Wien (aktiencheck.de AG) - Der DAX wird derzeit hin- und hergerissen zwischen Bullen und Bären, so die Experten von "FONDS professionell".
Seit Mitte Oktober bewege sich der deutsche Leitindex in einem breiten seitwärts gerichteten Kurskorridor zwischen 4.000 und 5.300 Punkten - und sei dabei immer wieder starken Schwankungen unterworfen. In einem solchen Marktumfeld würden Korridorprodukte ihre Stärken ausspielen, würden die Finanzmarktexperten von Société Générale meinen. Weil die implizite Volatilität hoch sei - die Marktteilnehmer also auch für die kommenden Wochen mit starken Schwankungen rechnen würden, würden sich momentan lukrative Konditionen ergeben. Das gelte insbesondere für Korridor-Discount-Zertifikate. Diese Produkte würden derzeit die Chance auf hohe Seitwärtsrenditen bieten und gleichzeitig große Risikopuffer ermöglichen.
"Korridor-Discount-Zertifikate bieten eine sicherheitsorientierte Möglichkeit, von richtungslosen Märkten zu profitieren", sage Sebastian Bleser, Zertifikate-Experte bei Société Générale. "Diese Produkte eignen sich für Anleger, die mit einer Seitwärtsphase beim jeweiligen Basiswert rechnen, dabei aber von Schwankungen während der Laufzeit unabhängig sein wollen."
Das Derivatehaus habe jetzt insgesamt 18 neue Korridor-Discount-Zertifikate auf den DAX und den DJ EURO STOXX 50 aufgelegt. Sie würden derzeit alle die Chance auf maximale Renditen im zweistelligen Prozentbereich bieten. Entscheidend dafür sei, dass der Basiswert am Laufzeitende innerhalb eines bei Emission festgelegten Korridors notiere.
Die Entwicklung während der Laufzeit spiele für die Rückzahlung am Laufzeitende keine Rolle. Selbst wenn es zu starken Schwankungen komme und der Basiswert den Kurskorridor zwischenzeitlich verlasse, könne der Anleger den maximalen Auszahlungsbetrag erreichen. Dafür komme es allein darauf an, dass der Basiswert bei Fälligkeit zwischen dem unteren und oberen Cap notiere.
Ein Beispiel verdeutliche das Auszahlungsprofil: Beim Korridor-Discount-Zertifikat (
ISIN DE000SG00DK7 /
WKN SG00DK ) auf den DAX liege der untere Cap bei 3.750 Punkten und der obere Cap bei 5.250 Punkten. Das bedeute, dass der DAX - ausgehend vom momentanen Kursniveau bei rund 4.700 Punkten - bis zum Ende der Laufzeit am 20. März 2009 um rund 20 Prozent nachgeben oder um knapp zwölf Prozent steigen dürfte, ohne die Maximalrendite zu gefährden (diese Angaben würden sich auf den Stand vom 16. Dezember 2008 beziehen).
Notiere der DAX bei Fälligkeit innerhalb des Korridors, erhalte der Anleger eine Auszahlung in Höhe von 100 Euro. Angesichts des aktuellen Briefkurses von 93,77 Euro entspreche dies einer maximalen Rendite von 6,64 Prozent beziehungsweise einer annualisierten Maximalrendite von 26,30 Prozent.
Aber auch wenn der Basiswert zum Ende der Laufzeit außerhalb des Kurskorridors notiere, seien positive Renditen möglich - Voraussetzung sei, dass sich der Basiswert nicht allzu weit vom Korridor entferne. Stehe der DAX beim gewählten Beispiel zum Beispiel fünf Prozent unter oder über den Korridorgrenzen - also bei 3.562,50 oder 5.512,50 Punkten -, dann reduziere sich der Rückzahlungsbetrag um diesen Prozentsatz auf dann 95 Euro. Erst wenn der Basiswert bei Fälligkeit unterhalb der unteren oder oberhalb der oberen Gewinngrenze notiere, erleide der Anleger einen Verlust.
Diese Gewinngrenzen, die sich nach dem jeweiligen Discount und dem Emissionspreis des Zertifikats richten würden, würden beim genannten Korridor-Discount-Zertifikat auf den DAX bei 3.469,65 und 5.530,35 Punkten liegen. Der Anleger müsste also erst dann einen Verlust verbuchen, wenn der DAX bis zum Laufzeitende um rund 26 Prozent falle oder um knapp 18 Prozent steige. Entsprechend groß sei der Risikopuffer. Darüber hinaus würden mögliche Verluste durch den Discount-Mechanismus im Vergleich zu einem Direktinvestment abgefedert. (Ausgabe vom 16.12.2008) (17.12.2008/zc/n/a)