US-Notenbank hält Leitzins stabil und signalisiert Straffung

Die Fed hält den Leitzins bei 3,75 bis 4,0 Prozent und bewertet die US-Wirtschaft als stark.

Felix Baarz ·
KI-generiertes Symbolbild
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Zehn Ausschussmitglieder stimmten für Zinspause
  • Zwei Notenbanker votierten für eine Erhöhung
  • Zehnjährige US-Rendite kletterte auf 5,05 Prozent
  • US-Aktienindizes gewannen rund 0,2 Prozent

Die US-Notenbank belässt ihren Leitzins in der Spanne von 3,75 bis 4,0 Prozent. Die Währungshüter wollen zusätzliche Konjunkturdaten abwarten, stellen die Finanzmärkte aber zugleich auf eine baldige Fortsetzung des Zinserhöhungskurses ein. Ausschlaggebend für die Zinspause ist der Wunsch nach mehr Zeit zur Beurteilung des bisherigen Straffungspfads, obwohl der Inflationsdruck spürbar bleibt.

Die Entscheidung fiel im Offenmarktausschuss nicht einstimmig. Zehn Notenbanker stimmten für die Beibehaltung des aktuellen Niveaus, während Gouverneurin Lisa Cook und Cleveland-Fed-Präsidentin Beth Hammack für eine Anhebung um einen Viertelprozentpunkt votierten. Ab dem kommenden Jahr plant die Zentralbank zudem, die Zahl ihrer regulären Zinssitzungen zu reduzieren.

Optimistischer Blick auf die Wirtschaft

Auffällig ist die veränderte Wortwahl bei der Beurteilung der Gesamtwirtschaft. Die Fed stuft die wirtschaftliche Aktivität nun als stark ein, nachdem sie das Wachstum zuvor als solide bezeichnet hatte. Ausgaben und Unternehmensinvestitionen gelten als robust, während der Beschäftigungszuwachs mit dem Arbeitskräfteangebot Schritt hält.

Die Notenbank sieht sich damit nicht von Konjunktursorgen getrieben, sondern hält die Wirtschaft für widerstandsfähig genug, um bei Bedarf höhere Kreditkosten zu tragen. Die Zielmarke für die Inflationsrate bleibt unverändert bei 2 Prozent.

Anleihemärkte reagieren mit Verkäufen

An den Finanzmärkten sorgte der Zinsentscheid für Bewegung. Anleger trennten sich im Handelsverlauf vor allem von länger laufenden US-Staatsanleihen, was deren Renditen nach oben trieb. Die Rendite der zehnjährigen US-Papiere stieg auf 5,05 Prozent. Die wichtigsten US-Aktienindizes legten parallel um rund 0,2 Prozent zu.

Die nächste reguläre Zinsentscheidung steht am 8. und 9. Dezember 2026 an. An den Terminmärkten wird die Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung um 25 Basispunkte zum Jahresabschluss mit 82,6 Prozent beziffert.

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