Airbus Aktie: Pratt & Whitney vertragsbrüchig seit März
Airbus kürzt Ausgaben drastisch, kämpft mit Lieferkettenproblemen und hält an Jahresziel von 870 Auslieferungen fest.

Kurz zusammengefasst
- Budgetkürzungen für Berater und Reisen
- Auslieferungen im ersten Quartal eingebrochen
- Streit mit Triebwerkshersteller Pratt & Whitney
- Rüstungssparte erhält Milliardenauftrag aus Italien
Auftragsbücher quellen über, aber die Werkshallen leeren sich zu langsam. Airbus reagiert auf einen holprigen Start ins Jahr 2026 mit einem strikten Sparkurs. Das Management kürzt die Budgets für externe Berater, Geschäftsreisen und Firmenevents drastisch. Die nicht-essenziellen Ausgaben sollen um zehn Prozent unter das Niveau von 2025 sinken.
Lieferketten unter Druck
Die Maßnahme folgt auf ein enttäuschendes erstes Quartal. Die Auslieferungen brachen im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent ein. Dennoch hält der Vorstand an seinem ambitionierten Jahresziel fest. Rund 870 Flugzeuge sollen bis Ende 2026 an Kunden übergeben werden.
Hinter den Verzögerungen stecken massive operative Hürden. Airbus wirft dem Triebwerkshersteller Pratt & Whitney vor, seit März vertragsbrüchig zu sein. Wegen anhaltender Triebwerksengpässe bei der A320neo-Familie fordert der Flugzeugbauer nun offenbar Entschädigungen. Parallel dazu bremsen fehlerhafte Rumpfteile eines spanischen Zulieferers die Produktion.
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Rüstungssparte und strategische Neuausrichtung
Während das zivile Geschäft stottert, meldet die Rüstungssparte Erfolge. Italien bestellte sechs A330-Tankflugzeuge für rund 1,6 Milliarden US-Dollar. Um die steigende Nachfrage zu bedienen, plant Airbus Ende 2027 ein neues Umrüstungszentrum in Sevilla. Im gleichen Schritt deutet CEO Guillaume Faury beim europäischen Kampfflugzeugprojekt FCAS einen Strategiewechsel an. Wegen anhaltender Führungsstreitigkeiten mit Dassault Aviation steht nun ein Ansatz mit zwei separaten Kampfjets im Raum.
An der Börse hinterlassen die industriellen Engpässe deutliche Spuren. Die Airbus-Aktie rutschte am Mittwoch auf 41,60 Euro ab. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf rund 15 Prozent. Der extrem niedrige RSI-Wert von knapp 11 signalisiert einen massiv überverkauften Zustand. Eine erste operative Entlastung steht bereits im Kalender. Das Management rechnet damit, die technischen Probleme mit den spanischen Rumpfteilen bis Ende Juni zu lösen.
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