Gold: Hält 4.700-Dollar-Marke
Gold notiert über 4.700 US-Dollar, gestützt durch Zentralbankkäufe, schwächeren Dollar und sinkende Renditen.

Kurz zusammengefasst
- Goldpreis über 4.700 Dollar gefestigt
- Zentralbanken kaufen strategisch zu
- Schwächerer Dollar stützt Edelmetall
- Charttechnisch noch keine Entwarnung
Gold startet mit Rückenwind in die neue Handelswoche. Der Preis hält sich wieder über der Marke von 4.700 US-Dollar je Feinunze. Dahinter steckt kein einzelner Treiber, sondern ein Mix aus Nahost-Hoffnungen, US-Daten und robuster Nachfrage durch Zentralbanken.
Zum Wochenschluss am Freitag lag Gold bei 4.720,40 US-Dollar. Auf Sicht von sieben Tagen steht ein Plus von 4,15 Prozent, seit Jahresanfang sind es 8,72 Prozent. Das zeigt: Die jüngste Erholung ist mehr als nur ein kurzer Ausschlag.
Zentralbanken bleiben der harte Anker
Der Schmuckmarkt liefert derzeit weniger Schwung. Hohe Preise bremsen die private Nachfrage, vor allem in preissensiblen Märkten. Für den Goldpreis ist das aber nur ein Teil der Geschichte.
Der institutionelle Sektor stützt den Markt weiter. Zentralbanken kaufen Gold strategisch zu, für das Gesamtjahr 2026 stehen bis zu 800 Tonnen im Raum. Viele Schwellenländer wollen ihre Reserven breiter aufstellen und unabhängiger vom US-Dollar werden.
Dieser Trend wirkt wie ein Puffer. Selbst wenn Anleger bei ETFs Gewinne mitnehmen, bleibt die physische Nachfrage von staatlicher Seite ein wichtiger Faktor. Genau das unterscheidet die aktuelle Lage von reinen Spekulationsphasen.
Dollar und Renditen helfen mit
Am Markt richtet sich der Blick weiter auf den Nahen Osten. Besonders die Straße von Hormus bleibt ein sensibler Punkt, weil dort wichtige Handelsrouten verlaufen. Hoffnung auf Fortschritte zwischen den USA und dem Iran hat zuletzt etwas Druck aus der Risikoprämie genommen.
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Für Gold zählt aber auch die Zinsseite. Sinkende Renditen bei US-Staatsanleihen und ein schwächerer Dollar machen das Edelmetall attraktiver. Gold wirft keine Zinsen ab, profitiert aber, wenn die Opportunitätskosten fallen.
Die US-Arbeitsmarktdaten für April lieferten dafür kein klares Gegensignal. Die Wirtschaft schuf 115.000 neue Stellen, die Arbeitslosenquote blieb bei 4,3 Prozent. Damit bekommt die Federal Reserve Spielraum, ohne sofort handeln zu müssen.
Technik bleibt gemischt
Charttechnisch ist das Bild noch nicht sauber bullisch. Gold liegt unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 4.774,90 US-Dollar. Der RSI von 49,8 signalisiert ebenfalls keinen überhitzten Markt.
Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt noch 13,39 Prozent. Damit bleibt Platz nach oben, aber auch der Respekt vor der vorherigen Korrektur. Die Volatilität von 22,97 Prozent zeigt, dass schnelle Bewegungen weiter dazugehören.
Kurzfristig zählt nun die Zone über 4.700 US-Dollar. Hält Gold dieses Niveau, rückt der Bereich um 4.850 US-Dollar als nächste Hürde näher. Fällt der Preis darunter, dürfte der Markt zuerst wieder auf Dollar, Renditen und Ölpreise schauen.
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