Der italienische Rüstungskonzern Leonardo S.p.A. startet mit deutlichem Rückenwind in die neue Woche. Mit gleich zwei signifikanten Vertragsabschlüssen in Saudi-Arabien und Großbritannien untermauert das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit in der internationalen Verteidigungsindustrie. Besonders der Deal im Nahen Osten zeigt, dass die Strategie, etablierte Plattformen mit komplexen Waffensystemen aufzuwerten, bei staatlichen Auftraggebern Anklang findet.
Meilenstein in Saudi-Arabien
Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht ein neues Abkommen mit dem saudischen Verteidigungsministerium. Leonardo wird vier C-27J Spartan Flugzeuge liefern, die speziell für die maritime Überwachung (MPA) konfiguriert sind. Der Auftrag hat technologisch besonderes Gewicht: Erstmals wird diese Variante mit voll integrierten Waffensystemen für die U-Boot- und Oberflächenkriegsführung beschafft.
Die Auslieferung an die saudischen Seestreitkräfte soll 2029 beginnen. Dieser Abschluss vertieft die industrielle Partnerschaft mit Riad, nachdem das Königreich bereits im Sommer 2025 C-27J-Einheiten für den zivilen Katastrophenschutz bestellt hatte. Für Leonardo bedeutet dies eine erfolgreiche Erweiterung des Kundenstamms auf nunmehr 21 Betreiber der Spartan-Plattform weltweit.
Technologie-Offensive in Großbritannien und Italien
Parallel zum Exporterfolg am Golf konnte auch die britische Sparte des Konzerns punkten. Das dortige Verteidigungsministerium entschied sich im Rahmen des „Project SERPENS“ für das passive akustische Ortungssystem SONUS. Der Vertragswert beläuft sich auf 18,3 Millionen Pfund. Der taktische Vorteil dieses Systems liegt in der Passivität: Anders als Radar sendet SONUS keine elektronischen Signaturen aus und kann feindliche Artillerie orten, ohne die eigene Position preiszugeben.
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Zusätzlich meldete Leonardo Fortschritte bei der Digitalisierung der Seekriegsführung. In Zusammenarbeit mit Ericsson und der italienischen Marine wurde ein erfolgreicher 5G-Test auf See durchgeführt, der die sichere Echtzeit-Datenübertragung zwischen Marineeinheiten validierte.
Kursentwicklung und Fazit
Die operativen Fortschritte stützen die jüngste Entwicklung am Aktienmarkt. Das Papier notiert aktuell bei knapp 56 Euro und hat seit Jahresbeginn bereits über 9 Prozent zugelegt, wobei der Abstand zum 52-Wochen-Hoch nur noch rund 8 Prozent beträgt.
Die Kombination aus langfristigen Lieferverträgen für Hardware und spezialisierten Technologie-Aufträgen bestätigt Leonardos Diversifizierungsstrategie. Durch die Aufrüstung bewährter Plattformen wie der C-27J mit neuen Waffensystemen erschließt sich der Konzern zusätzliche Wertschöpfungspotenziale, die die Auftragsbücher weit über das laufende Geschäftsjahr hinaus füllen.
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