Voestalpine Aktie: 0,75 Euro Dividende plus 25 Prozent

Voestalpine schließt Dividendenausschüttung ab. Analysten uneins über Kursentwicklung, Quartalsbericht am 5. August erwartet.

Dr. Robert Sasse ·
Voestalpine Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Dividende von 0,75 Euro je Aktie ausgezahlt
  • Analysten raten teils zum Verkauf
  • Quartalszahlen am 5. August entscheidend
  • Aktie notiert unter 52-Wochen-Hoch

Voestalpine hat die Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2025/26 abgeschlossen. Aktionäre erhielten 0,75 Euro je Aktie – ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Ex-Dividende-Tag lag bereits am 9. Juli, mit dem Abschluss der Auszahlung am 23. Juli endete damit ein Kapitel, das die jüngste Kurserholung des Stahlkonzerns unterstrich.

An der Börse zeigt sich das Papier zuletzt schwächer: Am heutigen Donnerstag verliert die Aktie 1,50 Prozent und notiert bei 44,58 Euro. Damit bleibt der Titel rund 9,43 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 49,22 Euro, das Ende Februar markiert wurde. Der Rücksetzer fällt in eine Phase, in der Anleger vor den anstehenden Quartalszahlen zunehmend vorsichtig agieren.

Kritischer Blick von der Wiener Privatbank

Mitte Juli bekräftigte Analyst Nicolas Kneip von der Wiener Privatbank sein „Verkaufen“-Votum für Voestalpine mit einem fairen Wert von 42,10 Euro. Seine Begründung: Die Erholung der Autonachfrage, die die Kursrallye der vergangenen zwölf Monate maßgeblich getrieben habe, sei inzwischen weitgehend im Kurs eingepreist. Die Einschätzung markiert einen deutlichen Kontrast zu optimistischeren Stimmen aus dem Frühsommer.

Anfang Juni hatten die Analysten Bastian Synagowitz und Liam Fitzpatrick von Deutsche Bank Research ihr Kursziel für Voestalpine von 57,00 auf 60,00 Euro angehoben und die „Buy“-Empfehlung nach soliden Cashflow-Daten im vierten Quartal bestätigt. Zwischen der skeptischen Wiener Sicht und dem optimistischen Kursziel der Deutschen Bank liegt somit eine deutliche Spanne – ein Bild, das die Unsicherheit rund um den Konzern vor der nächsten Berichtssaison widerspiegelt.

Solide Jahreszahlen, vorsichtige Guidance

Die testierten Jahreszahlen für 2025/26, veröffentlicht Anfang Juni, zeigten einen Umsatz von 15,1 Milliarden Euro bei einem EBITDA von 1,5 Milliarden Euro und einem EBIT von 724 Millionen Euro. Für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 stellte das Management eine EBITDA-Spanne von 1,60 bis 1,85 Milliarden Euro in Aussicht – eine Bandbreite, die je nach Konjunkturverlauf spürbaren Interpretationsspielraum lässt.

Ergänzend zur operativen Entwicklung hatte Voestalpine sein Portfolio zuletzt gestrafft: Die Buderus Edelstahl GmbH, im Februar 2025 an die Mutares SE & Co. KGaA veräußert, ging im November 2025 in wesentlichen Teilen – Warmwalzwerk und mechanische Bearbeitung – an die GMH Gruppe über. Solche Bereinigungen im Randgeschäft passen zum Bild eines Konzerns, der sich stärker auf sein Kerngeschäft konzentriert.

Auf der Führungsebene gab es im Februar zudem eine kleinere Insider-Transaktion: Aufsichtsrat Reinhard Lang verkaufte insgesamt 517 Aktien in drei Tranchen zu Kursen zwischen 44,20 und 44,24 Euro – ein Volumen, das für die Kursentwicklung ohne größere Bedeutung blieb.

Blick auf den 5. August

Im Fokus der Anleger steht nun der Bericht zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27, den Voestalpine am 5. August veröffentlichen wird. Angesichts der breiten Guidance-Spanne und der gegensätzlichen Analystenlager dürfte diese Veröffentlichung eine wichtige Weichenstellung für die weitere Kursrichtung liefern. Die Marktkapitalisierung des Konzerns liegt aktuell bei 7,68 Milliarden Euro – ein Niveau, das die Erholung vom Tief bei 23,48 Euro im vergangenen August bereits deutlich widerspiegelt, gleichzeitig aber auch zeigt, wie viel Optimismus im aktuellen Kurs bereits eingepreist ist.

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Voestalpine Aktie

44,62 EUR

– 0,30 EUR -0,67 %
KGV 18,62
Sektor Grundlegende Materialien
Div.-Rendite 1,67 %
Marktkapitalisierung 7,79 Mrd. EUR
ISIN: AT0000937503 WKN: 897200

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