Eutelsat Aktie: Technologieeinsatz erläutert

Der Satellitenbetreiber legt am 13. Februar seine Zahlen vor. Der Fokus liegt auf den Folgen des geplatzten Deals für die Verschuldung und dem Wachstum des OneWeb-Geschäfts.

Kurz zusammengefasst:
  • Gescheiterter Verkauf der Bodeninfrastruktur belastet Bilanz
  • OneWeb-Geschäft verzeichnet starkes Umsatzwachstum
  • Höhere Verschuldungsprognose für das laufende Geschäftsjahr
  • Halbjahreszahlen am 13. Februar als wichtiger Prüfstein

Nach dem überraschend geplatzten Verkauf der Bodeninfrastruktur blicken Anleger gespannt auf den französischen Satellitenbetreiber. Am 13. Februar legt Eutelsat die Halbjahreszahlen vor. Die zentrale Frage lautet: Kann das boomende OneWeb-Geschäft die neu entflammten Sorgen um die Verschuldung verdrängen?

Folgen des gescheiterten Deals

Ende Januar musste das Management einen herben Rückschlag vermelden. Der geplante Verkauf der passiven Bodeninfrastruktur an EQT Infrastructure VI kam nicht zustande, da laut Unternehmensangaben wesentliche Abschlussbedingungen nicht erfüllt wurden. Marktbeobachter vermuten hinter der Blockade strategische Bedenken der französischen Regierung.

Eutelsat

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Die Konsequenzen für die Bilanz sind spürbar. Da die eingeplante Liquidität ausbleibt, korrigierte Eutelsat die Prognose für den Verschuldungsgrad nach oben. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA wird zum Ende des Geschäftsjahres 2025/26 höher ausfallen als ursprünglich geplant.

Allerdings hat die Medaille eine Kehrseite: Durch den Wegfall des Deals spart der Konzern die Kosten für den geplanten Servicevertrag mit dem Käufer. Langfristig hob das Management daher das Ziel für die EBITDA-Marge im Geschäftsjahr 2028/29 an und betonte, dass geplante Investitionen trotz fehlender Verkaufserlöse gesichert seien.

Wachstumstreiber LEO-Segment

Während die Bilanzstruktur Fragen aufwirft, liefert das operative Geschäft im Weltraum positive Signale. Der Ausbau der OneWeb-Konstellation läuft auf Hochtouren. Airbus Defence and Space erhielt kürzlich einen Großauftrag über 340 weitere Satelliten für das Niedrigerdorbit-Netzwerk (LEO), was das Auftragsvolumen auf insgesamt 440 Einheiten erhöht.

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Die Zahlen bestätigen den strategischen Fokus: Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres wuchs der Umsatz im LEO-Segment um rund 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieser Bereich entwickelt sich zunehmend zum entscheidenden Ausgleichsfaktor für das schwächelnde klassische Video-Geschäft mit geostationären Satelliten.

Der Blick auf die Zahlen

Die Präsentation der Halbjahresergebnisse am 13. Februar wird zur Bewährungsprobe für die Strategie des einzigen europäischen Multi-Orbit-Betreibers. Investoren werden die Zahlen primär auf drei Faktoren abklopfen:
* Integrationsfortschritte: Wie schnell lassen sich Synergien zwischen GEO- und LEO-Diensten heben?
* Verschuldung: Wie stark wirkt sich der geplatzte Infrastruktur-Deal konkret auf die Finanzkennzahlen aus?
* Cashflow: Kann die Profitabilität der einzelnen Sparten die Investitionskosten decken?

Zusätzliche Fantasie könnte das europäische Konstellationsprojekt IRIS² bieten. Sollte sich Eutelsats Rolle hier konkretisieren, wäre dies ein wichtiger Impuls für die langfristige Planung bis zum gepeilten Start der Dienste im Jahr 2029.

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