Deutsche Telekom Aktie: Cashflow-Prognose angehoben
Die Telekom erwartet mehr freien Cashflow, während mehrere Analysehäuser ihre positiven Einschätzungen bestätigen und die Aktie unter dem Jahreshoch bleibt.

Kurz zusammengefasst
- Cashflow-Prognose auf rund 20 Milliarden Euro erhöht
- Quartalsumsatz erreicht rund 29,9 Milliarden Euro
- Barclays reduziert Kursziel leicht auf 35 Euro
- Aktie bleibt 17 Prozent unter Jahreshoch
Die Deutsche Telekom hat ihre Jahresprognose für den freien Cashflow deutlich angehoben. Nach den Zahlen für das zweite Quartal rechnet der Bonner Konzern nun mit rund 20 Milliarden Euro für das laufende Jahr. Diese Anhebung bildete Anfang August den zentralen Impuls für die Bewertung der Aktie und wirkt bis heute nach.
Im zweiten Quartal erzielte die Telekom einen Umsatz von rund 29,9 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes EBITDA nach Leasing von rund 11,8 Milliarden Euro. Der freie Cashflow nach Leasing lag bei rund 5,0 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr konkretisierte das Unternehmen zudem seine Ziele: Erwartet werden rund 47,5 Milliarden Euro bereinigtes EBITDA AL und ein bereinigter Gewinn je Aktie von rund 2,20 Euro.
Analysten reagieren überwiegend zustimmend
Mehrere Investmenthäuser bestätigten nach den Zahlen ihre positive Einschätzung. Bernstein Research beließ die Einstufung Anfang August auf „Outperform“ mit einem Kursziel von 37 Euro. Auch UBS bekräftigte kurz darauf ihre „Buy“-Empfehlung mit einem Kursziel von 36,20 Euro. Beide Häuser sahen in den angehobenen Cashflow-Zielen ein Signal für die finanzielle Stabilität des Konzerns.
Etwas zurückhaltender zeigte sich Barclays: Die Bank senkte ihr Kursziel Mitte August von 36 auf 35 Euro, beließ die Einstufung jedoch bei „Overweight“. Trotz der leichten Reduktion signalisiert dies weiterhin deutliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kursniveau.
Die Kursziele der Analysten liegen damit sämtlich oberhalb der aktuellen Notierung von 28,55 Euro, mit der die Aktie am Freitag aus dem Handel ging – ein Plus von 1,8 Prozent zum Vortag.
Sportsponsoring bleibt Teil der Markenstrategie
Neben der operativen Entwicklung setzte die Telekom zuletzt auch im Marketing ein Signal: Ende August verlängerte der Konzern seinen Vertrag mit dem Deutschen Basketball Bund. Die Partnerschaft unterstreicht die langjährige Präsenz der Marke im deutschen Sport, dürfte für die Bewertung der Aktie aber allenfalls symbolischen Charakter haben.
Charttechnisches Bild bleibt gemischt
Die Aktie notiert derzeit rund 17 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 34,35 Euro, das Ende Februar erreicht wurde. Zum 52-Wochen-Tief von 23,54 Euro aus dem Sommer besteht dagegen ein Abstand von 21 Prozent.
Auf Sicht von 30 Tagen legte das Papier um 6,3 Prozent zu, während die Bilanz der vergangenen sieben Handelstage mit einem Minus von 1,9 Prozent leicht negativ ausfällt. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 2,7 Prozent zu Buche.
Die operative Entwicklung mit angehobener Cashflow-Prognose und mehrheitlich bestätigten Kaufempfehlungen liefert damit weiterhin das fundamentale Grundgerüst für die Bewertung der Telekom-Aktie, auch wenn sich das Papier vom Rekordhoch aus dem Winter noch spürbar entfernt zeigt.
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