MP Materials verzeichnet zum Wochenschluss leichte Kursgewinne, getragen von überwiegend positiven Analystenkommentaren und einer gemeldeten Insider-Transaktion. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte ein größerer, vorgeplanter Aktienverkauf des Justiziars des Unternehmens.
Analysten werden optimistischer
Mehrere Investmenthäuser haben ihre Einschätzung zu MP Materials in den vergangenen Wochen aktualisiert.
- William Blair startete die Bewertung Mitte Januar mit „Outperform“.
- Morgan Stanley stufte die Aktie Anfang Dezember von „Equalweight“ auf „Overweight“ hoch.
- BMO Capital hob Ende November von „Market Perform“ auf „Outperform“ an.
- Laut MarketBeat liegt der Konsens von 15 Analysten bei „Moderate Buy“.
Diese Einstufungen spiegeln wachsenden Vertrauen in die strategische Ausrichtung wider, insbesondere in den Aufbau einer heimischen Lieferkette von Seltenen Erden bis hin zum Magneten. Unterstützt wird dieses Vorhaben durch eine Beteiligung des US-Verteidigungsministeriums und einen langfristigen Liefervertrag, die Teile künftiger Erlöse absichern und die Stellung des Unternehmens in einem politisch sensiblen Bereich stärken.
Geplante Insider-Verkäufe
Parallel zu den Analystenmeldungen wurde ein größerer Insider-Verkauf bekannt.
Elliot Dean Hoops, General Counsel und Secretary von MP Materials, veräußerte am 20. Januar 7.823 Stammaktien. Das Volumen lag bei rund 533.606 US‑Dollar, die Verkaufspreise bewegten sich zwischen 68,00 und 68,55 US‑Dollar je Aktie.
Wichtig ist dabei der Rahmen: Die Transaktion erfolgte über einen bereits im Februar 2025 eingerichteten Rule‑10b5‑1‑Plan. Solche Programme legen im Voraus fest, wann und in welchem Umfang Insider Aktien verkaufen. Sie dienen dazu, den Vorwurf auszuräumen, auf Basis nicht öffentlicher Informationen zu handeln, und werden häufig zur strukturierten Umsetzung von Vergütungs- und Finanzplanungen genutzt.
Der Markt reagierte gelassen. Die Aktie legte am Freitag um 1,7 % zu, erreichte im Tagesverlauf 70,46 US‑Dollar und schloss bei 69,56 US‑Dollar.
Strategischer Kontext
Die positive Analystenstimmung knüpft eng an die Rolle von MP Materials in der US‑Versorgung mit Seltenen Erden an.
Der Aufbau einer integrierten Mine‑to‑Magnet‑Kette im eigenen Land reduziert Abhängigkeiten von Importen und adressiert sicherheitspolitische Interessen. Die Unterstützung durch das Verteidigungsministerium und der langfristige Abnahmevertrag verringern Planungsrisiken und verbessern die Visibilität künftiger Umsätze.
Insiderverkäufe werden von Anlegern zwar oft kritisch beäugt, doch der vorab festgelegte 10b5‑1‑Plan liefert hier einen klaren Rahmen und spricht eher für eine standardisierte Liquiditätsplanung als für eine unmittelbare Reaktion auf neue Unternehmensinformationen.
Ausblick auf Zahlen und Gewinnwende
Der nächste konkrete Prüfstein steht bereits an: MP Materials will um den 19. Februar die nächsten Quartalszahlen vorlegen.
Analysten rechnen auf Jahressicht mit einem deutlichen Ergebnissprung:
- Erwartetes EPS Geschäftsjahr 2025: rund -0,31 US‑Dollar
- Erwartetes EPS Geschäftsjahr 2026: rund 0,72 US‑Dollar
Damit unterstellen die Schätzungen den Übergang von einem Verlust- zu einem profitablen Jahr. Der Konsens bleibt auf der Kaufseite („Buy“). Entscheidend wird, ob die anstehenden Zahlen und der Ausblick diese Erwartungen untermauern und die prognostizierte Gewinnwende bestätigen.
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