Ethereum: Bringend Moment!

Die Investmentbank Standard Chartered hält trotz massiver ETF-Geldabzüge an einer Langfristprognose von 40.000 Dollar für Ethereum bis 2030 fest. Die Kryptowährung kämpft mit widersprüchlichen Signalen aus Netzwerkaktivität und Zinserwartungen.

Kurz zusammengefasst:
  • Massive Nettoabflüsse bei Ethereum-ETFs
  • Langfristziel von 40.000 Dollar bis 2030
  • Netzwerkaktivität erreicht neue Rekordwerte
  • Zwei große Upgrades für das Jahr 2026 geplant

Standard Chartered traut Ethereum einen Anstieg auf 40.000 Dollar bis 2030 zu – während ETF-Investoren aktuell massiv Geld abziehen. Die zweitgrößte Kryptowährung bewegt sich um 3.100 Dollar und kämpft mit widersprüchlichen Signalen. Was überwiegt: die kurzfristige Schwäche oder das langfristige Potenzial?

ETF-Abflüsse belasten den Kurs

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: In der ersten vollen Handelswoche 2026 verzeichneten Ethereum-ETFs Nettoabflüsse von 68,6 Millionen Dollar. Noch am 5. und 6. Januar flossen insgesamt 283 Millionen Dollar in die Produkte – doch an den drei darauffolgenden Tagen zogen Anleger 351 Millionen Dollar ab. Die neun Spot-Ethereum-ETFs verwalten nun Vermögen von 18,7 Milliarden Dollar, was 5,04 Prozent der Marktkapitalisierung von Ethereum entspricht.

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Der Hauptgrund für den Stimmungsumschwung: veränderte Erwartungen an die US-Notenbank. Futures-Daten zeigen eine 95-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass die Fed auf ihrer Sitzung Ende Januar die Zinsen unverändert lässt. Vor einer Woche rechneten Händler noch mit 44 Prozent Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung im März – dieser Wert ist auf 26,2 Prozent gefallen.

Laut CoinShares verloren Bitcoin- und Ethereum-ETFs in einer viertägigen Verlustserie 1,3 Milliarden Dollar – fast alle Zuflüsse seit Jahresbeginn wurden damit zunichte gemacht.

Investmentbank sieht ETH bei 40.000 Dollar

Standard Chartered hält trotz der aktuellen Schwäche an einer bullischen Langfristprognose fest. Die Bank erhöhte ihr Kursziel für Ende 2030 auf 40.000 Dollar und erwartet, dass Ethereum Bitcoin langfristig übertreffen wird.

Geoff Kendrick, Leiter der Digital-Assets-Forschung bei Standard Chartered, begründet den Optimismus mit mehreren Faktoren:

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  • Dominanz bei Stablecoins, DeFi und der Tokenisierung realer Vermögenswerte
  • Geplante Verzehnfachung der Layer-1-Kapazität durch anstehende Upgrades
  • Fortschreitende regulatorische Klarheit durch den US-CLARITY-Act

Das Gesetz zur Schaffung eines Regulierungsrahmens für digitale Assets könnte laut Kendrick besonders Ethereum zugutekommen, falls es die nächsten Entwicklungsschritte für DeFi freisetzt. Der US-Senat arbeitet an seiner Version des Gesetzes – ein Ausschuss plant noch diese Woche eine Abstimmung.

Netzwerk-Aktivität auf Rekordhoch

Die On-Chain-Daten zeichnen ein anderes Bild als der ETH-Kurs. Ende 2025 erreichte Ethereum mehrere Meilensteine:

  • Stablecoin-Transfer-Volumen von über 8 Billionen Dollar allein im vierten Quartal – fast doppelt so viel wie im zweiten Quartal
  • Anstieg der gesamten Stablecoin-Emission um 43 Prozent auf 181 Milliarden Dollar
  • Rekord bei täglichen Transaktionen: 2,23 Millionen Ende Dezember (plus 48 Prozent zum Vorjahr)
  • Höchststand bei monatlich aktiven Adressen: 10,4 Millionen im Dezember

Ethereum hält rund 65 Prozent des gesamten On-Chain-Wertes tokenisierter realer Vermögenswerte (circa 19 Milliarden Dollar). Inklusive Layer-2-Lösungen und EVM-kompatibler Netzwerke steigt dieser Anteil auf über 70 Prozent.

Zwei große Upgrades für 2026

Ethereum-Entwickler bereiten für dieses Jahr zwei wesentliche Netzwerk-Upgrades vor. „Glamsterdam“ soll in der ersten Jahreshälfte starten und verbesserte Skalierungskapazität sowie effizientere Transaktionsabwicklung bringen. Das zweite Upgrade „Hegota“ ist für die zweite Jahreshälfte geplant und fokussiert sich auf Verkle Trees – eine Datenstruktur, die Nodes effizienter arbeiten lässt und die Hardware-Anforderungen für Node-Betreiber senken könnte.

Im DeFi-Bereich kündigt Aave Labs für Anfang 2026 die vierte Version seines Protokolls an, während Lido Labs an Version 3 arbeitet, die individuell anpassbare Yield-Strategien ermöglichen soll. Der Anteil dezentraler Börsen am gesamten Krypto-Handel stieg bis November 2025 auf über 21 Prozent – ein neuer Rekord. Analysten erwarten, dass DEXs bis Ende 2026 die Hälfte des Handelsvolumens auf sich vereinen könnten.

Ausblick: Katalysatoren in Sicht

Die kommenden Wochen dürften Klarheit bringen. Standard Chartered rechnet im ersten Quartal 2026 mit Fortschritten bei der US-Marktstruktur-Gesetzgebung. Das Glamsterdam-Upgrade und mögliche regulatorische Durchbrüche könnten dem Kurs neue Impulse geben – sofern die Makro-Unsicherheit nachlässt und die ETF-Abflüsse stoppen.

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