Voestalpine Aktie: Wiener Privatbank hebt auf 48,20 Euro

Die Wiener Privatbank hebt Voestalpines Einstufung und Kursziel an. Der Kurs sinkt dennoch, während Stahlpreise und Margen zuversichtlicher stimmen.

Redaktion Stock-World ·
Abstrakte Aufnahme einer modernen Stahlproduktion mit dramatischem Licht und metallischen Texturen. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Wiener Privatbank hebt Kursziel an
  • Voestalpine-Aktie verliert 2,1 Prozent
  • EBIT steigt um 78,8 Prozent
  • Donawitz erhält 100 Millionen Euro

Eine Hochstufung der Wiener Privatbank hat den Aktien von Voestalpine zum Ausklang der vergangenen Handelswoche keinen Auftrieb verliehen. Trotz einer verbesserten Einschätzung und eines angehobenen Kursziels gab das Papier am Freitag um 2,1 Prozent auf einen Schlusskurs von 45,78 Euro nach.

Marktteilnehmer nutzten die positiven Analystenkommentare vor dem Wochenende für Gewinnmitnahmen, nachdem der Titel im Vorfeld bereits deutlich zugelegt hatte.

Zuversicht bei Stahlpreisen und Margen

Verantwortlich für den jüngsten Stimmungsumschwung bei den Experten ist eine veränderte Branchenlage. Am Freitag stufte Analyst Nicolas Kneip von der Wiener Privatbank die Aktie von „Verkaufen“ auf „Halten“ herauf und passte das Kursziel von 42,10 Euro auf 48,20 Euro an. Kneip hob in seiner Studie die Gewinnprognosen für den österreichischen Stahl- und Technologiekonzern an.

Zur Begründung verwies der Analyst auf die europäischen Stahlpreise, deren dynamische Entwicklung früher und kräftiger eingesetzt habe als ursprünglich angenommen. Diese Erholung stützt die operative Ertragskraft des Konzerns spürbar.

Zusätzliche Entlastung erwartet das Analysehaus durch Effizienzgewinne aus laufenden Restrukturierungsprogrammen sowie rückläufige Zertifikatskosten. Aus dieser Kombination ergebe sich das Potenzial für eine deutlich steigende Profitabilität in den kommenden Jahren.

Operativer Rückenwind und strategische Vorhaben

Das veränderte Umfeld knüpft an eine robuste Geschäftsentwicklung an, die der Konzern vor über einem Monat für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 vorgelegt hatte. Bei einem Umsatz von 4,0 Milliarden Euro erzielte Voestalpine im Auftaktquartal ein operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 495 Millionen Euro.

Dieses Ergebnis enthielt rund 100 Millionen Euro an Einmaleffekten aus dem Verkauf von Böhler Profil. Das operative Betriebsergebnis (EBIT) stieg im Quartalsvergleich um 78,8 Prozent auf 307 Millionen Euro. Gleichzeitig sank die Nettofinanzverschuldung um 28,7 Prozent auf eine Milliarde Euro.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2026/27 peilt das Management unverändert ein EBITDA in der Spanne von 1,60 bis 1,85 Milliarden Euro an. Parallel dazu treibt das Unternehmen strategische Schlüsselprojekte voran. Die Elektrolichtbogenöfen im Rahmen des Transformationsprogramms „greentec steel“ an den Standorten Linz und Donawitz sollen im ersten Halbjahr 2027 in Betrieb gehen.

Zudem genehmigte der Aufsichtsrat eine Erweiterungsinvestition von rund 100 Millionen Euro für Donawitz. Auf internationaler Ebene plant die Sparte Railway Systems eine neue Produktionsstätte für Schienen- und Weichenkomponenten im kanadischen Thorold.

Trotz der jüngsten Konsolidierung bewegt sich der Titel weiterhin in Tuchfühlung zu seinem Jahresverlaufshoch. Das 52-Wochen-Hoch von 49,22 Euro liegt rund 7,0 Prozent über dem jüngsten Kursniveau. Detaillierten Einblick in den Fortgang des laufenden Geschäftsjahres erhalten Anleger am 11. November 2026, wenn das Unternehmen die Zahlen für das dritte Quartal 2026/27 vorlegt.

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Voestalpine Aktie

45,78 EUR

– 0,96 EUR -2,05 %
KGV 15,51
KUV 0,52
Sektor Grundlegende Materialien
Div.-Rendite 1,60 %
Marktkapitalisierung 8,10 Mrd. EUR
Ø Kursziel 52,18 EUR
ISIN: AT0000937503 WKN: 897200

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