Allianz: 7. Mai mit Vergütungsreform und Dividende
Allianz hält Hauptversammlung mit neuer Vergütungsordnung, schüttet Rekorddividende aus und legt Quartalsbericht vor.

Kurz zusammengefasst
- HV am 7. Mai mit Vergütungsreform
- Dividende von 17,10 Euro je Aktie
- Führungswechsel im Aufsichtsrat
- Q1-Zahlen am 13. Mai erwartet
Drei kursrelevante Termine in weniger als einer Woche — für Allianz-Aktionäre wird der Mai zum Stresstest. Hauptversammlung, Ex-Dividende und Quartalszahlen folgen in rascher Abfolge. Die Aktie notiert knapp unter ihrem Jahreshoch bei 388 Euro.
Hauptversammlung mit Reformagenda
Am 7. Mai trifft sich die Allianz SE in der Münchner Olympiahalle zur Präsenz-Hauptversammlung. Auf der Tagesordnung steht neben dem Dividendenbeschluss ein überarbeitetes Vergütungssystem für den Vorstand.
Der Kern der Reform: Langfristige Boni verfallen künftig, wenn die Allianz-Aktie den STOXX Europe 600 Insurance Index über vier Jahre um mehr als 25 Prozentpunkte unterschreitet. Bislang lag diese Schwelle bei 50 Prozentpunkten. Anlass war das schwache Abstimmungsergebnis der Hauptversammlung 2025 — das Vergütungssystem erhielt damals nur 70,89 Prozent Zustimmung.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 17,10 Euro je Aktie vor. Das entspricht einem Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Ex-Tag folgt am 8. Mai, die Auszahlung am 12. Mai.
Flankiert wird die Dividende von einem milliardenschweren Aktienrückkaufprogramm. Seit Mitte März hat Allianz bereits mehr als 1,1 Millionen eigene Aktien eingezogen.
Führungswechsel im Aufsichtsrat
Mit der Hauptversammlung endet die Amtszeit von Michael Diekmann an der Aufsichtsratsspitze. Als Nachfolger ist Jörg Schneider vorgeschlagen — ehemaliger Finanzvorstand der Munich Re. Die Folge: Erstmals übernimmt kein früheres Allianz-Vorstandsmitglied den Vorsitz des Kontrollgremiums.
Q1-Zahlen und das Risiko Allianz Trade
Am 13. Mai präsentiert das Management die Ergebnisse für das erste Quartal. Der Vorstand peilt für das Gesamtjahr einen operativen Gewinn von rund 17,4 Milliarden Euro an — das Niveau des Rekordjahres 2025.
Ein strukturelles Risiko bleibt die Kreditversicherungstochter Allianz Trade. Die weltweiten Unternehmensinsolvenzen stiegen 2025 um rund sechs Prozent. In Deutschland kletterten sie um elf Prozent auf etwa 24.300 Fälle. Für 2026 erwartet Allianz Trade einen weiteren Anstieg — durch den Nahostkonflikt sogar doppelt so stark wie bisher prognostiziert. Der Quartalsbericht Mitte Mai liefert die ersten harten Daten, wie stark diese Ausfälle das Geschäft belasten.
Kein Wunder, dass die Kursreaktion auf diesen Dreiklang mit Spannung erwartet wird. Die Aktie liegt knapp 1,7 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 394,80 Euro — ein Niveau, das seit dem 21. April nicht mehr erreicht wurde. Ob Dividendenbeschluss und Q1-Zahlen für einen neuen Anlauf sorgen, entscheidet sich in der Woche ab dem 7. Mai.
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