SAP Aktie: Milliarden-Rückkauf verpufft
Trotz eines massiven Aktienrückkaufprogramms im Wert von zehn Milliarden Euro setzt sich der Kursverfall bei SAP fort. Anleger fürchten, dass neue US-Zölle zu Investitionszurückhaltung bei wichtigen Industriekunden führen.

Kurz zusammengefasst
- Massives Rückkaufprogramm zeigt keine Kurswirkung
- US-Zölle bedrohen Budgets wichtiger Industriekunden
- Aktie notiert nahe 52-Wochen-Tief
- Quartalsbericht am 23. April als Belastungstest
Selbst eines der größten Aktienrückkaufprogramme der DAX-Geschichte kann den aktuellen Abwärtstrend der SAP nicht stoppen. Während der Walldorfer Softwarekonzern eigene Papiere im Wert von bis zu zehn Milliarden Euro erwirbt, fürchten Anleger die indirekten Folgen der neuen US-Handelspolitik. Die drohende Investitionszurückhaltung wichtiger Industriekunden überschattet derzeit alle internen technologischen Fortschritte.
Indirekte Gefahr durch neue US-Zölle
Nachdem der Supreme Court die bisherigen IEEPA-Zölle gekippt hat, verhängte US-Präsident Trump auf Basis des Trade Act von 1974 neue Importaufschläge von zunächst 10 Prozent, die zeitnah auf 15 Prozent steigen sollen. Für den Softwarekonzern selbst sind die direkten Auswirkungen durch das eigene Cloud-Geschäftsmodell gering. Das eigentliche Risiko liegt in der Kundschaft.
Das produzierende Gewerbe gehört traditionell zu den wichtigsten Abnehmern der Walldorfer. Marktbeobachter befürchten, dass diese stark von den Zöllen betroffenen Unternehmen ihre Budgets nun kürzen und den kostspieligen Wechsel in die Cloud verzögern.
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Stützungsmaßnahmen ohne Wirkung
Als Gegengewicht zu dieser makroökonomischen Unsicherheit startete bereits im Februar ein massives Aktienrückkaufprogramm, das bis Ende 2027 laufen soll. Bislang verfehlt diese Maßnahme allerdings ihre Wirkung. Mit einem Freitagsschlusskurs von 149,44 Euro notiert der Titel nur knapp über dem Ende März markierten 52-Wochen-Tief von 142,34 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust mittlerweile auf über 26 Prozent. Auch interne Erfolge, wie die Auszeichnung des KI-Simulationsprojekts „SAP Cognitive Twin Enterprise“, treten angesichts dieses Abwärtsdrucks in den Hintergrund.
Die kommenden Schlüsseltermine
Da sich das Management derzeit in der sogenannten Quiet Period befindet, müssen Investoren auf offizielle Einschätzungen zur aktuellen Geschäftslage warten. Der Terminkalender für die kommenden Wochen liefert jedoch konkrete Anhaltspunkte:
- 23. April 2026: Veröffentlichung der Q1-Ergebnisse
- 05. Mai 2026: Hauptversammlung in Walldorf (Abstimmung über 2,50 Euro Dividende)
- 13. Mai 2026: Financial Analyst Conference in Orlando
Der anstehende Quartalsbericht am 23. April dient als erster echter Belastungstest für die Softwarebranche. Ein anhaltend starkes Wachstum der Cloud-Umsätze ist zwingend erforderlich, um die Sorgen vor einer zollbedingten Auftragsflaute zu entkräften. Verfehlen diese Frühindikatoren die Erwartungen, dürfte der Abwärtsdruck trotz des laufenden Rückkaufprogramms weiter anhalten.
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