Siemens dreht am Tempo: In der Woche vom 16. bis 22. Februar erwarb der Konzern über 350.000 eigene Aktien – deutlich mehr als in den Wochen zuvor. Der verstärkte Rückkauf erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Siemens fundamental stark dasteht: Die Q1-Zahlen übertrafen die Erwartungen, der Auftragsbestand kletterte auf ein Rekordhoch und die Jahresprognose wurde angehoben.
Über 21 Millionen Aktien zurückgekauft
Laut Pflichtmitteilung vom 23. Februar kaufte Siemens zwischen dem 16. und 22. Februar insgesamt 354.983 Aktien zurück. Die gewichteten Durchschnittspreise bewegten sich dabei zwischen etwa 234 und 245 Euro. Seit Start des Rückkaufprogramms am 12. Februar 2024 summiert sich das Volumen auf 21,4 Millionen Aktien. Der Erwerb erfolgt über eine beauftragte Bank ausschließlich im elektronischen Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse.
Starke Zahlen treiben die Aktie
Die operative Entwicklung liefert die Grundlage für das Selbstvertrauen des Managements. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stiegen die Aufträge um 10 Prozent auf 21,4 Milliarden Euro, der Umsatz legte um 8 Prozent zu. Verantwortlich für den Schwung war vor allem der Bereich Smart Infrastructure, der von Großaufträgen für Rechenzentren in den USA profitierte. Das Ergebnis im Industriegeschäft kletterte um 15 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro bei einer Marge von 15,6 Prozent.
Besonders eindrucksvoll: Das Ergebnis je Aktie erreichte 2,80 Euro – ein deutlicher Sprung gegenüber den bereinigten 2,22 Euro des Vorjahres. Der Auftragsbestand markierte mit 120 Milliarden Euro ein neues Allzeithoch, das Book-to-Bill-Verhältnis liegt bei 1,12. Regional wuchs der Umsatz in Amerika um 11 Prozent, in Asien/Australien sogar um 15 Prozent, angeführt von Indien.
Healthineers-Abspaltung nimmt Gestalt an
Ein zentraler Katalysator für die kommenden Monate bleibt die geplante Entkonsolidierung von Siemens Healthineers. 30 Prozent der Healthineers-Aktien sollen per Abspaltung direkt an die Siemens-Aktionäre übertragen werden. Weitere Details will der Konzern Anfang des zweiten Quartals 2026 vorlegen. Die Transaktion soll Siemens als fokussierteres Technologieunternehmen positionieren und größere Flexibilität bei der Kapitalallokation schaffen.
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KI als zweischneidiges Schwert
Der Boom bei Rechenzentrums-Infrastruktur sorgt für Fantasie: Der Umsatz in diesem Segment wuchs zuletzt um 35 Prozent. Die Kooperation mit NVIDIA zielt darauf ab, KI-gesteuerte Industrielösungen zu entwickeln – beginnend 2026 mit der Siemens Electronics Factory in Erlangen als erstem vollständig KI-gesteuertem Werk.
Gleichzeitig birgt KI Risiken für das Kerngeschäft mit Industriesoftware. CEO Roland Busch räumte ein, dass generative KI die Produktivität je Lizenz erhöhen könnte. Siemens plant, dies durch token-basierte Modelle und SaaS-ähnliche Angebote zu kompensieren.
Prognose angehoben
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte Siemens ein vergleichbares Umsatzwachstum von 6 bis 8 Prozent. Die Jahres-EPS-Prognose wurde auf 10,70 bis 11,10 Euro angehoben. Am 13. Mai folgen die nächsten Quartalszahlen – bis dahin dürfte die Konkretisierung der Healthineers-Abspaltung das zentrale Thema bleiben.
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