Rheinmetall: 40 Milliarden Arminius im Wartestand

Rheinmetall kämpft mit hohen Auftragsbeständen und fallenden Kursen. Quartalszahlen und Hauptversammlung könnten die Wende bringen.

Dr. Robert Sasse ·
Rheinmetall Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Q1-Bericht am 7. Mai erwartet
  • Dividendenvorschlag von 11,50 Euro
  • Bundeswehr-Programm Arminius als Milliardenchance
  • Aktie notiert nahe Jahrestief

Volle Auftragsbücher, schwache Kurse — bei Rheinmetall klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Der Düsseldorfer Rüstungskonzern sammelt verlässlich Großaufträge ein. Die Aktie notiert derweil hartnäckig nahe ihrem Jahrestief. In der kommenden Woche bündeln sich nun mehrere Ereignisse, die eine Neubewertung erzwingen könnten.

Q1-Bericht als erster Prüfstein

Am 7. Mai öffnet das Unternehmen die Bücher für das erste Quartal 2026. Marktbeobachter richten ihren Fokus dabei vor allem auf die operativen Margen. Liefern die Düsseldorfer hier den von Investoren geforderten Nachweis der Profitabilität, könnte dies dem charttechnisch angeschlagenen Papier erste Impulse geben.

Fünf Tage später steht die Hauptversammlung an. Aktionäre stimmen am 12. Mai über eine vorgeschlagene Dividende von 11,50 Euro je Anteilsschein ab. Im Vorjahr lag die Ausschüttung noch bei 8,10 Euro.

Warten auf den Mega-Deal

Ein weitaus größerer Hebel für die mittelfristige Entwicklung liegt auf dem Tisch des Verteidigungsministeriums. Das Bundeswehr-Programm „Arminius“ umfasst die geplante Beschaffung von bis zu 3.000 gepanzerten Boxer-Fahrzeugen. Analysten schätzen das Gesamtvolumen auf bis zu 40 Milliarden Euro. Rheinmetalls Anteil an dem Projektkuchen taxieren Experten auf rund 22 Milliarden Euro.

Parallel dazu baut der Konzern seine Marine-Sparte aus. Ende April taufte die Division in Hamburg eine neue Korvette für die Deutsche Marine. Für ein weiteres Marineprogramm in Rumänien mit einem Volumen von knapp einer Milliarde Euro steht die parlamentarische Genehmigung noch bis Ende Mai aus.

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Die Krux mit der Bewertung

Trotz dieser Auftragswelle hat die Aktie seit Jahresbeginn rund 15 Prozent an Wert verloren. Der Kurs pendelt aktuell um die Marke von 1.355 Euro und damit deutlich unter der wichtigen 200-Tage-Linie. Die Gründe für diese Schwäche liegen in der Fallhöhe.

Rheinmetall wird mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 35 gehandelt. In diesem ambitionierten Bewertungsniveau ist ein reibungsloses Wachstum bereits fest eingepreist. Enttäuschungen bei der Marge straft der Markt auf diesem Level sensibler ab.

Die Vorzeichen für die kommenden Handelstage sind klar definiert. Liefert der Q1-Bericht am 7. Mai starke Margen und folgt zeitnah die finale Unterschrift unter den Arminius-Vertrag, findet die Aktie fundamentale Argumente für eine Trendwende. Fällt der Margennachweis schwach aus, droht ein Test der Unterstützung im Bereich von 1.300 Euro.

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Rheinmetall Aktie

1.357,80 EUR

+ 20,20 EUR +1,51 %
KGV 60,96
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 0,86 %
Marktkapitalisierung 62,77 Mrd. EUR
ISIN: DE0007030009 WKN: 703000

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