LPKF Laser Aktie: Hauptversammlung am 4. Juni unter Druck
Trotz Kursverlusten und schwachem Quartal hofft LPKF auf die LIDE-Technologie. Aktionäre fordern Klarheit über den Stand der Kundenverhandlungen.

Kurz zusammengefasst
- Aktie verliert neun Prozent
- LIDE-Technologie als Hoffnungsträger
- Auftragseingang steigt deutlich
- Restrukturierungsprogramm läuft
Auf dem Papier liest sich das Börsenjahr für LPKF Laser & Electronics wie ein Märchen. Seit Januar hat sich der Börsenwert mehr als verdreifacht. An der Börse macht sich nun allerdings Nervosität breit. Kurz vor der Hauptversammlung am 4. Juni formiert sich Widerstand aus dem Aktionärskreis.
Im Vorfeld des Treffens sind mehrere Gegenanträge und Wahlvorschläge eingegangen. Das deutet auf einen erhöhten Diskussionsbedarf bezüglich der strategischen Ausrichtung hin. Passend dazu rutschte die Aktie am Dienstag um gut neun Prozent auf 19,35 Euro ab. Der Abstand zum jüngsten Jahreshoch wächst damit auf fast ein Drittel.
Hoffnungsträger LIDE lässt auf sich warten
Der Grund für die jüngste Kursrallye liegt in der LIDE-Technologie (Laser Induced Deep Etching). Das Verfahren gilt als zentraler Baustein für das Advanced Packaging in der Halbleiterindustrie. Bislang testen Kunden die Anlagen lediglich in Forschungs- und Entwicklungsumgebungen. Handfeste operative Aufträge für Produktionslinien fehlen noch.
Das Management verhandelt derzeit mit mehreren Interessenten über erste echte Bestellungen. Ein spürbarer Produktionshochlauf wird laut Unternehmensangaben frühestens ab 2027 erwartet. Die lukrative Hochvolumenphase peilt der Vorstand sogar erst für 2029 an. Auf der anstehenden Hauptversammlung fordern Investoren daher mehr Klarheit über den Stand der Gespräche.
Schwaches Quartal, starker Auftragseingang
Das fundamentale Geschäft liefert aktuell ein gemischtes Bild. Im ersten Quartal sank der Umsatz auf 17,1 Millionen Euro. Das operative Ergebnis rutschte tiefer in die roten Zahlen und lag bei minus 6,9 Millionen Euro. Als Hauptursache nennt das Management ein anhaltend schwaches Solargeschäft, das die Erlöse belastet.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei LPKF Laser?
Lichtblicke bietet indes der Auftragseingang. Dieser kletterte auf 24,1 Millionen Euro. Die daraus resultierende Book-to-Bill-Ratio von 1,4 signalisiert, dass deutlich mehr Bestellungen hereinkommen als aktuell abgearbeitet werden. Besonders die Segmente Development und Electronics treiben diese positive Entwicklung an.
Parallel dazu treibt das Unternehmen seinen Umbau voran. Das laufende Programm namens „North Star“ soll Kosten senken und die Krisenfestigkeit erhöhen. So verlagert LPKF die Produktion von Kunststoffschweißsystemen von Fürth an den Standort Suhl. Im laufenden Jahr rechnet der Vorstand mit außergewöhnlich hohen Restrukturierungskosten. Diese dürften drei bis vier Prozent des Umsatzes verschlingen.
Auf der Hauptversammlung Anfang Juni muss das Management nun liefern. Aktionäre erwarten konkrete Zeitpläne für die Kommerzialisierung der LIDE-Technologie. Ohne greifbare Fortschritte bei den Kundenverhandlungen dürfte es schwer werden, die hohe Bewertung von einem Plus von gut 220 Prozent seit Jahresbeginn dauerhaft zu rechtfertigen.
LPKF Laser-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue LPKF Laser-Analyse vom 19. Mai liefert die Antwort:
Die neusten LPKF Laser-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für LPKF Laser-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
LPKF Laser: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...