Bayer Aktie: Nubeqa-Turbo?
Positive Studiendaten zu Darolutamid und Chinas Zulassung von Asundexian prägten die Nachrichtenlage rund um Bayer.

Kurz zusammengefasst
- JPMorgan hält an 61 Euro Kursziel fest
- DASL-HiCaP zeigt 58 Prozent Risikoreduktion
- China genehmigt Asundexian gegen Schlaganfälle
- Vividion startet Phase-II-Studie mit VVD-214
JPMorgan hat Bayer am Montag medienberichten zufolge auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 61 Euro belassen. Analyst Richard Vosser bewertete die Zwischenergebnisse der DASL-HiCaP-Studie positiv: Sie stützten seine Einschätzung, dass die Markterwartungen zu niedrig seien. Darolutamid in Kombination mit Strahlentherapie könnte bei Patienten mit sehr hohem Rückfallrisiko ein zusätzlicher Wachstumstreiber für Nubeqa sein.
Studiendaten stützen die Einschätzung
Bayer hatte am Samstag eine Zwischenanalyse der Phase-III-Studie DASL-HiCaP gemeldet. Darolutamid zusätzlich zu Androgendeprivationstherapie und Strahlentherapie verringerte demnach bei Prostatakrebspatienten mit hohem Rückfallrisiko das Risiko für Metastasen oder Tod gegenüber Placebo um 58 Prozent.
Hinzu kam am Montag die erste Marktzulassung für Asundexian weltweit: Chinas Arzneimittelbehörde NMPA ließ den Wirkstoff unter dem Markennamen Sunharbo zu. Die Zulassung gilt zur Verringerung des Schlaganfallrisikos bei Erwachsenen nach einem nicht-kardioembolischen ischämischen Schlaganfall oder einer Hochrisiko-TIA. Bayer bezeichnet Asundexian als weltweit ersten zugelassenen Faktor-XIa-Hemmer.
Börsenberichte führten den Kursanstieg der Bayer-Aktie am Montag auf diese beiden Pharmanachrichten zurück.
Weitere Entwicklungen im Pharmageschäft
Am 22. Oktober präsentierte Bayer auf der ASN Kidney Week zusätzliche Analysen der FIND-CKD-Studie. Finerenon zeigte nach Unternehmensangaben bei verschiedenen Patientengruppen mit chronischer Nierenerkrankung ohne Diabetes konsistente Effekte auf die Proteinurie und eine Verlangsamung des Nierenfunktionsverlusts.
Die Bayer-Tochter Vividion Therapeutics hat zudem eine globale Phase-II-Studie mit dem WRN-Inhibitor VVD-214 in Kombination mit Pembrolizumab begonnen. Sie richtet sich an zuvor unbehandelte Patienten mit fortgeschrittenem MSI-H- oder dMMR-Kolorektalkarzinom. Nach Unternehmensangaben wurde der erste Patient bereits behandelt.
Am 3. November veröffentlicht Bayer seine Quartalsmitteilung für das dritte Quartal 2026 und stellt die Ergebnisse vor.
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