Siemens Healthineers Aktie: Verkaufsdruck belastet

Die Siemens Healthineers Aktie verliert deutlich, da die geplante Abspaltung von Siemens-Anteilen einen Angebotsüberhang fürchtet und die Zukunft der Diagnostik-Sparte unklar ist.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktie verliert stark zum Jahresauftakt
  • Siemens AG plant Abgabe von 30 Prozent Anteilen
  • Strategische Prüfung der Diagnostik-Sparte
  • Analysten bewerten Aktie sehr unterschiedlich

Die Siemens Healthineers Aktie startet mit deutlichen Verlusten ins Börsenjahr 2026. Der Medizintechnik-Konzern gehört im DAX zu den schwächsten Werten – nicht wegen operativer Probleme, sondern wegen einer strukturellen Belastung: Die Muttergesellschaft Siemens AG bereitet die Abspaltung weiterer Anteile vor. Das schürt bei Investoren die Angst vor einem massiven Angebotsüberhang.

Die wichtigsten Fakten:
* Aktie notiert bei 44 Euro und verliert rund 14 Prozent binnen einer Woche
* Siemens AG plant Ausgliederung von 30 Prozent der Anteile an eigene Aktionäre
* Diagnostik-Sparte steht auf dem Prüfstand, Verkauf nicht ausgeschlossen
* Analysten uneinig: Kursziele zwischen 46 und 61 Euro

Siemens Healthineers

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Flutungsangst bremst Käufer aus

Der Kern des Problems liegt in der angekündigten Portfolio-Maßnahme. Die Siemens AG will rund 30 Prozent ihrer Beteiligung direkt an die eigenen Aktionäre ausschütten. Viele davon dürften die erhaltenen Healthineers-Papiere sofort verkaufen, weil sie nicht gezielt in Medizintechnik investieren wollen. Dieser drohende Verkaufsdruck deckelt den Kurs wie ein unsichtbarer Widerstand.

Solange unklar bleibt, wann genau diese Aktien auf den Markt kommen, fehlt die Fantasie für einen Befreiungsschlag über die Marke von 45 Euro. Großinvestoren warten ab, anstatt neue Positionen aufzubauen.

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Diagnostik-Sparte als Unsicherheitsfaktor

Zusätzlich zur strukturellen Belastung sorgt die strategische Neuausrichtung für Verunsicherung. Das Management prüft den Verkauf der Diagnostik-Sparte, die als Margenbremse gilt. Während die Bildgebung mit MRT- und CT-Geräten als stabile Ertragsquelle läuft, bleibt die Diagnostik das Sorgenkind. Diese Unklarheit verstärkt die Zurückhaltung der Anleger.

Analysten gespalten

Die Bewertungslücke ist beachtlich. Barclays sieht mit einem Kursziel von 61 Euro ein Potenzial von über 35 Prozent. Die Deutsche Bank positioniert sich mit 46 Euro deutlich konservativer und näher an der aktuellen Marktlage. Diese Spaltung der Expertenmeinungen spiegelt die Unsicherheit wider: Überwiegen die Risiken der Abspaltung oder die Chancen der Marktführerschaft?

Charttechnik: Unterstützung bei 41 Euro im Fokus

Technisch gesehen ist der Jahresauftakt missglückt. Die Aktie ist an der 45-Euro-Marke abgeprallt und notiert knapp über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 46,31 Euro. Fällt sie unter die Unterstützung bei 41 Euro, droht weiterer Abgabedruck. Bis die Aktienverteilung durch Siemens vollzogen ist, dürfte der Overhang-Effekt als Deckel auf dem Kurs lasten. Erst danach könnte sich das charttechnische Bild aufhellen.

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