Netflix Aktie: Zögerliche Entwicklungen?

Trotz überzeugender Quartalsergebnisse verliert die Netflix-Aktie deutlich, da die geplante milliardenschwere Warner-Übernahme Skepsis weckt und Analysten ihre Kursziele senken.

Kurz zusammengefasst:
  • Starker Umsatz und Gewinn im vierten Quartal
  • Geplanter Warner-Übernahme für über 80 Milliarden Dollar
  • Mehrere Analysten senken ihre Kursziele
  • Kursverlust von über 15 Prozent seit Deal-Ankündigung

Netflix liefert starke Zahlen, doch die Aktie steht unter deutlich spürbarem Druck. Seit der Ankündigung der geplanten Übernahme von Warner Bros. hat der Kurs mehr als 15 % verloren und liegt derzeit um 86 US‑Dollar. Im Zentrum steht die Frage, ob der milliardenschwere Warner-Deal die Marktposition stärkt oder die Bilanz überlastet – und genau hier setzt die Skepsis der Anleger an.

Q4-Zahlen überzeugen, Stimmung bleibt verhalten

Die Zahlen für das vierte Quartal 2025 lagen über den Erwartungen der Wall Street, trotzdem gab die Aktie im nachbörslichen Handel um rund 4–5 % nach.

Netflix

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Wichtige Kennziffern im Überblick:

  • Umsatzwachstum von 18 % gegenüber dem Vorjahr
  • Quartalsumsatz von 12,05 Mrd. US‑Dollar (Prognose: 11,97 Mrd. US‑Dollar)
  • Gewinn je Aktie von 0,56 US‑Dollar (Konsens: 0,55 US‑Dollar)
  • Operative Marge von 25 %, operatives Ergebnis wächst um 30 %
  • 325 Mio. zahlende Abonnements erreicht
  • 96 Mrd. gestreamte Stunden im zweiten Halbjahr 2025, +2 % gegenüber dem Vorjahr

Trotz dieser soliden Entwicklung heben Analysten zwei Punkte kritisch hervor: das verlangsamte Wachstum der Sehdauer pro Mitglied und einen als zurückhaltend empfundenen Ausblick für 2026.

Warner-Bros.-Übernahme als Zäsur

Direkt mit der Kursentwicklung verknüpft ist die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery. Am 20. Januar 2026 passte Netflix die Vereinbarung mit Warner Bros. Discovery auf eine reine Bartransaktion an. Das Angebot liegt bei 27,75 US‑Dollar je WBD-Aktie, was einem Unternehmenswert von rund 82,7 Mrd. US‑Dollar entspricht.

Eckpunkte des Deals

  • Brückenfinanzierung über 67,2 Mrd. US‑Dollar (ursprünglich 59 Mrd., um 8,2 Mrd. erhöht)
  • Aktienrückkäufe werden ausgesetzt, um Mittel für den Schuldenabbau zu sichern
  • Abstimmung der WBD-Aktionäre voraussichtlich bis April 2026
  • Kartell- und Wettbewerbsanmeldungen beim US-Justizministerium und der EU-Kommission eingereicht

Mit dem Abschluss würden ikonische Marken wie Harry Potter, Game of Thrones und die DC-Comic-Welt zu Netflix wandern, ebenso wie HBO und der Streamingdienst HBO Max. Strategisch wäre das ein massiver Ausbau des Content-Portfolios – finanziell jedoch ein Kraftakt.

Konkurrenzangebote und Regulierung

Zusätzliche Unsicherheit bringt ein konkurrierender Vorstoß: Paramount Skydance hat im Januar ein feindliches Übernahmeangebot von 30 US‑Dollar je Aktie für Warner Bros. Discovery vorgelegt, das der WBD-Verwaltungsrat jedoch ablehnte.

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Parallel dazu unterliegt der Netflix-Deal intensiver Prüfung durch Wettbewerbsbehörden, die mögliche Marktbeherrschung und Konzentration im Streaming- und Contentmarkt bewerten.

Die Co‑CEOs Ted Sarandos und Greg Peters verteidigen die Transaktion offensiv. Sie betonen, der Zusammenschluss sei „verbraucherfreundlich“ und „arbeitnehmerfreundlich“. Sarandos verweist insbesondere auf den erwarteten Ausbau der Produktionskapazitäten in den USA und zusätzliche Arbeitsplätze.

Analysten senken Kursziele

Die Kombination aus Deal-Risiken und verhaltener Marktreaktion auf die Zahlen führt zu spürbaren Anpassungen auf der Analystenseite:

  • Argus Research: Kursziel von 141 auf 110 US‑Dollar reduziert, Rating „Buy“
  • TD Cowen: Kursziel von 142 auf 115 US‑Dollar gesenkt, Rating „Buy“
  • Pivotal Research: Ziel auf 95 US‑Dollar gesenkt, Rating „Hold“
  • KeyBanc: Kursziel von 110 auf 108 US‑Dollar leicht reduziert, Rating „Overweight“

Im Durchschnitt liegt das Kursziel aktuell bei 113,59 US‑Dollar und damit deutlich über dem derzeitigen Kursniveau – diese Einschätzungen unterstellen jedoch, dass die Warner-Transaktion erfolgreich abgeschlossen und integriert wird.

Höhere Content-Ausgaben und klare Abwärtstendenz

Für 2026 plant Netflix Ausgaben für Inhalte in Höhe von rund 19,8 Mrd. US‑Dollar. Das entspricht einem Anstieg um etwa 10 % gegenüber den rund 18 Mrd. US‑Dollar im Jahr 2025. Zusammen mit den erheblichen Finanzierungskosten für die Warner-Übernahme steigt damit die Belastung der Bilanz, was die Sorge nährt, das Unternehmen könne sich finanziell zu stark strecken.

Charttechnisch ist der Trend klar: Von einem 52‑Wochen-Hoch bei 134,12 US‑Dollar ist der Kurs auf etwa 86 US‑Dollar gefallen. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei rund 365 Mrd. US‑Dollar. In den kommenden Monaten werden vor allem zwei Faktoren entscheidend sein: die Entscheidungen der Wettbewerbsbehörden und der WBD-Aktionäre sowie die Frage, ob Netflix die höheren Content-Investitionen in profitables Wachstum ummünzen kann.

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