XRP: Bitget-Hack setzt Anleger unter Druck
US-Spotfonds verloren am Freitag 3,28 Millionen US-Dollar; im September hatten sie noch 121,4 Millionen eingesammelt.
Kurz zusammengefasst
- XRP notiert über seinem 50-Tage-Durchschnitt
- Bitwise-Produkt laut Berichten für Abflüsse verantwortlich
- Bitget beziffert Sicherheitsverlust auf 387,5 Millionen US-Dollar
- SEC legte Verwahrungsvorschläge am 1. Oktober vor
Der Markt für XRP muss zum Wochenausklang einen Dämpfer bei den institutionellen Kapitalflüssen verkraften. Am Freitag verzeichneten die US-Spot-ETFs für die Kryptowährung Nettoabflüsse in Höhe von 3,28 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig notiert der Token bei einem Kurs von 1,50 US-Dollar und hält sich damit über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 1,40 US-Dollar.
Damit endete eine mehrtägige Phase stabiler Zukäufe an den US-Börsen. Die jüngsten Abflüsse werden Medienberichten zufolge dem Produkt des Anbieters Bitwise zugeschrieben. Für Marktteilnehmer stellt dieser Rückschlag eine Zäsur dar, nachdem institutionelle Produkte den Kurs in den vergangenen Wochen gestützt hatten.
Trendwende bei den US-Fonds
Im Vormonat sah das Bild an den Termin- und Kassamärkten noch deutlich freundlicher aus. Im gesamten September sammelten die US-Spot-ETFs insgesamt 121,4 Millionen US-Dollar an neuen Mitteln ein. Den stärksten Einzeltag markierte dabei der 25. September mit einem Zuwachs von 22,6 Millionen US-Dollar.
Bemerkenswert bleibt allerdings die Entwicklung des verwalteten Gesamtvermögens. Trotz der kräftigen Zuflüsse ging das Nettovermögen der Fonds im September per Saldo zurück. Die Kursverluste des Basiswerts zehrten die neu investierten Gelder somit teilweise wieder auf.
Nachwirkungen des Sicherheitsvorfalls bei Bitget
Neben den ETF-Flüssen sorgt ein schwerer Sicherheitsvorfall im Krypto-Sektor für anhaltende Vorsicht. Die Krypto-Börse Bitget hatte unautorisierte Abhebungen aus ihren Beständen gemeldet und bezifferte den Gesamtschaden auf 387,5 Millionen US-Dollar. Unter den gestohlenen Vermögenswerten befanden sich rund 102,9 Millionen XRP.
Medienberichten zufolge transferierte die unbekannte Partei XRP-Bestände im Wert von etwa 83 Millionen US-Dollar. Tokens im Gegenwert von rund 75 Millionen US-Dollar verblieben dabei auf Konten, die sich über das XRP Ledger technisch nicht einfrieren ließen. Diese fehlende Kontensperre auf Protokollebene rückte Sicherheitsfragen erneut in das Blickfeld institutioneller Anleger.
Regulatorische Vorgaben und Termine im Oktober
Auch die Aufsichtsbehörden bleiben aktiv. Die US-Börsenaufsicht SEC legte am 1. Oktober neue Vorschläge für die Verwahrung von Krypto-Vermögenswerten vor. Die geplanten Regelungen richten sich an Anlageberater sowie regulierte Fonds und stellen eine allgemeine Branchenvorgabe ohne speziellen XRP-Bezug dar. Zudem bestätigte die SEC am 28. September das Inkrafttreten einer nachträglichen Änderung für den bestehenden ETF von Bitwise.
In den kommenden Tagen richtet sich der Blick auf mehrere operative Termine. Medienberichten zufolge wird für den 7. Oktober der Abschluss einer Transaktion rund um das Unternehmen Evernorth erwartet. Am 8. Oktober soll der Handel des Titels XRPN an der Nasdaq aufgenommen werden. Zudem steht für das XRP Ledger frühestens am 9. Oktober die mögliche Aktivierung des Batch-Upgrades an, das bis zu acht Transaktionen bündeln soll.
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