Starke Tech-Bilanzen stützen Wall Street nur kurz
Solide Unternehmenszahlen stützten US-Technologieaktien, während hohe KI-Ausgaben und Verluste die Zweifel an der Rentabilität wachhalten.

Kurz zusammengefasst
- Nasdaq führte US-Börsengewinne an
- SpaceX meldete erstmals Quartalsprofit
- Anthropic verbuchte 80,7 Milliarden Dollar Verlust
- Asien-Pazifik-Index verlor 0,2 Prozent
Unerwartet solide Geschäftszahlen wichtiger Branchengrößen haben die Sorgen um die Profitabilität der weltweiten Technologieinvestitionen vorerst gedämpft. Am Donnerstag geriet diese Erleichterung an den asiatischen Handelsplätzen allerdings bereits wieder ins Stocken. Marktteilnehmer hinterfragen zunehmend, ob sich die immensen Ausgaben für künstliche Intelligenz auf Dauer auszahlen.
Entlastung an der Wall Street
Am Mittwoch hatte vor allem der technologielastige Nasdaq die Gewinne an den US-Börsen angeführt. SpaceX verbuchte seinen ersten Quartalsgewinn als börsennotiertes Unternehmen, woraufhin die Aktie um sieben Prozent zulegte. Der Serverhersteller Super Micro übertraf mit seiner Prognose für Umsatz und operative Marge die Schätzungen der Analysten und verteuerte sich um mehr als neun Prozent.
Die Kursgewinne brachten eine willkommene Verschnaufpause, nachdem Verkäufe im Technologiesektor die Börsen zuvor spürbar belastet hatten. Marktbeobachter werten die freundliche Reaktion als Signal, dass die Nachfrage rund um den Aufbau moderner Rechenzentren weiterhin intakt ist. Allerdings bleibt die Nervosität hoch, da bereits kleinere Enttäuschungen bei den Investitionsbudgets die Stimmung rasch kippen lassen können.
Asiatische Märkte bleiben skeptisch
Parallel dazu verdeutlichen jüngste Berichte, wie teuer der technologische Ausbau tatsächlich ist. Meta übertraf im abgelaufenen Quartal zwar die Umsatzerwartungen, lenkte mit Plänen für neue Aktien ohne Stimmrecht die Aufmerksamkeit der Anleger jedoch erneut auf die hohen Ausgaben. Das KI-Unternehmen Anthropic wies in der ersten Jahreshälfte 2026 einen Nettoverlust von 80,7 Milliarden Dollar aus, der überwiegend auf eine hohe bilanzielle Sonderbelastung zurückzuführen war.
An den asiatischen Börsen verpuffte der Optimismus am Donnerstag entsprechend schnell. Der breit gefasste MSCI-Index für den asiatisch-pazifischen Raum außerhalb Japans gab um 0,2 Prozent nach und steuert auf die vierte Verlustwoche in Folge zu. In Tokio verlor der Nikkei-Index 0,4 Prozent, während südkoreanische Aktien um mehr als ein Prozent nachgaben.
Vor dem Handelsstart in den USA standen auch die Futures auf den Leitindex S&P 500 mit 0,4 Prozent im Minus. Neben den anstehenden Quartalszahlen weiterer Großkonzerne dämpfen die bevorstehenden Zinsentscheide der US-Notenbank Federal Reserve und der Europäischen Zentralbank sowie geopolitische Spannungen die Risikobereitschaft an den Märkten.
Stand heute, 22. Oktober: SpaceX – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in SpaceX investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 22. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.