Intel Aktie: Speicherpreise bremsen PC-Geschäft
Hohe Speicherpreise dämpfen Intels PC-Nachfrage; für das vierte Quartal erwartet der Konzern geringere Umsätze und Gewinne.

Kurz zusammengefasst
- Quartalsumsatz steigt um 21 Prozent
- Bereinigter Gewinn je Aktie übertrifft Erwartungen
- Viertes Quartal mit schwächerer Umsatzprognose
- PC-Nachfrage leidet unter teurem Speicher
Gute Zahlen, schwacher Ausblick: Intel hat für das dritte Quartal solide Ergebnisse vorgelegt, doch die Prognose für die Monate bis Jahresende verschreckt die Börse. Im nachbörslichen Handel fiel die Aktie in einer ersten Reaktion um rund ein Fünftel.
Starkes Quartal, schwächere Vorgabe
Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 21 Prozent auf 16,5 Milliarden Dollar und lag damit auf Höhe der Erwartungen. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 0,52 Dollar, Analysten hatten mit rund 0,40 Dollar gerechnet. Der operative Cashflow übertraf die Schätzungen ebenfalls.
Unter dem Strich sank der Gewinn allerdings um 18 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar. Je Aktie waren es 0,60 Dollar nach 0,90 Dollar im Vorjahr.
Der Ausblick fällt dagegen deutlich schwächer aus. Für das laufende vierte Quartal peilt Intel einen Umsatz zwischen 15 und 16 Milliarden Dollar an. Der Markt hatte mit etwa 17 Milliarden Dollar kalkuliert.
Beim bereinigten Gewinn je Aktie stellt der Konzern nur 0,25 Dollar in Aussicht. Die Markterwartung lag bei 0,43 Dollar.
Hohe Speicherpreise als Bremsklotz
Finanzchef David Zinsner nannte die Ursache. Intel registriere seit Wochen eine Abschwächung, weil Kunden angesichts hoher Speicherpreise weniger Geräte kauften. Das PC-Geschäft werde nach seiner Einschätzung noch bis über das erste Halbjahr 2027 hinaus gebremst.
Die Speicherpreise sind in den vergangenen Monaten stark gestiegen. Treiber ist die enorme Nachfrage beim Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. Intel leidet damit indirekt unter dem KI-Boom, von dem andere Chipwerte profitieren.
Marktteilnehmer dürften die Aussage zur Dauer der Schwäche als das eigentliche Warnsignal werten. Ein kurzfristiger Dämpfer ließe sich eher verkraften als eine Flaute über mehrere Quartale. Der Kursrutsch auf gut 75 Dollar zeigt, wie stark die Erwartungen zuletzt auf Erholung ausgerichtet waren.
Konkrete Orientierung liefert nun der Handelsstart am Freitag. Dann zeigt sich, ob die nachbörsliche Reaktion von rund 18 bis 20 Prozent Abschlag Bestand hat oder sich im regulären Handel abmildert.
Stand heute, 30. Oktober: Intel – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Intel investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 30. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.