DAX Nvidia liefert, reicht aber nicht
Nvidia übertrifft Erwartungen, dennoch bleibt der DAX verhalten. Analysten sehen Luft nach oben, während RWE und Evonik unter Druck geraten.
Kurz zusammengefasst
- Nvidia liefert starke Quartalszahlen
- DAX startet mit leichtem Minus
- RWE und Evonik abgestuft
- Asiatische Märkte legen deutlich zu
Nvidia hat geliefert — die Zahlen waren stark, der Markt wollte mehr. Genau diese Diskrepanz bestimmt die Stimmung am Donnerstagmorgen und hält den DAX in einem engen Bereich.
Nvidia-Effekt verpufft teilweise
Nach drei Handelstagen mit soliden Gewinnen kommt der DAX zum Wochenstart kaum vom Fleck. Vorbörslich deutet sich ein kleines Minus von rund 0,1 Prozent auf etwa 24.713 Punkte an. Das Tageshoch des DAX-Futures lag bereits bei 24.852 Punkten — doch gehalten hat sich der Markt dort nicht.
Das Nvidia-Ergebnis war objektiv stark. Jefferies-Analyst Blayne Curtis attestierte dem Chip-Konzern, in jeder Hinsicht geliefert zu haben. Allerdings waren die Erwartungen auf der Kaufseite — Asset-Manager, Hedgefonds, Pensionskassen — noch höher gesteckt. Die Nvidia-Aktie gab nachbörslich nach, nachdem sie seit Ende März bereits um rund ein Drittel geklettert war. Entsprechend vorsichtig sind nun auch Investoren in europäischen Chipwerten — trotz Infineon, das vorbörslich noch etwas höhere Kurse verzeichnet.
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Einzelwerte im Gegenzug
Stärkerer Gegenwind kommt von den Abstufungen bei RWE und Evonik. Exane BNP gibt für RWE nach dem guten Lauf den optimistischen Daumen ab — die Titel hatten sich seit Ende 2024 mehr als verdoppelt. Bei Evonik kontertierte Barclays die Jefferies-Hochstufung vom Vortag: Die Erholung seit März habe die Bewertung inzwischen fairer gemacht, lautet die Einschätzung.
Das globale Umfeld zeigt sich indes freundlich. In Asien legte der Nikkei 225 rund 3,6 Prozent zu und kletterte über 60.000 Punkte. In Seoul zog der Kospi um mehr als acht Prozent an — Samsung und SK Hynix sorgten für den Schub. An der Wall Street schloss der Nasdaq 100 am Mittwoch 1,66 Prozent im Plus, der Dow Jones übersprang erstmals die 50.000-Punkte-Marke.
Für den DAX bedeutet das: Das Umfeld ist konstruktiv, der nächste Impuls aber unklar. Das Monatshoch bei 25.152 Punkten bleibt vorläufig außer Reichweite — wer den Index dahin treiben soll, ist noch offen.
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