Siemens: Roboter reduziert Entwicklung auf sieben Monate
Siemens präsentiert erfolgreiche Testphase mit autonomen Humanoid-Robotern in Erlangen und konkretisiert Pläne zur Abspaltung des Medizintechnikgeschäfts Healthineers.

Kurz zusammengefasst
- Autonomer Roboter bewältigt Logistikaufgaben im Dauerbetrieb
- Prototypenentwicklung in nur sieben Monaten abgeschlossen
- Geplante Abspaltung von 30 Prozent der Healthineers-Anteile
- Endgültige Zustimmung der Steuerbehörden steht noch aus
Acht Stunden Dauerbetrieb, 60 Container pro Stunde, 90 Prozent Erfolgsquote — Siemens hat auf der Hannover Messe 2026 konkrete Zahlen aus einem Praxistest vorgelegt, der zeigt, wie nah die vollautomatisierte Fabrik tatsächlich ist.
Im Elektronikwerk Erlangen setzte Siemens gemeinsam mit dem britischen Unternehmen Humanoid und NVIDIA den humanoiden Roboter HMND 01 Alpha ein. Der Roboter übernahm autonom Logistikaufgaben: Behälter aufnehmen, transportieren, platzieren — alles ohne menschlichen Eingriff. Das Erlanger Werk fungiert dabei als sogenanntes „Customer Zero“, also als internes Testgelände, bevor Siemens die Technologie Kunden anbietet.
Sieben Monate statt zwei Jahre
Bemerkenswert ist nicht nur das Ergebnis, sondern der Weg dorthin. Humanoid verkürzte die Prototypenentwicklung von branchenüblichen 18 bis 24 Monaten auf rund sieben Monate — möglich durch simulationsbasiertes Training, bei dem der Roboter zunächst in einer virtuellen Umgebung lernte, bevor er physisch eingesetzt wurde. NVIDIA lieferte die KI-Infrastruktur, Siemens die Integrationsschicht über sein Xcelerator-Portfolio: Digital Twin, Steuerungen, Flottenmanagement und industrielle Kommunikationsnetze.
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Einen Zeitplan für einen breiteren Rollout nannten die Unternehmen nicht.
Healthineers-Abspaltung wartet auf Steuerbehörden
Parallel zur Hannover Messe verdichteten sich die Pläne zur Konzernumstrukturierung. Siemens bereitet die Abspaltung seiner Healthineers-Anteile vor: Auf der ordentlichen Hauptversammlung im Februar 2027 sollen Siemens-Aktionäre 30 Prozent der Healthineers-Aktien direkt ins Depot gebucht bekommen. Bisher hält Siemens 67 Prozent — die Mehrheit würde damit abgegeben.
Der entscheidende Vorbehalt: Die Finanzbehörden haben dem Vorgehen nach deutschem Umwandlungsgesetz noch nicht zugestimmt. Ohne steuerliche Unbedenklichkeit bleibt der Zeitplan offen. Separierungs- und Klärungsprozess seien laut Siemens weit fortgeschritten, eine endgültige Bestätigung stehe jedoch noch aus.
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