Raymond James hat die Bewertung von Apple zum Jahresauftakt auf „Market Perform“ zurückgestuft – faktisch eine Herabstufung gegenüber dem früheren „Outperform“-Rating. Die Begründung: Bei einem geschätzten KGV von rund 31 für das Geschäftsjahr 2027 sei die Aktie trotz solider Fundamentaldaten bereits voll bewertet. Für kurzfristige Kursgewinne sieht Analystin Melissa Fairbanks damit kaum noch Spielraum.
Wachstum solide, aber verhalten
Die konkreten Prognosen von Raymond James zeichnen das Bild eines Unternehmens, das zwar stabil wächst, aber keine Sprünge mehr macht. Die Bank rechnet für 2026 mit einem Umsatzplus von 8 Prozent und einem moderaten Anstieg der iPhone-Auslieferungen um lediglich 3 Prozent. Der geschätzte Gewinn je Aktie liegt bei 8,19 Dollar für das Geschäftsjahr 2026 und bei 9,13 Dollar für 2027.
Diese Zahlen stehen im Kontrast zur aktuellen Bewertung: Die Aktie notiert beim Rund 36-Fachen des laufenden Gewinns. Fairbanks argumentiert, dass die starken Produktzyklen und das robuste Geschäftsmodell bereits eingepreist seien.
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EU-Regulierung belastet Ökosystem
Zusätzlicher Gegenwind kommt aus Brüssel. Seit dem 1. Januar 2026 muss Apple die Vorgaben des Digital Markets Act vollständig umsetzen. Das bedeutet: Erstmals ist das Unternehmen gezwungen, Drittanbietern Zugang zu Schnittstellen für Wearables und digitale Geldbörsen zu gewähren. Die Apple Watch und Apple Pay verlieren damit ihre exklusive Stellung im europäischen Markt. Wie sich diese erzwungene Öffnung auf das margenstärkste Geschäftssegment – die Services – auswirkt, werden die kommenden Quartale zeigen.
Blick auf Ende Januar
Am 29. Januar steht die Veröffentlichung der Zahlen für das erste Geschäftsquartal 2026 an. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 2,67 Dollar bei einem Umsatz von rund 138,2 Milliarden Dollar. Parallel dazu kursieren Gerüchte über den Launch des „Apple Intelligence Pro“-Abonnements für 9,99 Dollar monatlich noch im Januar. Sollte die Nachfrage nach diesem KI-Dienst die Erwartungen übertreffen, könnte das der Bewertung neuen Rückhalt geben. Bis dahin dürfte die Aktie in ihrer aktuellen Handelsspanne verharren.
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