Sivers: 28 und 60 GHz für Tachyon-Plattform
Sivers Semiconductors erhält 1,5-Millionen-US-Dollar-Auftrag, kämpft aber mit hohem Verlust und geringen Barreserven.

Kurz zusammengefasst
- Neuer Auftrag über 1,5 Millionen Dollar
- Umsatzplus von 25 Prozent im Vorjahr
- Hohe Bewertung bei niedrigen Barreserven
- Kapitalerhöhung von 125 Millionen Kronen geplant
Sivers Semiconductors steht vor extrem intensiven Tagen. Der schwedische Chipentwickler hat gerade einen neuen Millionenauftrag an Land gezogen. Das operative Geschäft liefert also positive Signale. Auf der finanziellen Seite wächst allerdings der Druck enorm.
Ausbau der US-Partnerschaft
Für 1,5 Millionen US-Dollar entwickelt Sivers neue 60-Gigahertz-Transceiver für das US-Unternehmen Tachyon Networks. Die Bauteile zielen auf den Markt für drahtlose Breitbandzugänge ab. Die Vereinbarung baut auf einer bestehenden Partnerschaft auf. Zuvor hatte Tachyon bereits Antennenmodule für 3 Millionen Dollar bestellt.
Tachyon-Chef Hal Bledsoe sieht darin einen klaren Weg für künftige Netzwerkeinsätze. Sivers festigt damit seine Position bei einem bewährten Kunden.
Hohe Bewertung trifft auf leere Kassen
Finanziell sieht die Lage deutlich angespannter aus. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr zwar um 25 Prozent auf rund 304 Millionen schwedische Kronen. Unter dem Strich stand jedoch ein massiver Nettoverlust. Die Barreserven schmolzen bis zum Jahresende auf 43,5 Millionen Kronen ab.
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Trotz der Verluste bewertet der Markt die Aktie extrem hoch. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei 31. Zum Vergleich: Der europäische Branchendurchschnitt beträgt lediglich 4. Kein Wunder. Leerverkäufer haben das Unternehmen längst im Visier. Der Hedgefonds Voleon Capital Management hält eine Netto-Leerverkaufsposition von rund 0,5 Prozent.
Kapitalerhöhung und US-Börsengang
Sivers strebt ein Zweitlisting an der US-Technologiebörse Nasdaq an. Dafür muss das Management die Bilanzen an strenge US-Rechnungslegungsstandards anpassen. Dieser Prozess verzögert den gesamten Finanzkalender. Der testierte Jahresbericht erscheint nun am 15. Mai. Die Zahlen für das erste Quartal folgen am 20. Mai.
Vorher steht noch eine entscheidende Abstimmung an. Am 11. Mai entscheiden die Aktionäre über eine geplante Kapitalerhöhung. Sivers will frisches Kapital in Höhe von 125 Millionen Kronen einsammeln. Stimmt die außerordentliche Hauptversammlung zu, verwässern die Anteile der Altaktionäre um etwa 2,5 Prozent.
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