McDonald’s Aktie: Heimatmarkt rutscht leicht ins Minus
Der bereinigte Quartalsgewinn übertraf die Prognosen, während der Umsatz die Markterwartungen verfehlte und US-Vergleichsumsätze nachgaben.

Kurz zusammengefasst
- Bereinigter Gewinn je Aktie bei 3,57 Dollar
- Erlöse rund 130 Millionen Dollar unter Konsens
- US-Vergleichsumsätze sanken um 0,2 Prozent
- September brachte US-Umsätze zurück ins Wachstum
Gewinn besser, Umsatz schwächer: McDonald’s liefert für das dritte Quartal ein gemischtes Bild. Im Heimatmarkt schrumpften die vergleichbaren Umsätze erstmals seit sechs Quartalen. Dennoch legte die Aktie vorbörslich zu.
Gewinn schlägt Erwartungen, Umsatz nicht
Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um elf Prozent auf 3,57 Dollar und übertraf die Schätzungen um 0,19 Dollar. Der ausgewiesene Gewinn lag bei 3,51 Dollar. Der operative Gewinn verbesserte sich um sieben Prozent auf 3,60 Milliarden Dollar.
Beim Umsatz reichte es nicht. Die Erlöse wuchsen um ein Prozent auf knapp 7,2 Milliarden Dollar und lagen damit rund 130 Millionen Dollar unter dem Konsens. Die Systemumsätze, also die Umsätze aller Restaurants weltweit, stiegen um vier Prozent auf mehr als 38 Milliarden Dollar.
Schwächere Kundenfrequenz in den USA
Im wichtigsten Markt gingen die vergleichbaren Umsätze um 0,2 Prozent zurück. Analysten hatten allerdings mit einem stärkeren Minus gerechnet, und der Konzern hatte vorab bereits leicht negative Resultate in Aussicht gestellt. Die Kunden gaben pro Besuch etwas mehr aus, kamen aber seltener. Höhere Rechnungsbeträge glichen den Rückgang bei den Gästezahlen damit weitgehend aus.
Rabattaktionen und günstige Menüs konnten die Frequenz bislang nicht nachhaltig beleben. Die Kaufkraft der Verbraucher bleibt unter Druck. Immerhin verbesserte sich der Trend im Quartalsverlauf: Im September kehrten die US-Umsätze zum Wachstum zurück.
Japan trägt, China und Frankreich bremsen
International fiel das Bild freundlicher aus. In den etablierten Auslandsmärkten stiegen die vergleichbaren Umsätze um 1,4 Prozent, getragen von Deutschland und Australien. Frankreich bremste.
Am stärksten wuchs das Geschäft mit Lizenznehmern und Entwicklungspartnern, hier legten die vergleichbaren Umsätze um 4,2 Prozent zu. Japan lieferte den größten Beitrag. China blieb dagegen ein Schwachpunkt mit rückläufigen Umsätzen.
Die Anleger honorierten die Zahlen vorbörslich: Die Aktie stieg an der NYSE zeitweise um 2,36 Prozent auf 269,20 Dollar. Die jüngsten Gewinnrevisionen der Analysten deuten allerdings nicht auf eine schnelle Trendwende hin. Der September-Umschwung in den USA ist damit der wichtigste Gradmesser für das Schlussquartal.
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