Bayer Aktie: Nettogewinn verdoppelt auf 2,76 Mrd.

Bayer verdoppelt Quartalsgewinn dank Agrarsparte, kündigt Übernahme von Perfuse Therapeutics an und kämpft mit US-Rechtslasten.

Felix Baarz ·
Bayer Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Nettogewinn auf 2,76 Milliarden Euro gestiegen
  • Milliardendeal mit Perfuse Therapeutics vereinbart
  • Eylea-Umsätze durch Generika-Konkurrenz gesunken
  • Freier Cashflow durch US-Klagen stark belastet

Operativ läuft der Motor auf Hochtouren, strategisch rüstet der Konzern auf. Bayer meldet für das erste Quartal 2026 einen massiven Gewinnsprung. Parallel kündigt das Management eine Milliardenübernahme in der Augenheilkunde an. Die Altlasten in den USA fressen indes weiterhin viel Kapital auf.

Agrargeschäft treibt das Ergebnis

Das Leverkusener Unternehmen liefert einen starken Start in das Jahr. Der Nettogewinn stieg auf 2,76 Milliarden Euro. Damit hat Bayer sein Ergebnis im Vorjahresvergleich mehr als verdoppelt. Der Konzernumsatz kletterte währungsbereinigt um vier Prozent auf 13,4 Milliarden Euro.

Haupttreiber war die Agrarsparte Crop Science. Hier profitierte Bayer von einem florierenden Sojabohnen-Geschäft in Nordamerika. Eine beigelegte Lizenzvereinbarung mit Corteva spülte zusätzliche Millionen in die Kassen. Die Jahresprognose für 2026 bleibt intakt. Finanzchef Wolfgang Nickl sieht den Konzern auf Kurs, warnt aber vor Währungsrisiken.

Milliarden-Deal gegen den Eylea-Schwund

Neben den Quartalszahlen treibt Bayer seine Pharma-Pipeline voran. Der Konzern kauft das US-Biotechunternehmen Perfuse Therapeutics. Der Deal kostet insgesamt bis zu 2,45 Milliarden US-Dollar. Davon fließen 300 Millionen US-Dollar sofort als Vorauszahlung.

Der strategische Hintergrund ist eindeutig. Bayers wichtiges Augenmedikament Eylea leidet unter billigerer Generika-Konkurrenz. Im Auftaktquartal brachen die Eylea-Umsätze spürbar ein. Der Wirkstoffkandidat PER-001 von Perfuse soll diese Lücke künftig schließen. Das Mittel befindet sich in der klinischen Phase II zur Behandlung von Grünem Star.

Rechtsstreitigkeiten belasten die Kasse

Trotz der operativen Stärke blutet der Konzern an anderer Stelle. Der freie Cashflow lag im ersten Quartal bei minus 2,32 Milliarden Euro. Schuld daran sind vor allem die US-Klagen rund um PCB und Glyphosat. Diese Vergleiche kosteten Bayer zuletzt rund zwei Milliarden Euro.

Die Folge: Die Netto-Finanzschulden steigen wieder an. Sie liegen nun bei 32,5 Milliarden Euro. Das ist ein spürbarer Zuwachs gegenüber dem Jahreswechsel. Langfristig steht das Unternehmen beim Schuldenabbau aber besser da als noch vor einem Jahr.

Am Aktienmarkt kommt die Erholung gut an. Auf Sicht von zwölf Monaten verbucht die Bayer-Aktie ein Kursplus von fast 65 Prozent. Am Freitag schloss das Papier nach leichten Gewinnmitnahmen bei 37,72 Euro.

Ende Mai präsentiert das Management ein wichtiges Strategie-Update. Entscheidend wird jedoch der Juni. Dann urteilt der US Supreme Court in einem Berufungsverfahren zur Glyphosat-Haftung. Ein Urteil könnte die Rechtsrisiken des Konzerns drastisch verändern.

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Bayer Aktie

37,71 EUR

– 0,47 EUR -1,23 %
KGV 0,00
Sektor Gesundheitswesen
Div.-Rendite 0,29 %
Marktkapitalisierung 37,51 Mrd. EUR
ISIN: DE000BAY0017 WKN: BAY001

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