Amazon Aktie: EPS von $2,78 schlägt Konsens
Amazon übertrifft mit Q1-Zahlen die Erwartungen deutlich. Der Prime Day wechselt in den Juni, was die Q2-Prognose stützt.
Kurz zusammengefasst
- Gewinn je Aktie übertrifft Analystenschätzungen
- AWS-Wachstum erreicht stärkstes Niveau seit Jahren
- Prime Day erstmals im Juni geplant
- Hohe Investitionen in KI-Infrastruktur
Knapp unter dem Allzeithoch, aber mit einem der stärksten Quartalsergebnisse der Unternehmensgeschichte im Rücken— Amazon hat eine bemerkenswerte Woche hinter sich. Der Kurs schloss am Freitag bei 231,55 Euro, nur rund ein Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 234,10 Euro. Auf Monatssicht steht ein Plus von über 22 Prozent.
Quartalszahlen weit über Erwartung
Die Q1-Ergebnisse, Anfang Mai gemeldet, übertrafen die Konsensschätzungen deutlich. Der Gewinn je Aktie lag bei 2,78 Dollar, die Analysten hatten 1,64 Dollar erwartet. Der Umsatz erreichte 181,5 Milliarden Dollar gegenüber einer Erwartung von 177,3 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis kletterte auf 23,9 Milliarden Dollar, nach 18,4 Milliarden im Vorjahresquartal.
Besonders das Cloud-Geschäft zog die Aufmerksamkeit auf sich. AWS wuchs um 28 Prozent auf 37,6 Milliarden Dollar— das stärkste Wachstum seit mehr als drei Jahren. Das Werbegeschäft legte um 24 Prozent auf 17,2 Milliarden Dollar zu und übertraf damit ebenfalls die Markterwartungen.
KI als Wachstumsmotor und Kostentreiber
Hinter den starken Zahlen steckt ein massiver Investitionsschub. Die Kapitalausgaben stiegen im ersten Quartal auf 44,2 Milliarden Dollar— nach 25 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Der freie Cashflow für die zurückliegenden zwölf Monate schrumpfte auf 1,2 Milliarden Dollar, weil allein der Anstieg bei Immobilien- und Anlageinvestitionen knapp 60 Milliarden Dollar betrug. Analysten rechnen damit, dass der freie Cashflow im Gesamtjahr 2026 ins Negative rutschen könnte.
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Die KI-Infrastruktur zeigt allerdings erste Ertragsansätze. Das Chip-Geschäft mit den Produktlinien Graviton, Trainium und Nitro überschritt eine jährliche Umsatzrate von 20 Milliarden Dollar bei dreistelligem Wachstum. Auf der Bedrock-Plattform wurden im ersten Quartal mehr Tokens verarbeitet als in allen vorangegangenen Jahren zusammen.
Prime Day wandert in den Juni
Eine strategisch relevante Entscheidung betrifft den Timing-Wechsel beim Prime Day. Erstmals seit fünf Jahren findet das Einkaufsevent im Juni statt— in 26 Ländern, genaue Termine noch offen. Der Schritt hat direkte Bilanzwirkung: Die Umsätze fließen damit ins zweite Quartal, nicht ins dritte. Amazons Q2-Prognose setzt genau das voraus und erwartet Erlöse zwischen 194 und 199 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von 16 bis 19 Prozent entspräche.
Analysten bleiben optimistisch
Von 67 Analysten empfehlen knapp 96 Prozent die Aktie zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 310,81 Dollar, Morningstar taxiert den fairen Wert auf 312 Dollar. Damit hätte die Aktie trotz des starken Laufs der vergangenen Wochen noch erheblichen Spielraum nach oben— sofern AWS-Wachstum und Prime-Day-Umsätze die hochgesteckten Q2-Erwartungen tatsächlich erfüllen.
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