XPeng Aktie: He Xiaopeng leitet IRON-Roboter direkt
XPengs Chef lenkt künftig die humanoide Roboter-Sparte IRON. Massenproduktion startet 2026, während das Autogeschäft schwächelt.

Kurz zusammengefasst
- CEO leitet Roboter-Sparte persönlich
- Gründungsmitglied verlässt das Unternehmen
- Roboter-Fabrik in Guangzhou im Bau
- Umsatz im Autogeschäft rückläufig
He Xiaopeng macht den Roboter zur Chefsache. Der Gründer und CEO des Elektroauto-Herstellers XPeng übernimmt ab sofort die direkte Leitung der humanoiden Roboter-Sparte „IRON“. Dieser ungewöhnliche Schritt fällt in eine kritische Phase. Die Aktie notiert mit 12,38 Euro nur hauchdünn über ihrem 52-Wochen-Tief.
Ein überraschender Abgang überschattet die Neuorganisation. Shi Xiaoxin hat das Unternehmen verlassen. Er galt als treibende Kraft hinter dem IRON-Projekt und leitete bisher die Produktplanung. XPeng bestätigte die Kündigung des Gründungsmitglieds ohne weitere Details.
Fabrikbau läuft auf Hochtouren
He Xiaopeng drückt nun aufs Tempo. Eine riesige Fabrik in Guangzhou befindet sich bereits im Bau. Bis Ende des Jahres will XPeng dort monatlich über 1.000 Roboter fertigen. Die kommerzielle Massenproduktion der Maschinen soll im vierten Quartal 2026 starten.
Anfang 2027 ziehen die ersten Modelle als Einkaufsberater in die eigenen Autohäuser ein. Langfristig plant der Konzern gigantische Stückzahlen. Bis 2030 peilt das Management eine Jahreskapazität von einer Million Einheiten an.
Hoher Druck im Kerngeschäft
Parallel dazu kämpft der Autobauer mit seinem Kerngeschäft. Im ersten Quartal sank der Umsatz um knapp 18 Prozent. Immerhin verbesserte sich die Bruttomarge im gleichen Zeitraum auf 20,6 Prozent.
Für das zweite Quartal hat sich das Management viel vorgenommen. XPeng will bis zu 106.000 Fahrzeuge ausliefern. Im Mai übergab der Konzern gut 32.000 Autos an Kunden. Die Folge: Der Juni muss einen massiven Sprung bringen.
Die Börse bewertet die Neuausrichtung bisher skeptisch. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 29 Prozent an Wert verloren. Der direkte Eingriff des CEOs markiert einen klaren Strategiewechsel hin zur physischen KI. Die nächsten harten Fakten liefert der Konzern Anfang Juli mit den Auslieferungszahlen für das zweite Quartal.
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