Deutsche Bank Aktie: Sewing interveniert

Ein kritischer Analystenbericht führte zu diplomatischen Verstimmungen mit den USA, woraufhin CEO Christian Sewing persönlich intervenierte. Die Aktie bleibt robust, während der Fokus nun auf den anstehenden Quartalsergebnissen liegt.

Kurz zusammengefasst:
  • CEO Sewing distanziert sich persönlich von Analystenthese
  • Aktie notiert deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt
  • Quartalszahlen am 29. Januar entscheidend für Kurs
  • Interne Kosten durch Lohnforderungen könnten steigen

Ein Analystenkommentar sorgt für diplomatische Verstimmungen zwischen dem größten deutschen Geldhaus und der US-Regierung. CEO Christian Sewing sah sich gezwungen, persönlich bei US-Finanzminister Scott Bessent vorstellig zu werden, um einen kritischen Bericht der eigenen Research-Abteilung zu relativieren. Anleger fragen sich nun: Wie gefährlich wird dieser Balanceakt für das wichtige US-Geschäft kurz vor den Quartalszahlen?

Die wichtigsten Fakten:

Deutsche Bank

DE0005140008
-
Heute: -
7 Tage: -
  • Der Auslöser: Research-Bericht über mögliche Kapitalflucht aus den USA verärgert US-Finanzminister.
  • Die Reaktion: CEO Sewing distanziert sich in Davos persönlich von der These.
  • Der Trend: Aktie notiert bei 32,98 Euro (+76,47 % auf 12-Monats-Sicht).
  • Der Termin: Q4-Zahlen am 29. Januar entscheiden über den weiteren Kursverlauf.

Diplomatie statt Tagesgeschäft

Auslöser der Unruhe war eine Notiz des Devisenstrategen George Saravelos. Dieser hatte ein Szenario skizziert, in dem europäische Investoren als Reaktion auf Zolldrohungen von US-Präsident Trump US-Vermögenswerte abstoßen könnten. US-Finanzminister Scott Bessent wies diese Analyse in Davos öffentlich als unbegründet zurück und enthüllte ein ungewöhnliches Detail der „Corporate Diplomacy“: Christian Sewing habe ihn angerufen, um klarzustellen, dass die Bank nicht hinter dieser These stehe.

Für die Deutsche Bank ist dieser Vorgang ein schwieriger Spagat. Einerseits muss das Institut die Unabhängigkeit seines Researchs wahren, andererseits darf es die Beziehungen zur US-Regierung nicht gefährden, da das US-Geschäft eine zentrale Ertragssäule darstellt. Dass der Vorstandsvorsitzende direkt zum Telefonhörer greift, unterstreicht die Nervosität in der Frankfurter Führungsetage hinsichtlich möglicher politischer Reputationsschäden.

Charttechnik und interne Hürden

Der Kapitalmarkt reagierte auf die politischen Schlagzeilen bisher gelassen. Mit einem aktuellen Kurs von 32,98 Euro behauptet sich das Papier deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 29,21 Euro. Der Markt scheint die Episode in Davos vorerst als Störgeräusch einzuordnen und den Fokus auf die fundamentalen Daten zu legen.

Dennoch gibt es neben der Außenpolitik auch interne Herausforderungen. Der Deutsche Bankenverband sieht sich mit Forderungen nach einer Lohnerhöhung von 7 Prozent konfrontiert. Sollte das Management hier nachgeben müssen, würde dies die Kostenbasis für das Geschäftsjahr 2026 spürbar belasten – ein Faktor, den Investoren bei ihrer Kalkulation berücksichtigen müssen.

Blick auf den 29. Januar

Die Aufmerksamkeit verschiebt sich nun vollständig auf den kommenden Mittwoch, den 29. Januar 2026. Dann wird die Deutsche Bank ihre Bücher für das vierte Quartal öffnen. Analysten erwarten einen Gewinn pro Aktie von 0,72 US-Dollar. Nach einem starken dritten Quartal liegt die Messlatte hoch.

Dass die Bank operativ handlungsfähig bleibt, zeigt die Aktivität der Research-Abteilung am heutigen Donnerstag. Ungeachtet der politischen Debatte veröffentlichten die Analysten reguläre Updates, etwa eine Kurszielanhebung für Vodafone oder eine Bestätigung der Kaufempfehlung für Continental.

Das entscheidende Signal für die weitere Richtung der Deutsche Bank Aktie wird nicht in Davos, sondern bei der Zahlenvorlage in einer Woche fallen. Solange das operative Ergebnis die Erwartungen erfüllt oder übertrifft, dürfte die Intervention von Sewing als erfolgreiche Schadensbegrenzung verbucht werden und der langfristige Aufwärtstrend intakt bleiben.

Deutsche Bank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Bank-Analyse vom 22. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Deutsche Bank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Bank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Deutsche Bank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

HEBELPRODUKTE AUF Deutsche Bank

Sie erwarten steigende Kurse?
Long Hebel
Sie erwarten fallende Kurse?
Short Hebel

Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die jeweilige WKN: UQ4DLT, UQ6JX1, UJ96H2, UQ0518. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

powered by  Prodo Logo

Weitere Artikel zu Deutsche Bank

Neueste News

Alle News

Deutsche Bank Jahresrendite

Rechtliche Hinweise zu den Hebelprodukten