Die Touristikbranche erlebt einen unerwarteten Ansturm. Während viele Branchen unter Konjunktursorgen leiden, verzeichnet TUI für den Sommer 2026 eine Buchungslage, die „deutlich über dem Vorjahr“ liegt. Gottfried Math, Geschäftsführer von TUI Österreich, bestätigte am Wochenende den massiven Nachfrageschub. Die Aktie notierte zum Wochenende bei 9,06 Euro – doch könnten die operativen Zahlen am Montag für neue Impulse sorgen?
Die wichtigsten Fakten:
* 85 % der Konsumenten planen mindestens eine Reise 2026
* Frühbucher-Quote signifikant höher als in Vorjahren
* Rabattaktionen bis 40 % treiben Volumenwachstum
* Analysten gespalten: Kursziele zwischen 7,90 und 12,00 Euro
Planungssicherheit trotz Rabattschlacht
Die Zahlen überraschen. Klassische Mittelmeer-Destinationen wie Griechenland, Türkei und Spanien dominieren die Buchungen. Doch auch Fernziele wie die USA und Thailand ziehen stark an. Für den Konzern bedeutet dies mehr als nur volle Auftragsbücher: Wer bereits im Januar seine Sommerkapazitäten weitgehend verkauft hat, gewinnt enorme Planungssicherheit für den Cashflow.
Entscheidend ist dabei die Preissetzungsmacht. Trotz hoher Rabatte steigen die Volumina deutlich. Das deutet darauf hin, dass TUI die Balance zwischen Auslastung und Marge halten kann – eine kritische Frage für Investoren angesichts der historisch niedrigen Margen im Airline-Segment.
Analysten im Clinch
Barclays bestätigte jüngst das „Overweight“-Rating und hob das Kursziel auf 12,00 Euro an. Das impliziert ein Potenzial von rund 32 Prozent. Die Analysten sehen die operative Erholung noch nicht eingepreist.
Bernstein Research bleibt skeptisch. Mit einem Kursziel von 7,90 Euro und „Market-Perform“-Rating warnen die US-Analysten vor überzogenen Erwartungen. Ihre Bedenken: hohe Schuldenlasten und geringe Margen könnten das Umsatzwachstum neutralisieren.
Technische Hürden voraus
Der Schlusskurs oberhalb der 9-Euro-Marke am Freitag ist ein erstes positives Signal. Der Bereich um 8,80 bis 9,00 Euro fungiert als massiver Support. Um den monatelangen Abwärtstrend nachhaltig zu brechen, müssen die Bullen den Kurs jedoch dynamisch über 9,50 Euro schieben.
Das leicht erhöhte Handelsvolumen zum Wochenausklang deutet auf Neupositionierungen hin. Marktteilnehmer scheinen sich in Erwartung kommender Quartalszahlen und gestützt durch die Buchungs-News zu bewegen.
Sollten sich die Meldungen über Buchungssteigerungen in den kommenden Wochen verfestigen, dürfte der Druck auf Leerverkäufer zunehmen. Die Eröffnung am Montag wird zeigen, ob die positiven News aus Österreich eine breitere Bewegung auslösen können.
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