Die Papiere des Chipausrüsters eilen derzeit von Hoch zu Hoch. Angetrieben von einer Investitionsoffensive des Großkunden TSMC und einer Reihe optimistischer Analystenkommentare hat das Unternehmen kurz vor den Quartalszahlen die Marktkapitalisierung von 500 Milliarden US-Dollar durchbrochen. Während die Stimmung an der Wall Street euphorisch ist, richtet sich der Blick nun auf die konkreten Ergebnisse, die kommende Woche präsentiert werden.
Welle der Analysten-Upgrades
In dieser Woche sorgten gleich mehrere positive Studien für Kaufdruck. RBC Capital nahm die Bewertung der Aktie am 14. Januar mit einem „Outperform“-Rating und einem Kursziel von 1.550 US-Dollar auf. Der Analyst Srini Pajjuri verwies dabei auf langfristige und zyklische Wachstumstreiber sowohl im Speicher- als auch im Logikchip-Geschäft.
Auch die UBS zeigte sich zu Wochenbeginn optimistischer und hob ihr Kursziel von 1.030 auf 1.400 Euro an. Die Begründung: Die Dynamik in den Bereichen Logik, Speicher und der Nachfrage aus China sei „zu stark“, um sie zu ignorieren. Die Bank prognostiziert nun Gewinne für die Jahre 2026 und 2027, die etwa 25 Prozent über dem Markkonsens liegen. Morgan Stanley skizzierte in einem Bullen-Szenario sogar ein Aufwärtspotenzial bis auf 2.000 Euro.
TSMC liefert das Kaufsignal
Der entscheidende fundamentale Treiber für den jüngsten Kursanstieg kam jedoch aus Taiwan. Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) überraschte den Markt mit einer massiven Anhebung der Investitionspläne (Capex). Für das Jahr 2026 plant der wichtigste ASML-Kunde Ausgaben von bis zu 56 Milliarden US-Dollar.
Diese Summe übertraf die vorherigen Erwartungen deutlich und signalisiert eine robuste Nachfrage nach den EUV-Lithografiesystemen (Extreme Ultraviolet), für die ASML als Monopolist die Maschinen liefert. Als direkte Reaktion auf diese Nachrichten erreichte die ASML-Aktie am 21. Januar ein neues 52-Wochen-Hoch bei 1.360,09 US-Dollar. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier damit bereits ein Plus von knapp 17 Prozent.
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Rückenwind durch Speicherchips
Neben der starken Nachfrage nach Logikchips profitiert ASML von einer Erholung im Speichermarkt. Zacks Equity Research zählt die Aktie zu den Top-Technologiewerten, die die Erwartungen für das vierte Quartal übertreffen könnten. Analysten gehen von einem Gewinn je Aktie von 8,85 US-Dollar aus, was einem Wachstum von 21,2 Prozent im Jahresvergleich entsprechen würde.
Marktbeobachter identifizieren derzeit mehrere Preistreiber:
* Ein extrem knappes Angebot bei DRAM-Speichern.
* Eine erwartete Preissteigerung bei Speicherchips um 40 bis 50 Prozent im ersten Quartal 2026.
* Steigender Bedarf an fortschrittlichen Fertigungsprozessen für KI-Beschleuniger.
* Samsungs potenzielles Hochfahren der HBM4-Produktion.
Ausblick auf den 28. Januar
Am kommenden Dienstag, dem 28. Januar, wird ASML die Bücher für das vierte Quartal 2025 sowie das Gesamtjahr öffnen. Der Fokus der Anleger liegt dabei auf dem Auftragseingang und der Prognose. Die UBS erwartet, dass das Unternehmen einen Ausblick auf ein Umsatzwachstum von 10 bis 20 Prozent für das Jahr 2026 geben wird. Zudem könnten die Bestellungen im vierten Quartal historische Spitzenwerte von 8 bis 9 Milliarden Euro erreicht haben, getrieben durch die Notwendigkeit von Samsung und TSMC, sich Kapazitäten zu sichern.
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