Der Rücktritt des argentinischen Statistikchefs Marco Lavagna hat an den Finanzmärkten eine Welle der Verunsicherung ausgelöst. Investoren befürchten eine abnehmende Transparenz bei den Inflationsdaten, was argentinische Finanztitel vorgestern massiv unter Druck setzte. Die Aktie der Grupo Supervielle gehörte dabei zu den größten Verlierern im Bankensektor.
- Kursreaktion: 8,5 % Rückgang in der Sitzung vom 5. Februar.
- Marktumfeld: S&P Merval Index mit sieben Verlusttagen in Folge.
- Länderrisiko: Anstieg auf 516 Basispunkte (J.P. Morgan Index).
- Nächster Termin: Quartalszahlen am 2. März 2026.
Vertrauensverlust belastet Bankensektor
Auslöser der jüngsten Verkaufswelle war die Entscheidung der Regierung, das Basisjahr des Verbraucherpreisindex nicht zu aktualisieren. Dies führte zum sofortigen Rückzug des INDEC-Chefs Lavagna. Für institutionelle Anleger ist die Verlässlichkeit der Inflationsberichterstattung ein entscheidender Faktor für die Bewertung argentinischer Vermögenswerte.
Die Skepsis spiegelte sich unmittelbar in den Kursen der in New York gehandelten ADRs (American Depositary Receipts) wider. Grupo Supervielle verzeichnete vorgestern einen Kurssturz von 8,5 %. Damit setzt sich der negative Trend fort, der den breiten Markt bereits seit über einer Woche belastet.
Steigendes Risiko und IWF-Prüfung
Parallel zur politischen Unruhe kletterte das Länderrisiko Argentiniens auf 516 Basispunkte – den höchsten Stand seit Ende Januar. Dieser Anstieg signalisiert eine wachsende Vorsicht internationaler Kreditgeber gegenüber dem Land. Kann die Regierung unter diesem Druck den aktuellen Währungsrahmen und die Wechselkursbänder stabil halten?
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Erschwert wird die Lage durch eine laufende Mission des Internationalen Währungsfonds (IWF). Eine Delegation prüft derzeit vor Ort die Einhaltung der vereinbarten Leistungsziele. Die Ergebnisse dieser Gespräche werden maßgeblich beeinflussen, wie viel Spielraum der Regierung bei der Steuerung der Geldpolitik im laufenden Jahr bleibt.
Fokus auf die kommenden Jahreszahlen
Für die Aktie der Grupo Supervielle liegt der nächste wichtige Impuls am 2. März 2026. Dann wird die Bank ihre Ergebnisse für das vierte Quartal sowie das gesamte Geschäftsjahr 2025 veröffentlichen. Einen Tag später folgt die Analystenkonferenz, um die Kennzahlen einzuordnen.
Im Mittelpunkt des Interesses stehen die Nettozinsmargen und die Qualität der Kreditportfolien. In der letzten Prognose aus dem dritten Quartal stellte das Management ein reales Kreditwachstum zwischen 35 % und 40 % in Aussicht. Bei der Eigenkapitalrendite (ROE) wurde ein Zielwert zwischen minus 5 % und 0 % angestrebt. Anleger werden genau prüfen, ob diese Ziele trotz der makroökonomischen Turbulenzen zum Jahresende erreicht wurden.
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