Deutsche Telekom Aktie: Deutsche Bank bestätigt Kaufempfehlung
Die Telekom-Aktie erholt sich leicht, bleibt aber charttechnisch angeschlagen. Analysten sehen trotzdem deutliches Kurspotenzial.

Kurz zusammengefasst
- Aktie schließt mit 1,54 Prozent Plus
- Charttechnik zeigt Long-Signal an
- Deutsche Bank bestätigt Kaufempfehlung
- US-Tochter T-Mobile mit gemischten Signalen
Nach tagelangem Abwärtstrend zeigte die Deutsche Telekom-Aktie am Freitag wieder Stärke. Das Papier schloss bei 26,45 Euro und legte damit um 1,54 Prozent zu. Auf Wochensicht bleibt dennoch ein Minus von 2,04 Prozent stehen – die vergangenen Tage hatten Anleger spürbar verunsichert, wie es in Marktkommentaren zur schwachen Woche des Telekomkonzerns hieß.
Charttechnik sendet vorsichtiges Kaufsignal
Eine technische Analyse bescheinigte der Aktie zuletzt ein Long-Signal. Das passt zum Bild der jüngsten Erholungsversuche nach dem monatelangen Abwärtstrend, der die Frage aufgeworfen hat, ob sich jetzt ein Einstieg lohnt. Ganz ausgestanden ist die Schwächephase aber nicht: Der Kurs notiert weiterhin 2,73 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 27,19 Euro. Vom 52-Wochen-Hoch bei 34,35 Euro trennen die Aktie inzwischen rund 23 Prozent, während der Abstand zum 52-Wochen-Tief bei 23,54 Euro noch gut zwölf Prozent beträgt. Das Bild bleibt damit uneinheitlich – von einer klaren Trendwende kann noch keine Rede sein.
Deutsche Bank bekräftigt Kaufempfehlung
Rückenwind kommt von der Analystenseite. Die Deutsche Bank bestätigte ihre Kaufempfehlung für die Telekom-Aktie und nannte ein Kursziel von 40 Euro – ein Niveau, das deutlich über dem aktuellen Kursbereich liegt. Damit gehört das Institut zu den optimistischeren Stimmen für den Bonner Konzern, während andere Bewertungsdienste zurückhaltender bleiben: Ein Ranking-Anbieter stufte die Aktie zuletzt sogar herab. Für Anleger ergibt sich damit ein gespaltenes Bild zwischen fundamentalem Optimismus und kurzfristiger technischer Vorsicht.
US-Tochter bleibt im Blick der Investoren
Ein wiederkehrendes Thema für die Deutsche Telekom bleibt die US-Tochter T-Mobile US. Deren Aktie hatte zuvor einen Kursrückgang von rund elf Prozent verzeichnet, konnte sich zuletzt aber wieder etwas erholen. Positiv wirkte eine Studie, der zufolge T-Mobile US weiterhin über das beste 5G-Netz der Konkurrenz verfügt – ein Argument, das für die langfristige Wettbewerbsposition des US-Geschäfts spricht. Gleichzeitig senkte das Analysehaus Benchmark sein Kursziel für die US-Tochter auf 280 US-Dollar, was zeigt, dass die Einschätzungen zum US-Geschäft nicht durchweg einheitlich ausfallen. Da T-Mobile US einen wesentlichen Ergebnisbeitrag zum Konzern liefert, wirken sich Stimmungsschwankungen bei der Tochter regelmäßig auch auf die Bewertung der Mutteraktie in Frankfurt aus.
Ausblick für Anleger
Unterm Strich bleibt die Deutsche Telekom-Aktie ein Papier mit zwei Gesichtern: Fundamental sehen Analysten wie die Deutsche Bank erhebliches Aufwärtspotenzial, charttechnisch ist die Erholung nach der schwachen Woche noch nicht bestätigt. Wer auf den Ausgleich zwischen kurzfristiger Vorsicht und langfristigem Kurspotenzial setzt, dürfte die Entwicklung bei der US-Tochter und die weitere charttechnische Stabilisierung oberhalb des 50-Tage-Durchschnitts genau beobachten.
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