Orsted Aktie: Analysten drehen

Orsted profitiert von zwei Analysten-Hochstufungen, dem Abschluss der Turbineninstallation in Taiwan und positiven Gerichtsentscheidungen für US-Projekte. Die Aktie zeigt eine deutliche Kurserholung.

Kurz zusammengefasst:
  • Zwei Analystenhäuser heben Bewertung für Orsted an
  • Turbineninstallation für Offshore-Windpark in Taiwan abgeschlossen
  • US-Gerichte ermöglichen Fortsetzung von Offshore-Projekten
  • Aktie notiert mit deutlichem Tagesplus von über 3 Prozent

Die Orsted Aktie legt heute deutlich zu. Rückenwind kommt von zwei Hochstufungen großer Investmentbanken und einem operativen Meilenstein in Asien. Dazu stabilisieren juristische Erfolge in den USA die Perspektiven für das Projektportfolio.

Analysten heben Kursziele an

Heute veröffentlichte Einschätzungen von Oddo BHF und Santander sorgen für frische Impulse. Beide Institute haben ihre Bewertungen überarbeitet und damit das kurzfristige Sentiment aufgehellt.

Orsted

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Heute: -
7 Tage: -
  • Oddo BHF stuft die Aktie von „Neutral“ auf „Outperform“ hoch.
  • Neues Kursziel: 170 DKK
  • Das impliziert ein deutliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Niveau um 133,60 DKK.

  • Santander beendet seine bisher klar negative Einstufung.

  • Hochstufung von „Underperform“ auf „Neutral“
  • Kursziel: 130 DKK
  • Damit fällt zusätzlicher Abgabedruck von dieser Seite weg, auch wenn das Ziel leicht unter dem aktuellen Kurs liegt.

An der Börse ist die Reaktion unmittelbar sichtbar. Gegen Vormittag notiert der Titel bei rund 133,25 DKK, ein Tagesplus von gut 3 %. Auf Xetra zeigt sich ein ähnliches Bild, dort liegt der Kurs um 17,88 Euro.

Fortschritt in Taiwan

Parallel zu den Analystenupdates meldet Orsted einen wichtigen operativen Erfolg in Taiwan. Die Turbineninstallation für die Offshore-Windparks Greater Changhua 2b und 4 ist abgeschlossen.

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Die Kennzahlen des Projekts:

  • Gesamtkapazität: 920 MW
  • Technologie: 66 Siemens Gamesa SG 14‑236 Turbinen mit jeweils 14 MW
  • Zeitplan: Kommerzielle Inbetriebnahme im 3. Quartal 2026 geplant
  • Erlösbasis: Langfristiger Corporate Power Purchase Agreement (PPA) seit 2020

Die Installation erfolgte mit dem Spezialschiff „Wind Maker“ und wurde nach Unternehmensangaben effizient und ohne meldepflichtige Unfälle abgeschlossen. Insgesamt wurden mehr als 131.000 Offshore-Arbeitsstunden registriert.

Juristische Rückenstütze in den USA

Zusätzliche Stabilität kommt aus den USA, einem zentralen Wachstumsmarkt für Orsted. Nachdem die Trump-Regierung im Dezember 2025 Stoppanordnungen für Offshore-Projekte erlassen hatte, haben Gerichte zuletzt zugunsten der Branche entschieden.

  • Ein US-Bundesrichter erlaubte Orsted bereits zu Monatsbeginn, die Arbeiten am Projekt Revolution Wind wieder aufzunehmen.
  • Am 21. Januar folgte ein weiterer Schritt: Ein Bundesrichter genehmigte Dominion Energy die Fortsetzung seines Küstenprojekts in Virginia.

Diese Entscheidungen stärken die Rechtsposition laufender Offshore-Vorhaben gegenüber Eingriffen der Exekutive. Sie senken das Risiko, dass nahezu fertiggestellte Projekte vollständig abgeschrieben werden müssen.

Kennzahlen im Überblick

Die aktuelle Kursentwicklung spiegelt die Kombination aus Analystenunterstützung und operativen Fortschritten wider:

  • Kurs: ca. 133,60 DKK (heute)
  • Intraday-Veränderung: +3,0 % bis +3,37 %
  • Marktkapitalisierung: rund 170,76 Mrd. DKK
  • Kursziel Oddo BHF: 170 DKK („Outperform“)
  • Kursziel Santander: 130 DKK („Neutral“)

Blick auf die nächsten Wochen

Die jüngsten Hochstufungen, der Abschluss der Turbineninstallation in Taiwan und die juristischen Entscheidungen in den USA liefern eine nachvollziehbare Grundlage für die aktuelle Kurserholung. Im Mittelpunkt steht nun der Zahlenvorlage am 6. Februar, wenn Orsted berichten wird, welche finanziellen Effekte sich aus den wieder aufgenommenen US-Projekten konkret ergeben.

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