Procter & Gamble Aktie: Keine Verschnaufpause?

Mehrere Banken korrigieren ihre Kursziele für Procter & Gamble nach unten, da die angespannte Lage der US-Verbraucher das Wachstum bremst. Der erste Quartalsbericht des neuen CEOs wird zum Stimmungstest.

Kurz zusammengefasst:
  • Piper Sandler startet mit neutraler Bewertung
  • US-Konsumenten als zentrale Wachstumsbremse
  • Welle von Kurszielsenkungen durch Großbanken
  • Entscheidender Quartalsbericht mit neuem CEO

Procter & Gamble gilt an der Börse oft als Fels in der Brandung, doch selbst der Konsumgüter-Riese spürt nun den Gegenwind durch schwächelnde US-Verbraucher. Die Investmentbank Piper Sandler startete am Mittwoch ihre Beobachtung mit gedämpften Erwartungen und verweist auf fehlende Impulse für die nahe Zukunft. Kurz vor den Quartalszahlen senken auch andere Häuser ihre Kursziele, was die Nervosität unter den Anlegern erhöht.

Skepsis wegen US-Konsumenten

Piper Sandler stufte die Aktie zum Auftakt mit „Neutral“ und einem Kursziel von 150 US-Dollar ein. Zwar lobten die Analysten das starke Markenportfolio und die integrierte Wachstumsstrategie, doch das aktuelle Wirtschaftsumfeld bereitet Sorgen. Rund 50 Prozent der Umsätze generiert der Konzern durch US-Verbraucher, deren finanzielle Situation laut der Analyse zunehmend „angespannt“ ist.

Procter & Gamble

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Die Experten gehen davon aus, dass eine Rückkehr zum gewohnten Wachstumspfad noch etwa zwölf Monate auf sich warten lassen könnte. Ohne eine breite Erholung der Konsumausgaben in den USA fehlen kurzfristig die nötigen Katalysatoren, um den Aktienkurs signifikant nach oben zu treiben.

Gemischte Gefühle an der Wall Street

Die zurückhaltende Einschätzung von Piper Sandler reiht sich in einen Trend ein. Mehrere Großbanken haben ihre Erwartungen in den letzten Tagen nach unten korrigiert:

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  • Wells Fargo senkte das Kursziel von 170 auf 158 US-Dollar.
  • JPMorgan reduzierte auf 157 US-Dollar.
  • Deutsche Bank und Barclays nahmen ebenfalls leichte Anpassungen nach unten vor.

Es gibt jedoch auch optimistische Stimmen. Jefferies hatte die Aktie erst im Dezember hochgestuft und sieht ein verbessertes Konsumumfeld. Dennoch drückt die jüngste Welle an Zielsenkungen auf die Stimmung. Auch die Kursentwicklung spiegelt dies wider: Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet das Papier ein Minus von gut 10 Prozent und notiert derzeit unter wichtigen charttechnischen Durchschnittslinien.

Zahlenvorlage am 22. Januar entscheidend

Trotz solider Ergebnisse im ersten Geschäftsquartal, bei denen der Gewinn die Erwartungen übertraf, bleibt die Lage vor dem nächsten Berichtstermin spannend. Hinzu kommt der Unsicherheitsfaktor des Führungswechsels: Der neue CEO Shailesh Jejurikar wird am 22. Januar seinen ersten vollständigen Quartalsbericht präsentieren.

Analysten erwarten für das zweite Geschäftsquartal einen Gewinn pro Aktie von 1,87 US-Dollar und einen Umsatz von 22,36 Milliarden US-Dollar. Diese Zahlen werden der entscheidende Indikator dafür sein, wie stark die Kaufzurückhaltung in Nordamerika das Geschäft tatsächlich belastet und ob die vorsichtigen Prognosen der Analysten gerechtfertigt sind.

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