Der Stuttgarter Automobilkonzern hat ein hartes Jahr hinter sich. Das bereinigte EBIT brach 2025 um rund 40 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro ein, der Nettogewinn wurde nahezu halbiert. Drei Faktoren belasteten das Ergebnis besonders: Zollkosten von 1,2 Milliarden US-Dollar, chinesische Konkurrenz im Elektrosegment und negative Währungseffekte.
Am schmerzhaftesten traf der Einbruch im China-Geschäft. Die Stückverkäufe dort sanken um 19 Prozent — ein erheblicher Rückschlag für einen Markt, der fast ein Drittel des globalen Pkw-Absatzes ausmacht. Im Cars-Segment fiel die Umsatzrendite von 8,1 auf 5,0 Prozent.
Dividende überrascht positiv
Trotz des schwachen Jahres fiel die Dividendenkürzung glimpflicher aus als befürchtet. Für die Hauptversammlung am 16. April 2026 schlägt das Management 3,50 Euro je Aktie vor — nach 4,30 Euro im Vorjahr, aber über den Erwartungen vieler Analysten. Das laufende Aktienrückkaufprogramm über bis zu 2 Milliarden Euro bietet weiteren Spielraum: Rund 1,7 Milliarden Euro stehen noch aus. Die solide Bilanz mit einer Netto-Cash-Position von rund 31 Milliarden Euro stützt diese Kapitalmaßnahmen.
Sparen und Angreifen zugleich
Das Management verfolgt eine klare Doppelstrategie. Auf der Kostenseite wurden bereits 3,6 Milliarden Euro eingespart, die Fertigungskosten sollen bis 2027 um 10 Prozent je Fahrzeug sinken. Das Werk im mexikanischen Aguascalientes schließt bis Mai — das entspricht einer Kapazitätsreduktion von rund 100.000 Einheiten.
Gleichzeitig beschleunigt Mercedes-Benz die Lokalisierung in China: Bis Mitte 2026 sollen mehr als 80 Prozent der dort verkauften Fahrzeuge aus lokaler Produktion stammen, was Kosten senken und die Reaktionsfähigkeit im wichtigsten Einzelmarkt erhöhen soll.
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Offensiv setzt der Konzern auf den größten Produktanlauf seiner Geschichte: Mehr als 40 neue Modelle in drei Jahren. Das neue CLA wurde bereits als „Car of the Year 2026″ ausgezeichnet, im ersten Halbjahr folgen überarbeitete Versionen der S-Klasse und des GLS sowie neue AMG-Modelle.
Ausblick auf 2026
Für das laufende Jahr erwartet das Management ein EBIT deutlich über dem 2025er Niveau — nicht zuletzt, weil Restrukturierungskosten wegfallen. Die angestrebte Umsatzrendite im Cars-Segment liegt bei 3 bis 5 Prozent. Der Umsatz soll sich in etwa auf Vorjahresniveau bewegen.
Die Aktie notiert mit einem Minus von rund 11 Prozent seit Jahresanfang und liegt deutlich unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 58,09 Euro — der Markt wartet offensichtlich noch auf konkrete Belege. Den ersten liefert der Q1-Bericht am 29. April 2026.
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