Commerzbank Aktie: Machtpoker?

Barclays überschreitet mit derivatelastiger Position die 5%-Marke, während die Commerzbank ihr Aktienrückkaufprogramm zügig umsetzt und die 3%-Hürde bei eigenen Aktien knackt.

Kurz zusammengefasst:
  • Barclays meldet gestiegene Gesamtposition von 5,26 Prozent
  • Großteil der Beteiligung über Finanzinstrumente gehalten
  • Commerzbank erreicht 3,08 Prozent an eigenen Aktien
  • Kapitalrückgabe von 2,7 Mrd. Euro für 2025 geplant

Bei der Commerzbank verschieben sich gerade gleich an zwei Stellen die Gewichte. Barclays hat seine gemeldete Gesamtposition über die 5%-Schwelle gehoben – und zwar vor allem über Derivate. Parallel zieht die Bank ihr neues Aktienrückkaufprogramm zügig durch und überschreitet bei eigenen Aktien die 3%-Marke.

Barclays baut Position aus – vor allem über Instrumente

Barclays PLC meldete am 20. Februar eine Gesamtposition von 5,26% an der Commerzbank (Schwellenüberschreitung am 16. Februar). Direkt bzw. indirekt gehaltene Aktien machen davon 0,79% aus (8.893.454 Stück). Der deutlich größere Teil liegt mit 4,47% in Finanzinstrumenten.

Commerzbank

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In der Mitteilung werden mehrere Instrumente genannt, darunter physische Call-Optionen, CFDs sowie Equity- und Portfolio-Swaps – teils mit Laufzeiten bis 2031. Auffällig ist außerdem ein Put-Options-Block über rund 2,58% der Stimmrechte, der auf Cash-Settlement ausgelegt ist. Zum Vergleich: In der vorherigen Meldung lag Barclays laut Quelltext noch bei 4,25%, damals ausschließlich über Instrumente.

Die zentrale Botschaft: Das Engagement ist gestiegen – und es ist stark derivatelastig strukturiert.

Rückkaufprogramm läuft – eigene Aktien bei 3,08%

Zeitgleich arbeitet die Commerzbank an ihrer Kapitalrückgabe. Laut WpHG-Mitteilung vom 18. Februar lag der Bestand an eigenen Aktien zum 17. Februar bei 3,08% der Gesamtstimmrechte, das entspricht 34.728.659 Aktien.

Das aktuelle Programm „Aktienrückkauf 2026/I“ wurde am 10. Februar beschlossen, hat ein Volumen von bis zu 540 Mio. Euro und läuft seit dem 12. Februar. Spätestens am 26. März 2026 soll es beendet sein. In den ersten beiden Handelstagen kaufte die Bank 1.840.651 Aktien zurück. Die Papiere sollen anschließend eingezogen werden – das senkt das Grundkapital.

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An der Börse zeigt sich zuletzt eher eine Seitwärtsphase: Am Freitag schloss die Aktie bei 34,48 Euro, auf 7-Tage-Sicht steht ein Plus von 6,45%, seit Jahresbeginn jedoch ein Minus von 5,56%.

Kapitalrückgabe trifft auf Übernahmekontext

Der Rückkauf steht im Rückenwind eines starken Jahres 2025: Die Bank meldete ein operatives Ergebnis von 4,5 Mrd. Euro (+18%) und ein Nettoergebnis von 2,63 Mrd. Euro; bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen lag es laut Quelltext bei 3,0 Mrd. Euro (Rekord).

Für 2025 plant die Bank insgesamt 2,7 Mrd. Euro Kapitalrückgabe. Neben dem laufenden Rückkauf und einem bereits im Dezember 2025 abgeschlossenen Programm soll der Hauptversammlung am 20. Mai 2026 eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie vorgeschlagen werden (Vorjahr: 0,65 Euro).

Zusätzliche Brisanz bringt die Aktionärsstruktur: UniCredit hält laut Quelltext rund 26% und drängt weiter auf einen Zusammenschluss. CEO Bettina Orlopp sagte demnach, es liege derzeit kein Angebot vor; die Bank fokussiere sich auf ihre „Momentum“-Strategie.

Unterm Strich entsteht ein spannendes Bild: Mehr internationales Interesse auf der einen Seite, aktive Kapitalpolitik auf der anderen.

Zum Kalender: Am 8. Mai 2026 will die Commerzbank die Q1-2026-Ergebnisse vorlegen – der nächste Termin, an dem der Markt konkrete Fortschritte bei Zielen und Ergebnisentwicklung nachprüfen kann.

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