RWE: 100-Megawatt-Solaranlage an A44n
RWE erweitert sein Ökostrom-Portfolio mit neuen Solar- und Windprojekten in Europa. Analysten zeigen sich bei Uniper-Spekulationen zurückhaltend.

Kurz zusammengefasst
- Solarpark an A44n erreicht 100 Megawatt
- Neue Windparks in Frankreich eingeweiht
- Batteriespeicher für Netzstabilität geplant
- Analysten skeptisch bei Uniper-Übernahme
RWE baut sein Portfolio an erneuerbaren Energien in Europa konsequent aus. Der Konzern meldet Fortschritte bei Solarprojekten im Rheinland und nimmt neue Windparks in Frankreich in Betrieb. Das Ziel: Die Strategie „Growing Green“ operativ mit Leben zu füllen.
Solar-Offensive und Speichertechnik
Im Rheinischen Revier erreicht RWE einen Meilenstein. Die Solaranlage an der Autobahn A44n wächst auf über 100 Megawatt Kapazität. Die Inbetriebnahme der neuen 20 Megawatt Peak erfolgt im vierten Quartal.
Parallel dazu baut der Konzern einen großen Batteriespeicher. Das System soll ab 2027 rund 150 Megawattstunden Strom speichern. Das Ziel: Die Netzstabilität in der Region sichern.
Auch in Frankreich wächst das grüne Geschäft. Dort hat RWE drei neue Windparks offiziell eingeweiht. Diese Anlagen liefern zusammen knapp 69 Megawatt Leistung. Sie können rechnerisch den Strombedarf von 38.000 Haushalten decken.
Skepsis bei Übernahmegerüchten
Am Markt wird derzeit über eine mögliche Beteiligung von RWE an Uniper spekuliert. Die Analyse von Bernstein Research stuft die Aktie weiterhin mit „Market-Perform“ ein. Das Kursziel liegt bei 57 Euro. Analystin Deepa Venkateswaran sieht eine Komplettübernahme von Uniper kritisch. Lediglich das deutsche Wasserkraft-Geschäft gilt als strategisch sinnvoll.
Chartbild und Unterstützung
Die RWE-Aktie notiert aktuell bei 55,00 Euro. Das entspricht einem Plus von 0,51 Prozent. Auf Wochensicht verliert das Papier rund vier Prozent. Die allgemeine Volatilität im Versorgungssektor belastet den Kurs.
Der Titel notiert derzeit etwa elf Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 62,00 Euro. Ein technischer Anker bleibt der 200-Tage-Durchschnitt bei 50,04 Euro. Dieser Wert stützt den Kurs nach unten ab.
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