Eigentlich hätte Leonardo heute Grund zum Feiern: Ein millionenschwerer Auftrag der britischen Regierung unterstreicht die technologische Relevanz des italienischen Rüstungskonzerns. Doch an der Börse weht den Italienern ein rauerer Wind entgegen. Während Investoren fundamentale Erfolge derzeit ignorieren, gerät die Aktie durch eine breite Umschichtung im Markt unter Druck.
Geopolitische Entspannung sorgt für Abflüsse
Der jüngste Kursrücksetzer hat weniger mit dem Unternehmen selbst zu tun, sondern ist das Resultat einer klassischen Sektor-Rotation. Auslöser war eine spürbare Entspannung im transatlantischen Handelsstreit: Nachdem US-Präsident Trump seine Drohungen bezüglich neuer Zölle gegen europäische Nationen zurückgenommen hat, schalteten die Märkte wieder auf den „Risk-on“-Modus.
Anleger zogen in der Folge Kapital aus defensiven Werten ab. Rüstungsaktien, die in Zeiten geopolitischer Unsicherheit oft als sicherer Hafen gelten, wurden zugunsten von zyklischen Branchen und Bankentiteln verkauft. Diese Dynamik belastete Leonardo spürbar. Mit einem Schlusskurs von 56,86 Euro am Donnerstag entfernte sich das Papier weiter von seinem 52-Wochen-Hoch bei 68,56 Euro und weist seit Jahresanfang nun ein Minus von über 5 Prozent auf.
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Strategischer Erfolg in Großbritannien
Fundamental sendet der Konzern jedoch positive Signale. Die britische Regierung bestätigte heute eine Investition von 453 Millionen Pfund zur Modernisierung der Eurofighter-Typhoon-Flotte. Leonardo übernimmt hierbei eine Schlüsselrolle: Gemeinsam mit BAE Systems wird das Unternehmen die Integration des neuen ECRS Mk2-Radars vorantreiben.
Diese Technologie gilt als kritisch für die moderne Luftkriegsführung, da sie es den Piloten ermöglicht, mehrere Ziele gleichzeitig zu erfassen und elektronische Gegenmaßnahmen einzuleiten. Für Leonardo bedeutet dieser Schritt nicht nur eine Festigung des Auftragsbestands, sondern auch eine Bestätigung der strategischen Bedeutung innerhalb der NATO-Verteidigungsarchitektur. Auch die Verschuldungssituation bleibt mit einem niedrigen Verhältnis von Schulden zu Eigenkapital entspannt.
Fokus auf die Quartalszahlen
Ob der operative Erfolg in Großbritannien ausreicht, um die kurzfristige Stimmung an der Börse zu drehen, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Technisch sucht die Aktie nach dem Bruch der 60-Euro-Marke derzeit nach einem Boden. Der nächste entscheidende Termin für Investoren steht bereits fest: Am 25. Februar 2026 wird der Konzern seine Geschäftszahlen präsentieren und damit den Blick wieder von der Geopolitik auf die bilanzielle Realität lenken.
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