Xiaomi Aktie: Stützungskauf gegen den Trend?
Xiaomi erwarb eigene Aktien und meldete über 40.000 Auto-Auslieferungen im September; HSBC sieht zugleich mögliche Smartphone-Umsatzrückgänge.

Kurz zusammengefasst
- Xiaomi-Aktie verlor am Freitag 2,8 Prozent
- Rückkauf von 4.112.000 Aktien vollzogen
- Mehr als 40.000 Autos im September ausgeliefert
- HSBC startete Beobachtung mit Kaufempfehlung
Im schwachen Branchenumfeld hat die Aktie von Xiaomi am Freitag nachgegeben. Der Kurs fiel im Handel um 2,8 Prozent auf 2,76 Euro zurück. Belastet wurde das Papier dabei von einem breit angelegten Ausverkauf von Technologietiteln an der Börse in Hongkong.
Steigende Renditen bei US-Staatsanleihen sowie wachsende Sorgen vor anziehenden Energiepreisen und einer hartnäckigen Inflation dämpften die Risikobereitschaft der Investoren spürbar. Zusätzlichen Abgabedruck erzeugte der Umstand, dass infolge feiertagsbedingter Schließungen der Festlandbörsen die gewohnten Kapitalzuflüsse über die Southbound-Handelskanäle ausblieben.
Millioneninvestition in eigene Anteilsscheine
Das Management steuerte der Kursschwäche unmittelbar mit einer Stützungsmaßnahme entgegen. Am Freitag kaufte Xiaomi an der Börse in Hongkong insgesamt 4.112.000 eigene Aktien der Klasse B zurück. Die Transaktionen wurden in einer Preisspanne zwischen 23,98 HK$ und 24,26 HK$ je Anteilsschein abgewickelt.
Der Gesamtbetrag für dieses Rückkaufprogramm belief sich auf rund 99,238 Millionen HK$. Mit dem Erwerb eigener Papiere signalisiert das Unternehmen dem Kapitalmarkt Vertrauen in die eigene Bewertung, nachdem die Aktie seit Jahresbeginn einen Rückgang von 36 Prozent verzeichnete.
Hohe Auslieferungszahlen bei Xiaomi Auto
Im operativen Geschäft zeigt sich unterdessen eine dynamische Entwicklung im Automobilsektor. Am Donnerstag meldete die Sparte Xiaomi Auto für den Monat September 2026 mehr als 40.000 ausgelieferte Fahrzeuge.
Mit diesem Volumen unterstreicht der Konzern das rasche Hochfahren seiner Fertigungskapazitäten im Markt für Elektromobilität. Eine genaue Gesamtzahl sowie eine Aufteilung der Verkäufe nach einzelnen Modellen nannte das Unternehmen bei dieser Bekanntgabe allerdings nicht.
Smartphone-Offensive in Afrika und Analystenlob
Parallel zur Expansion im Mobilitätsbereich forciert Xiaomi den Vertrieb seiner Kerngeräte in neuen Märkten. Am Mittwoch präsentierte der Konzern in Nigeria die Smartphone-Serie Redmi Note 17, die mit vier unterschiedlichen Modellen antritt. Medienberichten zufolge steht die nächste Markteinführung dieser Reihe unmittelbar bevor: Für den 8. Oktober ist der offizielle Verkaufsstart der Geräte in Südafrika angekündigt.
Auch von institutioneller Seite erhielt der Technologiekonzern Beachtung. Am Mittwoch nahm die britische Großbank HSBC die Beobachtung der Xiaomi-Aktie mit einer Kaufempfehlung („Buy“) auf und bezifferte das Kursziel auf 33,20 HK$.
Trotz des positiven Votums wiesen die Analysten jedoch auf bestehende Herausforderungen im traditionellen Gerätegeschäft hin. HSBC prognostizierte in der Studie, dass die Umsätze von Xiaomi im weltweiten Smartphone-Segment im Jahr 2026 um 10 Prozent sinken könnten.
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