Nvidia Aktie: China-Geschäft gestoppt

Nvidia hat die Produktion seiner H200-Chips für den chinesischen Markt eingestellt. Der Grund: Das Unternehmen rechnet nicht mehr mit nennenswerten Verkäufen in die Volksrepublik. Stattdessen verlagert der KI-Chipriese seine Kapazitäten auf die nächste Generation – die Vera-Rubin-Plattform. Die Entscheidung fällt nur wenige Tage nach Rekordergebnissen für das abgelaufene Geschäftsjahr.

H200: Keine Umsätze trotz Genehmigung

Laut einem Bericht der Financial Times hat Nvidia den Auftragsfertiger TSMC angewiesen, die Produktionskapazitäten von H200-Chips auf Hardware der kommenden Vera-Rubin-Generation umzustellen. Obwohl US-Präsident Trump im Januar signalisiert hatte, Nvidia könne seinen zweitstärksten Chip nach China verkaufen, blieb das Geschäft aus.

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Finanzvorständin Colette Kress bestätigte im jüngsten Earnings Call: „Obwohl die US-Regierung kleine Mengen an H200-Produkten für chinesische Kunden genehmigt hat, haben wir bislang keinen Umsatz erzielt. Und wir wissen nicht, ob Importe nach China überhaupt zugelassen werden.“ Nvidia kalkuliert in seinem aktuellen Ausblick keine Rechenzentrum-Umsätze aus China ein.

Die Hintergründe sind politischer Natur: Sowohl in Peking als auch in Washington erwarten die Kalifornier zusätzliche regulatorische Hürden, die Geschäfte blockieren könnten.

Rekordjahr trotz China-Flaute

Die Absage an den chinesischen Markt fällt in eine Phase außergewöhnlicher Stärke. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (endete am 25. Januar) erzielte Nvidia einen Umsatz von 68,1 Milliarden Dollar – ein Plus von 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das Gesamtjahr summierte sich der Erlös auf 215,9 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 65 Prozent entspricht.

Verantwortlich für das Wachstum ist fast ausschließlich das Rechenzentrum-Geschäft: 193,7 Milliarden Dollar Umsatz in diesem Segment, verglichen mit 15 Milliarden im Geschäftsjahr 2023. Die Bruttomarge lag bei 71 Prozent, der Nettogewinn bei 120,1 Milliarden Dollar. Nvidia kaufte zudem Aktien im Wert von 40,1 Milliarden Dollar zurück.

GTC-Konferenz als nächster Katalysator

Vom 16. bis 19. März findet in San Jose die viertägige GTC-Konferenz statt. Investoren und Entwickler erwarten vor allem die Keynote von CEO Jensen Huang am 16. März. Im Fokus stehen Updates zu KI-Chips, Systemarchitekturen und Software – insbesondere zur Vera-Rubin-Plattform, die noch in diesem Jahr auf den Markt kommen soll.

Nvidia hat zudem neue Partnerschaften mit den Optikherstellern Coherent und Lumentum angekündigt, um Hochgeschwindigkeitsverbindungen in KI-Rechenzentren zu verbessern.

Ausblick: Wachstum beschleunigt sich weiter

Für das laufende erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 prognostiziert Nvidia einen Umsatz von rund 78 Milliarden Dollar – ein erneuter Anstieg gegenüber dem Vorquartal. Das Umsatzwachstum hat sich bereits zwei Quartale in Folge beschleunigt, dieser Trend soll sich fortsetzen.

Grand View Research schätzt, dass der Markt für Rechenzentrum-GPUs bis 2033 jährlich um 35 Prozent wachsen wird. Nvidias Großkunden wie Microsoft und Amazon planen allein in diesem Jahr Investitionen von über 650 Milliarden Dollar. Die strukturelle Nachfrage bleibt intakt – auch ohne China.

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