Shell setzt ein klares Zeichen an seine Investoren: Trotz eines Gewinnrückgangs im vergangenen Jahr fließen weiterhin Milliarden in Aktienrückkäufe. Während Konkurrenten wie BP ihre Ausschüttungen kürzen oder aussetzen, hält der britische Energieriese Kurs. Doch die Spendierhosen sitzen locker, obwohl die jüngsten Quartalszahlen die Erwartungen verfehlten und der operative Gewinn auf den tiefsten Stand seit 2021 fiel.
Konstanz bei den Rückkäufen
Am gestrigen Montag erwarb Shell über 1,1 Millionen eigene Aktien zur Einziehung. Dies ist Teil des aktuellen, 3,5 Milliarden Dollar schweren Rückkaufprogramms, das noch bis zum 1. Mai 2026 läuft. Bemerkenswert ist dabei die Beständigkeit des Konzerns: Es ist das 17. Quartal in Folge, in dem Shell mindestens 3 Milliarden Dollar an die Anteilseigner zurückführt.
Diese Strategie hebt sich deutlich vom aktuellen Sektorumfeld ab. Konkurrent BP setzte seine Rückkaufpläne im Februar aus, und auch der norwegische Riese Equinor kürzte sein Budget für 2026 drastisch von 5 auf 1,5 Milliarden Dollar. Shell hingegen nutzt seine Liquidität, um den Kurs zu stützen. Die Aktie notiert aktuell bei 33,87 Euro und damit in unmittelbarer Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch von 33,98 Euro.
Cashflow schlägt Gewinnschwäche
Dass Shell diesen Sonderweg gehen kann, liegt primär an der starken Cash-Generierung. Zwar verfehlte der bereinigte Gewinn im vierten Quartal mit 3,26 Milliarden Dollar die Analystenschätzungen und sank im Gesamtjahr um 22 Prozent, doch der operative Cashflow blieb robust. Für das Gesamtjahr 2025 meldete das Unternehmen einen operativen Cashflow von 42,9 Milliarden Dollar.
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Strategische Schärfung unter CEO Sawan
Neben den Finanzmanövern treibt CEO Wael Sawan die operative Neuausrichtung voran. Der Fokus verschiebt sich deutlicher auf das profitable Kerngeschäft im Bereich Flüssiggas (LNG) und Upstream. Sichtbar wird dies durch ein neues Explorationsabkommen in Bulgarien für ein Gasfeld im Schwarzen Meer.
Gleichzeitig steht die erst 2022 für 1,55 Milliarden Dollar erworbene Erneuerbaren-Sparte Sprng Energy laut Medienberichten bereits wieder auf dem Prüfstand. Diese mögliche Verkaufsüberlegung unterstreicht die Strategie, Kapital diszipliniert dort einzusetzen, wo die höchsten Renditen erwartet werden, um die ambitionierten Ausschüttungen an die Aktionäre auch künftig decken zu können.
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