Valneva gibt den Kampf um den US-Markt für seinen Chikungunya-Impfstoff endgültig auf. Nach einem schwerwiegenden Sicherheitsvorfall und einer daraus resultierenden Sperre durch die US-Arzneimittelbehörde FDA zieht das Biotech-Unternehmen die Reißleine und beendet das Zulassungsverfahren. Damit fällt ein geplanter Umsatztreiber weg, doch der Blick der Anleger richtet sich bereits auf das nächste Großprojekt, das diesen Rückschlag kompensieren soll.
- US-Rückzug: Zulassungsantrag für IXCHIQ® nach FDA-Intervention zurückgezogen.
- Der Auslöser: Klinische Sperre aufgrund eines schwerwiegenden unerwünschten Ereignisses.
- Marktreaktion: Aktie notiert bei 4,11 € (Wochenverlust: -2,66 %).
- Hoffnungsträger: Fokus verschiebt sich voll auf den Borreliose-Impfstoff VLA15.
FDA verhängt klinische Sperre
Die Entscheidung zum Rückzug ist die direkte Konsequenz einer sogenannten „Clinical Hold“-Anordnung der FDA. Auslöser war die Meldung eines schwerwiegenden unerwünschten Ereignisses bei einem jüngeren Erwachsenen außerhalb der USA, der zeitgleich drei Impfstoffe, darunter IXCHIQ®, erhalten hatte. Valneva und medizinische Experten stufen einen ursächlichen Zusammenhang zwar noch nicht als abschließend geklärt, aber als plausibel ein.
Dieser Schritt markiert das Ende einer monatelangen Hängepartie. Bereits im August 2025 hatte die FDA die US-Lizenz ausgesetzt, was massive Unsicherheit schürte. Mit dem jetzigen vollständigen Rückzug der Zulassungsanträge sind alle klinischen Studien in den USA untersagt. Das Unternehmen betonte, dass aktuell keine aktiven Impfungen mit dem Präparat in Studien stattfinden. Während IXCHIQ® in Märkten wie Europa oder Kanada verfügbar bleibt, ist die Tür zum lukrativen US-Markt vorerst verschlossen.
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Warum der Kurs nicht einbricht
Trotz der negativen Nachricht hält sich der Verkaufsdruck in Grenzen. Die Aktie notiert aktuell bei 4,11 Euro und liegt damit zwar unter dem 52-Wochen-Hoch von 5,16 Euro, aber weit über dem Tiefstand des Vorjahres. Der Grund für diese relative Stärke liegt in der Erwartungshaltung des Marktes: Viele Analysten hatten potenzielle US-Umsätze bereits nach der Lizenzaussetzung im Sommer 2025 aus ihren Modellen gestrichen. Die offizielle Absage schafft nun Fakten, ohne die fundamentale Bewertung überraschend zu treffen.
Alles hängt an VLA15
Durch das Wegfallen des US-Geschäfts mit IXCHIQ® steigt die Bedeutung der Partnerschaft mit Pfizer extrem an. Der Borreliose-Impfstoffkandidat VLA15 befindet sich in der entscheidenden Phase-3-Studie und gilt als wichtigster Werttreiber für die mittelfristige Zukunft. Das Unternehmen muss nun beweisen, dass die Pipeline jenseits des Chikungunya-Rückschlags werthaltig ist.
Der Zeitplan für die kommenden Monate ist eng getaktet. Am 19. März 2026 wird Valneva die vollständigen Jahresergebnisse präsentieren. Die entscheidende Weichenstellung erfolgt jedoch durch die Daten der „VALOR“-Studie zu VLA15. Sollten diese positiv ausfallen, planen Valneva und Pfizer noch im Jahr 2026 die Zulassungsanträge in den USA und Europa einzureichen – ein Erfolg hier würde den Verlust des US-Chikungunya-Marktes finanziell in den Schatten stellen.
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