Infineon Aktie: Deutsche Bank und Morgan Stanley heben Kursziele auf 90/91 Euro
Deutsche Bank und Morgan Stanley heben Kursziele für Infineon massiv an. Die Bank stockt zudem ihre Beteiligung auf über fünf Prozent auf.

Kurz zusammengefasst
- Deutsche Bank erhöht Ziel auf 90 Euro
- Morgan Stanley setzt Ziel auf 91 Euro
- Morgan Stanley baut Beteiligung aus
- Neue Produkte für kontaktloses Bezahlen
Die Infineon-Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten ihren Kurs mehr als verdoppelt. Jetzt legen die Analysten nach — und setzen die Messlatte noch höher.
Deutsche Bank und Morgan Stanley schrauben Ziele massiv hoch
Die Deutsche Bank hat ihr Kursziel am 28. Mai auf 90,00 Euro angehoben — von zuvor 70,00 Euro. Analyst Johannes Schaller begründete den Schritt mit positiven Signalen des Managements für die zweite Jahreshälfte. Infineon sei ein zentraler „KI-Enabler“: Die Leistungshalbleiter des Konzerns sind essenziell für die Energieeffizienz in KI-Rechenzentren.
Morgan Stanley zog nach und setzte das Kursziel auf 91,00 Euro — ein Sprung von zuvor 63,00 Euro. Die Einstufung bleibt „Overweight“. Die Analysten sehen Potenzial für Margensteigerungen, das über die bisherigen Prognosen für 2027 hinausgeht.
Morgan Stanley kauft sich gleichzeitig ein
Bemerkenswert: Morgan Stanley hat nicht nur das Kursziel erhöht. Eine Stimmrechtsmitteilung vom 29. Mai belegt, dass die Bank ihre Beteiligung an Infineon auf über fünf Prozent ausgebaut hat. Wer sein Kursziel anhebt und gleichzeitig Aktien kauft, hat offensichtlich Überzeugung.
Infineon selbst hat am 28. Mai zwei neue Produkte angekündigt: „SECORA™ Connect X“ und „SECORA™ Wallet“. Beide zielen auf gesicherte kontaktlose Zahlungen in Smart Wearables. Das treibt die Diversifizierung jenseits des Automobilsektors voran.
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Kurs auf Jahreshoch, Bewertung im Wandel
Die Aktie schloss am Freitag bei 81,81 Euro — ein neues 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresanfang hat das Papier um über 113 Prozent zugelegt. Seit dem Tief im September 2025 hat sich der Kurs mehr als verdoppelt.
Experten betonen, dass die aktuelle Bewertung zunehmend von langfristigen KI-Wachstumserwartungen getrieben wird. Das klassische Automobilgeschäft rückt in den Hintergrund.
Nächste Woche treffen Anleger auf weitere Gelegenheiten zur Einschätzung: Das Management nimmt am 2. und 3. Juni an der „BNP Paribas CEO Conference“ in Paris teil und ist auf der „BofA Global Tech Conference“ in San Francisco erwartet. Besonders im Fokus: die geplante Verschlankung der Unternehmensstruktur von vier auf drei Sparten.
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