Gold: Underdog buntgemischt!
Der Goldpreis steht unter Druck, da steigende Ölpreise Zinssenkungen unwahrscheinlich machen und die Safe-Haven-Nachfrage bremsen. Zentralbankkäufe bleiben verhalten.

Kurz zusammengefasst
- Ölpreisschock durch Blockade der Straße von Hormus
- Höhere Zinsen machen Gold als Anlage unattraktiver
- Zentralbankkäufe liegen unter Vorjahresdurchschnitt
- Goldkurs deutlich unter Jahreshoch von Januar
Trumps Ultimatum an den Iran, die Straße von Hormus bis Dienstagabend zu öffnen, hat den Goldmarkt in ein Dilemma manövriert. Steigende Ölpreise schüren Inflationssorgen — und die wirken paradoxerweise gegen das Edelmetall.
Warum der Ölpreisschock Gold belastet
Brent und WTI notieren infolge der Blockade über 110 USD pro Barrel. Dieser Energiepreisanstieg zwingt Zentralbanken, geplante Zinssenkungen zu verschieben oder ganz zu streichen. Für Gold, das keine Zinsen abwirft, ist das ein strukturelles Problem: Staatsanleihen mit steigenden Renditen werden als Alternative attraktiver. Der klassische Safe-Haven-Effekt wird so durch den Inflationskanal konterkariert.
Der Goldkurs notiert aktuell bei rund 4.705 USD pro Feinunze — rund 14 Prozent unter dem Januarhoch von 5.450 USD. Das spiegelt die Zögerlichkeit institutioneller Investoren wider, die auf das Auslaufen der Iran-Frist warten, bevor sie größere Positionen aufbauen oder abbauen.
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Zentralbanken kaufen — aber verhaltener
Die strukturelle Nachfrage der Notenbanken bleibt ein stützender Faktor, hat jedoch an Schwung verloren. Im Februar kauften Zentralbanken netto 19 Tonnen Gold — mehr als im schwachen Januar, aber deutlich unter dem monatlichen Durchschnitt von 26 Tonnen im Jahr 2025. Schwellenländer wie Indonesien, Malaysia und Guatemala treten weiterhin als Käufer auf, um ihre Reserven zu diversifizieren. Das bereits hohe Preisniveau begrenzt jedoch den Spielraum: In vielen Notenbankportfolios nimmt Gold bereits eine gewichtige Position ein.
Eine friedliche Beilegung des Hormus-Konflikts würde die geopolitische Risikoprämie schnell abschmelzen lassen. Eine militärische Eskalation hingegen dürfte die Safe-Haven-Nachfrage schlagartig anziehen — bei gleichzeitig weiter steigendem Inflationsdruck durch Energiepreise. Bis die Frist verstrichen ist und die Reaktionen der Weltmächte absehbar werden, bleibt Gold in dieser Zwischenzone gefangen.
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