Rolls-Royce Aktie: Servicegeschäft im Visier?
Eine mögliche staatliche Unterstützung von bis zu 200 Millionen Pfund betrifft den Kurzstrecken-Demonstrator; eine Vereinbarung steht noch aus.

Kurz zusammengefasst
- Fördergespräche für UltraFan-30 laufen
- Mögliche Summe: 100 bis 200 Millionen Pfund
- MV-75-Triebwerk erreichte volle Leistung
- Safran bestätigte seine Prognosen für 2026
Rolls-Royce steht einem Reuters-Bericht vom Freitag zufolge kurz vor einer britischen Fördervereinbarung über bis zu 200 Millionen £ für einen Triebwerksdemonstrator. Die Meldung beruht auf einem Bericht der Financial Times, den Reuters nicht unabhängig bestätigen konnte. Die Aktie verlor am Freitag im Sog von Sorgen um das Servicewachstum bei Safran 6,7%.
Förderung für Kurzstrecken-Triebwerk im Gespräch
Das Geld soll die Entwicklung und Erprobung eines UltraFan-30-Demonstrators für Kurzstreckenflugzeuge unterstützen. Die Financial Times bezifferte die mögliche Förderung auf 100 Millionen £ bis 200 Millionen £. Dem Bericht zufolge geht es um eine Vereinbarung mit der britischen Regierung, nicht um eine bereits zugesagte Zahlung.
Einen technischen Fortschritt meldete Rolls-Royce bei einem anderen Triebwerksprojekt: Medienberichten zufolge erreichte das Triebwerk für das Flugzeug MV-75 der US-Armee mit einer neuen digitalen Triebwerkssteuerung die volle Leistung. Der Bericht vom Dienstag berief sich dabei auf Führungskräfte des Unternehmens.
Safran-Zahlen belasten das Branchenumfeld
Auslöser des Kursdrucks war Medienberichten zufolge Safrans Quartalsbericht mit Hinweisen auf eine schwächere Wachstumsdynamik bei Großraumflugzeugen. Damit verbunden waren Sorgen um das Geschäft mit Triebwerkswartung und Ersatzteilen. Reuters zählte Rolls-Royce zu den belasteten Luftfahrt- und Rüstungswerten.
Safrans Umsatz im triebwerksbezogenen Wartungs- und Ersatzteilgeschäft wuchs um 18,7%. Das Unternehmen bestätigte zugleich seine Prognosen für 2026.
Rolls-Royce erweiterte vor gut einer Woche nach eigenen Angaben außerdem CorporateCare Enhanced ohne Erhöhung des Stundensatzes. Hinzu kamen Schutz bei kleineren Fremdkörperschäden, eine ausgeweitete Abdeckung berechtigter Pearl-Bauteile mit begrenzter Lebensdauer sowie Zugang zur Lackierung von Triebwerksgondeln.
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