Voestalpine Aktie: Großauftrag und Ausblick

Voestalpine sichert sich mit einem 41-Millionen-Euro-Auftrag in der Türkei den größten Deal seiner Geschichte für Hochregallager und blickt auf die kommenden Quartalszahlen.

Kurz zusammengefasst:
  • Rekordauftrag für automatisiertes Lagersystem in Istanbul
  • Internationale Expansion mit neuem US-Produktionsstandort
  • Anstehende Veröffentlichung der Q3-Zahlen im Februar
  • Strategische Fokussierung auf Technologie- und Systemlösungen

Voestalpine meldet Mitte Januar den größten Auftrag seiner Firmengeschichte im Bereich Hochregallagersysteme – und parallel rückt der Termin für die Q3-Zahlen im Februar näher. Beides zusammen zeichnet ein Bild aus operativer Stärke in einem weiterhin schwierigen Branchenumfeld. Wie ordnet sich der 41-Millionen-Euro-Auftrag in die aktuelle Entwicklung des Konzerns ein?

Rekordauftrag in Istanbul

Laut Unternehmensangaben hat Voestalpine im Januar den bisher größten Auftrag im Segment Hochregallagersysteme erhalten. Ein türkischer Logistikdienstleister in Istanbul beauftragt den Konzern mit der Errichtung eines vollautomatisierten Lagersystems.

Voestalpine

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Die Eckdaten des Projekts:

  • Auftragsvolumen: rund 41 Millionen Euro
  • Standort: Istanbul, Türkei
  • Komponenten: Hochregallager plus automatisches Kleinteilelager
  • Geplante Fertigstellung: April 2027
  • Abmessungen Hochregallager: knapp 40 Meter hoch, 222 Meter lang, 86 Meter breit

Der Konzern stuft die Lösung als eine der größten und leistungsfähigsten Lageranlagen in der Region Istanbul ein. Damit baut Voestalpine seine Position im Geschäft mit automatisierten Lagersystemen weiter aus.

Internationale Expansion im Lagersysteme-Geschäft

Der Türkei-Auftrag fügt sich in eine breiter angelegte Internationalisierung des Lagersysteme-Geschäfts ein. Im laufenden Geschäftsjahr 2024/25 hat Voestalpine in Kentucky (USA) einen eigenen Produktionsstandort für Lagersysteme aufgebaut.

Dieser Standort soll laut Unternehmen im aktuellen Geschäftsjahr um weitere Anlagen erweitert werden. Ziel ist es, die wachsende Nachfrage im US-Markt besser bedienen zu können und die Kapazitäten für nordamerikanische Projekte auszubauen.

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Der Konzern adressiert damit zwei wichtige Märkte zugleich: zum einen den schnell wachsenden Logistiksektor in der Türkei, zum anderen die steigende Nachfrage nach automatisierten Lagerlösungen in den Vereinigten Staaten.

Kennzahlen und Branchenumfeld

Für das Geschäftsjahr 2024/25 meldete Voestalpine folgende Rahmendaten:

  • Umsatz: 15,7 Milliarden Euro
  • Operatives Ergebnis (EBITDA): 1,3 Milliarden Euro
  • Mitarbeiter: rund 49.700 weltweit
  • Konzerngesellschaften und Standorte: rund 500 in mehr als 50 Ländern

Diese Größenordnung zeigt, dass der Istanbul-Auftrag zwar bedeutend für das Segment ist, im Konzernkontext aber einen überschaubaren Anteil repräsentiert.

Parallel bleibt das Umfeld für die europäische Stahlindustrie anspruchsvoll. Bereits bei den Halbjahreszahlen im November 2025 hatte Voestalpine keine schnelle Entspannung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Aussicht gestellt und auf laufende Restrukturierungsmaßnahmen verwiesen. Die Strategie zielt erkennbar darauf ab, das Portfolio stärker in margenstärkere Technologie- und Systemlösungen zu verschieben.

Q3-Zahlen als nächster Prüfstein

Der nächste zentrale Termin ist die Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2025/26. Laut Finanzkalender will Voestalpine die Zahlen für das zum 31. Dezember 2025 abgeschlossene Quartal am 11. Februar präsentieren.

Dann wird sichtbar, wie sich das schwierige Marktumfeld in Europa und die internationale Projektpipeline in den Zahlen niederschlagen. Konkrete Impulse liefern dürften insbesondere Aussagen des Managements zur Nachfrageentwicklung, zum Fortschritt bei den Restrukturierungen und zur weiteren Auslastung im Lagersysteme-Geschäft.

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