Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Wie das X-markets-Team der Deutschen Bank berichtet, bietet die Deutsche Bank zwei Bonus-Zertifikate (
ISIN DE000DB4PUT1 /
WKN DB4PUT) auf die
K+S-Aktie (
ISIN DE0007162000 /
WKN 716200 ) als Strategie der Woche an.
Ein Blick auf den Kursverlauf der K+S-Aktie genüge um zu erkennen, dass Aktionäre des Düngemittelherstellers in den vergangenen Jahren einiges durchgemacht hätten. Nachdem der Titel in den Jahren 2003 bis 2007 in der Spitze um mehr als 1.500 Prozent angestiegen sei, sei es anschließend um bis zu 70 Prozent abwärts gegangen. Obwohl sich die Aktie zuletzt etwas weniger volatil gezeigt habe, sei K+S an vielen Handelstagen unter den Tops und Flops der DAX-Titel zu finden gewesen.
Das Unternehmen gehöre nach eigenen Angaben zur weltweiten Spitzengruppe der Anbieter von Spezial- und Standarddüngemitteln sowie Pflanzenpflege- und Salzprodukten. Trotz des scheinbar soliden Geschäfts sei die Aktie bisher nichts für schwache Nerven gewesen, weshalb für interessierte Anleger auch Alternativen zur Direktinvestition gefragt seien. So könnten gerade jetzt Bonus-Zertifikate ihre Stärken ausspielen. Komme es zu einer Aufwärtsbewegung, seien Anleger oberhalb des jeweiligen Bonusbetrags unbegrenzt im Verhältnis 1 zu 1 dabei. Gerate die Aktie dagegen in eine Konsolidierung, so biete das Zertifikat einen gewissen Risikopuffer und zugleich die Chance auf eine attraktive Seitwärtsrendite. Im Falle einer Verletzung der Sicherheitsbarriere würden die Anleger allerdings 1 zu 1 an der negativen Entwicklung des Basiswerts teilnehmen.
Die jüngsten Nachrichten von Wettbewerbern des Düngemittelherstellers hätten zunächst nichts Gutes erahnen lassen. So sei die K+S-Aktie unter Druck geraten, nachdem der kanadische Wettbewerber Potash eine Gewinnwarnung veröffentlicht habe. Bereits einige Tage zuvor habe der russische Wettbewerber Uralkali einen Gewinneinbruch aufgrund der anhaltenden Nachfrageschwäche gemeldet. Diese Nachrichten hätten den Fakt überdeckt, dass K+S durch die diesjährige Übernahme der amerikanischen Morton Salt nach eigenen Angaben zum weltweit führenden Salzproduzenten aufgestiegen sei. Doch auch K+S selbst sei vor einiger Zeit das Ziel von Übernahmespekulationen gewesen. So sei der Aktienkurs zeitweilig angestiegen, als am Markt das Gerücht einer möglichen Übernahme durch den kanadischen Konkurrenten Potash die Runde gemacht habe.
Derzeit scheine das Geschäft von K+S allerdings nicht richtig rund zu laufen. So rechne das Unternehmen erst für das Jahr 2011 mit einer Normalisierung der Nachfrage nach Düngemitteln. Eine Verbesserung sei zwar in Teilen Asiens sowie Südamerikas spürbar, aber nicht auf dem für K+S wichtigsten Markt Europa, so Vorstandschef Norbert Steiner gegenüber der "Wirtschaftswoche". Viele Marktteilnehmer seien durch die erheblichen Preisschwankungen bei Agrarprodukten verunsichert und würden sich mit dem Kauf von Düngemitteln zurückhalten.
Gegenüber der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" habe Steiner gesagt, dass K+S auch im Jahr 2010 mittels Kurzarbeit die gegenwärtigen Arbeitsplätze halten wolle. Vor diesem Hintergrund erscheine die Meldung der erfolgreichen Platzierung der ersten K+S-Anleihe als Erfolg. Nach Unternehmensangaben habe die mehrfach überzeichnete Emission ein Volumen von 750 Mio. Euro umfasst.
Eine Direktinvestition in die K+S-Aktie habe in der Vergangenheit einer vergleichsweise hohen Volatilität unterlegen. Anleger, die Schwankungen zu einem gewissen Grad abfedern möchten, könnten sich für die bereits genannten Bonus-Zertifikate interessieren. Eher konservativ sei das erste Bonus-Zertifikat der Deutschen Bank ausgestattet. Das Zertifikat biete einen komfortablen Risikopuffer in Höhe von 40 Prozent sowie eine jährliche Seitwärtsrendite von 8 Prozent. Etwas offensiver sei das zweite Bonus-Zertifikat. Hier sei der Risikopuffer mit 24 Prozent geringer, die Seitwärtsrendite betrage dafür 31 Prozent pro Jahr.
Ein Kapitalschutz sei bei Bonus-Zertifikaten nicht gegeben. (25.09.2009/zc/n/a)