Xiaomi Aktie: SUV YU7 startet am 21. Mai
Steigende Chipkosten und hohe EV-Verluste belasten Xiaomis Quartalsergebnis deutlich. Der Aktienkurs reagiert mit Abschlägen.

Kurz zusammengefasst
- Bereinigter Nettogewinn sinkt um 43 Prozent
- Smartphone-Marge durch Chipkosten unter Druck
- EV-Sparte wächst, bleibt aber verlustreich
- Neues SUV-Modell YU7 als Hoffnungsträger
Starke Nachfrage, schwache Zahlen — bei Xiaomi klaffen Wachstumsambitionen und Profitabilität gerade weit auseinander. Der Konzern hat die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vorgelegt. Das Bild ist ernüchternd.
Chip-Kosten fressen Margen auf
Der bereinigte Nettogewinn brach um 43 Prozent auf 6,1 Milliarden RMB ein. Der Umsatz sank um knapp 11 Prozent auf 99,1 Milliarden RMB. Haupttreiber ist der Preisanstieg bei Speicherchips. Er drückt die Bruttomarge im Kernsegment „Smartphone × AIoT“ auf 22,5 Prozent.
Analysten rechnen damit, dass dieser Kostendruck bis weit in das Jahr 2027 anhält. Xiaomi reagiert mit einer Premiumstrategie: Der durchschnittliche Verkaufspreis für Smartphones kletterte auf einen Rekordwert von 1.310 RMB. Mit 33,8 Millionen ausgelieferten Einheiten bleibt das Unternehmen weltweit die Nummer drei — zum 23. Mal in Folge.
EV-Sparte: Wachstum auf Kosten der Profitabilität
Das Elektrofahrzeug-Geschäft wächst, schreibt aber rote Zahlen. Xiaomi lieferte im Quartal knapp 81.000 Fahrzeuge aus, 6,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Segmentumsatz stieg auf 19,9 Milliarden RMB. Der operative Verlust im Bereich „Smart EV und AI“ lag bei 3,1 Milliarden RMB.
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Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben des Konzerns stiegen um 33 Prozent auf 9,0 Milliarden RMB. Hinzu kommen 490 Vertriebszentren in 143 Städten. Das kostet — und der Smartphone-Gewinn muss es auffangen.
SUV-Start und der lange Weg zur Rentabilität
Am 21. Mai startete das neue SUV-Modell YU7 in zwei Versionen. Die Verkaufszahlen fließen erst in künftige Berichte ein. Klar ist: Der Erfolg des YU7 ist für Xiaomi der Schlüssel zur Profitabilität in der Automobilsparte.
Mittelfristig plant der Konzern den Eintritt in den europäischen EV-Markt für die zweite Jahreshälfte 2027. Rechtslenker-Märkte folgen 2028. In Hongkong gab die Aktie nach Veröffentlichung der Zahlen um rund drei Prozent nach — ein Signal, dass Investoren die Lücke zwischen Wachstumsstory und aktuellen Ergebnissen zunehmend kritisch bewerten.
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