Der kanadische Cannabis-Produzent Canopy Growth hat am 6. Februar seine Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorgelegt – und überrascht mit einer deutlichen Ergebnisverbesserung. Während die Umsätze stagnierten, schrumpfte der Nettoverlust um fast die Hälfte. Das Heimatgeschäft in Kanada läuft rund, doch international hakt es weiter.
Die wichtigsten Eckdaten:
- Nettoverlust auf 62,6 Mio. CAD halbiert (Vorjahr: 121,9 Mio. CAD)
- Cannabis-Umsatz in Kanada steigt um 15% (Medizinal) bzw. 8% (Freizeit)
- Kassenbestand solide: 371 Mio. CAD
- Schuldenrestrukturierung abgeschlossen – Fälligkeiten bis 2031 verlängert
Kanada trägt das Geschäft
Das medizinische Cannabis-Geschäft in Kanada erwirtschaftete 23 Mio. CAD Umsatz – ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Verantwortlich dafür: mehr versicherte Patienten und größere Bestellmengen. Auch im Freizeitmarkt lief es mit ebenfalls 23 Mio. CAD und einem Zuwachs von acht Prozent ordentlich. Besonders gefragt waren die Claybourne-Joints und Gassers-Vaporizer.
Insgesamt stagnierte der Konzernumsatz bei 75 Mio. CAD, das Cannabis-Segment allein legte um vier Prozent auf 52 Mio. CAD zu.
Europa bremst, Bilanz stabil
Anders sieht es international aus. Die Erlöse außerhalb Nordamerikas brachen um 31 Prozent ein – Lieferkettenprobleme in Europa machten dem Unternehmen zu schaffen. Immerhin: Gegenüber dem Vorquartal ging es sequenziell um 22 Prozent nach oben, die Engpässe werden offenbar langsam behoben.
Das bereinigte EBITDA verbesserte sich um 17 Prozent auf minus 3 Mio. CAD – das dritte Quartal in Folge mit Fortschritt. Der Free Cashflow-Abfluss schrumpfte von 28 Mio. auf 19 Mio. CAD. Seit März 2025 hat Canopy Growth durch Stellenabbau und niedrigere externe Kosten jährlich 29 Mio. CAD eingespart.
Die Bilanz steht solide da: 371 Mio. CAD in bar, eine Netto-Cash-Position von 146 Mio. CAD zum Quartalsende. Die im Januar abgeschlossene Rekapitalisierung verschob alle ausstehenden Verbindlichkeiten auf 2031.
Vaporizer-Sparte mit Licht und Schatten
Die Tochter Storz & Bickel erzielte 23 Mio. CAD Umsatz – sequenziell ein kräftiges Plus von 45 Prozent dank starker Saisonverkäufe und des neuen VEAZY-Vaporizers. Das Gerät wurde zum Verkaufsschlager und erreichte schneller als jedes andere Produkt in der Firmengeschichte 20.000 verkaufte Einheiten. Im Jahresvergleich gaben die Erlöse allerdings um neun Prozent nach, die wirtschaftliche Unsicherheit bei Konsumenten hinterließ Spuren.
MTL-Übernahme vor Abschluss
Die geplante Übernahme von MTL Cannabis soll noch im laufenden Quartal abgeschlossen werden. Das Management erwartet durch den Zusammenschluss eine Stärkung der globalen Cannabis-Plattform. Mit der Transaktion will Canopy Growth seine Marktposition in Kanada weiter ausbauen.
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