Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Wie das X-markets-Team der Deutschen Bank berichtet, bietet die Deutsche Bank einen Wave Call XXL (
ISIN DE000DB4H2A1 /
WKN DB4H2A ) sowie einen Wave Put XXL (
ISIN DE000DB8RP27 /
WKN DB8RP2 ) auf die Aktie von
EADS (
ISIN NL0000235190 /
WKN 938914 ) für spekulative Anleger als Strategie der Woche an.
Die Geschäftsfelder von EADS lägen in der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft sowie den dazugehörigen Dienstleistungen und würden sich in die Divisionen Airbus, Eurocopter, EADS Astrium und EADS Defence & Security unterteilen. Nach mehrmonatigen Verhandlungen hinsichtlich des Militärtransporters A400M hätten EADS und die Käufernationen Anfang März eine Einigung im Streit um die Finanzierung der Mehrkosten erzielt, sodass EADS das A400M-Programm fortsetzen könne. Die Einigung sehe vor, dass die Abnehmerländer auf alle Vertragsstrafen für die aktuellen Verzögerungen verzichten und zusätzliche Zahlungen in Höhe von 2 Mrd. Euro leisten würden. Darüber hinaus würden sie zusätzlich 1,5 Mrd. Euro bereitstellen und dafür an künftigen Exportaufträgen beteiligt.
In der Bilanz für das Geschäftsjahr 2009 hätten die Verzögerungen beim A400M-Projekt durch die Erhöhung der Rückstellungen um 1,8 Mrd. Euro vor Steuern Spuren hinterlassen. Zwar habe EADS 2009, dank eines Auslieferungsrekords bei Airbus-Zivilflugzeugen, mit 42,8 Mrd. Euro eine Umsatz erzielt, der nur leicht unter dem Vorjahreswert von 43,3 Mrd. Euro gelegen habe. Doch das EBIT (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Wertminderungen, Abschreibungen und außerordentlichen Posten) sei durch Rückstellungen sowie negative Wechselkurseffekte stark belastet worden, sodass nach einem Gewinn von 2,83 Mrd. Euro im Vorjahr, 2009 ein Verlust von 322 Mio. Euro angefallen sei. Beim Konzernergebnis habe sich ein Verlust von 763 Mio. Euro nach einem Gewinn von 1,57 Mrd. Euro im Vorjahr ergeben. Aufgrund des Verlustes wird der Vorstand der Hauptversammlung vorschlagen, auf eine Dividendenzahlung für 2009 zu verzichten.
Für das laufende Geschäftsjahr 2010 rechne EADS, ausgehend von einem durchschnittlichen Euro/Dollar-Wechselkurs von 1,40 Euro, mit einem Umsatz in etwa auf dem Niveau des Vorjahres von 42,8 Mrd. Euro. Das EBIT solle 2010 bei rund 1 Mrd. Euro liegen.
Aus dem Rennen um den Auftrag für 179 Tankflugzeuge für die US Air Force in Höhe von 35 Mrd. Dollar hätten sich EADS und Partner Northrop Grumman indes zurückziehen müssen. Grund hierfür seien geänderte Bedingungen bei der Neuausschreibung des Auftrags, die nun dem Wettbewerber Boeing in die Karten spielen würden. Boeing habe nach der ursprünglichen Vergabe des Auftrags an EADS wegen unklarer Ausschreibungsbedingungen erfolgreich vor dem Government Accountability Office (GAO) auf eine Neuausschreibung geklagt.
Aus charttechnischer Sicht sei es bei EADS nach einem Hoch bei 24,83 Euro im November 2004 zu einer Seitwärtsbewegung gekommen. Im ersten Halbjahr 2005 habe sich der Bereich um 21,60 Euro als Unterstützung erwiesen. Im Mai 2005 sei von diesem Niveau aus ein neuer Aufwärtsimpuls gestartet, der die Aktie bis März 2006 auf ein Hoch bei 35,44 Euro geführt habe. Anschließend sei es zu einer längerfristigen Abwärtsbewegung gekommen. Nach einem Rückfall auf 16,78 Euro habe im Juni 2006 eine Erholung eingesetzt, die in einer mehrmonatigen Seitwärtsbewegung gemündet habe. Im Oktober 2007 habe EADS die Abwärtsbewegung fortgesetzt und sei von 24,99 Euro bis März 2009 auf 8,19 Euro zurückgefallen. Dort habe eine Erholung gestartet, welche bis September 2009 Notierungen von bis zu 16,50 Euro mit sich gebracht habe. Nach einem Rücksetzer auf 11,43 Euro, habe sich die Aktie seit November 2009 wieder positiv entwickelt und notiere aktuell in der Nähe des Hochs vom September 2009.
Spekulativ orientierte Anleger, die von einem Anstieg über das Hoch ausgehen würden und an einer möglichen Fortsetzung der Aufwärtsbewegung bei EADS partizipieren möchten, könnten mit dem o.a. Wave Call XXL der Deutschen Bank auf steigende Kurse setzen. Das Stop-loss-Niveau dieses Hebelproduktes ohne Laufzeitbegrenzung befinde sich bei 12,20 Euro. Anleger, die meinen würden, dass die Aufwärtsentwicklung erst einmal beendet sei, könnten dagegen mit dem o.a. Wave Put XXL der Deutschen Bank auf eine fallende Kursnotierung spekulieren. Das Stop-loss-Niveau dieses Hebelproduktes ohne Laufzeitbegrenzung befinde sich bei 17,75 Euro. (12.03.2010/zc/n/a)