UnitedHealth Aktie: Institutionen kaufen

Institutionelle Anleger erhöhen ihre Positionen bei UnitedHealth signifikant, obwohl Analysten die Kursziele aufgrund von Druck im Medicare-Advantage-Geschäft senken.

Kurz zusammengefasst:
  • Starke Zukäufe durch institutionelle Investoren
  • Analysten passen Kursziele deutlich nach unten an
  • Medicare-Advantage-Sätze belasten den gesamten Sektor
  • Unternehmen erwartet Umsatzrückgang für 2026

Während der Gegenwind bei Medicare Advantage nicht abreißt, greifen große Investoren bei UnitedHealth weiter zu. Neue SEC-Meldungen zeigen deutliche Positionsaufstockungen in den vergangenen Quartalen. Doch warum steigt das institutionelle Interesse ausgerechnet jetzt?

Wichtige Fakten auf einen Blick:
– Institutioneller Anteil: 87,86%
– Q4/2025: EPS 2,11 USD (Erwartung: 2,09), Umsatz 113,22 Mrd. USD (Erwartung: 113,38)
– 2026-Ausblick: Umsatz >439 Mrd. USD, Gewinn je Aktie >17,75 USD
– Kurs (heute zur Eröffnung): 284,37 USD

Unitedhealth

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Große Investoren stocken spürbar auf

Mehrere institutionelle Anleger haben ihre Beteiligungen in den jüngsten Quartalen deutlich erhöht. Der Public Sector Pension Investment Board baute seine Position im dritten Quartal um 43,1% aus und hielt zuletzt 287.132 Aktien im Wert von rund 99,1 Mio. USD. GFS Advisors erhöhte sogar um 185,7% auf 41.432 Aktien (ca. 14,31 Mio. USD) – UnitedHealth ist dort nun die 16.-größte Position.

Auch im vierten Quartal gab es kräftige Zukäufe: Brighton Jones LLC steigerte um 176,2% auf 44.249 Aktien, Harbour Investments Inc. um 150,6% auf 15.703 Aktien. Insgesamt liegt der institutionelle Besitz damit bei 87,86% der ausstehenden Aktien.

Analysten senken Kursziele – trotz kleiner Gewinn-Überraschung

Nach den Zahlen zum vierten Quartal 2025 (veröffentlicht am 27. Januar) bleibt das Bild an der Wall Street gemischt. Beim bereinigten Gewinn je Aktie lieferte UnitedHealth mit 2,11 USD knapp mehr als erwartet (2,09 USD). Beim Umsatz fehlten dagegen wenige Zehntel: 113,22 Mrd. USD standen 113,38 Mrd. USD Konsens gegenüber.

In den letzten Wochen wurden mehrere Kursziele deutlich nach unten angepasst:
Mizuho: 350 USD statt 430 USD (Rating: Outperform)
Truist Financial: 370 USD statt 410 USD (Buy)
Jefferies: 340 USD statt 418 USD (Buy)
Barclays: 327 USD statt 391 USD (Overweight)

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Laut MarketBeat liegt das Konsensrating bei „Moderate Buy“, das durchschnittliche Kursziel bei 372,13 USD (28 Analysten).

Medicare Advantage bleibt der entscheidende Bremsklotz

Der zentrale Belastungsfaktor ist die geplante Anpassung der Medicare-Advantage-Sätze für 2027 durch die US-Behörde CMS. Vorgesehen ist nur ein Plus von 0,09% – deutlich weniger als die von Analysten erwarteten 4% bis 6%. Das Thema drückt nicht nur auf UnitedHealth, sondern auf den gesamten Krankenversicherungssektor.

Für UnitedHealth ist das besonders relevant, weil die UnitedHealthcare-Sparte nach Mitgliedschaft die größte Medicare-Versicherung in den USA ist. Zusätzlich fällt auf: Für 2026 stellt der Konzern mehr als 439 Mrd. USD Umsatz in Aussicht – das entspräche laut Unternehmensangabe etwa einem Rückgang um rund 2% gegenüber 2025 und wäre potenziell der erste jährliche Umsatzrückgang seit den späten 1980er-Jahren.

Zum Start in den Handel notierte die Aktie heute bei 284,37 USD und lag damit klar unter dem 50-Tage-Durchschnitt (321,66 USD) und dem 200-Tage-Durchschnitt (322,80 USD). Bewertungsseitig nennt der Bericht ein KGV von rund 21,56 sowie eine Marktkapitalisierung von etwa 257,6 Mrd. USD.

Unterm Strich treffen hier zwei Kräfte aufeinander: regulatorischer Druck bei Medicare Advantage und zugleich ein Markt, in dem große Investoren ihre Anteile weiter erhöhen – während das Management für 2026 einen Gewinn je Aktie von mehr als 17,75 USD anpeilt.

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