Nokia Aktie: Emma Falck leitet Mobile Infrastructure ab September
Nokia setzt auf KI und Software für selbstoptimierende Netze. Der Aktienkurs steigt dank der Neuausrichtung und starker Quartalszahlen.

Kurz zusammengefasst
- Aktie mit über 110 Prozent Kursplus
- KI-Agenten automatisieren Fehlersuche
- Neue Führungskraft für Mobilfunk-Sparte
- Umsatz mit KI-Kunden steigt um 49%
Ein Kursplus von über 110 Prozent seit Jahresbeginn spricht eine deutliche Sprache. Anleger honorieren Nokias strategischen Schwenk. Auf einer Technologiekonferenz in Boston skizzierte CEO Justin Hotard nun den nächsten Schritt in die sogenannte kognitive Breitband-Ära. Der Netzwerkausrüster rüstet seine mobile Infrastruktur massiv auf Software und Künstliche Intelligenz um.
Software-Fokus und autonome Netze
Die Strategie zielt auf offene Schnittstellen und standardisierte Ökosysteme ab. Diese sollen den Weg für die kommenden Mobilfunkstandards ebnen. Netzwerke der Zukunft fungieren nicht mehr nur als reine Datenrohre. Sie optimieren sich selbst. Nokia will die nötige Geschwindigkeit liefern, um diese Pläne in reale Netzwerkleistung umzusetzen.
Passend dazu präsentierte der Konzern kürzlich neue KI-Agenten für sein Festnetz-Portfolio. Diese Systeme automatisieren die Fehlersuche. Laut Unternehmensangaben halbieren sich dadurch die nötigen Baustellenbesuche. Die Lösungsquote beim ersten Kundenkontakt steigt auf über 50 Prozent.
Frischer Wind im Management
Für die Umsetzung holt sich Nokia Verstärkung. Im September übernimmt Emma Falck die Leitung der Sparte Mobile Infrastructure. Die Managerin wechselt von Siemens zu den Finnen. Ihr Auftrag lautet, Netzwerke zu entwickeln, die von Grund auf für KI-Anwendungen konzipiert sind.
Der finanzielle Rückenwind für diesen Kurswechsel ist bereits spürbar. Im ersten Quartal kletterten die Umsätze mit KI- und Cloud-Kunden um 49 Prozent. Die Sparte für optische Netzwerke verzeichnete ein Plus von 20 Prozent. Hochkapazitäts-Infrastruktur für KI-Workloads bleibt stark gefragt.
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Kursrallye und Prognose
An der Börse kommt die Neuausrichtung an. Die Aktie schloss zuletzt bei 11,77 Euro und notiert damit knapp unter dem jüngsten Jahreshoch. Der Abstand zur 200-Tage-Linie beträgt gewaltige 93 Prozent. Der Markt belohnt die Aussicht auf ein margenstärkeres Software-Geschäft.
Für das Gesamtjahr hält der Vorstand an seinen Zielen fest. Der operative Gewinn soll zwischen 2,0 und 2,5 Milliarden Euro liegen.
Im laufenden Quartal rechnet das Management mit einem sequenziellen Umsatzwachstum von bis zu neun Prozent. Der operative Gewinn dieses Zeitraums soll dabei planmäßig einen spürbaren Teil des Jahresergebnisses ausmachen.
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