Nestlé Aktie: Babynahrung unter Druck

Nestlé steht vor den Jahreszahlen unter Druck: Französische Ermittlungen und ein umfangreicher Produktrückruf belasten das sensible Babynahrungssegment, das 5% des Umsatzes ausmacht.

Kurz zusammengefasst:
  • Französische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen fünf Hersteller
  • Größter Rückruf in der Unternehmensgeschichte über 60 Länder
  • Babynahrung macht etwa fünf Prozent des Konzernumsatzes aus
  • Aktienkurs zeigt deutliche Verluste seit Jahresbeginn

Ausgerechnet vor den Jahreszahlen bekommt Nestlé neuen Gegenwind: In Frankreich laufen Ermittlungen wegen Babynahrung – und parallel stemmt der Konzern den größten Rückruf seiner Geschichte. Das trifft einen sensiblen Bereich, in dem Vertrauen oft mehr zählt als reine Umsatzanteile. Wie groß ist das Risiko für das Geschäft – und für die Marke?

Ermittlungen und Rückruf: Was passiert ist

Die Pariser Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen fünf Babynahrungshersteller aufgenommen, darunter Nestlé. Der Vorwurf lautet auf „Täuschung bei Waren, die eine Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen“. Nach französischem Recht kann das mit bis zu sieben Jahren Haft und einer Geldstrafe von bis zu 3,75 Millionen Euro geahndet werden. Ebenfalls betroffen sind Danone, Lactalis sowie Babybio und La Marque en Moins.

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Parallel läuft ein Rückruf in über 60 Ländern – laut Quelltext der größte in der Unternehmensgeschichte. Betroffen sind unter anderem SMA, Beba und Little Steps. Als Ursache wird ein Drittanbieter genannt, der Arachidonsäure-Öl (ARA) geliefert habe. Nestlé und Danone hätten gegenüber der britischen Food Standards Agency bestätigt, diesen Lieferanten nicht mehr zu nutzen.

Im Zuge der Rückrufe wurde das Toxin Cereulide identifiziert, das Übelkeit, Erbrechen und Bauchkrämpfe auslösen kann. Britische Behörden meldeten Anfang des Monats mindestens 36 klinische Berichte zu Säuglingen mit entsprechenden Symptomen.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
Ermittlungen: Frankreich untersucht Babynahrung – Nestlé ist eines von fünf Unternehmen
Rückruf: Produkte in über 60 Ländern betroffen; laut Text größter Rückruf der Nestlé-Geschichte
Ursache: Zulieferer für ARA-Öl; Lieferant wird nicht mehr genutzt (Bestätigung über britische Behörde)
Gesundheitsfälle: In Großbritannien mindestens 36 klinische Berichte mit Vergiftungssymptomen
Segmentgröße: Babynahrung ca. 5% des Nestlé-Umsatzes; zurückgerufene Produkte ca. 0,5%

Operative Reaktion – und warum 5% wichtiger sein können als 0,5%

Nestlé reagiert mit mehr Produktion: In fünf Werken (Frankreich, Spanien, Deutschland, Schweiz, Niederlande) fährt der Konzern auf 24-Stunden-Betrieb hoch. Der Schwerpunkt liegt auf Produkten für Säuglinge unter einem Jahr, die besonders stark auf Säuglingsnahrung angewiesen sind.

Finanziell wirken die direkt betroffenen Produkte mit rund 0,5% Umsatzanteil zunächst überschaubar. Im Quelltext wird aber ein anderer Punkt hervorgehoben: Das gesamte Babynahrungsgeschäft steht für etwa 5% des Umsatzes. Genau diese größere Zahl kann relevanter werden, wenn Verunsicherung bei Verbrauchern entsteht oder der Markenwert leidet.

Blick auf Donnerstag: Jahreszahlen als Stimmungstest

Am Donnerstag (19. Februar) legt Nestlé die Geschäftszahlen für 2025 vor. Laut Quelltext steht CEO Philipp Navratil dabei unter Druck, einen Turnaround-Plan zu präsentieren. An der Börse spiegelt sich die angespannte Lage bereits: Mit 78,99 CHF liegt die Aktie seit Jahresanfang bei -19,81% und damit deutlich unter dem Niveau zum Jahreswechsel.

Entscheidend wird am Donnerstag vor allem sein, wie Nestlé die Auswirkungen der Rückrufe einordnet – und ob der Konzern überzeugend darlegt, wie er Vertrauen und Stabilität im Babynahrungssegment schnell wiederherstellen will.

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