Nel ASA: Erstes Utility-Projekt mit DCPUD
Nel ASA gewinnt mit DCPUD erstmals einen öffentlichen US-Versorger als Kunden für PEM-Elektrolyseure im Wert von 7 Millionen Dollar.

Kurz zusammengefasst
- Historischer Auftrag von US-Versorger DCPUD
- Auftragswert von rund 7 Millionen Dollar
- Zweiter Großauftrag binnen einer Woche
- Auftragsbestand schrumpft trotz neuer Orders
Nel ASA hat einen historischen Auftrag an Land gezogen. Erstmals kauft ein öffentlicher Versorger in den USA eine Elektrolyseanlage des norwegischen Wasserstoffspezialisten — ein Kundensegment, das Nel bislang nicht bedient hat.
Der Käufer ist DCPUD, ein öffentlicher Versorgungsbezirk. Der Auftragswert beläuft sich auf rund 7 Millionen US-Dollar für containerisierte PEM-Elektrolyseure. Die Stacks produziert Nel in seinem Werk in Wallingford, Connecticut. Betriebsbereit soll die Anlage in der ersten Hälfte 2027 sein.
Nels Chief Commercial Officer Todd Cartwright betonte, dies sei die erste Grünwasserstoffanlage, die das Unternehmen an einen öffentlichen Versorger verkaufe. DCPUD-Geschäftsführer Gary Ivory erklärte, die Anlage werde das Wells-Wasserkraftprojekt des Bezirks unterstützen und die Wasserstoffnutzung in der Region voranbringen.
Zwei Aufträge, eine Woche, 14 Millionen Dollar
Der DCPUD-Auftrag ist nicht der erste dieser Größenordnung in kurzer Zeit. Bereits am 17. April hatte Nel von Mesure Process — einer Tochter von Synqo Energies — einen weiteren Auftrag über rund 7 Millionen Dollar erhalten. Dieser deckt ebenfalls containerisierte PEM-Elektrolyseure ab, diesmal für ein europäisches Projekt mit Wasserstofftankstellen und Industrieanwendungen.
Zusammen fließen Nel damit binnen einer Woche rund 14 Millionen Dollar zu. Das ist bemerkenswert, weil das Unternehmen gleichzeitig mit einem schrumpfenden Auftragsbestand kämpft.
Zahlen zeigen noch keine Trendwende
Die Q1-Ergebnisse, die Nel einen Tag vor der DCPUD-Meldung veröffentlichte, spiegeln das schwierige Umfeld wider. Der Umsatz aus Kundenverträgen sank im ersten Quartal 2026 um fünf Prozent auf 148 Millionen Norwegische Kronen. Das EBITDA lag bei minus 100 Millionen Kronen — immerhin 15 Millionen Kronen besser als im Vorjahresquartal.
Der Auftragsbestand fiel auf 1,113 Milliarden Kronen, ein Rückgang von 24 Prozent gegenüber Q1 2025. Der DCPUD-Auftrag ist darin noch nicht enthalten, da er nach dem Quartalsende eingegangen ist. Er zählt damit als frisches Signal für die laufende Periode.
Die Aktie notiert aktuell bei rund 0,20 Euro und hat seit Jahresbeginn knapp sechs Prozent zugelegt — bewegt sich damit aber noch deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 0,25 Euro.
Den nächsten offiziellen Einblick in die Geschäftsentwicklung liefert Nel am 15. Juli 2026 mit dem Halbjahresbericht. Bis dahin sind Auftragsmeldungen wie die aktuelle das einzige Thermometer für die kommerzielle Entwicklung des Unternehmens.
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