Nach Quartalszahlen, die selbst optimistische Erwartungen übertrafen, steht Palantir plötzlich im Zentrum einer hitzigen Debatte: CEO Alex Karp verteidigte am 2. Februar 2026 im Earnings Call die umstrittene Zusammenarbeit mit der US-Einwanderungsbehörde ICE – und forderte Kritiker auf, mehr statt weniger Palantir-Technologie zu verlangen. Was steckt hinter dieser provokativen Ansage?
Rekordumsatz trifft auf politischen Gegenwind
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Im vierten Quartal 2025 erzielte Palantir einen Umsatz von 1,41 Milliarden Dollar – ein Plus von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr und die höchste Wachstumsrate seit dem Börsengang. Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag bei 0,25 Dollar, der Nettogewinn erreichte mit 609 Millionen Dollar ebenfalls Rekordniveau.
Besonders beeindruckend: Das kommerzielle US-Geschäft explodierte um 137 Prozent auf 507 Millionen Dollar. Gleichzeitig wuchsen die Einnahmen aus dem Regierungsbereich um 66 Prozent auf 570 Millionen Dollar. Zu den jüngsten Großaufträgen zählt ein im Dezember 2025 geschlossener Vertrag mit der US-Marine über bis zu 448 Millionen Dollar zur Modernisierung der Schiffbau-Lieferkette.
Für 2026 stellt Palantir einen Gesamtumsatz zwischen 7,18 und 7,20 Milliarden Dollar in Aussicht – mehr als 60 Prozent über dem Vorjahr. Das kommerzielle US-Geschäft soll um mindestens 115 Prozent auf über 3,14 Milliarden Dollar zulegen.
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ICE-Vertrag sorgt für Kontroverse
Doch parallel zu den Erfolgsmeldungen steigt der öffentliche Druck. Im April 2025 hatte Palantir einen 30-Millionen-Dollar-Vertrag mit ICE abgeschlossen, um die Plattform ImmigrationOS zu entwickeln – ein System zur Identifizierung von Menschen ohne Aufenthaltserlaubnis und zur Nachverfolgung freiwilliger Ausreisen. Nach zwei tödlichen Vorfällen im Januar 2026, bei denen US-Bürger durch Bundesbeamte erschossen wurden, geraten Unternehmen mit ICE-Kooperationen verstärkt ins Visier.
Karps Reaktion fiel ungewöhnlich offensiv aus. In seinem Aktionärsbrief vom 2. Februar 2026 argumentierte er, dass gerade Palantirs Technologie der wirksamste Schutz gegen staatliche Eingriffe in die Privatsphäre sei. Die Software verfüge über detaillierte Berechtigungsfunktionen, die staatliches Handeln überwachbar und einschränkbar machten. Sie könne sowohl einen Terroranschlag verhindern als auch einen verfassungswidrigen Eingriff in die Privatsphäre durch den Staat unterbinden.
Im Earnings Call ging Karp noch einen Schritt weiter: ICE-Kritiker sollten eigentlich für mehr Palantir-Einsatz in der Regierung protestieren, so der CEO. Eine bemerkenswerte Wendung der Debatte – ob sie aufgeht, bleibt abzuwarten.
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