OMV: 4,40 Euro Dividende zur Abstimmung
OMV-Aktionäre stimmen über 4,40 Euro Dividende ab. Das erste Quartal litt unter Hormus-Störungen, der Cashflow blieb robust.

Kurz zusammengefasst
- Dividendenabstimmung am 27. Mai
- Kernergebnis durch Hormus belastet
- Cashflow stieg um 20 Prozent
- BGI-Börsengang auf 2027 verschoben
Am 27. Mai stimmen OMV-Aktionäre über eine Gesamtdividende von 4,40 Euro je Aktie ab. Dahinter steckt mehr als eine Routineausschüttung — der österreichische Energiekonzern navigiert durch ein operativ schwieriges Umfeld.
4,40 Euro je Aktie — wenn die Hauptversammlung zustimmt
Der Vorstand schlägt eine reguläre Dividende von 3,15 Euro sowie eine Sonderdividende von 1,25 Euro für das Geschäftsjahr 2025 vor. Die Abstimmung findet am 27. Mai im VIECON in Wien statt. Wer dividendenberechtigt sein will, muss die Aktie spätestens am 7. Juni im Depot halten. Ausgezahlt wird am 11. Juni.
Der Nachweisstichtag für die Hauptversammlungsteilnahme liegt bereits in dieser Woche: der 17. Mai 2026.
Hormus bremst das Ergebnis
Das erste Quartal 2026 lief holprig. Das bereinigte Kernergebnis fiel um 22 Prozent auf 323 Millionen Euro. Störungen an der Straße von Hormus unterbrachen Rohöllieferungen und kosteten OMV rund 100 Millionen Euro durch einmalige Absicherungsverluste. Die Raffineriegewinnmarge brach von 10,76 auf 6,65 Euro je Barrel ein.
Robuster zeigte sich der operative Cashflow. Er stieg um 20 Prozent auf 1,624 Milliarden Euro — ein Puffer, der die schwachen Gewinnzahlen etwas abfedert.
Für das Gesamtjahr plant OMV eine Produktion von 280.000 bis 290.000 Barrel Öläquivalent pro Tag. Das Management hob die Brent-Preisprognose auf 85 bis 95 Dollar je Barrel an. Ab Juni entfällt der regulatorische Margendruck im Kraftstoffgeschäft — ein positiver Impuls für die zweite Jahreshälfte.
BGI-Verschiebung ändert die Ausschüttungslogik
Für die Jahre ab 2027 hat OMV seine Dividendenpolitik neu ausgerichtet. Hintergrund ist der verschobene Börsengang des Joint Ventures Borouge Group International (BGI) mit ADNOC. Statt 2026 soll das IPO nun 2027 stattfinden.
Die Folge: OMV erhält für 2026 nur 250 Millionen Dollar aus dem BGI-Engagement — halb so viel wie ursprünglich erwartet. Ab dem Geschäftsjahr 2026 will OMV 50 Prozent der BGI-Dividenden sowie 20 bis 30 Prozent des operativen Cashflows ausschütten. Das wirkt sich auf die Ausschüttungshöhe ab 2027 aus.
Die Aktie notiert bei 60,10 Euro und hat seit Jahresbeginn rund 24 Prozent zugelegt. Vom 52-Wochen-Hoch bei 63,20 Euro trennen den Kurs noch knapp fünf Prozent.
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