Energiekontor Aktie: 455 Megawatt Eigenbestand
Energiekontor beendet Abwärtstrend trotz starkem Portfolioausbau. Analysten heben Kursziel auf 77 Euro an.

Kurz zusammengefasst
- Kurs erholt sich nach 19-prozentigem Verlust
- Eigenes Portfolio wächst auf 455 Megawatt
- Neue Solarparks mit 113 Megawatt geplant
- Warburg Research erhöht Kursziel auf 77 Euro
Starke operative Zahlen treffen auf eine schwache Kursentwicklung. Bei Energiekontor klaffen Realität und Marktstimmung derzeit deutlich auseinander. Der Wind- und Solarparkbetreiber baut sein eigenes Portfolio massiv aus. An der Börse erlebte der Titel zuletzt dennoch einen harten Korrekturmonat.
Charttechnik signalisiert Entspannung
Am gestrigen Montag zeigte der Kurs erste Lebenszeichen. Die Aktie schloss bei 37,90 Euro. Damit stoppte der Wert einen harten Abwärtstrend. Dieser vernichtete in den vergangenen 30 Tagen fast 19 Prozent an Wert.
Der Abstand zum gleitenden Durchschnitt der vergangenen 200 Handelstage schmilzt. Diese wichtige charttechnische Marke verläuft aktuell bei 38,18 Euro. Ein Ausbruch darüber könnte den Kurs entlasten.
Eigenbestand wächst zügig
Operativ liefert das Bremer Unternehmen verlässlich ab. Ende Mai ging der Windpark Holtumer Moor in Niedersachsen ans Netz. Die neue Anlage speist rund sieben Megawatt Leistung ein. Damit wächst das konzerneigene Portfolio auf 455 Megawatt.
Das ist nur der Anfang. Im weiteren Jahresverlauf starten zwei große Solarparks in Mecklenburg-Vorpommern. Sie bringen eine zusätzliche Leistung von 113 Megawatt. Der erzeugte Strom fließt über langfristige Verträge direkt an die Salzgitter Flachstahl GmbH. Bis zum Jahresende soll der Eigenbestand so auf über 560 Megawatt steigen.
Neue Regeln, höhere Kursziele
Rückenwind bringt ein neues Gesetz zur gemeinschaftlichen Stromnutzung. Seit Juni darf Energiekontor produzierten Strom lokal über das Verteilnetz vermarkten. Die Folge: lukrative Einnahmequellen. Hinzu kommt eine neue Baugenehmigung für einen weiteren Windpark in Brandenburg. Insgesamt summieren sich die genehmigten Projekte auf über ein Gigawatt Leistung.
Das Analysehaus Warburg Research hob das Kursziel kürzlich von 74 auf 77 Euro an. Die Experten bestätigen die Kaufempfehlung. Sie verweisen auf eine verbesserte Gewinnentwicklung.
Fokus auf Großbritannien
Für das laufende Jahr rechnet das Management mit einem Vorsteuergewinn zwischen 40 und 60 Millionen Euro. Die breite Spanne spiegelt regulatorische Unsicherheiten wider.
Das langfristige Ziel bleibt ambitioniert. Bis 2028 soll der Gewinn auf 120 Millionen Euro steigen. Der nächste wichtige Impuls kommt derweil aus dem Ausland. Energiekontor wartet auf eine anstehende Entscheidung zum britischen Stromnetz. Fällt diese positiv aus, fließen bald neue Projekte in die Pipeline.
Energiekontor-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Energiekontor-Analyse vom 30. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Energiekontor-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Energiekontor-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Energiekontor: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...