LPKF Laser: 200 Millionen Konzernumsatz ab 2028 angepeilt
Montega hebt Kursziel für LPKF auf 15 Euro an, doch die Aktie notiert bei 23,80 Euro. Die Halbleiter-Fantasie treibt den Kurs trotz fehlender Produktionsaufträge.

Kurz zusammengefasst
- Kursziel auf 15 Euro angehoben
- Aktie bei 23,80 Euro notiert
- Halbleiter-Perspektive treibt Kurs
- Erste Produktionsaufträge erwartet
Montega hebt das Kursziel für LPKF Laser um zwei Drittel an — und liegt damit trotzdem noch weit hinter dem Markt zurück. Diese Lücke erzählt viel über die Erwartungen, die der Kurs bereits einpreist.
Semiconductor-Fantasie treibt den Kurs
Die Kurszielanhebung von 9,00 auf 15,00 Euro hat Montega nicht mit starken Quartalszahlen begründet — die waren schwach. Der Treiber ist die sich konkretisierende Perspektive im Bereich Advanced Semiconductor Packaging. LPKF befindet sich laut Montega in fortgeschrittenen Gesprächen mit mehreren Kunden und erwartet erste Produktionsaufträge im zweiten Quartal 2026.
Kurzfristig dürfte das den Umsatz kaum bewegen. Mittelfristig erhöht es die Planbarkeit für einen Hochlauf ab 2027 spürbar. Montega skizziert ein Szenario, in dem fünf bis sechs Kunden mit jeweils mehreren LIDE-Systemen allein rund 35 Millionen Euro Umsatz beisteuern — für 2027. Ab 2028 hält die Investmentbank einen Konzernumsatz von über 200 Millionen Euro und EBIT-Margen oberhalb von 15 Prozent für denkbar.
Bewertung und Realität klaffen auseinander
Das eigentliche Problem: Selbst im optimistischen Szenario erscheint das Potenzial auf dem aktuellen Kursniveau nach Einschätzung von Montega bereits mehr als eingepreist. Die Aktie notiert am Donnerstag bei 23,80 Euro — einem neuen 52-Wochen-Hoch — und hat sich seit Jahresbeginn knapp vervierfacht. Das Kursziel von 15,00 Euro liegt damit rund 37 Prozent unter dem aktuellen Handelspreis.
Echte kommerzielle Erfolge mit der LIDE-Technologie stehen bisher aus. Die Methode wird bei Halbleiterkunden in Test- und Entwicklungsumgebungen eingesetzt, konkrete Produktionsbestellungen fehlen noch. Der Abstand zwischen Erwartung und belegter Realität ist erheblich.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei LPKF Laser?
Auftragseingang gibt ein positives Signal
Inmitten des operativen Drucks liefert der Auftragseingang ein konstruktiveres Bild. Mit 24,1 Millionen Euro lag er über dem Vorjahr, das Book-to-Bill-Verhältnis erreichte 1,4 — getrieben von einer Belebung in den Segmenten Development und Electronics. Q1 bleibt damit ein Übergangsjahr, das aber zumindest keine Verschlechterung der Auftragslage signalisiert.
LPKF erweitert sein Portfolio parallel um Lösungen für glasbasierte Gehäuse und laserbasiertes Bonden von Glasstapeln — der Schritt von der Nischentechnologie zur Serienreife bleibt die entscheidende Hürde.
Hauptversammlung als nächster Termin
Am 4. Juni 2026 trifft sich LPKF zur Hauptversammlung in Hannover. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn von rund 7,6 Millionen Euro vollständig auf neue Rechnung vorzutragen — eine Dividende ist damit nicht geplant. Aktionäre werden das Management dort zu konkreten Zeitplänen beim LIDE-Hochlauf befragen können. Belastbare Aussagen dazu dürften maßgeblich darüber entscheiden, ob der Kurs sein aktuelles Niveau halten kann.
LPKF Laser-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue LPKF Laser-Analyse vom 7. Mai liefert die Antwort:
Die neusten LPKF Laser-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für LPKF Laser-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
LPKF Laser: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...