Aehr Test Aktie: Hoffnungsschimmer im KI-Geschäft

Aehr Test verzeichnete im zweiten Quartal sinkende Umsätze, erwartet jedoch für die zweite Jahreshälfte starke Aufträge im Bereich KI-Prozessortests.

Kurz zusammengefasst:
  • Umsatzrückgang und Nettoverlust im zweiten Quartal
  • Optimistische Prognose für zweite Jahreshälfte
  • KI-Prozessoren als Hauptwachstumstreiber
  • Liquidität durch Aktienverkäufe gestärkt

Die Zahlen zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 fielen zunächst enttäuschend aus: Der Umsatz sackte um 27 Prozent auf 9,9 Millionen Dollar ab. Statt eines Gewinns musste das Unternehmen einen Nettoverlust von 1,3 Millionen Dollar hinnehmen – das entspricht einem Verlust von 0,04 Dollar je Aktie. Die Aktie reagierte prompt und verlor über 6 Prozent an Wert.

Doch hinter den schwachen Quartalszahlen verbirgt sich eine durchaus interessante Entwicklung: Das Unternehmen aus Fremont meldet bereits im laufenden dritten Quartal Aufträge von über 5,5 Millionen Dollar für seine Sonoma-Systeme. Diese Bestellungen übertreffen damit bereits die gesamten Sonoma-Aufträge des zweiten Quartals. Die Nachfrage nach Testsystemen für KI-Prozessoren scheint anzuziehen.

Aehr Test

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Ausblick lässt aufhorchen

Besonders bemerkenswert: Das Management traut sich wieder eine konkrete Prognose zu. Für die zweite Jahreshälfte, die am 29. November 2025 begann und am 29. Mai 2026 endet, rechnet Aehr Test mit Erlösen zwischen 25 und 30 Millionen Dollar. Noch interessanter ist die erwartete Auftragsentwicklung: Das Unternehmen geht von Bestellungen zwischen 60 und 80 Millionen Dollar aus.

Sollte diese Prognose eintreten, würde das eine deutliche Trendwende bedeuten. Zum Quartalsende lag der Auftragsbestand bei 11,8 Millionen Dollar. Inklusive der bereits eingegangenen Bestellungen seit Ende November beträgt der effektive Auftragsbestand mittlerweile 18,3 Millionen Dollar.

KI-Prozessoren als Wachstumstreiber

Der Großteil der erwarteten Aufträge soll aus dem KI-Bereich kommen. Das Unternehmen hat seine Systeme für das Testen von Hochleistungsprozessoren mit bis zu 2.000 Watt positioniert. Ein bedeutender Kunde für verpackte KI-Chips hat eine umfangreiche Prognose abgegeben, die zu Lieferungen ab dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 führen soll.

Parallel arbeitet Aehr Test an Wafer-Level-Lösungen für KI-Prozessoren. Ein Benchmark-Programm mit einem führenden Hersteller läuft aktuell und soll noch im laufenden Quartal abgeschlossen werden. Zwei weitere KI-Unternehmen haben zusätzliche Evaluierungen angefragt.

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Flash-Speicher und Silizium-Photonik im Fokus

Abseits von KI-Prozessoren gibt es Fortschritte in anderen Bereichen. Mit einem globalen Flash-Speicher-Hersteller wurde ein Benchmark vor den Feiertagen abgeschlossen. Der Kunde prüft nun die Korrelation mit seinen internen Prozessen. Aehr Test hat zudem eine Lösung für High-Bandwidth-Flash vorgeschlagen, eine neue Speichertechnologie für KI-Anwendungen.

Im Bereich Silizium-Photonik konkretisiert sich die Produktionsrampe des Hauptkunden für Anfang des nächsten Geschäftsjahres. Ein weiterer Großkunde hat eine Prognose abgegeben und will ein System bis Mai 2025 geliefert bekommen.

Galliumnitrid-Geschäft mit Verzögerungen

Weniger erfreulich entwickelt sich vorerst das Geschäft mit Galliumnitrid-Leistungshalbleitern. Unerwartete Hochspannungsprobleme erforderten Neukonzeptionen bei den Wafer-Kontakten und Schutzschaltungen. Dadurch verzögerten sich Lieferungen im Wert von etwa 2 Millionen Dollar vom zweiten ins dritte Quartal.

Das Siliziumkarbid-Geschäft für Elektrofahrzeuge bleibt verhalten. Der Hauptkunde wechselte von 150 auf 200 Millimeter Wafer und benötigt daher zunächst keine zusätzlichen Systeme. Neue Aufträge werden erst im nächsten Geschäftsjahr erwartet.

Liquidität gesichert

Die Kassenlage bereitet keine Sorgen. Ende November verfügte das Unternehmen über liquide Mittel von 31 Millionen Dollar – ein Anstieg gegenüber 24,7 Millionen Dollar Ende August. Die Erhöhung resultierte vor allem aus dem Verkauf von etwa 384.000 Aktien über das ATM-Programm, wodurch 10 Millionen Dollar eingenommen wurden.

Für das laufende Halbjahr erwartet das Management einen Nettoverlust zwischen 0,05 und 0,09 Dollar je Aktie. Ob sich die optimistischen Auftragsprognosen bewahrheiten, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

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