Infineon: Auftragsbestand klettert auf 25 Milliarden Euro
Infineon hebt Jahresprognose dank KI-Boom an, doch Anleger reagieren mit Gewinnmitnahmen. Die Aktie fällt, obwohl Aufträge und Umsatz steigen.

Kurz zusammengefasst
- Jahresprognose für Marge angehoben
- KI-Boom treibt Auftragsbestand auf 25 Mrd. Euro
- Aktie fällt trotz positiver Nachrichten
- Analysten uneins über weitere Kursentwicklung
Starke Nachfrage, volle Auftragsbücher und eine angehobene Jahresprognose. Eigentlich liefert Infineon genau das, was der Markt sehen will. Dennoch reagieren Anleger am Donnerstag mit Verkäufen. Im Xetra-Handel rutschte das Papier zeitweise um mehr als drei Prozent ab. Ein klassischer Fall von Gewinnmitnahmen nach einer rasanten Rally.
KI-Boom füllt die Auftragsbücher
Der eigentliche Kurstreiber der Münchner ist längst nicht mehr nur das Auto. Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren sorgen für einen massiven Schub. Bis Ende März kletterte der Auftragsbestand auf rund 25 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von vier Milliarden Euro im Vergleich zum Vorquartal.
Der Vorstand zieht daraus nun Konsequenzen. Für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 erwartet das Management eine Segmentergebnismarge von circa 20 Prozent. Zuvor stand lediglich ein Wert im hohen Zehnerbereich im Raum. Besonders das Rechenzentrumsgeschäft wächst rasant. Hier peilt Infineon eine Umsatzverdoppelung auf 1,5 Milliarden Euro an.
Leichter Dämpfer bei der Marge
Ein Detail in der Bilanz liefert den Verkäufern das nötige Argument. Im zweiten Quartal stieg der Konzernumsatz zwar um sechs Prozent auf 3,81 Milliarden Euro. Das Segmentergebnis von 653 Millionen Euro verfehlte die Analystenerwartungen jedoch knapp.
Die resultierende Marge von 17,1 Prozent lag unter dem Konsens von 17,7 Prozent. Zwar kletterte der Nettogewinn im Jahresvergleich um 30 Prozent. Marktbeobachter werten die leicht verfehlte Profitabilität in diesem Quartal dennoch als willkommenen Anlass, um Gewinne zu sichern.
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Analysten uneins nach Kurssprung
Die Kursverluste relativieren sich beim Blick auf den Chart. Seit Jahresbeginn hat die Infineon-Aktie gut 55 Prozent zugelegt. Erst am Dienstag markierte das Papier bei 61,55 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch.
Entsprechend gespalten fallen die Reaktionen der Investmentbanken aus. UBS bleibt bei einem neutralen Rating und verweist auf das Enttäuschungspotenzial nach dem jüngsten Kursanstieg. Bernstein Research bewertet die Lage völlig anders. Die Analysten verweisen auf den starken Ausblick für das dritte Quartal und hoben das Kursziel massiv von 52 auf 74 Euro an.
Im kommenden Quartal muss das Unternehmen die höheren Erwartungen nun mit konkreten Zahlen untermauern. Für das dritte Jahresviertel plant der Vorstand einen Umsatz von etwa 4,1 Milliarden Euro. Die Marge soll dann wieder deutlich über dem Niveau des abgelaufenen Quartals liegen.
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