Graphite One Aktie: Genehmigung am 29. September 2026
Alaskas Gouverneur betont die sicherheitspolitische Rolle von Graphite Creek, während die US-Entscheidung zur Genehmigung am 29. September ansteht.

Kurz zusammengefasst
- Dunleavy hebt strategische Projektrolle hervor
- USA 2025 vollständig auf Importe angewiesen
- Aktie verliert seit Jahresbeginn 56 Prozent
- Bundesentscheidung für 29. September angekündigt
Der Gouverneur von Alaska, Mike Dunleavy, hat am 9. September die strategische Bedeutung des Graphite-Creek-Projekts von Graphite One für die nationale Sicherheit der USA hervorgehoben. In einer offiziellen Stellungnahme verwies er auf die kritische Rolle der Mineralienversorgung und die Notwendigkeit, heimische Ressourcen zu erschließen.
Dunleavy reagierte damit auf eine bereits am 31. August veröffentlichte Publikation, in der die Dringlichkeit einer eigenständigen Rohstoffbasis für die Vereinigten Staaten betont worden war.
Strategische Bedeutung für die nationale Sicherheit
Das Vorhaben steht vor dem Hintergrund einer massiven Abhängigkeit der Vereinigten Staaten von ausländischen Quellen. Den Berichten des United States Geological Survey (USGS) zufolge waren die USA im Jahr 2025 zu 100 Prozent auf Importe angewiesen, um ihren Bedarf an Naturgraphit zu decken.
Graphite Creek gilt laut den aktualisierten Datenbanken des USGS als die größte bekannte Graphitlagerstätte in den Vereinigten Staaten und zählt zudem zu den bedeutendsten Vorkommen weltweit.
Die politische Unterstützung in Alaska für das Projekt ist deutlich. Gouverneur Dunleavy merkte an, dass Graphite Creek potenziell in der Lage wäre, den gesamten Bedarf der Nation für ein Jahrhundert zu decken. Diese Einschätzung unterstreicht die Dimension des Vorhabens, das eine zentrale Säule der US-amerikanischen Industriepolitik im Bereich der kritischen Mineralien werden könnte.
Marktreaktion und Kursverlauf
An der Börse reagierte der Wert zuletzt mit moderaten Bewegungen auf die politischen Signale. Am gestrigen Mittwoch verzeichnete die Aktie ein Plus von 1,8 Prozent und schloss bei einem Kurs von 0,5520 Euro. Trotz dieser kurzfristigen Erholung spiegelt der Kursverlauf die Herausforderungen des laufenden Jahres wider; seit Jahresbeginn hat das Papier 56 Prozent an Wert verloren.
Die aktuelle Entwicklung ordnet sich in ein volatiles Umfeld ein. Bereits vor gut drei Wochen wurde die Entscheidung über eine Genehmigung für das Graphit-Projekt thematisiert, wobei der Kurs seit diesem Zeitpunkt um 15,6 Prozent nachgab. Die erneute politische Flankierung durch die Regierung Alaskas könnte jedoch die Wahrnehmung des Standorts als systemrelevantes Vorhaben für die Rohstoffsouveränität festigen.
Entscheidung im Genehmigungsverfahren steht bevor
Ein entscheidender Meilenstein für die Entwicklung des Standorts rückt nun näher. Im Rahmen des sogenannten FAST-41-Programms zur beschleunigten Genehmigung von Infrastrukturprojekten auf Bundesebene ist die Entscheidung über das Graphite-Creek-Projekt für den 29. September 2026 angekündigt. Dieser Termin gilt als richtungsweisend für den weiteren Zeitplan der Erschließung und die künftige Produktionskapazität in Alaska.
Die Bedeutung des Projekts wird durch die Fertigstellung des koordinierten Projektplans unterstrichen, die vor rund zwei Wochen gemeldet wurde. Seither verzeichnete der Wert einen Rückgang von 11,1 Prozent.
Dennoch bleibt die Erwartung an die Bundesgenehmigung, die ebenfalls seit rund zwei Wochen im Fokus der Anleger steht, ein zentraler Kurstreiber für die kommenden Wochen. Die US-Behörden signalisierten bereits in früheren Berichten die Notwendigkeit, die Importabhängigkeit bei Naturgraphit durch Projekte wie Graphite Creek massiv zu reduzieren.
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