Puma Aktie: Zwischen Hoffnung und Druck

Pumas neue Formel-1-Partnerschaft mit McLaren steht im Kontrast zu erwarteten Verlusten, hoher Verschuldung und gesenkten Analystenkurszielen.

Kurz zusammengefasst:
  • Neue globale Partnerschaft mit McLaren Racing ab 2026
  • Analysten senken Kursziele trotz Markendeal
  • Hohe Nettoverschuldung und erwarteter EBIT-Verlust
  • Aktie notiert deutlich unter 52-Wochen-Hoch

Puma steckt im Umbau: Auf der einen Seite soll eine neue Spitzen-Partnerschaft im Motorsport die Marke stärken, auf der anderen Seite lasten hohe Schulden, erwartete Verluste und vorsichtige Analystenstimmen auf der Aktie. Wie gut passt dieser neue Formel-1-Coup zur angespannten finanziellen Realität?

Neuer Motorsport-Deal als Markenhebel

Puma hat eine mehrjährige, weltweite Partnerschaft mit McLaren Racing vereinbart. Ab der Saison 2026 wird der Sportartikelhersteller offizieller Ausrüster des Teams – nicht nur in der Formel 1, sondern auch:

Puma

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Heute: -
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  • in der IndyCar-Serie
  • in der F1 Academy
  • im E-Sport

Zum Paket gehören sowohl Team-Ausrüstung als auch eine globale Lifestyle-Kollektion für Fans. Erste Produkte der Linie „Race Louder“ sind bereits erhältlich, eine Replika-Kollektion folgt Anfang Februar. Der bisherige Ausrüster Castore wird abgelöst.

Für Puma ist der Schritt strategisch wichtig: Der Konzern ist seit 2005 Partner von Scuderia Ferrari und damit im Motorsport-Premiumsegment etabliert, hatte jedoch Anfang 2025 die Zusammenarbeit mit Mercedes-AMG-Petronas an Adidas verloren. Der McLaren-Deal soll diese Lücke im Sponsoring-Portfolio schließen und die Marke im Performance-Umfeld sichtbar halten.

Analysten senken Kursziele

Trotz der neuen Partnerschaft bleibt die Einschätzung der Analysten verhalten. Mehrere Häuser haben ihre Kursziele reduziert und verweisen auf operative Herausforderungen und den langen Weg zurück zu höherer Profitabilität.

Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Goldman Sachs: Rating „Buy“, Kursziel von 29 auf 26,50 Euro gesenkt
  • Deutsche Bank: Rating „Hold“, Kursziel 16 Euro; Rückkehr zu deutlicher Profitabilität erst ab 2027 erwartet
  • RBC Capital Markets: „Sector Perform“ mit Kursziel 20 Euro
  • Durchschnittliches Kursziel: 23,78 Euro und damit zwar über dem aktuellen Kurs, aber klar unter früheren Bewertungsniveaus

Vor allem die Einschätzung der Deutschen Bank macht deutlich, dass Analysten Puma noch in einer frühen Phase der Markenerholung sehen. Der McLaren-Deal wird zwar als positiv für die Marke gewertet, ändert aber kurzfristig wenig an den bilanziellen Belastungen.

Übernahmespekulationen um Anta Sports

Parallel dazu hält sich ein weiteres Thema im Hintergrund: der mögliche Einstieg des chinesischen Sportartikelherstellers Anta Sports. Dem Vernehmen nach gibt es Interesse an dem rund 29-prozentigen Anteil der Pinault-Familie. Konkrete Fortschritte oder Transaktionen wurden bislang jedoch nicht bekannt.

Die Fantasie einer größeren strategischen Lösung bleibt damit zwar bestehen, hat sich zuletzt aber deutlich abgekühlt. Der Kurs wird aktuell vor allem von Fundamentaldaten und den Erwartungen an das operative Geschäft bestimmt.

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Finanzielle Lage bleibt angespannt

Die Bilanz unterstreicht, warum Analysten vorsichtig bleiben. Puma arbeitet mit erhöhter Verschuldung und einem erwarteten operativen Verlust:

  • Nettoverschuldung von 1,2 Milliarden Euro per Q3 2025
  • Brückenfinanzierung über 500 Millionen Euro im Dezember 2025 gesichert
  • Zusätzliche Kreditlinien von 108 Millionen Euro vereinbart
  • Für das Gesamtjahr 2025 wird ein EBIT-Verlust erwartet

Finanzvorstand Markus Neubrand hat bereits klar gemacht, dass die höhere Verschuldung auch in der ersten Jahreshälfte 2026 bestehen bleibt. Entlastung könnten frühestens die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 bringen, die am 26. Februar veröffentlicht werden sollen.

Die Kombination aus hoher Verschuldung, fehlender Profitabilität und notwendiger Markeninvestitionen erklärt, warum viele Analysten Puma derzeit eher vorsichtig einordnen – trotz prominenter Partnerschaften.

Kursentwicklung und Bewertung im Rückspiegel

An der Börse spiegelt sich diese Gemengelage deutlich wider. Die Aktie notiert heute bei 21,71 Euro und damit rund 44 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 38,77 Euro. Auf Zwölfmonatssicht ergibt sich ein Minus von 44 Prozent, die Marktkapitalisierung liegt nur noch bei rund 3,3 Milliarden Euro – weit entfernt von den Spitzenzeiten 2021 mit über 18 Milliarden Euro.

Kurzfristig wirkt der Titel technisch eher angespannt:

  • Der Kurs liegt nur knapp über dem 50- und 200-Tage-Durchschnitt (21,53 bzw. 21,00 Euro)
  • Der RSI (14 Tage) von 73,2 signalisiert einen überkauften Bereich
  • Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von gut 74 Prozent steht für starke Schwankungen

Die Aktie hat sich damit zwar deutlich vom 52-Wochen-Tief bei 15,48 Euro nach oben gelöst, bleibt aber im Vergleich zu früheren Bewertungsniveaus klar zurück.

Fazit: McLaren-Deal trifft auf harte Realität

Unterm Strich steht Puma zwischen zwei Welten: Der neue McLaren-Vertrag stärkt die Markenpräsenz im globalen Motorsport und soll die Position im Premiumsegment festigen. Gleichzeitig lasten ein erwarteter EBIT-Verlust, hohe Nettoschulden und vorsichtige Analystenprognosen auf dem Investmentcase.

Entscheidend für die weitere Entwicklung wird sein, ob Puma mit den Quartalszahlen Ende Februar und im Verlauf des Jahres 2026 Anzeichen einer operativen Wende liefert – erst dann könnten Sponsoring-Deals wie mit McLaren auch in der Bewertung nachhaltiger durchschlagen.

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