Deutsche Bank: 17 Siege bei Triple A Awards
Die Deutsche Bank veröffentlicht am 29. April ihre Quartalszahlen, während der Dividendenabschlag ansteht. Analysten erwarten Erlöse bis zu 8,5 Milliarden Euro.

Kurz zusammengefasst
- Quartalszahlen am 29. April erwartet
- Dividendenabschlag fällt zeitgleich
- Chartbild zeigt technische Schwäche
- Selbstanzeige wegen Sanktionsverstößen
Morgen öffnet die Deutsche Bank die Bücher — und gleichzeitig fällt der Dividendenabschlag. Für die Aktie ist das eine ungewöhnliche Konstellation.
Chartbild unter Druck
Die Aktie notiert aktuell bei 27,32 Euro, knapp 19 Prozent unter dem Jahreshoch von 33,81 Euro Anfang Januar. Der Kurs liegt rund neun Prozent unter der 200-Tage-Linie und hat zuletzt ein Death-Cross ausgebildet — die kurzfristige gleitende Durchschnittslinie kreuzte die langfristige nach unten. Das Chartbild bleibt damit belastet, auch wenn die Aktie auf Sicht von zwölf Monaten noch deutlich im Plus steht.
Quartalszahlen am 29. April
Analysten erwarten für das erste Quartal 2026 Erlöse zwischen 8,3 und 8,5 Milliarden Euro. Der Nettogewinn soll bei rund 1,9 Milliarden Euro liegen. Besonders das Investmentbanking steht im Blick: Im Vorjahreszeitraum steuerte die Sparte 3,4 Milliarden Euro bei. Unter den aktuell schwierigen Marktbedingungen ist das eine hohe Messlatte.
Parallel entscheidet die US-Notenbank über den Leitzins. Die Ökonomen der Deutschen Bank selbst rechnen 2026 mit keiner einzigen Zinssenkung mehr in den USA — ölgetriebene Inflation und ein robuster Arbeitsmarkt lassen der Fed kaum Spielraum.
Für das Gesamtjahr hält der Vorstand an seinen Zielen fest. Rund 33 Milliarden Euro Erlöse sind geplant, die Kostenquote soll unter 65 Prozent bleiben.
Kapitalrückgaben und ein Wermutstropfen
Auf der Ausschüttungsseite hat die Bank zuletzt geliefert. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor — rund 50 Prozent mehr als die 0,68 Euro des Vorjahres. Zusammen mit dem laufenden Aktienrückkauf von einer Milliarde Euro summieren sich die Kapitalausschüttungen für die Jahre 2021 bis 2025 auf 8,5 Milliarden Euro. Das ursprüngliche Ziel lag bei 8,0 Milliarden Euro.
Belastend wirkt eine Selbstanzeige wegen möglicher Sanktionsverstöße. Es geht um Privatkundenkonten von Inhabern mit russischem oder belarussischem Pass, deren Depotwerte die gesetzliche Obergrenze von 100.000 Euro überschritten hatten — oft weil Wertpapiere schlicht an Wert gewannen. Die Bank hat den Vorgang proaktiv gemeldet und eine interne Task Force eingerichtet. Regulatorisch gilt eine proaktive Meldung in der Regel als strafmildernd.
Hinzu kommt eine Auszeichnung im Transaction Banking: Bei den The Asset Awards sicherte sich die Bank den Titel „Best Treasury and Cash Management Bank in APAC“ — bereits die zweite größere Ehrung in der Region in diesem Jahr nach 17 Siegen bei den Triple A Awards im Februar.
Die Quartalszahlen am 29. April werden zeigen, ob das operative Geschäft mit dem starken Ausschüttungsversprechen Schritt hält.
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