D-Wave: Quantensektor verliert 9,64 bis 10,44 Prozent

D-Wave verliert trotz starkem Buchungsplus und hoher Liquidität. Ein branchenweiter Abverkauf von Quantenaktien setzt die Papiere unter Druck.

Andreas Sommer ·
D-Wave Quantum Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Branchenweiter Abverkauf belastet Aktie
  • Buchungen steigen um fast 2000 Prozent
  • Umsatz verfehlt Analystenerwartungen deutlich
  • Hohe Liquidität ohne langfristige Schulden

D-Wave hat eigentlich eine Wachstumsstory zu erzählen. Die Buchungen springen an, große Kunden tauchen auf, die Bilanz wirkt komfortabel. Trotzdem rutschte die Aktie zum Wochenschluss kräftig ab. Der Grund liegt weniger im Unternehmen als im Sektor.

Am Freitag schloss die Aktie bei 17,48 Euro und verlor 7,29 Prozent. Auf Wochensicht steht damit ein Minus von 8,93 Prozent. Damit sind große Teile der jüngsten Erholung nach den Quartalszahlen wieder weg.

Quantenwerte werden abverkauft

Der Rücksetzer traf nicht nur D-Wave. Fast alle großen börsennotierten Quantencomputing-Spezialisten gerieten am Freitagnachmittag unter Druck.

  • IonQ fiel um 9,64 Prozent auf 51,95 Dollar.
  • Quantum Computing verlor 10,44 Prozent auf 10,50 Dollar.
  • Rigetti gab 7,37 Prozent auf 17,85 Dollar ab.

Das Muster spricht für Gewinnmitnahmen nach einer starken Branchenrally. Parallel zogen Investoren Geld aus riskanten Wachstumswerten ab, darunter Halbleiter- und Krypto-Aktien. Negative Unternehmensnachrichten gab es am Freitag nicht. Kein Wunder, dass der Abverkauf vor allem wie ein Momentum-Bruch wirkt.

Im Kursbild bleibt die Lage angespannt. Die Aktie notiert 12,60 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 20,01 Euro. Die annualisierte Volatilität über 30 Tage liegt bei 111,88 Prozent.

Quartal mit gemischtem Signal

Operativ lieferte D-Wave zuletzt ein zweigeteiltes Bild. Der Umsatz lag bei 2,9 Millionen Dollar und verfehlte die Erwartung von 4,1 Millionen Dollar deutlich.

Auf der Ergebnisseite sah es besser aus. Der Verlust je Aktie betrug 0,05 Dollar, während der Markt mit 0,08 Dollar gerechnet hatte. Das federt die Umsatzenttäuschung ab, ersetzt aber keine belastbare Erlösbasis.

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Der Konsens von 16 Analysten erwartet für 2026 einen Jahresumsatz von 43,4 Millionen Dollar. Gegenüber den vorangegangenen zwölf Monaten entspräche das einem Plus von 248 Prozent.

Auch beim Verlust haben sich die Modelle verbessert. Der erwartete ausgewiesene Verlust je Aktie sank um rund 61 Prozent auf 0,39 Dollar. Das spiegelt höhere Effizienz und neue größere Verträge wider.

Buchungen tragen die Story

Der wichtigste Treiber bleibt die kommerzielle Pipeline. D-Wave meldete im ersten Quartal Buchungen von 33,4 Millionen Dollar. Das entspricht einem Plus von 1.994 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Darin steckt ein Systemverkauf an die Florida Atlantic University über 20 Millionen Dollar. Hinzu kommt eine Unternehmensvereinbarung mit einem Fortune-100-Kunden über 10 Millionen Dollar. Solche Aufträge stützen die langfristige These, auch wenn sie nicht sofort Umsatz werden.

Needham & Company blieb nach den Zahlen bei „Buy“ und nannte ein Kursziel von 40,00 Dollar. Die Liquidität hilft ebenfalls: D-Wave weist rund 588,4 Millionen Dollar an Barmitteln aus und trägt keine langfristigen Schulden.

Kurzfristig bewertet der Markt jedoch nicht nur Aufträge, sondern Timing. D-Wave muss zeigen, wie schnell Buchungen zu Umsatz werden und ob die Kosten weiter sinken. Bis dahin bleibt die Aktie ein volatiler Quantenwert mit starkem Auftragsschub, aber empfindlicher Bewertung.

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D-Wave Quantum Aktie

20,42 USD

– 1,71 USD -7,73 %
KGV 0,00
Sektor Technologie
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 8,20 Mrd. USD
ISIN: US26740W1099 WKN: A3DSV9

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