Der Getränkekonzern Coca-Cola erreichte gestern ein neues 52-Wochen-Hoch bei 71,45 US-Dollar. Während der breite Markt unter Zollsorgen und geopolitischen Spannungen leidet, zeigt sich die Aktie des Dividend Kings erstaunlich widerstandsfähig. Doch die Bewertung wirft Fragen auf.
Digitalisierung vorangetrieben, M&A-Pläne gestoppt
Coca-Cola treibt seine digitale Transformation voran. Zum 31. März 2026 wird ein neuer Chief Digital Officer ernannt, der die Modernisierung der Kundenansprache vorantreiben soll. Die strategische Neuausrichtung zielt darauf ab, Prozesse zu verschlanken und das Geschäftsmodell für die digitale Zukunft zu rüsten.
Gleichzeitig verkündete der Konzern das Ende der Verkaufspläne für die Tochter Costa Coffee. Die eingegangenen Gebote lagen deutlich unter den Erwartungen. Statt eines Notverkaufs behält Coca-Cola die Kaffeekette nun im Portfolio – ein Signal, dass das Management lieber auf langfristige Wertentwicklung setzt als auf schnelles Geld.
Barclays bekräftigte seine positive Einschätzung zur Aktie. Der Analystenkonsensus sieht ein durchschnittliches Kursziel von 79,33 US-Dollar, was einem Aufwärtspotenzial von rund 10 Prozent entspricht.
Bewertung gespalten, Insider verkaufen
Die fundamentale Einordnung fällt ambivalent aus. Mit einem KGV von 23,8 liegt die Aktie deutlich über dem Branchenschnitt von 17,8 und auch über dem geschätzten fairen Wert von 22,6. Nach klassischen Kennzahlen erscheint Coca-Cola überbewertet.
Discounted-Cash-Flow-Modelle zeichnen hingegen ein anderes Bild: Sie ermitteln einen fairen Wert von 89,02 US-Dollar – die Aktie wäre demnach um etwa 19 Prozent unterbewertet.
Bei Insidern überwiegen die Verkäufe. In den vergangenen 90 Tagen trennten sich mehrere Führungskräfte von Anteilen. EVP Manuel Arroyo verkaufte knapp 140.000 Aktien, EVP Nancy Quan gab über 31.000 Titel ab, beide im Bereich von 70 bis 71 US-Dollar. Institutionelle Investoren zeigen sich uneinheitlich: Vest Financial LLC stockte seinen Anteil um 8,4 Prozent auf.
Defensive Klasse in volatilen Zeiten
Coca-Cola profitiert von seiner Rolle als defensiver Anker. Mit 63 Jahren ununterbrochener Dividendenerhöhungen und einer aktuellen Rendite von 2,83 Prozent zieht die Aktie Kapital an, das Stabilität sucht. Während der S&P 500 zu Wochenbeginn unter Halbleiter-Volatilität und Zollängsten über zwei Prozent verlor, hielt sich Coca-Cola stabil.
Am 10. Februar 2026 legt der Konzern die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 0,56 US-Dollar bei Erlösen von 12,04 Milliarden US-Dollar. Ein Ausbruch über die Marke von 74 US-Dollar könnte die optimistischen DCF-Modelle bestätigen.
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