SoftBank Aktie: ARM baut eigene Chips

Arm Holdings startet mit eigenem Prozessor für KI-Rechenzentren und erwartet damit Milliardenumsätze. Der Strategiewechsel treibt die Aktie deutlich nach oben.

Felix Baarz ·
SoftBank Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Erster eigener Chip nach 35 Jahren als Lizenzgeber
  • Prognose von 15 Milliarden Dollar Umsatz mit AGI CPU
  • Meta, OpenAI und SAP als bestätigte Partner
  • Kurs springt um über 16 Prozent nach Ankündigung

Arm Holdings hat am Dienstag einen Schritt vollzogen, der die gesamte Halbleiterbranche aufhorchen lässt: Nach 35 Jahren als reiner Lizenzgeber bringt das Unternehmen erstmals einen eigenen Prozessor auf den Markt. Der „AGI CPU“ richtet sich direkt an KI-Rechenzentren — und die Reaktion der Börse fiel entsprechend deutlich aus.

Ein neues Geschäftsmodell

Der Kursprung von über 16 Prozent am Mittwoch spiegelt wider, was Investoren in den Finanzzahlen sehen: erhebliches Wachstumspotenzial. Arm erwartet, allein mit dem AGI CPU rund 15 Milliarden Dollar Jahresumsatz zu erzielen — innerhalb von fünf Jahren. Der Gesamtumsatz soll im gleichen Zeitraum auf 25 Milliarden Dollar steigen, der Gewinn je Aktie auf 9 Dollar.

CEO Rene Haas begründet die Prognosen mit dem steigenden Bedarf durch sogenannte agentische KI. Systeme, die eigenständig Aufgaben ausführen, stellen deutlich höhere Anforderungen an die Recheninfrastruktur als bisherige Anwendungen. Haas geht davon aus, dass sich der Bedarf an CPUs dadurch vervierfachen könnte.

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Starke Partner, klarer Zeitplan

Das Projekt ist kein Alleingang. Meta Platforms hat den Chip gemeinsam mit Arm entwickelt und gilt als erster Hauptkunde. OpenAI, Cloudflare, SAP und SK Telecom sind weitere bestätigte Partner. Für die Fertigung setzt Arm auf TSMC und dessen 3-Nanometer-Prozess. Die Architektur basiert auf Neoverse-V3-Kernen mit bis zu 136 Kernen in einer Dual-Die-Konfiguration.

Die Serienproduktion ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Systempartner wie Lenovo und Quanta Computer sollen die Markteinführung begleiten.

Der Strategiewechsel hat allerdings eine Kehrseite: Viele bisherige Arm-Lizenznehmer bauen mit eben diesen Designs eigene Chips — und werden künftig mit Arm direkt im Wettbewerb stehen. HSBC erwartet dennoch, dass Server-CPUs bis zum Geschäftsjahr 2029 Smartphones als wichtigste Umsatzquelle ablösen werden. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis von 182 zeigt, wie hoch die Erwartungen des Marktes bereits gesteckt sind.

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