Roche Aktie: Therapie-Durchbruch

Roches Prüfmedikament Fenebrutinib erzielt in einer großen Studie positive Ergebnisse bei der Behandlung der primär progredienten Multiplen Sklerose und könnte die Therapielandschaft verändern.

Kurz zusammengefasst:
  • Studie zeigt signifikante Reduktion der Behinderungsprogression
  • Orale Therapie übertrifft bisherigen Standard Ocrevus
  • Zulassungsanträge für 2026 nach weiteren Daten geplant
  • Potenzial für Marktführerschaft in speziellem Therapiebereich

Roche hat heute einen bedeutenden Erfolg in der Medikamentenentwicklung gemeldet. Die Daten der Phase-III-Studie FENtrepid belegen, dass das Prüfmedikament Fenebrutinib bei der Behandlung der primär progredienten Multiplen Sklerose (PPMS) den primären Endpunkt erreicht hat. Damit könnte Roche vor einem wichtigen Markteintritt stehen, da seit über einem Jahrzehnt kein neues Mittel mehr eine vergleichbare Reduktion der Behinderungsprogression in diesem Bereich erzielt hat.

Starke Daten im direkten Vergleich

In der groß angelegten Studie trat Fenebrutinib gegen das bisherige Standardmedikament Ocrevus an. Das orale Prüfpräparat, ein sogenannter BTK-Inhibitor, erwies sich dabei nicht nur als ebenbürtig, sondern zeigte zusätzliche Stärken.

Roche

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  • Risikosenkung: Das Risiko für eine fortschreitende Behinderung sank im Vergleich zur bisherigen Therapie um 12 Prozent.
  • Schnelle Wirkung: Eine konsistente Wirkung zeigte sich über alle Patientengruppen hinweg, wobei sich die Behandlungskurven bereits nach 24 Wochen deutlich voneinander trennten.
  • Zusatznutzen: Erste Analysen deuten zudem auf eine verbesserte Funktion der oberen Extremitäten hin.

Weichenstellung für die Zulassung

Die Ergebnisse sind für Roche strategisch von hoher Relevanz, da für PPMS-Patienten bisher ein hoher ungedeckter medizinischer Bedarf besteht. Im Gegensatz zu anderen Formen der MS verschlechtern sich die Symptome hier stetig, ohne dass es zu den typischen Schüben kommt. Gelingt die Markteinführung, könnte sich Roche eine führende Position in diesem speziellen Therapiesegment sichern.

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Kann Roche mit diesem Studienerfolg die Konkurrenz bei den MS-Therapien langfristig auf Distanz halten? Vieles wird davon abhängen, ob auch die Daten für die schubförmige Multiple Sklerose (RMS) die heutigen Ergebnisse bestätigen.

Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf die Ergebnisse der ergänzenden Phase-III-Studie FENhance 1. Diese werden voraussichtlich Mitte des ersten Halbjahres 2026 veröffentlicht. Unmittelbar nach Vorliegen dieser Daten plant Roche die weltweiten Zulassungsanträge für beide Krankheitsformen einzureichen.

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