Gold: 3,8 Prozent Inflation bremst Nachfrage
Trotz geopolitischer Spannungen fällt der Goldpreis. Steigende Ölpreise und Inflationssorgen nähren die Furcht vor weiteren US-Zinserhöhungen.
Kurz zusammengefasst
- Goldpreis fällt trotz Nahost-Krise
- Ölpreise und Inflation steigen rasant
- Zinserhöhung der Fed rückt näher
- Physische Goldnachfrage erreicht Rekordhoch
Der Nahe Osten eskaliert, die Straße von Hormuz ist faktisch dicht. Eigentlich das perfekte Umfeld für einen rasanten Anstieg des Goldpreises. Das Gegenteil passiert. Das Edelmetall verliert an Wert, während Ölpreise und Anleiherenditen nach oben schießen.
Ein Drohnenangriff auf das Barakah-Atomkraftwerk in Abu Dhabi versetzte die Märkte am Wochenende in Aufruhr. Ein Geschoss traf die Außenanlagen der milliardenschweren Nuklearanlage. Parallel dazu fing Saudi-Arabien weitere Flugkörper ab. Die geopolitische Lage spitzt sich spürbar zu.
Engpass treibt Inflation
Die Straße von Hormuz bleibt für den globalen Handel weitgehend gesperrt. Das treibt die Energiekosten massiv nach oben. Bereits in der Vorwoche legten die Ölpreise um mehr als sieben Prozent zu. Im April stiegen die US-Energiepreise im Jahresvergleich um fast 18 Prozent.
Dieser Preisdruck schlägt voll auf die US-Verbraucherpreise durch. Die Jahresrate kletterte auf 3,8 Prozent. Der Erzeugerpreisindex sprang sogar um sechs Prozent nach oben. Das ist der höchste Wert seit Anfang 2023.
Die Folge: Investoren fürchten eine neue Zinsspirale. Eine weitere Zinserhöhung der US-Notenbank in diesem Jahr gilt plötzlich wieder als realistische Option. Das macht Gold als zinslose Anlage unattraktiv. Im frühen Montagshandel fiel der Preis für eine Feinunze um über ein Prozent auf rund 4.500 US-Dollar.
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Volatile Tage voraus
Die physische Nachfrage nach dem Edelmetall bleibt indes hoch. Im ersten Quartal 2026 erreichte der globale Goldbedarf ein neues Rekordhoch von über 1.230 Tonnen. Am Finanzmarkt dominiert aktuell jedoch die akute Zinsangst.
US-Präsident Donald Trump fordert vom Iran ein schnelles Einlenken. Gespräche mit Chinas Präsident Xi Jinping brachten am Wochenende keine Entspannung. Laut Medienberichten berät das Weiße Haus am Dienstag über mögliche militärische Optionen.
Der Goldmarkt steht vor einer entscheidenden Woche. Neben der geopolitischen Lage rücken neue Wirtschaftsdaten in den Fokus. Die anstehenden FOMC-Protokolle und die Inflationserwartungen der Universität Michigan werden die Richtung vorgeben. Fällt der Zinsdruck geringer aus als befürchtet, könnte das Edelmetall seine jüngsten Verluste schnell aufholen.
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