Rio Tinto Aktie: Rekord-Prämien für Aluminium Q3
Rio Tinto verlangt historische Aluminium-Aufschläge in Japan, während das Eisenerzgeschäft unter der schwachen chinesischen Nachfrage leidet.

Kurz zusammengefasst
- Historisch hohe Aluminium-Prämien gefordert
- Chinas schwache Nachfrage belastet Eisenerz
- Aktie mit 31 Prozent Plus seit Jahresbeginn
- Ausbau von Kupfer und Lithium stützt Kurs
Rio Tinto navigiert zum Start in den Juni durch ein zweigeteiltes Marktumfeld. Während die Nachfrage nach Eisenerz in China spürbar abkühlt, treibt der Konzern im Aluminium-Sektor Rekordpreise voran. Diese gegensätzliche Entwicklung prägt die aktuelle Bewertung des Bergbau-Riesen.
Aluminium-Prämien auf Rekordniveau
Rio Tinto und South32 fordern von japanischen Abnehmern historisch hohe Prämien für Aluminium-Lieferungen im dritten Quartal. Diese Aufschläge werden zusätzlich zum Kassapreis der London Metal Exchange fällig. Sie gelten als wichtiger Maßstab für den gesamten asiatischen Markt.
Das knappe globale Angebot stützt diese offensive Preisstrategie. Parallel dazu belasten hohe Energiekosten und strengere Nachhaltigkeitsvorgaben die Schmelzhütten weltweit. Die Verhandlungen gelten als wegweisend für die Margenentwicklung der Sparte.
Gegenwind aus China belastet Eisenerz
Das Kerngeschäft mit Eisenerz steht unter Druck. Jüngste Daten aus China enttäuschten die Erwartungen bei Industrieproduktion und Einzelhandelsumsätzen. Besonders die schleppende Erholung des dortigen Immobiliensektors verunsichert die Märkte.
Trotz dieser zyklischen Risiken erreichte Rio Tinto einen operativen Meilenstein. Der Konzern verschiffte die acht-milliardste Tonne Eisenerz aus der australischen Pilbara-Region. Die Ladung verließ den Hafen Cape Lambert mit Ziel Japan.
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Kursentwicklung und Ausblick
Die Aktie beendete die Handelswoche bei 91,09 Euro. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Plus von rund 31 Prozent. Damit notiert der Kurs weiterhin deutlich über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 72,50 Euro.
Parallel zur Volatilität beim Eisenerz stützt die Expansion in die Bereiche Kupfer und Lithium die Bewertung. Das Papier bleibt damit in Schlagdistanz zum Frühjahrs-Hoch.
Anleger blicken in der kommenden Woche auf die neuen Importdaten aus China. Diese geben Aufschluss über den tatsächlichen Rohstoffhunger der dortigen Stahlwerke. Im Juli folgt der operative Bericht für das zweite Quartal mit Details zum Simandou-Projekt in Guinea.
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