TotalEnergies SE Aktie: Raffinerien liefern Rekordmargen
Höhere Raffinerie- und LNG-Beiträge prägen TotalEnergies’ vorläufige Kennzahlen für das dritte Quartal; der vollständige Bericht steht noch aus.

Kurz zusammengefasst
- Raffinerie-Cashflow soll um zwei Milliarden Dollar steigen
- Europäische Referenzmarge erreicht 33,2 Dollar je Barrel
- LNG-Preis legt um gut 20 Prozent zu
- Produktion wird auf 2,45 bis 2,50 Millionen Barrel geschätzt
Die Raffineriesparte von TotalEnergies steuert auf ein außergewöhnliches Quartal zu. Der Konzern hebt mit seinen vorläufigen Kennzahlen für das dritte Quartal vor allem das Downstream-Geschäft hervor. Die Aktie reagierte am Donnerstag kaum und notierte in Paris unverändert bei 80,17 Euro.
Raffinerien und Handel treiben das Ergebnis
Der Cashflow in Raffinerie und Chemie soll gegenüber dem zweiten Quartal um 2 Milliarden Dollar steigen. Der Konzern sprach von einem „außergewöhnlichen“ Niveau. Die Raffinerieauslastung legte um 10 Prozent zu, sodass TotalEnergies die historisch hohen Margen in Europa und weltweit voll mitnehmen konnte.
Wie stark die Margen zulegten, zeigt der europäische Referenzwert. Er stieg auf 33,2 Dollar je Barrel, nach 13,5 Dollar im zweiten Quartal. Auch der Ölhandel liefert weiter auf dem Niveau der beiden Vorquartale, das Endkundengeschäft bleibt stark.
LNG profitiert vom Konflikt in der Straße von Hormus
Das integrierte LNG-Geschäft soll deutlich zulegen. Der durchschnittliche LNG-Preis zog um gut 20 Prozent auf 12,28 Dollar je Million britischer Wärmeeinheiten an. Hinzu kommt ein starker LNG- und Gashandel. Der Konzern führt das auf den anhaltenden Konflikt in der Straße von Hormus und die Erwartung kräftiger Winternachfrage zurück.
In der Upstream-Sparte wirken gegenläufige Effekte. Das Ergebnis spiegelt höhere Produktion und Gaspreise, aber auch niedrigere Ölpreise als im Vorquartal.
Produktion wächst, Power-Sparte steuert bei
Die Kohlenwasserstoffproduktion soll bei 2,45 bis 2,50 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag liegen. Der Nahost-Konflikt belastet nur noch rund 5 Prozent der Gesamtförderung. Ohne diesen Effekt wüchse die Produktion um mehr als 4 Prozent zum Vorjahresquartal und damit schneller als die Jahresprognose von 3 Prozent.
Die Stromsparte profitiert erstmals über ein volles Quartal vom Gemeinschaftsunternehmen TTEP mit EPH. Der Cashflow dürfte zwischen 750 und 800 Millionen Dollar liegen. Zusätzlich erwartet TotalEnergies einen positiven Beitrag aus dem Working Capital von rund 3 Milliarden Dollar.
Die Zahlen sind vorläufig und ungeprüft. Details zum Quartal samt Ergebnis folgen mit der vollständigen Berichterstattung des Konzerns zum dritten Quartal.
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