Alphabet sichert sich gleich zwei strategische Erfolge: einen Milliarden-Deal mit Meta für KI-Infrastruktur und nach fast 20 Jahren endlich die Freigabe für hochpräzise Kartendaten in Südkorea. Beide Entwicklungen stärken die Position des Tech-Konzerns in Kernbereichen – doch die südkoreanische Genehmigung kommt mit strengen Auflagen.
Meta mietet KI-Chips im Milliardenwert
Google hat mit Meta eine mehrjährige Vereinbarung über die Vermietung von Tensor Processing Units (TPUs) abgeschlossen. Die Chips sollen beim Training künftiger KI-Modelle zum Einsatz kommen. Der Deal hat ein Volumen im Milliardenbereich und markiert eine der größten Infrastruktur-Kooperationen zwischen den beiden Konzernen.
Parallel laufen Gespräche über einen möglichen direkten Kauf von TPUs durch Meta. Ab 2027 könnte das soziale Netzwerk die Hardware in eigenen Rechenzentren betreiben. Das würde die Abhängigkeit von externen Cloud-Anbietern reduzieren und Meta mehr Kontrolle über die eigene KI-Entwicklung geben.
Der Zeitpunkt des Deals ist bemerkenswert: Am selben Tag schloss OpenAI eine Finanzierungsrunde über 110 Milliarden Dollar ab, unterstützt von Amazon, Nvidia und SoftBank. Die massiven Investitionen unterstreichen den Wettlauf um KI-Infrastruktur.
Kartendienst erhält Zugang zum südkoreanischen Markt
Nach knapp zwei Jahrzehnten hat Südkoreas Survey Data Overseas Transfer Council den Export hochpräziser Kartendaten im Maßstab 1:5.000 genehmigt. Damit kann Google Maps erstmals vollwertige Navigationsdienste in Echtzeit im Land anbieten. Der Zugang zu detaillierten Geodaten war die entscheidende technische Voraussetzung dafür.
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Google-Vizepräsident Cris Turner begrüßte die Entscheidung öffentlich. Die Freigabe erfüllt eine langjährige Forderung aus Washington und könnte den von Naver und Kakao dominierten lokalen Markt aufmischen. Choi Jin-mu, Geografie-Professor an der Kyung Hee University, sieht in der Genehmigung Fragen zur künftigen Marktkontrolle aufgeworfen.
Strenge Sicherheitsauflagen als Bedingung
Die Exportgenehmigung ist an harte nationale Sicherheitsvorgaben geknüpft. Google muss militärische und sensible Einrichtungen in Street View unkenntlich machen, darf für südkoreanisches Territorium keine Längen- und Breitengrade anzeigen und muss alle Rohdaten ausschließlich auf lokalen Servern über inländische Partnerunternehmen verarbeiten. Bei Verstößen wird die Genehmigung sofort widerrufen.
Die Auflagen schränken die operative Flexibilität ein, sichern aber den lange verwehrten Marktzugang. Für Alphabet öffnet sich damit ein weiterer wichtiger Markt für Cloud- und Mobilitätsdienste.
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