Airbus Aktie: S&P hebt Rating auf A+

S&P erhöht das Kreditrating von Airbus auf A+ dank starkem Cashflow und Rekordauftragsbestand. Der Ausblick bleibt stabil.

Eduard Altmann ·
Airbus Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Bonitätsnote auf A+ angehoben
  • Freier Cashflow von 15,6 Milliarden Euro
  • Auftragsbestand von über 600 Milliarden Euro
  • SAS bestellt 18 A330-900 Großraumjets

S&P Global Ratings hat Airbus heute auf die Bonitätsnote A+ hochgestuft — ein Signal, das die starke Finanzposition des Konzerns unterstreicht. Der Ausblick bleibt stabil.

Auslöser des Upgrades ist vor allem die außerordentliche Liquiditätsstärke des Unternehmens. Zwischen 2022 und 2025 summierte sich der freie operative Cashflow auf rund 15,6 Milliarden Euro. Die Nettoliquidität überstieg Ende 2025 die Marke von 10 Milliarden Euro — ein Puffer, den S&P als belastbar für operative Rückschläge einschätzt. Kurzfristig vergab die Agentur außerdem das Toprating A-1+.

Rückenwind aus dem Auftragsbuch

Der eigentliche Treiber hinter der Bonitätsverbesserung liegt weniger in Bilanzkennzahlen als im schieren Auftragsvolumen. Der Auftragsbestand von mehr als 600 Milliarden Euro — allein im kommerziellen Bereich stehen 9.253 Flugzeuge in den Büchern (Stand Mai 2026) — gibt den Ratinganalysten Planungssicherheit für Jahre. S&P erwartet, dass Airbus den freien Cashflow dauerhaft deutlich über 4 Milliarden Euro pro Jahr halten wird, während das Unternehmen diesen Bestand schrittweise abarbeitet.

Kapazitätsseitig ist die Richtung klar: Die A320-Produktion soll bis Ende 2027 auf 70 bis 75 Einheiten pro Monat steigen, die A350-Fertigung bis 2028 auf zwölf Einheiten monatlich. Unterstützt wird das durch eine zweite Endmontagelinie für die A320-Familie, die 2025 in Tianjin in Betrieb genommen wurde, sowie den Ausbau des Werks in Mobile, Alabama.

SAS ordert 18 Großraumjets

Parallel zur Rating-Entscheidung meldete Airbus einen weiteren Auftrag: Die skandinavische Fluggesellschaft SAS hat 18 Flugzeuge des Typs A330-900 fest bestellt. Die Maschinen sollen SAS ermöglichen, bestehende Langstrecken mit höherer Kapazität zu bedienen und neue Routen einzuführen.

Der Auftrag fügt sich in das Bild eines anhaltend starken Nachfragesogs. Dass Airbus zuletzt auch wichtige Strukturbauteile von Spirit AeroSystems übernommen hat — darunter Rumpfsektionen und Flügelteile primär für die A220- und A350-Programme — zeigt, dass der Konzern die Lieferkette gezielt unter eigene Kontrolle bringt. Mit rund 165.000 Beschäftigten Ende 2025 liegt die Belegschaft deutlich über dem Vorkrisenstand von 133.000 im Jahr 2019.

Für 2026 bis 2028 rechnet S&P mit Investitionsausgaben von 4,0 bis 4,5 Milliarden Euro jährlich. Gemessen am Auftragsbestand und dem erwarteten Cashflow bleibt der finanzielle Spielraum komfortabel.

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Airbus Aktie

47,60 EUR

KGV 30,28
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 1,72 %
Marktkapitalisierung 171,65 Mrd. EUR
ISIN: US0092791005

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