TUI Aktie: Zweifelhaftes Terrain betreten?
TUI fasst seine operative Führung in einem neuen Mega-Ressort zusammen und verabschiedet zwei Vorstände. Trotz aktueller Buchungsdelle hält der Konzern an seiner Jahresprognose fest und plant eine Dividende.

Kurz zusammengefasst
- Neues operatives Kraftzentrum unter COO Marco Ciomperlik
- Vorausbuchungen für Sommer liegen unter Vorjahresniveau
- Plan für erste Dividendenausschüttung ab 2025
- Aktie verliert seit Jahresbeginn deutlich an Wert
Beim Reisekonzern bleibt kaum ein Stein auf dem anderen. TUI bündelt seine gesamte operative Macht in einem neuen Vorstandsressort und verabschiedet sich von zwei bisherigen Top-Managern. Ab Mai soll Marco Ciomperlik als Chief Operating Officer das Ruder übernehmen und die Effizienz massiv steigern.
Die neue Machtverteilung
Der Umbau greift tief in die Konzernstruktur ein. Zum 30. April räumen David Schelp und Peter Krueger ihre Posten. Ihre bisherigen Bereiche verschmelzen zu einem einzigen operativen Kraftzentrum. Ciomperlik, der bereits seit 2016 im Konzern ist und zuletzt die Airlines harmonisierte, verantwortet künftig dieses neue Mega-Ressort.
Konzernchef Sebastian Ebel zieht im Gegenzug die direkte Kontrolle über die Hotel- und Kreuzfahrt-Joint-Ventures an sich. Das Ziel der Neuaufstellung ist klar definiert. TUI will Kosten senken, globale Plattformen skalieren und verstärkt auf künstliche Intelligenz setzen.
Operativer Gegenwind drückt auf den Kurs
Der neue starke Mann im operativen Geschäft startet in einer anspruchsvollen Phase. Geopolitische Spannungen belasten die Flugrouten. Entsprechend liegen die Vorausbuchungen für den anstehenden Sommer rund zwei Prozent unter dem Vorjahr. Logistische Probleme erzwangen parallel dazu mehrere Absagen bei der „Mein Schiff“-Flotte.
An der Börse hinterlässt diese operative Unsicherheit Spuren. Seit Jahresanfang verlor das Papier rund 18 Prozent an Wert. Aktuell kämpft die Aktie bei 7,32 Euro vergeblich um den Anschluss an ihre 50-Tage-Linie.
Entschuldung ebnet Weg für Dividende
Finanzielle Stabilität liefert der Konzern auf der Bilanzseite. Die Nettoverschuldung sank im Jahresvergleich um fast ein Fünftel auf 1,3 Milliarden Euro. Diese Entschuldung öffnet den Weg für die Rückkehr zur regulären Gewinnausschüttung.
Für das Geschäftsjahr 2025 plant TUI eine Starter-Dividende von 0,10 Euro je Aktie. Ab 2026 fließen dann verbindlich 10 bis 20 Prozent des bereinigten Gewinns an die Aktionäre.
Trotz der jüngsten Buchungsdelle hält der Vorstand an seiner Jahresprognose fest. Erwartet wird ein operatives Gewinnwachstum von bis zu zehn Prozent.
Der erste Härtetest für die neue Struktur steht unmittelbar bevor. Am 13. Mai präsentiert TUI die Zahlen für das erste Halbjahr. Dann muss Ciomperlik bei seinem ersten Auftritt als operativer Gesamtverantwortlicher belegen, wie er die Volumenschwäche im entscheidenden Sommergeschäft ausgleichen will.
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