Meta zeigt, wie stark das Werbegeschäft noch ziehen kann – wenn die Technik stimmt. Künstliche Intelligenz soll Anzeigen zielgenauer ausspielen und damit mehr Umsatz aus derselben Nutzerbasis holen. Gleichzeitig erhöht der Konzern das Tempo bei Investitionen deutlich, was die Messlatte für 2026 hoch legt.
Werbemotor läuft – dank KI
Im vierten Quartal 2025 stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 24% auf knapp 60 Mrd. US-Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 meldete Meta ein Plus von 22% auf rund 201 Mrd. US-Dollar. Der Treiber dahinter: starke Nachfrage der Werbekunden – und ein System, das offenbar effizienter geworden ist.
Zwei Kennzahlen zeigen das Zusammenspiel:
– Ad Impressions (ausgespielte Anzeigen) legten im Quartal um 18% zu.
– Durchschnittspreis pro Anzeige stieg um 6%.
Unterm Strich wuchs der Gewinn weniger stark als der Umsatz: Der Nettogewinn kam im Quartal auf 22,77 Mrd. US-Dollar (+9%), der verwässerte Gewinn je Aktie auf 8,88 US-Dollar (+11%). Das deutet darauf hin, dass Meta zwar stark wächst, die Kosten aber ebenfalls spürbar mitlaufen.
Nutzerbasis wächst weiter
Auch bei den Nutzern ging es aufwärts: Die täglich aktiven Menschen über alle Apps hinweg („Family of Apps“) stiegen im Jahresvergleich um 7% auf 3,58 Milliarden im Dezember 2025. CEO Mark Zuckerberg sprach von einer starken Geschäftsentwicklung 2025 und stellte für 2026 Fortschritte bei „persönlicher Superintelligenz“ in Aussicht.
Doch was heißt das konkret für die Zahlen? Mehr Nutzer und mehr Aktivität liefern mehr Inventar für Werbung – und KI soll dieses Inventar besser monetarisieren. Genau diese Kombination spiegelt sich in den steigenden Impressionen und Preisen.
Investitionen rauf, Reality Labs bleibt teuer
Der größte Blick nach vorn steckt in Metas Investitionsplänen: Für 2026 stellt das Unternehmen 115 bis 135 Mrd. US-Dollar an Capex in Aussicht – deutlich mehr als die 72 Mrd. US-Dollar in 2025. Das Geld soll vor allem in Server, Rechenzentren und breitere KI-Entwicklung fließen. Für das erste Quartal 2026 erwartet Meta einen Umsatz zwischen 53,5 und 56,5 Mrd. US-Dollar.
Parallel bleibt Reality Labs der große Kostenblock. Die Sparte kam 2025 bei 2,2 Mrd. US-Dollar Umsatz auf einen operativen Verlust von 19,2 Mrd. US-Dollar. Meta hält dennoch an der langfristigen Vision rund um VR/AR fest – wirtschaftlich ist das aber weiterhin ein klarer Gegenpol zum profitablen Werbegeschäft.
Einordnung am Markt: Die Aktie schloss am Freitag bei 718,10 US-Dollar und lag damit nur knapp unter ihrem 52‑Wochen‑Hoch – ein Signal, dass Investoren das starke Werbewachstum und die KI-Story derzeit hoch gewichten.
Zum Start ins neue Jahr wird es damit vor allem an zwei Punkten hängen: Ob Meta die angepeilte Umsatzspanne im ersten Quartal trifft – und ob der Konzern erklären kann, wie der stark steigende KI-Investitionsbedarf die Profitabilität kurzfristig beeinflusst.
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