Bayer Aktie: Wann kommt das Roundup-Urteil?
Bayer verbessert die Pharma- und Cashflow-Prognose; Convintro wurde erstmals in den USA ausgeliefert.

Kurz zusammengefasst
- Erste Convintro-Lieferung in die USA
- Verfügbarkeit für Landwirte ab Anbausaison 2027
- Jefferies hebt Kursziel auf 48,50 Euro
- Pharma-EBITDA-Marge nun bei 25 bis 27 Prozent
Bayer hat gestern erstmals das Vorauflaufherbizid Convintro in den USA ausgeliefert. Empfänger war nach Unternehmensangaben New Century FS in Iowa. Das Mittel soll US-Mais- und Sojabohnenanbauern zur Anbausaison 2027 zur Verfügung stehen. Die erste Lieferung ist damit erfolgt; die vorgesehene Verfügbarkeit für die Landwirte liegt noch vor dem Unternehmen.
Roundup bleibt juristischer Faktor
Bei den Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten meldete Bayer am 30. Oktober einen Erfolg: Eine Jury in Missouri sprach die Tochter Monsanto in einem Verfahren mit drei Klägern einstimmig frei. Nach Unternehmensangaben war dies der erste Roundup-Prozess seit der Entscheidung des US Supreme Court.
Jefferies-Analyst Michael Leuchten verwies gestern zugleich auf das noch ausstehende Gerichtsvotum zum umfassenderen Roundup-Vergleich als wichtigen juristischen Katalysator. Das Analysehaus erhöhte nach den Quartalszahlen sein Bayer-Kursziel von 46 auf 48,50 Euro. Die Einstufung beließ Jefferies bei „Hold“.
Die Aktie fiel gestern um 0,7%, was Medienberichte ersten Gewinnmitnahmen nach einer starken Handelswoche zuschrieben.
Pharmageschäft stützt den Jahresausblick
Bayer hatte am Dienstag für das dritte Quartal 2026 einen Konzernumsatz von 10,1 Milliarden Euro gemeldet. Das EBITDA vor Sondereinflüssen erreichte 1,62 Milliarden Euro.
Die Prognose für die Pharma-EBITDA-Marge hob Bayer dabei auf 25 bis 27 Prozent an. Für das Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen stellte das Unternehmen währungsbereinigt 9,8 bis 10,3 Milliarden Euro in Aussicht.
Auch den Ausblick für den freien Cashflow verbesserte Bayer auf minus 1,5 bis minus 0,5 Milliarden Euro. Die jüngste positive Kursentwicklung wurde in der Börsenberichterstattung mit dem stärkeren Pharmageschäft und der Prognoseanhebung begründet.
Die Veröffentlichung der Berichterstattung für das Geschäftsjahr 2026 ist für den 24. Februar 2027 geplant.
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