Palantir Aktie: 1,94 Milliarden Dollar Umsatz

Redaktion Stock-World ·

Palantir Technologies hat in den vergangenen zwei Wochen mit einer dichten Folge von Partnerschaften und Analystenanhebungen für Aufmerksamkeit gesorgt.

Am Donnerstag richtete das Unternehmen seine Konferenz AIPCon 11 aus, bei der Kunden aus Luftfahrt, Technologie, Medien, Versicherung, Verteidigung, Gesundheitswesen und Fertigung ihre KI-Anwendungen vorstellten – von Lieferketten über Versicherungsprozesse bis zu Drohnen und regulierten Regierungsumgebungen.

Neue Kursziele nach Konferenz

Im Anschluss an die Konferenz reagierten gleich zwei Analysehäuser. Gil Luria von DA Davidson hob sein Kursziel für Palantir am Freitag von 200 auf 250 Dollar an und bestätigte die Kaufempfehlung. Er begründete den Schritt mit der wachsenden Resonanz der Datensouveränitäts-Strategie des Unternehmens bei Kunden, die zunehmend differenziert über die Auswahl und Steuerung von KI-Modellen entscheiden.

Am selben Tag bekräftigte John McPeake von Rosenblatt Securities seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 225 Dollar und verwies auf das Wachstumspotenzial und die Marktposition des Unternehmens.

Partnerschaften reihen sich aneinander

Neben der Konferenz meldete Palantir binnen weniger Tage mehrere strategische Kooperationen. Am Donnerstag vertiefte das Unternehmen seine Partnerschaft mit Fujitsu, das seine Rolle als globaler FDE-Partner ausbaut. Parallel dazu kündigten Method Security und Palantir das sogenannte Cardinal Program an, über das Methods autonome Cybersicherheitssysteme in die Palantir-Ontologie integriert werden.

Bereits am 8. September hatte Palantir eine strategische Partnerschaft mit Nebius Group verkündet und den Cloud-Anbieter zum bevorzugten Partner für souveräne KI-Infrastruktur bei kommerziellen Kunden erklärt.

Anfang des Monats erweiterte das Unternehmen zudem sein Bündnis mit PwC US um Bereiche wie Unternehmens-KI, M&A-Transformation und ERP-Modernisierung, wobei Palantirs Foundry- und AIP-Plattformen mit den Beratungskapazitäten von PwC kombiniert werden.

Diese Partnerschaftsdichte fällt in eine Phase, in der Palantir mit robusten Zahlen unterlegt ist. Im zweiten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 93 Prozent auf 1,94 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen von 1,80 Milliarden Dollar deutlich, während das US-Commercial-Geschäft um 149 Prozent zulegte.

Das Unternehmen hob daraufhin seine Jahresprognose für 2026 an: Der Umsatz soll nun zwischen 8,150 und 8,158 Milliarden Dollar liegen, das US-Commercial-Segment um mindestens 134 Prozent wachsen. Für das dritte Quartal stellte Palantir einen Umsatz zwischen 2,160 und 2,164 Milliarden Dollar in Aussicht.

Kursreaktion bleibt verhalten

Trotz der positiven Nachrichtenlage tut sich die Aktie an der Börse schwer. Zum Wochenschluss notierte das Papier bei 144,22 Euro, ein Plus von 0,9 Prozent gegenüber dem Vortag.

Auf Sicht von sieben Tagen steht dennoch ein Rückgang von 3,9 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn liegt die Aktie um 8,2 Prozent im Minus. Vom 52-Wochen-Hoch bei 179,98 Euro, erreicht Anfang November, trennen das Papier derzeit 20 Prozent.

Hintergrund der schwankenden Stimmung dürfte auch der Investor Michael Burry sein, der Berichten zufolge Wetten gegen Palantir und Nebius platziert hat. Die enge Verzahnung beider Unternehmen durch die jüngste Partnerschaft stärkt jedoch zugleich Palantirs Positionierung im Bereich souveräner KI-Infrastruktur – ein Punkt, der die jüngsten Kurszielanhebungen der Analysten stützt. Die nächsten Quartalszahlen sind für den 2. November angesetzt.

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