Nel ASA Aktie: Q2-Zahlen am 15. Juli erwartet
Nel ASA verliert nach der jüngsten Rally an Schwung. Die Aktie notiert über wichtigen Durchschnitten, doch Analysten sehen noch keine Entwarnung.

Kurz zusammengefasst
- Aktie verliert nach starkem Anstieg an Momentum
- Kurs hält sich über zentralen Durchschnittslinien
- Analysten bleiben bei zurückhaltender Bewertung
- Neue Elektrolyseur-Generation vorgestellt
Nel ASA ist nach dem schnellen Anstieg in eine ruhigere Phase gewechselt. Die Aktie hält sich über wichtigen Durchschnittslinien, verliert aber den Schwung der Vorwoche. Genau dieser Mix macht die Lage interessant: technisch wirkt der Trend stabiler, fundamental bleibt der Druck hoch.
Rally braucht eine Pause
Im Handel am Dienstag lag die Aktie bei 0,28 Euro und gewann 1,09 Prozent. Auf Wochensicht steht dennoch ein Minus von 11,59 Prozent.
Der Rücksetzer folgt auf einen kräftigen Lauf. In den vergangenen 30 Tagen legte der Titel fast 46 Prozent zu. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf gut 45 Prozent.
Damit notiert Nel weiter klar über den gleitenden Linien. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt beträgt rund 32 Prozent. Zum 200-Tage-Durchschnitt sind es etwa 38 Prozent.
Das spricht für eine verbesserte Marktstruktur. Der RSI von 37 deutet aber nicht auf Euphorie hin. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei fast 90 Prozent.
Analysten bleiben zurückhaltend
Die Aktie erreichte Anfang Mai ein 52-Wochen-Hoch von 0,32 Euro. Vom 52-Wochen-Tief bei 0,18 Euro hat sie sich deutlich gelöst.
Trotzdem sehen Analysten keinen Freifahrtschein. RBC Capital Markets bleibt bei „Sector Perform“ und nennt ein Kursziel von 3 Norwegischen Kronen. Berenberg stuft den Wert mit „Hold“ ein, das Ziel liegt bei 2,30 Norwegischen Kronen.
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Die technische Zone zwischen 0,23 und 0,25 Euro gilt als wichtige Unterstützung. Hält dieser Bereich, rückt aus charttechnischer Sicht wieder die Marke von 0,40 Euro in Reichweite.
Neues Produkt, alte Kostenfrage
Operativ setzt Nel stärker auf das Kerngeschäft mit industrieller Wasserstoffproduktion. Das Unternehmen hat eine neue Generation druckbasierter alkalischer Elektrolyseure vorgestellt.
Der Schritt passt zur Straffung nach der Abspaltung des Tankstellengeschäfts. Anfangs reagierte der Markt mit Verkaufsdruck. Danach fing sich der Kurs.
Die Zahlen bleiben der Bremsklotz. Im Auftaktquartal erzielte Nel 148,10 Millionen Norwegische Kronen Umsatz, etwas weniger als ein Jahr zuvor.
Unter dem Strich stand ein Verlust je Aktie von 0,08 Norwegischen Kronen. Der EBITDA-Verlust belief sich auf 100 Millionen Norwegische Kronen.
Der Branchendruck kommt hinzu. Grüner Wasserstoff kostet teils bis zu fünfmal so viel wie grauer Wasserstoff. Effizienz bei Kompression und Skalierung ist damit mehr als ein technisches Detail.
Am 15. Juli legt Nel die Zahlen für das zweite Quartal vor. Dann zählt, ob die neue Elektrolyseur-Generation die Marge spürbar entlastet. Bis dahin bleibt die Aktie ein technisch erholter, aber fundamental noch angespannter Wasserstoffwert.
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