OHB: Umsatz springt 15 Prozent auf 201 Millionen
OHB-Tochter in Bristol erhält 24-Millionen-Euro-Vertrag für ESA-Mission. Konzern meldet Umsatzplus und bestätigt Börsennotierung.

Kurz zusammengefasst
- Auftrag für Venus-Mission EnVision
- Umsatz steigt um 15 Prozent
- Börsennotierung trotz KKR-Einstieg
- Wachstumsprognose angehoben
Im britischen Bristol zahlt sich die Expansion des Raumfahrtkonzerns OHB bereits nach einem Jahr aus. Die junge Tochtergesellschaft sichert sich einen zentralen Part bei der nächsten europäischen Venus-Mission. Parallel dazu glänzt der Bremer Konzern mit starken Quartalszahlen. Das Management sendet ein klares Signal an die Aktionäre bezüglich der KKR-Beteiligung.
Erster Großauftrag für britische Tochter
OHB Space UK feiert das einjährige Bestehen. Das Team in Bristol startete mit knapp 15 Mitarbeitern. In den kommenden fünf Jahren will das Management die Belegschaft deutlich ausbauen. Dafür entsteht am Standort Aztec West eine moderne Reinraumanlage für Satellitentests.
Den Mittelpunkt der Feierlichkeiten bildete ein offizieller Projektstart. Die Tochtergesellschaft übernimmt eine wichtige Rolle bei der ESA-Wissenschaftsmission EnVision. Thales Alenia Space leitet das Projekt. OHB Space UK verantwortet dabei die Montage und die Testkampagne des Raumfahrzeugs. Der Vertrag bringt dem Unternehmen rund 24 Millionen Euro ein.
Das Ziel: EnVision soll voraussichtlich 2031 starten. Die Sonde wird die Venus umfassend untersuchen. Forscher wollen verstehen, warum sich der Planet zu einem lebensfeindlichen Treibhaus entwickelt hat.
Wachsende Margen und höhere Prognose
Die britischen Erfolge basieren auf einem soliden Fundament. Im ersten Quartal 2026 steigerte OHB den Konzernumsatz um 15 Prozent auf knapp 201 Millionen Euro.
Auch die Profitabilität verbesserte sich spürbar. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) kletterte auf 16,8 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote stieg auf fast 30 Prozent an.
Aufgrund der vollen Auftragsbücher hebt der Vorstand den Wachstumsausblick für die nächsten zwei Jahre an. Das Unternehmen setzt auf organische Zuwächse. Treibende Kräfte sind steigende Budgets der europäischen Raumfahrtbehörde ESA und der EU. Auch der Verteidigungsmarkt spielt eine immer größere Rolle. Mittelfristig peilt die OHB-Gruppe einen jährlichen Auftragseingang von rund drei Milliarden Euro an.
Börsennotierung bleibt bestehen
Eine zentrale Nachricht betrifft die Struktur des Konzerns. Trotz des Einstiegs des Finanzinvestors KKR bleibt OHB an der Börse. Ein Delisting steht laut CEO Marco Fuchs nicht auf der Agenda.
Kunden schätzen die Transparenz eines gelisteten Unternehmens. Diese Offenheit schafft Vertrauen bei der Vergabe von Milliardenprojekten. OHB hält den Kapitalmarktzugang daher bewusst offen. Das frische Kapital soll das künftige Wachstum finanzieren und die Wettbewerbsfähigkeit stärken.
Weitere Details zur Strategie folgen in Kürze. Am 18. Mai 2026 präsentiert Marco Fuchs das Capital Markets Update. Am 24. Juni steht dann die ordentliche Hauptversammlung an.
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