Leonardo Aktie: Starke Dynamik

Der italienische Rüstungs- und Luftfahrtkonzern Leonardo erhält einen wichtigen US-Navy-Auftrag für Täuschkörper und blickt auf ein starkes Börsenjahr mit deutlichem Kursgewinn zurück.

Kurz zusammengefasst:
  • Exklusiver US-Navy-Auftrag für BriteCloud-Täuschkörper
  • Aktienkurs legte 2025 um über 90 Prozent zu
  • Starke operative Wachstumszahlen in den ersten neun Monaten
  • Analysten sehen weiteres Aufwärtspotenzial für die Aktie

Leonardo startet mit Rückenwind ins neue Jahr. Ein bedeutender US-Marineauftrag für ein zentrales Elektroniksystem und ein Kursplus von rund 90 % im vergangenen Jahr unterstreichen die starke Position des italienischen Rüstungskonzerns. Wie sehr zahlt der neue BriteCloud-Vertrag auf die strategische Rolle von Leonardo in der Verteidigungselektronik ein?

US-Marine setzt auf BriteCloud

Die britische Tochter Leonardo UK hat von der US Navy einen exklusiven Auftrag für AN/ALQ-260(V) BriteCloud-Ablenkflugkörper erhalten. Der Vertrag umfasst die Beschaffung aktiver Täuschkörper, die F-35-Kampfjets vor radar­gelenkten Raketen schützen sollen. Die Vergabe wurde am 23. Dezember bekanntgegeben.

Leonardo

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Die US-Behörde NAVAIR begründete die Einzelvergabe damit, dass ein Wechsel des Anbieters eine Verzögerung von rund acht Jahren verursacht hätte. Dem System gingen etwa 14 Jahre gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsarbeit von Leonardo UK und dem britischen Verteidigungsministerium voraus, um die Einsatzreife für die F-35 zu erreichen.

Kernpunkte des Vertrags:

  • Auftragnehmer: Leonardo UK
  • Produkt: AN/ALQ-260(V) BriteCloud 218 aktive Täuschkörper
  • Plattform: F-35 Lightning II (Option auf Integration in F/A-18)
  • Struktur: Basisjahr plus bis zu ein Optionsjahr
  • Geschätzte Jahresmenge: 3.000 bis 6.000 Einheiten laut Servicedokumenten

Deutliche Kurs- und Ergebnissteigerung 2025

Die Aktie beendete das Börsenjahr bei 49,16 Euro und legte damit 2025 rund 91,7 % zu. Damit übertraf der Wert den FTSE MIB deutlich, der im selben Zeitraum um 31,5 % stieg.

Die Neunmonatszahlen 2025 zeigten einen klaren Wachstumstrend:

  • Aufträge: +23,4 % gegenüber dem Vorjahr
  • Umsatz: +11,3 %
  • EBITA: +18,9 %

CEO Roberto Cingolani zeigte sich in der Telefonkonferenz im November zuversichtlich, dass die Jahresziele übertroffen werden. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 28,4 Milliarden Euro.

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Analysten weiter überwiegend optimistisch

Die Analystenstimmung bleibt positiv. JPMorgan hat das Kursziel jüngst von 58 auf 63 Euro angehoben und die Einstufung „Overweight“ bestätigt. Der Durchschnitt der Kursziele liegt bei 55,86 Euro und signalisiert weiteres Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kursniveau.

Aktuell empfehlen 10 Analysten die Aktie zum Kauf, 8 stufen sie mit Halten ein. Verkaufsempfehlungen gibt es derzeit nicht.

Stärkung im Bereich Verteidigungselektronik

Der BriteCloud-Auftrag festigt Leonardos Position in der elektronischen Kriegsführung. Die Täuschkörper erzeugen glaubhafte falsche Radarsignale, um moderne Raketenlenksysteme zu irritieren, einschließlich solcher mit Fähigkeit zur Unterscheidung herkömmlicher Störmittel.

Entwickelt wurde BriteCloud in den britischen Werken in Luton. Ein Vorteil ist der geringe Integrationsaufwand, da das System mit Standard-AN/ALE-47-Ausstoßsystemen kompatibel ist.

Der Auftrag eröffnet zudem die Möglichkeit, BriteCloud als Standardlösung in den F-35-Flotten von NATO-Partnern zu etablieren. Für die Elektroniksparte könnte daraus ein langfristig relevantes Zusatzvolumen entstehen.

Marktumfeld und Sektortrends

Europäische Rüstungswerte waren Ende 2025 von Schwankungen geprägt, unter anderem aufgrund von Spekulationen über mögliche Friedensverhandlungen in der Ukraine. Die Leonardo-Aktie hat sich seit ihrem 52-Wochen-Hoch von 56,68 Euro im Oktober etwas zurückgezogen, liegt aber weiterhin klar über den Tiefstständen vom Jahresanfang nahe 25 Euro.

Das Unternehmen profitiert weiter von steigenden Verteidigungsausgaben in Europa und ist in mehreren Schlüsselkooperationen engagiert, darunter die Zusammenarbeit mit Rheinmetall im Drohnenbereich sowie die Beteiligung am Raketenverbund MBDA mit Airbus und BAE Systems. Wie stark sich diese Projekte zusammen mit dem neuen US-Auftrag in den kommenden Quartalen in den Zahlen niederschlagen, dürfte sich mit den nächsten Ergebnisberichten konkret zeigen.

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