TSMC Aktie: Stifel startet mit Kaufempfehlung
Stifel startet TSMC mit Kaufempfehlung und 515-Dollar-Ziel. Technologievorsprung, Margenziele und Investitionen stützen die Wachstumsstory.
Kurz zusammengefasst
- Stifel vergibt Kaufempfehlung für TSMC
- Bruttomargen-Untergrenze auf über 56 Prozent angehoben
- N2-Kapazitäten sollen bis 2028 jährlich wachsen
- US-Investitionszusagen auf 265 Milliarden Dollar erhöht
TSMC festigt seine Position als dominierender Akteur im globalen Halbleitermarkt. Gestern startete das Analysehaus Stifel die Beobachtung des taiwanischen Konzerns mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 515 US-Dollar.
Analyst Sahej Singh bezeichnete das Unternehmen dabei als zentralen Wegbereiter für Künstliche Intelligenz auf der Hardware-Ebene. Diese Einschätzung stützt sich auf die ehrgeizigen Wachstumsziele des Managements, die bis zum Ende des Jahrzehnts eine deutliche Umsatzsteigerung vorsehen.
Zugleich hat die Konzernleitung die Erwartungen an die Profitabilität nach oben geschraubt. Die Untergrenze für die Bruttomarge wurde von zuvor 53 auf nun mehr als 56 Prozent angehoben. An der Börse spiegelt sich dieser Optimismus in einer positiven Jahresentwicklung wider: Seit Beginn des Kalenderjahres verzeichnet die Aktie ein Kursplus von 39 Prozent.
Technologischer Vorsprung bei der 2-Nanometer-Fertigung
Mit einem aktuellen Kurs von 357,50 Euro notiert das Papier zudem rund 12 Prozent über seinem gleitenden Durchschnitt der letzten zweihundert Handelstage. Dies unterstreicht den stabilen Trend, während die Konkurrenz technologisch weiter distanziert wird.
Medienberichten zufolge sieht auch die Bank of America Securities die Positionierung des Branchenprimus als unangefochten an. Analyst Haas Liu verwies am Montag darauf, dass TSMC seinen Vorsprung in den fortschrittlichen Fertigungsprozessen kontinuierlich ausbaue.
Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der sogenannten N2-Technologie. In diesem Bereich strebt TSMC bis zum Jahr 2028 eine jährliche Kapazitätssteigerung von 70 Prozent an. Um dieses Tempo zu halten, werden derzeit fünf neue Fertigungsanlagen gleichzeitig hochgezogen. Zudem gelang es dem Unternehmen, die für den Technologietransfer benötigte Zeit um ein Fünftel zu reduzieren, was die Effizienz in der Produktion deutlich steigert.
Führungskräfte setzen auf weiteres Wachstum
Vertrauen in diese Strategie signalisiert auch die Führungsriege durch private Aktienkäufe. Seit Anfang Juli haben Spitzenmanager wie der CEO und der CFO eigene Anteile für insgesamt rund 800.000 US-Dollar erworben. Vizepräsident Bor-Zen Tien kaufte am 20. August zusätzlich 4.000 Aktien. Solche Transaktionen unterstreichen die interne Zuversicht angesichts der massiven Investitionsoffensive im Bereich der Künstlichen Intelligenz.
International treibt TSMC den Ausbau der Produktionskapazitäten massiv voran. Vor gut drei Wochen wurde ein Joint Venture mit Sony in Japan finalisiert, während in den USA die Investitionszusagen auf insgesamt 265 Milliarden US-Dollar erhöht wurden. Das Ziel ist der Aufbau von zwölf Werken, um die globale Nachfrage nach modernsten Chips lokal bedienen zu können.
Für Anleger rücken nun kurzfristige Termine in den Fokus. In der kommenden Woche veröffentlicht das Unternehmen die monatlichen Absatzzahlen. Am 16. September folgt zudem der Ex-Tag für die Dividende von 1,114 US-Dollar je ADR, wobei das Management für das Gesamtjahr ein Umsatzplus von über 40 Prozent erwartet.
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