Lang & Schwarz Aktie: 2,00 Euro Dividende am 8. Juli
Der Wertpapierdienstleister schüttet 2,00 Euro aus, während der Aktienkurs nach dem Verlust von Trade Republic als Hauptpartner einbricht.

Kurz zusammengefasst
- Ex-Dividenden-Tag am 8. Juli
- Aktie verliert in einer Woche 26 Prozent
- Trade Republic beendet Orderflow-Partnerschaft
- Neues Handelsnetzwerk als Gegenstrategie
Ausgerechnet jetzt steht der Dividendentermin an. Die Lang & Schwarz-Aktie steckt in einer der heftigsten Verkaufswellen ihrer Börsengeschichte. Am 8. Juli ist Ex-Dividenden-Tag für eine Ausschüttung von 2,00 Euro je Aktie, ausgezahlt wird am 10. Juli.
Der Titel schloss am Freitag bei 20,00 Euro. In der vergangenen Woche verlor die Aktie 25,93 Prozent, über 30 Tage summiert sich der Rückgang auf fast 32 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 29,70 Euro liegt der Kurs inzwischen 32,66 Prozent entfernt – zum 52-Wochen-Tief von 19,50 Euro sind es nur noch 2,56 Prozent.
Trade Republic zieht sich zurück
Der Auslöser: das EU-weite Verbot von Payment for Order Flow. Trade Republic, bisher Hauptpartner der hauseigenen LS Exchange, wickelt Kundenorders künftig über ein eigenes Ausführungssystem ab. Bisher liefen diese Millionenaufträge fast exklusiv über Lang & Schwarz.
Am 2. Juli reagierte das Unternehmen mit einer Ad-hoc-Mitteilung und strich die bisherige Jahresprognose. Der Vorstand rechnet nun mit einem leichten bis moderaten Rückgang des Handelsergebnisses für 2026. Das Niveau von 2024 soll trotzdem übertroffen werden. Im zweiten Quartal 2026 lag das Handelsergebnis bei rund 32 Millionen Euro, nach 25 Millionen im Vorjahresquartal.
Die Handelsdaten der LS Exchange zeigen bereits die Folgen. In Kalenderwoche 24 wurden nach Angaben von Finanz-Szene.de im Schnitt nur noch 284.000 Trades pro Tag abgewickelt. In der Vorwoche waren es noch 370.000, der Jahresschnitt liegt bei rund 400.000 Orders täglich. Trade Republic leitet Orders zunehmend über die eigene Lizenz als systematischer Internalisierer – und nicht mehr an Lang & Schwarz weiter.
Rendite steigt, Chart zeigt Überverkauf
Der Kursverfall hat einen paradoxen Nebeneffekt. Noch am 1. Juli, bei einem Kurs von 27,40 Euro, lag die rechnerische Dividendenrendite bei rund 7,3 Prozent. Beim aktuellen Kurs von 20,00 Euro liegt sie spürbar höher.
Die Chartsignale sprechen eine deutliche Sprache. Der RSI(14) steht bei 14,4 – ein Wert, der eine massiv überverkaufte Situation anzeigt. Die 30-Tage-Volatilität liegt annualisiert bei 58,61 Prozent, ein Zeichen für die hohe Nervosität am Markt. Zum 50-Tage-Durchschnitt von 27,87 Euro beträgt der Abstand 28,24 Prozent.
Neues Handelsnetzwerk soll Lücke füllen
Als Antwort auf den Wegfall des Hauptpartners baut Lang & Schwarz ein alternatives Handelsmodell auf. Mehrere externe Finanzdienstleister sollen künftig Liquidität beisteuern, die Planungen laufen intern bereits seit dem Frühjahr. Konkrete Partner oder Volumina hat das Unternehmen bisher nicht genannt.
Der Halbjahresbericht im dritten Quartal 2026 dürfte der nächste wichtige Termin werden. Er liefert erstmals belastbare Zahlen dazu, wie stark der Orderflow-Verlust das Geschäft tatsächlich trifft. Für Aktionäre, die am 8. Juli noch im Depot investiert sind, bleibt die Ausschüttung von 2,00 Euro je Aktie zumindest ein fester Termin in einem sonst unsicheren Umfeld.
Lang & Schwarz-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Lang & Schwarz-Analyse vom 6. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Lang & Schwarz-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Lang & Schwarz-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Lang & Schwarz: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...