Bitcoin: Ausbruch mit Bremsspur
Bitcoin überwindet 64.000 Dollar, doch das Todeskreuz signalisiert einen längerfristigen Abwärtstrend. Die Marktlage bleibt angespannt.

Kurz zusammengefasst
- US-Inflation sinkt auf 3,5 Prozent
- Bitcoin-ETFs verzeichnen wieder Zuflüsse
- Todeskreuz deutet auf Abwärtstrend hin
- Kurs kämpft um 64.000 Dollar Marke
Kühlere Inflationsdaten, entspannte Notenbanker, feiernde Wall-Street-Banken – das Makroumfeld für Kryptowährungen war selten so freundlich wie in dieser Woche. Ausgerechnet jetzt zeigt der Bitcoin-Chart ein Warnsignal, das Analysten seit Jahren als verlässlichen Bärenindikator kennen: ein Todeskreuz. Zwei Geschichten, ein Kurs – und die Frage, welche am Ende gewinnt.
Kühlere Inflation, klarere ETF-Zuflüsse
Die US-Jahresinflation fiel überraschend auf 3,5 Prozent, die Erzeugerpreise rutschten ins Minus. Die Wahrscheinlichkeit einer Fed-Zinserhöhung im Juli sackte daraufhin auf 12,3 Prozent – vor einer Woche lag sie noch bei 31 Prozent. Weniger Zinsdruck bedeutet in der Regel Rückenwind für risikoreiche Anlagen wie Bitcoin.
Die Institutionellen reagierten prompt. Bitcoin-Spot-ETFs verzeichneten Nettozuflüsse von 121 Millionen Dollar, nach Abflüssen von 425 Millionen Dollar am Vortag. Allein der iShares Bitcoin Trust holte 139 Millionen Dollar davon herein – eine deutliche Kehrtwende.
Das Todeskreuz im Hintergrund
Der Kurs kletterte auf ein Tageshoch von 65.511 Dollar und pendelte sich bei 64.858 Dollar ein, nahezu unverändert zum Vortag. Damit hat Bitcoin die wichtige Marke von 64.000 Dollar geknackt, an der er zuvor zwei Wochen lang abgeprallt war.
Der fallende Trendkanal seit den Mai-Hochs bei 82.000 Dollar bleibt trotzdem intakt – der Ausbruch liegt nur knapp außerhalb. Ein Rückgang von fünf Prozent würde die Struktur sofort wieder in den Kanal zurückdrücken. Der technische Gesamtscore notiert bei minus 36 Prozent, getrieben vom Todeskreuz: Der 50-Tage-Durchschnitt liegt unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts, dem klassischen Signal für einen längerfristigen Abwärtstrend.
Der ADX-Indikator, der die Stärke eines Trends misst, sitzt bei 23,4 und schwächelt – wechselt aber gerade von bärischer zu bullischer Dominanz. Der RSI notiert neutral bei 55,7, mit Luft nach oben bis zur Überkauft-Zone.
Auf der Prognoseplattform Myriad sehen die Trader die Chancen trotzdem klar verteilt: Zwei Drittel wetten auf einen Rückfall Richtung 55.000 Dollar, nur ein Drittel auf einen Sprung auf 84.000 Dollar. Diese Wette hat sich seit dem Kursanstieg kaum verschoben.
Hält Bitcoin die Marke von 64.000 Dollar über mehrere Handelstage, rücken als Nächstes rund 67.000 Dollar in Reichweite, bei anhaltendem Momentum auch 70.000 Dollar. Rutscht der Kurs dagegen unter die Unterstützungszone bei rund 63.000 Dollar, dürfte der Abwärtstrend wieder die Oberhand gewinnen.
Bitcoin: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bitcoin-Analyse vom 15. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Bitcoin-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bitcoin-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Bitcoin: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...