US-Unterhändler Witkoff verhandelt in Russland über Friedensplan

Nach Gesprächen mit Selenskyj erörtert der US-Unterhändler mit Putin einen gemeinsam mit europäischen Partnern entwickelten Plan.

Felix Baarz ·
KI-generiertes Symbolbild
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Witkoff verhandelt mit der russischen Führung
  • Europäische Partner wirkten am Vorschlag mit
  • Oslo-Gespräche brachten Übereinstimmungen hervor
  • Putin hat eine Energie-Waffenruhe bislang abgelehnt

Die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Krieges in der Ukraine erreichen eine neue Phase. US-Unterhändler Steve Witkoff ist in St. Petersburg eingetroffen, um der russischen Führung einen gemeinsam mit europäischen Partnern ausgearbeiteten Friedensvorschlag vorzulegen. Zuvor hatten Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Oslo substantielle Fortschritte auf Arbeitsebene erbracht.

Am Flughafen Pulkowo nahm der russische Unterhändler Kirill Dmitrijew den amerikanischen Gesandten in Empfang. Im Konstantinpalast soll das direkte Gespräch mit Kremlchef Wladimir Putin folgen. Die US-Regierung setzt darauf, mit dieser Initiative den Weg für trilaterale und schließlich breit angelegte multilaterale Verhandlungen zu ebnen.

Hoffnung auf ein Spitzentreffen

Norwegens Regierungschef Jonas Gahr Støre verband mit der Reise die Erwartung, die Kontakte könnten ein Treffen auf höchster politischer Ebene vorbereiten. Eine direkte Zusammenkunft zwischen Vertretern der Ukraine, Russlands und der USA hatte Selenskyj bereits mehrfach angeregt. Moskau stand einem solchen Format bislang ablehnend gegenüber oder schlug Verhandlungen in der russischen Hauptstadt vor, was für die Führung in Kiew inakzeptabel ist.

In Oslo präsentierte die ukrainische Seite neue Ideen, die mit Vertretern der USA und europäischer Staaten detailliert erörtert wurden. Dabei zeichneten sich deutliche Übereinstimmungen ab. Das in Skandinavien abgestimmte Papier bildet nun die Grundlage für die Gespräche mit Putin.

Verhärtete Fronten vor dem Winter

Die diplomatische Initiative trifft auf eine militärisch angespannte Lage. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als viereinhalb Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Gezielte Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur setzen das Land vor Beginn des Winters unter Druck, während Kiew zugleich über empfindliche Lücken in der Flugabwehr klagt.

Selenskyj sprach sich vor diesem Hintergrund für eine gegenseitige Waffenruhe bei Angriffen auf Energieanlagen aus. Putin lehnte diesen Schritt bislang ab. Die Gespräche im Konstantinpalast sollen klären, ob Moskau zu Zugeständnissen auf Basis des westlich-ukrainischen Vorschlags bereit ist.

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