Adidas liefert plötzlich wieder harte Argumente: deutlich bessere Profitabilität und ein milliardenschwerer Aktienrückkauf. Damit verschiebt sich der Blick weg vom reinen Umsatzrekord hin zur Frage, ob die operative Wende wirklich trägt. Kann der Konzern diese neue Basis schon 2026 in nachhaltiges Wachstum übersetzen?
Marge als Schlüsselzahl
Entscheidend ist die Entwicklung der Ertragskraft. Das Betriebsergebnis stieg im Jahresvergleich von 1,34 auf 2,06 Mrd. Euro. Gleichzeitig weitete Adidas die operative Marge von 5,6% auf 8,3% aus.
Hinter den Zahlen steht vor allem die Strategie, Lagerbestände abzubauen und den Fokus stärker auf „Brand Heat“ zu legen. Besonders das vierte Quartal 2025 gilt als wichtiger Stimmungstest für das neue Jahr: Währungsbereinigt kletterte der Umsatz um 11%, das operative Ergebnis verdreifachte sich auf 164 Mio. Euro. Das spricht dafür, dass das Momentum nicht nur ein Einmaleffekt war.
Aktienrückkauf: Bis zu 1 Milliarde Euro
Ab Anfang Februar 2026 will Adidas eigene Aktien im Volumen von bis zu 1 Mrd. Euro über die Börse zurückkaufen und anschließend einziehen. Das Programm soll im Laufe von 2026 abgeschlossen werden.
Am Markt wird so ein Schritt typischerweise als Signal interpretiert, dass das Management die Cash-Entwicklung stabil genug sieht, um Kapital an Aktionäre zurückzugeben. Nach Restrukturierung und Lagerabbau soll damit sichtbar werden: Adidas will wieder stärker in eine Phase der „Cash-Generierung“ kommen.
Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
– Umsatz 2025: 24,81 Mrd. Euro (Rekord)
– Operatives Ergebnis: 2,06 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,34 Mrd. Euro)
– Operative Marge: 8,3% (Vorjahr: 5,6%)
– Aktienrückkauf: bis zu 1 Mrd. Euro, Start Anfang Februar 2026
– Nächster Termin: 4. März 2026 (Geschäftsbericht, Ausblick, Dividendenvorschlag)
WM-Jahr 2026: Nächster Prüfstein
2026 wird operativ besonders wichtig: Als FIFA-Partner steht mit der Fußball-WM in Nordamerika ab Juni ein Großereignis an. Analysten dürften dabei vor allem auf den US-Markt schauen – und darauf, ob Adidas die wiedergewonnene Markenstärke in Marktanteile ummünzen kann.
Auch an der Börse ist die Ausgangslage zwiegespalten: Am Freitag schloss die Aktie bei 149,15 Euro (+3,94%). Auf 30 Tage steht allerdings noch ein Minus von 11,77%, und zum 52-Wochen-Hoch fehlen rund 42,85%. Der Kurs liegt zudem klar unter dem 200-Tage-Durchschnitt (Abstand: -17,32%) – ein Hinweis, dass der langfristige Trend erst noch drehen muss.
Am 4. März 2026 wird es konkret: Dann veröffentlicht Adidas den vollständigen Geschäftsbericht – inklusive Guidance für 2026 und dem Dividendenvorschlag. Genau diese beiden Punkte dürften entscheiden, ob der Aktienrückkauf als Startschuss für eine dauerhaft stärkere Cash-Story gilt oder „nur“ eine Begleitmusik zu guten 2025er-Zahlen bleibt.
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