Valneva: Frazier verdoppelt Stake auf 4 Prozent
Valneva platziert 16 Mio. Aktien bei Spezialfonds. Die Mittel fließen in die klinische Pipeline und die Kapitaldecke.

Kurz zusammengefasst
- Kapitalspritze von 84 Millionen Euro
- Ausgabe von 16 Millionen Aktien
- Frazier Life Sciences verdoppelt Anteil
- Mittel für klinische Studien vorgesehen
Die Valneva-Aktie notiert auf einem 52-Wochen-Tief, fast 40 Prozent ihres Wertes haben sich seit Jahresbeginn in Luft aufgelöst. Genau in dieser Schwächephase sichert sich der Impfstoffentwickler eine dringend benötigte Finanzspritze. Eine Gruppe spezialisierter Biotech-Investoren pumpt 84 Millionen Euro in das Unternehmen.
Im Rahmen einer Privatplatzierung gibt Valneva knapp 16 Millionen neue Aktien aus. Der Ausgabepreis liegt bei 2,33 Euro je Papier und damit exakt auf dem Niveau des aktuellen Börsenkurses. Jeder neuen Aktie ist ein Optionsschein beigefügt.
Spezialfonds stocken auf
Angeführt wird die Finanzierungsrunde von Frazier Life Sciences. Der bestehende Investor verdoppelt seinen Anteil an dem Impfstoffhersteller auf vier Prozent. Flankiert wird er von neuen Geldgebern wie TCGX, Deep Track Capital und Cormorant Asset Management. Die frischen Mittel fließen zur Hälfte in die klinische Entwicklung der Impfstoff-Pipeline. Der Rest stärkt das operative Geschäft und die allgemeine Kapitaldecke.
Hinter Valneva liegen turbulente Monate. Bei dem gemeinsam mit Pfizer entwickelten Borreliose-Impfstoff verfehlte das Unternehmen kürzlich ein Kriterium der Phase-3-Studie, da die Infektionsraten im Testgebiet niedriger ausfielen als erwartet. Pfizer plant dennoch, die Zulassung zu beantragen.
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Schwerer wog im vergangenen Jahr der Rückschlag beim Chikungunya-Vakzin Ixchiq. Nach einer temporären Aussetzung der Lizenz durch die US-Gesundheitsbehörde FDA musste Valneva seine Umsatzprognose kappen. Die Rückzahlung eines dreistelligen Millionen-Kredits wurde daraufhin verschoben.
Quartalszahlen im Fokus
An der Börse spiegelt sich diese Unsicherheit wider. Die Aktie beendete den Freitagshandel bei 2,31 Euro. Der Abstand zur langfristigen 200-Tage-Linie ist auf über 40 Prozent angewachsen, die Volatilität des Papiers bleibt extrem hoch.
Am kommenden Mittwoch, den 6. Mai, legt das Management die Zahlen für das erste Quartal vor. Dann müssen Vorstand und Entwicklungsleiter den genauen Zeitplan für die nächsten klinischen Meilensteine der Pipeline präsentieren.
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