IBM steht am Mittwoch im Fokus der Anleger – trotz eines Kursrückgangs von knapp 5 Prozent am Vortag. Der Grund: JPMorgan hebt das Kursziel deutlich an und sieht Potenzial in den anstehenden Quartalszahlen. Gleichzeitig macht der Tech-Konzern Fortschritte bei der 11-Milliarden-Dollar-Übernahme von Confluent.
JPMorgan setzt auf starke Software-Zahlen
Die US-Investmentbank erhöhte am Mittwoch ihr Kursziel für IBM von 290 auf 312 Dollar und bestätigte die Einstufung „Neutral“. Die Analysten erwarten für das vierte Quartal solide Ergebnisse, insbesondere im Software-Segment. Als Treiber nennen sie Automatisierungslösungen und die anhaltende Stärke der Red-Hat-Sparte. Die Einschätzung läuft dem allgemeinen Markttrend zuwider: Am Dienstag hatte der Dow Jones Industrial Average knapp 1,8 Prozent verloren, IBM-Aktien gaben 4,76 Prozent auf 291,11 Dollar nach.
Die erwarteten Q4-Zahlen könnten zeigen, ob IBM sich vom aktuellen Pessimismus gegenüber KI-Investitionen abkoppeln kann. Im letzten berichteten Quartal hatte der Konzern mit einem Gewinn je Aktie von 2,65 Dollar die Erwartungen von 2,45 Dollar übertroffen, der Umsatz war um 9,1 Prozent auf 16,33 Milliarden Dollar gestiegen.
Confluent-Übernahme kommt voran
Parallel zur Analystenbewertung macht IBM Fortschritte bei der strategischen Akquisition. Die Wartefrist nach US-Kartellrecht für die Übernahme von Confluent lief am 13. Januar ab – eine wichtige regulatorische Hürde ist damit genommen. Zusätzlich wurde die Fusion am 7. Januar beim Bundeskartellamt zur Prüfung angemeldet. Das Management rechnet weiterhin mit einem Abschluss bis Mitte 2026.
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Die 11-Milliarden-Dollar-Transaktion soll IBMs Position im Bereich Datenstreaming stärken. Analysten sehen darin Synergien für künftiges Umsatzwachstum, wenngleich einige Banken wie UBS kurzfristig verwässernde Effekte beim Gewinn erwarten.
Institutionelle Anleger nehmen Gewinne mit
Während IBM strategisch voranschreitet, zeigt sich bei institutionellen Investoren ein gemischtes Bild. Massachusetts Financial Services Co. reduzierte seine Position im dritten Quartal um 34 Prozent und verkaufte rund 148.480 Aktien. Die Bewegung dürfte eher auf Portfolio-Anpassungen nach der starken Performance der vergangenen Monate zurückzuführen sein – institutionelle Anleger halten weiterhin knapp 59 Prozent der Aktien.
Der durchschnittliche Analystenkonsens liegt aktuell bei einem Kursziel von 305,29 Dollar. Ob JPMorgans neues Ziel von 312 Dollar erreicht werden kann, hängt maßgeblich von den kommenden Quartalsergebnissen ab. Die Erwartungen sind hoch – vor allem im Hinblick auf die Software-Sparte und die Integration von Confluent.
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