Lufthansa Aktie: 19,5 Prozent in 30 Tagen
Sinkende Kerosinkosten und politische Entspannung treiben die Lufthansa-Aktie über die 8,50-Euro-Marke.
Kurz zusammengefasst
- Aktie steigt um 2,19 Prozent
- Wichtige 8,50-Euro-Marke überschritten
- Hoffnung auf verlängerte Waffenruhe
- Operatives Defizit verringert sich
Sinkende Ölpreise und die Hoffnung auf eine politische Deeskalation treiben die Lufthansa-Aktie zum Monatsende an. Das Papier knackt dabei eine wichtige psychologische Marke. Anleger setzen auf sinkende Kosten und eine starke Reisesaison.
Die Aussicht auf eine verlängerte Waffenruhe im Iran-Krieg sorgt für Erleichterung an den Märkten. Davon profitiert der gesamte europäische Reisesektor. Parallel dazu geben die Rohölpreise spürbar nach.
Niedrigere Treibstoffkosten entlasten die Kostenstruktur der Lufthansa massiv. Kerosin ist der größte Ausgabeposten des Konzerns. Zwar hat das Management den Bedarf für das laufende Jahr weitgehend abgesichert. Günstigere Preise am Spotmarkt verbessern jedoch die Margen bei kurzfristigen Zukäufen.
Technischer Ausbruch gelungen
Im heutigen Handel kletterte die Aktie um 2,19 Prozent auf 8,50 Euro. Damit setzt sich das Papier weiter von seinem 52-Wochen-Tief bei 6,72 Euro ab. Innerhalb der letzten 30 Tage legte der Kurs um rund 19,5 Prozent zu.
Analysten werten das Überschreiten der 8,50-Euro-Marke als wichtiges Signal. Die Stimmung der Investoren hellt sich vor dem Sommergeschäft deutlich auf.
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Operative Verbesserung im Blick
Operativ zeigt die Kurve bereits nach oben. Im ersten Quartal 2026 verbesserte der Konzern sein bereinigtes EBIT auf minus 612 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum lag das Defizit noch bei 722 Millionen Euro.
Strategisch fokussiert sich der Vorstand auf die Integration von ITA Airways. Zudem erwartet der Konzern neue Langstreckenjets von Airbus und Boeing. Hohe Standortkosten in Deutschland bleiben derweil ein belastender Faktor.
Ob der Aufwärtstrend hält, hängt maßgeblich von der politischen Stabilität im Nahen Osten ab. Bleiben die Rohstoffpreise auf dem aktuellen Niveau, verbessert das die Aussichten für das Gesamtjahr. Die nächsten Impulse liefern die Quartalszahlen im kommenden Sommer.
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