Western Digital Aktie: Morgan Stanley treibt Rally
Analysten von Morgan Stanley und JPMorgan heben Kursziele für Western Digital an. KI-Nachfrage treibt Festplattenpreise und beschert dem Speichersektor eine Rally.

Kurz zusammengefasst
- Morgan Stanley erhöht Kursziel auf 650 Dollar
- KI-Infrastruktur treibt Festplattennachfrage
- Western Digital übertrifft Umsatzerwartungen
- Aktienrückkauf und Dividendensteigerung angekündigt
Wall Street dreht an der Kursschraube — und Western Digital profitiert heute besonders davon. Gleich mehrere Analystenrevisionen von Großbanken haben die Aktie auf ein neues 52-Wochen-Hoch katapultiert.
Koordinierter Optimismus der Analysten
Den stärksten Impuls lieferte Morgan Stanley: Das Haus hob das Kursziel von 488 auf 650 Dollar und bekräftigte seine Overweight-Empfehlung. Das Signal ist klar — die Bank sieht weiteres Aufwärtspotenzial, auch nachdem die Aktie bereits stark zugelegt hat. JPMorgan hatte zuvor das Ziel von 530 auf 650 Dollar angehoben und bessere Preissetzungsmacht bei Festplatten sowie wachsende Margen als Begründung genannt. Mizuho und Citi gehen noch weiter und sehen Kursziele von 685 Dollar.
Der gemeinsame Nenner: KI-Infrastrukturaufbau treibt die Nachfrage nach Festplatten in eine längere Knappheitsphase als bisher erwartet — mit entsprechendem Preispotenzial.
Starke Fundamentaldaten als Rückenwind
Die Analysteneuphorie ist nicht losgelöst von der operativen Entwicklung. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Western Digital 3,337 Milliarden Dollar Umsatz und übertraf damit die Konsenserwartungen. Hinzu kommt eine Dividendenerhöhung um 20 Prozent sowie eine milliardenschwere Aktienrückkaufermächtigung über 4 Milliarden Dollar.
CFO Kris Sennesael unterstrich auf einer Technologiekonferenz, dass sich die Free-Cashflow-Marge der 30-Prozent-Marke annähert und das Unternehmen nahezu täglich eigene Aktien zurückkauft. Das dürfte Anleger, die auf eine nachhaltige Kapitalallokation setzen, aufhorchen lassen.
Sektor profitiert breit
Western Digital ist heute nicht allein. Auch Seagate und Micron legten deutlich zu — der gesamte Speichersektor surfet auf der KI-Welle. Branchenbeobachter sehen insbesondere bei klassischen Festplatten (HDD) eine strukturelle Neubewertung: Hyperscaler brauchen für ihre KI-Rechenzentren enorme Kapazitäten zur Datenspeicherung, und das Angebot kommt kaum hinterher.
Wie lange diese Knappheitsphase anhält, ist die entscheidende Variable für das Preisumfeld — und damit für die Margenentwicklung. Morgan Stanleys Revisionsargument deutet darauf hin, dass der Zyklus länger dauern könnte als der Markt noch vor wenigen Monaten eingepreist hat. Nächster Prüfstein ist das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026, dessen Zahlen zeigen werden, ob die Preisdynamik bei HDDs tatsächlich so robust bleibt wie die Analysten erwarten.
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