Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Wie das X-markets-Team der Deutschen Bank berichtet, bietet die Deutsche Bank einen Wave Call (
ISIN DE000DE2V7G5 /
WKN DE2V7G ) und einen Wave Put (
ISIN DE000DE2YJ75 /
WKN DE2YJ7 ) auf den Bund-Future (
ISIN DE0009652644 /
WKN 965264 ) für spekulative Anleger als Strategie der Woche an.
Werfe man aktuell einen Blick auf den Bund-Future, so könne man seinen Augen kaum glauben, denn das deutsche Rentenbarometer habe seit August 2010 nahezu täglich einen neuen Rekordstand markiert. Im Gegenzug sei die Rendite für Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren auf einen neuen Tiefstand von 2,05 Prozent gefallen. Doch die niedrige Rendite halte Investoren offenbar nicht davon ab, dem deutschen Staat weiterhin ihr Kapital anzuvertrauen. Beim Bund-Future handle es sich um einen standardisierten Terminkontrakt auf eine langfristige Schuldverschreibung der Bundesrepublik Deutschland. Dessen Grundlage bilde eine aus einem Korb lieferbarer Anleihen berechnete, fiktive Anleihe mit einem Coupon von sechs Prozent und einer Restlaufzeit von ca. zehn Jahren.
Hintergrund der starken Aufwärtsbewegung beim Bund-Future und der Flucht in sicherere Anlagegefilde seien die Sorgen der Investoren vor einer erneuten Abkühlung der Wirtschaft in den USA. Das Szenario vom Double Dip, welches ein nochmaliges deutliches Abrutschen der US-Wirtschaft beschreibe, mache, angesichts einer nach wie vor hohen Arbeitslosigkeit von 9,5 Prozent im Juli 2010 und eines stagnierenden Immobilienmarktes, wieder die Runde. Doch nach dem starken Anstieg stelle sich die Frage, ob dem Bund-Future eine Korrektur drohe.
Damit wäre vor allem dann zu rechnen, wenn die Notenbanken mit der Anhebung der Leitzinsen beginnen sollte. Bessere sich das konjunkturelle Umfeld, gehe mit dem Anziehen des Wirtschaftswachstums in der Regel auch ein Anstieg der Inflation einher. Dieser würde die Notenbanken zu einer Erhöhung der Zinsen veranlassen. Steigende Zinsen wiederum würden sich negativ auf die Kurse von Anleihen mit einer langen Laufzeit auswirken und somit zu fallenden Kursen beim Bund-Future führen.
Ein Blick auf den Chart des Bund-Futures zeige, dass dieser am 02. September 2005 ein Hoch bei 124,60 Punkten markiert habe. Daraufhin sei es zu einer längerfristigen Abwärtsbewegung gekommen. So habe das Rentenbarometer ein Jahr später bei 118,45 Punkten notiert und sei bis zum 15. Juli 2007 auf 109,66 Punkte zurückgefallen. Dort habe eine Erholung eingesetzt, welche die Kursnotierung über 113,63 am 03. September 2007 bis auf 118,48 Punkte im März 2008 geführt habe. Anschließend habe der Bund-Future einen Rücksetzer zum Tief bei 109,66 Punkten vollzogen, welches sich als Unterstützung bewährt habe. Der somit gebildete doppelte Boden sei der Ausgangspunkt für eine neue langfristige Aufwärtsbewegung gewesen.
So habe der Kurs, begünstigt durch den Ausbruch der Finanzkrise und die Flucht der Anleger in die als sicher geltenden deutschen Staatsanleihen, am 03. September 2008 bei 114,43 Punkten gelegen und ein Jahr später schon bei 122,77 Punkten notiert. Im April 2010 habe der Bund-Future seine Aufwärtsbewegung beschleunigt und notiere inzwischen knapp unter der Marke von 135,00 Punkten.
Spekulativ orientierte Anleger, welche nach der beschleunigten, sehr dynamischen Aufwärtsbewegung mit einer Korrektur beim Bund-Future rechnen würden, könnten mit dem Wave Put-Optionsschein der Deutschen Bank auf eine fallende Kursnotierung setzen. Das Stop-Loss-Niveau dieses Hebelproduktes mit einer Laufzeit bis zum 02.12. 2010 befinde sich bei 137,00 Punkten. Anleger, die dagegen meinen würden, dass sich die Aufwärtsbewegung des Rentenbarometers fortsetze und an dieser partizipieren möchten, könnten mit dem Wave Call-Optionsschein der Deutschen Bank auf weiter steigende Kurse beim Euro-Bund-Future setzen. Das Stopp-Loss-Niveau dieses Hebelproduktes mit einer Laufzeit bis zum 02.12. 2010 befinde sich bei 127,50 Punkten. (03.09.2010/zc/n/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.