Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB SE richtet seinen Fokus neu aus und setzt verstärkt auf den Verteidigungssektor. Nach einer angehobenen Prognose und starken Auftragszahlen bestätigte das Unternehmen nun Gespräche mit dem Rüstungsriesen Rheinmetall. Könnte diese Allianz der entscheidende Treiber für die künftige Geschäftsentwicklung werden?
Strategische Wende bestätigt
Ende Januar reagierte das Management auf Gerüchte am Kapitalmarkt mit einer Ad-hoc-Mitteilung: Es laufen offizielle Verhandlungen mit der Rheinmetall-Gruppe. Ziel der Gespräche ist eine mögliche Zusammenarbeit bei öffentlichen Beschaffungsverfahren. Zwar nannte das Unternehmen noch keine Details zu Zeitrahmen oder finanziellem Umfang, doch der Schritt unterstreicht die wachsende Bedeutung des Verteidigungsgeschäfts für die Bremer.
Als Wachstumstreiber identifiziert OHB dabei vor allem steigende Budgets bei der Europäischen Weltraumorganisation ESA, der EU sowie bei nationalen Kunden, die zunehmend in sicherheitsrelevante Weltraumtechnik investieren.
Prognoseanhebung und volle Auftragsbücher
Die operative Basis für den Strategieschwenk scheint gefestigt. Bereits auf dem Capital Market Day im Januar hob der Vorstand die Prognose für die Geschäftsjahre 2026 und 2027 an. Bis 2028 erwartet das Management einen kontinuierlichen Anstieg der Gesamtleistung sowie der EBITDA- und EBIT-Margen.
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Besonders die Dynamik bei den Neubestellungen überzeugt. Der Auftragseingang kletterte im Geschäftsjahr 2025 um rund 24 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Mittelfristig peilt der Konzern hier sogar die Marke von jährlich 3 Milliarden Euro an. Die jüngsten 9-Monatszahlen (Stand November 2025) untermauern diesen Trend:
- Gesamtleistung: +21 % auf 863,5 Mio. Euro
- EBIT: +32 % auf 46,0 Mio. Euro
- Auftragsbestand: +47 % auf 3,1 Mrd. Euro
Technologischer Erfolg im All
Parallel zur strategischen Neuausrichtung liefert OHB im Kerngeschäft ab. Der im Juli gestartete Wettersatellit MTG-S1 sendet seit dem 27. Januar erste Daten aus 36.000 Kilometern Höhe. Als Hauptauftragnehmer für die ESA ist OHB System AG für alle sechs Plattformen der dritten Meteosat-Generation verantwortlich und demonstriert damit seine technologische Relevanz für institutionelle Großaufträge.
Für Investoren wird der 19. März 2026 zum nächsten entscheidenden Datum. Mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2025 und dem anschließenden Earnings Call muss das Management beweisen, wie konkret die Pläne mit Rheinmetall bereits gediehen sind und ob die ambitionierten Mittelfristziele standhalten.
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