Der iShares MSCI World ETF (URTH) vollzieht heute zum Handelsschluss seine quartalsweise Index-Anpassung. 18 Unternehmen kommen neu hinzu, 27 fliegen raus. Die Stoßrichtung ist klar: mehr KI-Hardware und Satellitenkommunikation. Es ist die letzte reguläre Neugewichtung vor einer umfassenden Methodenänderung im Mai.
Was heute passiert
Alle passiven Fonds, die den MSCI World Index abbilden, müssen die neuesten Änderungen bis Handelsschluss am Freitag, den 27. Februar 2026, umsetzen. Die neue Index-Zusammensetzung gilt offiziell ab Montag, dem 2. März 2026.
Die Anpassung fällt asymmetrisch aus: 18 neue Werte kommen hinzu, 27 bestehende Positionen werden gestrichen. Besonders ausgeprägt ist das Ungleichgewicht in den USA – dort stehen lediglich acht Neuaufnahmen 15 Streichungen gegenüber.
Rund um Index-Anpassungen schnellt das Handelsvolumen regelmäßig nach oben. Wenn zahlreiche große passive Fonds gleichzeitig ähnliche Transaktionen ausführen müssen, entsteht mechanischer Kaufdruck bei den Neulingen und Verkaufsdruck bei den Absteigern.
Die drei größten Neuzugänge
Die drei größten Neuaufnahmen nach voller Marktkapitalisierung sind allesamt in den USA gelistet: AST SpaceMobile, Coherent Corp und FTAI Aviation.
Ihre Aufnahme verschiebt die Index-Gewichtung gezielt in Richtung satellitengestützte Konnektivität, Industriematerialien und Luftfahrt. Weitere US-Neuzugänge sind Casey’s General Stores, Curtiss-Wright, Lumentum Holdings, IREN und Revolution Medicines.
Auf der Streichliste stehen mehrere bekannte Namen, die laut MSCI unter die erforderlichen Marktkapitalisierungsschwellen gefallen sind. Darunter DocuSign und Paycom.
Der konzentrierte Kaufdruck auf die wenigen Neuaufnahmen dürfte deutlicher ausfallen als der Verkaufsdruck, der sich auf mehr Titel verteilt.
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Handelsvolumen deutlich erhöht
Das Handelsvolumen von URTH erreichte zuletzt 486.410 Aktien – deutlich über dem Durchschnitt von 279.650. Die erhöhte Aktivität deutet darauf hin, dass vorbereitende Anpassungsflüsse bereits vor dem offiziellen Stichtag durch den Markt laufen.
Die 52-Wochen-Spanne des Fonds reicht von 132,93 bis 192,84 Dollar. Die verifizierte 1-Monats-Rendite liegt bei +1,01 Prozent – ein Wert, der die stetige, gemessene Wertsteigerung eines breit diversifizierten Industrieländer-Vehikels widerspiegelt.
Krypto-Ausschluss bleibt aus
MSCI bestätigte Anfang Januar, dass Unternehmen mit hohen Krypto-Beständen – sogenannte Digital Asset Treasury Companies – nicht aus den Global Investable Market Indexes ausgeschlossen werden. Firmen, deren digitale Vermögenswerte mindestens 50 Prozent ihrer Assets ausmachen, behalten ihre bisherige Index-Behandlung. MicroStrategy wurde als Beispiel genannt. MSCI plant stattdessen breitere Konsultationen zur künftigen Handhabung nicht-operativer Investment-Gesellschaften.
US-Tech-Dominanz bleibt bestehen
Der Charakter des iShares MSCI World ETF wird weiterhin durch sein deutliches Übergewicht in US-Aktien geprägt. Laut aktuellen Bestandsdaten sind NVIDIA, Apple und Microsoft mit etwa 5,47, 4,53 und 3,58 Prozent die drei größten Positionen. Ihre Quartalszahlen beeinflussen die Fonds-Performance stärker als Konjunkturdaten aus Europa oder Asien. Die geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank bleiben die dominante makroökonomische Variable.
Der Fonds verwaltet ein Nettovermögen von 6,57 Milliarden Dollar, weist einen NAV von 186,04 Dollar auf, ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 24,60 und eine Kostenquote von 0,24 Prozent.
Morningstar bewertete den iShares MSCI World ETF im Vergleich zu 305 globalen Large-Cap-Blend-Fonds auf Basis risikoadjustierter Gesamtrenditen zum 31. Januar 2026 mit einer Bronze-Medaille.
Mai bringt Methoden-Überholung
Die heutige Neugewichtung ist ausdrücklich ein Übergangsereignis. Die Februar-Überprüfung trägt mehr Gewicht als eine routinemäßige Aktualisierung, da sie die letzte vierteljährliche Anpassung unter der aktuellen MSCI-Methodik darstellt. Der Indexanbieter hatte angekündigt, in diesem Zyklus nur „bedeutende“ Freefloat-Anpassungen vorzunehmen. Eine überarbeitete Freefloat-Rundungsmethodik ist für Mai 2026 geplant. MSCI will das Risiko unnötiger Gegen-Trades während der Übergangsphase minimieren.
Die thematische Verschiebung in Richtung Weltraumtechnologie und KI-Hardware spiegelt die laufende Entwicklung der Weltwirtschaft wider. Mit der heutigen Neugewichtung endet ein methodisches Kapitel, im Mai öffnet sich das nächste. Die kommenden Monate markieren eine strukturell aktive Phase für eines der weltweit meistbeobachteten passiven Anlagevehikel. Über die vergangenen zwölf Monate lieferte URTH eine Gesamtrendite von rund 22,24 Prozent. Marktbeobachter werden genau verfolgen, ob die neuen Mitglieder – insbesondere das kapitalintensive AST SpaceMobile – ohne Störung der historisch engen Benchmark-Nachbildung absorbiert werden.
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