Deutsche Bank Aktie: 500 Millionen neuer Rückkauf gestartet
Die Deutsche Bank legt ein neues Rückkaufprogramm auf und meldet für das zweite Quartal 1,9 Milliarden Euro Gewinn nach Steuern.

Kurz zusammengefasst
- Neues Rückkaufprogramm über 500 Millionen Euro
- Vorheriges Programm mit 35,7 Millionen Aktien
- Zweites Quartal mit 1,9 Milliarden Euro Gewinn
- Aktie nahe dem 52-Wochen-Hoch
Die Deutsche Bank hat am Dienstag ein neues Aktienrückkaufprogramm über 500 Millionen Euro gestartet. Es folgt auf ein Vorgängerprogramm von 1 Milliarde Euro, das zwischen Ende Februar und Mitte August abgeschlossen wurde. Dabei kaufte das Institut 35,7 Millionen eigene Aktien zu einem Preis von 28,00 Euro je Stück zurück – deutlich unter dem aktuellen Kursniveau von 34,37 Euro.
Der neue Rückkauf reiht sich in eine Ausschüttungsstrategie ein, die das Management für 2026 auf eine Gesamtquote von 60 Prozent des Gewinns ausgelegt hat. Über das Jahr summieren sich die geplanten Rückkäufe damit auf 1,5 Milliarden Euro, nach 1 Milliarde Euro im Vorjahr. Die Bank untermauert damit ihren Anspruch, überschüssiges Kapital konsequent an die Aktionäre zurückzugeben.
Rekordquartal liefert die Basis
Die Kapitalrückgaben stützen sich auf ein starkes zweites Quartal. Die Deutsche Bank meldete Ende Juli einen Rekordgewinn von 1,9 Milliarden Euro nach Steuern bei Erträgen von 8,7 Milliarden Euro. Diese Ertragskraft gibt dem Institut den Spielraum, sowohl in strategische Projekte zu investieren als auch Kapital an Investoren zurückzuführen.
Auf der strategischen Seite treibt die Bank ihre technologische Erneuerung voran. Laut dpa-afx unterstützt GFT Technologies den Umzug des Privatkundengeschäfts in die Cloud – ein Schritt, der die IT-Infrastruktur des Massengeschäfts modernisieren soll. Zudem hat die Bank Medienberichten zufolge Anfang August eine wichtige Rolle beim Renminbi-Clearing übernommen, was ihre Stellung im China-Geschäft stärkt.
Personell hat sich der Konzernvorstand im Frühjahr neu aufgestellt: Fabrizio Campelli wurde im März zum President und stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernannt und behält zugleich die Leitung von Unternehmensbank und Investmentbank.
DWS-Chef Stefan Hoops zog als Vertreter des Asset Management in den Konzernvorstand ein, Marie-Jeanne Deverdun übernahm die neu geschaffene Position der Chief Technology, Data & Innovation Officer.
Auch aus den eigenen Reihen kam zuletzt ein Vertrauenssignal: Vorstandsmitglied Alexander Wynaendts und Aufsichtsratsmitglied Sigmar Gabriel hatten im Mai Aktienkäufe in Auftrag gegeben, die im Juli vollzogen wurden.
Kurs nahe Jahreshoch
Die Aktie notiert mit 34,37 Euro nur 1,8 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch und hat sich damit deutlich von ihrem Jahrestief im März erholt, das rund 46 Prozent tiefer lag.
Über die vergangenen 30 Tage legte das Papier um 11 Prozent zu, seit Jahresbeginn steht ein Plus von 3,4 Prozent zu Buche. Der RSI von 67,6 signalisiert eine kräftig gelaufene, aber noch nicht überhitzte Bewegung.
Das durchschnittliche Kursziel von neun Analysten liegt bei rund 36,25 Euro, basierend auf einer EPS-Prognose von 3,33 Euro je Aktie für 2026. Frische Analystenaktionen aus den vergangenen Wochen liegen nicht vor.
Mit dem Rückkaufprogramm, der Rekordertragskraft und den laufenden Umbauprojekten in IT und internationalem Geschäft – etwa dem Ende Juni vereinbarten Verkauf des indischen Retail- und Wealth-Management-Geschäfts an die Kotak Mahindra Bank – bleibt die Story der Deutschen Bank aktuell von Kapitaldisziplin und struktureller Neuausrichtung geprägt.
Deutsche Bank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Bank-Analyse vom 28. August liefert die Antwort:
Die neusten Deutsche Bank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Bank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Deutsche Bank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...