Partners Group Aktie: Cagnati und Jenkner teilen sich CEO-Posten
Partners Group erwägt einen 800-Millionen-Euro-Fonds für bestehende Private-Credit-Kredite, während Aktie und Ertragsausblick belastet bleiben.

Kurz zusammengefasst
- Fortführungsfonds mit 800 Millionen Euro geprüft
- Anleger können Engagements übertragen oder beenden
- Partners-Group-Aktie verliert 39 Prozent
- Performance-Erlöse nur bei 20 bis 25 Prozent
Der Schweizer Vermögensverwalter Partners Group lotet neue Wege im Umgang mit bestehenden Kreditportfolios aus. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag berichtete, prüft das Unternehmen die Auflage eines Fortführungsfonds mit einem Gesamtvolumen von rund EUR 800 Millionen. Über dieses Vehikel sollen Private-Credit-Kredite aus bestehenden Fonds übernommen und über einen längeren Zeitraum gehalten werden.
Das Vorhaben soll den bisherigen Anlegern zusätzliche Optionen bei ihren Engagements eröffnen. Laut Bloomberg erhalten die Investoren dabei die Wahl, ihr eingesetztes Kapital in das neue Anlagevehikel zu übertragen oder ihre Positionen aufzulösen und auszusteigen. Auf diese Weise kann Partners Group die Kreditengagements über die reguläre Fondslaufzeit hinaus weiterführen, ohne dass einzelne Positionen vorzeitig veräußert werden müssen.
Kurs bleibt auf Jahressicht belastet
An den Finanzmärkten sorgten die Überlegungen zum Wochenausklang für wenig Erleichterung. Am Freitag schloss die Aktie von Partners Group mit einem leichten Abschlag von 1,0 Prozent bei 648,60 Euro. Seit Beginn des laufenden Jahres beläuft sich der Kursverlust damit auf 39 Prozent, womit der Titel weiterhin unter spürbarem Druck steht.
Umbau an der Konzernspitze
Die aktuellen Überlegungen fallen in eine Phase umfassender personeller Weichenstellungen. Vor rund zwei Wochen meldete Partners Group eine Rotation im Executive Team. Konzernchef David Layton wird zum 01.01.2027 aus dem operativen Führungsgremium ausscheiden und die Funktion des Chief Investment Officer übernehmen. Die Führung des Hauses teilen sich künftig Roberto Cagnati und Juri Jenkner gemeinsam als Co-CEOs.
Gedämpfter Ausblick auf Erträge
Zuvor hatte das Unternehmen vor gut drei Wochen seine Geschäftszahlen für das erste Halbjahr vorgelegt. Zwar entwickelten sich die Management-Erlöse im Einklang mit den verwalteten Vermögen, doch dämpfte der Ausblick auf das Gesamtjahr die Stimmung. Bei den Performance-Erlösen stellt Partners Group nur noch eine Größenordnung von 20 bis 25 Prozent der Gesamterlöse in Aussicht.
Zugleich bestätigte das Unternehmen für das Gesamtjahr eine erwartete Brutto-Neukundennachfrage in einer Spanne von USD 26 bis 32 Milliarden. Vor diesem Hintergrund nahm ein Researchhaus die Coverage des Titels am 3. September laut Medienberichten mit der neutralen Einstufung „Equal Weight“ und einem Kursziel von CHF 775 wieder auf.
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