Almonty Aktie: TSX-Ende am 31. Juli, Nasdaq-Start folgt
Almonty Industries beendet Notierung in Toronto und Sydney, um Liquidität auf Nasdaq und Frankfurt zu konzentrieren. Operativ startet die Produktion in Südkorea.

Kurz zusammengefasst
- Handelsende an der TSX am 31. Juli
- Rückzug auch von australischer Börse
- Fokus auf Nasdaq und Frankfurt
- Produktionsstart in Sangdong im Juli
Almonty Industries verlässt die Toronto Stock Exchange. Am Freitag, den 31. Juli 2026, endet der Handel mit den Stammaktien des Wolfram-Produzenten in Kanada. Für Anleger bedeutet das keinen Rückzug, sondern eine Bündelung der Kräfte an anderer Stelle.
Der Wechsel ist Teil einer größeren Neuausrichtung. Almonty hat seinen Firmensitz bereits von Toronto ins US-amerikanische Dillon, Montana, verlegt. Der Schritt soll die Beziehungen zu US-Behörden und Industriepartnern stärken – besonders in der Rüstungs- und Hightech-Branche, wo Wolfram als kritischer Rohstoff gilt.
Zwei Börsenplätze weniger, ein klarer Fokus
Kanada ist nicht der einzige Markt, den Almonty aufgibt. Am 23. Juli 2026 genehmigte die australische Börse ASX den Rückzug der dort gehandelten CHESS Depositary Interests. Der Handel in Sydney wird ab dem 28. August ausgesetzt, das offizielle Delisting folgt am 1. September.
Als Grund nennt das Management geringe Handelsvolumen in Toronto und Sydney. Almonty will die Liquidität künftig auf zwei Plätze konzentrieren: die Nasdaq unter dem Kürzel „ALM“ und die Frankfurter Börse. Dort findet schon jetzt der Großteil des täglichen Handels statt. Weniger Börsenplätze bedeuten weniger Meldepflichten – und das soll die Kosten senken.
Kurs unter Druck, Bewertung bleibt hoch
Die Aktie zeigt sich vor dem Delisting nervös. Am Freitag schloss sie bei 18,81 kanadischen Dollar, ein Minus von 5,52 Prozent an einem einzigen Handelstag. Auf Monatssicht steht ein Rückgang von fast 20 Prozent zu Buche.
Die längere Perspektive relativiert die jüngste Schwäche. Seit Jahresbeginn liegt Almonty noch immer mit 55,84 Prozent im Plus, auf Zwölfmonatssicht sogar mit 211,42 Prozent. Der Relative-Stärke-Index von 38,8 signalisiert eine Annäherung an überverkauftes Terrain, ohne dort bereits angekommen zu sein.
Sangdong liefert das operative Fundament
Während sich die Börsenstruktur ändert, läuft das operative Geschäft an. Am 1. Juli 2026 startete Almonty die Verarbeitung im südkoreanischen Bergwerk Sangdong. Damit vollzieht das Unternehmen den Sprung von der Entwicklungs- in die Produktionsphase für Wolframkonzentrat.
Parallel dazu hat Almonty seinen Abnahmevertrag mit Global Tungsten & Powders erweitert, einer Tochter der Plansee Group. Die neue Vereinbarung läuft 21 Jahre und erhöht das Gesamtvolumen um 40 Prozent. Sie deckt rund 90 Prozent der Phase-I-Produktion in Sangdong ab – ein langfristig gesicherter Absatzkanal, gerade jetzt, wo sich das Unternehmen auf die Nasdaq als neuen Haupthandelsplatz konzentriert.
Der Rückzug aus Toronto und Sydney fällt damit in eine Phase, in der Almonty operativ liefert, während der Aktienkurs kurzfristig Federn lässt. Ab dem 3. August wird sich zeigen, wie sich die Handelsaktivität ohne die TSX auf Nasdaq und Frankfurt verteilt.
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