First Majestic Silver: 46,3 Millionen Unzen Defizit 2026
First Majestic Silver legt am 12. Mai Q1-Zahlen vor. Die erste Ausschüttung unter der verdoppelten Dividendenpolitik steht an, gestützt auf Rekordumsätze und einen angespannten Silbermarkt.

Kurz zusammengefasst
- Erste Dividende nach verdoppelter Ausschüttungsregel
- Rekordumsatz von 1,26 Milliarden Dollar 2025
- Silberproduktion bei La Encantada steigt 48 Prozent
- Angebotsdefizit am Silbermarkt wächst weiter
Am 12. Mai präsentiert First Majestic Silver seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Der Termin hat mehr Gewicht als üblich: Es ist die erste Ausschüttung unter der verdoppelten Dividendenpolitik — und der Silbermarkt liefert dafür einen ungewöhnlich starken Rückenwind.
Verdoppelte Dividende trifft auf Rekordkasse
Ab Januar 2026 zahlt das Unternehmen zwei Prozent des quartalsweisen Nettoumsatzes als Dividende — zuvor war es ein Prozent. Die erste Zahlung auf dieser Basis folgt im Mai. Wie hoch sie ausfällt, hängt direkt von den Q1-Erlösen ab.
Die finanzielle Ausgangslage ist solide. First Majestic schloss 2025 mit knapp 938 Millionen Dollar in der Kasse. Der Jahresumsatz erreichte mit 1,26 Milliarden Dollar einen Rekordwert. Im vierten Quartal übertrafen sowohl Umsatz als auch Gewinn je Aktie die Analystenerwartungen deutlich.
Produktion läuft im Plan
Operativ verlief das erste Quartal weitgehend wie geplant. Die vier mexikanischen Minen förderten 3,5 Millionen Unzen Silber und rund 34.300 Unzen Gold. Das entspricht etwa 26 Prozent des Jahreszielwerts bei Silber und 28 Prozent bei Gold.
Besonders La Encantada stach heraus: Die Mine steigerte ihre Silberproduktion um 48 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim Durchsatz legte das Unternehmen um zwölf Prozent zu. Zink, Blei und Kupfer wuchsen zweistellig.
Der leichte Rückgang beim Gesamtsilberoutput gegenüber Q1 2025 ist erklärbar. Das Management senkte den Cut-off-Grad als Reaktion auf höhere Metallpreise — ein bewusster Schritt, kein operatives Problem.
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Strukturelles Defizit stützt den Markt
Der Silbermarkt befindet sich im sechsten Jahr in Folge im Angebotsdefizit. Laut dem World Silver Survey 2026 des Silver Institute soll die Lücke 2026 auf 46,3 Millionen Unzen wachsen — 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Das globale Angebot schrumpft derweil leicht.
Physische Investitionen in Silber sollen um 20 Prozent auf 227 Millionen Unzen steigen. Nach drei schwachen Jahren kehren westliche Privatanleger zurück. Das stützt den Preis — trotz erwarteter Volatilität.
Bohrprogramm auf Hochtouren
Parallel zu den Finanzzahlen werden Anleger die Explorationsdaten im Blick haben. Im ersten Quartal bohrte First Majestic fast 66.000 Meter auf seinen mexikanischen Liegenschaften. Bis zu 27 Bohrgeräte waren gleichzeitig aktiv.
Das Unternehmen hat seine gemessenen und angezeigten Ressourcen zuletzt um über 50 Prozent auf mehr als 652 Millionen Silberäquivalent-Unzen ausgebaut. Ferner läuft ein Wiederanlaufplan für die Goldmine Jerritt Canyon — Produktion ist für die zweite Jahreshälfte 2027 geplant.
Die Aktie notiert aktuell bei 16,68 Euro und liegt damit rund 38 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Februar. Auf Jahressicht hat der Kurs seinen Wert mehr als verdreifacht. Ob die Q1-Zahlen am 12. Mai den Abstand zum Hoch wieder verkürzen, hängt vor allem davon ab, wie stark die Margen vom hohen Silberpreis profitiert haben.
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