IREN Aktie: 800-Millionen-Boni belasten
Iris Energy kämpft mit Kursverlusten nach umstrittenen Manager-Boni und teurem NBA-Sponsoring. Der Wandel zum KI-Anbieter steht im Fokus.
Kurz zusammengefasst
- Kurserholung nach neuntägigem Abwärtstrend
- Aktienpaket für Co-Chefs sorgt für Unmut
- Trikotsponsoring der Golden State Warriors
- Strategischer Umbau hin zu KI-Cloud-Diensten
Eine teure Sportwette und gigantische Boni verärgern die Aktionäre von Iris Energy. Neun Tage in Folge stürzte das Papier ab. Am Freitag stoppte der freie Fall abrupt.
Zum Wochenausklang sprang der Kurs um sieben Prozent auf 36,35 Euro. Der RSI-Wert von 35 deutete zuvor auf eine stark überverkaufte Lage hin.
Die Erholung ändert wenig am düsteren Gesamtbild. Auf Monatssicht steht ein Minus von rund 36 Prozent. Der Abstand zum aktuellen 52-Wochen-Hoch beträgt beachtliche 47 Prozent.
Boni und teures Sponsoring
Den Ausverkauf löste das Management selbst aus. Der Verwaltungsrat bewilligte den Co-Chefs Daniel und William Roberts ein gewaltiges Aktienpaket. Der Gegenwert liegt bei fast 800 Millionen US-Dollar. Aktionäre fürchten eine massive Verwässerung.
Hinzu kommt ein teurer Marketing-Deal. Iris Energy sponsert ab der Saison 2026 die Trikots der Golden State Warriors. Die Partnerschaft mit dem NBA-Team kostet jährlich über 50 Millionen US-Dollar. Kritiker bemängeln diese Ausgaben. Das Unternehmen steckt eigentlich mitten in einer extrem teuren Expansionsphase.
Wandel zum KI-Anbieter
Der Konzern baut sein Geschäft derzeit radikal um. Iris Energy will vom reinen Bitcoin-Miner zum KI-Cloud-Anbieter aufsteigen. Dafür holt das Management neue Expertise ins Haus.
Kambiz Aghili kommt von Oracle und leitet künftig die Produktstrategie. Parallel dazu wechselt Michael Nudelman als Entwicklungschef zu Iris Energy. Er arbeitete zuvor bei Google. Nudelman soll das globale Rechenzentrumsgeschäft ausbauen. Das Ziel: die physische Infrastruktur eng an die neuen Cloud-Dienste binden.
Die Aktie notiert aktuell 22 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Der technische Wandel kostet Milliarden. Die kürzlich bestellten Nvidia-Grafikkarten müssen bis Ende 2026 die erhofften Umsätze liefern. Verfehlt Iris Energy diese internen Vorgaben, rückt das massive Jahrestief bei 13,31 Euro schnell wieder in den Fokus.
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