurrent sicherte sich für einen einstelligen Millionenbetrag in Norwegischen Kronen die Mehrheit an der Managementgesellschaft von 2020 Bulkers. Seit April hält Himalaya Shipping einen Anteil von 54 Prozent. Der Schritt fügt sich in die Wachstumsstrategie des neuen Eigentümers ein und zielt auf operative Synergien ab.
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Ein schwieriges Marktumfeld
Der Rückzug aus dem aktiven Schifffahrtsgeschäft kommt zu einer Zeit, in der der Trockenfrachtmarkt unter Druck steht. Reeder kämpfen mit einem drohenden Überangebot. Im laufenden Jahr sollen Neubauten mit einer Kapazität von 40 Millionen Deadweight-Tonnen ausgeliefert werden. Dieser Angebotsüberhang belastet die Frachtraten.
Geopolitische Faktoren verschärfen die Lage. Rund 210 Schiffe stecken derzeit in der Straße von Hormus fest. Eine mögliche Wiedereröffnung der Roten-Meer-Route birgt ein weiteres Risiko: Fallen die weiten Umwege um das Kap der Guten Hoffnung weg, sinkt die globale Tonne-Meilen-Nachfrage spürbar.
Konkrete Pläne für die Neuausrichtung der leeren Hülle existieren bislang nicht. Die in der Bilanz verbliebenen vier Millionen US-Dollar dienen ausschließlich dazu, die Plattform und die Börsennotierung aufrechtzuerhalten. Mit Himalaya Shipping am Steuer fungiert 2020 Bulkers vorerst als strategische Option — bereit für den Aufbau einer neuen Flotte, eine Diversifikation in andere Sektoren oder eine finale Abwicklung.
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