Blicke richten sich aktuell nach San Francisco. Auf der J.P. Morgan Healthcare Conference präsentiert Valneva seine Strategie für das laufende Jahr. Doch während CEO Thomas Lingelbach um das Vertrauen institutioneller Investoren wirbt, fokussiert sich der Markt auf ein zentrales Ereignis: Die Veröffentlichung der entscheidenden Phase-3-Daten für den Borreliose-Impfstoff.
Das Warten auf die VALOR-Daten
Im ersten Halbjahr 2026 soll sich entscheiden, ob der Impfstoffkandidat VLA15 den Durchbruch schafft. Die Impfungen an den 9.437 Probanden der sogenannten VALOR-Studie sind abgeschlossen. Da VLA15 weltweit der am weitesten fortgeschrittene Kandidat gegen Borreliose ist, ist das Interesse an den Ergebnissen entsprechend hoch.
Der Zeitplan ist eng getaktet: Liefern die Daten den erhofften Wirksamkeitsnachweis, plant der Partner Pfizer noch in diesem Jahr die Einreichung der Zulassungsanträge bei der FDA und der EMA. Positive Signale kamen zuletzt im November 2025 aus einer Phase-2-Studie. Diese zeigte, dass die Antikörperspiegel auch sechs Monate nach einer dritten Auffrischimpfung stabil blieben und keine Sicherheitsbedenken auftraten.
Rückschlag bei Partnerschaft
Trotz der Hoffnungen im Lyme-Programm musste Valneva zum Jahreswechsel eine Vertragsauflösung vermelden. Die Lizenzvereinbarung mit dem Serum Institute of India für den Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ wurde am 31. Dezember 2025 beendet. Diese Kooperation sollte ursprünglich die Vermarktung in Schwellenländern abdecken.
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Für die kommerziell wichtigeren entwickelten Märkte bleibt die Strategie jedoch unberührt. Hier setzt Valneva auf andere Partner, wie etwa CSL Seqirus für den deutschen Markt.
Pipeline und Sparmaßnahmen
Um die Finanzierung der Forschung zu sichern, treibt das Management die Kostenoptimierung voran. Im November kündigte der Konzern die Schließung einer F&E-Einrichtung in Frankreich an. Parallel dazu laufen klinische Entwicklungen für weitere Kandidaten, darunter ein tetravalenter Shigella-Impfstoff und ein Zika-Vakzin, das kürzlich positive Phase-1-Daten lieferte.
Für Anleger hängt nun alles an der Datenauswertung der kommenden Monate. Sollte die VALOR-Studie im ersten Halbjahr erfolgreich abgeschlossen werden, steht der Weg für die behördlichen Zulassungsanträge durch Pfizer noch 2026 offen.
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