Bitfarms Aktie: Dämpfer für KI-Pläne

Bitfarms' geplante Ausrichtung auf KI-Rechenzentren stockt, was zu einer Analysten-Herabstufung führt. Ein Wintersturm belastet zudem das operative Bitcoin-Mining-Geschäft.

Kurz zusammengefasst:
  • KBW stuft Aktie auf 'Market Perform' herab
  • Wichtiger KI-Standortvertrag verzögert sich bis 2026
  • Wintersturm in USA beeinträchtigt Mining-Betrieb
  • Aktie notiert deutlich unter Jahreshoch

Bitfarms vollzieht derzeit einen komplexen Strategiewechsel vom reinen Bitcoin-Mining hin zu Rechenzentren für künstliche Intelligenz, doch der Übergang verläuft schleppender als erhofft. Die Investmentbank KBW reagierte am Dienstag mit einer Herabstufung der Aktie und verwies auf steigende Umsetzungsrisiken. Während ein Wintersturm in den USA zusätzlich für Chaos im Krypto-Netzwerk sorgt, rückt die Frage in den Mittelpunkt: Kann das Management die hohen Erwartungen an die neue KI-Ausrichtung zeitnah erfüllen?

Höheres Kursziel, schlechtere Note

Das Urteil von KBW-Analyst Stephen Glagola wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich: Er stufte Bitfarms von „Outperform“ auf „Market Perform“ ab, erhöhte jedoch gleichzeitig das Kursziel von 2,50 auf 3,00 US-Dollar.

Bitfarms

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Dieser Schritt verdeutlicht die aktuelle Zwickmühle der Aktie. Zwar erkennen die Analysten den fundamentalen Wert der Vermögenswerte an, sehen aber kurzfristig kaum noch Kurstreiber. Die Herabstufung spiegelt die wachsende Vorsicht wider, dass die „KI-Fantasie“, die den Sektor im Jahr 2025 beflügelte, nun der harten Realität weichen muss. Investoren preisen zunehmend ein, dass Infrastruktur-Upgrades zeitintensiv sind und hohe Kapitalausgaben erfordern.

Verzögerung bei der Expansion

Der Hauptgrund für die verhaltene Einschätzung liegt im Zeitplan für den strategischen Schwenk. Bitfarms plant, seine Umsatzströme durch High-Performance Computing (HPC) und KI-Hosting zu diversifizieren.

Hierbei gibt es jedoch konkrete Hürden: KBW weist darauf hin, dass ein wichtiger Leasingvertrag für den 120-Megawatt-Standort in Sharon, Pennsylvania, voraussichtlich erst in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen wird. Diese Verzögerung schiebt die erwarteten Einnahmen aus dem neuen Geschäftsfeld weiter in die Zukunft als ursprünglich angenommen. Der Markt fordert nun Beweise für die erfolgreiche Umsetzung, bevor weitere Vorschusslorbeeren verteilt werden.

Die Aktie reagierte zuletzt volatil und notiert aktuell bei 3,54 CAD. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt derzeit rund 36 Prozent.

Wintersturm belastet Mining-Betrieb

Neben den strategischen Herausforderungen kämpft das Unternehmen mit einem extremen Marktumfeld. Ein schwerer Wintersturm in den USA hat die globale Bitcoin-Hashrate innerhalb von 48 Stunden drastisch einbrechen lassen – einer der stärksten Rückgänge der Geschichte.

Für Bitfarms ist dies ein zweischneidiges Schwert. Einerseits zwingt die Netzstabilisierung zum Abschalten der Mining-Geräte, was die Produktion mindert. Andererseits bietet sich durch sogenannte „Curtailment“-Strategien eine Chance: Das Unternehmen kann bereits eingekauften Strom zu den während des Sturms stark gestiegenen Spotpreisen an das Netz zurückverkaufen. Diese Energieverkäufe dienen oft als finanzielle Absicherung, wenn das operative Mining wetterbedingt stillsteht.

Fazit

Für Bitfarms beginnt nun die Phase der Beweisführung. Die Herabstufung durch KBW signalisiert, dass die Zeit der einfachen Gewinne durch reine Ankündigungen vorbei ist. Der entscheidende Faktor für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob das Management die Verträge für den Standort Sharon in der zweiten Jahreshälfte 2026 finalisieren kann, ohne dass die Kosten aus dem Ruder laufen. Bis dahin dürfte die Aktie vor allem von der operativen Effizienz im Kerngeschäft Mining abhängen.

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