Broadcom: Alphabet-Finanzchefin Thuener übernimmt Juni

Der Chipkonzern bestätigt sein Management und stellt mit Amie Thuener eine neue Finanzvorständin ein. Sie soll das Wachstum im KI-Geschäft und die Integration von VMware steuern.

Dieter Jaworski ·
Broadcom Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Aktionäre bestätigen Vorstand und Vergütung
  • Neue Finanzchefin kommt von Google-Mutter Alphabet
  • Rekordumsatz durch starkes KI-Chipgeschäft
  • Aktie verzeichnet deutliches Jahresplus

Rekordumsätze, ein explodierender Aktienkurs und eine unaufgeregte Hauptversammlung. Bei Broadcom läuft das operative Geschäft aktuell nach Plan. Hinter den Kulissen vollzieht der Chipkonzern allerdings einen strategisch hochspannenden Wechsel an der Finanzspitze.

Auf der Hauptversammlung am 20. April sprachen die Aktionäre dem amtierenden Management ihr Vertrauen aus. Alle acht Direktoren, darunter CEO Hock E. Tan und Mitgründer Henry Samueli, wurden im Amt bestätigt. Die beiden Spitzenmanager erhielten dabei jeweils über 3,5 Milliarden Ja-Stimmen.

Auch die Vergütung der Führungsebene passierte das Votum, wenngleich rund ein Drittel der Stimmen dagegen ausfiel. PricewaterhouseCoopers bleibt derweil als Wirtschaftsprüfer für das laufende Geschäftsjahr an Bord.

Strategischer Wechsel im Finanzressort

Die eigentliche Weichenstellung betrifft die Finanzabteilung. Nach über einem Jahrzehnt gibt Kirsten M. Spears den Posten als Chief Financial Officer ab. Ihre Nachfolgerin Amie Thuener übernimmt Mitte Juni offiziell das Ruder. Zur Einarbeitung stößt sie bereits im Mai zum Unternehmen, während Spears noch neun Monate beratend zur Seite steht.

Thuener kommt direkt von Alphabet. Dort verantwortete sie seit 2018 als Vice President unter anderem das externe Berichtswesen. Diese Personalie entbehrt nicht einer gewissen Brisanz. Broadcom und Google haben erst kürzlich ihre Lieferverträge für KI-Chips und Netzwerkhardware bis ins Jahr 2031 ausgeweitet.

Marktbeobachter werten Thueners Erfahrung mit kapitalintensiven KI-Projekten als großen Vorteil. Sie muss künftig das Wachstum bei KI-Beschleunigern, die Investitionen in VMware-Software und die beträchtliche Schuldenlast des Konzerns ausbalancieren.

Starkes Fundament und heiß gelaufene Aktie

Den Rückenwind für diese Aufgaben liefert die aktuelle Bilanz. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete Broadcom einen Rekordumsatz von 63,9 Milliarden US-Dollar. Das Segment der KI-Halbleiter schoss dabei um 65 Prozent nach oben.

Diese Dynamik spiegelt sich eindrucksvoll auf dem Kurszettel wider. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet das Papier ein Plus von rund 128 Prozent. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 338,90 Euro notiert die Aktie nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Ein RSI-Wert von 70,1 signalisiert kurzfristig eine leicht überkaufte Situation.

Die fundamentale Story bleibt intakt. Analysten sehen Broadcom weiterhin als klaren Profiteur der steigenden Nachfrage nach maßgeschneiderten KI-Chips, sogenannten TPUs. Ob sich dieses operative Momentum nahtlos fortsetzt, zeigt sich Anfang Juni. Dann öffnet der Konzern die Bücher für das zweite Quartal.

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