SpaceX Aktie: Starship soll erstmals Orbit erreichen
SpaceX visiert am 22. September den 14. Starship-Test an. Erstmals soll die Oberstufe einen Erdorbit erreichen und 26 Satelliten aussetzen.

Kurz zusammengefasst
- 14. Starship-Test für 22. September geplant
- Oberstufe soll 275 Kilometer erreichen
- 26 Starlink-V3-Satelliten als Nutzlast vorgesehen
- Aktie steigt heute um 5,1 Prozent
SpaceX peilt für den 22. September den 14. Testflug seines Großraketensystems Starship an. Nach bisher 13 suborbitalen Missionen soll die Oberstufe dabei erstmals einen niedrigen Erdorbit in rund 275 Kilometern Höhe erreichen. Der Start steht unter dem Vorbehalt der behördlichen Freigabe und günstiger Wetterbedingungen. Am Markt sorgt die Ankündigung für Rückenwind: Das Papier gewinnt heute 5,1 Prozent auf 130,62 Euro.
Mit diesem Flug leitet das Unternehmen eine entscheidende Phase für die Wirtschaftlichkeit seines Schwerlastträgers ein. Bisherige Testreihen dienten primär dem Nachweis aerodynamischer Kontrollierbarkeit und der Erprobung des Wiedereintritts.
Das Erreichen einer stabilen Umlaufbahn gilt als technischer Schlüssel, um bestehende Falcon-Systeme langfristig abzulösen und die vertraglich vereinbarten Mondmissionen für die US-Raumfahrtbehörde NASA bedienen zu können.
Erste Fracht für das erweiterte Starlink-Netz
Im Rahmen der Mission sollen erstmals Nutzlasten transportiert werden. An Bord der Oberstufe befinden sich 26 Satelliten der Baureihe Starlink V3, die im Orbit ausgesetzt werden sollen. Jeder dieser Satelliten soll eine Bandbreite von einem Terabit pro Sekunde bereitstellen. Für den Gesamttest ist eine Dauer von rund zehn Stunden angesetzt, die sechs Erdumläufe umfasst.
Ein Auffangen des Boosters oder des Raumschiffs an der Startrampe ist für diesen Test nicht vorgesehen. Der Super-Heavy-Booster soll kontrolliert im Golf von Mexiko wassern, während die Mission der oberen Stufe mit einem Deorbit-Manöver und einem Aufsetzen im Pazifischen Ozean westlich von Chile enden soll.
Mehrere der mitgeführten Satelliten wurden mit Kameras ausgerüstet, um das Verhalten der Hitzeschutzkacheln bei der Rückkehr in die dichten Atmosphäreschichten aufzuzeichnen.
Wachstumsfantasie durch Rechenzentren und Satellitendienste
Parallel zum operativen Raumfahrtgeschäft rücken neue Umsatzquellen in den Fokus. Finanzchef Bret Johnsen stellte kürzlich Vereinbarungen im Bereich des KI-Hostings in Aussicht, deren monatliche Abrechnung ab Dezember beginnen soll. Ziel des Managements sei es, die annualisierte Umsatzrate bis Ende 2026 auf 100 Milliarden Dollar zu steigern. Zudem existieren Vorhaben, ab dem Jahr 2027 orbitale Rechenzentren zu testen.
An der Wall Street stößt die langfristige Ausrichtung weiterhin auf Zuspruch. Die Investmentbank Morgan Stanley bestätigte ihre Einstufung mit „Buy“ und einem Kursziel von 300 Dollar. Die Experten begründen ihre Zuversicht mit den anhaltend hohen Nutzerzuwächsen bei Starlink sowie den langfristigen Ertragschancen weltraumgestützter IT-Infrastruktur.
Cathie Wood von ARK Invest betonte ebenfalls die Hebelwirkung künftiger Starship-Flüge, die bei einer angestrebten vollen Wiederverwendbarkeit die Transportkosten massiv senken könnten. Das Unternehmen bezifferte die Entwicklungskosten für das Trägersystem zuletzt auf mehr als 15 Milliarden Dollar.
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