Nokia holt sich einen Giganten an die Seite: Gemeinsam mit Amazon Web Services (AWS) will der finnische Netzwerkausrüster die 5G-Technologie durch künstliche Intelligenz revolutionieren. Doch an der Börse sorgte die Nachricht zunächst nicht für Euphorie. Stattdessen geriet der Titel im allgemeinen Tech-Abverkauf unter Druck, was die Frage aufwirft: Verpufft die strategische Weichenstellung im schwachen Marktumfeld?
KI-Integration als Kern
Kern der angekündigten Kooperation ist die Integration von künstlicher Intelligenz direkt in das sogenannte „Network Slicing“ von 5G-Netzen. Obwohl die Unternehmen finanzielle Details zunächst offenließen, unterstreicht der Schritt einen klaren Trend in der Telekommunikationsbranche: Ohne KI ist der komplexe Infrastruktur-Ausbau kaum noch wettbewerbsfähig zu gestalten. Nokia versucht hier, sich technisch an der Spitze zu positionieren und die Cloud-Expertise von AWS für effizientere Netzwerke zu nutzen.
Konkurrenzkampf heizt sich auf
Der Zeitpunkt der Ankündigung ist kein Zufall und markiert eine Verschärfung des Wettbewerbs. Der direkte Konkurrent Ericsson reagierte fast zeitgleich mit einer eigenen Partnerschaftsmeldung: Die Schweden arbeiten künftig eng mit NTT DATA zusammen, um private 5G-Netze und KI-Lösungen für Industriekunden voranzutreiben. Das Rennen um Marktanteile im Enterprise-Segment nimmt damit an Fahrt auf, wobei beide nordischen Ausrüster nun auf starke Technologiepartner setzen, um ihre Angebote für Smart Cities und die Fertigungsindustrie attraktiver zu machen.
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Tech-Sektor bremst die Stimmung
Dass die Nokia-Aktie trotz der strategischen Neuigkeiten keine Kurssprünge verzeichnete, lag primär an der allgemeinen Marktverfassung. Ein breiter Ausverkauf im globalen Technologiesektor, belastet durch Kursverluste bei Schwergewichten wie Nvidia, drückte auf die Stimmung. In diesem Umfeld, in dem selbst der technologielastige Nasdaq nachgab, konnte sich Nokia dem Abwärtssog nicht entziehen. Trotz des jüngsten Rücksetzers notiert das Papier mit 6,35 Euro jedoch weiterhin solide im Plus seit Jahresbeginn.
Fazit
Für Anleger bleibt die finanzielle Substanz entscheidend. Mit einem operativen Gewinn von 2,0 Milliarden Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 verfügt Nokia über das nötige Polster, um diese technologischen Vorstöße zu finanzieren. Der Erfolg der AWS-Kooperation wird sich nun daran messen lassen müssen, wie schnell die neuen KI-gestützten 5G-Dienste tatsächlich monetarisiert werden können.
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