Arm Aktie: Arm AGI CPU startet
Arm Holdings plant eigene KI-Chips für Rechenzentren und kündigt strategische Neuausrichtung an. Analysten sehen trotz Kursrückgang hohes Potenzial.
Kurz zusammengefasst
- Einstieg in die Chip-Fertigung
- Neue KI-CPU für Datenzentren
- Lizenzgeschäft wächst um 29 Prozent
- Analysten erhöhen Kursziel deutlich
Arm Holdings plant den großen Umstieg. Der britische Chip-Designer will sein Geschäftsmodell grundlegend erweitern. Bisher verkaufte das Unternehmen vor allem Baupläne für Prozessoren. Nun entwickelt der Konzern eigene Hardware für die Rechenzentren der Zukunft.
Anleger verkaufen die Aktie am Dienstag dennoch massiv ab. Das Papier verliert rund sieben Prozent an Wert. Der Kurs notiert damit aktuell bei 245,00 Euro.
Die Stimmung am Markt bleibt angespannt. Das Papier notiert mittlerweile zwölf Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 279,06 Euro. Trotz des aktuellen Rückschlags blicken Investoren auf ein starkes Jahr zurück. Seit Januar legte der Kurs um 150 Prozent zu.
Analysten sehen massives Potenzial
Experten von KeyBanc Capital Markets bewerten die Lage deutlich optimistischer. Sie halten an ihrer Einstufung „Overweight“ fest. Das Team hob das Kursziel für die Aktie massiv an. Statt bisher 300 US-Dollar trauen sie dem Titel nun 430 US-Dollar zu.
Die Analysten setzen auf den Trend zur „Agentic AI“. Hierbei handeln KI-Systeme eigenständig und benötigen enorme Rechenleistung. Arm positioniert sich mit seiner Architektur im Zentrum dieser Entwicklung.
Rekordjagd bei den Lizenzen
Das bisherige Kerngeschäft liefert die nötige finanzielle Basis für den Umbau. Im vierten Quartal 2026 steigerte Arm den Umsatz um 20 Prozent auf knapp 1,5 Milliarden US-Dollar. Die Nachfrage nach neuen Chip-Designs bleibt ungebrochen hoch.
Besonders die Lizenzerlöse schossen in die Höhe. Sie kletterten im Vergleich zum Vorjahr um 29 Prozent. Kunden investieren massiv in Cloud-Computing und maßgeschneiderte Halbleiter auf Arm-Basis.
Angriff auf den Server-Markt
Der wichtigste strategische Schritt ist die Einführung der „Arm AGI CPU“. Dieser Chip ist speziell für KI-Workloads in Datenzentren konzipiert. Es ist der Vorstoß in die direkte Fertigung.
Das Management hat ehrgeizige Ziele für diesen neuen Bereich. Bis zum Geschäftsjahr 2031 soll die eigene Hardware rund 15 Milliarden US-Dollar zum Gesamtumsatz beisteuern. Gelingt dieser Übergang, würde das die Bewertung des Unternehmens auf ein neues Fundament stellen.
Am 29. Juli 2026 präsentiert der Vorstand nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027. Diese Bilanz wird zeigen, wie stark das Lizenzgeschäft die hohen Entwicklungskosten für die neuen KI-Chips bereits abfedern kann.
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