Almonty Aktie: Zweite Ausbauphase in Sangdong vorangetrieben
Schwächere Wolframpreise belasten Almonty; Oppenheimer senkte das Kursziel, hielt aber an der Einstufung Outperform fest.

Kurz zusammengefasst
- Almonty-Aktie verlor am Freitag 2,7 Prozent
- Schwache Nachfrage drückt Wolframpreise weiter
- Oppenheimer reduzierte das Kursziel auf US$19
- Erste Sangdong-Lieferung für 24. Oktober vorgesehen
Almonty hat am Freitag im Umfeld weiter sinkender Wolframpreise nachgegeben. Die Tagesveränderung der Aktie betrug -2,7%. Schwache Nachfrage, Lagerabbau und panikartige Verkäufe belasteten den Rohstoffmarkt. Für den Wolframproduzenten rückt damit die Preisentwicklung in den Vordergrund: Operative Fortschritte allein beantworten nicht die Frage, zu welchen Konditionen zusätzliche Mengen verkauft werden können.
Nachfrageschwäche belastet das Preisumfeld
Medienberichten zufolge setzte sich der Rückgang der Wolframpreise am Freitag fort. Die schwache Nachfrage nachgelagerter Abnehmer traf dabei auf den Abbau von Lagerbeständen. Panikverkäufe verstärkten den Druck. Das beschreibt ein schwieriges Branchenumfeld, nicht eine neue negative Unternehmensmeldung von Almonty.
Für die Einordnung der Aktie ist diese Unterscheidung wichtig. Ein Produktionsfortschritt und ein nachgebender Rohstoffpreis können gleichzeitig auftreten. Mehr verfügbare Liefermengen bedeuten deshalb nicht automatisch bessere wirtschaftliche Aussichten. Entscheidend ist auch, welches Preisniveau der Markt für diese Mengen bietet.
Niedrigere Bewertung trotz positiver Empfehlung
Am Donnerstag senkte Oppenheimer-Analyst Ian Zaffino das Kursziel für Almonty von US$25 auf US$19. Seine Einstufung „Outperform“ behielt er bei. Als Begründung nannte er niedrigere Bewertungsmultiplikatoren vergleichbarer Unternehmen.
Die Kürzung war damit keine Abkehr von der positiven Anlageeinschätzung. Sie verweist vielmehr auf einen vorsichtigeren Bewertungsrahmen. Für Anleger liegt darin die zentrale Einschränkung: Eine weiterhin günstige Analystenempfehlung schließt eine deutlich reduzierte Zielmarke nicht aus.
Der Bericht verwies außerdem auf moderatere Wolfram- beziehungsweise APT-Preise von US$2.700 je MTU. Damit stehen sowohl die Bewertung vergleichbarer Unternehmen als auch das Rohstoffpreisumfeld im Mittelpunkt der Einordnung.
Lieferfähigkeit trifft auf Preisrisiko
Beim vor rund zwei Wochen behandelten Produktionshochlauf von Sangdong steht der kommerzielle Betrieb als operativer Fortschritt im Hintergrund. Nach Unternehmensangaben wird zudem die zweite Ausbauphase vorangetrieben. In Los Santos und Ruanda kamen kurzfristig umsetzbare Versorgungsprogramme hinzu.
CEO Lewis Black zufolge ist die erste kommerzielle Wolframlieferung aus Sangdong für den 24. Oktober vorgesehen. Der angekündigte Investorentag am 19. Oktober 2026 soll neben operativen Entwicklungen auch den Wolframmarkt und die Preisentwicklung behandeln.
Damit ist der Maßstab für die nächsten Unternehmensinformationen klar: Nicht allein die Lieferbereitschaft zählt. Ebenso wichtig ist, wie Almonty das schwächere Preisumfeld und dessen Bedeutung für die geplanten Lieferungen einordnet.
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