Bayer: Investoren fordern Strukturreformen nach Hauptversammlung
Nach Kursverlusten und Hauptversammlung verlangen Großaktionäre eine Prüfung der Konzernstruktur. Bayer steht vor rechtlichen und operativen Herausforderungen.

Kurz zusammengefasst
- Kursverlust von vier Prozent
- Investoren fordern Strukturprüfung
- Supreme Court entscheidet über Glyphosat
- Pharmapipeline zeigt Wachstum
Vier Prozent Kursverlust an einem Tag — und der Auslöser ist kein einzelnes Ereignis, sondern eine Gemengelage aus juristischer Unsicherheit, Investorenfrust und einem Ex-Dividende-Abschlag. Die Bayer-Aktie notiert bei rund 36,87 Euro und damit rund 25 Prozent unter ihrem Februarhoch.
Aktionäre verlieren die Geduld
Nach der Hauptversammlung vom 24. April haben institutionelle Investoren ihren Ton verschärft. Ingo Speich von der Deka nannte 2026 das „Jahr der Entscheidung“ für Bayer und Konzernchef Bill Anderson. Union Investment schloss sich an.
Operativer Fortschritt wird anerkannt — der Stellenabbau von rund 14.000 Stellen läuft. Allerdings reicht das den Großaktionären nicht mehr. Sie fordern eine ergebnisoffene Prüfung der Konzernstruktur. Eine mögliche Aufspaltung steht offen im Raum.
Dividende, Supreme Court, Nervosität
Am Montag lief der Ex-Dividende-Tag. Bayer zahlt für 2025 nur das gesetzliche Minimum: 0,11 Euro je Aktie. Die Ausschüttung soll am 29. April erfolgen. Das schont die Liquidität — belastet aber das Kursbild.
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Hinzu kommt die anhaltende Unsicherheit rund um eine Anhörung vor dem US Supreme Court. Das Gericht prüft Fragen zur Kennzeichnungspflicht für Glyphosat-Produkte. Ein Urteil könnte die milliardenschweren Klagerisiken aus der Monsanto-Übernahme neu bewerten. Konkrete Signale fehlen bislang.
Pipeline wächst, Zahlen kommen
Auf der Habenseite: Die Pharmapräparate Nubeqa und Kerendia wuchsen im vergangenen Jahr zusammen um 68 Prozent. Bayer setzt auf diese Produkte, um den Umsatzrückgang älterer Medikamente aufzufangen.
Am 12. Mai veröffentlicht der Konzern die Quartalsmitteilung für Q1 2026. Analysten warten auf Daten zur Profitabilität in der Agrarsparte Crop Science und zur Nettoverschuldung. Die hatte zuletzt leicht nachgegeben — ein kleines positives Signal in einem ansonsten schwierigen Bild.
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