Der Essener Energieversorger hat sich erfolgreich frisches Kapital in Höhe von 1,6 Milliarden Euro am Anleihemarkt gesichert. Während der Konzern damit seine Ambitionen bei der Energiewende untermauert, herrscht bei den Analysten Uneinigkeit über die weitere Marschrichtung. Zündet die Aktie nun die nächste Stufe oder droht Gegenwind aus den USA?
- Kapitalspritze: Platzierung von Anleihen über 1,6 Milliarden Euro.
- Analysten-Votum: JPMorgan bleibt optimistisch, US-Dienste warnen.
- Trendstärke: Kurs notiert deutlich über den 50- und 200-Tage-Linien.
Frisches Geld für die Netze
E.ON nutzt den Zugang zum Kapitalmarkt konsequent. Wie am 14. Januar bekannt wurde, hat das Unternehmen Anleihen im Volumen von 1,6 Milliarden Euro platziert. In einem volatilen Zinsumfeld ist dies ein Beweis für das Vertrauen der Investoren.
Die Mittel fließen primär in den Ausbau der Infrastruktur. Die Energiewende erfordert massive Investitionen in die Netze, und E.ON sichert sich mit diesem Schritt die notwendige Liquidität, um operative Engpässe zu vermeiden. Der Markt bewertet die Finanzkraft des Versorgers damit weiterhin als robust.
JPMorgan vs. US-Skeptiker
Die Stimmung unter den Experten ist gespalten. Die US-Investmentbank JPMorgan bestätigte ihre Einstufung mit „Overweight“ und einem Kursziel von 17,50 Euro. Angesichts des aktuellen Kursniveaus rückt diese Marke in greifbare Nähe. Ein Überschreiten könnte charttechnisch neues Terrain eröffnen.
Auf der anderen Seite des Atlantiks wächst die Skepsis. Die Analyseplattform Wall Street Zen senkte das Rating für das in den USA gehandelte Papier (Ticker: EONGY) von „Hold“ auf „Sell“. Als Grund werden die Ergebnisse des dritten Quartals 2025 angeführt, bei denen der Gewinn pro Aktie die Erwartungen verfehlte. Für Anleger am deutschen Heimatmarkt scheint diese historische Betrachtung jedoch aktuell weniger Gewicht zu haben als die Zukunftsperspektiven.
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Stabile Aufwärtsbewegung
Technisch präsentiert sich die Aktie in einer starken Verfassung. Mit einem aktuellen Kurs von 17,20 Euro (Stand: Heute) notiert das Papier komfortabel über den langfristigen Trendindikatoren.
Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt (15,74 Euro) beträgt über 9 Prozent, auch die 50-Tage-Linie bei 15,91 Euro wurde souverän hinter sich gelassen. Unterstützt wird die positive Stimmung durch eine Sektor-Rotation: Auch Wettbewerber wie RWE verzeichneten zuletzt Gewinne, was das Interesse an Versorger-Aktien („Utilities“) insgesamt hochhält.
Entscheidend für die kommenden Tage ist nun, ob die Marke von 17,50 Euro geknackt werden kann. Gelingt der Ausbruch über das von JPMorgan genannte Ziel, wäre der Weg in Richtung des 52-Wochen-Hochs bei 18,31 Euro frei. Sollte der Markt jedoch der US-Skepsis folgen, dient der Bereich um 16 Euro als erste wichtige Unterstützung.
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