Nestle Aktie: Erste Group hebt EPS 2026 auf 5,64 Dollar
Trotz Belastungen durch Rückruf und Transformation hebt die Erste Group die EPS-Prognose für Nestlé an. Eine Tarifeinigung in UK bringt Planungssicherheit.

Kurz zusammengefasst
- Erste Group erhöht EPS-Schätzung leicht
- Kostspieliger Babynahrungsrückruf belastet Quartal
- Tarifabschluss in UK mit 3,9 Prozent
- Aktie notiert in Seitwärtsbewegung
Nestlé kämpft an mehreren Fronten gleichzeitig — und schlägt sich dabei besser als erwartet. Ein kostspieliger Babynahrungsrückruf, laufende Transformationskosten und ein schwieriges Charttechnisches Umfeld stehen positiven Analystensignalen gegenüber.
Erste Group hebt EPS-Schätzung an
Die Erste Group Bank hat ihre Gewinnprognose für Nestlé leicht nach oben korrigiert. Das EPS für 2026 sieht der zuständige Analyst nun bei 5,64 US-Dollar, nach zuvor 5,62 US-Dollar. Der Marktkonsens liegt bei rund 5,68 US-Dollar. Für 2027 erwartet die Bank bereits 6,02 US-Dollar je Aktie.
Die Revision kommt trotz erheblicher Belastungen. Der Rückruf von Säuglingsnahrung in über 60 Ländern — ausgelöst durch eine mögliche Kontamination mit dem Cereulid-Toxin — kostete den Konzern im ersten Quartal schätzungsweise rund 200 Millionen Schweizer Franken. Dass Analysten dennoch nach oben anpassen, spiegelt das solide Wachstum in den Kategorien Kaffee und Snacks wider.
Tarifeinigung schafft Planungssicherheit
Auf operativer Ebene erzielte Nestlé im Vereinigten Königreich eine Einigung mit der Gewerkschaft Unite: Rund 1.200 Mitarbeiter an Standorten wie Buxton, Halifax und York erhalten eine Gehaltserhöhung von 3,9 Prozent, rückwirkend ab April.
Die Vereinbarung passt zur Strategie von CEO Philipp Navratil, Kostenstrukturen zu stabilisieren, während ein milliardenschweres Transformationsprogramm läuft. Das Ziel: Lieferketten konsolidieren, Automatisierung ausbauen und das Wachstum wieder stärker volumengetrieben gestalten.
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Kurs zwischen Unterstützung und Widerstand
Die Nestlé-Aktie notiert mit 85,09 Euro knapp unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 86,70 Euro, hat den 200-Tage-Durchschnitt bei 83,04 Euro aber klar hinter sich gelassen. Der RSI von 51,3 signalisiert weder Überkauf noch übertriebenen Verkaufsdruck.
Charttechnisch bewegt sich der Kurs in einem Seitwärtskanal. Die Unterstützung liegt bei rund 76,20 Schweizer Franken, ein nachhaltiger Ausbruch über den Widerstand bei 83,54 Schweizer Franken könnte eine Erholung in Richtung der jüngsten Hochs einleiten. Auf Jahressicht liegt die Aktie mit knapp neun Prozent im Minus — das Aufholpotenzial ist vorhanden, aber an Bedingungen geknüpft.
Den nächsten konkreten Kurstreiber liefert Nestlé voraussichtlich im Juli, wenn die Zahlen für das zweite Quartal erscheinen. Bis dahin dürften vor allem die Rohstoffpreise für Kaffee und Kakao — zuletzt von ihren Höchstständen zurückgekommen — das Bild für die Margenentwicklung im zweiten Halbjahr prägen.
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