MaxLinear Aktie: Rushmore-Start auf 2027 verschoben
Die Verschiebung der Rushmore-Chip-Plattform auf 2027 lässt den Aktienkurs von MaxLinear einbrechen. Analysten senken die Kursziele deutlich.

Kurz zusammengefasst
- Rushmore-Produktion auf 2027 verschoben
- Aktienkurs verliert fast 30 Prozent
- Keystone-Umsatz steigt um 145 Prozent
- Kursziel von 196 auf 111 Dollar gesenkt
MaxLinear verliert binnen einer Woche fast 30 Prozent an Wert. Der Grund liegt in einer Korrektur der Produkt-Roadmap. Anleger reagieren empfindlich auf die verschobene Einführung der neuen Chip-Generation.
Verzögerung bremst Momentum
Das Unternehmen verschiebt den Produktionshochlauf der optischen Interconnect-Plattform Rushmore auf das Jahr 2027. Marktteilnehmer hatten zuvor mit einem früheren Start gerechnet. Die zeitliche Anpassung sorgt für Unsicherheit, da die Aktie mit viel Vorschusslorbeeren in die Berichtssaison gegangen war.
Das aktuelle Geschäft mit der Keystone-Plattform zeigt hingegen eine starke Dynamik. Die hohe Nachfrage nach 800G-Infrastruktur ließ den Spartenumsatz um 145 Prozent steigen. Dieser Bereich trägt nun mit 168,8 Millionen US-Dollar massiv zum Gesamtergebnis bei.
Kursziele sinken deutlich
Analysten reagieren auf die neuen Zeitpläne mit deutlichen Korrekturen. Eine Investmentbank senkte das Kursziel von 196,50 auf 111 US-Dollar. Experten sehen darin eine notwendige Neubewertung nach dem massiven Höhenflug im Frühsommer.
Ferner belasten rechtliche Unwägbarkeiten die Bilanz. Ein Schiedsverfahren mit Silicon Motion könnte Forderungen von 160 Millionen US-Dollar nach sich ziehen. Hohe Kosten für Tests und Wafer-Verpackungen belasten parallel dazu die Profitabilität. Meldungen über Insiderverkäufe im Wert von 4,8 Millionen US-Dollar in den letzten drei Monaten dämpfen die Stimmung zusätzlich.
Für das dritte Quartal plant das Management einen Umsatz zwischen 210 Millionen und 220 Millionen US-Dollar. Gelingt der operative Übergang auf die neue Plattform, bleibt der langfristige Wachstumspfad bestehen. Trotz des aktuellen Ausverkaufs verbucht die Aktie seit Jahresbeginn noch immer ein Plus von rund 255 Prozent.
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