Eutelsat Aktie: 350 Millionen Euro aus IRIS²
Trotz neuer Millionenverträge in Angola und für das IRIS²-System bricht der Aktienkurs von Eutelsat massiv ein.

Kurz zusammengefasst
- Lukrative Verträge für Satellitennetzwerk
- Monopolstellung in Angola ausgebaut
- 350 Millionen Euro aus Frankreich
- Aktienkurs verliert fast 18 Prozent
Eutelsat sichert sich lukrative Verträge für sein erdnahes Satelliten-Netzwerk. In Angola baut der Konzern seine Monopolstellung aus. In Frankreich fließen Millionen aus dem Verteidigungsbudget. Die Börse reagiert darauf mit einem massiven Abverkauf.
Am Mittwoch unterzeichnete Eutelsat ein mehrjähriges Abkommen mit dem angolanischen Telekommunikationsanbieter Mercury. Der Deal spült Millionen in die Kassen der Franzosen. Mercury gehört zur staatlichen Sonangol-Gruppe. Das Unternehmen nutzt die Satellitendienste für Firmenkunden und den öffentlichen Sektor. Eutelsat profitiert dabei von einer Sonderstellung. Der Konzern ist der einzige lizenzierte Betreiber für erdnahe Satelliten in dem afrikanischen Land.
Geldregen aus Paris
Kurz zuvor meldete das Management einen weiteren Erfolg. Die französische Regierung bucht Kapazitäten für das europäische Sicherheitssystem IRIS². Der neue Achtjahresvertrag bringt Eutelsat bis zu 350 Millionen Euro ein.
Für die erste Vertragshälfte fließen fest zugesagte 138 Millionen Euro. Der Staat nutzt die Infrastruktur künftig für kritische Regierungs- und Verteidigungszwecke.
Das Satelliten-Netzwerk OneWeb bildet den Kern der Wachstumsstrategie. Eutelsat will damit die sinkenden Einnahmen im klassischen TV-Geschäft ausgleichen. Die nächste Satelliten-Generation startet bereits im kommenden Jahr. Sie integriert den schnellen 5G-Standard. Um den Betrieb abzusichern, hat Eutelsat 440 neue Satelliten bei Airbus bestellt. Die Auslieferung beginnt Ende 2026.
Aktie im freien Fall
Operativ läuft es rund. An der Börse erleben Aktionäre das genaue Gegenteil. Die Eutelsat-Aktie verlor in nur einer Woche fast 18 Prozent an Wert. Aktuell notiert das Papier bei 2,41 Euro.
Die Folge: ein massiver Absturz. Noch Ende Mai stand der Kurs am Jahreshoch von 4,62 Euro. Seitdem hat sich der Börsenwert fast halbiert. Die Schwankungsbreite bleibt extrem hoch.
Der Abwärtstrend ist intakt. Die Aktie handelt deutlich unter ihren wichtigen gleitenden Durchschnitten. Das Management muss nun beweisen, dass die neuen Millionen-Verträge die Gewinne nachhaltig steigern. Gelingt das nicht, droht ein Test des letzten Jahrestiefs bei 1,59 Euro.
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