Airbus Aktie: Rekordorders, kaum Lieferungen

Airbus verzeichnet einen starken Anstieg der Auftragseingänge, während die Auslieferungen aufgrund von Triebwerksengpässen bei Pratt & Whitney zurückgehen. Das Jahresziel bleibt bestehen.

Felix Baarz ·
Airbus Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Starker Anstieg der Nettobestellungen um 95 Prozent
  • Rückgang der Flugzeugauslieferungen um 16 Prozent
  • Triebwerksmangel als Hauptursache für Verzögerungen
  • Barclays bestätigt optimistisches Kursziel von 220 Euro

Airbus meldet für das erste Quartal 2026 eine auffällige Diskrepanz: Die Auftragsbücher füllen sich in einem Tempo, das seinesgleichen sucht — doch die Fabrikhallen kommen nicht hinterher. Triebwerksmangel bremst den Konzern aus, während die Nachfrage boomt.

Aufträge explodieren, Auslieferungen hinken hinterher

Mit 398 Nettobestellungen im ersten Quartal übertraf Airbus den Vorjahreszeitraum um 95 Prozent. Allein im März gingen 331 Bruttobestellungen ein, darunter Großaufträge von China Eastern Airlines und dem Leasingunternehmen AerCap für Jets der A320neo-Familie. Der Auftragsbestand wuchs auf insgesamt 9.037 Flugzeuge.

Auf der Lieferseite sieht das Bild anders aus. Im ersten Quartal übergab Airbus lediglich 114 Maschinen an Kunden — ein Rückgang von 16 Prozent gegenüber den 136 Auslieferungen im Vorjahreszeitraum. Zwar verbesserte sich das Tempo im März auf 60 Flugzeuge, nach nur 35 im Februar. Trotzdem blieb die Zahl unter den 71 Auslieferungen des Vorjahresmonats.

Pratt & Whitney als Engpass

Der Hauptgrund für die schleppenden Auslieferungen ist bekannt: Triebwerke fehlen. Störungen bei Pratt & Whitney belasten vor allem die A320neo-Familie — A319neo, A320neo und A321neo zusammen verzeichneten im ersten Quartal einen Rückgang von rund 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Das Jahresziel von rund 870 Auslieferungen hält das Management dennoch aufrecht. Um es zu erreichen, muss Airbus in den verbleibenden Monaten durchschnittlich 84 Flugzeuge pro Monat ausliefern. Analysten sehen dieses „Back-Loading“ als realistisch — aber nur, wenn der Streit um Triebwerkskapazitäten mit Pratt & Whitney gelöst wird.

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Barclays bleibt optimistisch und bekräftigte am Montag das „Buy“-Rating mit einem Kursziel von 220 Euro. Als positive Signale werteten die Analysten den Rollout der ersten A350-1000 für Qantas‘ „Project Sunrise“ in Toulouse sowie die Auslieferung des 500. A220-Flugzeugs. Die A350-1000 für Qantas soll noch 2026 übergeben werden und ab Anfang 2027 Nonstop-Verbindungen zwischen Sydney und London beziehungsweise New York ermöglichen.

Hauptversammlung und geopolitische Risiken

Morgen, am 14. April, hält Airbus seine Hauptversammlung ab. Aktionäre erwarten dort konkrete Aussagen zum Produktionshochlauf und zur Integration neuer Tochtergesellschaften wie Skywise. Parallel präsentiert der Konzern auf der Aircraft Interiors Expo in Hamburg neue Kabinenlayouts und First-Class-Konzepte für „Project Sunrise“.

Im Hintergrund wächst ein weiteres Risiko: Geopolitische Spannungen im Nahen Osten und eine gemeldete Blockade der Straße von Hormus haben den Ölpreis auf über 100 Dollar je Barrel getrieben. Steigen die Treibstoffkosten dauerhaft, könnte das die Investitionsbereitschaft der Airline-Kunden dämpfen — und damit die Nachfrage nach neuen Flugzeugen, die Airbus ohnehin kaum schnell genug bauen kann.

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Airbus Aktie

41,40 EUR

– 1,60 EUR -3,72 %
KGV 25,79
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 1,89 %
Marktkapitalisierung 157,26 Mrd. EUR
ISIN: US0092791005

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