Amazon Aktie: Neuer Fire TV Stick vorgestellt
AWS verlangt ab 7. Oktober höhere Gebühren für reservierte GPU-Leistung; Amazon vereinbarte zudem eine Zahlung von 8,25 Millionen Dollar.

Kurz zusammengefasst
- AWS hebt GPU-Reservierungspreise ab 7. Oktober an
- Wells Fargo bestätigt Einstufung und Kursziel
- Amazon kündigt vier überarbeitete Kindle-Modelle an
- Vergleich umfasst 8,25 Millionen Dollar
Mit neuen Hardware-Modellen im Konsumentengeschäft und bevorstehenden Preisanpassungen bei Cloud-Kapazitäten stellt sich Amazon für das Schlussquartal auf. An der Börse notiert der Anteilsschein zu Wochenbeginn bei 224,80 Euro und legt damit um 0,6 Prozent zu. Bis zum 52-Wochen-Hoch von 249,00 Euro fehlen dem Titel derzeit noch rund 9,7 Prozent.
Preisanpassungen für Rechenleistung bei AWS
Im Zentrum der geschäftlichen Entwicklung steht weiterhin die Cloud-Sparte AWS. Nach veröffentlichten Preislisten für sogenannte Capacity Blocks greifen ab dem 7. Oktober höhere Gebühren für reservierte GPU-Kapazitäten. Für US-Kunden liegen die ausgewiesenen Raten künftig bei 16,146 Dollar je Beschleuniger-Stunde für den B300-Chip sowie bei 14,208 Dollar für den B200. Für ältere H100-Kapazitäten werden 5,970 Dollar je Stunde fällig.
Die Anhebung der Tarife stößt am Markt auf Beachtung. Die US-Bank Wells Fargo bekräftigte am Donnerstag ihre Einstufung mit „Overweight“ und beließ das Kursziel bei 338 Dollar. Zur Begründung verwiesen die Experten auf die Preissetzungsmacht von AWS im Zuge der gestiegenen Reservierungsgebühren für Grafikprozessoren.
Auch Goldman Sachs nahm den Konzern am Donnerstag in seine Favoritenliste für Oktober auf. Das Analysehaus hob die anhaltende Nachfrage nach KI-Rechenleistung, die zunehmende Profitabilität im Online-Handel sowie das anhaltende Werbewachstum positiv hervor.
Hardware-Offensive und rechtliche Einigung
Parallel zum Infrastrukturgeschäft treibt der Konzern Neuerungen im Endkundensegment voran. Für den japanischen Markt kündigte das Unternehmen am Donnerstag eine aktualisierte Kindle-Produktreihe an, die vier überarbeitete Modelle umfasst.
Bereits am Mittwoch stellte Amazon zudem einen neuen Fire TV Stick 4K zusammen mit einer neu gestalteten Fernbedienung vor. Für Kunden findet die Verkaufsaktion Prime Big Deal Days am 6. und 7. Oktober 2026 statt.
Auf juristischer Ebene erzielte das Unternehmen unterdessen Rechtssicherheit in einem US-Verfahren. Mit dem District of Columbia verständigte sich Amazon am Donnerstag auf einen Vergleich in Höhe von 8,25 Millionen Dollar zur Beilegung einer Klage wegen Lieferbeschränkungen.
Davon fließen 7,25 Millionen Dollar als Erstattungen an rund 69.000 Kunden, während eine Million Dollar als Strafzahlung verbucht wird. Zukünftig verpflichtet sich der Konzern, Kunden vorab über Lieferbeschränkungen zu informieren.
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