ServiceNow baut seine KI-Plattform konsequent aus. Mit einer neuen Partnerschaft, starken Quartalszahlen und einer milliardenschweren Übernahme zeichnet sich ein klares strategisches Bild ab – auch wenn der Kurs zuletzt deutlich nachgegeben hat.
KI-Agenten absichern: Partnerschaft mit Cohesity
Am 10. März vereinbarten ServiceNow und Cohesity eine strategische Partnerschaft, die auf die Absicherung autonomer KI-Agenten in Unternehmensumgebungen zielt. Konkret geht es darum, Daten, die von KI-Agenten verarbeitet oder verändert werden, zuverlässig wiederherstellen zu können – etwa nach Fehlfunktionen oder Sicherheitsvorfällen.
Die Integration verbindet ServiceNows AI Agent Control Tower mit der Cohesity Data Cloud. Ersterer übernimmt Steuerung, Überwachung und Sicherheit der Agenten, letztere schützt die zugrundeliegenden Daten und ermöglicht eine punktgenaue Wiederherstellung auf einen verifizierten Ausgangszustand. Die kombinierten Funktionen sollen noch in diesem Jahr verfügbar sein.
Das Marktpotenzial ist erheblich: Laut Gartner werden 2026 bis zu 40 Prozent der Unternehmensanwendungen integrierte aufgabenspezifische Agenten enthalten – gegenüber weniger als fünf Prozent im Vorjahr.
Starke Q4-Zahlen, schwache Kursreaktion
Das vierte Quartal 2025 verlief operativ stark. ServiceNow erzielte einen Gewinn je Aktie von 0,92 Dollar und einen Umsatz von 3,57 Milliarden Dollar – beides über den Erwartungen. Das Abonnement-Umsatzwachstum lag bei 19,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und übertraf die eigene Prognose.
Dennoch fiel die Aktie nach Bekanntgabe der Zahlen Ende Januar um 11,4 Prozent im nachbörslichen Handel. Hintergrund dürften Sorgen gewesen sein, dass KI-Entwicklungen das Kerngeschäft mittelfristig unter Druck setzen könnten.
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Die KI-Suite Now Assist erreichte zum Jahresende 2025 einen jährlichen Vertragswert von 600 Millionen Dollar – das selbst gesteckte Ziel wurde damit erfüllt. Für 2026 peilt das Management über eine Milliarde Dollar an. Das Deal-Volumen des AI Control Tower verdreifachte sich im Quartal gegenüber dem Vorquartal.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet ServiceNow ein Abonnementumsatzwachstum von 19,5 bis 20 Prozent auf 15,53 bis 15,57 Milliarden Dollar, bei einer operativen Marge von 32 Prozent und einer Free-Cashflow-Marge von 36 Prozent. Zusätzlich kündigte das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von fünf Milliarden Dollar an.
Übernahme von Armis soll Sicherheitsgeschäft verdreifachen
Parallel läuft die geplante Übernahme des Cybersicherheitsunternehmens Armis für 7,75 Milliarden Dollar in bar. Ziel ist eine integrierte Plattform für Sicherheitsüberwachung und -steuerung über das gesamte IT-Ökosystem eines Unternehmens hinweg.
Das Sicherheits- und Risikogeschäft von ServiceNow hatte bereits im dritten Quartal 2025 die Marke von einer Milliarde Dollar jährlichem Vertragswert überschritten. Die Armis-Übernahme soll das adressierbare Marktpotenzial in diesem Bereich mehr als verdreifachen. Der Abschluss wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet, vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen.
Kurs weit unter Jahreshoch, Erholung läuft
Die Aktie notierte gestern bei 114,45 Dollar – weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei 211,48 Dollar. Seit Ende Februar erholt sich der Kurs, nachdem Software-Titel ab Oktober 2025 breit abverkauft worden waren.
Analyst Rothschild & Co. Redburn senkte das Kursziel von 230 auf 215 Dollar, bestätigte aber seine Kaufempfehlung. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen haben sich seit 2021 auf 12,9 Milliarden Dollar verdreifacht – ein Indikator für die Stärke des Auftragsbestands, der im aktuellen Kursniveau noch nicht vollständig eingepreist scheint.
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