Rheinmetall Aktie: 6. August mit Gewinnverdopplung erwartet
Rüstungskonzern Rheinmetall präsentiert am 6. August Halbjahreszahlen. Analysten prognostizieren eine Verdopplung des Gewinns je Aktie.

Kurz zusammengefasst
- Vorlage der Halbjahreszahlen am 6. August
- Erwarteter Umsatz von 3,12 Milliarden Euro
- Gewinn je Aktie soll sich verdoppeln
- Rekordauftragsbestand von 73 Milliarden Euro
Rheinmetall balanciert oberhalb der 1.000-Euro-Marke – und die nächste Wegmarke steht bereits fest. Am 6. August 2026 legt der Rüstungskonzern seine Halbjahreszahlen vor. Analysten erwarten einen kräftigen Gewinnsprung, der die schwache Kursbilanz der vergangenen Monate in neuem Licht erscheinen lassen könnte.
Analysten rechnen mit Gewinnverdopplung
Der Konsens der Experten sieht für das zweite Quartal einen Umsatz von rund 3,12 Milliarden Euro. Das wäre ein Plus von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 2,43 Milliarden Euro. Beim Gewinn je Aktie erwarten Analysten im Schnitt 6,06 Euro. Vor einem Jahr lag der Wert noch bei 2,90 Euro – mehr als eine Verdopplung.
Rückenwind liefert der Auftragsbestand von rund 73 Milliarden Euro, ein Rekordwert für den Konzern. Im Juli meldete Rheinmetall zudem einen Großauftrag zur Modernisierung der britischen Gefechtsausbildung. Das Volumen: fast eine Milliarde Euro. Der Deal zeigt, wie breit sich der Konzern inzwischen aufstellt – jenseits der klassischen Munitionsproduktion, etwa in der Digitalisierung.
Vorsichtige Bodenbildung an der Börse
An der Börse deutet sich eine Stabilisierung an. Am Freitag schloss die Aktie bei 1.032,60 Euro, ein Plus von 1,29 Prozent. Auf Wochensicht steht ein Zuwachs von 4,58 Prozent zu Buche.
Die langfristige Bilanz bleibt trotzdem schwach. Seit Jahresbeginn verliert die Aktie 33,49 Prozent. Zum Rekordhoch von 2.007 Euro aus dem Oktober 2025 fehlen weiterhin 48,55 Prozent.
Jefferies-Herabstufung und Fregatten-Aus als Auslöser
Der Kursrutsch Ende Juni hatte zwei Auslöser. Am 25. Juni stufte das Analysehaus Jefferies die Aktie herab und senkte das Kursziel um rund 31 Prozent auf 1.300 Euro. Nahezu zeitgleich, am 24. und 25. Juni, belastete die Stornierung des F126-Fregattenprogramms zusätzlich das Sentiment.
Ob starke Segmente wie Flugabwehr und digitale Systemtechnik die Ausfälle im Marinegeschäft kompensieren, zeigt sich am 6. August. Bestätigen sich die Analystenschätzungen zu Umsatz und Gewinn, liefert der Bericht einen konkreten Hebel für eine Trendwende nach dem Kursrutsch der vergangenen Monate.
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