Almonty Aktie: Shyorongi-Lizenz in Ruanda gesichert
Almonty Industries aktiviert spanische Wolframreserven, erweitert Rechte in Ruanda und bündelt den Aktienhandel nach einem Rückkaufbeschluss.

Kurz zusammengefasst
- Langfristiger Wolframvertrag für Los Santos
- Ruanda übernimmt ein Viertel
- Rückkauf bis 300 Millionen US-Dollar
- Aktie seit Jahresbeginn 52 Prozent höher
Langfristige Abnahme für spanische Haldenbestände
Almonty Industries setzt bei seinen Bergbauaktivitäten auf die Kombination aus bestehenden Liegenschaften und industriell verankerten Partnern. Am vergangenen Freitag vereinbarte das Unternehmen eine langfristige Abnahme von Wolframkonzentrat aus der spanischen Mine Los Santos. Vertragspartner ist die Wolfram Bergbau und Hütten AG, eine Konzerntochter der schwedischen Sandvik-Gruppe.
Der Vertrag bezieht sich auf die Wiederaufbereitung des am Standort vorhandenen Haldenmaterials. Neben einer indexierten Preisgestaltung, die durch eine feste Preisuntergrenze abgesichert ist, stellt der Abnehmer Kapital zur Verfügung.
Diese Kundengelder dienen direkt der Wiederinbetriebnahme der Verarbeitungsanlage vor Ort. Für Almonty verringert dieses Modell die finanzielle Belastung beim Hochlauf der Aufbereitung und schafft kalkulierbare Einnahmen.
Ausbau der Abbaurechte in Ostafrika
Parallel zur Wiederbelebung der spanischen Liegenschaft erweiterte die Gesellschaft ihre Rohstoffbasis auf dem afrikanischen Kontinent. Vor über einem Monat schloss Almonty eine verbindliche Vereinbarung mit der Regierung von Ruanda ab. Das Abkommen regelt die Beteiligung an der operativen Tochtergesellschaft Almonty Rwanda, an der das Unternehmen eine Dreiviertelmehrheit hält, während die Regierung ein Viertel der Anteile übernimmt.
Im Rahmen dieser Kooperation sicherte sich das Unternehmen sowohl die Explorationskonzession Shyorongi für Wolfram als auch eine behördliche Lizenz zur Erzverarbeitung. Damit verankert der Konzern seine Präsenz in einem weiteren Fördergebiet und sichert sich zusätzliche Vorkommen außerhalb der europäischen Bergbauprojekte.
Bereinigung der Handelsplätze und Aktienrückkauf
Auf der Ebene der Unternehmensführung geht diese operative Ausrichtung mit einer Straffung der Kapitalstruktur einher. Vor rund einem Monat beschloss das Führungsgremium ein Aktienrückkaufprogramm für das Jahr 2026. Dieses ermächtigt das Unternehmen, über eine dreijährige Laufzeit bis zum 24. August 2029 bis zu 14.400.000 Stammaktien zu erwerben. Das Gesamtvolumen des Rückkaufs ist auf bis zu 300.000.000 US-Dollar begrenzt und umfasst rund fünf Prozent des Grundkapitals.
Flankiert wird dieses Programm von einer Reduzierung der weltweiten Handelsplätze. Vor gut drei Wochen beendete Almonty seine Notierung an der australischen Wertpapierbörse ASX, nachdem die dortige Handelsüberwachung der Streichung von der offiziellen Liste zugestimmt hatte.
Zuvor war bereits die Notierung an der Toronto Stock Exchange ausgelaufen. Das Management bündelt damit den Handel mit den Anteilscheinen und vereinfacht die Verwaltungsanforderungen.
Am Freitag beendete das Papier den Handel bei 12,07 Euro. Seit dem Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Kursplus von 52 Prozent, wodurch sich der Börsenwert auf 2,74 Milliarden Euro beläuft.
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