Renk Aktie: 55,16 Euro kreuzt 50-Tage-Linie
Rüstungszulieferer Renk sichert über 90 Prozent des Jahresumsatzes, kämpft jedoch mit der Umwandlung in Barmittel.

Kurz zusammengefasst
- Rekordquartal mit vollen Auftragsbüchern
- Cash-Conversion-Rate weit unter Ziel
- Kapazitätsausbau in Augsburg geplant
- Aktie überwindet wichtige Chartmarke
Die Auftragsbücher von Renk quellen über. Über 90 Prozent des anvisierten Jahresumsatzes für 2026 sind bereits gesichert. Das Management feiert ein Rekordquartal. Das Problem liegt eine Ebene tiefer. Beim Cashflow hinkt der Rüstungszulieferer seinen eigenen Ansprüchen deutlich hinterher.
Im aktuellen Pre-Close Call für das erste Quartal bestätigte der Vorstand die Jahresprognose. Der Umsatz soll auf über 1,5 Milliarden Euro klettern. Das bereinigte operative Ergebnis sieht das Management zwischen 255 und 285 Millionen Euro. Operative Verzögerungen im Wartungsgeschäft wertet Renk als vorübergehend. Die Nachfrage bei Land- und Marineprogrammen brummt.
Cashflow als Lackmustest
Trotz voller Auftragsbücher bleibt die Umwandlung in Barmittel die zentrale Baustelle. Zuletzt erreichte der freie Cashflow lediglich 67 Millionen Euro. Die Cash-Conversion-Rate lag mit gut 47 Prozent weit unter dem Zielwert von 80 Prozent.
Ein Umsatzvolumen von rund 200 Millionen Euro rutschte aus dem Vorjahr in das erste Quartal. Diese Summe muss nun als echter Mittelzufluss in den Büchern auftauchen. Die vollständigen Quartalszahlen am 6. Mai liefern hier die notwendigen Fakten.
Ausbau in Augsburg und höhere Dividende
Das Ziel: deutlich mehr Profitabilität. Der Anteil margenstarker Service-Aufträge soll von derzeit 36 Prozent auf über die Hälfte wachsen. Am Hauptsitz in Augsburg fährt das Unternehmen die Jahreskapazität bis Ende 2026 massiv hoch. Die Produktion steigt auf rund 800 Einheiten. Vor dem Ukraine-Krieg war es weniger als die Hälfte.
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Auch Aktionäre sollen profitieren. Auf der Hauptversammlung am 10. Juni stimmen sie über eine vorgeschlagene Dividende von 0,58 Euro je Aktie ab. Das entspricht einer Anhebung um 38 Prozent. Basis dafür ist der verdoppelte Nettogewinn aus dem Vorjahr.
Aktie nimmt Hürde
An der Börse honorieren Investoren die jüngsten Signale. Die Renk-Aktie notiert aktuell bei 55,52 Euro. Damit hat das Papier die viel beachtete 50-Tage-Linie nach oben durchbrochen. Bis zum 52-Wochen-Hoch fehlen dem Kurs allerdings noch rund 37 Prozent.
Analysten sehen weiteres Potenzial. Jefferies hob das Kursziel auf 78 Euro an. J.P. Morgan sieht die Aktie bei 75 Euro. Die DZ Bank kalkuliert mit 65 Euro etwas vorsichtiger. Neue Details zum Kapazitätsausbau liefert das Management heute auf der Münchner Kapitalmarktkonferenz.
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