AeroVironment Aktie: 80-Millionen-Deal für Griechenland
US-Außenministerium genehmigt Verkauf von 350 Switchblade-Drohnen an Griechenland. AeroVironment erschließt sich neue Märkte in Europa.

Kurz zusammengefasst
- 80-Millionen-Dollar-Deal mit Griechenland
- Switchblade 300 als Kern des Pakets
- Aktie legt nach Bekanntgabe zu
- JUMP 20 in Italien zertifiziert
AeroVironment rüstet in Europa massiv auf. Das US-Außenministerium hat den Verkauf von Switchblade-Systemen an Griechenland genehmigt. Der potenzielle Deal im Wert von rund 80 Millionen Dollar markiert einen strategischen Meilenstein für den Drohnenspezialisten.
Athen plant die Beschaffung von 350 Einheiten der Baureihe Switchblade 300. Das Paket umfasst ferner 35 Feuerleitsysteme sowie Komponenten für größere Drohnenmodelle. Das US-Außenministerium gab nun grünes Licht für diesen Export.
Anleger reagierten positiv auf die Nachricht. Die Aktie stieg am Montag um 1,37 Prozent auf 125,95 Euro. Trotz dieses Impulses liegt das Papier seit Jahresbeginn noch immer rund 40 Prozent im Minus.
Militärische Expansion im Mittelmeerraum
Parallel zum Erfolg in Griechenland punktet AeroVironment in Italien. Das italienische Heer hat das Drohnensystem JUMP 20 offiziell als militärische Fähigkeit anerkannt. Unter der Bezeichnung „MQ-31A“ wird das System nun fest in die Verteidigungsstrukturen integriert.
Diese internationalen Entwicklungen sind für das Unternehmen von zentraler Bedeutung. Sie diversifizieren die Einnahmequellen außerhalb des US-Heimatmarktes. Zudem verbessert die engere Zusammenarbeit mit europäischen Partnern die Interoperabilität innerhalb der NATO.
Strategische Stabilisierung nach Rückschlägen
Die neuen Aufträge kommen zur rechten Zeit. Zuletzt belastete ein Stopp der US Space Force für ein wichtiges Satelliten-Programm die Bilanz. Eine hohe Abschreibung im Raumfahrtsegment führte im dritten Quartal zu einem operativen Verlust von 179 Millionen Dollar.
AeroVironment nutzt die aktuelle Strategie für die kommenden Jahre. Die Produktion soll massiv steigen, um die wachsende Nachfrage nach Kamikaze-Drohnen zu bedienen. Die Integration der Switchblade-Systeme in NATO-Arsenale sichert dem Konzern voraussichtlich bis Ende des Jahrzehnts stabile Service-Einnahmen.
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