BYD: Datang mit 30.000 Vorbestellungen
Chinas Autobauer BYD verzeichnet einen deutlichen Gewinneinbruch im ersten Quartal, während das neue Modell Datang für einen Bestellboom sorgt.

Kurz zusammengefasst
- Nettogewinn um über 55 Prozent gesunken
- Neues SUV Datang mit 30.000 Vorbestellungen
- Exportziel für 2026 auf 1,5 Millionen erhöht
- Malaysia-Werk durch Auflagen blockiert
Der chinesische Autobauer BYD liefert ein Quartal der Gegensätze. Einerseits bricht der Gewinn im ersten Jahresviertel massiv ein. Andererseits stürmen Kunden die Bestellbücher für das neue Flaggschiff-Modell. Dieser Kontrast prägt aktuell die Strategie des Konzerns.
Neues Flaggschiff soll Marge retten
Der Hoffnungsträger heißt „Datang“. Das Familien-SUV verzeichnete am ersten Tag mehr als 30.000 Vorbestellungen. Mit einem Startpreis von umgerechnet rund 33.000 US-Dollar zielt BYD direkt auf das Premium-Segment.
Technisch setzt der Hersteller auf Tempo. Die neue Batterie lädt in rund fünf Minuten auf 70 Prozent. Eine Reichweite von bis zu 700 Kilometern nach WLTP-Standard rundet das Paket ab.
Globale Expansion mit Hindernissen
Parallel dazu schraubt das Management die globalen Ambitionen nach oben. Das Exportziel für 2026 steigt auf 1,5 Millionen Fahrzeuge. Im ersten Quartal machten Auslandslieferungen bereits fast die Hälfte aller verkauften Elektroautos des Konzerns aus.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BYD?
In Südostasien bremst die Politik diese Pläne allerdings aus. Das geplante Werk in Malaysia liegt derzeit auf Eis. Die Regierung fordert eine Exportquote von 80 Prozent für lokale Fabriken. Hinzu kommt ein vorgeschriebener Mindestpreis für den Inlandsmarkt. Diese Vorgaben durchkreuzen die aggressive Preisstrategie der Chinesen.
Schwaches Quartal als Tiefpunkt?
Der Vorstoß in teurere Segmente und neue Märkte kommt zur rechten Zeit. Die Bilanz für das erste Quartal fällt schwach aus. Der Nettogewinn stürzte im Jahresvergleich um über 55 Prozent auf 4,1 Milliarden Yuan ab. Der Umsatz sank parallel um knapp zwölf Prozent.
Verantwortlich dafür sind das traditionell schwache Autojahr in China und wegfallende Subventionen. Die Folge: Margendruck im Heimatmarkt. Marktbeobachter werten die Zahlen jedoch als mögliche Talsohle. Die starken Vorbestellungen für den Datang und wachsende Exportmargen deuten auf eine operative Erholung in den kommenden Monaten hin.
BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 28. April liefert die Antwort:
Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...