SAP: Cloud-Backlog klettert auf 21,9 Milliarden
SAP übertrifft Erwartungen mit starkem Cloud-Wachstum und verbesserter Marge. Aktie erholt sich nach Branchenrückschlag.

Kurz zusammengefasst
- Cloud-Umsatz steigt um 27 Prozent
- Operative Marge erreicht 30 Prozent
- Aktienrückkaufprogramm über zehn Milliarden Euro
- Übernahme von Daten-Spezialist Reltio geplant
Starke Quartalszahlen auf der einen Seite, ein strauchelnder Softwaresektor auf der anderen. Bei SAP prallen derzeit zwei Welten aufeinander. Aktionäre atmen auf. Die Aktie schoss am Freitag um 6,17 Prozent auf 148,74 Euro nach oben. Damit glich das Papier einen dramatischen Vortag aus.
Branchenbeben und Gegenbewegung
Am Donnerstag hatte der US-Konkurrent ServiceNow die gesamte Branche nach unten gezogen. Das Unternehmen enttäuschte mit seinen Quartalszahlen. Der Grund: verzögerte Aufträge durch den Nahost-Konflikt. Zusätzlich belasten generelle Sorgen um die KI-Transformation den Sektor. Nahezu alle europäischen Softwarewerte gaben zeitweise stark nach. SAP traf es als DAX-Schwergewicht zunächst hart. Der kräftige Rebound am Freitag ändert wenig am langfristigen Bild. Seit Jahresbeginn verzeichnet die SAP-Aktie ein Minus von rund 26 Prozent.
Cloud-Geschäft treibt den Gewinn
Die eigenen Geschäftszahlen lieferten den Grund für die Erleichterung. Der Gesamtumsatz stieg im ersten Quartal um sechs Prozent auf knapp 9,6 Milliarden Euro. Besonders die wichtige Cloud-Sparte wuchs währungsbereinigt um 27 Prozent. Damit übertraf der Softwarekonzern die Analystenschätzungen.
Auch die Profitabilität fiel besser aus als erwartet. Das bereinigte Betriebsergebnis kletterte um 24 Prozent auf 2,87 Milliarden Euro. Die operative Marge verbesserte sich deutlich auf 30 Prozent. Das Management bestätigt den Jahresausblick. Analysten der Deutschen Bank werten die Ergebnisse als klares Zeichen der Stärke.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SAP?
Zukäufe und Aktienrückkäufe
Parallel dazu treibt SAP den strategischen Umbau voran. Der Konzern plant die Übernahme des Daten-Spezialisten Reltio. Der Zukauf soll Kunden bei der Aufbereitung ihrer Daten für KI-Anwendungen helfen. Der Abschluss ist für das laufende Jahr vorgesehen.
Ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm stützt den Kurs zusätzlich. Die erste Tranche im Volumen von 2,6 Milliarden Euro ist bereits abgeschlossen. Bis Ende 2027 will SAP eigene Papiere für bis zu zehn Milliarden Euro erwerben.
Blick auf Hauptversammlung und Messe
Aktionäre blicken nun auf den 5. Mai. Auf der Hauptversammlung steht eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie zur Abstimmung. Das entspricht einer spürbaren Anhebung gegenüber dem Vorjahr. Kurz darauf folgt ein wichtiger Termin für die Produktstrategie. Mitte Mai präsentiert SAP auf der Hauskonferenz Sapphire konkrete Details zu neuen KI-Anwendungen. Dort muss das Management beweisen, wie es das hohe Wachstum im schwierigen Marktumfeld verteidigen will.
SAP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SAP-Analyse vom 25. April liefert die Antwort:
Die neusten SAP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SAP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...