MP Materials steht seit Wochenbeginn im Mittelpunkt des Anlegerinteresses. Gleich zwei politische Initiativen der US-Regierung zur Sicherung strategischer Rohstoffe treiben den Kurs. Die Volatilität kommt nur wenige Wochen vor der Zahlenvorlage.
Als Betreiber der Mountain-Pass-Mine – Nordamerikas einzigem großskaligen Seltene-Erden-Abbau – gilt das Unternehmen als direkter Profiteur der neuen Rohstoffstrategie aus Washington.
Trump stockt Reserven auf
Am 2. Februar verkündete Präsident Trump das „Project Vault“: Ein 12-Milliarden-Dollar-Programm zum Aufbau strategischer Mineralreserven. Die Finanzierung erfolgt über ein 10-Milliarden-Darlehen der Export-Import Bank sowie rund 1,67 Milliarden aus privaten Quellen.
Ziel ist die Abschirmung amerikanischer Industrien vor Lieferengpässen – ein klarer Vorteil für heimische Produzenten kritischer Rohstoffe.
Nur zwei Tage später legte Vizepräsident JD Vance nach. Beim Critical Minerals Ministerial in Washington schlug er vor Vertretern aus 55 Nationen eine „bevorzugte Handelszone“ für kritische Mineralien vor. Kernstück: Mindestpreise, um Marktüberflutung durch ausländische Wettbewerber zu verhindern.
Diese Preisuntergrenze adressiert ein jahrelanges Problem westlicher Minenbetreiber, deren Margen regelmäßig durch volatile globale Preise unter Druck gerieten.
Volatiler Handel
Die Aktie reagierte mit heftigen Ausschlägen. Nach Bekanntgabe des Project Vault kletterte der Kurs am 3. Februar bis auf 65 Dollar, gab am Folgetag aber wieder in Richtung 60 Dollar nach. Die Schwankungen spiegeln die Neubewertung von MP Materials als potenzielle Staatspartnerschaft wider.
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Zahlen Ende Februar erwartet
Am 26. Februar legt MP Materials die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Der Bericht wird zeigen, ob die operative Erholung Fahrt aufnimmt.
Im dritten Quartal 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 53,6 Millionen Dollar bei einem bereinigten Verlust von 0,10 Dollar je Aktie – besser als erwartet. Für Q4 rechnen Analysten mit einer Rückkehr in die schwarzen Zahlen: Die Konsensschätzung liegt bei 0,02 bis 0,05 Dollar je Aktie.
Ein positives Ergebnis würde belegen, dass Kostensenkungen und verbesserte Verarbeitungseffizienz greifen.
Saudi-Partnerschaft als zweites Standbein
Parallel zur US-Strategie treibt MP Materials die internationale Diversifikation voran. Im November 2025 unterzeichnete das Unternehmen eine verbindliche Vereinbarung mit der Saudi Arabian Mining Company (Ma’aden) über den Bau einer Raffinerie für Seltene Erden in Saudi-Arabien.
Das Joint Venture soll einen neuen Verarbeitungsstandort außerhalb Chinas etablieren und die Lieferkette weiter absichern.
Zentrale Eckdaten:
- Quartalszahlen am 26. Februar 2026 nach Börsenschluss
- Project Vault (12 Mrd. $) verkündet am 2. Februar
- Mindestpreis-Vorschlag am 4. Februar vorgestellt
- Q3 2025: 53,6 Mio. $ Umsatz, -0,10 $ EPS
- Joint Venture mit Ma’aden seit November 2025
Die kommenden Wochen dürften über die kurzfristige Kursentwicklung entscheiden. Bestätigen die Zahlen die Erholung und konkretisiert sich die staatliche Unterstützung, könnte der Ausbruch über 65 Dollar nachhaltig gelingen.
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