Global X Copper Miners ETF: Comex-Lager auf 603.745 Tonnen
Kupfer-Futures erreichen Zehn-Wochen-Hoch, während der COPX ETF starke Zuflüsse verzeichnet. Branchentreffen zeigt Sorgen um Schwefelsäure-Engpässe.

Kurz zusammengefasst
- Kupferpreis auf Zehn-Wochen-Hoch
- Rekordinventare an der Comex
- Schwefelsäure-Engpass als Branchenthema
- COPX mit Milliarden-Zuflüssen
Kupfer-Futures notierten zuletzt bei 6,11 Dollar je Pfund — das stärkste Niveau seit zehn Wochen und in Reichweite des historischen Allzeithochs. Der Global X Copper Miners ETF COPX schloss die Woche bei 82,82 Dollar, rund 9,5 Prozent über dem Stand von Anfang April. Hinter dieser Rallye steckt mehr als eine geopolitische Risikoprämie.
Physischer Markt sendet gemischte Signale
Die Kupferinventare an der Comex erreichten mit 603.745 Short Tons ein historisches Hoch. Auslöser: Das Arbitragefenster zwischen der New Yorker Terminbörse und der London Metal Exchange öffnete sich erneut, weil Comex-Preise deutlich über LME-Niveaus lagen. Händler und Industrieverbraucher nutzten das, um Kupfer in US-Lagerhäuser zu verschiffen — teils als Absicherung gegen mögliche US-Zölle auf Kupferimporte.
Raffiniertes Kupfer erhielt bislang eine Ausnahme, steht aber weiter unter Überprüfung. Marktexperten erwarten, dass diese Arbitrageflüsse mindestens bis Juli 2026 anhalten, wenn eine entscheidende Zollentscheidung fällig wird.
CESCO Week: Schwefelsäure als unerwartetes Hauptthema
Auf der Branchenkonferenz CESCO Week Mitte April in Santiago dominierten nicht die Kupferpreise die Gespräche — sondern Engpässe bei Schwefelsäure. Chinas geplantes Exportverbot für Schwefelsäure ab dem 1. Mai war das meistdiskutierte Thema unter Händlern, Minenbetreibern und Schmelzern.
Das Problem: Die sogenannte SX-EW-Produktion — ein gängiges Verfahren zur Kupfergewinnung — ist auf Schwefelsäure angewiesen. Wie stark mögliche Lieferausfälle die Produktion beeinträchtigen, bleibt offen. Auf der CESCO herrschte außerdem Einigkeit darüber, dass die aktuell hohen Kupferpreise schwer mit den Fundamentaldaten zu erklären sind: Im Vorjahr verzeichnete der Markt den größten Angebotsüberschuss seit über einem Jahrzehnt.
Als Erklärungsansätze kursierten der US-Lageraufbau, hochkarätige Minenunterbrechungen, Kapitalzuflüsse aus den Finanzmärkten sowie langfristige Versorgungsängste.
Starke Zuflüsse trotz kurzfristiger Schwäche
Auf Wochensicht verlor COPX rund 5 Prozent, liegt aber seit Jahresanfang 13,4 Prozent im Plus. Der Kurs bewegt sich knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt von 82,31 Dollar — ein technisch neutrales Signal. Die kurzfristigen Nettoabflüsse von rund 37 Millionen Dollar stehen einem strukturell robusten Bild gegenüber: Über drei Monate flossen mehr als 1,6 Milliarden Dollar in den Fonds, über sechs Monate summieren sich die Zuflüsse auf knapp 2,9 Milliarden Dollar.
Das Portfolio umfasst 45 Positionen; größte Einzelgewichtungen halten Lundin Mining, Sumitomo Metal Mining und KGHM Polska Miedz. Das verwaltete Vermögen beläuft sich auf 7,37 Milliarden Dollar.
Langfristig bleibt das strukturelle Argument intakt: Die globale Kupfernachfrage soll bis 2040 um 50 Prozent steigen — getrieben von KI-Rechenzentren, Elektromobilität und erneuerbaren Energien. Elektrofahrzeuge verbrauchen viermal so viel Kupfer wie konventionelle Autos. Ob die aktuelle Preisrallye diesem Fundament entspricht oder von Finanzmarktdynamiken überhöht wird, bleibt die entscheidende Frage für den Rest des Jahres.
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