Die Aktie von Nebius legte am Mittwoch um 3,5 Prozent auf 107,44 Dollar zu – und das, obwohl die jüngsten Quartalszahlen enttäuschten. Das Handelsvolumen blieb mit 8,36 Millionen Stück unter dem Durchschnitt von 13,4 Millionen. Offenbar gewichten Investoren die massiven Fortschritte beim Infrastrukturausbau deutlich höher als kurzfristige Gewinnverfehlungen.
Quartalszahlen bleiben hinter Erwartungen zurück
Im vierten Quartal 2025 verbuchte das Unternehmen einen Verlust von 0,68 Dollar je Aktie. Analysten hatten mit einem geringeren Minus von 0,54 Dollar gerechnet. Auch beim Umsatz verfehlte Nebius die Erwartungen: 227,7 Millionen Dollar standen 246,05 Millionen Dollar Konsensschätzung gegenüber. Die Nettomarge erreichte 19,02 Prozent, die Eigenkapitalrendite fiel mit minus 11,70 Prozent negativ aus.
Für das Gesamtjahr 2025 erzielte Nebius Erlöse von 529,8 Millionen Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,40 Dollar und übertraf damit frühere Prognosen. Für 2026 erwarten Analysten derzeit einen Verlust von 1,10 Dollar je Aktie.
Rechenzentrumskapazitäten wachsen rasant
Entscheidend für die Kursentwicklung: Nebius übertraf das Ziel für aktive Rechenzentrumleistung deutlich und beendete 2025 mit 170 Megawatt. Bis Ende 2026 soll die Kapazität auf 800 Megawatt bis ein Gigawatt steigen. Die Investitionen dafür sind erheblich: Zwischen 16 und 20 Milliarden Dollar plant das Unternehmen für Kapitalausgaben ein. Die vertraglich gesicherte Stromversorgung wurde bereits auf über drei Gigawatt erhöht.
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Im Februar 2026 akquirierte Nebius das auf agentenbasierte Suche spezialisierte Unternehmen Tavily für geschätzt 275 bis 400 Millionen Dollar. Gleichzeitig kündigte der Konzern den Bau eines neuen Rechenzentrums in Birmingham, Alabama, an. Der Auftragsbestand übersteigt mittlerweile 20 Milliarden Dollar, abgesichert durch langfristige Verträge mit Hyperscalern bis 2031.
Analysten bleiben optimistisch
Analysten stufen die Aktie mehrheitlich mit „Moderate Buy“ ein. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 151,71 Dollar – deutlich über dem aktuellen Niveau. Auch institutionelle Investoren zeigen Interesse: BlackRock stockte seine Position auf rund 9,43 Millionen Aktien auf. Die Marktkapitalisierung beträgt derzeit 26,72 Milliarden Dollar. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 18,31 bis 141,10 Dollar.
Der Auftragsbestand von über 20 Milliarden Dollar und die rasche Skalierung der Infrastruktur dürften das Vertrauen der Investoren stützen. Die Quartalszahlen für das erste Quartal 2026 werden zeigen, ob sich die operativen Fortschritte auch in den Finanzkennzahlen niederschlagen.
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