Almonty Aktie: Jefferies setzt Kursziel auf 26,25 Dollar
Almonty beendet die ASX-Notierung, während Jefferies die Aktie mit Kaufempfehlung und 26,25 US-Dollar Kursziel bewertet.

Kurz zusammengefasst
- ASX-Notierung Anfang September gestrichen
- Nasdaq- und Frankfurt-Handel laufen weiter
- Jefferies startet Bewertung mit Kaufurteil
- 30-Tage-Volatilität erreicht 75 Prozent
Almonty Industries verliert eine Börsenheimat und gewinnt Aufmerksamkeit an einer anderen. Während die kanadische Wolfram-Gesellschaft ihre Notierung an der australischen Börse beendet hat, richtet sich der Blick der Anleger zunehmend auf eine frische Kaufempfehlung von der Wall Street.
Ende an der ASX vollzogen
Die CHESS Depositary Interests von Almonty wurden zum Handelsschluss am 28. August an der australischen Börse ASX ausgesetzt. Zum 1. September folgte die endgültige Streichung von der offiziellen Notierungsliste. Der Handel an der Nasdaq und in Frankfurt läuft davon unberührt weiter. Für Anleger, die ihre Positionen bislang über die ASX hielten, bedeutet das einen Wechsel der Handelsplattform, nicht aber das Ende ihres Investments.
Ein Rückzug von einer Nebenbörse ist für ein Unternehmen, dessen Kapital sich zunehmend in Richtung Nordamerika verlagert, ein nachvollziehbarer Schritt. Er dürfte die Liquiditätskonzentration an den verbliebenen Handelsplätzen begünstigen.
Jefferies sieht deutliches Kurspotenzial
Für frischen Gesprächsstoff sorgte Anfang September die Erstaufnahme der Coverage durch Jefferies. Die Analysten vergaben ein Kaufrating und setzten das Kursziel bei 26,25 US-Dollar an. Begründet wurde die Einschätzung mit der Rolle, die Almonty beim Aufbau westlicher Lieferketten für Wolfram spielen soll – ein Rohstoff, der zunehmend als strategisch kritisch gilt, weil die Versorgung bislang stark von China abhängt.
Die Aktie notiert aktuell bei 15,29 Euro und hat damit an diesem Donnerstag um 3,0 Prozent nachgegeben. Der Rücksetzer relativiert sich jedoch im größeren Bild: Über die vergangenen 30 Tage steht weiterhin ein Plus von 32 Prozent zu Buche, getrieben von der anhaltend hohen Nachfrage nach Wolfram-Titeln und der positiven Analystenreaktion.
Institutionelles Interesse bleibt Thema
Neben der Analystenmeinung sorgen auch Berichte über institutionelle Zukäufe für Aufmerksamkeit. Medienberichten zufolge haben mehrere Pensionsfonds und institutionelle Investoren ihre Positionen in Almonty im Verlauf des Jahres ausgebaut.
Solche Meldungen verstärken den Eindruck, dass die Aktie längst nicht mehr nur ein Spielfeld für spekulative Privatanleger ist, sondern zunehmend auch bei langfristig orientierten Kapitalsammelstellen auf dem Radar erscheint.
Gleichzeitig mahnen einzelne Marktbeobachter zur Vorsicht: Ein Kursrückgang Anfang September wurde in Medienberichten registriert, ohne dass eine konkrete unternehmensspezifische Nachricht dafür als Auslöser benannt werden konnte. Das deutet darauf hin, dass ein Teil der Bewegung schlicht Gewinnmitnahmen nach der starken Rally der Vorwochen widerspiegelt.
Fazit für Anleger
Der ASX-Rückzug ist ein organisatorischer Schritt ohne Substanzverlust für das Geschäft. Wichtiger für die Bewertung bleibt die Frage, ob sich die von Jefferies unterstellte strategische Bedeutung von Almonty im westlichen Wolfram-Markt in den kommenden Quartalen operativ bestätigt. Die hohe Schwankungsbreite der Aktie – die 30-Tage-Volatilität liegt bei 75 Prozent – zeigt, dass der Markt diese Frage noch nicht abschließend beantwortet hat.
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