Verteidigungsminister Pete Hegseth besucht das Hauptquartier von Rocket Lab in Long Beach – und lobt das Unternehmen als Eckpfeiler der amerikanischen Verteidigungsindustrie. Der Besuch ist kein Zufall: Erst vor wenigen Wochen sicherte sich Rocket Lab den größten Auftrag seiner Firmengeschichte. Die Aktie erreichte daraufhin neue Rekordhöhen.
Strategische Bedeutung unterstrichen
Am Freitagnachmittag besichtigte Hegseth das 13.400 Quadratmeter große Triebwerksentwicklungszentrum des Unternehmens. Rund 200 Mitarbeiter waren anwesend, als der Minister die Produktionshallen für die Raketentriebwerke Rutherford und Archimedes inspizierte. CEO Peter Beck begleitete den Rundgang.
In seiner Ansprache an die Belegschaft betonte Hegseth: „Sie sind der Motor der neuen Freiheitsarsenal der USA, um unseren Willen jederzeit und überall durchzusetzen.“ Der Besuch fällt zeitlich mit Präsident Trumps Vorschlag für ein Rekordverteidigungsbudget von 1,5 Billionen Dollar zusammen – eine Steigerung von 900 Milliarden im laufenden Haushaltsjahr.
Hegseth versprach Unternehmen, die liefern, Rückendeckung der Regierung: „Wenn Sie für Amerika liefern, wird die Regierung hinter Ihnen stehen.“
Rekordauftrag treibt Kurs
Der Hintergrund des Pentagon-Besuchs: Am 19. Dezember 2025 hatte Rocket Lab einen 816 Millionen Dollar schweren Auftrag der Space Force erhalten. Das Unternehmen soll 18 Satelliten zur Raketenfrüherkennung für das PWSA-Programm bauen – der größte Einzelauftrag in der Firmenhistorie.
Hinzu kommen geschätzte Zusatzerlöse von rund einer Milliarde Dollar aus der Lieferung von Komponenten, Solarlösungen und Software an konkurrierende Auftragnehmer im selben Programm. Insgesamt könnte der PWSA-Komplex damit bis zu 1,8 Milliarden Dollar in die Kassen spülen.
Die Aktie reagierte mit deutlichen Kursgewinnen. Seit Jahresbeginn 2026 legte der Titel rund 25 Prozent zu, nachdem er bereits 2025 um 188 Prozent gestiegen war.
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Insider verkaufen, Institutionelle kaufen
Parallel zum Kursanstieg veräußerten Führungskräfte größere Aktienpakete. CFO Adam Spice trennte sich von Anteilen im Wert von rund 103 Millionen Dollar, weitere Manager verkauften für insgesamt 7,3 Millionen Dollar. Die Transaktionen sorgten kurzfristig für Volatilität.
Institutionelle Anleger bleiben hingegen Käufer: Baillie Gifford erhöhte seine Position um 176 Prozent auf 12,1 Millionen Aktien, die Vanguard Group stockte um 5,4 Prozent auf 41,8 Millionen Aktien auf. Insgesamt halten institutionelle Investoren knapp 72 Prozent der Anteile.
Analysten bleiben optimistisch
Die Investmentbanken zeigen sich konstruktiv, auch wenn die Bewertung anspruchsvoll ist. Needham erhöhte das Kursziel von 63 auf 90 Dollar bei einem „Buy“-Rating, Stifel hob auf 85 Dollar an. Baird stufte das Papier auf „Strong Buy“ hoch, die Bank of America gibt ein Kursziel von 60 Dollar aus.
Das durchschnittliche Analystenziel liegt bei 61 Dollar – allerdings dürften einige Bewertungen angesichts der jüngsten Kursbewegung bereits veraltet sein. Die Marktkapitalisierung beträgt mittlerweile über 45 Milliarden Dollar, was etwa dem 70-fachen des Umsatzes entspricht.
Neutron-Erstflug steht bevor
Am 26. Februar folgen die Zahlen zum vierten Quartal 2025. Analysten erwarten einen Verlust von 0,08 Dollar je Aktie. Im dritten Quartal hatte Rocket Lab die Prognosen geschlagen und einen Verlust von 0,03 Dollar ausgewiesen – bei einem Umsatzwachstum von 48 Prozent auf 155 Millionen Dollar.
Der Jungfernflug der mittelgroßen Neutron-Rakete ist für das erste Quartal 2026 geplant und gilt als wichtiger Meilenstein. Zudem steht im Januar ein weiterer Start der kleineren Electron-Rakete vom neuseeländischen Weltraumbahnhof an.
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