Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Wie das X-markets-Team der Deutschen Bank berichtet, bietet die Deutsche Bank ein X-pert-Zertifikat (
ISIN DE0001042075 /
WKN 104207 ) auf Platin für konservative Anleger als Strategie der Woche an.
Viele Investoren seien im Jahr 2008 von den massiven Kursbewegungen bei Rohstoffen überrascht worden. Neben den Anlegerlieblingen Gold, Silber und Öl habe auch Platin eine sehr turbulente Zeit durchlebt. Insgesamt seien die Schwankungen sogar deutlich stärker als bei den meisten anderen Rohstoffen gewesen.
Nachdem die Platin-Notierungen bereits in den Jahren 2005 bis 2007 angestiegen seien, habe Anfang 2008 eine besonders steile Aufwärtsbewegung begonnen. Ausgehend von etwa 1.500 US-Dollar pro Unze seien die Notierungen bis Anfang März in der Spitze auf mehr als 2.250 US-Dollar gesprungen. Bis zum Juli hätten die Preise dann um die 2.000-US-Dollar-Marke geschwankt, um anschließend massiv abzufallen. Schon Anfang November sei der Rohstoff, ausgehend vom März-Hoch, um mehr als 65 Prozent gefallen. Damit sei sogar das Tief aus dem Jahr 2004 unterboten worden.
Marktbeobachter und
Analysten hätten in diesem Zusammenhang zuletzt von einer sich abkühlenden Gesamtwirtschaft gesprochen. Dies könnte sich nach Ansicht des X-markets-Teams auch negativ auf die Rohstoffpreise ausgewirkt haben, die bekanntlich auf breiter Front Verluste verzeichnet hätten. Zudem seien einige Rohstoffnotierungen zuletzt zum Spielball der heftigen Währungsschwankungen geworden, die der US-Dollar gegenüber den anderen großen Währungen vollzogen habe. Ob die fundamentale Situation die scharfen Preisbewegungen des Jahres 2008 letztlich rechtfertige, bleibe allerdings abzuwarten.
Letztlich habe sich an den Verwendungsmöglichkeiten für den als korrosionsbeständig bekannten Rohstoff wenig verändert. Dieser werde unter anderem zur Herstellung von Schmuck, aber auch für Katalysatoren, Zahnimplantate und Laborgeräte verwendet. Gegenüber den Edelmetallen Gold und Silber sei somit ein klarer Unterschied zu erkennen, denn Platin werde deutlich stärker auch in der Praxis für verschiedene Anwendungen genutzt. Bei den Edelmetallen stehe dagegen häufiger der immanente Wert im Vordergrund und nicht die Eignung für den Einsatz bei technischen Geräten. Entsprechend den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten habe sich in der Vergangenheit auch die Nachfrage nach dem Rohstoff verstärkt. Dieser werde von den meisten Industrienationen heute überwiegend importiert. Mit Abstand größter Platin-Förderer sei Südafrika, gefolgt von Russland und Kanada.
Anleger, die an eine mögliche Bodenbildung bei Platin glauben, könnten sich für das genannte X-pert-Zertifikat der Deutschen Bank interessieren. Dieses Produkt ermögliche es Investoren, im Verhältnis 1:1 an der Kursentwicklung des Rohstoffs zu partizipieren. Dabei sollten Anleger zusätzlich auf die Entwicklung des Wechselkurses zum US-Dollar achten, da das Zertifikat keine Währungsabsicherung beinhalte. (19.12.2008/zc/n/a)