Diskont-Zertifikat auf SolarWorld für Konservative


03.09.10 14:30
Meldung
 
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Wie das X-markets-Team der Deutschen Bank berichtet, bietet die Deutsche Bank ein Diskont-Zertifikat (ISIN DE000DB6TDU2 / WKN DB6TDU ) mit 29,22 Prozent Rabatt und ein Diskont-Zertifikat (ISIN DE000DB4W3S2 / WKN DB4W3S ) mit 15,08 Prozent Rabatt auf die Aktie von SolarWorld (ISIN DE0005108401 / WKN 510840 ) für konservative Anleger als Strategie der Woche an.


Ein bisschen erinnere der langfristige Kursverlauf der SolarWorld-Aktie an die Charts vieler Technologie-Titel in den Jahren vor und nach der New Economy-Kursblase - auch hier sei auf einen schnellen Kursanstieg ein fulminanter Einbruch gefolgt. Unter Börsianern sei für solche Aktien die Phrase "What goes up, must come down" bekannt. Oder anders ausgedrückt, "was hoch steigt, kann tief fallen".

Das Auf und Ab der SolarWorld-Aktie lasse sich anschaulich beschreiben. Bis zum Jahr 2004 habe der Titel ein Schattendasein gefristet und zeitweise als unbeachteter Pennystock vor sich hingedümpelt. Per 2. September 2004 habe sich die Aktie auf 3,70 Euro vorgearbeitet. Nur ein Jahr später sei der Titel auf 12 Euro geschossen - Solartechnik sei plötzlich "in" gewesen, und immer mehr Anleger seien dem Trend gefolgt. Per 02. September 2006 habe sich die Aktie erneut verdoppelt und bei 24,06 Euro notiert, am 02. September 2007 sogar bei 36,24 Euro. Nur wenig später seien zwischenzeitlich Höchstkurse von mehr als 45 Euro erreicht worden.

Am 02. September 2008 habe die Aktie schon leicht an Boden verloren und bei 34,76 Euro gestanden. Anschließend sei ein regelrechter Absturz erfolgt, SolarWorld habe Anfang September 2009 nur noch bei 13,73 Euro notiert. Zwar hätten auch viele andere Aktien in der Finanzkrise stark an Wert eingebüßt, aber im Solarsektor sei die anschließende Erholung ausgeblieben - zuletzt sei die Aktie auf die 9 Euro-Marke zurückgefallen und habe damit nahe des 5-Jahres-Tiefs notiert.

Dabei schien es fundamental zuletzt gar nicht so schlecht auszusehen. Erst vor wenigen Wochen habe SolarWorld bekannt gegeben, dass der Umsatz im 1. Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 50 Prozent auf mehr als 600 Mio. Euro zugelegt habe. Allerdings hätten zugleich die Gewinnspannen des Solarkonzerns immer weiter abgenommen. Zuletzt habe die Betriebsergebnis-Marge nur noch bei 13,3 Prozent gelegen, nach stolzen 20 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Viele Analysten hätten sich im Konsens eher skeptisch gezeigt. Als Hauptargument hätten sie den Kostennachteil gegenüber der asiatischen Konkurrenz angeführt, was letztlich zu dem beobachteten Margendruck geführt habe. Zudem könnten für die Branche in Deutschland nächstes Jahr weitere regulatorische Eingriffe bevorstehen. Allerdings hatten die Analysehäuser auch nicht ausschließen können, dass die negativen Faktoren bereits im Aktienkurs eingepreist sein könnten.

Vorstandschef Frank Asbeck habe sich jedenfalls optimistisch gezeigt. Er habe ausgeführt, dass die weltweiten Produktionsstandorte von SolarWorld mit Vollauslastung arbeiten würden und das Unternehmen in eine hochmoderne und effiziente Fertigung investiere. Letzteres stehe im Einklang mit der Strategie von SolarWorld, auf Qualität zu setzen und sich damit von der Billigkonkurrenz abzuheben. Weiterhin habe Asbeck ein starkes Wachstum der europäischen Märkte erwartet, zu denen das Unternehmen aufgrund relativ kurzer Transportwege eine sehr gute Anbindung besitze.

Konservative Anleger, die auf die SolarWorld-Aktie setzen möchten, könnten sich neben einer Direktinvestition für Diskontzertifikate interessieren. Diese seien günstiger als die Aktie. Die Auszahlung sei dafür auf einen Höchstbetrag (Cap) begrenzt.

Zum Beispiel weise das o.g. Diskontzertifikat mit der WKN DB6TDU der Deutschen Bank auf die SolarWorld-Aktie zurzeit einen Risikopuffer in Höhe von 29 Prozent bei einer jährlichen Seitwärts-Chance von aktuell 15 Prozent auf. Der Höchstbetrag (Cap) liege bei 8 Euro. Das Zertifikat laufe bis zum 14. Dezember 2011.

Offensiver sei das Zertifikat mit der WKN DB4W3S mit gleicher Laufzeit. Dieses weise ein Cap von 12 Euro auf. Der Risikopuffer betrage aktuell lediglich 15 Prozent und die Seitwärts-Chance 14 Prozent pro Jahr. Im Gegenzug für das höhere Risiko seien momentan maximal bis zu 37 Prozent pro Jahr möglich.

Einen Kapitalschutz gebe es bei Diskontzertifikaten nicht. (03.09.2010/zc/n/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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