Duke Energy Aktie: 592 Notstromaggregate für Campus

Duke Energy begrenzt Tariferhöhung auf 9,3 Prozent und plant neue Kapazitäten für Rechenzentren, während die Dividende angehoben wird.

Andreas Sommer ·
Moderne industrielle Energieinfrastruktur bei Dämmerung mit Fokus auf Stromversorgungstechnologie. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Amazon wird größter Abnehmer
  • 57 Dieselgeneratoren genehmigt
  • Tarifplus auf 9,3 Prozent begrenzt
  • Dividende steigt auf 1,085 Dollar

Der US-Energieversorger Duke Energy bereitet sich auf einen massiven Nachfragesprung durch die Tech-Industrie vor. Gestern wurden wichtige Genehmigungen für den Betrieb eines neuen, umfangreichen Rechenzentrums-Campus in North Carolina erteilt. Die Anlage, die in der Nähe von Hamlet errichtet wird, soll künftig der größte Einzelkunde des Konzerns werden.

Massives Rechenzentrum wird größter Abnehmer

Medienberichten zufolge erhielt Duke Energy separate Luftreinhaltegenehmigungen für den Betrieb von 57 temporären Dieselgeneratoren an dem neuen Standort. Parallel dazu wurden dem Online-Riesen Amazon Genehmigungen für 592 Notstromaggregate auf demselben Campus zugesprochen. Sobald das Areal vollständig in Betrieb genommen wird, gilt Amazon als wichtigster Abnehmer für die von Duke Energy bereitgestellte Kapazität.

Diese Entwicklung unterstreicht den Trend der wachsenden Energiebedarfe durch großskalierte Datenzentren, die eine stabile und erweiterte Infrastruktur erfordern. Um die Zuverlässigkeit des Netzes auch in anderen Regionen sicherzustellen, reagiert das Unternehmen derzeit auf lokale Beschwerden über Stromausfälle.

Wie der Nachrichtensender Axios berichtet, modernisiert der Konzern aktuell Strommasten, Leitungen und Anlagen, insbesondere im Raum Charlotte. Dabei wird Technologie installiert, die im Falle von Störungen den Stromfluss automatisch umleiten kann.

Kompromiss im Tarifstreit bringt Klarheit

Flankiert wird der operative Ausbau durch eine Einigung mit den Regulierungsbehörden in North Carolina. Am 22. August erreichten Duke Energy Progress und der North Carolina Public Staff einen Vergleich in einem Verfahren um Tariferhöhungen. Ursprünglich hatte das Unternehmen eine Steigerung der Tarife für Privatkunden um 18 Prozent beantragt, die nun in einem Kompromiss auf 9,3 Prozent über zwei Jahre begrenzt wurde.

Für einen durchschnittlichen Haushalt bedeutet dies eine Erhöhung der monatlichen Rechnung um 9,62 US-Dollar ab Januar 2027. Eine weitere Anpassung um 5,89 US-Dollar folgt im Januar 2028. Im Rahmen dieser Einigung verpflichtet sich der Versorger zudem, 120 Millionen US-Dollar aus Steuergutschriften für saubere Energien an die Kunden zurückzuerstatten. Zusätzlich fließen 10 Millionen US-Dollar in Hilfsfonds für einkommensschwache Haushalte.

Langfristige Energiewende im Fokus

Über die aktuellen Projekte hinaus hat Duke Energy am 20. August seinen Ressourcenplan für die Carolinas bei den Regulierungsbehörden in South Carolina eingereicht. Dieser Entwurf skizziert die Strategie für die kommenden 15 Jahre. Das empfohlene Portfolio sieht massive Investitionen in verschiedene Energieträger vor: Geplant sind 18,5 Gigawatt (GW) Photovoltaik, 14 GW Gaserzeugung, 13 GW Energiespeicher sowie 4,5 GW Kernkraft.

An der Börse zeigt sich der Wert heute stabil und notiert bei 103,50 Euro, was einem leichten Rückgang von 0,1 Prozent entspricht. Damit liegt das Papier rund 12 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 117,40 Euro.

Für Anleger bleibt die Dividendenpolitik des Konzerns eine Konstante: Duke Energy hatte bereits im Juli erklärt, die vierteljährliche Ausschüttung von 1,065 US-Dollar auf 1,085 US-Dollar pro Aktie anzuheben. Die Auszahlung erfolgt am 16. September an jene Aktionäre, die den Wert zum Stichtag am 14. August in ihrem Depot hielten.

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Duke Energy Aktie

103,55 EUR

– 0,45 EUR -0,43 %
KGV 18,05
KUV 2,86
Sektor Versorgungsunternehmen
Div.-Rendite 3,55 %
Marktkapitalisierung 93,49 Mrd. USD
ISIN: US26441C2044 WKN: A1J0EV

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