Rolls-Royce startet mit gleich mehreren Impulsen ins neue Jahr: Ein neues Aktienrückkaufprogramm über 200 Millionen Pfund läuft an, parallel kommen wichtige Tests im US-Rüstungsprogramm FLRAA voran und S&P bestätigt die verbesserte Bonität. Wie greifen diese Entwicklungen zusammen?
Neues Aktienrückkaufprogramm
Heute hat Rolls-Royce ein nicht-diskretionäres Aktienrückkaufprogramm über 200 Millionen Pfund gestartet, gesteuert von UBS (London Branch).
- Volumen: 200 Millionen Pfund
- Laufzeit: ab heute bis voraussichtlich 24. Februar 2026
- Börsenplatz: London Stock Exchange
- Verwendung: Einzug der zurückgekauften Aktien zur Reduktion des Grundkapitals
Das Programm folgt auf einen bereits im November 2025 abgeschlossenen Rückkauf über 1 Milliarde Pfund. Wie hoch das gesamte Rückkaufvolumen im Geschäftsjahr 2026 ausfallen soll, will der Vorstand mit den anstehenden Jahreszahlen präzisieren.
Das laufende Programm kann den Kurs technisch stützen, da das Angebot an frei handelbaren Aktien sinkt und ein zusätzlicher Käufer im Markt aktiv ist.
Fortschritte im US-Heeresprogramm FLRAA
Parallel baut Rolls-Royce seine Position im Verteidigungsgeschäft aus. In Indianapolis wird derzeit der Turboshaft-Antrieb AE 1107F getestet.
Dieser Motor ist als Triebwerk für das MV‑75-Fluggerät der US-Armee (vormals V‑280 Valor) vorgesehen, das im FLRAA-Wettbewerb den Zuschlag als Nachfolger der Black-Hawk-Flotte erhalten hat. Die laufenden Tests sind ein verpflichtender Schritt, um die Leistungsfähigkeit des Antriebs für die Prototypen zu validieren.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rolls-Royce?
Der AE 1107F weist rund 80 % Teilegleichheit mit dem AE 1107C des V‑22 Osprey auf, bietet aber höhere Leistungsdichte und modernisierte, cyberkonforme Steuerungssysteme. Gelingt die Qualifikation, stärkt das Rolls-Royce die Position in einem langlaufenden Modernisierungsprogramm der US-Streitkräfte und sichert potenziell wiederkehrende Erlöse über Wartung und Ersatzteile.
Vereinfachte Struktur und bestätigte Bonität
Zum 1. Januar hat Rolls-Royce eine vereinfachte Konzernstruktur umgesetzt, um die rechtliche Organisation stärker an den operativen Sparten auszurichten. In diesem Zuge hat S&P Global Ratings der neu strukturierten Rolls-Royce Holdings PLC ein langfristiges Emittentenrating von „BBB+“ zugewiesen.
Damit bestätigt S&P die im August 2025 erfolgte Hochstufung auf „BBB+“, die auf anhaltende Profitabilität und wachsende Mittelzuflüsse zurückgeführt wurde. Für 2026 skizziert S&P ein robustes Finanzprofil:
- Free Operating Cash Flow (FOCF) bis zu 3,3 Milliarden Pfund
- Adjustierte EBITDA-Marge von 18–19 %
- Verhältnis Nettoverschuldung zu EBITDA klar unter dem Faktor 1,5
Die Einstufung unterstreicht, dass die Ratingagentur von einer weiterhin soliden Ergebnis- und Cashflow-Entwicklung ausgeht.
Einordnung der aktuellen Signale
Zusammengenommen adressieren die jüngsten Schritte drei zentrale Dimensionen: Kapitalrückführung an die Aktionäre, operative Fortschritte im Verteidigungsgeschäft und eine gefestigte Bilanzqualität.
Die laufenden Tests im MV‑75/FLRAA-Programm stärken die industrielle Basis für langfristige verteidigungsnahe Umsätze. Gleichzeitig deutet das bestätigte „BBB+“-Rating in Verbindung mit den von S&P erwarteten Kennzahlen auf ein deutlich verbessertes Finanzprofil hin. Der zeitlich eng an die Jahreszahlen gekoppelte Rückkauf über 200 Millionen Pfund ergänzt dieses Bild durch ein klares Signal zur Kapitalallokation im Geschäftsjahr 2026.
Rolls-Royce-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rolls-Royce-Analyse vom 2. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Rolls-Royce-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rolls-Royce-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rolls-Royce: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
