Eli Lilly war lange der unangefochtene Liebling der Pharmabranche, doch nun gerät der Aktienkurs ins Straucheln. Gleich zwei negative Nachrichten drücken massiv auf die Stimmung: Während die US-Regierung die Preisschraube bei wichtigen Medikamenten anzieht, meldet Konkurrent Roche überraschend starke Daten im Kampf gegen Fettleibigkeit. Investoren müssen sich nun fragen, wie stark die bisherige Marktdominanz des Unternehmens tatsächlich gefährdet ist.
Druck aus Washington
Der erste Belastungsfaktor kommt von regulatorischer Seite. Die US-Regierung hat das Diabetes-Medikament Trulicity offiziell für die dritte Runde der Preisverhandlungen mit der staatlichen Krankenversicherung Medicare ausgewählt. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Kosten für verschreibungspflichtige Medikamente dauerhaft zu senken.
Auch wenn die neu verhandelten Preise voraussichtlich erst ab 2028 in Kraft treten, sorgt dieser Schritt für Unsicherheit. Investoren bewerten die staatlichen Eingriffe als Risiko für eine der wichtigsten Einnahmequellen des Konzerns, was den langfristigen Ausblick trübt.
Konkurrenz durch Roche
Noch schwerer wiegt womöglich die Nachricht aus der Schweiz. Der Konkurrent Roche präsentierte vielversprechende Phase-II-Daten für seinen neuen Abnehm-Wirkstoff CT-388. Mit einem gewichtsreduzierenden Effekt von 22,5 Prozent über 48 Wochen positioniert sich das Mittel als direkter und potenter Rivale für Eli Lillys Blockbuster Zepbound.
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Marktbeobachter erkennen in diesen Daten eine ernsthafte Bedrohung. Die Ergebnisse legen nahe, dass die derzeitige Vormachtstellung von Eli Lilly und Novo Nordisk im lukrativen Adipositas-Markt früher als erwartet unter Druck geraten könnte. Roche plant, die entscheidende Phase-3-Studie noch im laufenden Quartal zu starten.
Chartbild und Ausblick
Die Kombination aus Regulierungsangst und neuem Wettbewerbsdruck hat deutliche Spuren im Kursverlauf hinterlassen. Auf 30-Tage-Sicht verzeichnet das Papier ein Minus von gut 15 Prozent und notiert weit unter dem 52-Wochen-Hoch vom Jahresanfang. Der Relative-Stärke-Index (RSI) deutet mit einem Wert von 28,5 inzwischen auf eine überverkaufte Situation hin.
Der Fokus richtet sich nun auf den 4. Februar 2026. An diesem Tag veröffentlicht Eli Lilly vor Börsenöffnung die Zahlen für das vierte Quartal 2025. Dieser Bericht wird zeigen müssen, ob die fundamentalen Wachstumstreiber stark genug sind, um die aufkommenden Sorgen bezüglich Regulierung und Wettbewerb zu kompensieren.
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