Kraft Heinz vollzieht unter dem neuen CEO Steve Cahillane eine strategische Wende. Die im Vorjahr angekündigte Aufspaltung in zwei eigenständige Unternehmen ist vom Tisch. Stattdessen investiert der Konzern 600 Millionen Dollar in Marketing und Innovation. Die Botschaft: Die Probleme seien operativer Natur und ohne Strukturbruch lösbar.
Berkshire Hathaway stimmt zu
Die Entscheidung, die geplante Trennung in die Einheiten „Global Taste Elevation“ und „North American Grocery“ zu stoppen, trägt die Handschrift von Cahillane. Der Manager übernahm erst im Januar 2026 die Führung. Entscheidend für die Glaubwürdigkeit des Kurswechsels: Berkshire Hathaway steht dahinter.
Am 14. Februar signalisierte CEO Greg Abel öffentlich Zustimmung. Berkshire hält rund 27,5 Prozent an Kraft Heinz und setzt damit auf operative Verbesserungen statt Finanzakrobatik. Die 600 Millionen Dollar fließen 2026 in Vertrieb, Forschung und Marketingaktivitäten.
Zahlen enttäuschen bei Umsatz
Das vierte Quartal 2025 liefert gemischte Signale. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,67 Dollar und übertraf die Analystenschätzung von 0,61 Dollar. Der Umsatz hingegen verfehlte mit 6,35 Milliarden Dollar die Erwartungen von 6,38 Milliarden Dollar – ein Rückgang um 3,4 Prozent im Jahresvergleich.
Eckdaten Geschäftsjahr 2025:
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- Organischer Umsatzrückgang: -3,4%
- Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte: 9,3 Milliarden Dollar
- Operativer Verlust: 4,7 Milliarden Dollar
- Nordamerika Volumen/Mix: -5,4% im Q4
Für 2026 stellt das Management weitere Umsatzrückgänge von 1,5 bis 3,5 Prozent in Aussicht. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 1,98 und 2,10 Dollar liegen – deutlich unter den 2,60 Dollar aus 2025. Die Investitionsoffensive belastet kurzfristig die Ertragskraft.
Analysten bleiben vorsichtig
UBS erhöhte am 14. Februar das Kursziel von 24 auf 25 Dollar, beließ die Einstufung aber bei „Neutral“. Barclays zog Anfang der Woche ebenfalls auf 25 Dollar nach. Die Dividendenrendite liegt aktuell bei etwa 6,6 Prozent.
Der Markt muss abwägen: Auf der einen Seite steht die Gewinnbelastung durch die 600-Millionen-Investition. Auf der anderen die Chance auf Marktanteilsgewinne, besonders in Nordamerika, wo die Volumenschwäche zuletzt deutlich war. Erste Ergebnisse der Neuausrichtung dürften frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2026 sichtbar werden.
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