Asian Hotels (North) hat gestern die ungeprüften Geschäftszahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Trotz eines moderaten Umsatzwachstums rutschte das Unternehmen tief in die roten Zahlen und verzeichnete einen deutlichen Nettoverlust. Gleichzeitig markieren eine umfangreiche Kapitalerhöhung und ein Wechsel in der Mehrheitsbeteiligung den Beginn einer umfassenden finanziellen Neuausrichtung.
- Nettoverlust (Q3): 5.647,37 Lakh (Vorjahr: 9.030,38 Lakh Gewinn)
- Umsatzwachstum: +5,22 % auf 9.098,44 Lakh
- Kapitalzufluss: ca. 765 Crore durch Aktienemission
- Schuldentilgung: Vollständige Bereinigung säumiger Kredite abgeschlossen
- Neuer Mehrheitseigner: Elana Holdings hält nun 54,37 % der Anteile
Operative Erlöse decken Kosten nicht
Im Ende Dezember abgeschlossenen Quartal verbuchte das Unternehmen einen Nettoverlust von 5.647,37 Lakh. Im Vorjahreszeitraum stand noch ein Gewinn von über 9.000 Lakh in den Büchern. Auch die Neun-Monats-Bilanz verdeutlicht die angespannte Lage: Der kumulierte Verlust weitete sich auf 13.355,55 Lakh aus, nachdem im Vorjahr noch ein Überschuss erzielt worden war.
Das operative Geschäft zeigte sich hingegen stabil. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 5,22 % auf 9.098,44 Lakh. Offensichtlich reichten die höheren Erlöse jedoch nicht aus, um die gestiegenen Ausgaben und Restrukturierungskosten zu kompensieren. Das Ergebnis je Aktie sank im Quartalsvergleich massiv von 46,42 auf minus 29,03.
Sanierung durch massiven Kapitalzufluss
Parallel zu den operativen Verlusten meldete das Unternehmen den Abschluss einer entscheidenden Entschuldungsmaßnahme. Durch eine Vorzugszuteilung von Aktien flossen Anfang Februar rund 76.494 Lakh (ca. 765 Crore) in die Kassen. Das Unternehmen nutzte diese Mittel sofort, um sämtliche Kreditausfälle bei den Geldgebern zu bereinigen.
Insgesamt beglich das Management ausstehende Tilgungen und Zinsen in Höhe von über 67.000 Lakh, die ursprünglich aus dem Spätsommer 2025 stammten. Kann diese gestärkte Liquidität nun die Wende im operativen Geschäft einleiten? Die Regularisierung der Konten hat die Bilanzstabilität jedenfalls erheblich verbessert und den Druck durch die Gläubiger vorerst neutralisiert.
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Neuer Mehrheitseigentümer übernimmt das Ruder
Die Kapitalmaßnahme führte zu einer grundlegenden Verschiebung der Machtverhältnisse. Elana Holdings PTE. LTD. erwarb im Rahmen der Emission 23,18 Millionen neue Aktien zu einem Preis von 330 pro Stück. Damit baute die Gesellschaft ihre Beteiligung auf insgesamt 54,37 % aus und ist nun der neue Mehrheitsaktionär.
Flankiert wird dieser Umbruch von personellen Veränderungen in der Führungsebene. Der Vizepräsident für Projekte, Vipin Vasudeva, legte sein Amt bereits im Januar nach 16 Dienstjahren aus gesundheitlichen Gründen nieder.
Asian Hotels steht damit vor einem Neuanfang unter veränderten Vorzeichen. Die Bereinigung der Kreditrisiken und der Einstieg von Elana Holdings stabilisieren das Fundament, doch die operative Ertragsschwäche bleibt das zentrale Problem. Die Integration des neuen Mehrheitseigentümers und die Neuausrichtung der Kostenstruktur werden die Entwicklung im kommenden Geschäftsjahr maßgeblich bestimmen.
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