RWE Aktie: Offshore-Offensive

RWE sichert sich in Großbritannien 6,9 GW Offshore-Windkraft, startet Partnerschaft mit KKR und erhält Genehmigung für dänischen Thor-Park, um das Wachstum zu beschleunigen.

Kurz zusammengefasst:
  • Sicherung von 6,9 GW Kapazität in britischer Auktion
  • Strategische Partnerschaft mit KKR für Norfolk-Projekte
  • Produktionsfreigabe für Offshore-Windpark Thor in Dänemark
  • Verkauf schwedischer Windaktivitäten zur Fokussierung

RWE stellt im Januar 2026 seine Weichen klar in Richtung globale Offshore-Spitze: Großaufträge in Großbritannien, eine neue Partnerschaft mit KKR, der Startschuss für ein Großprojekt in Dänemark und eine Bereinigung des Portfolios in Schweden greifen strategisch ineinander. Entscheidend ist dabei die Frage, ob der Konzern damit sein Wachstum im Bereich erneuerbare Energien planbarer und kapitalleichter aufstellen kann – die jüngsten Schritte deuten genau in diese Richtung.

Britische CfD-Auktion: Rekordpaket gesichert

Mit der siebten britischen CfD-Auktionsrunde (Allocation Round 7) hat sich RWE einen der größten Offshore-Blöcke seiner Geschichte gesichert. Am 14. Januar 2026 erhielt der Konzern 20-jährige Differenzverträge für fünf Projekte mit zusammen 6,9 Gigawatt Kapazität. Der Strike Price liegt bei 91,20 Pfund je Megawattstunde (Preisbasis 2024, inflationsindexiert).

Rwe

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Die Projekte im Überblick:

  • Norfolk Vanguard East & West (UK)
  • 3,1 GW Gesamtkapazität
  • Lage: 50–80 km vor der Küste von Norfolk
  • Geplante Inbetriebnahme: 2029 (West) und 2030 (East)

  • Dogger Bank South East & South West (UK)

  • 3 GW kombinierte Kapazität in der Nordsee
  • Beteiligungen: RWE 51 %, Masdar 49 %
  • Geplante Inbetriebnahme: 2031 und 2032

  • Awel y Môr (UK)

  • 0,8 GW Kapazität in der Irischen See vor Wales
  • Beteiligungen: RWE 60 %, Stadtwerke München 30 %, Siemens 10 %

Damit sichert sich RWE langfristig planbare Cashflows im wichtigen britischen Markt und baut die eigene Offshore-Pipeline deutlich aus.

Partnerschaft mit KKR: Kapital entlasten, Projekte skalieren

Parallel zum CfD-Erfolg hat RWE eine strategische Vereinbarung mit KKR für die Norfolk-Vanguard-Projekte getroffen. Der Finanzinvestor wird jeweils 50 % an Norfolk Vanguard East und West übernehmen. Die Partner wollen die Parks gemeinsam entwickeln, bauen und betreiben. Der Abschluss der Transaktion wird für den Sommer 2026 erwartet.

Wesentliche Punkte:

  • KKR-Anteil: 50 % an Norfolk Vanguard East
  • KKR-Anteil: 50 % an Norfolk Vanguard West
  • FID-Zeitplan: Finale Investitionsentscheidung (FID) im Sommer 2026 geplant
  • Finanzierung: Start eines Prozesses für projektbezogene Non-Recourse-Finanzierung

Die Struktur reduziert den Kapitaleinsatz pro Projekt für RWE und stützt gleichzeitig den Ausbaukurs im Offshore-Segment.

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Thor in Dänemark: Produktionsfreigabe erteilt

Ein weiterer Meilenstein folgte am 26. Januar 2026: Die dänische Energieagentur erteilte dem Offshore-Windpark Thor die Produktionsgenehmigung. Das Projekt wird zusammen mit Norges Bank Investment Management umgesetzt, das 49 % hält. RWE bleibt mit 51 % Mehrheitseigner und verantwortet Bau und Betrieb.

Damit rückt Thor in die Umsetzungsphase und zählt neben Sofia (UK) und Nordseecluster A (Deutschland) zu den zentralen Projekten, die 2026 ans Netz gehen sollen.

Portfolio-Bereinigung in Schweden

RWE nutzt den Jahresauftakt auch, um das Onshore-Profil in Skandinavien zu straffen. Am 23. Januar 2026 wurde eine Vereinbarung mit dem nordischen Erneuerbare-Energien-Anbieter Aneo über den Verkauf der schwedischen Windaktivitäten unterzeichnet.

Die Transaktion umfasst:

  • Onshore-Wind-Entwicklungspipeline von 1,8 GW
  • Onshore-Windparks mit 124 MW operativer Kapazität
  • Offshore-Windpark Karehamn mit 48 MW

Der Vollzug ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen, Details zum Kaufpreis wurden nicht veröffentlicht. Der Schritt verschiebt den Fokus weg von kleineren schwedischen Onshore-Assets hin zu großen Offshore-Projekten in Kernmärkten.

Aktienrückkauf und Kursbild

Das Aktienrückkaufprogramm 2024–2026 läuft unverändert weiter. Zwischen 3. Dezember 2025 und 16. Januar 2026 wurden in der dritten Tranche 2.559.769 Aktien eingezogen. Das stützt den Gewinn je Aktie und signalisiert Kontinuität in der Kapitalpolitik.

An der Börse spiegelt sich der strategische Ausbaukurs bislang positiv wider:
– Der Schlusskurs lag gestern bei 52,14 Euro und damit nur rund 2 % unter dem 52‑Wochen-Hoch von 53,42 Euro.
– Auf Sicht von zwölf Monaten ergibt sich ein Anstieg von gut 80 %, der Titel notiert zudem deutlich über seinem 200‑Tage-Durchschnitt.

Die Kursentwicklung unterstreicht, dass der Markt die Ausbaupläne im Bereich Offshore-Wind aktuell honoriert.

Fakten im Überblick

  • CfD-Zuschlag in Großbritannien: 6,9 GW Offshore-Kapazität
  • Strike Price AR7: 91,20 £/MWh (2024-Preise, inflationsindexiert)
  • Norfolk Vanguard: 3,1 GW, KKR übernimmt je 50 % an East und West
  • Thor-Windpark (Dänemark): Produktionsgenehmigung erteilt, Partner Norges Bank Investment Management (49 %)
  • Schweden-Verkauf: 1,8 GW Onshore-Pipeline plus 124 MW Onshore und 48 MW Offshore (Karehamn)
  • Aktienrückkauf: 2.559.769 Aktien in der aktuellen Tranche erworben

Ausblick: Offshore-Kapazität wächst deutlich

RWE plant für 2026 die Inbetriebnahme von rund 4 Gigawatt neuer Kapazität, darunter die Flaggschiff-Offshore-Projekte Sofia (Großbritannien), Thor (Dänemark) und Nordseecluster A (Deutschland). Bereits heute betreibt der Konzern 19 Offshore-Windparks in fünf Ländern mit insgesamt 6,2 Gigawatt installierter Leistung.

Mit den jüngsten CfD-Zuschlägen, der KKR-Partnerschaft, der Thor-Genehmigung und der Portfolioanpassung in Schweden schafft RWE die Grundlage, diese Basis in den kommenden Jahren deutlich auszuweiten und zugleich die Kapitalstruktur projektbezogen zu optimieren.

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