Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Wie das X-markets-Team der Deutschen Bank berichtet, bietet die Deutsche Bank zwei Diskont-Zertifikate (
ISIN DE000DB4JMR5 /
WKN DB4JMR) auf die
Salzgitter-Aktie (
ISIN DE0006202005 /
WKN 620200 ) für konservative Anleger als Strategie der Woche an.
Kaum ein anderes Ereignis stelle für ein Unternehmen einen vergleichbaren Meilenstein dar wie die Aufnahme in den Leitindex des entsprechenden Landes. Schon beim letzten Überprüfungstermin für DAX Auf- und Absteiger habe sich der nach eigenen Angaben zweitgrößte Stahlproduzent Deutschlands Hoffnungen auf die erste Liga gemacht, doch der Düngemittelhersteller K+S habe das Rennen gewonnen. Diesmal finde der Aufstieg aber tatsächlich statt. Unter anderem habe Salzgitter von den starken Kursverlusten bei Mitbewerbern um den begehrten DAX-Platz profitiert.
Marktbeobachter hätten im Anschluss an die Nachricht der Aufnahme von möglichen Chancen für das Unternehmen gesprochen. So sei ein Platz unter den 30 größten Konzernen Deutschlands mit einem höheren Bekanntheitsgrad verbunden. Auch würden diese Werte eher auf die Auswahllisten von institutionellen Anlegern wie Fonds, Versicherungen oder Pensionskassen geraten. Ob sich diese Faktoren angesichts der aktuell schwachen Konjunkturaussichten aber positiv auf die Aktienkurse auswirken könnten, bleibe abzuwarten.
Denn zunächst seien die jüngsten Gewinnwarnungen vergleichbarer Unternehmen am Markt negativ aufgenommen worden. So habe die Salzgitter-Aktie stark an Kurswert verloren, nachdem sowohl die Klöckner-Werke, als auch der in Finnland ansässige Konkurrent Rautaruukki die Erwartungshaltung vieler Marktteilnehmer enttäuscht hätten. Klöckner habe vor allem die nachlassende Nachfrage aufgrund der schwachen Konjunktur als Ursache für das schwierigere Geschäft gesehen.
Analysten hätten daraus gedeutet, dass es bisher kaum Anzeichen einer Erholung der Stahlindustrie gebe.
Bereits seit Mitte 2007 habe sich die Salzgitter-Aktie in einer dynamischen Abwärtsbewegung befunden. Seit Mai dieses Jahres seien die Kurse dann besonders stark gefallen, in der Spitze um mehr als 70 Prozent. Doch die Hoffnung sei zuletzt wieder belebt worden, als Gerüchte über mögliche, umfassende Infrastruktur-Konjunkturprogramme des künftigen US-Präsidenten Barack Obama kursiert hätten. Zudem habe es Spekulationen von Seiten verschiedener Analysten gegeben, dass die Abwärtsspirale beim Stahlpreis bereits in eine Bodenbildung übergegangen sein könnte. Insgesamt optimistisch habe sich auch das Unternehmen noch im November gezeigt, als Quartalszahlen berichtet worden seien.
Anleger, die sich unter Nutzung eines Risikopuffers bei Salzgitter positionieren möchten, könnten auf attraktive Diskont-Zertifikate der Deutschen Bank setzen. So biete X-markets ein eher konservatives Produkt auf Salzgitter, das einen Risikopuffer in Höhe von 51 Prozent aufweise und dabei eine Seitwärtsrendite von 21 Prozent biete.
Anleger, denen zugunsten der Renditechance ein Risikopuffer von 12 Prozent ausreichend erscheine, könnten dagegen auf ein offensiveres Zertifikat (
ISIN DE000DB3ZEU4 /
WKN DB3ZEU ) setzen. Hier seien maximal bis zu 100 Prozent pro Jahr möglich. Ein Kapitalschutz bestehe für keines der beiden Produkte. (12.12.2008/zc/n/a)