Canopy Growth Aktie: Hoffnung verpufft

Der Cannabis-Pionier notiert nahe Penny-Stock-Niveau, obwohl eine Umschuldung bis 2031 Zeit verschafft. Die US-Regulierung brachte keinen nachhaltigen Schub, und die operativen Zahlen bleiben schwach.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktienkurs verlor 50 Prozent im Jahresvergleich
  • Umschuldung verlängert Fälligkeiten bis 2031
  • US-Reform brachte nur kurze Euphorie
  • Operativer Verlust konnte deutlich reduziert werden

Der kanadische Cannabis-Pionier steht weiter massiv unter Druck. Trotz einer kürzlich erfolgten Umschuldung und regulatorischen Fortschritten in den USA notiert das Papier fast auf Penny-Stock-Niveau. Während der Kurs allein im letzten Monat um rund 30 Prozent nachgab, fragen sich Investoren: Reicht die finanzielle Atempause, um das Ruder operativ herumzureißen?

US-Reform bringt keinen dauerhaften Schub

Die Ende 2025 erfolgte Neuklassifizierung von Cannabis durch US-Präsident Trump sorgte nur für ein kurzes Strohfeuer. Obwohl die Droge von „Schedule 1“ auf „Schedule 3“ herabgestuft wurde, verpuffte die anfängliche Euphorie schnell. Der Aktienkurs hat seither deutlich korrigiert und handelt aktuell bei lediglich 1,22 US-Dollar – ein Verlust von 50 Prozent auf Jahressicht.

Canopy Growth

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Marktteilnehmer realisieren zunehmend, dass die Reform für Canopy Growth kaum direkte Vorteile bietet. Cannabis bleibt auf US-Bundesebene illegal, und der zwischenstaatliche Handel ist weiterhin untersagt. Da das Unternehmen seine operative Basis in Kanada hat, bleibt der direkte Zugang zum lukrativen US-Markt versperrt. Zudem wäre der Konkurrenzdruck bei einer möglichen Marktöffnung enorm.

Finanzielle Atempause bis 2031

Zumindest die Bilanzsorgen konnte das Management vorerst lindern. Am 8. Januar schloss Canopy Growth eine umfassende Umschuldung ab, die alle Fälligkeiten bis mindestens Januar 2031 verlängert. Die Maßnahmen umfassen:

  • Ein neues Darlehen über 150 Millionen US-Dollar.
  • Die Rückzahlung von Schulden, die 2027 fällig geworden wären.
  • Einen Tausch von Wandelanleihen in neue Instrumente mit längerer Laufzeit.

Nach der Transaktion erwartet das Unternehmen eine Cash-Position von rund 425 Millionen Kanadischen Dollar (CAD). Zudem sinkt die Zinsbelastung durch günstigere Konditionen beim neuen Darlehen. Dies verschafft dem Konzern die nötige Zeit, um an der Profitabilität zu arbeiten.

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Operatives Geschäft mit Licht und Schatten

Die Zahlen zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 zeigen ein zweigeteiltes Bild. Auf der einen Seite wachsen die Umsätze im kanadischen Heimatmarkt: Das Geschäft mit Erwachsenen legte um 30 Prozent zu, der medizinische Bereich um 17 Prozent. Auch der operative Verlust verringerte sich von 45,9 auf 16,9 Millionen CAD, während der Cash-Burn deutlich reduziert wurde.

Auf der anderen Seite liegt der Gesamtumsatz mit 83 Millionen CAD immer noch weit unter den Werten von vor drei Jahren (118 Millionen CAD). Unter dem Strich schreibt Canopy Growth weiterhin tiefrote Zahlen mit einem negativen Ergebnis je Aktie von -1,92 US-Dollar auf Zwölfmonatssicht. Die geplante Übernahme von MTL Cannabis soll zwar die Position in Quebec stärken, Analysten sehen hier jedoch nur begrenztes kurzfristiges Potenzial.

Am 6. Februar 2026 wird Canopy Growth die nächsten Quartalszahlen vorlegen. Dann muss das Management beweisen, ob sich die stabilisierte Bilanz auch in einer verbesserten operativen Marge niederschlägt.

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