Vonovia Aktie: 15 Millionen Abfindung für Buch umstritten
Streit um 15-Millionen-Abfindung für Ex-CEO Buch überschattet Vonovia-Hauptversammlung. Investoren verweigern Entlastung.

Kurz zusammengefasst
- Millionen-Abfindung für Ex-CEO Buch
- Großaktionäre verweigern Entlastung
- Milliardenschulden belasten den Konzern
- Aktie fällt auf 22,25 Euro
Auf der Hauptversammlung in Bochum weht dem Vonovia-Management heute ein rauer Wind entgegen. Im Zentrum der Kritik steht ein üppiges Abschiedsgeschenk für Ex-CEO Rolf Buch. Große institutionelle Anleger proben den Aufstand.
Zoff um den goldenen Handschlag
Der ehemalige Vorstandschef streicht beim Abgang eine Abfindung von über 15 Millionen Euro ein. Hinzu kommt eine Karenzentschädigung von weiteren 3,8 Millionen Euro. Für institutionelle Investoren ist das ein rotes Tuch. DWS-Governance-Experte Hendrik Schmidt wirft dem Gremium vor, das Blatt überreizt zu haben. Die Fondsgesellschaft verweigert dem Aufsichtsrat folglich die Entlastung.
Auch die Deka-Bank fordert mehr Transparenz zu diesen Sonderzahlungen. Aufsichtsratschefin Clara Streit verteidigt die Millionenbeträge. Sie verweist auf bindende Verträge. Den Investoren reicht das nicht.
Veraltete Strukturen und Milliarden-Schulden
Die Kritik der Aktionäre geht noch weiter. Mehrere Mitglieder sitzen seit über zehn Jahren im Kontrollgremium. Diese lange Amtszeit widerspricht modernen Governance-Standards. Frische Impulse für die strategische Überwachung fehlen dadurch.
Derweil kämpft der neue CEO Luka Mucic mit operativen Altlasten. Bis zum Ende des Jahrzehnts muss Vonovia mehr als 15 Milliarden Euro refinanzieren. Mucic will die Bilanz durch gezielte Verkäufe entlasten. Ab dem Jahr 2028 plant er wieder mit einem deutlichen Ergebniswachstum.
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Operatives Geschäft tritt auf der Stelle
Die aktuellen Zahlen spiegeln die laufende Konsolidierung wider. Im ersten Quartal stagnierte der Umsatz bei rund 1,2 Milliarden Euro. Das Ergebnis je Aktie brach auf 0,25 Euro ein. Die Folge: Anleger reagieren verhalten.
Am Aktienmarkt gibt die Vonovia-Aktie am Donnerstag um rund 1,7 Prozent auf 22,25 Euro nach. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf knapp acht Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei gut 30 Euro bleibt das Papier damit weit entfernt.
Ein Trostpflaster bleibt die Ausschüttung. Für das laufende Jahr erwarten Analysten eine leicht höhere Dividende von 1,28 Euro je Aktie. Das entspricht einer Rendite von über fünf Prozent. Neue operative Fakten liefert das Management am 5. August 2026 mit den Zahlen für das zweite Quartal.
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