Der Deutsche Bundestag hat den Weg für die Beschaffung moderner „Kamikaze-Drohnen“ geebnet und damit milliardenschwere Budgets freigegeben. Während erste Konkurrenten bereits Zuschläge erhielten, deutet alles darauf hin, dass Rheinmetall in Kürze nachziehen wird. Parallel dazu sorgen Spekulationen um eine strategische Übernahme im Raumfahrtsektor und neue Waffensysteme für Bewegung vor den anstehenden Jahreszahlen.
Warteschlange für Milliarden-Budget
Der Haushaltsausschuss des Bundestags gab am gestrigen Mittwoch grünes Licht für die Anschaffung sogenannter „Loitering Munitions“. Zwar gingen die ersten Verträge über rund 540 Millionen Euro zunächst an die Wettbewerber Helsing und Stark Defence, doch Rheinmetall dürfte zeitnah profitieren. Wie das Fachmagazin Defense News berichtet, soll ein entsprechender Vertrag für das Rheinmetall-System FV-014 innerhalb weniger Wochen zur Abstimmung vorgelegt werden.
Die Konditionen erscheinen lukrativ: Es geht um identische Vertragswerke mit Optionen von bis zu einer Milliarde Euro pro Anbieter. Der SPD-Haushaltspolitiker Andreas Schwarz betonte den politischen Willen zur Gleichbehandlung der Hersteller. Rheinmetall hatte sein System, das über eine Reichweite von 100 Kilometern verfügt, erst Mitte Februar erfolgreich einem NATO-Kunden demonstriert. Die Bundeswehr plant eine Beschaffung im fünfstelligen Stückzahlbereich, wobei die „Brigade Litauen“ ab 2027 als erster Verband ausgerüstet werden soll.
Technologie-Offensive und Übernahme-Fantasie
Neben dem potenziellen Drohnen-Auftrag trieb der Düsseldorfer Konzern auf der gestern beendeten Enforce Tac 2026 in Nürnberg seine Produktpalette voran. Zu den Premieren gehörten ein neuer Raketenjagdpanzer („Fuchs JAGM“) und ein automatischer Schultergranatwerfer. Diese Neuvorstellungen unterstreichen den Anspruch, das Produktportfolio jenseits klassischer Munition und Panzerfahrzeuge zu diversifizieren.
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Zusätzliche Spannung bringt ein möglicher Bieterkampf um den Laserkommunikations-Spezialisten Mynaric. Berichten von SpaceNews zufolge erwägt Rheinmetall ein Gegenangebot zur geplanten Übernahme durch den US-Konzern Rocket Lab. Eine solche „nationale Lösung“ könnte kritische Technologie in Deutschland halten, da das Bundeswirtschaftsministerium den Verkauf an die Amerikaner bislang nicht genehmigt hat.
Kursentwicklung und Ausblick
Am Markt reagieren Anleger derzeit abwartend auf die Gemengelage aus politischen Entscheidungen und anstehenden Bilanzdaten. Die Aktie notiert heute leicht leichter bei 1.674,00 Euro (-0,80 Prozent). Trotz der aktuellen Konsolidierung verzeichnet das Papier seit Jahresanfang ein Plus von 4,53 Prozent.
Der Fokus richtet sich nun auf den 11. März. An diesem Datum präsentiert Rheinmetall nicht nur die finalen Zahlen für das vierte Quartal, sondern auch das Gesamtjahresergebnis 2025. Das Management hatte zuletzt ein Umsatzwachstum von bis zu 35 Prozent im Verteidigungsgeschäft in Aussicht gestellt. Sollte bis dahin auch die Tinte unter dem Drohnen-Vertrag der Bundeswehr trocken sein, wäre die Auftragspipeline für das laufende Jahr weiter gefestigt.
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