Canopy Growth Aktie: Wenig Begeisterung!

Der Cannabis-Konzern meldet deutlich geringere Verluste und eine gestärkte Bilanz, kämpft aber weiter mit Umsatzstagnation und historischen Kursverlusten. Die geplante Akquisition soll Skalierungseffekte bringen.

Kurz zusammengefasst:
  • Nettoverlust halbiert sich im Jahresvergleich
  • Umsatz stagniert trotz Wachstum im Heimatmarkt
  • Bilanz durch erfolgreiche Rekapitalisierung gestärkt
  • Übernahme von MTL Cannabis steht kurz bevor

Canopy Growth kämpft weiter gegen jahrelange Wertverluste. Der kanadische Cannabis-Konzern meldet für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 stabile Umsätze, deutlich engere Verluste – und eine klare Strategie für 2027. Doch fundamentale Herausforderungen bleiben.

Quartalszahlen: Stillstand oben, Besserung unten

Der konsolidierte Nettoumsatz lag im dritten Quartal bei 75 Millionen CAD – unverändert gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auf der Ergebnisseite sieht es besser aus: Der Nettoverlust schrumpfte um 49 Prozent gegenüber dem Vorjahr, der bereinigte EBITDA-Verlust sank um 17 Prozent auf 3 Millionen CAD.

Canopy Growth

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Im kanadischen Markt entwickelte sich das Geschäft erfreulich. Der Umsatz mit Freizeitcannabis stieg um 8 Prozent, der Medizinalbereich um 15 Prozent – getrieben durch mehr versicherte Patienten und höhere Bestellvolumen. Auf der Gegenseite brachen die internationalen Cannabisverkäufe um 31 Prozent ein, vor allem wegen Lieferkettenproblemen in Europa. Die Umsätze der Tochter Storz & Bickel gingen um 9 Prozent zurück.

Die Bruttomarge rutschte um 300 Basispunkte auf 29 Prozent – belastet durch niedrigere Verkaufsmengen und höhere US-Importzölle.

Bilanz gestärkt, Verluste bleiben hoch

Anfang 2026 schloss Canopy Growth eine Rekapitalisierung ab: Alle ausstehenden Schulden wurden bis 2031 gestreckt. Zum Ende des dritten Quartals verfügte das Unternehmen über 371 Millionen CAD an Barmitteln und kurzfristigen Investments, bei einer Netto-Cashposition von 146 Millionen CAD – der stärksten seit dem Geschäftsjahr 2022.

Seit März 2025 hat das Unternehmen annualisierte Einsparungen von 29 Millionen CAD erzielt, was die ursprünglichen Erwartungen deutlich übertraf.

Dennoch bleibt das Bild trüb: In den vergangenen zwölf Monaten summierten sich die Verluste auf 326,6 Millionen CAD. Aus dem laufenden Betrieb flossen 78,7 Millionen CAD ab. Die Aktie hat in den vergangenen fünf Jahren mehr als 99 Prozent ihres Wertes verloren, allein im vergangenen Jahr rund 40 Prozent – während die Branche im Schnitt 16 Prozent nachgab.

Akquisition und Ausblick

Die geplante Übernahme von MTL Cannabis Corp. erhielt im Februar 2026 bei einer außerordentlichen Hauptversammlung die Zustimmung von 99,97 Prozent der abgegebenen Stimmen. Der Abschluss ist noch im laufenden Quartal geplant. Canopy erhofft sich dadurch Skalierungseffekte, vor allem im kanadischen Medizinalbereich.

In Europa beginnt sich die Lage nach Lieferkettenproblemen zu stabilisieren: Sequenziell stieg der internationale Umsatz im dritten Quartal um 22 Prozent gegenüber dem zweiten. Das Management erwartet weitere Verbesserungen in Quartal vier und im Geschäftsjahr 2027, wenn Blumenversorgung und EU-GMP-Zertifizierungen ausgebaut sind.

Das erklärte Ziel bleibt ein positives bereinigtes EBITDA im Geschäftsjahr 2027. Ob MTL Cannabis als Katalysator dafür reicht, wird sich zeigen, sobald die Integration beginnt und die Margenentwicklung im Jahresverlauf klarer wird.

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