Almonty Aktie: Russell-Aufstieg am Montag
Almonty Industries steigt in Russell-Indizes auf, was passive Fonds zu Käufen zwingt. Trotz Kurskorrektur bleibt der langfristige Trend intakt.

Kurz zusammengefasst
- Aufnahme in Russell 1000 und 3000
- Aktie im Korrekturmodus bei 23 CAD
- Molybdän-Projekt in Südkorea voran
- Umsatzplus von 221 Prozent im Q1
Am morgigen Montag beginnt für Almonty Industries eine neue Ära. Mit der Eröffnung der US-Börsen rückt das Unternehmen in die Indizes Russell 1000 und Russell 3000 auf. Das zwingt passive Fonds zum Kauf. Die Maßnahme trifft auf eine Aktie im Korrekturmodus.
Zuletzt geriet der Kurs unter Druck. Am Freitag schlossen die Papiere bei 23,00 Kanadischen Dollar. Auf Monatssicht steht ein Minus von rund 18 Prozent auf der Anzeigetafel. Damit notiert der Wert spürbar unter der 50-Tage-Linie.
Der langfristige Trend bleibt intakt. Auf Jahressicht verzeichnet Almonty ein Plus von 296 Prozent. Der Puffer zur 200-Tage-Linie bei 18,04 Dollar ist komfortabel. Der RSI-Indikator signalisiert aktuell keine überverkaufte Situation.
Molybdän als zweites Standbein
Parallel zum Index-Aufstieg treibt das Management die operativen Projekte voran. Im Fokus steht das Sangdong-Molybdän-Projekt in Südkorea. Die laufende Bohrkampagne soll historische Ressourcen bestätigen. Bislang hat das Team 37 Prozent der geplanten 26 Bohrlöcher absolviert.
Die ersten Ergebnisse zeigen ähnliche Gehalte wie frühere Bohrungen. Das Timing passt. Der Spotpreis für Molybdän kletterte im vergangenen Jahr um knapp 24 Prozent. Regierungen fordern private Unternehmen verstärkt zur Sicherung strategischer Metalle auf.
Wolfram-Produktion läuft an
Das Molybdän-Programm flankiert den Hochlauf der Wolfram-Mine in Sangdong. Die erste Phase produziert bereits. Die Anlage verarbeitet jährlich 640.000 Tonnen Erz zu 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat.
Für 2027 plant Almonty die zweite Ausbaustufe. Diese soll die Kapazitäten verdoppeln. Das Management spricht von der „Koreanischen Trinität“. Ziel ist eine vollständig integrierte Wertschöpfungskette für strategische Mineralien in Südkorea.
Quartalszahlen stützen den Kurs
Die fundamentale Basis für die Expansionspläne steht. Im ersten Quartal 2026 steigerte Almonty den Umsatz um 221 Prozent auf 25,4 Millionen US-Dollar. Das bereinigte EBITDA erreichte 6,1 Millionen Dollar.
Der operative Cashflow lag bei 9,7 Millionen Dollar. Unter dem Strich verblieb ein Nettoverlust von 5,3 Millionen Dollar. Dieser resultiert primär aus nicht-zahlungswirksamen Bewertungskosten durch den gestiegenen Aktienkurs.
Die Kassen sind prall gefüllt. Ende März verfügte das Unternehmen über liquide Mittel von knapp 260 Millionen Dollar.
Am morgigen Montag richtet sich der Blick auf das Handelsvolumen. Indexfonds müssen ihre Portfolios an die neue Russell-Zusammensetzung anpassen. Diese technischen Käufe treffen direkt zur Eröffnung auf den Markt. Hält die Unterstützung im Bereich von 23 Dollar, könnte der jüngste Abwärtstrend enden. Im weiteren Jahresverlauf rücken dann die verbleibenden Bohrergebnisse aus Südkorea in den Fokus.
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