Chevron Aktie: Geopolitisches Glück

Chevron startet mit operativen Erfolgen in Afrika und Kolumbien ins Jahr, während die politische Lage in Venezuela eine langfristige strategische Chance eröffnen könnte.

Kurz zusammengefasst:
  • Förderstart auf neuer Plattform vor Angola
  • Langfristiger Rohölliefervertrag mit Kolumbien
  • Geopolitische Entwicklung in Venezuela als Chance
  • Bereits bestehende Förderlizenzen im Orinoco-Gürtel

Der Ölriese Chevron startet mit starken operativen Nachrichten ins neue Jahr – doch ein unerwartetes geopolitisches Ereignis am Wochenende könnte die langfristige Perspektive des Unternehmens grundlegend verändern. Während die Aktie am Freitag von Fortschritten in Afrika und einem neuen Liefervertrag profitierte, rückt nun plötzlich Venezuela in den Fokus.

Operativer Schwung zum Jahresauftakt

Am Freitag, dem 2. Januar 2026, meldete Chevron zwei konkrete Erfolge. Im Offshore-Block 0 vor Angola begann die Förderung auf der neuen Plattform „South N’dola“. Das Projekt, das an die bestehende Mafumeira-Verarbeitungsanlage angeschlossen ist, soll im Vollbetrieb zwischen 25.000 und 33.000 Barrel Öläquivalent pro Tag produzieren. Es steht exemplarisch für die Strategie des Unternehmens, bestehende Infrastruktur kosteneffizient zu nutzen.

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Parallel sicherte sich Chevron über eine Vorauszahlung von 80 Millionen US-Dollar die Lieferung kolumbianischen Rohöls für die kommenden zwei Jahre. Dieser Deal mit Frontera Energy garantiert dem Konzern eine stetige Versorgung für seine Raffinerien an der US-Golfküste.

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Der Venezuela-Faktor: Chance mit Fragezeichen

Die eigentliche Überraschung folgte am Samstag: Nach Meldungen über die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro kündigte die US-Regierung an, amerikanische Ölkonzerne sollten „Milliarden Dollar“ in die marode Infrastruktur des Landes investieren. Für Chevron ist diese Ankündigung von besonderer Bedeutung, da das Unternehmen als einziges größeres US-Unternehmen bereits über Lizenzen für die Förderung von rund 150.000 Barrel pro Tag in Venezuela verfügt. Damit wäre Chevron der primäre Profiteur einer möglichen Wiederbelebung der riesigen Schwerölvorkommen im Orinoco-Gürtel.

Analysten mahnen jedoch zur Geduld. Die Ölinfrastruktur des Landes ist nach Jahren des Niedergangs in desolatem Zustand. Bevor signifikante Investitionen fließen können, wären umfangreiche politische und legislative Reformen nötig. Zudem prognostiziert die Internationale Energieagentur (IEA) für 2026 einen Rekordüberschuss am globalen Ölmarkt, was den unmittelbaren Einfluss zusätzlicher Fördermengen auf den Ölpreis dämpfen könnte.

Ausblick auf die Quartalszahlen

Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich nun auf die Veröffentlichung der Quartalszahlen für Q4 2025 am 30. Januar. Der Markt erwartet, dass die Ergebnisse von den zuletzt stabilen Rohölpreisen geprägt sein werden. Zudem wird beobachtet, wie Chevron die Sicherheit seiner Mitarbeiter in Venezuela gewährleistet und ob sich die operativen Möglichkeiten im Land tatsächlich erweitern. Mitte Januar steht zudem die nächste Dividendenerklärung an, bei der der Konzern voraussichtlich seine lange Serie jährlicher Erhöhungen fortsetzen wird.

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