Prospect Capital Aktie: Wells Fargo senkt auf Underweight
Wells Fargo stuft Prospect Capital ab, während gekürzte Ausschüttung und fallende Analystenziele den Aktienkurs belasten.
Kurz zusammengefasst
- Neues Jahrestief bei 2,12 Dollar
- Wells Fargo senkt auf Underweight
- Gewinnüberraschung im dritten Quartal
- Monatliche Dividende auf 0,035 Dollar gekürzt
Eine gekürzte Ausschüttung trifft bei Prospect Capital auf eine frische Herabstufung. Für eine Business Development Company, deren Anlagefall stark am laufenden Ertrag hängt, ist das eine heikle Mischung. Selbst besser als erwartete Quartalszahlen konnten den Druck auf die Aktie zuletzt kaum abfedern.
Am Mittwoch rutschte der Titel im Tagesverlauf bis auf 2,12 Dollar und markierte damit ein neues Jahrestief. Auf Sicht von zwölf Monaten summiert sich das Minus auf rund 28 Prozent. Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren.
Wells Fargo senkt den Daumen
Wells Fargo hat die Aktie von Prospect Capital auf „Underweight“ abgestuft. Das Kursziel sank auf 2,00 Dollar nach zuvor 2,50 Dollar. Damit signalisiert die Bank, dass sie selbst nach dem deutlichen Rückgang noch weiteren Spielraum nach unten sieht.
Der Schritt passt zur aktuellen Debatte um die Tragfähigkeit der Ausschüttungen und die Bewertung hoch rentierlicher Finanzwerte. Zuletzt lag der Schlusskurs bei 2,20 Dollar, also nur noch knapp über dem neuen Ziel der Analysten. Technisch wirkt die Aktie nach gängigen Indikatoren bereits überverkauft, fundamental reicht das dem Markt aber offenbar nicht als Gegenargument.
Gute Zahlen, schwache Wirkung
Operativ lieferte Prospect Capital im dritten Geschäftsquartal zunächst ein positives Signal. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,16 Dollar und damit über der Analystenerwartung von 0,11 Dollar. Das ist eine klare Ergebnisüberraschung.
Auch die weiteren Kennzahlen wirkten auf den ersten Blick solide. Der Umsatz erreichte 150,07 Millionen Dollar, der Nettogewinn lag bei 78,46 Millionen Dollar. Die Börsenbewertung bewegt sich nur noch bei gut einer Milliarde Dollar.
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Der Haken liegt im Gesamtbild. Auf Zwölfmonatssicht weist Prospect Capital weiterhin einen negativen Gewinn je Aktie von 0,37 Dollar aus. Genau dieser Kontrast erklärt, warum die Quartalsüberraschung den Vertrauensverlust nicht einfach ausgleichen konnte.
Ausschüttung wird zum Kernproblem
Besonders sensibel reagiert der Markt auf die angepasste monatliche Ausschüttung. Sie beträgt nun 0,035 Dollar je Aktie. Zuvor hatte das Unternehmen über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg eine lange Historie regelmäßiger Zahlungen aufgebaut.
Die ausgewiesene Dividendenrendite liegt trotz Kürzung bei rund 22,7 Prozent. Das klingt hoch, ist aber auch ein Spiegel des stark gefallenen Aktienkurses. Bei Business Development Companies kann eine solche Rendite schnell weniger als Stärke denn als Warnsignal gelesen werden, wenn Zweifel an der Ertragsbasis wachsen.
Druck kommt auch vom Zinsmarkt. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen erreichte zuletzt 4,6 Prozent. Höhere risikofreie Renditen machen Hochdividendenwerte weniger attraktiv, vor allem wenn deren Ausschüttungsprofil unsicherer wird.
Prospect Capital handelt nun nahe dem unteren Ende seiner Jahresspanne von 2,11 bis 3,50 Dollar. Der nächste konkrete Prüfpunkt ist der Ex-Dividendentermin Ende Mai, bevor die Zahlung im Folgemonat folgen soll. Bis dahin bleibt die Aktie vor allem ein Testfall dafür, ob ein einzelnes starkes Quartal gegen eine gekürzte Ausschüttung und fallende Analystenziele ankommt.
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