Fuelcell Energy Aktie: Siemens-Allianz für Datacenter
Die Aktie von Fuelcell Energy bricht nach einer Kapitalerhöhung ein, während eine neue Partnerschaft mit Siemens für Rechenzentren geschlossen wird.
Kurz zusammengefasst
- Aktie verliert 31 Prozent in einer Woche
- Kapitalerhöhung von 225 Millionen Dollar
- Siemens-Kooperation für Datencenter-Lösungen
- Auftragsbestand von 1,14 Milliarden Dollar
Fuelcell Energy erlebt turbulente Tage an der Börse. Trotz einer neuen Allianz mit Siemens stürzt der Kurs massiv ab. Innerhalb einer Woche verlor die Aktie fast 31 Prozent ihres Wertes. Anleger zweifeln offenbar an der aktuellen Bewertung nach der jüngsten Kapitalerhöhung.
Allianz für das Datencenter-Geschäft
In der vergangenen Woche unterzeichnete Fuelcell Energy eine Absichtserklärung mit Siemens. Gemeinsam wollen die Konzerne dezentrale Brennstoffzellensysteme entwickeln. Der Fokus liegt auf Großprojekten mit einer Leistung von über 100 Megawatt. Zielgruppe sind vor allem Betreiber von Rechenzentren. Diese benötigen zuverlässige Grundlastenergie abseits überlasteter Stromnetze.
Die Kooperation sieht vor, dass Siemens den elektrischen Teil der Anlagen entwirft und liefert. Dazu gehören Batterien, Steuerungssysteme für Microgrids und Mittelspannungstechnik. Diese Komponenten sind entscheidend für den stabilen Betrieb großer Datencenter. Shankar Achanta von Fuelcell Energy verspricht sich davon eine schnellere Markteinführung skalierbarer Lösungen.
Kapitalerhöhung drückt den Kurs
Die Euphorie über den Siemens-Pakt wird von harten Finanzfakten gebremst. Fuelcell Energy sammelte am 7. Juli frisches Kapital ein. Das Unternehmen platzierte neue Aktien im Wert von 225 Millionen Dollar. Der Ausgabepreis lag bei 21,00 Dollar je Anteilsschein.
Aktuell notiert das Papier bei 17,99 Euro und damit deutlich unter dem Niveau der Kapitalmaßnahme. Der Markt verarbeitet derzeit die Verwässerung der bestehenden Anteile. Mit dem Erlös will der Konzern seine Produktionskapazitäten massiv ausbauen. Im Werk Torrington soll die jährliche Fertigung von 100 auf 350 Megawatt steigen. Perspektivisch strebt das Management eine Kapazität von 500 Megawatt an.
Volatilität trifft auf volles Auftragsbuch
Operativ sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt. Der Auftragsbestand beläuft sich auf 1,14 Milliarden Dollar. Der Fokus verschiebt sich dabei zunehmend auf großskalierte Projekte. Dennoch bleibt die Aktie ein hochspekulatives Investment. Die annualisierte Volatilität der letzten 30 Tage erreichte extreme 184 Prozent.
Technisch gesehen hat sich der Wert aus dem überkauften Bereich gelöst. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt nun bei neutralen 45 Punkten. Zwar notiert der Kurs noch 82 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 9,85 Euro. Der Abstand zum Jahreshoch bei 34,18 Euro hat sich jedoch fast halbiert.
Die Siemens-Allianz verschafft Fuelcell Energy Zugang zum wachstumsstarken Markt für Rechenzentren. Allerdings belastet die Verwässerung durch die neuen Aktien die kurzfristige Stimmung massiv. Anleger blicken nun auf die Umsetzung der Kapazitätserweiterung in Torrington. Nur sichtbare operative Fortschritte können den Kurs wieder nachhaltig in Richtung des Emissionspreises von 21 Dollar treiben.
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