Evotec Aktie: Horizon-Programm läuft planmäßig
Evotec meldet Fortschritte bei Horizon und Forschungsprojekten, während die Aktie 47 Prozent verliert und nahe dem 52-Wochen-Tief notiert.

Kurz zusammengefasst
- Horizon-Programm verläuft nach Plan
- Aktie verliert seit Jahresbeginn 47 Prozent
- Neue Bezugsaktien erhöhen Stimmrechtszahl
- Phase-I-Studie zu JST-018 gestartet
Der Wirkstoffforscher Evotec versucht nach monatelangen Kursrückgängen wieder Vertrauen am Kapitalmarkt aufzubauen. Am Freitag äußerte sich Finanzchefin Claire Hinshelwood auf der Morgan Stanley Global Healthcare Conference zur geschäftlichen Lage des Unternehmens.
Medienberichten zufolge betonte die Managerin, dass sich die operativen Indikatoren in die richtige Richtung entwickelten. Das Sparprogramm mit dem Namen Horizon verlaufe planmäßig, während die Deal-Pipeline des Konzerns weiterhin als robust eingestuft werde.
Bereits am Mittwoch hatte Evotec auf der 24. Auflage der Konferenz sein Geschäftsmodell präsentiert. Vollständige neue Finanzkennzahlen legte die Unternehmensführung dabei zwar nicht vor. Die Aussagen unterstreichen das Bestreben der Führung, die operative Entwicklung zu stabilisieren und die Kostenbasis neu auszurichten.
An der Börse spiegelte sich dieser Optimismus zuletzt allerdings kaum wider. Die Evotec-Aktie beendete den Handel am Freitag bei 2,90 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von 47 Prozent. Damit notiert der Titel mit einem Abstand von 4,5 Prozent weiterhin in direkter Reichweite seines 52-Wochen-Tiefs.
Kapitalstruktur und operative Partnerschaften
Neben der Umsetzung des Sparprogramms gab es Veränderungen in der Kapitalausstattung des Hamburger Wirkstoffforschers. Nach der Ausgabe von Bezugsaktien stieg die Gesamtzahl der Stimmrechte auf 177.909.968 an. Diese Maßnahme war zum 9. September wirksam geworden und erweiterte die bestehende Aktienbasis des Konzerns.
Auf operativer Ebene treibt das Unternehmen parallel seine wissenschaftlichen Projekte voran. So startete die Tochter Just – Evotec Biologics eine klinische Phase-I-Studie für den Antikörpercocktail JST-018 gegen Orthopoxviren im Rahmen eines US-Verteidigungsprogramms.
Zudem vereinbarten Evotec und Plectonic Biotech vor gut drei Wochen eine Forschungskooperation zur Untersuchung T-Zell-vermittelnder Ansätze gegen solide Tumoren. Evotec bringt dabei seine BiTco-Plattform ein, während der Partner die LOGIBODY-Technologie beisteuert.
Ob die Fortschritte bei den Kooperationen und das Horizon-Programm eine nachhaltige Erholung ermöglichen, hängt nun an der weiteren finanziellen Umsetzung. Anleger werden die kommenden Geschäftsberichte genau darauf prüfen, ob sich die Zuversicht des Managements auch in belastbaren Zahlen niederschlägt.
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